Mr. Morgan.
Aus d.m Ueriiner Aarlument.
Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt ferner unten* 14. Januar:
Im Reichstag hat wieder die Periode der Beschlußun. fähigkeit begonnen. Das preußische Abgeordnetenhaus nahm )eute die Inhaber von Doppelmandaten nur bis em Uhr mittags in Anspruch. Wer von dort sich zum Reichstag begab, empfing zwei entgegengesetzte Eindrücke. Im Abgeordneten.» )aus die Fülle, im Reichstag die Leere. Unglücklicher tonnte gai nicht disponiert werden, als daß die Etatsdebatten, näch'ti Woche beginnend, im Reichstag und Landtag zusammcnsalten. Tas Abgeordnetenharis hätte ganz gut dem Reichstag mindestens ein paar Tage Vorsprung lassen können. Doch es besteht immer etwas wie Eifersucht zivischen den beiden Parlamenten. Zumal die Mitglieder des Abgeordnetenhauses, die nicht dem Reichstag angehören, wachen eifrig darüber, daß dem Reichstag „keine überflüssige Konzession" gemacht wird. Das hindert nicht, daß im Landtag häufig des Langen und Breiten Dmge zur Sprache kommen, die zur Kompetenz des Reichs- tages gehören. Damit beweisen die Herren, die nicht im Reichstag sitzen, das Talent zu solcher Berufung, das unbegreiflicher Weise noch nicht gewürdigt worden ist durch eine Wahl._____________ _
und Güterwagen. .
Für Herstellung von Garuisonsemrichtungen in Wreschen und Scyrimm werden nahezu 3 Million en verlangt. Zu Vorarbeiten für die Errichtung eines tö nig- l ich en Residen -schloss es in Posen werden 50 Ouu Mark angewiesen. Ter dem Finanzetat beigesügten Denk- schcist betreffend Zuwendungen an die Beamten in der Provinz Posen iulo den gemischtsprachigen Meisen Westpreußens ist zu entnehmen: Tie Gewährung von Gehaltszulagen an die mittleren, Kanzlei- und Unterbeamten gehör: zu den auf Stärkung des Deutschtums und Zurüctd rängung der deutsch- uiiib, staatsfeindlich en polnischen Agitation gerichteteii politischen Maßnahmen. Die Grundsätze sind: Gtatsmäßig angestellte mittlere, nanzler- und Unterbeamte, welche in den Provinzen Posen und West- Preußen, ausschließlich den Kreisen Dauzig^tadt und -Niederung, Elbing-Stadt und -Niederung und Marienburg fünf Jahre tätig gewesen sind, erhalten eine widerrufliche Gehaltszulage von 10 Prozent. Ter Bedarf an Gehaltszulagen wird aus Mk. 1300 000 veranschlagt, die Zulagen zu den Pensionen auf 50 000 Mk. Zur Gewährung von Erziehungs- beihilfen an höhere Beamte sind 150 000 Mk. im Etat eingestellt. — Tie dem Kultusetat beigefügte Denkschrift betreffend Gewährung persönlicher Zulagen an Volksschul^ lehrer und -Lehrerinnen in den ehemals polnischen Landesteilen sieht eine gleichmäßige widerruf-
Oraan und Temperament nichts schuldig. Kostüme, Dekorationen waren streng stilgerecht, äußerst harmonisch uiid schön. Tas Publikum gab seiner Begeisterung enthusiastischen Ausdruck. c ,
Aus Frankfurt a. M. schreibt man uns: In den Hermes'schen Sälen sind für kurze Zeit neu ausgestellt zwei der ausgezeichnetsten Gemälde von Arnold Bock- lin, „Die Nacht" und „Ruine am Meer". — Intendant Jensen, von der hiesigen Oper, der von der Kölner Theaterkommission zur Bewerbung um den Direktorposten der Kölner Theater ausgefordert worden ist, hat nach Köln das Ersuchen gerichtet, von einer etwaigen Erwählung seiner Person Abstand zu nehmen. — Der Berliner „Bors en kurier" meldete- dieser Tage, daß Herr Wilhelm Diegelmann, Mitglied des Frankfurter LLycmspiels und uns Gießenern wohl bekannt durch seinen uns neulich im Theaterverein gebotenen prächtigen „Erbsorster , infolge künstlerischer Differenzen seine Entlastung eingercicht und auch erhalten habe. Nach den von der „Kl. Presse eingezogenen Erkundigungen ist die Nachricht irrtümlich. Herr Diegelmann wird die Frankfurter Buhne nicht ver-
Die Kaiserin und die Berliner Hofbühnen. Wie die „Frkf. Ztg." von besonderer Seite erfährt, hat die Kaiserin aus Anlaß der bekannten Vorgänge, die zu dem CntlajsungSgesuch des Grafen Hochberg führten, den Wunsch geäußert, in die für die Hofbühnen angenommenen No v i- iüten vor ihrer Ausführung Einsicht zu nehmen. Es soll dadurch jedenfalls verhindert werden, daß Werke zur Ausführung gelangen, die das sittliche Empfinden der Kaiserin verletzten. Ob der neue Generalintendant auf diesen Wunsch eingegangen ist, wurde Nicht mitgeteilt.
