Übreflt für Depeschen: «azetger Vietze«. Fkrnsprkchanschluß Nr. 51.
sch en und des barschen Sängerbundes bilden den greifbarsten Beweis dafür. In Hessen sind schon vor Jahren Versuche zu einer ähnlichen Verbindung in die Wege geleitet lvor- Len, aber leider bisher ohne Erfolg. Ob der erst 'ft
snen:
die dem Verstorbenen vor sechs Jahren den El)rendoktor verlieh, war ein prachtvoller Kranz am Grabe mederaeleat worden.
Darmstädter Arief.
K B. Darmstadt, 12. Jan.
Wr. 10
Erscheint tLglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werben nn Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt bte Sietzener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. 93er- log der B r Ü h l'schen Untverj-Buch- u. 6tttn- >Turferet (Pietsch Erbens Viedaktton, GrpebttUm und Drucke ret:
politische Tagesschau.
Schuldebatteu im preußischen Landtag.
3" der jetzt beginnenden letzten Session deS preußi- scheu Landtags dürften Schuldebatten einen breiten Nahmen einnehmen. Einer eingehenden Kritik sind in<34 besondere gewiß die im Osten der Monarchie herrschenden Zustände, wie sie durch den Trakehner Prozeß offene kundig geworden sind. Tie Negierung dürfte hier keinen leichten Stand haben. Ihr den Rücken zu decken, werden allerdings die im preußischen Landtag übermächtigen Konser- v^rven sich angelegen sein lassen. Sehr ausführlich wird sich das Parlament weiter zu beschäftigen haben mit den Wünschen der Lehrerkreise aus Abänderung des letzten Lehrerbesvldungsge.setzes. Wie von unterrich-- teter Seite verlautet, verkennt die Regierung nicht die Rv< formbcdürftigkeit einiger Bestimmungen des Gesetzes. Sie sieht sich aber, dä im wesentlichen finanzielle Mehr, aufwendunaen in Frage kommen, nicht in der Lage, für die nächste Zukunft «an? Zusog' im Sinne per Lehrerwünsche zu erteilen. Trotz der vorsorgenden Finanzpolitik Miquels macht die Ungunst der Zeit sich auch in Preußen empfindlich bemerkbar.
Das deutsche Lied, der deutsche Gesang haben seit der Wiedererrichtung des neuen Kaiserreiches eine cnißerord^it- liche Ausbreitung und Vervollkommnung erfahren. Es giebt kaum noch irgendwo in Deutschland eine gesellige Unterhaltung oder ein fröhliches Beisammensein größerer Vereinigungen, bei denen nicht auch dem Vokalvortrag die. gebührende Stellung eingeräumt würde. Eine höchst wirksame Förderung fand der Männergesang im letzten Jahrzehnt besonders durch den Zusammenschluß größerer Gruppen von Gesangvereinen, durch Gründung von Qokal- und Landesverbänden, in denen die gemeinsamen Interessen der Sängerschaft beraten und Anregung und Belehrung geschöpft wurden. Die großen märkischen und schlesischen Sängerfest, die Veranstaltungen des rheinischen, des schwäbi- "en und des badischen SäuHerbundes bilden den greifbarsten
'* ' ~ " "en >ind schon vor Jahren Versuche
HaudelLmtuister Moller über die wirtschaftliche Lage.
Der preußische HandelSnrinister Müller und Oberpräst» deut Nasse, welche zur Eröffnung der Meisterkurse für die Rheinprovinz in Köln eingetr offen sind, unternahmen gestern vormittag in Begleitung des Regierungspräsidenten v. Balan, des Oberbürgermeisters Becker und des Polizeipräsidenten Weegmann eine Rundfahrt durch die Stadt, wobei sie die Handelsschule und das Kunstgewerbe-Museum besichtigten. Sodann fuhren sie bei der Handelskammer vor, wo sie vom stellvertretenden Vorsitzenden Schröder mit einer Msprache empfangen wurden. In seiner Erwiderung gedachte der .Handelsminister, wie die „Köln. Volksztg." meldet, der gegenwärtigen wirtschaftspolitischen Lage tm deutschen Reiche. Wenn zur Zeit in Kreisen des Kaufmann S- standeS vielfach Klagen darüber laut würden, daß die agrarischer! Kreise ihre Forderungen rnit ganz besonderem Raddrücke geltend machten, dürfe man nicht vergessen, daß die Staatsreaierung nicht nur die Jntereffen der Allgemeinheit wahrzunehmen habe, sondern auch mit Rivalen und Machtfaktoren des öffentlichen Lebens rechnen müsse. Die landwirtschaftlichen Kreise hätten es verstanden, ihre Forderungen durch die parlamentarischen Vertreter wirksam geltend zu machen. Die Kaufmannschaft möge hieraus die Mahnung entnehmen, auch ihrerseits sich mehr als bisher dem öffentlichen Leben zu widmen und die Wünsche der Industrie und des Handels mit gleichem Nachdruck zur Geltung zu bringen. Der Minister hob schließ lich die große volkswirtschaftliche Bedeutung der Kartelle hervor und bemertte, daß die seitens der ReichS- regierung veranstaltete Enquete dazu beitragen werde, ein richtiges Urteil über die Wirksamkeit derartiger Vereinigungen zu verbreiten.
