Ausgabe 
12.9.1903 Zweites Blatt
 
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92906 95789. (Ohne Gewähr.)

auf Nr. 11 1961 4404 4848 20542 28787 36499 41746 43938 47541 65846 72760 75195 82799 84388

20950 21447 27633

50637 58971 59990

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Aus Stadt und Kand.

Gießen, den 12. September 1903.

** Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse ftel ein Gewinn von 20 000 Mk. aus Nr. 21693 (nach Offenbach), ein Gewinn von 10 000 Mk. aus Nr. 90939 (nach Mainz), drei Gewinne von 5000 Mk. auf Nr. 9464 (nach Mainz), 21190 (nach Groß-Zimmern bei Darmstadt), 46688 (nach Mainz), Gewinne von 3000 Mk. aus Nr. 7541 7861 9031 23178 32502 34305 44262 47934 48882 50701 52361 60813 64454 67604 77903 75685, Gewinne von 2000 Mk.

1 Uhr brach im Wohnhause des Lohnrutschers und Fuhr­unternehmers Philipp Ulrich Feuer aus und alsbald stand das ganze Anwesen in Flammen. Die Eltern waren beim Ausbruch des Feuers nicht zu Hause. E s v e r b r a n n t ss n die beiden hoffnungsvollen Kinder im Alter von 9 und 7 Jahren, ihre Leichen wurden stark ver­kohlt ausgesunden. Das dritte Kind hat schwere Brandwunden erlitten und liegt im Hospital. lieber die Ursache des Feuers verlautet nichts bestimmtes. Trotz des furchtbaren Sturmes gelang es der Feuerwehr, das Element auf seinen Herd zu beschränken. Das gesamte An­wesen (Wohnhaus, Scheune und Stallungen) brannten nieder. Gegen Abend wurde das Feuer erstickt. Groß ist der Schmerz und Jammer der bedauernswerten Eltern.

Alsfeld, 11. Sept. Ueb erfahren wurde am Mittwoch nachmittag in der Obergasse das etwa fünfjährige Töchterchen des Schuhmachers Valentin Latsch Tas be­dauernswerte Kind erlitt derartig schwere Kopfverletz­ungen, daß sein Verbringen in die Klinik nach Gießen nob- wendig wurde. Der Vorfall ist eine Mahnung, kleine Kinder besser zu beaufsichtigen. (Alsf. Ob. Ztg.)

R. B. Darmstadt, 11. Sept. Das laufende Finanzjahr hat mit einem rechnungsmäßigen Fehlbetrag von über ,roei Millionen Mark abgeschlossen, der freilich aus den Ueberschüssen der früheren Jahre noch gedeckt ist. Aber da­mit sind auch die Reserven aus den sieben fetten Jahren völlig auf gezehrt, und deshalb gilt es jetzt, noch fester als bisher die Hand auf den Staats­säckel zu legen. Ein kleiner Trost ist uns für das neue Rechnungsjahr durch den Umstand gegeben, daß sich die Er­trägnisse aus den Einnahmen der preußisch-hessischen Eisen- bahngemeinschast im Jahreslause wesentlich günstiger, als im Etatsentwurf angesetzt, gestaltet haben. Und mit dem Auf- chwung der Nerkehrsverhältnisse Hand in Hand geht auch die allmähliche Kräftigung des allgemeinen Erwerbslebens, sodaß voraussichtlich auch die Einnahmen aus den Steuerquellen ein kleines Plus über den Etats­ansatz bringen werden. Wir wollen es im Interesse der Steuerzahler wenigstens hoffen.

Mainz, 11. Sept. TasM. Tgbl." schreibt: Als Beweis, wie zwangslos freundschaftlich der letztverslossene Besuch des Großherzogs bei unserem Oberbürger­meister verlaufen, kann folgende nette Episode dienen: Auf dem Musikprogramm standBrahms Rhapsodie für Klavier."Die wievielte ist es?" fragte der Groß­herzog den Gastgeber. Dieser hatte aber im Augenblick keine Ahnung, wie viele Rhapsodien es von Brahms wohl giebt, und da antwortete er mit kaltblütiger Sicherheit: Die siebente, Königl. Hoheit."Nanu, lieber Ober­bürgermeister", lachte der Großherzog und klopfte ihm auf die Schulteres giebt ja nur zwei!"

