Ausgabe 
14.10.1903 Zweites Blatt
 
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Telephonischer Kursbericht*

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Brechdurchfall ete.

Heppenheim, am 13. Oktober 1903.

Der Vorsitzende des Kuratomums:

Medizinalrat Dr. Bieberbach.

4V6% Oesterr. Sflberrente 4% Ungar. Goldrente . , 4°/o Italien. Rente . . , 4*/,% Portugiesen . . , 8°/; Portugiesen. . . .

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Der PostdampferVaderland" der Red Star Linie in Ant­werpen ist laut Telegramm am 12. Oktober wohlbehalten m

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Zeichen Italiener wolltet« für und gegen ihn das Wort er­greifen. Die Rufe:Es lebe Italien",Cs lebe Frank­reich!" beendeten jedoch den Zwischenfall.

Paris, 14. Oft Die offizielle Ausschmückung der Hauptstraße, welche das italienische Königspaar durch­fahren wird, ist beendet. Ueber den Boulevards schweben zwischen Bannermasten riesige bunte Kronen, die mit Lämpchen besetzt sind, und Transparente mit Bewillkommnungs-Auf­schriften. Aehnliche Dekorationen findet man auch in ver­schiedenen anderen Straßen und Plätzen.

Rom, 14. Okt. Dre Audienz des Fürsten Dol- goru cki, der das Hand sch! reiben des Zaren an den König Viktor Emanuel überbrachte, dauerte über eine Stunde. Auf der Eousulta hat man mehrere gründe für den Aufschub der Reise des Zaren. Man erklärt die sozialistische Agitation nicht für den letzten Grund. Die Vorbereitungen zum Empfange waren bereits in umfangreicher Weise getroffen. Mit der Ausschmückung der Einzugsstraße war bereits begonnen worden. Alle diese Vorbereitungen sind natürlich sofort aufgehoben. Es geht das Gerücht, Zanardelli habe den ßünig um seine Demission gebeten. Auf der Eonsulta hüllt man sich in Schweigen.

Wien, 14. Okt. Zur bevorstehenden Ankunft des Königs der Belgier erfährt man, der König habe vor-

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her seine Bereitwilligkeit erklärt, allen Wünschen Kaiser Franz Josefs betreffs Ordnung der V er Mögensverhältnisse ____r

seiner Töchter, der Gräfin L 0 nyay und der P r i n -' Newyork angekommen.

Renten ein.

2. Diese Gehaltsklassen sollen sich auf alle Privatangestellte ohne Unterschied der Gehaltshöhe erstrecken und Alters-, Invaliden-, Witwen- und Waisenrenten gewähren.

Die Einzahlungen sollen im Verhältnis zu den Gehalts­bezügen stehen. Die Prämien sind von Arbeitgebern und Angestellten zu gleichen Teilen zu entrichten.

Das Recht der Selbstversicherung in den höchsten Gehalts- klassen sowie das der Weiterversicherung für selbständig werdende Angestellte muß den Versicherlen gewahrt bleiben. Das Heilverfahren der Landesversicherungsanstalten hat die Pensionsanstalt für Privatangestellte ebenfalls auszuüben.

Angestellte, die bei einer vom Reichsaufsichtsamt für die privaten Versicherungen zugelassenen Kasse versichert sind, sind von der Zugehörigkeit zur staatlichen Pensionsanstalt für Privatangestellte befreit, sofern jene Kasse die Mindest­leistungen der staatlichen Anstalt erfüllt.

Am 15. Oktober d. I. soll nun eine Umfrage veranstaltet werden. Bis zu diesem Tage liefern die beteiligten Verbände ihren Mitgliedern sowie den ihnen nahestehenden Nichtkorporierten gleich­lautende Fragebogen aus, die von den Angestellten sofort auszu­füllen und zurückzusenden sind. , . . or .

An alle Privatangestellten ergeht somit die dringende Aui- forderung, sich an der Beantwortung der Fragebogen zu beteiligen. Von dem Umfange, in dem dies geschieht, hängt es ab, ob bte ganze hoffnungsvolle Bewegung zu praktischen Maßnahmen mhren wird oder nicht. Im Reichstage hat die Forderung einer aus­reichenden Pensionsversicherung der Angestellten zahlreiche Sym­pathien, und auch die Regierung wird sich von ihrer zwingenden Notwendigkeit überzeugen, wenn wir imstande sind, ihr ein umfang­reiches Material zur Beurteilung der Frage zu unterbreiten.

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Den Mitgliedern des Kauft«. Vereins wird der Frage­bogen zugestellt.

Die ausgefüllten Formulare können entweder mit einer 10 Pfg.- Marke frankiert direkt abgesandt oder unfrankiert an die resp. Aus­gabestelle zurückgegeben werden.

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zessin Luise von Coburg zu entsprechen. Erstere erhalt einen bedeutenden Betrag aus dem Nachlaß ihrer Mutter, für letztere bezahlt der König Schulden im Bettage von zwei Millionen. Bezüglich der Aussöhnung des Königs mit der Gräfin Lonyay sind definitive Bestimmungen noch nicht getroffen, doch wird die Zusammenkunft des Königs mit dec Gräfin keineswegs in Wien stelltfinden.

Sofia, 14. Okt. Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß Narschewttsch erklärte, es fei keine Aussicht auf eine friedliche Beil egun g der maced orrisch en Frage vorhanden. Hnsolgedessen ist der Ministerrat so­fort zusammengetreten und hat beschlossen, das Heer mobil zu m ach en. Von offizieller Sette wird be­stritten, daß die bulgarische Regierung von der Pforte ausgiebige Genugtuung für die Grenzverletzungen bei Eara- maniza verlangt hat, und bis zur Erfüllung der For­derung jede Verhandlung über hie Abrüstung ableynt.

