Zweites Blatt«
153 Jahrgang
die Post Mk.2.— vleriel- jährl. au«|d)L Bestellg. Annahme von Anzeigen füt öte tagesnummet bto pxxrmtttogfl 10 Uhr. Zetlenpret». total ISP^, au»rodne W Pig.
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GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger "
Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Mittwoch 14. Oktober 1903 ve-rrgSpretSi monatlich 75 tßl, viertel- jährlich Mk. 2,20; durch Abhole- »t. Zweigstellen monatlich 65 Pt.- durch
Nr. Ml
Erscheint täglich außer Sonntag-.
Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kessischen Landwirt die Gießener gamtlicth blätter viermal in der Woche dergelegl.
Rotationsdruck tu Berka« der Brühl'lchen Untvert.-Guch- u. Stein- drucket« (Pietsch Erden) Redaktton, Expedition und Druckerei!
Schalstraße 7,
Adresse sÜr Depeschenr Anzeiger Sieben.
Kerusprrchanschluß Nr. 5L
Ale heutige Yummer umfaßt 10 Seiten.
Politische Tagesschau.
Etat und Rotstift.
Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 13. Oktober:
Dre Negierung erläßt in der ihr nahestehenden Presse wieder einmal einen Hinweis darauf, daß bei Aufstellung des ReichseLats für 1904 im Neichsschatzamt der Notstift nachdrücklich gehandhabt werde, daß also mit anderen Worten der Volksvertretung nicht mehr viel Gelegenheit zu Streichungen übrig bleibe, da das Prinzip der Sparsamkeit von der Regierung selbst bereits „bis zum Mußersten" in Anwendung gebracht sei. Dieser erneute Hinweis dürfte aber nicht lstndern, daß die Volksvertretung über das „bis zum Aeußersten" anderer Meinung ist, als die Regierung. Das Zentrum z. B wirb gutem Vernehmen nach die bereits signalisierten Forderungen für den dem 6. Armeekorps überwiesenen Truppenübungsplatz Neuhammer, der schon bedeutendeEtatsüberschreitungen verursacht hat, diesmal a b l e h n e n. In der letzten Session erlangte bekanntlich der ftühere preußische Kciegsnrinister v. Goßler mit knapper Not die Bewilligung der hohen Kosten für diesen UebungZPlatz. Falls Staatssekretär Frhr. v. Stengel der neuen Forderung der Militärverwaltung nicht mit den: Rotstift zu Leibe geht, wird also wohl der Reichstag besagtes Instrument an dieser Stelle handhaben.
Der italienische Königsbesuch in Paris.
Anläßlich des Besuches des italienischen KönigspaareS in Paris strengen sich die lieben Freunde Deutschlands wieder einmal an, „Beklemmungen" in Deutschland wahrzunehmen. Man will glauben machen, je mehr der Besuch! gefeiert werde, umsomehr werde sich Deutschland vom Aerger erfaßt fühlen über das Abspenstigmachen seines Verbündeten. Paris scheint in der Tat von der Absicht solcher Demonstration beherrscht; es scheint den Empfang überbieten zu wollen, den der König von Italien in Berlin gefunden hat. Die Stimmung, so wird aus Paris telegraphiert, erinnert an den ersten Zarenbesuch im Jahre 1896. Die Wogen der Begeisterung werden also hoch gehen, trotzdem die Klerikalen sich bemühen, durch Enthüllungen über die militärische Aufgabe Italiens in einem oeutsch- französischen Zukunftskriege ernüchternd zu wirken. In deutschen Landen kann man indes dem Schauspiel mit aller Ruhe und Gelassenheit entgegensehen. Dem Herrscher Italiens gönnen wir alle nur möglichen Aufmerksamkeiten von Herzen. Der Festjubel ist eine vorübergehende Erscheinung. Das Bleibende vom unveränderlichen Wert sind die bestehenden Abmachungen zwischen Deutsche landund Italien, welche eine Bekräftigung empfangen durch die Erneuerung der Handelsverträge, wofür die Aussichten durchaus befriedigen d sind. Wenn sich Frankreich und Italien über ihre Mittelmeer-Jnteressen schiedlickpftiedlich auseinandersetzen, so läßt sich dagegen vom deutschen Standpunkt nicht das mindeste einwendEN. Eine solche Verständigung würde sogar, als den Friedenstendenzen förderlich, zu begrüßen sein. Von irgendwelcher Besorgnis, daß der Pariser Besuch zu anderen Vereinbarungen führen könnte, die den Zweck des Dreibunds beeinträchtigen, kann im Ernst keine Rede sein. An der Aufrichtigkeit und Herzlichkeit der Gesinnungen der italienischen Regierung und des italienischen Herrscherhauses zu zweifeln, ist nicht der geringste Grund vorhanden.
