Ausgabe 
12.9.1903 Erstes Blatt
 
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Besonders verdient hervor gehoben zu werden, daß eine Anzahl kleinerer Aussteller vom Dorfe Zeugnis abgelegt hat von regem Streben und anerkennenskvcrten Leistungen. Eine besondere Befriedigung mußte es den Preisrichtern gewähren, wenn sie Gelegenheit fanden, der heimischen Industrie eine wohlverdiente Anerkennung -u teU. werden ixU lassen. Hier verdienen die Drillmaschinen des Herrn I. A Tröster-Butzbach mit ihrem vorzüglichen Samen­einlauf, sowie die Scl)rotmüylen desselben Herrn mit den eigens konstruierten Hartgußscheiben yervorgehoben zu wer­den als besonders praktische Verbesserungen un Anschluß au bekannte Systeme. Ein nicht geringes Interesse bieten die praktischen Stalleinrichtungen von Hüttenrauch- Apolda, welche schon auf den Ausstellungen der deutschen Landwcrtschaftsgesellschaft gebührend Beachtung 'fnnden und auch hier finden.

In der gedeckten Halle bilden die Erzeugnisse desi Wagenbaues und Sattlergewerbes einen besonderen An­ziehungspunkt. Die glänzenden Wagen und Geschirre der Herren Kilbinger, Spieß, Groß aus Gießen in Wettbewerb mit Gr au e r - Butzbach, Stephan- Großen-Buseck, Eisert-Lauterbach und V ö l z i n g-Groß- Felda, dessen Geschirre und Patentkmnmete, vorzüglich verarbeitet und sinnreich konstruiert, sich mit Recht großer Anerkennung und Verbreitung erfreuen. Wünschen wir dem jungen Meister Glück zu seinen Erfolgen. Des wei­teren verdient die Kollektion landwirtschaftlicher Bedarfs­artikel der Lauterbacher Blechwarenfabrik und Verzinkungs-Anstalt Erwähnung wie die feinen Stahlwaren und Geräte für Hauswirtschaft anderer Fabrikanten. Die Erzeugnisse der Käserei, Waschmaschinen, Buttermaschinen wechseln ab mit den Geräten für Molkerei-- wesen, für >spiritusbeleuchtung und Spiritusheizung. Eine Fülle von interessanten und belehrenden Gegen­ständen für Haus- und Wirtschafts gebrauch!

Die Landwirte mögen Gelegenheit nehmen, bei dem- aächstigen Neuanschaffungen die praktischen Neuerungen, welche die heutige Ausstellung des Oberhessischen Provin­zialvereins in so reicher Fülle bietet, zu beachten, zu prüfen und bei Bedarf anzuwenden, damit die Früchte der kostspieligen Veranstaltung der oberhessischen Larrdwirtschast zureifen urrd die Opfer nicht umsonst gebracht sind.

Die Gießener Industrie, das Gewerbe und der Handel auf der Ausstellung.

Wo immer auch in der Provinz Oberhessen eine Aus­stellung, gleichviel welcher Art, stattfindet, da zeigt Gießen stets seine Leistungen in der besten Weise. Unsere heimischen Industrie-, Gewehre- und Handellr erbend en scheuen weder Mühe noch Kosten, wenn es gilt, eine Ausstellung zu be­schicken, und da ist es kein Wunder, wenn auch die land­wirtschaftliche Ausstellung die Gießener einmal wieder, und zwar im allgemeinen recht glanzvoll in dem Arrangement sowohl, als auch was dre Ausstellungsobjekte betrifft auf dem Posten getroffen hat.

Gleich beim Pasjreren des den Platz durchziehenden Hauptweges fällt die Firma Emil Horst mit ihren aus Zement her gestellten Waren als Futtertröge, Wasserleitungs- rohre re. in die Augen. Daneben hat der elegante Zell- Pavillon der Lahn talk- und Marmor-Industrie August Gabriel jr. seinen Platz gefunden, welcher in seinem Innern ein Arrangement von Ausstellungs-Objekten birgt, das jeder Spezialausstellung der von der Firma vertretenen Branche zur Zierde gereicht. In übersichtlicher Weise finden wir sämtliche Fabrikate, welche die Firma herstellt, in dieser Sond er au ssrellun g hydraulischer Grau-, Schwarz-, Blau- und Dolomit-Kall in Stücken und gemahlen, sowie das in neuerer Zeit in die Fabrikation aufgenommene Marmor- und Dolomit-Mehl; ferner Terrazzosteine in den verschiedensten Körnungen und Farben. Weiter finden wir auch das in den Bieberbrüchen gewonnene Rohmaterial als wundervoll ge­zeichnete Marmorplatten rc. D erarbeitet vor, und vieles andere mehr. Ebenso veranschaulicht eine Kollektion von Kunststeine^ in denen Gabrielsches Fabrikat verarbeitet ist, was sich daraus alles machen läßt. Unser Landesherr war nicht wenig erstaunt, als er diesen Zeltpavillon be­suchte, den Fußboden des Zelles mll dem gleichen Material gedeckt zu finden, das er für einen zu errichtenden Tee­pavillon in Schloß Wo!fsgarten bei der Deutsch en Steinholz-Industrie in Hanau bestellt hat, welche mit Zuhilfenahme von Gabrielschem Steinmehl diese Böden herstellt.

Tie bereite oben erwähnte Firma AugustKilbinger zeigt Luxuswagen mll vollständiger Bespannung, die Ge­schirre der Pferde mll schweren fllberplclltierten Beschlägen verziert und in kunstvoller Sattlerarbeit hergestellt.

