Ausgabe 
14.11.1903 Erstes Blatt
 
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Nv. S«8

Erlchetvt-ktch au Bei Sonntags.

Dem (Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem befstschen Landwirt die Siebener Familien- blätter viermal in bei tlKod>e beuielegt tR«iunon4bcuu u, Ver­lag der Brühl *ld)en llnwed.'^ud)' n. Stein» vracterritAreÜchSrden-

Rrdaknon, ftrpebtttoB

Mnb Drucieieit Gchal-eade 7.

Vdreiie tüi Depeichen» vu-etger Gietzen.

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Erstes Blatt. 153. Jahrgang Samstag L 4. November 1 »03

- Jfcufc, monatlich 75 Pt oiettel»

M A jährlich Mk. 8L0 durch

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger & 3h

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Amis- und Anzeigeblatt sm den Kreis «ichen §MZ

Auflage §886.

DeKannlmaltiung.

Die Markt st raße wird wegen Vornahme von Um» Pflasterungsarbeiten von Diontag, den 16. l. Mts. bis auf Weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt.

Gießen, den 14. November 19O3.

Grotzyerzvgiicpes ^ouzeiamt Gießen.

_______________Hechler.____________________

Das Teufelslustgärtchen wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von heute ab bis auf weiteres für den Fuhrwerkst und Fahrradverkehr gesperrt.

Gießen, den 13. November 1903.

Großherzoglicdes 'buli^eiamt Gießen.

_____Hechler.____________________

Bekunntmachunfl.

In bft: Zeit vom 7. bis 14. November wurden in hiesiger Stadt

gesunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 goldenes Armband, 1 Mantelrad, 1 Regenschirm, 1 Kinder­sportwagen, 1 Patentwagenkapsel, 1 Sturmlaterne und 1 Ofenrohrreiniger;

verloren: 1 rotbraunes, ledernes Portemonnaie mit Inhalt (etwa 23 Mark und 1 goldener Ring), 1 kleines rotledernes Darnen-Porternonnaie mit etwa 55 Mk. Inhalt, 1 Zwanzig-Markstück, 1 goldener Manschcttenknops mit grünen Steinchen und 1 Ge- bund (5 Stück) Schlüssel.

Entlaufen: 1 brauner Jagdhund (Hündin).

Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.

Gießen, den 14. November 1903.

Großherzogliches 'boi^eiamt Gießen.

______Hechler.___________

Amtliche Nuchrichtcn übet Viehseuchen.

Die in einem Gehöfte zu Leusel (Kreis Alsfeld) aus­gebrochene Schweinerotlausseuche ist erloschen und die über dieses Gehöfte verhängte Sperre wieder aufgehoben.

Z)ie preußischen Lanbtagswaylen.

Die werter eingelaufenen Nachrichten über den Aus­fall der Landtagswahlen vermochten an dein Gesamtbilde des neuen Landtages nichts zu ändern. Cs blerbt rm großen und ganzen bei der bisherigen Zusammen- ießuna der preußischen Volksvertretung. Dre Konservativen haben Aussicht, die stärkste Parker des Landtages zu bleiben. Ihre Mandatsziffer (bisher 144) dürste ich nicht verschieben. Bisher haben sie 4 Sitze ver­loren und 4 gewonnen. Die Freiko n s er vativen (bis­her 58) erleiden 6 Verluste. Die beiden konserva­tiven Parteigruppen werden also auch fernerhin für sich allein eine Mehrheit im Landtage

nicht bilden können. Dagegen werden Konservative und Zentrum nach wie vor über dre absolute M e y r - bett verfügen. Das Zentrum (bisher 100) scheint seinen Besitzstand bis aus 2 Mandate behauptet zu haben, ^re Nationalliberalen (bisher .5) gewannen 9 Sitze von den Freiton servativen und der freisinnigen Bolkspartei. Diese (bisher 25) muß Wiesbaden und Görlitz-Lauban verloren geben. Breslau ist noch zwei­felhaft. S;ier ist auch die freisinnige Vereinig­ung (bisher 10) beteiligt, die im übrigen brvher ihren Besitzstand zu wahren verrnvchte. Dre beiden Da­nen sind wiedergewählt. Die Polen (bisher 13) gaben bis jetzt nur einen Verlust zu ver­zeichnen. Den Sozialdemokraten ist es, wie gesagt, nicht gelungen, in irgend einem Wahlkreis einen Sieg aus eigener Krast zu erringen. Aui gunpigsten scheinen ihre Ausiiaüen in Hannover-Luiden zu stehen, doch fehlen von dort noch genaue Ziffern. In Breslau werden sie, falls nickst etwa die konservativ-klerikale Bereinigung für ich allein über die Mehrheit der Wahlmänner versagt, die Entscheidung über die drei Kandidaten (bisher 2 srs. Bp. und 1 frs. Bg.) in der Hand haben. Ebenso durste in Eharlottenburg-Teltow der bisherige konservative Man- datsbesitz gesichert sein, wenn die Sozialvemotraten die Liberalen in der Stichwahl nicht unterstützen, ^n aiidern Wahlkreisen kommen sie dagegen nach den bisherigen Nachrichten nirgends ernstlich in Betracht. Das Ergebnis aller sozialdemokratischen Anstrengungen ist in dem für sie besten Falle, da.tz vielleicht zwei ihrer, Streiter m den Landtag kommen. Es wird interessant s.ern, das Wirken dieser Vorkämpfer zu beobachten, aber vor irgend welchem Einfluß aus den Gang der Tinge kann natürlich keine Rede sein. In letzter Zeit hat übrigens die sozialdemokratisch^.' Presse selbst die Hofjnungen, die sich regten, her ab zu slim men gesuckst: trotzdem dürste die Enttäuschung noch den Pes.imis- mus überbieten. Als fast sicher war in soziLldemokranschen Kreisen wenigstens die (Äoberung des dritten Berliner Wahl­kreises an o es eh en worden. Bei der in Aussicht stehendem Stichwahl ^mit der Freisinnigen Volkspartei geben jedoch die Konservativen zweifellos den Ausschlag jur den Kandi­daten der letzteren.

