Nr. LK7 Zweites Vlatt. 153. Jahrgang Freitag 13. NovemberlNOK
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•§" Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen MGZ
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Ale heutige Yuwmer umfaßt 10 Seiten.
I man sichs gebucht hatte. Lebensweg liege klar vor i
Parlamentarisches aus Hessen.
R. D. Darmstadt, 12. Nov. Ter neue Voranschlag für den Haushalts-
jetzes über die ärztlichen Bezirksvereine an. Außerdem geht dem Landtage eine Denkschrift über das Resultat der Erwägungen der Regierung hinsichtlich der im vergangenen Landtage sowie auch sonst ausgesprochenen Wünsche nach A ende-
. Man bildet sich oft ein, der l uns. Wir brauchten nur zu wollen,
DoUtifche Äagesschau.
Der sächsische Landtag
wurde am Donnerstag in Dresden mit einer Thronrede eröffnet, in der der König zunächst auf den Verlust hin- weist, der ihn und das Volk durch den Heimgang des unvergeßlichen Königs Albert betroffen habe. Mit freudiger Genugtuung habe es ihn erfüllt, daß es seiner Armee vergönnt gewesen sei, bei den Manöver» die Anerkennung des Kaisers zu erwerben. Sodann spricht der König seine lebhafte Befriedigung darüber aus, daß im Wirschaftsleben sich die Anzeichen mehren, daß wenigstens auf den Gebieten des Handels und zahlreicher Industriezweige die schwersten Zeiten des Druckes als überwunden gelten könnten. Es werde nach wie vor das ernsteste Bestreben der Regierung sein, das Gedeihen der Landwirtschaft sow'e die Erhaltung eines wohlgeordneten innerlich gefestigtenZu stand eß derLan des f in anzen zu fördern. Im Staatshaushalte der nächsten beiden Jahre habe auch eine Besserung der Verhältnisse bei den Eisenbahneinnahmen in Anschlag gebracht werden können. Im Vergleiche mit dem Etat der Vorperiodo zeige der diesmalige Haushaltungsplan eine Wendung zum Besseren, aber der Wunsch, eine erhöhte Schuldentilgung eintreten zu lassen, muffe vorläufig noch unerfüllt bleiben. In allen Zweigen der Staatsverwaltung und der Staatsbetriebe bedürfe es einer verständigen wirtschaftlichen Sparsamkeit sowie einer Zurückhaltung in der Uedernahme neuer Ausgaben auf die start angespannten Mittel des Landes. Da die Hüttenerträg- nisse fortwährend sänken, müffe die völlige Einstellung des fiskalischen Erzbergbaues binnen kurzer Frist ins Auge gefaßt werden. Die Thronrede weist sodann auf den längst unhaltbaren, der Reform dringend bedürftigen Zu st and der finanziellen Beziehungen zwischen dem Reich und den Bundesstaaten hin. DaS Ergebnis der neuerdings zwischen den Organen des Reichs und Vertretern der Regierungen der verbündeten Staaten, darunter Sachsens, gepflogenen Verhandlungen berechtige zu der Erwartung, daß in absehbarer Zeit dem jetzigen Zustande ein Ziel gesetzt werde. An Vorlagen kündigt die
