Samstag, 14 März 1903
153. Jahrg.
<r1<6rhrt fflflDA mH yirfnfffcmf M Sonntag».
D, .eiffjri LamtliendläNer- werden dem
21.ijietoet r» ?rma wöchentlich deigelegl. Ter .hrlßichr Laadlot"" erlcheml monatlich etnmoL
Gießener Anzeiger
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»rtattontt'md und Verlag s« B10 b • UntxxtfudtMrudnd ^txnx BnN*
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Ls' folgen die noch auöstehenden Abstimmungen aus dem
betreffen.
n — bewilligt.
ändert sich jetzt, so daß wertere Ausgaben vorgcnommcn werden
wird an das Oberlarrdesgericht in
kommen müssen, als eS sich hcrausstelllc, daß der Preis deS Platzes Bau eines FlußkanonenbooteS verlangt waren.
muthlich noch überlegt.
gewesen. Sonst hätte sich hcrauSgestcllr, daß der Wald ganz
erheblich weniger Werth gewesen sei, als für ihn bezahlt worden fc
: I,i:rauf seinen Antrag einstweilen zurück.
t j. Dr. lfii.Het o
Abg. Dr.
-ahn (litt.J
daS
topfen Sie vorläufig 2 zu.
drücken fehle, um am
habe.
Der Rest der einmaligen Ausgaben wird ohne De
Weiter beantragt die Budgetkommission felgende Resolution:
Schlug nach 6 Uhr.
STÄ L W.L'^ Ä -RM ~f • RM. -.to ist huM u-g-^E ^tm
9 ' - - - Breslau ac^ablt ko dak die Der- Formal hat der taieg5mini|tcr recht, wenn er lagt, dec (Etat fct für bic
a aussckewet ^a5 berr Gebiet "och nicht überschrrtten. Lhatsachlich aber liegt doch die Sache ganz Heranz miderZ. Ter Kriegsminister hätte eben gleich an den Reichstag T
günstig gewesen. (Hört, hört.) Luch in die Ausräumung des Platzes find wir nicht etwa leichtsinnig hineingegangen. Auch hier baoen wir unS ein Gutachten des Sachverständigen eingeholt. Der £bcr» forjler Dieder sagte uns, es wäre falsch, wollten wir den ganzen
dah die Sachew eit mehr als 6 Millionen losten wird.
Abg. Bebel (Soz.): Wir sind bereits gewohnt, daß Etatsüber
£a) nehme den Antrag wieder auf, iihrr rtrfi#ihm an fnfipn, DeNN Ls
die Position wird zurückverwiesen.
Zur Erwerbung eines Truppenübun(-platzes für
ein höherer war. Ter Reichstag hätte sich dann die Sacke ver- ,
— Abg. Hoch (Soz.) macht
Geheimrarh Harm- einige Angaben über die Arbeitsverhältnisse
ES wird also ohne nennenSwerthe Debatte das O r d i» “ i der Kommission
Hierauf wird der Antrag derBudgetkommission angenommen; ebenso eine Resolution der K o m --
l)hnc Debatte wird folgende Resolution angenommen den Reichskanzler zu ersuchen, mit der preußischen Unter- ricktsverwaltung baldigst in Unterhandlungen darüber emzutteten. wie — eventuell unter sinanziellcr Betheiligung deS Reiches — durch
Qhne Debatte genehmigt das Haus in zweiter Lesung den Etat d e S R c i ch S m i l t t ä r g c r i ch t S , mit Ausnahme einer
fährt, wie jeder praktische Privatmann. Die Sozialdemokraten warnen immer vor Arbcuerentlassungen. Dazu steht ihre Halmng
Frivolität", von einem »Miß- Arbciicrentlapungen hicrbel inS Luge zu fallen.
.1 Staats,'elrciär v. Tirpitz: Sollten Sie der gestrichenen Re>
... t Schluß seiner Freude darüber Ausdruck zu gierungsforderung in diesem Punkte nicht nachgeben, so werden Ar- geben, daß die .Deser-Zcitung" selbst eine Berichtigung gebrach: beiterentlas'ungcn unvermeidlich.
‘ Aba. von Tiedemann (Rp.) unterstützt den Antrag tftefe.
