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13.2.1903 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

153. Jahrgang

Freitag 13. Februar 1903

Die heutige Yummer umfaßt 10 Seiten

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Abg. Stöcker (wild) bezeichnet die Nedeweise des Abg. Wurm als unerhört. Unter den sozialdemokratischen Reichs­tagsabgeordneten seien nur drei wirkliche Arbeiter.

Hieraus wird die Weiterberatung auf morgen 1 Uhr vertagt.

Schluß 6 Uhr 45 Min.

Heer urtt> Flotte.

Neue Militär-Forderungen. In einem Artikel desLok.-Anz." über angebliche militärische Steuerungen war u. a. auch erwähnt worden, daß ein hochangesehener Kaoallerie- General dem Heere mindestens 160 neue Estaorons, d. h. etwa 32 neue Kaoallerie-Stegimenter mit 1718 000 Mann und der gleichen Anzahl von Pferden hmzufügen wolle. Hierzu wird das Blatt von militärischer Seite ermcht, fest- zustellen, daß in letzter Zeit aus der Armee heraus ein Mehrbedarf von 27 neuen Regimentern und 118 Eskadrons als militärisches Mindestbedürfnis nach- gewiesen, nicht aber die sofortige Deckung dieses Mehr­bedarfs von der Regierung verlangt wurde.

Dotilisrhe Tagesschau.

Der Kaufmann im ReichSdiruK.

Man schreibt uns von geschätzter Seite:

Stach der Mitteilung eines Vertreters des Auswärtigen Amts in dec Budgelkommission des Reichstags sollen als Hilfsarbeiter der Konsularämter weitere Sachverständige für Handelsangelegenheiten entsandt werden und zwar nach Chicago, San Francisco, Indien, Südafrika, Rom und Madrid. Es wäre wünschenswert, daß bei der Ver­handlung im Plenum die Regierung um detaillierte Auskunft darüber ersucht würde, welche Herren sie bisher als Sach­verständige für das Ausland berufen hat. Die allgemeine Angabe des Minhlerialdiretiors, daß nach wie vor Kauf- leute, Handelskammersekretäre und Beamte der Gewer.be- aufsicht in Betracht kommen, kann der Oessentlichkeit und namentlich den interessierten kaufmännischen Kreisen nicht genügen. Es giebt geiviß zahlreiche junge Kaufleute, die Steigung und Befähigung für den Dienst bei den Konsular- ämtern besitzen. In deren Interesse ist es, daß sie durch Vermittlung der Presse erfahren, welche Anforderungen die Regierung an die .Kandidaten" stellt, ob Wert gelegt wird aus Durchbildung in Spezialfächern, welche Sprachlenulmsse verlangt werden usw. Es liegt fein Anlaß vor, diese An­gelegenheit unter dem bureaukratischen Gesichtspunkt ober gar vertraulich zu behandeln.

Nr. 37

rltheiet täglich außei 6onmag*.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Gltfoener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegL Rotationsdruck tu Ver­lag bet Brüh l'schen Unioe rs.-Buch- u. Stein» bTuderet lPietlch Erden)

Redaktion, ErvediNo» und Druckerei:

Schul st raße 7.

Hbtefle Mr Depelchenr «nzetger Gietzeu.

FernlprechanlchlußNr 51.

Auslauö.

