Ausgabe 
14.1.1903 Erstes Blatt
 
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In der heutigen Stadt» ebhaste Debatte über den zenjus für die Se­rk (bisher 1500 Mach ag wurde schlietzlich mit l.

)an Der 22 Jahre alte rarMriMgt., bei, wie .Wag des Herdes seinee qfy tooi, schwer vrücht jöiett NM'lM an den en. - Dir hichze Ons> iiststeller-Becdanos in der Restauration Avis btincL beschlossen wurde, um Besten desSchiller» Herftiftung) eine gchere tfaltimg ju «ilalten.

eine literarische Unter» izig Herr MW Mül» Morbach) bestritt; er las märchenSchlitzohr" ("n a jenburg erschienen) vor irden künstlerischen lrrsolg. james Nachtessen der Alu» . gewöhnlichen noch lischen Genüsse bot.

Mchdeni bereits voriges ruine bei Stadtpro- di-Mch dm Itä-n R > r Mich-» Umf«W< ti siel bejuble Säau dick »fiel zu w-ldm. to herein a schreibt die,Mry. l-d-mg-mnM-A |P d-Z tebha,ten W ÄZK inngen, bte u v *Äni^ [rage 3nterc^/m?er>^' ist e^SConget* ®?Ä KZurr [er W

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krankenhauS geschafft werden mußte. 3Jlan zwetsell an ihrer« Aufkommen.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Griedel wurde einer BürgerS- familie die gesamte Wäsche, welche im Hausgarten auf. gehängt war, über Nacht gestohlen. Bei der kürzlich in Darmstadt abgehallencn Prüfung nachbezeichneter Han- didaten haben bestanden: von 31 Gecichtsschrnber - Aöpi- ranten 24, von 14 Gerichtsvollzieher-Aspiranten 9, sowie die 5 beteiligt gewesenen PolizelkommissariatS-Aspiranten.

Vermischtes.

* Siegen, 10. Jan. Gestern abend erfolgte auf der hiesigen Bahnstation die Verhaftung deS seit einigen Tagen flüchtigen Stadtkassen-Rendanten Homrich- hausen aus Berleburg, den ein Bahnbeamter erkannte. Bei der heimlichen Entfernung des H. wurden dessen Bücher in großer Unordnung vorgefunden und man ermittelte vorläufig einen Fehlbetrag von 6000 Mark in der Stadtkasse. H. be­zog als älterer Beamter ein Gehalt von ca. 1700 Mart jährlich und war verheiratet. Die Unterschlagungen scheinen schon vor geraumer Zeit ihren Anfang genommen zu haben. Bei seiner Verhaftung gab H. an, daß er bereits nach Holland entkommen gewesen, von dort aber wieder zurückgekehrt sei, um sich freiwillig dem Gericht zu stellen.

Bozen, 12. Jan. Gestern in der Frühe erfolgte ein Erdrutsch auf der Mori-Arco-Bahn. Das Gleise ivurde beschädigt. Der Zug von Mori mußte warten, bis das Gleise frei gemacht worden war.

R o m, 13. Jan. In Cotanzaro verstarb eine Bäuerin, welche ein Alter von 110 Jahren erreicht hatte.