Abg Dr Spahn (Ctr.j bittet, e5 beim Kommis, lonSbeschluß zu
Abg. Graf Roon (lonf.) tritt für^den Antrag ein und bringt 1WU1IVII
eine Notiz der ..Weser-Zeitung" zur Sprache, wonach die Familie tn der Kommission in Widerspruch, denn dort haben sie die ganze Müffling dieselbe Rolle zu spielen scheine wie die Gräflich Lohnasche Reparatur abgelehnt. Es ist außerordentlich wichtig, dte Frage der FamUie. Redner spricht von einer
brauch der Presse", von „Pcehfrechheit", für die es ihm an Aus-
hlngewiesen worden.
Ehe ich nun infl Detail hincingehe, möchte ich gegenüber den gestrigen Ausführungen des Abg. Dr. Sattler die Etatslage kennzeichnen. Ich möchte vor Allem loniiaticun. ES handelt sich hier nicht um eine Etat-Überschreitung; ganz im Gcgentheil. (Heiter- leit.) ES sind 6 Millionen uns bewilligt worden; davon find 4 180 000 Dlk. auSgegcbcn worden, so datz thatsächlich noch circa 2 Millionen verfügbar sind. Dagegen habe ich absichtlich Veranlassung genommen, die Sachlage gerade jetzt darzulegen, denn diese
Platz «chholzen, wir sollten die- nur foiocit thun, als die Artillerie schietzen kann. Der Rest solle forstwirthschajilich bewirthschaftet werden, dann würde unS die ganze Instandhaltung nichts kosten, und obendrein wurde sich für un5 noch ein Pnis von 120 000 DiL ergeben. Diese LiSpo|Uionen wurden aber über den Hausen ge worfen durch höhere Gewalten, indem der größte Theil des Walde- niebetbranntc. TaS betoidte zunächst einmal, datz wir da- Holz,
Abg. Dr. Dlüller Sagan (freis. Vp.): Ich beantrage, die Angelegenheit nochmals in die Budgetlommission zu verweisen.
Prästdem Graf Ballestrcm meint, der Antrag wäre ein präjudizieller ""d müßte sofort zur Abstimmung gebracht werden, ür. Lauier Inat.-lib.) widerspricht dieser Auffassung.
Zahlen beweisen, datz bic Heeresverwaltung durch Hera, -i düng der Konkurrenz große finanzielle Erfolge erzielt har. Die An« nähme der Resolution ist im Interesse der ReichSfinanzen nur dringend zu eoipfehlen, eS liegt darin durchaus kein Vorwurf Qujen die Verwaltung.
Abg. Dcticl (Soz.): ES ist schlimm genug, datz eine fold Resolution ernst gefaßt werden mußte. Daß eine Äonturrctu in Ztvtictjlanb auf dem Gebiet der Aejchützfabrikalion nicht aufkom- men tonnte, daran trägt in hohem Maze die Militärverwaltung Schuld. Es ist neulich gesagt, wir mären überhaupt nicht in der Vage gewesen, siegreiche Kriege zu führen, wenn die Firma Krupp nicht gewesen wäre. TaS ist doch eine ganz ungeheuerliche Behauptung.
Hiermit schließt die Debatte.
Die Resolution wird angenommen.
. - Staatssekretär von Tirpitz theilt dem Hause mit, dah der
7 '7- TaS wäre konstitutionell g"wesen. beutschc FtottenauSlandSverband ihm mitgetheilt habe, daß er im
Ter Liriegsminister hat gesagt, dcr^Waldbraiid _sci em^großcö Un- Begriff sei, ein Flutzl'crnonenboot zu bauen und der deutschen 7"' „ ' 7 " ’ ' oa schenken. Er möchte nicht verabsäumen, dem Verband
worden seien. Es giebt aber Leute, die da sagen, er sei ein großes uni) öcn Deutschen im Auslande überhaupt von dieser Stelle au» Glück gewesen. Sonst hätte sich hcrauSgestcllt, daß der Wald ganz ^nnx Tank auSzusprechcn.
Zur Grundreparaiur sowie zu baulichen Verbesserungen bei großen KreinerS „Kaiserin Augusta" und deS Reinen Kreuzer» „Irene" hat die Regierung als erste Rate 2 Millionen verlangt.
Die Kommission hat von dieser Forderung zunächst einmal insgesammt 1 Million gestrichen und ferner die Position in 2 Titel gespalten, indem sie getrennt für die „Kaiserin Augusta" und für die „Irene" je 500 000 Mk. bewilligt hat.