12. F.br. Repräsentanten kammer. Ministerpräsident Grus Lmet ue Scaeyer bringt einen Gesetz­entwurf ein, nach dem die V e r b r au ch s ft eu e r auf Alkohol von lüü auf 130 Francs pro HeHiter erhöht werden soll. Das Ergebnis dieser Erhöhung soll zur Aus­hebung der Zölle auf ungebrannten Kaffee, zur Er­höhung der Arbeiterpen fronen uno Amortisa­tion der Staatsschuld dienen und außerdem Mittel zum Bau von Ar beiter Häusern gewähren. Der Ministerpräsident bringt ferner einen Gesetzentwurf ein, nach welchem die in Belgien ansässigen fremden Gesellschaften einer Besteuerung unterworfen werden. Er bemerkt hinsicht­lich des ersten von ihm eingebrachten Gesetzentwurfs, daß Belgien das einzige Land sein werde, in welchem Dee und Kaffee nicht besteuert werde. Die sozialistische Linke macht der Regierung den Vorwurf, daß sie einen politischen Staatsstreich ins Werk setze. Der Ministerpräsident erhebt Einspruch gegen die Aeußerung oer Sozialisten, welche von Stänken sprechen. Vandcrvelde (Soz>.) behauptet, die Re­gierung suche in den Taschen der Arbeiter neue Hilfsquellen. Der Gesetzentwurf betrefjenb Besteuerung fremder Gesell­schaften in Belgien sieht eine Abgabe von 20 Proz. auf die in Belgien erzielten Gewinne vor.

Paris, 12. Febr. Senat. In der Fortsetzung der Beratung des Militärgesetzes stellt General Mercier einen Abänderungsantrag, der dem jlricgSminifter die Befugnis geben will, eine Anzahl Soldaten im dritten Jahr unter den Fahnen zu halten für den Fall, daß die Zahl der Kapitulanten nicht auSreichen sollte. Ter Kriegsminister erklärt, daß die Durchführung des Gesetzes über Die zwei­jährige Dienstzeit Frankreich eine tüchtige, allen Bedürfnissen der Landi.s^erieid.gung entsprechende Armee sichere. Drauf wird der Antrag Mercier abgelehnt.

Wien, 12. Febr. Gin vom Kino der Industriellen, dem Lunde österreich.scher Industrieller Oesterreichs einge­setzter Ausschuss uctict tjeuuC über die rius gieichS- oorlagen. Es wurde eine Reftlution angenommen, in der es heißt: Durch ucn uusgteiu) erlange die österreichische Produktion eine allen Schichten der Bevölkerung zugute

KrnezuUa.

Die verbündeten drei M u uj t e find, nach Reuter, darin übereingelommen, daß die Bowen unterbreitetell Proto­koll e z n s a m m e n unterzeichnet werden müßren, so­daß feine Rede davon fei, daß das Protokoll einer Macht früher erledigt werden könne, als das einer anderen. Sämtliche drei Mächte handelten in dieser Angelegenheit in vollständiger Uebereinflimmung. Die Protokolle bestimmen, daß die Frage der Forderungen der drei 'Mächte gesondert von denen anderer Mächte behandelt und dem Haager Schiedsgericht unterbreitet werden soll. Dieser Punkt ist der einzige, welcher dem Haager Schiedsgericht über­wiesen werden soll. Es zeigt die An an, wie Venezuela Den Betrag anweifen kann, der unter die verschiedenen Gläubiger verteilt werden £ann. In dieser Frage wolleri Deutlchland, England und Italien als einzige 'M ach t vor dem Schiedsgericht erscheinen, da ihre In­teressen unter eine Rubrik fallen. Es verlautet, daß die unmittelbaren B a r z a h l u n g e n von Venezuela sich auf erstklassige Forderungen Deutsch­lands und Englands beziehen, da Ivanen keine der­artigen Forderungen erhoben hat.

Nach einer Rewyorter Depesche wird aus Willemstad berichtet, daß der venezolanische itonful die sofortige Be­schlagnahme des,IKestaurador", der unter deutscher Flagge steht, und dessen 'Rückgabe an Venezuela verlangt hat.

Professor v. LiSzt, der große Staatsrechtslehrer, hat am Montag im Wahlkreis Schwiebus-Züllichau-Crossen an der Oder als Reichstagskandidat vor einer Wahlver­sammlung gesprochen und erklärt, da er jährlich als Pro­fessor Tausende junger Leute auf dem Gebiete des Rechtes ausgebildet habe, fühle er sich verpflichtet, auch politisch Farbe zu bekennen und die ganze atademische Jugend in die Reihen des liberalen Bürgertums hercinzuziehen. Die Liede ist ebenso wie die Verkündigung feiner Kandidatur mit großem Beifall ausgenommen worden, während die beiden konservativen GLgenredner dem lebhaftesten Wider­spruch begegneten, als sie seine Ausführungen zu enthaften juchten.

der Arbeiter.

