Grundstücke dann zur Versteigerung bracht« und sie in Höhe seiner Fordernng erw-arb, um sie dann mit hohem Gewinn weiter zu verkaufen, sich davei die Notlage und Unwissenheit ferner Mtkoutrahenten zu nutze rnockMud. Wegen verschiedener solcher Fälle hat jrch der Angeklagte zu verantworten.
1. Ter Angeklagte hatte eine Forderung gegen die Witwe Marie T. von Bergheim, einer wegen häusiger Truneknheit unter Wirtschaftssperre stehende Person. Er klagte die Forderung aus und brackM das Grundgelände zur Zwangsversteigerung. Att jedoch zur Versteigerung viele Liebhaber erschienen und begründete Aussicht auf einen ziemlich hohen Erlös bestand, zog er seinen Aus- steckungsantrag zurück. Er wußte fehle Schuldnerin bald dahin zu bringen, daß chm diese sämtliche Liegenschaften für etwa 900 Mark verkaufte. Auf die Warnung des Bürgermeisters hatte die Schuldnerin nur die Worte: „Der Z. sorgt für mich" Nunmehr verkaufte der Angeklagte die Liegenschaften an die Tochter der Witwe T., von der ,cr wußte, daß sie eine geringe Einlage ersparten Diensb lohnes bei dem Vorschußvereine hatte, und deren 16 jähr, vermögenslosen Verlobten für 1600 Mark. Dabei wurde der Witwe T. das Einsitzrecht in der Hofratte ausgehalten, jedoch mit dem Zusatz, — und dies kennzeichnet die Planmäßigkeit, Schläue und Rücksichtslosigkeit des Angeklagten — daß dieses Einsitzrecht in Wegfall konwien müsse, wenn das Objekt wieder zwangsweise verkauft werde. Und dabei wußte der Angeklagte ganz genau, daß die beiden Käufer, die in ärmlichen Verhältnissen lebten und ohne Vermögen waren, nie und nimmer in der Lage sein würden, den Kaufpreis zu entrichten. Kurz darauf wurden die Liegenschaften auf Antrag des Angeklagten aufgesteckt und von ihm selbst bei der Versteigerung erworben. Die Spar- Pfennige der Tochter L-, welche dieselbe bei dem Vorschuß- verein angelegt hatte, steckte der Angeklagte ein, während er im Februar 1903 die Grundstücke für 1650 Mark an den Michael I. verkaufte. Die Witwe T. aber war obdachlos und siel der Gemeinde zur Last.
2) Km Jahre 1901 geriet der Landwirt Heinrich, K. von Effolderbach in Konkurs und seine Grunvsrücke wurden Nvangsweise versteigert, darunter auch die Hofraite, in welcher der Vater der Frau seinen Einsitz hatte. Der Angeklagte erwarb die Hofraite für 3300 Mark und verkaufte sie alsbald wieder an die minderjährigen Kinder für 4500 Mark. Die Familie mußte die Hofraite um jeden Preis erwerben, da sie sonst aus die Gasse gesetzt worden wäre und eine andere Wohnung im Torfe nicht zu haben war. Erft aus Intervention des Vormundschaftsgerichts ermäßigte der Angeklagte die Kaussunrme um 800 Mark.
3. Geradezu schärrdlich handelte der Angeklagte an den Wilhelm M Eheleuten von Bobenhausen. Er hatte in Gckcrrtsborn Liegenschaften für 3000 Mark gesteigert. Hiervon verkaufte er Wiesen für 250 Mark an einen gewissen V. Die übrigen Grundstücke und die Hoftaite schwätzte er den Wilhelm M. Eheleuten, beschräntten, unerfahrenen und nahezu vermögenslosen Leuten für die Sumrne von 2800 Mark auf, obwohl dieselben gar kein Interesse daran chatten, in einem anderen Dorfe eine Hofratte zu besitzen. Kaufbedinaungen waren u. a. eine Anzahlung von 600 Mark und Verzinsung des ResttaufsckMlings. Der Angeklagte wußte nämlich, daß die Käufer etwa 600 Mark, ihr einziges Vermögen, bei dem Vorschußverein stehen hatten. 500 Mark hatte die Eheftau in jahrelanger Ar bett als Dienstmagd erspart, etwa 100 Mark hatten die Ehe- !gatten gemeinschaftlich errungen. Bald sahen die Käufer ein, daß sie nicht im stände seien, die Zinsen zu zahlen !und die Hoftatte zu hatten. Sie baten den Angeklagten flehentlich, er möge doch den Kauf rückgängig machen Letzterer erklärte sich schließttch dazu bereich aber nur ^unler der Bedingung, daß die Eheleute M an chn 600 Mark Reugeld zahlten. Nach langem Hin- und Herreden .einigte man sich auf 500 Mk. und verloren die Eheleute M. auf diese Weise fast ihr ganzes Vermögen. Der Angeklagte aber vertauschte oie Hoftatte gegen eine andere Nnd verkaufte dann die eingetauschte, wobei er nochmals 5400 Mark erlöste.