Mainz, 11. September. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten berichtete der Vorsitzende vor Eintritt in die Tagesordnung, daß der Verein Mainzer Kaufleute eine Eingabe an die Bürgermeisterei gerichtet hätte, in der auf das schreckliche Brandunglück des Warenhauses in Budapest hingewiesen und erklärt wird, daß das Unglück nur deshalb einen so großen Umfang angenommen habe, weil die Sicherheitsemrichtungen ungenügend gewesen seien. Die Bürgermeisterei wird alsdann ersucht, auch bei den hiesigen Warenhäusern alle diejenigen Einrichtungen veranlassen zu wollen, damit nicht ähnliche Katastrophen eintreten können. Der Vorsitzende erwidert, daß in Mainz bis jetzt alles ge­schehen fei, um die Feuersicherheit der Warenhäuser zu er­höhen. Der Stadtverordnetenversammlung werde demnächst in dieser Angelegenheit em ausführlicher Bericht zugehen. Weiterhin gab der Vorsitzende der Versammlung Kenntnis von dem Erhalt des Testamentes des verstorbenen Rentners Simon Kapp. Der Verstorbene setzte die Stadt Mainz als Universalerbe seines Mk. 600000 betragenden Ver­mögens ein, davon hat die Stadt Mainz Mk. 100000 für ein israelitisches Pfründnerhaus an die Israelitische Religions- Gemeinde zu bezahlen, ferner Mark 10000 an den Verein zur Bekleidung armer Kinder zu überlassen. Nach Abzug noch kleinerer Legate von zusammen etwa Mark 9000 verbleiben der Stadt Mainz immerhin noch weit über eine halbe Million Mark zu wohltätigem Zwecke. Vor kurzem stürzte ein Matrose über Bord und ertrank; nunmehr fahndet die Polizei nach einem anderen Matrosen, der beschuldigt wird, aus Rache seinen Kollegen überBord gestoßen zu haben. Nach einer der Stadt zugegangenen Zuschrift haben die leer ausgeganen Erben des Kapp an das Ministerium der Justiz das Ersuchen gerichtet, der Schenkung die erforder­liche Genehmigung zu v er s a g e n, da Kapp bei der Testaments- absassung nicht geistig normal gewesen sei.

Kleine Mitteilung e ii aus Hessen und den Nachbarstaaten. Erledigt ist die Stelle de§ Ober­försters der Oberförsterei Friedberg.

und Tr. A. Oliven-Berlin.

k. Friedberg, 12. Sept. Eine schreckliche Brandtata st rop Ye, die zwei M e n s ch e u l e b e n forderte, ereignete süch gestern nachmittag. Kurz nach

Vermischtes.

* Hannover, 11. Sept. Heute wurden drei Per> sonen, die vor kurzentden SilberschatzdesOffizier- kasinos des Königsulanenregiments gestohlen hatten, verhaftet. Der Anführer ist ein ehemaliger Königs- ulan, der seinerzeit als Ordoninanz im Kasino be­schäftigt war. Der Silberschatz ist noch nicht gefunden. Die Verhafteten sind: Arbeiter Bisterfeld, Dachdecker Stender, Kaufmann Schneider. Ersterer hatte hier gedient, alle sind vorherbestrafte Verbrecher und gestanden die Tat ein.

* Schleswig, 11. Sept. Der Kätner Rohrs aus Loitholm wurde ermordet. Es liegt Raubmord vor; der Täter ist bisher unbekannt.

* Colmar, 11. Sept. Hier erschoß sich heute Baron v. B., Oberleutnant im Infanterieregiment N. 171.