*Bon der Affäre des Grasen und der Grä­fin Lonyay haben wir gestern ausführliche Mitteiluiigeli gebracht. Nach unserem gestrigen lehren Telegramm wurde bas Gerücht von der Trennung der gräflichen Ehe als un­glaubwürdig hingestellt, und jetzt veröffentlicht das Wiener Fremdenblatt" folgendes Telegranim einer Gesellschafts­dame der Gräfin Lonyay aus Hctp Martin:Die Meld- ungen betreffend Gräfin Lonyay sind niedrige Ver­leumdung." Und dieWiener Abendpost" meldet: Wir sind in der Lage, die auch in Wiener Blättern enthalteneii Gerüchte von Zerwürfnissen zwischen dem Grafen und der Gräfin Lonyay als jeder Grundlage enlbehrend zu bezeichnen. Tas gräfliche Paar verbringt die Winteruionate in Kap Martin. Tie WienerAllg. Ztg." hält ihre gegen­teilige Nachricht indes vollinhaltlich aufrecht. Die Münchener Ztg." bringt aus guter Quelle die Nachricht, baß Gras Lonyay vor einiger Zeit bei Verwandten seiner Gattin, der ehemaligen Kronprinzessin Stefanie, 500 000 Kronen auf seine ungarischen Güter aus Geldverlegen­heit aufneymen wollte. Seine Bitte wurde jedoch ab» «elehnt. Nach anderen Meldungen ist die finanzielle Lituation des Grasen Lonyay vollkommen geordnet, sein väterliches, sehr bedeutendes Vermögen unangetastet. Gräfin Lonyay erhält von dem Kaiser von Oesterreich ÄOO OOO Kronen jährliche Apanage und vom belgischen König M) 000 Francs. Letzterer wollte ihr anläßlich ihrer Ehe mit Graf Lonyay diese Apanage entziehen, doch hat sich damals baS belgiscye Kaoinett dagegen ausgesprochen. Tre Gräfin hatte bei ihrer Verheiratung Lwei Millionen Kronen Bar­termägen, von denen sie allerdings schon ungefähr 400 000 Kronen ausgegeben hat. In Paris verlautet, daß an ter Versöhnung des Königs der Belgier mit der Gräfin Lonyav eifrig gearbeitet lvicd. Der Gras und die Gräfin von Flandern eillerseits, Kaiser Franz Josef und Erzherzog Louis Viktor andererseits vereinigten ihre Bemühungen. Das Projekt einer Weltreise des Grasen Lonyay wird weiter erwogen, doch will die G r ä f i n i h r e n G a t - ten begleiten. (Man sieht, die verschiedenen Nach- rnchten gehen ihrem Inhalte nach so weit auseinander, daß die allerschönste Unklarheit herrscht.)

* Die .Bebilderung" unserer Zeitungen, so schreibt Avenarius imKunslwart", hat seit den ersten ,sen­sationellen Erfolgen derWoche" große Fortschritte gemacht. Kürzlich war ein Sänger, Anthes mit Rarnen, abkonlerfeit warum? Weil er unter Kontraklbruch aus Geldgier nach Amerika durchgebrannt ist! Wohlverstanden: ich spreche nicht etwa von einem illustrierten Steckbriefe hinten im An­zeigenteil, sondern von einer Illustration in einem Feuilleton. Ein anderes Mal war Sarah Bernhardt zu sehen, wie sie in drr und der Rolle chemisch echte flüssige Thränen weinte, so sehr litt auch ihr Herz in der Rolle, als sie sich photogra­phieren ließ. Aber einen neuen Rekord hatlieber Land unb Meer" erreicht. Gelegentlich Zolas Tode, über den ja überhaupt in Wort und Bild soviel gesprochen worden ist, als wäre uns Deutschen Goethe gestorben, also gelegentlich Zolas Tode brachte dieses Familienblatt neben einem halben Dutzend anderer Zola-Bilder eins:Die Hunde Zolas, die bem Erstickungstode entgingen". Man bedenke, welche Wich­tigkeit, sie zu sehen, für jeden Deutschen, der auf seine Geistesbildung was hält. Und welche Perspektiven erschließen sich! Wenn wo ein Erdbeben ist alle Geretteten kann man photographieren! Zunächst die Menschen, dann die hmnde. Aber auch das bedeutet eigentlich noch eine kleine Beengung. Ob Zolas Hunde dabei gewesen sind oder nicht, ist das nicht vollkommen gleichgiltig? Also! Das kommende N'enie der Bebilderung wird iveiter gehen und uns dann eliva abbilden: Hunde, welche beim Tode des Großen nicht dcabei gewesen sind. Sie haben ihn ja vielleicht einmal an- g «.'.wedelt und er hatRa?" zu ihnen gesagt! Und wenn das nicht, Zeitgenossen waren sie doch sicher. Auf dem so glloßherzig aufgefaßten Grundsätze des Zeitgenössischen erst ivnrden sich die wahrhaft reichen Feslnummer-Bebilderungen bet Zukunft aufbauen.