Die ft an ko-italienisch en Feste wurden bereits am 12. d. M. in Paris durch ein von der französisch-italienischen Liga dem italienischen Botschafter und der Presse veranstaltetes Festessen eröffnet. Der Marineminister nebst ^Gemahlin, sowie zahlreiche amtliche Persönlichkeiten, u. a. der Minister des Auswärtigen und der Präsident des Gemeinderates nahmen an dem Diner teil. Später fand eine 'Galavorstellung statt, während welcher Hochrufe auf Italien ausgebracht wurden.
Zu den Alarmnachrichten aus Ostasien äußerten sich soeben die japanischen Gesandten in Wien und in London, daß die derzeitigen Beziehungen zwischen Japan und Rußland durchaus nicht den Ausbruch e i n e s Kr i e g e s b e f ü r ch t e n lassen. Die Verhandlungen wegen Korea würden schon in nächster Zeit zu einem befriedigenden Ergebnis führen und auch der Konflikt wegen Räumung der Mandschurei werde auf gütlichem Wege beigelegt werden, da Rußland es deswegen auf einen Krieg nicht auskommen lassen würde.
In einem gewisien Gegensatz dazu steht eine Meldung aus London, wonach die dort aus Ostasien eingetrossenen Nachrichten eine große Spannung, zwischen Rußland und Japan bekunden, ohne jedoch die Möglichkeit einer Verständigung auszuschließen. Die japanische Presse ist sehr kriegerisch gestimmt. Während Rußland aber große Drup- penmassen nach dem Osten entsendet und die beurlaubten Offiziere einberuft, hört man nichts von einer Mobili- jierung der japanischen Landmacht. Weiter wird aus London gemeldet, daß nach Berichten der „Times" aus Odessa eine starke Abteilung " russischer Truppen mit der Bahn von Eharkow nach dem Osten abgeht, und daß ferner das russische Kriegsschiff „Zesarewitsch" und eirr, Kreuzer auf dem Wege nach Ehina in Port Said cingetroffen sind.
Zeutschrs Keich.
Berlin, 13. Okt. Der Kaiser verlieh dem Erzherzog Friedrich von Oesterreich die Kette zum Schwarzen Adlerorden, dem Oberhofmeister Fürsten Liechf-
tenstein die Brillanten zum Schwarzen Adlerorven und dem Erzherzog Leopold Salvator von Oesterreich den Schwarzen Adlerorden. Ferner wurden noch eine große Reche anderer Ordensverlechungen an östveichischnngarische Offiziere bekanntgegeben.
— Der Kaiser hörte gestern im Jagdschloß Hubertusstock die Dorträge des Stellvertreters des Chefs des Zivilkabinetts, des Staatssekretärs des Reichsmarineamts und des Chefs des Marinekabinetts.
— Der ,^>Lreuz^g." zufolge findet die Einsegnung der Prinzen August Wilhelm und Oskar von Preußen Samstag, den 17. d. M in der Friedenskirche zu Potsdam durch den Oberhvfprediger Dry ander statt.
— Der antisemitische Reichstagsabg. Krösell gibt in einem Phritzer Blatt seinen Wählern bekannt, daß er sein Pfarramt niedergelegt habe, um zur politischen Arbeit frei zu werden.