Botschafter vor. .
— Der Kaiser hatte heute vormittag im Reichskanzler- palais eine Unterredung mit dem Grafen Bulow, hörte später im königlichen Schloss- den Vortrag bes stelloer re enben Chess des Zivilkabincts und empfing dann den Unterstaalsekretär im Justizministerium Dr. Küntzel.
— Der Kronprinz ist heute morgen aus Bonn hier einaetrofsen. Derselbe wird, einer Korrespondenz zufolge, auf einer Mittelmeerreise außer Konstantionop-l auch Jerusalem besuchen. Di- Rückreise soll über Egypten und Italien erfolgen. Di- Dauer der Reife 'st °uf s'-b-n bis acht Wochen berechnet. - Der Kronprinz reiste nut Ge. folge heute abend um 11 Uhr mit Sonderziig nach Peters, bürg ab. Der Kaiser begleitete den Kronprinzen bis zum Waggon und verabschiedete sich auf das Herzlichste. Auf d^n? Bahnhof- waren di- russischen Botschafter und das Bot. ^"^^DcrSpielplan der preußischen Klassenlotterie soll wie im Etat vorgesehen ist, eine Abänderung erfahren. Es 'hat sich das Bedürfnis herausgestellt, den Spielplan ins- besonders bezüglich der mittleren Gewinn- günstiger zu g-- Halten und zu diesem Zwecke unter Herabsetznng deu Loo. vrcises für jede Klass- eine fünfte Klass- einzusuhre», die der Einsatzgewinne und bamit der Freilose herabzusetzen und die Zahl der Stammlos- entsprechend zu vermehren. Die sich hieraus ergebende Mehreinnahme des Staates von 300 ouo Mk. soll den Spielern IN Form einer Prämie zu Gute komnten. Der hiernach ausgestellte neue Plan wird nut bet im Lause des Et-tsiuhres bcgmnenben 209. Lotterie in Wirksamkeit treten.
— Die auf heute im Reichsjustizamt anberaumt ge» wefene Konferenz zur Reform der Str afproze ßord- nung ist auf den 10. Februar verschoben worden.
Ausland.
Paris, 14. Jan. eRn nationalistisches Blatt meldet, daß mehrere Mitglieder d-er Patr io te n lr g a zum Zeichen des Protestes gegen die Wahl des Sozialisten Jaurös zum Vizepräsidenten der Kaznme heute nacht die Straßburg-Statue mit ^nem Traue l umhüllten. Die Polizei entfernte heute morgen den Traue flor Libre Parole" veröffentlicht em Telegramm u
liche Zulage von jährlich 120 Mk. nach fünfjähriger, 200 Mark nach zehnjähriger Tätigkeit in diesen Landesteilen vor. Ter erforderliche Bedarf für 1903 wird aus eine Million Mark veranschlagt. — Im Etat der Justizverwaltung siird zur besseren Ausbildung der Dolmetscher in der polnischen Sprache neu eingestellt 30000 Mark. Im Etat der landwirtschaftlichen Verwaltung süid u. a. an außerordentlichen Aufwendungen in Ausficht genommen: 500 000 Mark zum 9Leitbau eines Tienstgebäudes für das Landwirtschaftsministerium in Berlin, 300000 Mk. als erste Slate zur Errichtung einer l and w i r t sch a ftl ich eu Versuch s st a t i o n in Bromberg. Aüs den einzelnen Etats des Kultusministeriums ist hervorzuheben, daß die Begründung einer königlichen Akademie in Posen in Aussicht genommen ist, um einen Mittel- und Förderungspunkt für die geistigen Bestrebungen in den östlichen Landesteilen zu bilden. Tie Unterhaltung der Akademie wird 57 070 Mark an laufenden Aufwendungen erfordern. Für die Akademie sind in dem in Posen zu erbauenden deutschen Vereinshause Räume vorgesehen. Zur Errichtung einer technischen Hochschule in Breslau werden 250000 Mark angewiesen. Eine besondere Tenkschrift macht über die neue Hochschule ausführliche Mitteilung. Für Veranstaltung einer Unterrichtsaüsstellung auf der Weltausstellung in St. Louis 1904 werden als erste Rate 120000 Mark ausgesetzt. _