Ferner wird der Angeklagte noch des Betruges beschuldigt. Er hatte wegen einer chm zustehenden Forderung von 200 Mk. dem Louis K. zu Eckartsborn die Ernte von zwei Grundstücken, sowie drei Hühner und fünf Ganse pfänden lassen. Als Hühner und Gänse versteigert werden sollten, begab sich die Schwiegermutter F. des Schuldners zu dem Angeklagten, um ihn um Frist zu bitten. Der Angeklagte erklärte sich bereit, nahm sie mtt in sein Haus, um einen Zettel zu schreiben, der den Gerichtsvollzieher von der Jristbewilligung in Kenntnis setzen sollte. Der Angeklagte sehr ich noch einen Zettel, nahm dann einen zwetten und forderte die F. auf, ihren Namen auf diesen zu setzen. Letztere erklärte, „für die Hühner und Gänse wolle sie unterschreiben, das andere ginge sie nichts mt". Lesen konnte die alte Frau nicht, da sie ihre Brttle nicht bei sich hatte. In Wirklichkeit hatte sie eine Bürgfchastsurkunde in Ansehung der ganzen Forderung unterschrieben. Der Angeklagte erllärte, er habe der Zeugin ja seine eigene Brttle geliehen, was diese aber Mit vollster Bestimmtheit als chnwahr bezeichnet. --
Die Vertechigung suchte insbesondere nachzuweisen, daß fein ausfälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung nicht bestehe, während die Staatsanwaltschaft besonderes Gewicht auf den Eindruck legte, den die Personen machten, mtt denen der Angeklagte seine Geschäfte gemacht habe. Es seien alle beschränkte, unerfahrene und junge Leute, die durchweg in ärmlichen Verhältnissen lebten.
Das Urtett geht dahin, daß der Angeklagte wegen gewerbsmäßig betriebenen Wuchers im Sttrue des § 302 c Str.-Ä-B und weg^n Betrugs schuldig gesprochen wird und dieserhalb zu einer Gesamtgefäng- nisstrafe von elf Monaten, auf welche ein Monat der erlittenen Untersuchungshast aufgerechnet wird, sowie .zu einer Geldstrafe von 1000Mark verurteilt. Ferner werden die bürgerlichen Ehrenrechte dem Angeklagten auf die Dauer von fünf Jahren aberkannt, auch die Kosten des Verfahrens zur Last gesetzt.
Der Prozeß wegen Kmdesunterjchlevung gegen die Gräfin KrvilecLr.
XIII. /
Berlin, 12. November.
Bei Beginn der Sitzung legt der Staatsanwalt Verwahrung gegen die gestrigen einseitigen Mitteilungen der Blätter über den Befund der Aehnlichteitskommis- s i o n ein, in denen das für die Gräfin Ungunst i g e weggelassen sei. Auch der Vorsitzende warnt die Geschworenen vor Beeinflussung von außerhalb. Darau : wird in der Verhandlung fortgefahren. Der Schreibsach- /verständiae Rechnunqsrat Junge ettlärt die Identität der
Handschrift des Krakauer Meldezettels mit dem von der verstorbenen Andruszewska geschriebenen Brief für höchst wahrscheinlich. Aehnllch äußerst sich der Schreibsachverständige Arzt Meyer.
Dr. Brueckner Professor der slaw. Sprachen an der Universität, gibt zu, daß zum Mädchennamen der Andruszewska von Thomaszewski ein Wappen der „Boncza" gehöre, bezeichnet es jedoch als unzulässig, sich danach Boncz- kowska nennen zu dürfen; das wäre, als ob Jemand, der ein Roß-Wappen führe, sich Roser nennen! Baumeister Mankiewiez - Warschau fügt seiner wenig günstigen Kennzeichnung Hechelskis hinzu: Dieser sagte im Korridor des Gerichtsgebäudes zu ihm: Wenn Sie Ungünstiges über mich aussagen, packe ich auch über Sie aus. Hechel ski muß die Aeußerung zugeben. Propst I a s k u l L k i bezeichnet die Knoska und Chiwatkowska als ehrliche, arbeitsame Frauen.