— Gegenüber einer „Times"-Meldung, wonach die Rückkehr des Grasen Bülow nach Berlin im Zusammenhang mit der Lage in Ostasien stehe, wo Deutschland wegen eines geheimen Abkommens mit Rußland interessiert sei, erfährt die „Nat.-Ztg." von unterrichteter Seite, daß es keinen deutsch-russischen Geheimvertrag gebe, durch welchen die deutsche Politik in Ostasien irgendwie gebunden wäre. Ueberhaupt gebe es keine Abmachungen Deutschlands mit einer anderer: Macht, durch welche die neutrale Haltung Deutschlands in Ostasien nach irgend einer Seite eingeschränkt werden könnte. Ebenso unsinnig sei die Meldung, wonach Deutschland die Feindseligkeiten schüre.
— Heute abend fanden 16 sozialdem akratische Versammlung en statt, worin die Protestresolution gegen die Festlegung der Urwahlen zum Landtag auf zwei Uhr nachmittags angenommen wurde. Die Proteste sollen dem Magistrat eingereicht werden.
Hamm, 13. Okt. Die Stadtverordneten bewilligten einen Platz zur Errichtung des D e n k m a ls für den Kultusminister Dr. Falk.
Kirche und Schule.
— Zum Nachfolger des Armeebischvss Dr. Aß mann ist der bisherige Generalvikar des Militärbischoss, Voll- mar, in Berlin bestimmt. Derselbe legt heute vor dem Nuntius in München das feierliche Glaubensbekenntnis ab. Die Bischofsweihe dürfte nächstens erfolgen, nachdem die päpstliche Ernennung vollzogen ist.
Ausland.
Nom, 13. Okt. Sämtliche Mütter bedauern, daß der Besuch des Zaren verschoben wird. „Dribuna" zufolge scheinen die Auffassungen auswärtiger Blätter unrichtig, nach! welchen der Aufschub durch eine sozialistische Kampagne veranlaßt sei, die dahin ging, den Kaiser aus- zuzrschen. „Patria" verlangt die Anwendung des Straf- gesetzes gegen diejenigen, welche die guten internationalen Beziehungen störten, und fugt hinzu, daß man in Italien dem beabsichtigten Auszischen keine Bedeutung beilegte. „Giornale 'Italia" und „Messagero" greifen die Regierung anläßlich der Verschiebung der Reise des Zaren an. Die klerikalen Blätter „Osservatore Romano" und „Voce della Verita", die ebenfalls ihr Bedauern äußern, behaupten, der Aufschub der Reise beweise, daß der Papst nicht ftei sei, well die Agitation einiger sozialistischer Deputierten ihn daran verhindern könne, den Kaiser von Rußland zu empfangen. „Messagero" zufolge wurde der italienische Botschafter in Petersburg aufgefordert, nach Rom zu kommen. Er wird hier am 26. Okt. erwartet.
Pisa, 13. Okt. Der König und die Königin sind in Begleitung des Ministers Morin und des Gefolges heute nachmittag n a ch P a r i s a b g e r e i st. Am Bahnhöfe hatten sich die Spitzen der Behörden zur Verabschiedung eingesunden. Eine große Menschenmenge hatte sich ange- sammelt und brachte den Majestäten stürmische Huldigungen dar.
Konstantinopel, 13. Okt. Heute vormittag erschien Fehim Pascha, der Chef der Spionage-Abteilung, im Aildiz mit seinen Leuten in einem der größten Cafes von Pera und ließ dort den angesehenen russischen Untertan Ladgikow gewaltsam ergreifen und in den Hausflur schleppen. In dem Cafe entstand eine Panik und Ladgikow, der mit Fehim Paschas Leuten im Korridor rang, flehte laut um sein Leben. Andere Gäste eilten herzu und nun ließen die Bedränger von Ladgikow ab. Dieser reichte schnell seine Gold- und Wertsachen einem der Umstehenden und protestierte laut als Rrrsse gegen seine Verhaftung und verlangte zur russischen Botschaft gebracht zu werden. Obwohl Ladgikow als den besseren russischen Gesellschaftsklassen angehörend bekannt ist, nahm ihn Fehim Pajcyp, gewältsam in einem Wagen in den Aildiz mit. Die russische Botschaft wurde von der Verhaftung benachrichtigt. Es ist zloeifellos, daß dem Sultan durch dieselbe neue große Unannehmlichkeiten bereitet werden.