Von den 433 Mandaten, die für das preuß'sche Abgeord­netenhaus im Ganzen zu vergeben sind, erhalten die Kon­servativen 113 Sitze. Ferner sind gewählt 43 Freikonseroa- tive, 88 Zentrum, 74 Nationalliberale, 22 freisinnige, Volks­partei, 7 freisinnige Vereinigung, 12 Polen, 2 Dänen, 4 Wilde. In Filehne ist es zwerselhaft, ob ern Konservativer oder ein Freitonservativer gewälstt wird. Außerdem sind die Ergebnisse noch unentschieden in Barnim, Lingen, Biele- jew, Marburg, St Goarshausen und Neuwied.

Soweit die bis jetzt vorliegenden Nachrichten über den Ausfall der Wahlen einen Ueberblick gestatten, werden außer den bereits gestern genannten in das Abgeordneten­haus wieder eintreten u. a. die Führer der Nationallibe­ralen, Dr. Sattler und Walbreckst, der Führer des Zen­trums Dr. B a che m, Brück (frk.), Eckels (nL), Graf Kanitz, die Freisinnigen Dr. Hirsch-Berlin, Kreitling, Träger, Gold­schmidt, Schulz-Berlin, Dietrich, Kindler, Peltasohn; ferner v. Strombeck, Wcmchof, v. Savigny, Schmidt-Elberfeld, Dr. Schulz-Bochum, Fuck)s, Tvimborn, Roeren, Dasbach Aus- s ckieiden werden u. a.: der bisherige Alterspräsident v. Boß, die bisherigen Schirrskfübrer Busch (t), Jan Walle (Zentr.), Gördeler (frk.), ferner der Führer der sreis. Bereinigung Dr. Barth, Fritzen (Ztr.), und Dr. Weihe. Von neuen Persönlichkeiten sind zu erwähnen der in Saar-

brücken-Ottweiler-St. Wendel gewählte Schwiegersohn beS verstorbenen Freiherrn v. Stunrm, Generalleutnant a. D. Schubert, der Bergarbeitersührer Brust (Ztr.), der frühere Reichstagsabg. Jakobskötter (kons.) für Ersurt.

In H e r s s e l d dürste der Antisemit Werner mit etwa 25 Stimmen Mehrheit gewählt werden. Jn Bieden- k o p s ist die Wiederwahl des Landrats v. H e i m b u r g (k.) zweisellos, ebenso in Weskerourg-Unkerwester- w ald kreis die Wiederwahl von Dr. Dahlem (Ztr.-, ^n Frankenberg-Kirchhain (bisher frk.) wurden durch- weg tonieriMttoe und feeitonjertiatioe Wahlmanner ge- roählt. Das endglltige Resultat der Wahlmännerwahlen im Kreise Hanau ist folgendes: Es sind gewählt 169 Wahl" männer für Junghenn (nL), 71 für Klemann (k.) rmd 44 sur Stein (Soj.) .Jungjhenns Wahl tst gesichert. ,Er hat 26 Stimmen über die Absolutmajorität. Die Wahlbeteiligung war im allgemeinen sech mäßig, auch bei den Sozialdemo­kraten. In Weilburg fvurden bei sehr geringer Be­teiligung 16 Kompromißwahlmänner (11 Zentrum und o nationallib.) ziemlich einstimmig gewählt. Im Unter­lahn kreis ist die Wiederwahl von Schaffner (nL) srcher.