An der Eröffnung der Meisterkurse für die Rhein» Provinz nahmen Handelsminister Möller, Oberpräsident Rasse, die Regierungspräsidenten der Provinz, mehrere Abgeordnete, die Präsidenten der fünf rheinischen Hand- werkskammern und zahlreiche Freunde und Förderer des Handwerks teil. Die Feier wurde vom Oberbürgermeister Becker mit einer Ansprache ein geleitet, in welcher er kurz auf die Entstehung und Fortentwickelung des Gedankens einying, für die Rheinprovinz zur Hebung des Handwerk- Mersterkurse einzurichten, wie in anderen Staaten und Provinzen bereits geschehen sei. Redner sprach die Ueber- zeugung auS, daß der Segen der Meisterkurse den dafür gebrachten erheblichen Opfern, welche im Wesentlichen vom Staate unt> der Stadt Köln getragen wurden, entsprechen werde.
WsW ÄÄ.
W-M
D0"?.a>'
83dm Witderzusamm.utritt bet Farkam«ut«.
Aus Berlin, 12. Jarnlar, wird uns geschrieben:
Rach längerer Pause sieht man jetzt wieder in den Reichstagspalast Leben und Bewegung einkehren. Zwar giebt es in dem „Gebäude ohne Inschrift" immer vollauf zu tun für die samten und Angestellten, und der Di- re ktorposten ist nichts weniger als eine Sinekure, auch während der Parlamentsferien nicht, denn die Zahl der persönlichen Anliegen an den jovialen Geh. Regiernngsrat Knack ist jederzeit groß — aber es fehlt doch dem Hause sein eigentliches Element, die Schar der Erwählten des Volkes. Run begegnet man wieder den Herren, die mit soviel Würde die schwarze Mappe zu tragen wissen, auf Schritt und Tritt. Hier passiert einer in sinnende Betrach- tunaen versunken die majestätische Wandelhalle, die ball) wieder von plaudernden und diskutierenden Gruppen aus ihrem feierlichen Schweigen geweckt sein wird; dort hält ein anderer, um das Wohl der Fraktion besorgt, Umschau in dem für sie reservierten Raum; in eifriger, weithin schallender Unterhaltung begriffen, häustg Halt machend, gehen zwei befteundete Politiker die Treppe hinab, die zu den Bureaus des Reichstags führt; Anftagen werden an die Hüter der Pforten gestellt und mit soldatischer Haltung und Kürze beantwortet; in dem in weiter Oede liegenden Sitzungssaal, der sich hell und sauber präsentiert, nachdem oie Scheuerfrauen ihr emsiges Werk verrichtet haben, taucht auf Augenblicke ein zu philosophischen Erwägungen veranlagtes Mitglied des Hauses auf, das sich zu fragen scheint, ob der Reichstag nochmals zum Schauplatz ähnlicher Szenen werde, wie wir sie „mit Staunen und Grauen" beim Zolltarif erlebt haben. Neue Frische haben in der Ferienzeit die bedauernswerten Beamten erlangt, die durch die Dauersitzungen auf das äußerste in Anspruch genommen wurden.