Belgrad, 13. Okt. Der Gerichtshof erster Instanz verlängerte den Anmcldungstermin für die Forderungen an der Nach laß mässe des Königs Alexander mit Wckjicht auf die Forderungen ausländischer Gläubiger bis zum 9. November.
Aus Krüöl uni) KmrS.
Gießen, den 14. Oktober 1903.
** Offerten au f A n str e ich er a r b e i t e n. Bei der gestern stattgehabten Subnnssion auf Weißbinderarbeiten für die Zentral-Waschanslalt der neuen Kliniken
wurden folgende Angebote gemacht: Karl Nikolaus: Mark 1376,91: — C. Dörr: Mk. 1298,20; — G. Belitz: Mk. 1268,80; — Ed. Kohlermann: Mk. 1021,51; — Degen-Großen-Linden: Mk. 964,70; — Leucht u. Klippel: Mk. 937,85; — Petri III.: Mk. 920,50; — W. Euler: Mk. 890,50; — Schäfer u. Neuling: Mk. 874,30; — G Nauheimer: Mk. 852,58; — L. Petri II.:
Mk. 850,60; — H. Launsöach: Mk. 848,75; — A. Wagner:
Mk. 800,33; — I. Fink: Mk. 764; — Schäfer u. Größer:
Mk. 729,85; — Karl Marx: Mk. 636,20.
** Verhaftung. Der Agent I., von dessen Verhaftung wir gestern berichteten, ist, wie wir hören, wieder auf freien Fuß gesetzt worden.
** Selbjtmord. Am westlichen Eingänge des Fried- hofts am Nahrungsberg wurde heute morgen die Leiche eines unbekannten Mannes mit einem Schuß in der Brust aufgeftmden. Neben der Leiche lag der Nevolver. An Legitimationspapieren -oder sonstigen Erkennungszeichen fand sich bei der Leiche nichts vor und es hat den Anschein, als ob der Selbstmörder sich vorher dieser Sachen entäußert hat. Die Leiche wurde nach dem Leichenhause gebracht und photographiert, auch sind die Kleider behufs Agnoszierung beim Großh. Poli^eiamt aufbewahrt.
** Schützen verein. In der Generalversammlung am vergangenen Montag abend wurde Herr Karl Müller, Prokurist der Firma Friedel u. Asprivn, anläßlich seiner 25 jährigen Zugehörigkeit zum Verein und als Gründer desselben als Anerkennung seiner bisherigen Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Zur Ueberreichung der Ehrenurkunde soll eine besondere Festlichkeit demnächst veranstaltet werden.
** Ein en wirklich „treuen" Abonnenten nennt das „Schilettst. Tagebl." sein. Alljährlich werden den Redaktionen die ersten Schmetterlinge, die ersten oder letzten Maikäfer, die größten und allergrößten Strohhalme, die letzten Obstbaumblliten von den Abonnenten dargebracht und diese Tatsachen werden im Blatt gebührend vermerkt. Daß aber der erste Hase der giedaktwn überreicht wird, dürste zu den Seltenheiten gehören, solches geschah aber dem genannten Matte, dem ein alter, treuer Abonnent und Weidmann seinen ersten diesjährigen Hasen zuschickte, ein „Eingesandt", das berellwillige Aufnahme sand.