Probst He n n i g aus Zirke bestätigt, daß ihm die OssowLka gelegentlich einmal Mitteilung über eine früher von ihr ausgeführte Kindesunterschiebung gemacht und dabei gesagt habe: so etwas mache sich sehr leicht.
Nachdem noch mehrere Zeugen bekunden, daß die Angeklagte Ossowska seinerzeit davon gesprochen, daß sie auss Schloß gehe, um die Gräfin zu massieren (die Ossowska bestreitet dies), wird die Verhandlung auf morgen vertagt.
Vermischtes. '
* Dortmund, 11. Nov. Im Bochumer Schnellzuge erschoß sich ein Bergbau-Beamter.
"Barmen, 11. Nov. In Hiddingshausen ereignete ich ein schwerer Iagdunfall. Drei Jäger, welche einen Hasen schießen wollten, trafen statt dessen einen 14jäh eigen Knaben deratt, daß er sofort starb.
• Bochum, 11. Nov. Der „Wests. Volksztg." zufolge wurden auf der Zeche »Prinz Preußen" zwei Bergleute oerschüttett Emer war sofort tot, der andere wurde so schwer verletzt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird.
" Göttingen, 11. Nov. In Holzerode rettete ein neunjähriger Knabe ein Kind vor einem durchgegangenen Fuhrwerke. Er selbst wurde überfahren und getötet.
" Liegnih, 11. Nov. Der Militärm usiker Musikdirektor Goldschmidt ist, 81 Jahre alt, gestorben. Goldschmidt wurde nach 55jährigcr militärischer Dienstzeit 1898 bei seinem Ausscheiden aus dem Militär zum Leutnant befördertt
* Kattowitz, 11. Nov. Amtlich wird bekannt gegeben : Gestern Abend stieß ein elektrischer Kleinbahn- zu g mit einem Grubenzug bei einer Kreuzung der Grubenbahn Schumberg-Beuthener Chaussee zusammen. 3 Kohlenwagen entgleisten, ein Kohlenwagen stürzte um. Der Führer des Motorwagens wurde verletzt.
" Posen, 12. Noo. Der Generalagent, Güteroermittler und Verleger des polnischen Blattes „Praca", Martin Biedermann, wurde gestern abend verhaftet, weil er dringend verdächtig ist, einen Gefangenaufseher in Wronke, wo der frühere Redakteur der ,Praca", RadowSki, eine Gefängnisstrafe verbüßte, bestochen zu haben, um den Verkehr Rakowskis mit Biedermann zu vermitteln. Dieser Ge- angenaufseher in Wronke ist bereits verhastet worden und hat den Tatbestand zugegeben.
* Tübingen, 12. Nov. Heute ftüh wurden die beiden Raubmörder Georg Hespeler und Wilhelm Nepple hin- gerichtet, die seinerzett den Pionier Krauß beraubt und ermordet hatten.
• London, 11. Nov. „Für Geld kann man Affen tanzen sehen", lautet ein altes Sprichwort. Alles aber ist für Geld möglich im Lande des Dollars. Hat da, wie mir der »Daily Mall" entnehmen, ein millionenreicher Bergwerksbesitzer im Westen Amerikas vor 5 Jahren bei den Arbeiten im Bergwerk sein rechtes Ohr verloren. Du hörst auch mit dem einem Ohre noch genug, dachte der Pankee, ließ sich langes Haar wachsen, um den Schönheitsfehler zu verdecken, und machte sich weiter keinen Kummer. Jetzt aber hat die Liebe die hatte Brust gerührt, der Millionär zappelt in den Schlingen einer smarten Amerikanerin. Und o weh! Jedes Mal, wenn chm die Pankeedame den Lockenkopf streichelt, schieben sich die langen Haare zurück, und ein häßliches Fleck wird sichtbar. Die zum Kuß gespitzten Lchpen zucken wie entsetzt zurück. Darum koste es, was es wolle, em Ohr her! Der New-Uorker Arzt des einohrigen Brätigams Dr. Nelden, sucht deshalb auf dem nicht mehr ungewöhnlichen Wege der Zeitungsannonce ein Ohr und bietet dafür 5000 Doll. Es haben sich schon Tausende von Menschen gemeldet, die bereit sind, dem Dankee ihr rechtes Ohr zu überlassen, und sie beginnen berells sich im Preise zu unterbieten. Auch aus England, wohin das Ausschreiben des Arztes per Kabel übermittelt worden war, haben sich Leute gemeldet, die ein Ohr für den amerikanischen Millionär übrig haben. Unter Andern bietet eine Lady ihr rechtes Ohr mit dem Bemerken an, es sei etwas über 21/2 Zoll lang und habe eine dicke fleischige Muschel, die niemals durchbohtt worden sei. Dies Oehrchen würden mir den Mann mit dem überflüssigen Dollars empfehlen.