Im preußischen Abgeordnetenhaus, das ebenfalls seine Pforten öffnet, haben es die Angestellten bei weitem besser. Es ist ja „daS Haus mit der unglücklichen Tlkustik", aber andererseits auch das Haus mit der „behaglichen politischen Temperatur", die schon Fürst Bismarck an ihm rühmte. Sind eS etwa die Tagegelder, die einen so angenehm bc- sänfttgenden Einfluß aus das Mgeordnetenhaus ausüben? Nimmermehr ist daran zu denken, daß hier die Wogen so boch aehen werden wie am Königsplatz. Allerdings, eS fehlt dem Abgeordnetenhaus das aufgeregte Element der Sozialdemokratie. Immerhin giebt es auf der Linken und unter den Polen Feuerköpfe genug. Wir möchten der Meinung zuneigen, daß daS Mgeordnetenhaus so frei von schweren Stürmen bleibt und so dreimal gesegnet durch das Fehlen von Nerven absvannenden Dauer-Rednern — eben weil die Aufgabe, zu reden und verstanden zu werden, in diesem Hause ein Kunststück ist, eine wahre Kraftleistung erfordert. Schon im alten Hause war eS mit dem Gehörtwerden Übel bestellt, im neuen Hause aber vernimmt man aus der Tribüne oft kein Wort, man sieht, bei einigermaßen animierter Unterhaltung unten im Saale, nur den unglücklichen Redner agieren, und sein Antlitz sich rot färben. Ein neuer Versuch, der dritte oder vierte, ist während der landtagsfteien Zeit zur Verbesserung der Akustik gemacht worden. Marmorsäulen erheben sich, Gewölbe sind geschaffen, kurz, alles Mögliche ist ausgetüftelt und angewandt, um das gesprochene Wort zu bannen. Die anaesteflten Proben berechtigen, so sagt man, zu schönen Hoffnungen. Warten wir die entscheidende Probe ab, wenn der Saal gefüllt ist.
Noch Eins hat das Mgeordnetenhaus erhalten: Dil- öerschmuck, den der Sitzungssaal des Reichstags immer noch entbehren muß. Die Bilder erhalten aber keine gute Note von der Kunstkrittk; besonders wird getadelt, daß die Farben nicht ftisch und leuchtend genug wirken. Nach dem „Berl. Tagebl." sollen die Gemälde, welche Ansichten der großen preußischen Städte darstellen, im Sommer noch etwas aufgeftischt werden. Solches „Auf- frischen" kann, wenn es nicht sehr geschickt und einheitlich ausfällt, den Anblick doppelt unerfreulich machen. Es ist seltsam, daß sowohl das Mgeordnetenhaus wie der Reichstag kain sonderliches Glück mit der Ausschmückung haben. An Geld wird nicht gespart, an hervorragenden Meistern der Palette und des Meißels fehlt es in der deutschen Kunstwelt nicht, und doch kommt wenig zu stände, das die Bezeichnung Meisterwerk verdient.
Das politische Interesse nimmt zunächst noch fast ausschließlich der Reichstag in Anspruch. Im Mgeordnetenhaus wird man auf die Etatsdebatten oder allenfalls auf die eine und andere Interpellation zu warten haben.
's untet । b
WK
wieder vom Worrnfti Männcrgesangverctn ang?regteG?d<mre zur Bildung eines Allgemeinen heflischen Sängerbundes auf einen fruchtbaren Boden fallen wird, muß aogewarte werden. Es ist jedenfalls nicht zu bestreiten, daß die Auf- gabe^ffe sangesfreudigen Vereinigungen in Stadt und Land, die verschiedenarttgen großen und kleinen Vereine mit ihren noch verschiedenarttgeren Interessen und Zielen unter einen Hut zu bringen, eine sehr schwierige ist mti> wohl vorläufig kaum eine Aussicht aus Verwirklichung bietet.