©rridjtölaüL

Darmstadt, 13. Januar. Strafkammer. Der Seifen- fctirifam Friedrich Koch und dessen Sohn Friedrich Wilhelm Koch voii Reu-Isenburg halten den Bürgermeister Jakob Pons, dessen Seiner sie bei der Wahl geivesen, im Verdacht, als stecke er hinter veuichiedenen gegen |ie wegen ihres Geschäftsbetriebs erhobenen do«lizeianze,gen. Auch waren sie mit einer Auskunft desselben m (inum Rechtsstreit, den sie verloren, nicht zusrieden. Endlich nahmen sie Anstoß daran, dasz Pons dem Verwaltungsrat der tzroankfurter Vorort-Terraingesellfchaft angehörte und gleichzeitig Äirgerineisrer ivar, iveil die Gejellschau viel Gelände erwarb, killten baute und den Bodemvert in die Höhe trieb, so daß die bachnungen teurer wurden. Gelegentlich einer Beschiverde über die Steuereinschätzung benutzte Friedrich Koch die Gelegenheit, dem küürgermeister Parteilichkeit und Unwahrhafligkeit vor Gericht itjm jegzmüber nachzusagen. In einer weiteren Eingabe an das Kreis-

anU rolrlen bild« betttnf hin, baß der Bürgermeister aus Kosten der Gemelnde sich in« Ungemessene bereichere und persönlich GrundstückSioucher trelbef daß sich empfehle, seine Steueran- ineldung einmal zu prüfen. Da der Bürgermeister Pons ein Ehrenmann und ausgezeichneter Beamter ist und gar kein Grund oorlaa, bet den fraglichen Gelegenheiten die Verdächtigungen an den paaren herbeizuziehen, verurteiUe daß Schöffengericht die Schrislenoerfasser, ersteren zu 4 00, letzteren zu 8 00 Mark Geldstrafe. Dieses Urteil bestätigte die Straskammer.

Ein Rothschild im Gefängnis. Tas Pariser Polizeigericht verurteilte den Baron Henri de Rothschild wegen wiederholter Uebertrehing derAulomobilgesetze" \er war mit seinem Auto zu schnell gefahren) zu drei Tagen Gesängnis und 20 FrcS. Buße. Während fein Prozeß stattfand, weilte der Baron in London, iuo er unter großem Beifall einen Vortrag über den Autoitwbilis- nius hielt.

Handel uni» Verkehr. Volküwirlschasl.

Hamburg, 13. Jan. Gegenüber der aestngen Erklärung des Mitgliedes des Schifsahrtstruites Pirrie, ihm sei nichts bekanitt, daß der Trust den Bau von 12 Dampfern von 10 000 bis 12 000 Tons in Auftrag geaeben habe, schreibt dieNeue Hamburgische Börjenhalle" : Ter Meldung kann nur eine irrtümliche Auffassung zu gründe liegen. Wie wir authentisch höret», hat tatsächlich der Morgantrust 12 neue Tampser von der oben angegebenen Große bestellt, 6 davon bei der Werst von Harland und Wolff m Belfast, bereit Ehes Pirrie »st, ivährend die anderen 6 Dampfer amerika­nischen Werften ^gefallen sind. Ter Widerspruch zivijchen dieser und der obigen yJlelbung dürfte sich dadurch befeitigen lassen, daß, ivie wir müteilen können, die in Frage stehende Bestellung von 12 Tampsern bereits vor etiua zwei Monaten gegeben ist.

Essen, 13. Jan. TieRheinijch-Westjalijche Zeitung" meldet vom weftfätischen Kokessyndilal aus Bochum: Zusolge der Ab­rechnung für Tezember vor. Js^ die den Kokereien heute zuging, ivird für den genannten Monat wieder 7 pEt. Umlage erhoben. Im ganzen ersten palbiahr deS Vorjahres belief sich die Umlage auf 8 pEt., für Jult-August auf 3 pEt., für September auf 4 pEt., für Oktober auf 6 pEt. und für November und Tezember auf 7 pEt.

Kirchliche Kachrichlcn.

Evuttgelischc Gemeinde.

Donnerstag, den 1 5. Januar:

Abends b Uhr im oberen Konfirmaiibensaal, Kirchstraße 9, Bibelstunde pPfalm 73).________________Pfarrer S ch l o s j e r.