Newy ork, 13. Okt. Einer Depesche aus Panama zu­folge glaubt man, daß Nicaragua und Guatemala nn Be­griff sind, Sansalvador und Honduras den Krieg zu er­klären.

kttigel. Ziizliizs- uni) MmMrein

Kießen.

Sonntag den 18. Oktober:

Sechzehntes Iahresfest.

Vormittags 9l/2 Uhr: Gottesdienst in der Johanneskirche.

Von nachmittags 31/, Uhr an: Feier im Saale der Kleinkinder­schule (Diezstraße 15).

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Letzte Neuheiten

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Was steht aus dem Spiet?

Ein Mahuwort au die dentscheu Privat-Angestellten.

In kurzer Frist werden zwei Jabre verflossen sein, seitdem sich in den Kreisen dec deutschen Privat-Ängeslellten die Ueberzeiigimg Bahn gebrochen hat, daß die Schaffung einer ausreichenden staat­lichen Pensums- urrd Hinterbliebeneu-Versicherung ein unerläßliches Erfordernis für ihren Stand bildet. Die Sicherung gegen die Un­ibilden des Alters und die Fürsorge für die Zukunft der Hinter­bliebenen waren für die Angestellten plötzlich eine brennende Frage ! geworden. Deshalb traten am 1. Dezember 1901 die Vertreter .zahlreicher Verbände von Handlungsgehilfen, Techniker, Fabrik- und j.Grubenbearnten und sonstiger Berufskreise in Hannover zusammen. >Man einigte sich in dem Beschluß, daß em gemeinsames Vorgehen zu gunsten der staatlichen Invaliden- und Alters-, Witwen- und Waisen-Versicherung wünschenswert sei, und setzte sofort einen Aus- schuß ein, der die wetteren Schritte in der Angelegenheit einleiten sollte.

Der Gedanke der staatlichen Pensions-Versicherung zündete unerwartet schnell und nachhaltig. In der Presse und in zahlreichen Versammlungen wurde die Frage zur Erörterung gestellt, in 20 Städten bildeten sich eigene Kommissionen als Träger der leb­haft einsetzenden Agitation, und dem iit Hannover gewählten Aus­schuß gelang es, sich nach und nach über 30 Verbände und Vereine anzugliedern, die zusammen mehr als 300000 Privatangestellte aller Kategorien umfassen. Als eine ungemein zahlreich beschickte Ver- tretertaguug dieser Organisationen am 1. März d. I. tn Berlin stattfand, konnte man bereits daran denken, die Ziele der Bewegung näher festzulegen.

Die Vertretertagung will den Anschluß an die staatliche Ver­sicherung gewahrt wissen. Sie unterbreitet folgende Leitsätze den Verbänden der Privatangestellten zur Erörterung:

1. Es ist die Schaffung einer besonderen Kasseneinrichtnng für die Privatangestellten gemäß § 10 des Jnvalidenversicherungs- gesetzes erforderlich. Dieselbe Ljat für die von ihr gewährten Alters- und Invalidenrenten, soweit sie sich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen hatten, den Reichszuschuß in An­spruch zu nehmen (§ 8 Absatz 2 J.-V.-G.), richtet indessen daneben eigene Gehattsklassen mit erhöhten Leistungen und

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Gemäß § 28 der Satzungen beehre ich wich, die aktiven und die früher aktiven Vertrauensmänner und ebenso die jetzigen und die früheren Mitglieder des Kuratoriums zu der am

Montag dem 16. Yovember l. A.

stattfindenden und mittags 12 Uhr beginnendeii

Achten General-KersanuulANg

der Vertraueusmänner

ach Mainz, Kasino Hof zum Gutenberg, Große Bleiche 29, hiermit ganz ergebenst emzuladen.

Näheres brieflich. ..

Die Versammlung ist öffetiilich und Gäste smd willkommen.

Beim 3. Bataillon Jnf.-Regts. Kaiser Wllhelm 9tt. 116 soll die Lieferung der im Küchenbetriebe erforderlichen Lebensmittel vom 1. November l. tz. ad aiif 1 Jahr vergeben iperdeu. Vertrags-Be­dingungen ' liegen auf dem Ge­schäftszimmer des Bataillons zur Einsicht auf. 7698

Desgl. sollen die in der Küche getvonlienen Abfälle für die vor- genamlte Zeit verdungen werdem

Offerten sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen der Küchen - Verwaltung zum 19. Oktober l. Js., vormittags 10 Uhr, einzureichen, rvoselblt die Oeffnung der eingegaugenen Offerten vorgenommeri wird.

111 Kaiser Wilhelm.

Versteigerung

Donnerstag den 15. d. Alts., nachmittags 3 Uhr, sollen dahier Marktplatz 20, zum Adler

1. Möbel aller Art,

2. größere Posten Schuhwaren,

3. eine Ladeneinrichtung usw. versteigert werden. 05060

Seipel, Gerichtsvollzieher.

THiiäÄiT

Folgende gut erhaltene Möbel, als: 1 Pianino, 1 Ausziehtisch, 3 Salonstühle mit Plüsch, Kom­mode mit Glasaufsatz, 1 großer Glasschrank, 1 Gesindebett, Weiß­zeug usw. sollen Grünbergcr- straße 12, III., aus freier Harid verkauft werden.__7735

Donnerstag früh

lebendfrisch eintreffend:

Schellfisch

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Billigster Tagespreis. 7731

Gebrüder Berta

Bahnhofftt. 27. Liiidenplatz 12.