Abg. Frese (freis. Vgg.) beantragt Wiederherstellung der Rcgierungsforderul.g. ES ist ja sonst nicht die Gepflogenheit von Mitgliedern der Kommission. Anderes zu beantragen, all die S ommission beschlossen hat, aber hier liegen doch schwerwiegende Vcdenken gegen den Kommissionsbeschluß vor. Es handelt sich um Reparaturen, die unter allen Umständen gemacht werden muffen. ES Ware doch außerordentlich unwirthschaftlich, nicht alle all noth« wendig erfaniucn Revaramren auf einmal vorzunehmen. Bei den
-----------o . .. _.w . — beiden Schiffen ist eine Reparatur der Ventilation, der Röhren- 11. Armeekorps sowie Errichtung von Baracken und Zelten zwecks '.eirur.g und in der Hauptsache eine Reparatur bezw. Neu-Anschaftung Unterbringung von Mannschaften und Pferden auf demselben und von Kesseln in erster Linie nöthig. Wenn man so vorgeht, wie cl Herstellung der zugehörigen Ncbenanlagcn, zweite Rate (für Grund- die Kommission empfiehlt, so ist das gerade so, als wenn Jemand erwerb) werden im Etat 800 000 Mk. gefordert. einen Regenschirm rcparirt haben will und dem Fabrikanten sagt:
Tie Kommission beantragt f:att denen, nur 25 000 Mk. dem Schirm find 6 Locher. Stopfen Sie vorläufig 2 zu. zu bewilligen für Vorarbeiten zur Beschaffung eines anderen Platzes Heiterkeit.) Ich lege Werth daraut, daß der Reichstag so ver« als des bisher in Aussicht genommenen. ’ " ** -------
Parlamentarische Aerhandläugen.
Nachdruck ohne Vereinbarung nicht gestattet.
SLcitffiiicr Reichstag.
383. Sitzung vom 18. März.
1 Uhr. Tas Haus ist schwach besetzt. e>,c. ,
Am VundeSrathStisch: von Goßler, Frhr. von Thiel- m ° '«.bg11' von Oldenburg (lonf.) hat sein Mandat niebergelegt. .. ,
Nach öebaticnlofer Erledigung einer Rechnungssache Mird bic zweite Berathung des MilitäretatS beim Extra- OLbimuium fortgesetzt.
tion der fünften Rate für den Truppenübungsplatz Neu- Hammer hat die Llommission 600 000 Wtl. abgesetzt. Sie hat ferner eine Resolution angenommen, in der der Reichslanzler ersucht wird, bei luuftigcn Anforderungen für neue Tiuppenubungs- platze zuvor genaue Entwürfe und Liostenanschläge s. zusiellen und den in Betracht kommenden Grmiderwerb durch Vmr^träge sichern
„Ten Reichskanzler zu ersuchen, bei Vergebung des Bedarfs an Munition und Artilleriemat:rwl durch thunlichsie Zuwendung der Aufträge an eine Mehrheit von Siefecaiuen da.,in zu wirken, daß un Lutere,,c der llteichsfinanzen die erforderliche! 5lon.urrenz aufrecht ergaben bleibe.“
Sieg. Eickhofs (freis. Vp.): Ja; ziveifle persönlich nicht an der ] Vorzug.ichteit der Kruppschen Faorilate. Die uns gegebenen I
Abg Büsing inat.-lib.) schließt sich dem Antrag Yrese und der Begründung, die der Antragsleller ihm gegeben, voll|tandig an.
Tie Abstimmung über den Antrag Frese — gegen den die Sozialdemokralen, das Tentrum und einige Freisinnige stimmen — hlcibt zweifelhaii. Es muß daher eine Auszählung iHam- melfxruiigj iiattimicn
Ticselbe crgicbt die Anwesenheit von 123 Abgeordneten. TaS 'Haus ist also nicht beschlußfähig, die Sitzung muß ab» I gebrochen werden.
Nächste Sitzung: Sonnabend 1 Uh- (5iat für K i a u t s ch o u ! Rest des Manne-EtatS; W a l p r u f u n g e n.)
zu lassen.
äiriegSministcr von Goßlcr lschwcr verständlich): Ta ich nach Ser gestrigen Debatte annehme, daß dieser Titel hier noch weiter behandelt werden wird, so halte ich mich für verpj stet, durch thatsachliche Angaben bestimmte Grundlagen für die T lui jion zu I fojaifen. Ich schicke voraus, daß ich bei der Berach tg diese- Punktes in der Budgetkommission nid)t anwefeud war: ich war dien,ilich ins Schloß befohlen und Halle r S ter Äonimisi.on ooi.jcr mitgetheilt. Um so mehr fühle ic.- midi jeot verpsi-chtet, uoer diejenigen Lerhältnijle Auskunst zu geben, Die t-.c/n ,-iuel betreffen. In der Kommisiwn hat ocr Vm yende dieses 2 .rar:emciu§, Generalmajor ... Eawoitz, alle dies. ? ttutt, auf Grund deren bann in . .c Pre.ie Angriffe gcge. .-ii'ze.nc Personen erhoben worden nno, die meines ierachicns \vu . .ujt rechtfertigen lassen.