Ke»ieke Kiewinigeii.

Originaldruytmelduttgen des Gießener Anzeigers.

Be rlin, 14. Jan. >rusBerk, ^.agcbl." erfährt aus angeblich zuverlässiger Quelle, daß die Errichtung eines loniglichen M e s i d e n zs ch lo s s e s in Posen durch den neuen Etat tatsächlich in die Wege geleitet werden soll. Für die Vorarbeiten seien im Etat uüOUU Ml. ausgeworfTn. lleber die Gesamtllosteu verlautet noch nichts. Die Forderung werde damit begründet, daß man von einem regelmäßigen Veriveilen des KaiserpaareS in Posen eine Stärkung des patriotischen Enipfindens der dortigen Bevölkerung er­wählet

Berlin, 14. Jan. Eine erhebliche Verkehrsstörung satld gestern abend an der Stadtbahn statt. Aus dem Bahn­hof Friedrichstraße entwickelten sich turbulente Szenen, bis nach fast einer halben Stunde der Betrieb wieder auf- genoniuten werden konnte. Zu Ehren des hier einge- irojjenen Dichters Maeterlinck suidet am lb. ds. sA)l. im Hotel de Nome ein Diner statt, welches von der Direktion des Deutschen Theaters veranstaltet wird. Wie aus Thorn berichtet wird, ist daselbst das Thermometer gestern auf 10 Grad Eelsius unter Null gesunken, wodurch erneutes Grundeistreiben aus dem ganzen Weichselstrome eingetreten ist. Professor Karl Müller von der evange­lisch-theologischen Fakultät an der Universität Breslau folgte einem Ruse an die Universität Tübingen.

Berlin, 14. Jan. Tem Reichstag ist ein Gesetzentwurf zugegangen betreffend Verweiiduiig der Mehrerträgs der Uebenveisungssteuern zur Schuldentilgung.

B e r l i n, 14. Jan. In Abgeordnetenkreisen erzählt man sich, daß die Mitglieder des äieichstages und des preußi­schen Landtages in tiächster Zeit zu einem parlamentarischen Abend in das Sieichskanzlerpalats eingeladen werden sollen.

Altona, 14. Jan. Hier treibt ein Messerheld sein Unwesen. Er verletzte in der letzten Nacht die dreißig­jährige Choristin Seebold vor ihrer Wohnung und bald daraus ein junges Mädchen vor dem deutschen Schau­spielhause durch Stiletsliche in den Unterleib. Der Täter ist flüchtig.

Hamburg, 14. Jan. Tas Seeamt erhob Klage gegen die Kapitäne Llveier englischer Fischdampfer, die am 17. Tezember in der Nordsee die von dem deutschen Schoner Barbara Hendrika" gegebenen Notsignale unbeachtet ließen und, nachdem die Mannschaft des Schoners von einem schwedischen Tampser geborgen war, das Wrak der ,Bar­bara Hendrika" als gute Beute nach Leith brachten. In der Ferdinandstraße stürzte ein Teil eines Neubaues ein. Tie Arbeiter hatten den Bau bereits verlassem Nach Ein­tressen der Feuerwehr erfolgte noch ein werterer Einsturz, doch konnten sich die Feuertvehrleute leicht retten.

London, 14. Jan.Daily Mall" meldet aus Tanger: Der Sultan und der Prätendent konzentrieren ihre Truppen im Hinblick aus den bevorstehenden Erttscheidungs- kampf. Tie u.tzien Nachrichten melden, daß die Lage in Fez sich verschlimmert habe. Der Zusammenstoß beider Heere wird wahrscheinlich 18 Kilometer vor der Stadt stattsinden. Wie toeiter aus Tanger gemeldet wird, ist bte letzte Post aus Fez nicht eingetrosfen.

Liverpool, 14. Jan. Tie Reeoer ziveier Dampfer, die vor der Erklärung der Blockade nach Venezuela ab- gegangen waren, konnten ihre Waren in Venezuela nicht landen, sondern mußten diese in Euracoo abladen. Andere Waren, welche für Venezuela bestimmt waren und deren Wert zirka 100 000 Tollar beträgt, erwarten in Livervool das Aushvren der Blockade. Ta Venezuela hohe Zölle eryebt, erwächst der venezolanischen Regierung hierdurch großer Schaden.