Markierung. Leiter hing keine brennende Laterne davet. Aber ich kann trotze der Dunkelheit noch das Wort Hohen- rodslops. entziffern. Darunter war ein Pfeil gezeichnet, leider mit so vielen Schnörkeln daran, daß bei Nachtzeit wenigstens die Pjeilrichtung nicht deutlich zu erkennen war. Deutete ich diese richtig, so waren wir auf dem Wege zum Hohenrad stopf, aber da wollten wir doch gar nicht hin! Ein Stück weiter leuchtete wieder ein weiß-geftrichener Pfahl, der zwei Tafeln trug, auf denen vielerlei zu lesen stand. Vergeblich strenge ich meine Augen an. Ich versuche auch die große Blechtafel abzunehmen, um besser lesen zu können — sie war aber zu gut festgenagelt. Der ganze Pfahl lag halb um, wahrscheinlich durch ein Fuhrwerk angefahren. Wir versuchen, die Tafel mit brennenden Streichhölzern zu beleuchten. Auch das ist umsonst, nur blitzartig erhellt sich die Tafel, der neidische, rauhe Nachtwind Erlöscht das Flämmchen im Entstehen. Mein Begleiter behauptete trotz allem, wir wären zwar nicht mehr aus dem richtigen Wege, aber wir hätten immer noch die Richtung aus Ulrichstein. Wenn das richtig ist, erwidere ich, dann nur zu, irgendwo muß sich doch der verwünschte Wald einmal ösfnen. Wir wandern und wandern, ein Buchenhochwald nimmt uns auf, unter meinen Füßen kracht das dürre Fallholz. Das ist fein Weg mehr, sage ich, und ruje dem Vorauseilenden zu, wir sind vom Wege abgekommen, wir laufen mitten im Walde herum. Er antwortet mir ans dem tiefen Dunkel, ich stehe vor einem Hindernis, einer Wegsperre! Ich finde mich zu ihm, taste an dem Hindernis entlang und finde am Ende den aus der Erde gehobenen Wurzclsdock einer überschlanken jungen Buche, die etwa einen Meter hoch fast horinzontal über dem Waldboden hing. Wir umgingen das Hindernis, aber nur, um in das Geäst einer vom letzten Sturm zu Fall gebrachten starken Buche zu geraten. In diesem Augenblick schwebt etwas Tunttes jchanenhajt über unseren Kopsen, ein paar glühende Augen sehen aus uns herab und ein schauerlich durch den dunkeln Wald klingendes hn-hn-huh verrät uns den Nachtvogel, den großen Waldkauz. Meine Nerven sind noch jo gut, wie vor langer Zeit, als ich auch in der Nacht im bois de la Garenne nicht über Baumäste, sondern über Leichen stolperte und am Boden liegende Verwundete mir in der Sorge, ich möchte unversehens aus sie treten, ihr oh mon Dien mou Dien entgegenwimmerten
Huer durch den Hohen Aogersoerg.
Original-Artikel des „Gießener Anzeigers".
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Ter scharfe Wind nimmt uns die Worte vom Munde und treibt uns das Wasser in die Augew Dicht vor dem Wirtshause des Hohenradskopses stehend, sehen wir wett hinaus ins Land. Schwere Wolkenzüge verhindern zeitweise die Fernsicht, bricht die Sonne durch so beleuchtet sie ganze Landschaften so hell, daß wir die Türm von Münzenberg ganz klar unterscheid en. Weit zur Lin reu erkennen wir die HöhenZüac des Spessarts in der Gegend ycmau-Alck)aften- burg, der Taunus zeigt sich zuweilen im schönsten L-chte, die Eifenbahnzüge der Piaia-Weser-Bahn verraten sich durch die Hellen Rauchfahnen der Maschinen, der Mnterstem bei Nauheim-Friedberg ist ganz deutlich zu erkennen. Ter ^uns- berg sehlt auf dein Bilde nicht, die Ronneburg erhebt, sich aus dem ausgedehnten Waldgebiet und weit zu unserer Rechten erscheint die Amöneburg im Ohmtale klein und unscheinbar wie ein Maulwurfshaufen.