Um so fteudiger muß man cs begrüßen, wenn wenigstens der Anfang dazu gemacht wird. Und daS ist jetzt hier geschehen.» Der Mozartverein, wohl bet stärkste und leistungsfähigste unter den Darmstädter Männergesang- vereinen, hatte im verflossenen Herbst eine Versammlung aller hiesigen Gesangvereine zwecks Arrangierung sogen, allgemeiner Sängerabende zusammenberufen. Man wollte nicht nur jedem Verein nach freier Wahl Gelegenheit geben, seine gesangliche Fähigkeit öflentlich zu zeigen, sondern auch in geselligem Beisammensein die verschiedenen Sänger einander näher bringen und zu edlem Wettstreit an-v spornen. Das sechsköpfige Komitee, das in dieser Versammlung mit der weiteren Verfolgung der Sache betraut wurde, hatte nun für gestern abend im großen Turnsaal am Wvog^ Platz den ersten dieser SÄngerabcnde angesetzt; derselbe,, nahm einen in jeder Beziehung zufriedenstellenden Verlauf. Nicht weniger als 15 Gesangvereine waren mit ihren Mitgliedern in einer Stärke von zusammen 431 Sängern erschienen und nachdem unter Leitung des Herrn Musikdirektor Senfs der von allen Vereinen gemeinsam borge* tragens Mvzart'sche Chor „Brüder, reicht die Hand zum Bunde" erklungen, trat jeder der Vereine nach der Bestimm mung des Loses hervor, um mit einem selb st gewählten Chor eine Probe seiner Leistungsfähigkeit zu geben. In bunter Mwechselung hörte man oa von einem Doppelquartett an- gefangen in Chören von 13 und 14 bis' herauf zu 60 und 82 Sangern eine Reihe der besten deutschen Volkslieder und die einzelnen Gesänge lieferten einen schönen Beweis dafilr, waS Lust und Liebe zur Sache und eifriges Streben nach Vervollkommnrmg zu Wege bringen können. Ter Tarmstädter Lehrergesangverein hatte sich ebenfalls mit zwei Liedern an der Aufführung beteiligt. .Vor Beginn der GesangSauflührungen hatte der Präsident deS Mozart-, Vereins, Herr Wilh. Pfeil, im Namen des geschäftsführen- den Ausschusses die große Schar der Sangesbrüder und Sanaesfreunde mit herzlichen Worten begrüßt und dabei der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die von affen erstrebte Harmonie des Gesanges auch eine dauernde Harmonie unter den Darmstädter Gesangvereinen zur Folge haben möge. Am Schlüsse der Vorträge konnte er mit freudiger Genugtuung konstatteren, daß die Veranstalttmg einen voffen erfolg aufzuweisen habe und darnach der erste Sängcrabend in Darmstadt gewiß nicht der letzte gewesen sein werde. In daS Hoch auf das deutsche Lied stimmten affe Anwesenden mit Begeisterung ein. Der so vortreffliche Verlauf des Mends wird jedenfaffS einen wichttgen Merkstein in der Geschichte der Darmstädter Gesangvereine bilden, und man darf wohl hoffen, daß das hier gegebene Beispiel auch auf die Vereine in ankeren Städten animierend und beftuchtend einwirken werde.
In unserer Residenz sind in diesen Tagen zfvei Männer aus dieser Welt geschieden, deren Ableben weit im ganzen Lande mit Betrübnis vernommen worden ist. Am Samstag nachmittag geleitete der Kriegerverein sein langjähriges, treues und hochverdientes Mitglied, Herrn Oberstleutnant a. D. Friedrich Lot heißen, zu Grabe. Der Verstorbene hat die Kriege von 1866 und 1870/71 im 1. Hess. Ins.-Regt. Nr. 115 (Leibgarde) mitgemacht und dem Regiment bis zu seinem Rücktritt aus dem aktiven Dienst angehört. Welch großer Beliebtheit sich Lotheißen besonders bei seinen ehemaligen Kameraden erfreute, zeigte die Anwesenheit der großen Anzahl aktiver und inaktiver Offiziere, unter denen man Se. Exz. General v. Westerweffer, den Divisionskommandeur Frhrn. v. Gall u. a. bemerkte. Bei der mit affen militärischen Ehren vollzogenen Trauerfeier hielt Herr Pfarrer Kleberger die Gedächtnisrede, auch der Vorsitzende des Kriegervereins, Herr Hauptmann a. D. Waldecker rief dem Dahingeschiedenen unter Nieder- legung eines großen Lorbeerkranzes herzliche Worte ehrenden Gedenkens in die Ewigkett nach.