Barcelona, 14. Jan. Der Anarchist Jercoty ist gestern von Bord des DampfersHelvetia" ent­flohen. Er sprang über Bord und schwamm an Land, hielt sich dort eine zeitlang verborgen und fuhr dann nach Marseille. Tas Endziel seiner Reife ist London.

Wien, 14. Jan. Obwohl Graf und Gräfin Lonyay energftfch die Gerüchte von ihrer beabsichtigten Ehescheidung deme.illerten, ist man hier der Ansicht, daß Graf Lonyay tatsä .-lich seine Gattin verließ, jedoch zurückkehrte, nachdem diese ihm bezüglich des weiteren Zusammenlebens weit- geh ube Zugeständnisse gemacht hatte. Nach einer weiteren M^.vung soll es feststehende Tatsache sein, daß Gräfin Lonyay mit ihrem Einkommen ausreicht und daß sie es schwer empfindet, daß Graf Lonyal) große Ansprüche diiran erhebt. Andererseits sollen die Mißhelligkeiten auch ir. folge Eifersucht sellens der Gräfin zutage getreten sein.

Wien, 14. Jan. In hiesigen unterrichteten Kreise« wird neuerdings versichert, daß eine gütliche Bei^ legung der Aff äre der Kron Prinzess tn bevoi> steht. Tie Kronprinzessin werde im Schlosse des Grasen Thun in Tetschen Wohnung nehmen und dadurch in stetigem Kontakt mit ihren Kindern bleiben.

Wien, 14. Jan. Aus allen Landestellen der östreichisch.ungarischen Monarchie werden starke Sch ne e-, fälle und großer Frost gemeldet.

Budapest, 14. Jan. Prinz Friedrich Liech­tenstein, der einer Jagd bei seinem Schwiegervater^ dem Grafen Gponyi beiwohnte, hatte das Unglück einem Förster b e i d e Au g e n a u s z u s ch ie ß e n. ES ist keine Hoffnung vorhanden, den Forster am Leben zu erhalten.

Sofia, 13. Jan. TieAgence Bulgare^ bezeichnet die von einzelnen Blättern gebrachte Meldung, daß in der Umgebung von Ruslschuk mehrere Türken von Bulgaren getötet worden seien, als falsch und stellt fest, daß seit September v. I. im Distrikte von Ruslschuk nur zwei an Türken verübte Morde und eine Verwundung vorgekommen sind, und zwar unter Umständen, die jedes polllischen Cha^ ratter5 entbehren.

Peter sburg , 14. Jan. Tas Z ar enpaar siedelte heute mit den Großfürstinnen von Zarskoje Selo nach dem Winterpalais über, um bis zum Beginn der Fasten in Petersburg zu verweilen.

Tanger, 13. Jan. Ein Kampf zwischen den ®e* wohnern von zwei Törfern in der Nähe von Tanger ber-i ursachte hier einige Erregung. Ter infolge von Viehi cäubereien entbrannte Streu war bedeutungslos und richtete sich nicht gegen die Europäer. Man wartet gespannt auf Nachrichten aus Fe^, da angenommen wird, ein Zusammen-i stoß zwischen den Truppen des Sultans und den tiufi stündlichen habe bereits slattgefunoen. Vom Schatzamte wurden gestern 000 Dollars Bargeld nach Fez gesandt.

Tanger, 13. Jan. Ter Kampf vor den Toren von Tanger dauert fort Es sind bereits mehrere Tote und Verivundete zu verzeichnen. Der Pascha entsendet Emissäre, um die Bevölkerung zu beruhigen. Tie Juden verstecken sich.

Caracas, 13. Jan. Ein englisches Segelboot mit Kohlen für die venezolanisa^ell Eisenbahnen aus Cardiff unterwegs, ist von dem englischen KreuzerTribüne" vor La Guayra beschlagnahmt worden. Der Kapitän erhielt für seine Person die Erlaubnis, zu landen unö sich wegen der weiteren Landung zu verständigen.