Kiner aus der Gesellschaft schlaf vor, hinein rn das behaglich, durchwärmte Gastzimmer zu gehen unb Von dort die Aussicht durch die Fenster lveiter zu bewundern. Drrnnen finden wir Gesellschaft, und bei einer Tasse Kvffee, Taften, die so groß sind, daß man drin ertrinken kann, wenn man unversehens hineinjallt, plaudert sichs gut —
Der Abend bricht an. Wir wollen noch über die Over- tvaldstrahe nach Ulrichstein, um dort zu Übernachten. Der Weg ist nicht zu vcrfchlen, vielleicht, hören nnr rot Wend- dunkel noch den Schrei des Brunsrhirfches. Erne Wanderung durch den hcrdftltchen Wald in der Nacht hat für mich immer einen arotzcn Reiz gehabt. In der Abenddämmerung er- reiei>en wir die Oberwaldstrahe, noch sind die häu,ig«n Mar-ierungen des $. H.-K. deutlich zu erkennen Da und dort huschen Rel)e über den Weg, erst rot dickten Wald frören mir sie: unter den sehnigen Läufen kracht das Dürre, modernde Holz, das Sturm, Schnee und Els aus den Kronen der Bäume herunter gebrochen hat und das inei)t uiLaenufe.t den Waldböden düngt. Wir folgen der Martier- uuu unser Weg sührt 11 ad) Westen, in kaum U/2 Stunden Werden wir den gastlichen Darmstädter Hos in tUricyltein ^re ££ Qcljt un Menschenleben manchmal ganz anders, als
V e r s i ch e r u n g s g e s e l l s ch a s t zur Erledigung kommen.
Der Petitionsauss chuß erledigte heute in langer Beratung ebenfalls eine Reihe von Gegenständen. U. a. wurde ein Antrag des Abg. Leun, betr. die Aushebung der Verordnung vom 2. August 1899, über die erhöhten A b - und Zuschreibe gebühren beraten und beschlossen, die Regierung zu ersuchen, diese Verordnung aufzuheben und die früheren Nb- und Zuschreibegebühren wieder ettizusühren. Ab gelehnt wurde noch ein Antrag Wolff, betr. Kulturveränderungen rc., dagegen der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen ein Antrag Korell, betr. die Unterstützung derjenigen G e n 0 s s e n s ch a f te n , die Hengste halten. Ueber den Antrag Schönberger, betr. die Entschädigung für an M a u l - u n 0 ft t a u en s e uche g-efallenes Rindvieh, wurde die Entscheidung ausgesetzt, weil unter den Ausfchußmttgliedern »och keine Einigung zu erzielen war. Endlich wurde noch der bekannte Antrag Ulrich, betr. eine Vertretung der Arbeiter im Ministerium, einstimmig abg e le Hut.
Der Gejetzgebungsausschuß hielt geftem und neute je zwei Sitzungen ab, deren tzauptberatungsgegenstand das von der Regierung vorgelegte Forst- und Feldstrafgesetz bildete. In der Mutigen Vormittagssitzung wurde die Debatte abgebrochen, wett die Staatsminister Dr. Rothe, Ministerialrat Best und Oberregierungsrat Holtzinger zur Besprechung über die Trennung von G u st a 0 s b u r g und G i n s h e i m erschienen. Gestern erklärte sich der Ausschuß in jeiner großen Mehrheit gegen eine einseitige Anschließung von Gustavsburg an Mainz.