* Wien, 11. Sept. Infolge eines angeblichen schrei­bens der Bankfirma Mend elssohn u. Co. in Berlin bezahlte die Oesterreichische Kreditanstalt gestern im hiesigen Hotel Contineiital zu Händen des Tr. Ernst Meriau, eines Beamten des Grafen von der Osten auf Schloß Tangau bei Stolp, 25 000 Kr. aus und erfuhr erst heute, daß ein diesbezüglicher Auftrag seitens der Berliner Bankfirma nicht ergangen und die Kreditanstalt einem Schwindler zum Opfer gefallen ist, der gestern nach dem Empfang des Geldes aus dem Hotel ohne Begleichung der Zeche verschwunden ist.

* Wien, 11. Sept. Die Ortschaft Pirkdors ist fast völlig niedergebrannt; etwa 100 Bewohner sind ob­dachlos. In Kladno (Böhmen) brach eine Trink- not aus; vor den Brunnen finden förmliche Schlachten statt.

Die landnürtschaMche provinzial-Ausstellung.

VL

Geflugelabteilimg.

Wie nicht anders zu erwarten war, ist auch die Ge- Mgelabteilung gut besetzt, llngesähr 400 Stämme mit etwa 900 Köpfen aller Arten Nutz- und Ziergeflügel sind in der langen Halle am Nordende der Ausstellung untergebrach-t und geben schpnes Bild von dem steten Fortschritt, welchen die Geflügelzucht in unserer Provinz dank der über­aus regen Tätigteir der Geflügelzuchtvereine macht.

Tie Abteilung selbst hätte aber vielleicht einen anderen Standort auf dem Ausstelltmgsplatze erhalten können; un- günstiger wie die Geslügelhalle steht, konnte sie nicht aus­gestellt werden. Geöffnet nach der Wetterseite, bietet sie den Tieren nicht den nötigen Schutz gegen Regen und Wind, und da das Geflügel für Nässe und Zugluft sehr empfindlich ist, mußten gestern sämtliche Käfige mit Tüchern verhängt werden, um Erkrankungen der ausgestellten Tiere einiger­maßen vorzubeugen. Heute läßt sich ja glücklicherweise das Wetter wieder besser an.

Tie Geslügelabteilung ist in 18 Klassen ein geteilt, von denen 3 auf Großgeslügel (Gänse, Eilten, Truthühner), 14 auf Hühner und 1 auf Tauben entfallen. Fast alle Klassen sind gut besetzt, bis auf Klasse 4, deutsche Hühner, ältere Tiere, welche leider keine Meldung aufweist, soivie Klasse 8, welche mit nur zwei Nummern besetzt ist. Andere Klassen dagegen sind sehr stark besetzt, so beispielsweise Klasse 11, Italiener (Junggeflügel), mit 60 yhimmem, Klasse 12,Wyan- dottes 2C., mit 29 Nummern, Klasse 14, Sammelklasse für Junggeflügel, mit 41 Nummern. Es zeigt sich auch dies­mal wieder, daß Italiener und WyandolteZ «große Fort­schritte gemacht haben, dagegen scheint die Zucht der früher in unserer Gegend beliebt gewesenen schw. Minorka sowie des Hamburger Huhnes zurückgegangen zu sein. Auch die Sammelklassen wiesen stattliche Exemplare auf; es gefielen uns besonders die rebh. Italiener aus der Zuchtstation des Geflügel- und Vogelzuchtvereins Gießen^ und llmgegend 1897.

Tie Prämiierung, deren Resultat bereits mitgeteilt wurde, lag in den Händen bewährter Preisrichter, der Herren Redacteur R. Kramer-Leipzig, H. Marten sen.- Lehrte und PH. d l er-Niedergemünden, jedoch sahen wir manchen schönen Stamm, der Leer ausgegangen war, weil in der betr. Klasse kein Preis mehr vergeben werden konnte, da die Mittel erschöpft waren. Deshalb mögen alle diejenigen Aussteller, welche vielleicht nicht ]o abgeschnitten haben, wie sie eigentlich verdient hätten, den Mut nicht sinken lassen und weiter schreiten auf dem begonnenen Wege im Interesse unserer Zucht und zum Wohle der gesamten Provinz.