Vizepräsident Graf Stolberg : Sie meinen doch nie­manden in Hause? (Heiterkeit; Lärm bei den Sozial­demokraten.)

Abg. Gamp: Ich habesie" klein geschrieben. (Heiter­keit.) Redner bestreitet ferner, daß die Invalidenrenten zu niedrig seien, und daß sie den Arbeitern nichts nützten. Die Forderung, Arbeiter in den Reichstag zu schicken, kann doch nur so aufgefaßt werden, daß die jetzigen, sogenannten Vertreter der Arbeiter kein Verständnis für deren Inter­essen haben, weil sie selbst nicht Arbeiter sind. Die Bäckerei- Verordnung treffe den Bäckerstand sehr schwer. In Hand­werkerfragen ift, das geringe Wohlwollen der Regierung dem Handwerkerstand gegenüber zu beklagen. Früher hat man wohlwollende Worte vorn Regierungstisch gehört. Meine politischen Freunde werden die sozialpolitische Aktion unterstützen. Unsere Entwickelung muß weiter vorwärts gehen, aber:Erst wägen, bann wagen!"

Abg. v. S t a udy (Eonf.) bemerkt. Die vielen eingebrach- ten Anträge hätten zunächst nur einen theoretischen Wert. Sie sollten doch erst mit den Wählern besprochen, und dann er ft eingebracht werden. Redner greift sodann die Mittel- standsvolitik des Grafen Posadowsky an.

Staatssekretär Graf Posadowsky giebt eine Dar­stellung Der Geschichte der Gastwirteverordnung, die jetzt Angriffe erfahre. Er bitte für eine Aenderung annehmbare Vorschläge zu machen. Graf Posadowsky wendet sich sodann gegen die Ausführungen v. Standys, bezüglich seiner Mittel­standspolitik. <

Deutscher Reichstag.

Berlin, 12. Febr.

Am BundeSralstisch befindet sich Staatssekretär Gras Posadowsky.

Präsident Graf Ballestrem eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Min.

In der fortgesetzten zweiten Beratung des Etats des Innern erklärt

Abg. Trimborn (Ztr.): Mit der Resolution des Abg. Rösicke-Dessau, welche den Berufsvereinen die SNöglichkeit gewädren will, ihre Bestrebungen auch auf Aenderungen der Gesetzgebung zu richten, sind wir einverstaiw^.i. Redner empfiehlt lwchnials die Resolution Heyl-Trimborn, nament* lich die Bestimmung, daß jugeiidlichen Arbeitern und Ar­beiterinnen Arbeit nicht nach Haufe mitgegeben werden darf. Die Erhebungen, die wir vor der Einbringung der Resolu­tion über die Arbeitszeit der Arbeiterinnen anstellten, führten dazu, dem Antrag Stötzel, eine regelmäßige 10- )tündige MaximalarbeitAzeit zu fordern, zuzustimmen. Damit wollen wir nur das Ziel fixieren, die Regelung im ein­zelnen soll gesetzlichen Verordnungen Vorbehalten bleiben. Redner tritt den gestrigen Ausführungen des Abg. Hoch entgegen, der die sozialpolitischen Erfolge des Zentrums angriff. Seiner Partei bleibe der sozialpolitische Ruhm, die Witwen- und Waifenversicherung hier Hinringetragen zu haben. Ihre (zu den Sozialdemokraten gemenDet, Kampsesweise ist nicyt ritterlich, nicht vornehm. Sie sollen unser Volk aber nicht verhetzen. Sie sagen Dem Volke nur, was noch nicht erreicht ist, verschweigen aber, was erreicht ist. Wer eine solche Unoojektivität beobachtet, der verachtet das Volk. Uns Heuchelei vorzuwerfen, ist eine große nichts­würdige Verdächtigung. Unsere Position ist gefestigt. Wenn Sie dagegen angehen, werden Sie sich blutige Köpfe holen. Auf Wiedersehen bei. den Wahlen. (Starker Beifall im Zentrum und bei der Mehrheit. Lärm bei. den Sozial­demokraten.)