Tie Vorgeschichte dieses Ug. unflSp..i:,ic8 geht fc^r weit zurück. Erwägungen beyufS Anlage dessewen s.nd bereits vor Antritt meiner Dienststellung gepflegen worden. Man hat lange nach einem geeigneten llebungSplatz gebucht: in Obcischlesien, in Mittel|chlesten t|t eingehend relognoSzirt worden; doch schienen die Plätze der Mi-- liiärreriLxiliung zu theuer. Schließlich wurden die Relognoszirun- gen auch auf Riederschlesien ausgedehnt. ES wurde da ein Platz gefunden, der den Ansprüchen oolllomme» emsprach; menschlickie Wohnungen waren auf demselben auch nur in geringem Umfange zu beseitigen. Der Platz wurde eingehend rekognoszirt; das Ergebnis wat ein günstiges, auch der Preis schien nicht zu hoch, doch wurde sofort betont, daß daS Kartenmaterial ganz unzureichend sei, die Schätzung daher nur eine ganz annähernde sein könne. Es ist übrigen» bereit» 1896 hier im Reichstag auf all diese Verhältnisse
.Ten Reichskanzler zu ersuchen, bei Errichtung von neuen Truppenübungsplätzen solche Projekte grundsätzlich auSzuschliehen, bei welchen sich die Schädigung einer größeren Anzahl landwir-'h- schaftlicher Betriebe erforderlich machen würde."
auö dem wir 600 000 Mk. zu ziehen gedachten, zum größten Theil verloren und nur noch 100 OuO Mk. erhielten. Lodann aber waren burü) den Waldbrand umfangreiche Rodung: .nLeiten noth- wendig geworden, hauptsächlich um die Anlieger zu schützen. Da durch wurde auch die Anwerbung von zahlreichen Arbeitern noth- wendig. Wir haben Len Unterne unern die Pflicht auferlegt, nicht auS der Gegend Arbeiter zu nehmen, um die Lai.dwirthe nicht zu schädigen, die sowieso unter der Leutenoth leiden. ES wurde also die Anwerbung fremder Arbeiter nothwendig und hierdurch wieder zur Unterbringung derselben die Anlegung von Baracken, waS Alles erhebliche Ausgaben verursachte. Ferner mußten noch eftra Leute angeworben werden, um dem weiteren Forrsckr:iten des Ward- — cmUUvttumU ---------- -—,
brandes vorzuveugcn, denn c5 lag die begrmibctc Beimi-ihung vor,' C:Weiterung der technischen Hochschule zu Eharlottenburg den de- daß der Brand durch Brandjiistung entstanden war. Aocr cs war sonderen Anforderungen der Militärtechnik, speziell der Ballistik und nicht möglich, die Brand,tiftung nachzuweisen. ES war nun keine px- WaffenwcsenS, genützt werden könne.
Zeit, erst lange zu klagen. Wir mußten einen Ewschluß fasten) Damit ist die zweite Lesung deS Militär-Etat» und der ocsland darin, daß der Platz vollkommen ausger 'dct irerben b e e n d ct.
mußte. Tie Waldbes.ände dursten nicht stehen bleiben, die benadi - j * *
darren Besitzer verlangten es energisch, geschlitzt Au werden, welche? ^iut v uö . , ....
Verlangen durchaus Lccrcditigl war. Ter Platz ist also -.t. geraumi . ^.;c an Dudgctkommi|sion zurückverwiesen wird.
worden und dann mußte eine Sicherheitszone von 80 Meter Brette <0[ficn ^ie noch auö,tchenden Abstimmungen auS dem
angelegt werden. Dies Alles hat natürlich die Voranschläge über
den Haufen geworfen. Im Ganzen toftren *uir den Unterschied i ^c'r Antrag Müller-Sagan sfteis. Vp.) betr. Der- zwischen den Voranschlägen und dem, waS wir bezahlen mukten,1 tnetrung Zahl der Postassisicntenstellen um 1000 wird gegen die auf eine Million. Hörtl hört!) Trotz alledem cbci ist der Prei7 pcx Sozialdeinokratcn und Freisinnitzen abgelehnt,
für das Gelände noch immer kein zu hoher getvcsen. ■ Die Resolution v. Waldow -Reihen st ein (lonf.)