Prämiierungen

haben wir heute wieder eine ziemliche Anzahl zu veröffent­lichen. Bei der

Eier- und Geflügelaufzucht ergaben sich folgende Auszeichnungen:

1. Preise erhielten H. Thiessen, Molkereiverwalter, Niedergemünden, und I. Knaup, Landwirt, Klein-Karben.

2. Preise bekamen L. Hanau, Kaufmann, Gießen, und M. Arnold, Gießen.

3. Preise: L. und F. Fendt, Landwirte, Büdingen. Maschinen:

Silberne Medaillen: Völzing, Kilbinger, M. Rosenthal, Badenia Weinheim, Tröster, Mayfart u. Co., Krupp.

Diplome: Lauterbocher Blechwarenfabrik, Würz, Eifart, Albert u. Peschl, Langbein, Reinig, Grauer, Wesp,

hoffentlich zahlreiche Zuhörer.

** Der Sturm hatte gestern nachmittag eine Heftig­keit angenommen, wie wir es selten bei uns erlebt haben. Ter an den Baumalleen der Stadt angerichtete Schaden ist groß und es ist als ein Glück zu bezeichnen, daß durch die förmlich herniederprasselnden schweren Zweige vorüber­gehende Passanten nicht verletzt worden sind. Tie auf der Grünbergerstraße gewaltige Krone eines Kastanienbaumes mußte als Verkehrshindernis sofort durch städtische Arbeiter entfernt werden. Am Schiffend ergerw eg längs der Alauer des alten Friedhofes mußten auch mehrere Bäume dem Un­wetter schwere Zweige opfern, welche der Sturm über die Friedhofsmauer warf. An der Ecke der Löberstraße ist einer der schönen Akazienbäume direkt unten am Erdboden durch das Wetter umgeknickt worden. Auf dem neuen Fried­hof an der Marburgerstraße sollen eine Anzahl Bäume mehr oder weniger schwer beschädigt sein. Auch sonst wird uns über erhebliche Schäden an Bäumen in Stadt und Umgegend, und in den Gärten von Privaten berichtet. In erster Linie hat der Sturm schweren Schaden am Obst angerichtet, welches mehr als zur Hälfte abgeschüttelt wurde. In Körben und Säcken brachte man das Obst nach Hause. Schwerbehangene Aeste, besonders an Zwetschenbäumen, wurden abgerissen; Aeste von Armdicke lagen auf den Aeckern und Straßen. Bei Großen-Linden, Lang-Göns und Gambach sind ebenfalls viele Obstbäume zugrunde gegangen und die Obsternte ist stellenweise vernichtet. In den aus­gedehnten Waldungen bei Lich, Hattenrod, Ettings­hausen hat der Sturm bedeutenden Schaden verursacht und viele Bäume entwurzelt oder abgebrochen. Am schlimmsten wütete der Sturm zwischen 12 und 3 Uhr. Die Grummetkegel wurden vielfach durcheinandergeweht. Auch aus Butzbach werden große Schäden gemeldet, namentlich auch an Gebäuden, Telegraphen- und Telephonleitungen. Von Mainz, Darmstadt, Frankfurt, Worms und arideren Städten wird dasselbe gemeldet. In Bayern und Sachsen hat der Sturm arg gewütet. Im Parke der Dres­dener Städteausstellung zerriß er einen großen Fesselballon. Aehnliche Nachrichten kommen aus den Rheinlanden, Hannover rc. Aus Kopenhagen wird gemeldet, daß 10 Schiffe gestrandet und mehrere Personen ertrunken sind. Von der französischen und englischen Küste wird auch von Schäden gemeldet, die der Sturm angerichtet hat.