Am heuttgen Montag wurde ferner aus dem städtischen Friedhof der frühere, langjährige Leiter des hessischen Justiz - Ministeriums Exz. Wirk!. Geheimrat Ludwig H a l l w a ch s, zur ewigen Ruhe bestattet. Er hatte ein Alter von 76 Jahren erreicht und vor gerade 50 Jahren, im April 1853, als StaatSanwaltssubstitut seine erste An- steffung erhalten. Seit Oktober 1872 gehörte er dem Justizministerium an, als dessen Leiter er am 15. April 1896 seine Pensionierung erhielt. Der Trauerfeier heute wohnte eine sehr zahlreiche und iffustre Schar von Leidtragenden bei. Se. königl. Hoheit der Großherzog hatte ein prachtvoffes Palm en-Arrangement mit rotwerßer Schleife und der Krone mit Ramenschffre zu übersenden befohlen und unter den persönlich Erschienenen sah man Se. Erlaucht den Grafen zu Erbach-Schönberg, Exz. Staatsminister Rothe, Justizminister Crrj. Dr. Dittmar, Exz. Obersthofmarschaff v. West er Weller und viele andere hohe WÄrdenttäger, sowie sämtliche höheren Beamten de? Justizministeriums, deS Oberkonsistoriums, die Spitzen der Stadt, der evang. LandeSsynode, der technischen Hochschulen usw. Bei der Trauerfeier im Sterbehause hielt Herr Pft. Walz die Trauerandacht, und der evangelische Kirchengesangverein trug mehrere Choräle vor. An der offenen Gruft sang ein Knabenchor „Wenn ich einmal soff scheiden" und zum Schlüsse „Jcrusalem, du hochgebaute Stadt". Gebet und Einsegnung vollzog wiederum Herr Pfr. Walz. Seitens b r theologischen Fakultät der Universität Gießen,
Der deutsche Botschafter v. Holleben.
Nach einem Washington er Bericht des „Daily Tele». graph" hätte ein hochgestellter Beamter neuerdings be-> stättgt, daß die seinerzeit von dem deutschen Botschafter v. Hoffeben dem britischen Botschafter Lovd Paunrefote als gegen die Bereinigten Staaten gerichtet vorgeworfene Noto tatsächlich von ihm mit der amerikanischen Regierung Der-* einbart worden sei. Der Hergang sei der gewesen, daß zuerst die übrigen Botschafter auf der östreichiscben Gesandtschaft eine ziemlich scharf gehaltene Note abfaßten, um dein amerikanischen Kabinett anzudeuten, die Mächte würden ein amerikanisches Eingreifen nicht dullren. Darauf seien die Botschafter mit dem östreichischen Gesandten auf die britische Botschaft gegangen und hätten den Notenentwurf Lord Pauncesote vorgelegt. Er sei über ihre Absichten 6e* nachrichtigt gewesen, haben Einwürfe gemacht, einen andren Entwurf unterbreitet und empfohlen. Letzterer war zwischen ihm und dem Staatsdepartement vereine bart worden und, wurde schließlich angenommen, da Lord Pauncefote seine Kvffegen überzeugt hatte, daß er die Lage decke. Der Grund der Berliner Anschuldigungen habe in einer von dem französischen Botschafter besorgten- von dem deutschsn nach Berlin eingesandten, etwas von dem wirffrchen Wortlaute abweichenden Uebersepung gelegen. Dieser Sachverhalt sei nicht früher veröffentlicht worden^ weil tatsächlich das tm'tifdie Kabinett in dieser Angelegene heit aus Freundschaft für die Vereinigten Staaten einigermaßen von der Spanien schuldigen Neuttalität abge* wichen sei
Erstes Blatt. 15». Jahrgang Dienstag 13. Jammr 1903
Eichener Anzeiger
** General-Anzeiger ”
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen mTOmwffwjwt.j.j Ml t. I.1-rav ___________ zeigenteil . Hans Beck.
;l Für eine leistungßM Itcrlanber fionibrannirotm letei, und Likörsabril u ft« u W. wird ein tüchtiger
;llchvertreter vpezialmarken gegen hch I
Mm gesucht. Liierten uni ■
it 7798 an die Aun.-Erp KoM. Münster i, W, erb ' in hiesiges größeres Fabrik i haft sucht zum baldigen Ein t einen tüchtigen, durchani ; bständigeuAuchhaltcr. & lauten wollen sich mit. AiWb : bist). Tatigk.u. ihrer GctzM svr. B«b. 354 a. d. Erp. roeiitVii
161 Suche einen M. Arsche» >m Lande. Pnlvem-i^c.
r^iusik.
Söhne achtbarer Eltern, welch usl ijiiben, die Musik gnmbliü) m ■ 'lernen, finden in Slabi-fiapdl iler Zusicherung aemificnljc.iie' rsbUöung sreundl. Aulnahnie iheres bei Herrn Henn. lUer ^chaniker hierselbsl. 42 16| A^t aus dem Laude such sosorl ein ansläudigeö
Lievstviüdchcni » muß in allen Mm M bewanden sm Mftoem Mich tnvßi/* (omien wher Lohn K-ichrüich
teBfflnea
W" KinnrremiwnL
11
*Me u. ^.Lchanzemt^
8301 ?Mchen