Staaten ihre Eksentvaren zu billigsten Preisen nach Deutschland werfen. Ob diese Ausführungen nicht doch die „amerikanische Gefahr" einigermaßen überschätzen und all- zu pessimistisch sind? Bei der mit größter Kühnheit und größten Mitteln geplanten inißglückten amerikanischen Kohleneinfuhr hat sich gezeigt, daß nicht alles gelingt, was die smarten Yankees für erreichbar, oder gar für eine Kleinigkeit halten. Die Rechte, die auf die Vereinigten Staaten wegen des landwirtschaftlichen Wettbewerbs nicht ont zu sprechen ist, — im Reichstag wollen die entschiedenen Agrarier die Absetzung der Forderung für die Be» teiligung des Reiches an der Weltausstellung in St. Louis beantragen — gab der düsteren Prophezeiung des Ministers Recht. Ebenso versteht sich von selbst, daß die Ver- ftcherung, die Landwirtschaft müsse nach wie vor das Kind besonderer Sorge und Fürsorge fein, rechts mit Befriedig- ung vernommen wurde. Auf weitere Erhöhung der Beamtengehälter darf man sich bei der schlechten Finanzlage keine Hoffnung machen. Die Zulagen in den Ostmarken, zur Unterstützung der Polenpolitik, werden den höheren Beamten nicht zu gute kommen. Lebhafter Beifall rechts und bei den Nationalliberalen lösten die Worte aus: „Der preußische Adler wird die erworbenen Landesteile nie mehr loslassen!" Zum Etat 5er Eisenbahnverwaltung stellte Frhr. v. Rheinbaben den anerkennenswerten Satz auf: Nichts sei gefährlicher, als notwendige Ausgaben von' heute auf morgen zu verschieben. Hoffentlich findet diese These volle Berücksichtigung insbesondere oei denjenigen Einrichtungen, die der Betriebssicherheit im Eisenbahnwesen dienen. Hier ist das Sparsamkeitsprinzip ui der Tat das gefährlichste und verhängnisvollste. Frhr. von Rheinbaben brachte erneut die Schaffung eines Eisenbahn-Aus gleichfonds, ausgestattet mit etwa 260 Millionen, in Vorschlag. Für die Reichsfinanzreform, Miquels altes, aber gescheitertes Lieblingsprojekt, trat der Minister mit Wärme ein. So wie jetzt, könne es nicht weiter gehen, daß das Reich an die Bundesstaaten immer größere Ansprüche stelle. Der Reichsgedanke müsse darunter leiden. Nach dieser entschiedenen Auslassung muß man erwarten, daß den Reichstag die Neichsfinanzreform nochmals beschastigen soll. Eine solche Vorlage ist aber bisher nicht angekündigt worden.
welche in die Welt gefegt wurden. Sie ersucht energisch zu dementieren, daß Interviews, wie sie Berliner, Brüsseler und italienische Blätter veröffentlichten, stattfanden. Was die Beziehung des Grafen Lonyay mit dem Kaftno in Monte Carlo anlangt, so versichert dieser, noch gar nicht in den Spielsälen gewesen zu sein, und bezüglich der täglichen häuslichen Szenen, von welchen Telegramme berichteten, erklärt der Graf, daß das eheliche Einvernehmen nie besser gewesen sei als jetzt. Tie Personen aus der Umgebung des gräflichen Paares bestreiten formell die von den Journalisten ihnen zugeschriebenen Mitteilungen. Sie stellen in Abrede, jemals Auseinandersetzungen beigewohnt zu haben. Kommandatore Fprreri, der Eigentümer der von Gras Lonyay in San Remo gemieteten Villa, betätigte, daß die Gräfin ihren Gatten besucht und Herz- lich mit ihm verkehrt habe. Die Nachrichten über enorme Geldausgaben erklärt Gräfin Lonyay für gehässige Vei> eumbungen und Aufbauschungen von Journalisten und bittet dringend, jedes Gerücht von einem ehelichen Zerwürfnisse für durchaus unrichtig zu bezeichnen.
Graf Lonyay beauftragte den Budapester Advokaten Dr. Fehcrpatacy, Nachforschungen nach dem Urheber der über ihn verbreiteten falschen Gerüchte einzuleiten und gegen denselben unverzüglich die Klage anzustrengen.