bann geht alles nach Wunsch und Willen. Darin plötzlich etwas Unerwartetes, Unvorhergesehenes, unser Herrgott macht einen kleinen Strich durch unsere Rechnung- und wir müssen nach rechts oder links ausbiegen, urid unser Programm ist über den Haufen geworfen. — 9ttrn glaube ich ja nicht, daß unser Herrgott sich um unsere leichtsinnige Wanderung durch den Oberwald zu na-chtschlafender Zeit gekümmert hat — aber trotzdem, unser Drogramm ging in die Bruche. Nichts vorläufig von Abendessen, frischem Trunk und behaglichen Betten in Ulrichstein, es hatte noch lange Zeit bis dahin. N!ein Wanderrameiad, der beiläufig gesaat zirka 25 Jahre jünger ist als ich und sich bis dechin als sehr wege- und ortskundig erwiesen hatte, kam auf den Gedanken, zuzustrecken. Jefi bald, vielleicht 1000 Meter vor uns, sagte er, teilt sich unsere Srraße. Wir müssen die 2lbzweigiuig nach rechts nehmen, dann kommen wir auf die Staatsstraße Lauterbach-Ulrichstein-Mücke und kürzen unseren Weg um 20 Minuten. Er zeichnet mir, stehen bleibend, den Weg auf der Straße mit dem Regenschirm vor, ich folge im Daniel der Nackt den Bewegungen des Negcn- chirmes. Sie befchreiben ungefähr em rechtwinkliges Dreieck. Mr sollen die Katheten vernieiden und der Hypothenuse folgen. Das ist einleuchtend und ich folge meinem Begleiter wie die Herde dem Leithammel, durch dick und dünn im wahren Sinne des Wortes. Unser Weg, die tzypotyenuse, erweist sich ungewöhiltich holperig uiid schmutzig. Wie durch ein Gewölbe, das das überhüngende Laubholz bildet, suchten wir unseren Weg und stolpern aus einem Fahrgeleise ins andere. Warnend ruft mir der voranschi-ettende zu: hier ist eine Pfütze, im näckftten Augenblick höre ich das Platsch, Platsch feiner Schritte und sehe im Steunenlichle dann, wie er krampfhaft die Unaus.prechlichen hochzuziLhen sucht und durch ein ausgedehntes Schlammloch watet. Ich drucke mich seitwärts in den Wald, taste mich durch das dunkle Stangenholz und erreiche den Weg wieder auf der anderen Sette des Aäorastes. Tröstend ruft mir mein Wanderkamerad, der mir 50 Schritte voraus ist, zu: da vorn wiids schon l>ell, da ist die Staatsstiape. Das ftinuuie loieder nicht. Vor uns öffnete sich alleedings das Stangenholz, aber nur, um einer sehr großen Waldblöße Platz zu machen, die vor nicht langer Zeit mit Fichten besetzt war. Da finden mir, Dank fei dem V. H.-K, eine Wege
etat im Jahre 1904/05 ift bereits soweit im Druck fertig» gestellt, dsaß er Anfang nächster Woche zur Verteilung ge- Umgen kann. Zurzett find auch die ständigen Ausschüsse der zweiten Kammer eifrig bei der Arbeit, um Material für die Verhandlungen im Plenum vorzubereiten. Der Zusammentritt der Kammer dürfte im letzten Drittel dieses Monats erfolgen.
Der Jiuanzausschutz war gestern und heute wieder veisammen und beriet eingehend über den Umbau des Hostheaters. Auf Wunsch des Finanzministers Dr. Gnauth wurde jedoch die weitere Verhandlung darüber ausgesetzt, da inzwischen auch seitens der Regierung mtt der Darmstädter Stadtverwattung Erörterungen angeknüpft wurden und es sich empfiehlt, erst dieses Ergebnis abzuwarten. Auch die endgiltige Entscheidung des Ausschusses über den Vertrag zwischen der hessischen und der badischen Regierung inbetrefs des Kondominictts Kürnbach wurde vertagt, um dem Ausschußberichterstatter, Abg. Dr. Gutflei sch, Gelegenheit zur Entgegennahme der Wünsche einer Deputation aus Kürnbach zu geben; die Deputation wird morgen empfangen werden. — Die Beschlußfassung über die Gehaltsaufbesserung der Kr e is str a ß e n- meister und Hochbauaufseher wurde bis zur Beratung des Demnächst zur Vorlage gelangenden neuen Haushaltsetats benagt. Am nächsten Dienstag soll cvls.dann der Vertrag zwischen der Regierung und der Norddeutschen Ha g el- s e l l s ch a f t zur Erledigung kommen, auss chuß erledigte heute in langer
rung des Wahlrechts zur zweiten Kammer zu.
Die Eröffnung fand im Thronsaale des königlichen Residenzschlosses statt. Vorher hatte König Georg die Präsidenten der ersten und der zweiten Kammer der Stände- versammlung verpflichtet.
tzi» Mucherprozetz vor der Stra-Lummer..