l. Bad-Nauheim, 12. Sept. DasKomitee zur Veranstaltung ärztlicher Studienreisen in Bade- und Kurorte" giebt bekannt^ daß die wissenschaftliche Sitzung der an der dritten Studienreise teilnehmenden Aerzte am 14. September in Bad-Nauheirn stattfindet. DasFestmahl auf Einladung des Bades ist im neuen Kurhaus, daran schließt sich im Sprudel-Hotel ein Bierabe nd an au Einladung von feiten der Stadt und des Aerztevereins. Dem aussührenden Komitee gehören an: Geh. Medizinalrat Prof. Tr. v. Leyden-Berlin, Prof. Dr. v. Jahsch und Prof. Tr. Ott-Prag als Vorsitzender, Generalsekretär Dr. W H. Gilbert-Baden-Baden und als Schriftführer Dr. G Meißner

renb der Rest der Bunde flüchtete. Nach werteren Meld­ungen des Wali von Adrianopel wurde der Bandenchef Kondilow in dem Dorfe Pasvala getötet. Konsular­berichte schätzen übereinstimmend die ab ge vr a n n t e n und verwüsteten Dörfer im Wi ar et Monasttr auf 80 bis 100, im Sandschak Kirkilisse auf 20 bis 30. Sie empfehlen dringend Hilfeleistung, da sonst Hungersnot und Epidemien zu befürchten sind. Die Verwüstungen und Brandstiftungen scheinen größtenteils durch die Truppen uiid Baschibozuks verübt zu sein. Die türkischen Angaben, wonach bei mehreren in letzter Zeit im Wilajet Monastit vorgekomnlenen Bandenkämpfen die Komitadschis 100 bis 300 Mann verloren haben, stannnen aus Berichten ehr­geiziger Kommandanten und sind übertrieben. Die Klagen über Ausschreitungen der albanesischen Rediefs mehren sich. Im Dorfe Jemdiffe wurde eine Mühle der russischen Untertanen nied er gebrannt. Ein Jrade soll an- ordnen, daß im Bedarfsfälle zur Niederwerfung der Banden in vier Wilajets der Landsturm einberufen werden soll. Das Jrade ist bisher noch nicht zur Ausführung ge- langt Uebereinstimmenden Konsularmeldungen aus Ues- küb zufolge sanden in dieser Woche im Wilajet keine Bcmden- kämpse statt; dagegen mehren sich die Mordtaten auch in unmittelbarer Nähe von Uesküb. Es handelt sich meist um Racheakte. Auch einige Feldwächter wurden er­mord et.

Am Freitag abend erfolgte bei Kilometer 374 der Junk- tionslinie in der 9tühe von GumuWjina, Wilajet Adrianopel, eine Explosion zweier Dynamitbomben. Per­sonen süid nicht ums Leberi gekommen, doch siiid die Schienen in einer Länge von 5^/2 Metern aufgerissen.

In Serbien gehts ähnlich zu. Bei den am 10. Sept, abends abgehaltenen Demonstrationen kamen zahlreiche Ver­wundungen vor. Die Redaktionslokale derNarodni List" und derWetsch. Novosti" sind vollständig zerstört. Beim Kruschewatzer Offizierkorps wurde ein neues Komplott entdeckt. Die Situation wird auch dort immer ernster.

Fürst Ferdinand von Bu l ga r i e n, der seit seiner Rück­kehr aus Ungarn die Landeshauptstadt noch nicht besucht hat, scheint um seine persönliche Sicherheit be­sorgt zu sein, wenigstens läßt er die Zugänge zu dem Schlosse Euxinograd, wo er sich zurzeit aufhält, auf das strengste bewachen, zu welchem Zwecke ein Teil der Garnison aus Barna herangezogen wurde. Wie man aus Sofia erfährt, werden die Lieferanten für die fürstliche Küche einer strengen Leibesvisitarion -.mter'rogeiL Es verlautet, daß diesen Schutz­maßregeln reale Latsaa-en zu Grunde liegen. Zwischen dem Fürsten und der Lankowistischerr Partei entwickelt sich ein erbitterter Kampf, wie in der ersten Stamubowisti- schen (^oche. Auf seinen Wunsch werden alle Lankowiften aus verantwortlichen Aemtem entlassen.

Ter Kommandant des französischen Mittel­meergeschwaders erhielt Befehl, die SchiffeBrennus", ,Katouche Treville" unddu Chayla Linoie" zur Abfahrt, nach der Levante bereitzuhalterr, um den in Macedonien wohnenden, dem französischen Staate Angehörigen Schutz zu gewähren. Tie Schiffsbemannung wurde aus den Be­satzungen der übrigen Schifte des Geschwaders vervollstän­digt. Der Oberbefehl über diese Division wird dem Kontre- admiral Jaureguibery übertragen.