Ferner kam noch eins dazu. Allein die Amage der unbedingt1 6ctr_ Tjevmcbrung der Postassistenten im Falle des Bedarfs wird nöthigcn Wege erforderte Mehrkosten von 200 000 Mark. Sodann angenommen.
hatten wir geglaubt, daß wir die projektirw L. cisbabn von Lorenz- Die Resolution Müller- Sagan (freis. Vp.) betr. dors nach Sagan benutzen könnten. Aber diese Bahn ist noch aew Gleichstellung der Tiätare im Gehalt nach 5 Jahren mit den etatS- nicht gebaut, dadurch verschoben sich wieder unsere Positionen, mastigen Beamten wird a b g c l e h n t.
Ferner mußten wir eine große steinerne Brücke bauen, von der wir ’ \^cn nächsten Punkt der BageLordnung bildet die zweite Lesung glaubten, der preußische Staat würde sie bauen. Ich bitte eic nj'o, Marine-EtatS. (Am Tische dcS BundeSrathS hat in- die Streichung wieder aufzuheben und unS den geforderten Mehr- .^ifä en Staatssekretär von Tirpitz Platz genommen.) betrag zu bewilligrn. Ich wiederhole nochmals, e3 handelt fick " £cr Ditel „Staatösekrelär" wird ohne Debatte genehmigt; des- noch um keine EtatSuberschrcitung, cS ist aber wahrscheinlich, daß gleichen eine Rethc weiterer Titel
wir anstatt der ursprünglichen 6 Millionen 9 Millionen brauchen *■ 2lbg. Eickhoff (freis. Vp.) wünscht eine Gleichstellung der Lehrer werden. Wir mü||en daS Geld haben, der Vertrag ist abgeschlossen, • an ^cr Marinegarnisonschule in FriedrichSort bet Kiel mit denen das Geld muß gezahlt werden, ich glaube nicht, daß das LberlandeS- ^er Kadettenschule.
gericht in Breslau uns daS Geld un nächsten Jahre stunden wird.! Staatssekretär von Tirpitz: Ich werde dem Wunsche des Herrn (Heiterkeit.) Wenn wir das Geld nicht haben, so müssen wir die Vorredners entsprechen. (Heiterkeit.)
begonnenen Arbeiten unterbrechen. Tas wäre aber äußerst un ^ine Reihe von Kapiteln wird ohne jede Debatte — nur der wirthschaftlich, auch würden die Adjazenten dadurch benachtheiligt Berichterstatter ?lbg. Graf O r i o I a (nat.-lib.) streut von Zett zu werden. | Zeit kurze Bemerkungen dazwisckei^
Abg. von Kardorff (RcichSp.). Der Reichstag hat den Kauf > Auf Anregung deS Abg. Hoch ( schon vor Jahren sankrionirt, indem er damals die erste Rate be- C ' ~
willigte. Unbedingt nöthig ist eS, daß der Reichslanzler sofort von auf den Wersten
der Sache in Kenntniß gesetzt wird, daß wir anstatt der geforderten: E7 tr™11 *r.
Summe 600 000 Mk. weniger bewilligen. Wenn auch noch keine narium nach den Beschlüssen Etatsüberschreitungen vorgekommen sind, so war doch zu erwarten, erledigt.
Bei den einmaligen Ausgaben gelangt Zunächst folgende, von der Kommission voraeschlagene Resolution einstimmig Aber wie hier um 50 Proz. — von zur Annahme: „Den Reichskanzler zu ersuchen, dahin $u wirken, , das ist denn doch etwas ungewöhnlich, daß im Interesse der Reichefinanzen bet Vergebung der Lieferungen ' ' die Marine ein gesunder Wettbewerb, nötigenfalls auch unter Heranziehung ausländischer Fabriken, gesichert werde.