Im ganzen genommen will die k l e i n e V e r j ch i e b - ung nach lints, zu Gunsten hauptsächlich der Na­tionalliberalen, wenig bedeuten. Man schreibt den Verlust der Freikonservativen dem Kampfe gegen die Kanalpläne zu. Aber darum werden diese Projekte, soweit nickst eine Verständigung mit der Regierung statt ge­sunden hat, nicht aussichtsreicher.

Mit Befriedigung konstaUerr dieKreuzztg.", daß der Zusammenschluß der Liberalen gegen dieReak- :ion" keinen greifbaren Erfolg von einiger Be­deutung gehabt habe. Die agrarischeDeutsche Tagesztg. erklärt, derBund der Landwirte" könne nut dem Ergebnisse im allgemeinen zufrieden sein. Als ge- sictu'rt betrachtet das Blatt die Wahl des BundesdirektorS Dr Hahn. DieNakionalztg." bemerkt über den Ausfall der Urwahlen il a.:Je älter das Landtags Wahlrecht um so sicherer giebt es automatisch ünmer wieder dasselbe reaktionäre Abgeordnetenhaus her." Lehren aus den Wahlen zieht dasBerb Tagebl.", indem es auf den Rückgang der freisinnigen Ziffern in Berlin hmweist. Der Verlust vou etwa tauseud Wahlmännerii zeige, bah der Frei­sinn in Berlin an Boden verloren habe. Das Organ des Zentrunis, dieGerrnania", nimmt als sicher etwa 95 Man­date an. Die freikonservativePost" benutzt auch diese Wahlen zu einem Appell an die Regierung, endlich dem terroristischen Uebermut der immer anmaßender ausrreten- den Sozialdemokratie mit kräftiger Hand zu steuern". Me die Regierung über öen Ausfall der Wahlen denkt, verrät die offiziöseNordd. Allg. Ztg." noch nicht. _

Deulsches Aeilh.

Berlin, 13. Nov. Das heute vormittag über das Befinden des Kaisers ausgegebene Bulletin lautet: Ta die Heilung der Wunde in völlig befriedigender Weise fortschreitet, wird das näcoste Bulletin erst am Sonntag ausgegeben werden..Gestern nachmittag arbeitete der Kaiser längere Zeit allein.

TieNat.-Ztg." bezeichnet gleichfalls die Meldung der WienerN. Fr. Pr.", wonach Kaiser -Wilhelm den Winter imSüden zubringen solle, als geschmack­los e Erfindung^ , ,

Aus Befehl des Kaisers trat am' Mittwoch im landwirtschaftlichen Ministerium eine Versammlung von Vertrauensmännern zusammen, um über das Eingreifen

tonlosen Vortrag nahm sie eine allzu passive Haltuna ein und ließ diese Rolle, an der Schiller mit Liebe gearbeitet hat und die er anfänglich neben dem König zur ersten Hauptrolle gestalten wollle, fast gänzlich ausscheiden. Das mußte Herrn Linz en ziemlich unglücklich berühren, der als König Philipp von vornherein eine kleine Indis­position mitbrackste, die in späteren Akten im Laufe seines anstrengenden Auftretens fia). zu deutlicher Heiserheit ent­wickelte. So kam es, daß man mitunter seine Worte nickst aut verstehen konnte. Den spanischen König Schillers wird man sich denn doch etwas jünger und straffer vorgestellt haben. Besonders den MonologJetzt gib nur einen Men­schen" gab der Darsteller zu schwach und gebrochen wieder, und der in der Dichtung mehrmals wiederkehrende Passus Noch bin ich König" mußte auch in der ganzen Haltung des Herrschers bis zuletzt zur Erscheinung kommen, sogar dann noch, als er den königlichM Sck-muck von sich wirft.

Tas Spiel des Herrn Achter berg als DonCarloS bot vieljack) recht gute Leistungen, und wenn er auch einige Stellen nicht gründlich genug durchdacht zu haben schien, so hat er doch gestern abend am meisten das Semrge getan, die ideale Begeisterung und das Temperament, mit der Schiller sein Trama erfüllt hat, lebendig werden zu lassen. Ter rasche Schritt über die Mhne ist noch nichr ganz io, wie er sem sollte, und die Art, wie er nach dem kurzen Gefecht mit Herzog Alba sich vor der Königin niederwirft, ist etwas gezwungen und mutet seltsamer an, als es Herzog Alba hi bet Dichtung erschien, der, von Hrn. Tc l e k Y dargejtellt, diese Berrvunderung, indem er sie ziemlich unausmerkjam mit dem Einstecken des Degens begleitete, ziemlich nnrk- ungslos wiedergab. Ueberhaupt war die Ruhe des Herzogs zu übertrieben, und auch Domingo, der Beichtvater deS Königs, wurde von &cnm Haag, der den Charakter des Königs im übrigen gut zeichnete, zu steif und unbewegt dargestellt. , _ . _,

Der Maquis von Posa des Herrn Sandorfs war, besonders in der großen Szene, wo er dem Könige gegcnübersteht, eine recht gute Leistung; nur hätten wir

Gießener Madttyealer.