London, 11. Nov. Die englischen Dampfer „Medusa" und „Medea" haben eine Wettfahrt von Gibraltar nach Plymuth unternommen. Beide Schiffe verließen Gibraltar am 6. d. M Nach, dreitägiger Fahrt langte die „Medea" mit drei Minuten Vorsprung in Plymouth an. Die Fahrt sollte namentlich die Leistungsfähigkeit der Kessel erproben.
* Brüssel, 12. Nov. In einem Expreßzug wurde gestern abend ein 20jähriges Mädchen von einem Reisenden eingeschläfert und vergewaltigt. Der Atten- tctter ist geflüchtet.
" Paris, 11. Nov. In den Wandelgängen des Justizpalastes kam es gestern zu einem Renkontre zwischen zwei Anwälten, welche sich ohrfeigten. Sie sandten hieraus einander die Zeugen.
* Paris, 11. Nov. Die ehemalige Kronprinzessin von Sachsen nennt sich nicht mehr Gräfin Montignoso, sondern Luise von Baaswyl. Sie will Schloß Ronno verlassen und sich am Sonntag nach Basel begeben, wo sie künftig ihr Domizil nehmen wird.
• Fiume, 11. Nov» Der Dampfer „Nehaj^ stieß gestern abend bei San Marco mit dem Segelschiffe „Ubmena* zusammen, das letztere wurde in den Grund gebohrt und sank sofort; die Mannschaft konnte gerettet werden.
" Cilly, 12. Nov. Der Nachts von Triest abgelafiene Schnellzug ist bei der Station Store mit einem Wiener Postzug zusammengestoßen. Die Zugführer sowie zwei Passagiere des Schnellzuges sind leicht verletzt.
" Wien 12. Nov. Im Postamt von Gastein gab ein wegen Unregelmäßigkeiten vorn Amte suspendierter Hülfsbeamter auf den Vorsteher sowie auf einen Beamten mehrere Revolverschüsse ab und schoß sich darauf selbst eine Kugel in den Kopf. Der Postvorsteher erhielt eine Wunde am Kopf; der Attentäter selbst ist schwer verletzt.
* Petersburg, 12. Nov. In der Nacht vorn 10. zum 11. d. M. fand in dem Postwagen eines zwischen Petersburg und Moskau verkehrenden Postzuges ein Brand statt, wobei nach umlaufenden Gerüchten Wertgegenstände im Betrage von 7 Millionen Rubel verbrannt sind. Hierzu teilt die Oberverwaltung der Posten und Telegraphen mit, daß das Feuer durch Selbstentzündung des Inhaltes einiger aus dem Auslande stammender Sendungen entstanden sei. Vernichtet wurden 437 internationale Pallete, 11 Säcke, darunter zwei mit Zeitungen, neun mit Korrespondenzen, drei Ballen mit Palleten, einer mit Zeitungen, dreizehn Posttaschen, deren Inhalt, Wertpapiere und Kreditbillets, größtenteils unversehrt blieb. Das Feuer beschädigte fünfzig Posttaschen; der Inhalt derselben ist unbeschädigt Zweiundsünfzig Posttaschen und 28 Säcke sind verbrannt.
* Moskau, 11. Nov. Der sibirische Expreßzu- Nr. 18 stieß zwischen den Stationen Muchanow und Cserkassy mit einem Lastzug zusammen. Beide Lokomotiven, mehrere Personenwagen, ein Salon- und der Küchenwagen, sowie mehrere Lastwagen wurden zertrümmert Vier Personen wurden tötlich verletzt, mehrere leicht verwundet.