Tie Kommission hat 450 000 Mk. gestrichen, die zum
son des Grasen Dohna hier völlig ausscheidet.
zerfällt in 3 Th eile: der eine, größte, ist Fideikommißbesitz der Dohnaschen Familie, ein anderer Allodialbesitz des Grafen Dohna, der dritte gehört den umliegenden Kommunen. Die Schätzung des Terrains ist eine sehr sorgfältige gewesen. Sie wurde durch einen
abgeieben vom Wald, sind unter dem Üblichen Taxpreise geschätzt ’ toorbcn fcicn‘ 65 aicbt abcr £cute* bie ba ,aaen' cr fct cm aroRcS '•*’x *•
worden, dagegen die Liegenschaften der anderen Gemeinden etwas höher. Bei dem Waldbesch war die Schätzung allerdings sehr schwierig. Ter Oberförster Morler hat sich dabet als sehr zuverlässig erwiesen. Die Schätzung ergab schließlich 2 200 000 Mk. Sie erschien uns sebr einleuchtend und wir legten sie unseren Voranschlägen zu Grunde. Sie ging von forstwirthschaftlichen Gesichtspunkten aus. Später hat aber Graf Dohna eine andere Schätzung eingereicht, i' von einem anderen Grundsatz auSging, nämlich von
dem, daß lv. Waldgrundstück auch als Grundstück einen beftimnuc.i i rtvg. Dr. Spahn letr.j: <<-) nehme oen Antrag n Scrtl) bcu- -tüste. Die Schätzung müsse sich richten nach dem und bitte das HauS, sofort darüber entscheiden zu lassen. Stutzen, dc . lesem Grundstück gezogen werden kann. So kam sind doch ganz neue Momente zu Tage gekommen, u. A. der Wald- Graf Dohna j einer Schätzung von 3 600 000 Mk., welcher Preis brand. Auch ist doch nachgewiesen, da bis jetzt eine E.atSüber- dann von der' Familie auf 8,5 Millionen ermäßigt wurde. Diese ! schreitung settcnS deS Kultusministers (Gr:ße Heiterkeit) Kriegs- Schätzung war eingehend motivirt, und eS war rechtlich auch nichts Ministers nicht stattgefundcn hat.
Ter Antrag Spahn wird einstimmig angenommen,
Schätzung war eingehend motivirt, und eS war rechtlich auch nichts gegen sie einzuwenden. Für uns aber war sie viel zu hoch. Ich habe nun zur weiteren Begutachtung mehrere höhere Forstbeamte hcran- aezogen, einen auS Hannover und einen au5 Liegnitz. Beide Herren haben sich im Wesentlichen der ersten Schätzung angeschlossen. Wir wollten nu' -ehr 2 400 000 Mk. zahlen. Diese Forderung wurde aber abgelehiit. Es kam auch der Gedanke, das Grundstück auf dem Wege deS Entcigiiungsvcrfahrens zu erlangen. Wir haben aber davon abgesehen, weil wir befürchten muhten, daß wir dann auf Grund sehr hoher Schätzungen noch viel mehr zahlen müßten, ferner, weil dieses Verfahren fast immer Weiterungen und Jahre lange Verhandlungen nach sich zu ziehen pflegt. Inzwischen machte dec Verkäufer den Vorschlag, einen Obergutachter zu ernennen. Ein solches Verfahren ist durchaus üblich. Der Obergutachter muß aber ein unabhängiger Mann sein und vom Landwirthschaftsminisler per- so. 1) ernannt werden. Es wurde nun auch ein solcher Oliergui- achrer bestimmt, die Karten und Taxen wurden ihm ausgehändigt, und auf Grund seines Gutachtens haben wir nun 2 740 000 Mk. geboten, und der Verkäufer ging darauf ein. Er mußte sich aber die Bedingung gefallen lassen, daß cr nicht den ganzen Preis auf einmal erhält, sondern pro rata d. r etatsmähigen Bewilligung, wodurch _ ______
ihm ein bedeutender Zuisverlust entstand. Endlich mußte er sich noch ! m i s s i o n: einigen Bedingungen wegen des Auslaufsgeländes fügen, auch mußie er eS iWernenmcn, die Parzellen zu ennvässern, die zu diesem Dehufe cxpropriirt worden sind. Wenn man das AllcS überlegt, so kann man der Militärbehörde wirklich nicht den Vorwurf machen, daß sie zu liberal gewesen ist. Der Preis ist thatsächlich cm nicht zu * hoher, wir haben zwar 340 000 Mk. mehr gezahlt, alS wir Ursprung- ' h i r f i n + lich geboten haben, Graf Dohna hat aber 760 000 Mk. weniger er« 1011110
halten, als er ursprünglich haben wollte. Es wurde von uns I 663,70 Mk. pro Hektar gezahlt. ES ist dies ein so geringer Durch- j schnittSpreiS, daß die Kosten fast aller anderen Ucbungsplätze ihn । weit überschreiten. Ter Kauf ist also an sich für uns durchaus