Don Carlos.

Dramatisches Gedicvt von Fr. v. Schiller.

Mr schätzen dieses g-voße Drama unseres!SchMer ^be­sonders hoch, weil es vom Werden des Dichters das wert- vollste Zeugnis ablegt, weil es den liebergang zur jchen Periode seiner Kunst bilbet und wir bann icho« den hohen Gedankenflug und die Maiestat der Sprael,« smden, die die folgenden Tramen auszeichnen. Freilich, auf der dramatischen Höhe einesTeil" steht das Stuck noch nicht Und die Ausführung stößt in der Lange der TAung auf Schwierigkeiten, die auch mit bedeutenden Streiuhungen, ohne die die Aufführung^ kaum möglich! fein wurde, nicht völlig beseiitat sind. , . .

Die Darsiel/ung unseres Stadttheaters in der ßtftngen Bolksvorstellung wurde dieser Schwierigkeiten auch.utch^ ganz Herr. Der Pomp und vie Vornehmheit des spanisch^ Königs Hofes ließen sich aus dem engen Raum unserer Bühne nur unvollkommen zur A'Uschauungbrmgen. Viel- leiwlt trug das dazu bei, daß die Mehrheit der Mit^ wirkenden gestern nicht mit der vollen Begeisterung und Frische in ihren Rillen standen, wie sie vie Darstellung eines Schillerschen Dramas verlangt. W kam^ein anderes hinzu. Die Köni^n Elisabeth hatte m Hrl. Loser aus Kassel, die hi.er eine Probe ihres Könnens bestehen wollte, nirht die Kertreterin gefunden, die ux emew vvll- eudeten Gesamkspiel hinreißei: Sonnte. Und breMrsken ans den Thronen drucken den Zuständen ihres Landes den Stempel au£ Schwache Fürsten durstiges, kein einheit- ^^Bci^dem freinden Äaste vermißten wir cllles, was ewe Königin auszelchnet. Frl. Löser hatte keine königlichen Be­wegungen und führte auch fern königliches kW hat sie in anderen Stollen Vorzüge der Elisabeth

sie keinen mit Mit ihrer Unbewegtheit und ihrem

gern noch e twas mehr Ternperament, gepaart mit vor­nehmer, geschlossener Rnhe, gesehen.

lieber das Spiel des Frü Hohl Häven wir uns gestern abend gefreut. Sie hatte inderPrinzessinvonEboli eine Rolle inne, in der sich ihre Begabung gut bewähren konnte. In dem locke,nden Spiel der Prinzessin, als Don Carlos ihr Kabinett betrat, erschien FrL Hohl mit guter Slatürlichteit und warmer Hingebung, und der Beifall deS Publikums war allgemein. Auch die spätere Reueszene hatte den besten Erfolg. .

Die übrigen Mitwirkenden wurden iM großen und ganzen ihren Ausgaben gerecht Bedauerlich war, daß einige teckmische Störungen vortamen, die öfters Eindruck und Genuß des Zuschauers schädigten. Man sollte hinter der Bühne etwas vorsichtiger und achtsamer sein.

Die Volksvorstellung war wieder bis auf den letzten Platz und viele Stehplätze besetzt, und das Publikum folgte mit Interesse bis zum Schluß, der sich bis nach 1/2^2 Uhr hinauszog. 2l. G.

Hundert Meister der Gegenwart in farbiger Medergabe, Lieferung 1114. (Einzelpreis der Lieferung 3 Mk., Supskriptionspreis der Lieferung 2 Mk.). Leipzig, Verlag von E. A. Seemann. Das 14. Heft derHundert Meister der Gegenwart" enthält fünf charakteristische Werke Menerischer Kunst. An der Spitze marschiert der jetzt 92- jährige Rudolf X). Alt, ber mit derzittrigsten aller Hände noch Silber malt", und von dem eine Figurenstudie aus dem Jahre 1843 in vortrefflicher Weise imedergegeben ist. R. v. Alt ist der Maler des Wiener Stefansturms; zum erstenmale porträtierte er diesen Altwiener im Todesjahre Goethes, 1832, als Zwanzimähriger. Seitdem hat er ihn wohl hundert- und mehrmal abgebildet. Als Kolorist par excellence ist Hans Makart vertreten mit der StackMdung emes GemäldesFaltenjägerin", desseil treffliche Wieder­gabe die Sage vom schnellen Süuviuden ^Matartjchen Farbenzaubers glänzend widerlegt. Daß die FarbenprackZt der Malerei seit Makarts Tagen in Wien nicht erloschen