Abg. Horn-Sachsen (Soz.) widerspricht dem Vorredner und geht ausführlich auf die Mißstände in den Glas-- Hüttenwerken ein.

Abg. Hilbck (natL) kommt auf die Ausführungen des Abg. Wurm zurück. Schuld an der Kluft zwischen Den Ar­beitern und den Arbeitgebern tragen Die Herren von der äußersten Linken. Wir wünschen das Zusammenwirken der Arbeiter mit dem Kapital und der Intelligenz, das allein unsere Jiidustrie groß machen und ausbreiten kann, aber alle Ihre (zu den Sozialdemokraten gewendet) Fach- und Bernssvereine sollen lediglich sozialdemokratischen Zwecken Dienen. (Sehr richtig!) Wir wollen die Arbeiter behandeln auf der Basis der vollen Gleichberechtigung, wir wollen Frieden, aber nicht um jeden Preis. Der Abg. Wurm behauptete, daß in Rheinland lind in Westfalen Arbeiter entlassen worden seien, die mit Fabrikinfpektoren in .Ver­kehr traten. Hoffentlich wartet er mit Beweisen hierfür nicht so lange, wie der Abg. Bebel mit dem Tucker-tzörief. (Oho!" bei den Sozialdemokraten.) Redner hält Den lOstündigen Arbeitstag durchaus für genügend. Man könne wohl den Arbeitgebern vorschreiben, daß sie die Arbeiter nicht länger beschäftigen dürfen, aber man möge dem Ar­beiter nicht vorschreiben, daß er nicht länger arbeiten dürfe, falls die häuslichen Verhältniffe dies wünschenswert er­scheinen ließen und seine Körperkräfte es erlaubten. Das wollen die Sozialdemokraten aber nicht, daß jemand durch Ueberstunden sich einen Fonds anfammelt, um sich all­mählich aus dem Proletariat, wie sie es selbst nennen, zu erheben. Stehen wir zusammen gegen die Sozialdemo­kraten! Wir zwingen sie doch noch zu Boden. (Beifall bei der Mehrheit; Lachen bei den Sozialdemokraten.)

Abg. Gamp (freit) führt aus: Die Sozialdemokraten sollen uns doch erst zeigen, wo sie selbst .mit gutem Beispiel vorangegangen sind. Wo haben Sie den Achtstundentag? DerVorwärts" hat ja so erhebliche Ueberschüsse; fangen Sie doch Da an, Den Leuten Honorare zu zahlen, wie Sie sie für angemessen halten. (Sehr richtig! rechts; Lärm bei Den SozialDemotraten.) Sie mästen sich von Den Groschen

Gera, 12. Febr. Dem Landtage des Fürstentums Reuß j. L. wird u. a. eine Vorlage über Die Sch lach tvieh- u n D Fleischschau vorgcschlagcn, welche Die AusDehnung des B.schanzwangs aus die Hausschlachtungen, die allgemeine Einführung Der Trichinenschau unD Die Einführung von Freibanicn Vorsicht. Als ein Korrelat Der allgemeinen Fleischschau schlägt eine anDere Regierungsvorlage Die Er­richtung einer staatlichen Schlachtviehoersicherung vor. Zn Bezug Darauf haben sich Die Regierungen säurt- licher thüringischen (Staaten Dahin geeinigt, Daß Landes- oersicherungsanftalten nach möglichst einheitlichen Grund- i ätz en, namentlich auch in Bezug auf Versicherungsbeiträge und Enlschädigungsverfahren, errichtet unD die Versiche­rungsscheine Dieser LanDesanstalten gegenseitig anerkannt werDen sollen.