In konservativen hai^-H dem Vernehmen nach, nicht die Absicht, auf die vom Abg. Graf Ka n i tz seinerzeit eingebrachte, aber vertagte Interpellation wegen des Schisfahrtstrust im Laufe des gegenwärtigen Sessionsabfchnittes zurücchukommen. Man hat sich überzeugt, daß nationalivirlschafiliche Jntercsseu durch den Trust nicht beeinträchtigt werben; bestehen bleiben lediglich Be- oenken über die finanzielle Wirkung des Trustvcrtrages aus die beteiligten deutschen Rhedereien. Toch mit diesen W- denken sich zu befassen, ist Sache der Rhedereien. Für die Oefsentlicykeit in Teutschlauo ist Mr. Morgan nicht mehr der frühere „schwarze Mann"; man hat sich der Befürchtung entschlagen, baß er eine Art von Diktatur über den gesamten transatlantischen Verkehr begründen werde. Deshalb sind die Gerüchte von neuen Morganschen Trust- ptänen in Deutschland skeptisch ausgeiiommen worden, und die Haltlosigkeit der Gerüchte hat sich auch alsbaid heraus- gestellt. Es lag weder der Meldung etwas Tatsächliches zu Grunde, Morgan beabsichtige, die Handelsflotten in kleineren Staaten Europas zu einem Trust zu vereinigen, noch erweist sich die dieser Tage aus Brüssel verbreitete Angabe als zutreffend, Morgan plane die Bildung eines von Antwerpen aus zu dirigierenden Trusts, der alle den Verkehr zwischen Europa und Südamerika vermittelnden deutschen, englischen, französischen und italienischen Schiff- sahrtgesellschasten umfassen soll. Namens der deutschen Rhedereien dementiert Direktor Ballin von der Ham- burg^Amerika-Linie diese Nachricht soeben aufs entschiedenste (vgl. unsere gestrigen Handelsnachrichten) und die französischen Rhedereien haben sich dem Trustgedanken von Anfang an ablehnenb gegenübergestellt. Dasselbe gilt von den italienischen. Was England betrifft, so sei auf ine Bestrebungen verwiesen, auf der nordatlantischen Fahrt dem Morgantrust einen Gegentrust an die Seite zu stellen. Daß Geneigtheit für die Eingliederung der engllsch-sudatlanti- schen Linien in einen Schiffahrtstrust vorhanden sem sollte, ist darnach kaum anzunehmen. Ueber den bisherigen Rahmen wird der Morgan^Trust allem Anschein nach nicht bin auswachsen. Auch der außerordentliche Unternehmungsgeist dieses amerikanischen Milliardärs findet ferne
Einzelheiten aus dem preußischen Etat.
Die „Berliner Korrespondenz" meloet: Im preußischen Etat für 1903 sind die ordentlichen Einnahmen auf 2 602 205 930 Mark, die Ausgaben im Ordmarmm auf 2516 369 633 Mark, im Extraordinarium auf 158 536 29 ( Mark, zusammen auf 2 674 905 930 Mk. veranschlagt, mithin die Ausgaben von 72 700000 Mark höher als die Einnahmen. Ter Fehlbetrag wird durch Aufnahme einer Aai- leche zu decken sein. Ter Betrag der letzteren ist behufs Balanzierung int Etat der allgemeinen Finanzverwatlung als außerordentliche Einnahme eingestellt. Gegenüber den Veranfcylagungen jur 1902 vermuidern sich die Einnahmen um 11961 ^14 Mark, während die Ausgaben des Ordina- riums ein Mehr von 48 912 459 Mk., die des Extraorduia- riums ein Meyr von 11826 327 Mk. auf weisen. Bei den staatlichen Betriebsverwaltungen ist im Ordinarium ein Minderuberfchun von 44 691890 Mk. veranjchlagt, indem 7 761480 MÜ Wiehrüberfchüsfen 52 453 3<0 Mk. Mindestüber- jchüffe gegenüber liegen. Von den Mindeftüberfchufieu entfallen 4/o95 661 Mk. auf die Eifendahnverwaliuug. Das Extraordinarium des Eifeubahnetats fordert 91663 uUO Mk., davon 15 Millionen für Auswechfelung leichter Schienen durch schwere und 15 306 000 Mk. jur Be|chafsung von etwa 250 Lokomotiven, 550 Personenwagen und 3382 Gepäck-
$raf und Krästn Lonyay.