**Konzert aufdemAusstellnngsPlatz Wenn auch die Mtterung nicht günstig ist, möchte doch, heute nach­mittag und abend die Festhalle recht viele Konzertbesucher aufnehmen. Für alle nur mögliche Gemütlichkeit und Be­quemlichkeit wird nach Kräften Sorge getragen werden. Die Gesangsvorträge des Bauerschen Gesangvereins finden

I Meister u. Co., Seifert, Köhler, Joh. Kurt, Schmied, Köhler, Friedrich, Mfer, Hess.-Nass. Hüttenverein, Ostheim, Krailing VII., Heuchelheim, Ballm, Buß, I. Walter, Speier, Merrem u. Knptgen, Mttlich. _ _ _ . r

Bronzene Medaille: Geibel, Stephan, Spieß, Groß, Hütter, Häuser, Henninger, Hollmann u. Co. (Burg­solm), Bogert, Kretz Minerva-Hütte, Krenze, Schieferstem, Hollmann u. Sohn (Obenrdorfer Hütte), Lutz.

Ziegen.

Klasse L Ehrenpreis (30 Mark) Ziegenzuchtverem Gießen; 2. Preis (20 Mk.) Ziegenzuchtverem Lauterbach; 3. Preis: Ziegenzuchtverein Wieseck.

Klasse 2. 1. Ehrenpreis (30 Mk.): Kreisziegenzucht­verein Alsfeld; 2. Ehrenpreis (30 Mk.): Ziegenzuchtverein Burg-Gräfenrode; 2. Preis: R. Weiß, Hof Graß bei Hungen; 3. Preis: Gemeinde Romrod, Kreisziegenzuchtverein Alsfeld. Anerkennungen: Ziegenzuchtverein Wieseck, Kreisziegen­zuchtverein Lauterbach, Kreisziegenzuchtverein Alsfeld.

Klasse 3. Ehrenpreis (25 Mk.): Chr. Rebe (Gießen); 2. Preis: Gg. Schäfer (Gießen); Friedr. Herchenröder, Ober- Moos. 3. Preis: Die Ziegenzuchtvereine Alsfeld und Lauter­bach, Aug. Nöding (Gießen). Anerkennungen: Hch. Müller (Gießen). Die Kreisziegenzuchtvereine Lauterbach, Alsfeld und Konrad Diehl (Ob erhör gern), Ziegenzuchtstativn Wieseck (zweimal).

Klasse 4: 1. Ehrenpreis (25 Mk.): Ziegenzuchtverein Alsfeld, 2. Ehrenpreis: Chr. Rebe-Gießen; 2. Preis: Nik. Wahl (Landenhausen), Kreisziegenzuchtverein Alsfeld; 2. Pr. Kreisziegenzuchtstation Alsfeld, Hch. Essel (Lauterbach), Hch. Seibert (N.-Moos); Anerkennungen: Tie Ziegenzuchtvereine Wieseck (zweimal), Gießen (zweimal).

Klasse 5. Ehrenpreis (20 Mk.): Ziegenzuchtverein Gießen; 1. Preis: Hch. Schrimpf (Maar); 2. Preis: Ziegen- zuchlverein Msfeld, K. Diehl, Ober5Mgern, Mb. Kunz, aLuterbach. Anerkennungen: Hch. Dietz (Metzloos), R. Fink (Leusel), Gg. Bockel, Karl Reuling, A. Wdmg (dreintal), ämtlich aus Gießen.

Klasse 6. Siegerehrenpreis (100 Mk.): Kreisziegen­zuchtverein Lauterbach. Ehrenpreis (65 Mk.): Kreisziegen- zuchwereiu Alsfeld. 3. Preis: Ziegenzuchtverein Gießen. Anerkennungen: Tie Ziegenzuchtvereine Nieder-Weisel und Wieseck.

Klasse 7 fehlt.

Klasse 8. 2. Preis: Llugust Weller, Wieseck.