** Phantasievolle Berichterstattung. In der Dienstagnummer des „Frks. Gen.-Anz.", dessen Gewährsmann ein Nä-Berichterstatter ist, las man von einem Ausflug, den die Darmstädter Fürstlichkeiten am Sonntag nach König im Odenwald unternommen hätten. Der Berichterstatter, der wohl glauben machen wlll, daß er mit im 5)>ofzuge gesessen hat, schilderte in satten Farben den Landschaftlichen Zauber" der Gegend, wie sie sich „zur Zeit der Obstblüte und im milden Glanz der Herbstsonn^ so schön präsentiert. Er schilderte das Schlößchen selbst, das, „von der Bahnlinie aus nicht sichtbar", hinter dem Dorfe König liegt und „in seinen Jnnenränmen interessante Familienbilder" birgt usw. uslv. Und dann kommt der begeisterte Empfang seitens der Einwohner von König, für die der Tag „gleichfalls ein Festtag" war. „Der Somrtag hatte auch viele Schaulustige aus den nächsten Ortschaften herbeigelockt. Als Wirt der hohen Gäste fungiert in dem Bericht der Erbprinz Alexander von Erbach-Schiöuberg, dem infolgedessen noch eine ausführliche Schilderung zuteil wird. All diesen Phantasiegebilden gegenüber ist zu bemerken, daß die Herrschaften nicht in König, sondern, wie wir in unserer Dtontag-Nummer berichteten, in Schön b erg bei Bensheim gewesen, also eine ganz andere Strecke gefahren^ sind, und daß der Besuch nicht dem erbprinzlichen Paare, das sich aus diesem Anlaß allerdings auch nach Schönberg begeben hatte, sonderrr in erster Linie dem Fürsten und der Fürstin zu Erbach-Schönberg galt. Wir sind mit den „N. Hess. Volksbl." auf weitere erheiternde „Moment- Photographien" gespannt.
n. Lich, 13. Okt. Für die morgen hier stattfindende Beigeordnet enwahl sind der seitherige Beigeordnete Sparkasserechner Dürmer und der Ziegeletpächter Heinrich Schmidt VIII. als Kandidaten ausgestellt. — Am vergangenen Sonntag brach in dem Stall der Witwe des Fürstlichen Gärtnereigehilfen Hermann Süffel durch Verschulden des dreijährigen Söhnchens der Letzteren ein Brand aus, dem der ganze Heu- und Strohvorrat und zwei Ziegen zum Opfer fielen. Der Kleine hatte kurz vorher beim Anzünden von Kartoffelkraut auf dem Felde seinem größeren Bruder geholfen imb hat wahrscheinlich an einem Strohhaufen int Stall das Gleiche tun wollen. Leider ist die Beschädigte nicht versichert. — In der „Hungener Landpost" lesen wir noch: Der armen schwer geprüften Familie, die infolge des langen Leidens des Ernährers (der Verstorbene lag längere Zeit in der Klinik) fast am Hungertuche nagt, und der der Brand erheblichen Schäden zufügte, da sie nicht versichert ist, wendet sia> das allgemeine Mitleid zu und soll, wie wir hören, eine Spende für dieselbe veranlaßt werden. Gaben von außerhalb nimmt die Expedition des Blattes, sowie in Lich Bürgermeister Heller entgegen. Wie man noch mitteilt, beteiligten sich der gerade hier hi Ferien weilende Prinz Ferdinand und zufällig in der Nähe weilende oder rasch herbeigeeilte andere Leute tatkräftig an den Löscharbeiten. Die Schwester der Frau« Süßel verbrannte sich bei dem Versuch, die beiden Ziegen zu retten, stark am Kopse.
k. Friedberg, 14. Okt. (Privattelegramm d. Gieß. Anz.) Der Schriftsetzer Wilhelm Schäfer aus Ilbenstadt taffierte in Meder-Wöllstadt 7 00 Mark für den-Agenten Damm in Friedberg und entfloh nach Basel. Sein Bruder wurde als Mitwisser bereits verhaftet.
sc. Schotten, 13. Okt. Der hier verstorbene Kaufmann Karl Doneaer vermachte seinem Geburtsort Katzenelnbogen testamentarisch 11)000 Marr zur Errichtung eines Krankenhauses.
R. B. Darmstad t, 13. Okt. Infolge der verflossenen