Stuttgart, 12. Febr. Eine Wahlreform hat am Mittwoch in Der Kammer Der Ministerpräsident v. Breit­ling angcZünbigt. Er erklärte bei Beratung eines sozial­demokratischen Antrages auf flauere Vertretung der Stadt Stuttgart im württembergischen Landtage, die Regierung erkenne Die Berechtigung des Antrages an, insbesondere im Hinblick aus das eventuelle Ergebnis der Verhandlung bezüglich Der Eingemeindung von tiannftaDt, Wangen unD Untertürkheirn, sie halte ey nicht für geraten, Den Antrag, Der Die Frage Der VerfassungSrevision aufrollt, besonders zu behandeln, sie werde vielniehr, sobald eine Aussicht auf Erfolg vorhanden sei, Die Vorarbeiten zu einer Revision Der ständischen Verfassung in Die Hand nehmen, sie mit allen Parteien und einigen Vertretern Des anDeren Hauses zu­sammen fördern unD einen Entwurf vorlegen, nachDem die Steuerreform und die Reform der Gemeindc- und Bezirks­ordnung erledigt seien. Am Donnerstag nahm die stammet der AogeorDneten mit 84 Stimmen eine Reso­lution an, in weicher Die Bereitwilligkeit des Hauses aus­gesprochen wird, bei Zustandekommen einer Verfassungs­reform mitzuwirken.

50 000 Worte telegraphisch in lesbarer Schrift übermittelt. . Die Depesche wird in Gestalt eines durchlochten Papier- streifens Dem Apparat übermittelt und am Empfangsorte mittelst eines sinnreich eingeschalteten Telephons und einer Dunkelkammer in völlig lesbarer Schrift wiedergegeben. Der Kaiser interessierte sich auf das lebhafteste für alle u Einzelheiten des Schnelltelegraphen und erkannte die hohe . Bedeutung des Apparates voll an. Er rief feine Gemahlin , und die Herren des Gefolges verfchiedentlich zu sich und erklärte chnen besonders interessante Einzelheiten des Appa- , rates. Fernere Versuche sind auf der 710 Kim. langen Strecke Berlin-Königsberg in Aussicht genommen. Später wurden von Geh. Rat Slaby Experimente aus dem Ge­biete der elektrischen Schwingungen (Wellentelegra­phie) dem Kaiserpaar vorgeführt.

Der K a i s e r hat Dem Andenken seines Groß­vaters eine neue Ehrung zugedacht. Im Auftrage des Monarchen wird Professor Adolf Brütt ein Stand­bild des siebzehnjährigen Prinzen Wilhelm, des späteren ersten deutschen Kaisers, ausfuhren. Das Denk­mal, in Marmor Dargestellt, ist für Die kleine S u i f e n i n f e l im Tiergarten benimmt unD erhält feinen Platz somit in unmittelbarer Nähe Der Denkmäler Der Eltern Kaiser Wilhelms, ^a» Denkmal |nLt Den Prmzen in ftnem Lebens­alter Dar, in Dem er feine erste Wajienrat bei roar-sur- Slube (27. Februar 1814) vollbrachte.

Deutsches Reich.

Berlin, 12. Febr. Der Kaiser nahm gelegentlich des gestrigen Hofballes Die MelDung Des zweiten Berliner Bürgermeisters Tr. Reicke und Des bisherigen preußischen GesanDten in Stuttgart v. Derenthall unD Des Hamburger Bürgermeisters Tr. BurgharDt entgegen.

Heute mittag erschien Der Kaiser in der Technischen Hochschule, um den Apparat für Schnelltelegra­phie des ungarischen Elektrikers Pollak Virag zu besichtigen. Kurz nach ihm traf auch die Kaiserin ein. Im Gefolge des 9Jtonarcl;en befanden sich Staatssekretär Des Reichspostamts Krätke, Minister v. Podbielski u. a. Ter Apparat, Der in Der Technischen Hochschule auf einer künstlicyen Telegraphenlinie von oOO Kim. Länge aufgestellt war, arbeitet so vollkommen. Daß er in Der StunDe rund

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