** Gießen, 13. Nov.
Vor der hiesigen Strafkammer fand am Dienstag eine Verhandlung statt, welche schon durch die große Zahl der aufgebotenen Zeugen und die Menge der als Beweismittel benannten amtlichen Aktenstücke und Geschäftsbücher, die aus dem Gerichtstische lagen, erkennen ließ, daß es sich um einen Prozeß ungewöhnlicher Art handle.
Angeklagt ist der am 4. April 1841 geborene Handelsmann A. Z. von Ortenberg wegen fogenannten Sachwuchers im Sinne des 8 302 e des R. St. G. B. und wegen Betrugs.
Ter Sachk- oder Geschästswucher ist erst seit dem Jahre 1893 aus sozialpolitischien Gründen als besonderes Vergehen unter Strafe gestellt worden und bildet eine Ergänzung der strafrechtlichen Bestimmungen über den Krediö- wuch-er bei Darlehn und darlehnsähnlichen Geschäften. Das Wesen des Sachwuchers besteht in der gewerblichen oder aewohnheitsmätzig betriebenen Uebervortettmig anderer Personen, unter Ausbeutung ihrer Notlage, ihres Leicht- jinns oder ihrer Verfahrenhett mit Bezug auf alle möglichen Rechtsgeschäfte, bei denen Leistung und Gegenleistung in ausfälligem Mißverhältnis stehen.
Ter Angeklagte betrieb seit Jahren in Ortenberg und Umgegend einen kleinen Hausierhandel mit Manufakturwaren. Aus kleinern Anfang heraus hat er sich ein ansehnliches Vermögen erworben und gilt als reich. Er selbst gibt an, nur ein Vermögen von etwa 20 000 Mark zu besitzen, indessen bekundK ein Zeuge, daß er allein während der Untersuchungshaft 15 000 Mark an Ausständen aus seinen Geschäftsbüchern ausgeschrieben haben soll.
Der Angeklagte hatte nicht nur durch seinen Hausierhandel, sondern auch durch feine langjährige Tätigkeit als Aufsicytsratsmitglied deS Ortenbergec Borschußvereins — „er war ein lebendiges Register desselben", bekundet ein Zeuge — reichlich Gelegeuhett, mit Land und Leuten bekannt zu werden und ihre wirtschafllichen Verhältnisse kennen zu lernen. Sein Hauptaugenmerk hatte er dabei auf gering bemittelte, wenn nicht gar vermögenslose Leute gerickftet, denen er nur zu bereitwillig Kredit gewahrte, um dann, wenn ihm die Zeit gekommen schien, in der unbarmherzigsten, rücklickMosesten und eigennützigsten Weise vorzugehen, mochten auch seine Schuldner wirt- jchastlich dabei zu Grunde gehen. In den letzten Jahren befaßte er sich besonders mtt Gelände-Spekulationen und befolgte dabei die Takttk, daß er Kredtt vis zur Höhe des Immobiliarvermögens feines Schuldners gewährte, die
Heute sprachen sich die Redner fast sämtlich dahin aus, daßIThronrede solche über das Gemeinde-Abgabenwesen» es das beste wäre, wenn sich zunächst die beiden Ortschaften | ferner einen Gesetzentwurf betreffend die Abänderung deS Ge- untereinander verständigten und dann gemeinsam mit Mainz ......- ~ ~ ~ ‘
eine Vereinigung zu erlangen suchten. Einer solchen Losung der Frage würden auch die agrarischen Abgeordneten ihre Zustunmung geben, während sie für einen einseitigen Anschluß von Gustavsburg aus leinen Fall zu haben wären.
Von den Regierungsverttetern wurde erklärt, daß der Regierung die Annahme ihrer jetzigen Vorlage erwünscht wäre, sie aber auch einer anderen Lösung der Frage in dem vorgejchlagenen Sinne ihre Zusrttnmung nicht versagen würde. Der Ausschuß beschloß, die Angelegenheit noch einmal zu vertagen, damit die beiden Ortschaften Ge- legenhett finden, sich, event. über einen gemeinsamen Anschluß an Mainz zu verständigen.