Gräfin Lonyay empfing cinen Journalisten m b-er Milla Kabn auf Kap Sun Martin. Sw ist fchrnerzlich rührt von den lügenhaften, phantastifchen interviewst
IWto®ie%ny[ifd)e Gesandtschaft teilte dem maroK-mischen Minister mit, daß, wenn die Unruhen rn der Nahe von Tanger sortb-st-hen, eine Intervention notwendig werde. Tie -Nachricht vom Tode des Kriegs Ministers ist um begründet Tie Nachricht entstand >n>oige eines Ren k/ntresmit d em Hv sm ar s ch all, wobeiderKriegs - Minister verwundet wurde. — tot 9. Januar Heften der d eu t s ch e B iz e ko n I ul und dce beuftchen »aukeute Sei, die übrigen Europäer rcstieu am i^lgeiM^u ßage - Ter Präteiivent sord-rt- di- Z°Ueinuehm-r m Melllla aus, die Geider ihm auizubewcchren, weil,em Swg ihm sicher sei. - Die Risskabhlen verjagten dem Sultan blC „Liberal" erhält T-l-gramm- au^F-z,
wonach die Truppen des Sul tuns bic
L 7n1^pU°n'behufs -inmütig-n
aus T-tuan be-
sagen daß infolge der unter den Kvbylenstammen m Nachbarschaft der Stadt herrschenden Erregungdie wohn er die Stadt befestigen,
daß, wenn der Prätendent siegreich sem sollte, die Kvoyien die Stadt mit Stu>.* nehmen. . - •
Temvs' nAri) aus Algier gemeldet, daß zwei
Bataillone" der ^in Sidi-Welabbes liegenben fränkischen Fremdenlegionäre sich bereit halten, an die marokkanisch- Grenze abzugehcn.
Schranken.
Zu den Vorzäugen in Marokko
meldet die ,-Lvss. Ztg." aus Tanger: Tie Voiksstämme in der 9lähe von Tanger kämpfen fort. Es heißt, daß oer Streit wegen Viehroubs entstanden ist. Ter Pa,cha voii Tanger rückte vor die Tore der Stadt, sah sich jedoch zur Rückkehr gezwungen. Die Stadt ist ruhig, da die Kampfe vor ihren Nlauern nur totale» Charakter zu tragen scheinen. Für alle Fälle jvuoden jedoch starke Wachen ausgestellt. Tie Europäer, die in Tanger weilen, sind nicht uv Gefahr. Tie Kabelgesellschaft ergrqf Maßregeln, um eme etwaige Zerstörung der Telegraphen zu verhindern.—■ Cme 'Meldung besagt: Es ist ein Wass enstillstand ge- schlvssen worden. Tie Frauen, Kinder und schwächeren Ka- byleu flüchteten innerhalb der Stadttore. Ter Pafcha ist untätig. Tie Europäer sind durchaus sicher, da sich m Fez keine Europäer mehr befinden. Tre von Arabern gebrachten Nachrichten widerfprechen einander und sind un-
ParlameururifcyeS.
Berlin, 14. Jan. Dem preuß. Abgeordnetenhause ging ein Gesetzentwurf zu, welcher den Finanzminister er- mäcljtigt, deii Fehlbetrag des Lahres 1901 rm Aule i h e w e g durch Veräußerung von 3/ 503 562 Mk. Schuldverschreibungen zu verschaffen. — Dem Hause ging ferner ein Gesetzentwurf zur Wanderung des Gesetzes betresfend Wohnu ngsgeldzuschüsse der unmittelbaren Staatsbeamten zu. Danach soll ab 1. Oktober 1902 bei der Pensionsbemefjung der DurchschncktSsatz des Wohn- uugsgeldzuschufses für die Servisklassen 1 bis 4 angercckmet werden und die bezüglichen Tarife für die Servisllasse 5 fortsallen. ____________ —
Deutsches Deich.
Berlin, 14. Jan. Der Kaiser empfing gestern bib Offiziere, welche den Kronprinzen nach Rußland begleiten nämlich den (Seneralabjutanten, Generalleutnant ü Moltke, den Konimandeur des Alexander-Regiments U Sch-uck, ben Kommanbeur bes Husaren-Regiments .Kaiser Nikolaus von Richlanb' Frhr. Lynck-r. ben Kommanbeur beä Küraisier.Regiments .Kaiser Nikolaus 1. non Richlanb-, o. Schwerin, unb ben Flügelabjutanten Major °. Friebe. bürg. Gestern nachmittag sprach der Kaiser beim russischen