Europano ^Venezuela), 13. Jan. Der englische Kreuzer, welcher hier die Blockade aufrecht erhält, be­mächtigte sich sämtlicher hier im Hasen liegender Fahr­zeuge. Die venezolanische Regierung hat die wohlhabenden Einwohner zusanirnenberufen, um ihnen mitzuteilen, daß die Regierung die Summe von 250 000 Bolivares gebrauche. Die Summe ist der Regierung von den Einwohnern vor- gestreckt worden.

Telephonischer Kursbericht

jfcraukiurt m. Jl., 14. Januar liWÜ

3*/a% Reichßanleihe . . 102.65 8-i/0 do. . . . 91.60 8*/t% Konbole «... 102.65 ö«/0 do.....91.70

3*/8% Hessen .... 101.25 3% Oberhessen . . .. 4-6 Oesterr. Goldrente . . 108.35

4/,M Oesterr. bilberrente 101.25 4-6 Ungar. Uoldrente. . . 101.50

4<Vv Italien. Reute , . . 108.50 4V956 Portugiesen . . , 50. >0/ Portugiesen. .... 81.25 1% C. Türken . ... 29 75 Türkenlose..... 126.20

4% Griech. Monopol -Anl. 44.90 41', % äussere Argtmtiner.

3u/o Mexikaner .... 25.10 4,/a /(j Chinesen . . . . 91.90 Electric. boLackert . . , 79.30 Nordd. Lloyd . , . . 94.75

Kreditaktien ..... 217.50 Diskonto-Kommandlt. . . 194. Darmstädter Bank . . . 186.40 Dresdener Bank .... 147.30 Ber Lner Handelsges, . . 160.80 Oesterr. StaaUbahn . . . 149.20 Lombarden ..... 15.90 Gotthardbaha.....180.50

LaurahQtte ...... 219.90 Bochum.......184B0

Uarpener......176.75

Tendenz; fet.

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Darmstädter Möbelfabrik (160 Zirnin.-EiiirichL), Preisll grat. 291

Ilione Inocotaue wüMm-L'ÄL i

Bekarrntmächrrng.

In das Handelsregister wurde heute eingetragen:

1. Die FirmaLouis Stern" zu Gießen; Inhaber Kauf­mann Louis Stern zu Gießen. Angegebener Geschäfts­zweig: Manufakturwaren und Nähmaschinenhandlung.

2. Die FirmaHeinrich A. Junker" zu Gießen; Inhaber Kaufmann Heinrich Junker daselbst;

3. Die FirmaAdalbert Bindewald" zu Gießen ist geändert inHugo Wagner" daselbst.

4. Bezüglich der FirmaGail'sche Dampfziegelei und Ton^ warenfabrck Wm. Gail" zu Gießen: Dem Ingenieur Raimund Wagenschein, Kaufmann Carl Wenzel und Kaufmann Hermann Petri, sämtlich zu Gießen ist Gesamt- prokuca mit der Maßgabe erteilt, daß zwei der genannten Personen befugt sind, die Firma zu zeichnen.

5. Bezüglich der FirmaI. Kann Söhne" zu Gießen: Ge­schäft ist mit Firma auf den seitherigen Teilhaber Moritz Kann allein übergegangen.

Gießen, den 8. Januar 1903. 510

Großherzogliches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

In das Handelsregister, Abt. A, wurde heute eingetragen die FirmaTurnzeitung für den Gau Hessen, Druck und Verlag von Max Albin Klein" zu Gießen; Inhaber Buch- druckercibesitzer Max Albin Klein daselbst.

Gießen, den 10. Januar 1903. 509

Gros Herzog! icbes Amtsgericht.

Bekanntmachung.

In das hiesige Genossenschaftsregifler wurde heute be­züglich desLandw. Konsumvereins Steinbach e. G. m. u. H." eingetragen: Der Rechner ist nicht mehr Mitglied des Vorstandes, sondern ein Kontrolleur; hierzu ist bestellt der seitherige Rechner Johannes Balser V. zu Steinbach.

Gießen, den 9. Januar 1903. 608

Großherzoglichcs Amtsgericht._____________

MMiWMsiireiiM

J<rc. Persyn

empfiehlt täflhd) frischen 614

KM, (Mit WkiWW " Ä

auch bei den Alilchfahrernbekommen.