* Rio de Janeiro, 10. Nov. In der vergangenen Woche sind 23 Personen an der Pest gestorben; ferner sind 66 neue Erkrankungen vorgekommen, 130 Kranke sind in Behandlung.
Kunst und Wisscnschuü.
— Kapellmeister Karl Wolfram vom Stadttheatn. in Frankfurt a. M. ist auf eine Reihe von Jahren als erster Dirigent für die vereinigten Stadttheater Dortmund-Essen verpflichtet worden.
— Hans Buff-Gießen, der langjährige erste lyrische Tenor der Dresdner Hofoper, hat, wie wir bereits mitteilten, infolge von Differenzen materieller Natur den Verbaiid der Dresdner Hosoper verlassen und steht zur Zeit in Verhandlung mit dem Generalintendanten v. Hülsen betreffs eines Engagements am Kgl. Hostheaier in Wiesbaden, wo er bereite dieser Tage mit glänzendem Erfolge gastiert hat.
UnivLijttüts-Uuüji lüften.
— Man meldet aus D a r m st a d t: Dem Archllekten Dr. I. Hülsen in Frankfurt a. M wurde die venia legendi für Baugeschichte und Geschichte und Theorie des Ornaments an der Technischen Hochschule hier erteilt — Aus Würzburg wird geschrieben: Die philosophische Fakultät der hiesigen Universität hat eine neue, strengere Promotions-Ordnung erlassen. Danach kann ein Thema für eine Doktor-Dissertation an solche Kandidaten, die das Reifezeugnis einer höheren neunklassigen Lehranstalt nicht besitzen, nur dann erteilt werden, wenn sie vorher eine Prüfung in ihrem Hauptsache mit der Note „sehr gut" bestanden haben.
London, 12. Nov. Tie Royal Society verlieh oem Professor Hittorf-Münster i. W. die Hughesmedaille für die Untersuchung der Erschemungen, welche bei elektrischen Entladungen in Gasen und Flüssigkeiten zu Tage treten.
Gerilylsiaal.
Leipzig, 12. Nov. Das Reichsgericht hat heute das Urteil des Lcurdgerichtes Eisenach vom 1. Mai d. I. aufgehoben, durch welches der dottige erste Bürgermeister Dr. v. F e w s o n wegen Vergehens im Amte zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt wordeir war. Das Reichsgericht verwies die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht Weimar.
Mannheim, 12. Nov. (Böhm-Prozeß.) Im vierten und letzten Prozeß dauerte die Verhandlung, eme kurze Mittagspause abgerechnet, dis heute abend kurz nach 6 Uhr. Der erste Staatsanwalt beantragte, sämtliche Angeklagten mit emer angemessenen Geldstrafe zu belegen. Die Urteilsverkündung erfolgt morgen.
Meteorologische Beotrachtuugen
-er Station Gießen.
Wetter
November
1903.
-Z?
12.
12.
13.
2 « 9’6
26
754,8
753,9
752,2
5,9 6,2
5,9 6,9
8,5 8,1
90
99
98
'S.
8.
SW.
Bed. Himmel Regen Bed. Himmet
Höchste Temperatur am 11. bis 12. November 4- 6,4 ÜC»
Niedrigste „ , 11» v 12. * 4- 3,3 u0.
Keinen Hund mag man hinaus schicken
bei dieser Winterkälte, die Menschen aber und selbst die Kin- k der müssen erbarmungslos hinaus. Aber da man schon nicht >8 zu Hause sitzen famt, so sollte man sich wenigstens gegen . Ettättungen der Atmungsorgane und gegen die böse Juflu- enza schützen, indem man stets Fay's ächte Sodener Miue- ralpastiUeu bei sich trägt und ab und zu eine Pastille . nimmt, während man Wind und Wetter ausgesetzt ist. Das
beugt vor und nützt selbst in schweren Fällen, wenn man bereits erkältet ist. Die Schachtel, die mir 85 Pfg. kostet, reicht aus ein paar Tage und ist überall erhältlich'
IZE\A
ist uneiuveyrlich ate oiiiöenmtel für Suppen und Saucen und unübertrefflich zur Verfeinerung von allen Kuchen und Ballwerk. Dasselbe ist überall nur in den mit der Schutzmarke und dem Nainen des ursprünglichen Fabrikanten Durigea versehenen gelben Pakete» zu haben mid hi'tte man sich vor minderwertigen Nachahmungen.