Neben den ebenfalls bereits kurz erwähnten Satller- meistern Friedr. Groß und Ehr. Spieß, deren sehr anerkennenswerte Leistungen in den verschiedensten Arten von Geschirren nicht übersehen werden dürfen, hat auch der Wagnerrneister Louis Faber mit dem von ihm vorgeführten Lauterbacher Wagen und dem in Mahagoni und Eschenholz gefertigten Natur-Break sein Können bewiesen. Ter Messer­schmied und Waffenschmied Adam Reinig zeigt in einem recht wirkungsvollen Ausstellungs- und Verkaufsstand Fabri­kate, die für den Landwirt, den Viehzüchter und den Gärtner von Interesse sein dürften.

Kassenscyrankfabrikant Krogmann ist mit fernen diebes- und feuersicheren Geldschränken und Kassetten eben­falls anwesend. Sein Fabrikat hat bereits bei dem großen Brande der Festhalle für das große Schützenfest auf dem Trieb die Feuerprobe bestanden.

Ueberaus reichhaltig ist die gleichfalls schon oben ge­nannte Firma M. Rosenthal mll landwirtschaftlichen Maschinen zur Ausstellung gekommen. Darunter befinden sich mehrere sehr prallisch für den Gebrauch konstruierte^ Neuerungen. Brüder Schmidt bringen in verschiedenen Größen und Systemen eine Anzahl Obstpressen und sonstige für den landwirtjchafllichen Betrieb passende Geräte, wäh­rend Lang und Wied er st ein Gläser für Bienenhonig ausgestellt haben.

Politische Tagesschau.

Gegen Soldateumißhaudlungen.

Ein Berliner Mitarbeiter schreibt uns unterm 11. September:

Eine soeben den Berliner Blättern zugehende Milleilnng behauptet, die Auffassung der Heeresverwaltung über die Soldatenmißhandlungen wiedergeben zu können: Die Miß­handlungen seienhäufiger und vor allen Dingen roher ge­worden". Die Verwaltung wollemit Feuer und Schwert" gegen die Mißhandlungen vorgehen. Ob die Heeres­verwaltung, die im allgemeinen die Oefsentlichkeit nicht über ihre Auffassungen zu unterrichten pflegt, zu dem erwähnten Urtell über die Mehrung und die Art der Mißhandlungen

gelangt ist, bedarf noch der Bestätigung. Die Ankündigung eines äußerst energischen Vorgehens wurde jedenfalls, wenn sie erfolgt ist, in einem anerkannten Preßorgan der Heeres- verrvaltung eindrucksvoller gewesen sein. An der Schärfe der Ahndung der Mißhandlungen hat es bisher nicht gefehlt; insofern sindFeuer und Schwert" bereits in Anwendung. Worauf es ankommt, das ist die möglichste Verhütung von Mißhandlungen. Und in dieser Hinsicht ist zu wünschen, daß Aenderungcn und Erlasse, wie diejenigen über die Beschwerde- psticht und über den räumlichen Abstand der Unteroffiziere von den Mannschaften, allenthalben zur Einführung gelangen.

Aus Stadl und Land.

Gießen, 12. Sept. 1903.

Nachrichten über bemerkenswerte Vorkommnisse in Stadt nnd Land werden stets gern entgegengcnomm-n und angemessen honoriert!

Personalveränderung im Justizdienst. An Stelle des in richterliche Verwendung getretenen Großh. Ge­richtsassessors Weiß wurde Gerichtsassessor Hofmann zum Amtsanwalt für Gießen ernannt.

Prüfungsergebnisse. Sämtliche Schüler, die ich aus dem Institute des Dr. Kübel hier der Herbst­prüfung für Einjährig-Freiwillige unterzogen, bestanden das Examen.

-s- Garbenteich, 9. Sept. Unser Altbürgermeister Schwarz ist im 84. Lebensjahre gestorben.

Bad-Nauheim, 11. Sept. Bis zum 10. September ds. Js. sind 23 006 Kurgäste angekommen, wovon an ge­nanntem Tage noch 2298 anwesend waren. 303 755 Bäder wuurden bis zum 10. September abgegeben.

§ Friedberg, 11. Sept. Die goldene Hochzeits­eier begingen heute Schreinermeister Schneidt und Frau, geb. Reichhold, hier in voller Rüstigkeit.

i. Friedberg, 10. Sept. Der Ob st handel hat be­gonnen. Fallobst wird mit 35 Mk. der Zentner bezahlt. Die Zwetschen werden pro Zentner zu 3 Mark verkauft. Letztere gehen täglich waggonweise per Bahn ab. Der Geschichtsverein wird nächsten Sonntag einen Ausflug nach Laubach zur Besichtigung der Stadtkirche, der alten Befestigungen, des Schloßes und des gräflichen Archivs un- : ernehmen.

hl. Laubach, 11. Sept. Nun endlich scheint der mühe­volle Bau derBahnstreckeLaubach-Mücke seinem Ende entgegenzugehen. Ist doch diese Bahn eine der interessantesten

Man lese den Gießener Anzeiger größte und reichhaltigste Tageszeitung Oberhessens. Zür Anzeigen von außer­ordentlichem Erfolge

Verlag der Gießener Anzeigers vrühl'sche Univerfitätr-Vruüerei

in Oberhessen, hauptsächlich von Laubach bis Freienseen. Denn kaum verläßt sie an manchen Stellen hohe Dämme, um in der nächsten Minute schon in tiefen Einschnitten und ogar kurz vor Freienseen in einem Tunnel zu verschwinden. Wie wir hören, soll am 15. September die landespolizei- !iche Abnahme der Bahn erfolgen. Der Termin beginnt morgens 9 Uhr auf der Station Mücke. Es dürste also daraus zu schließen sein, daß man der Eröffnung der Bahnstrecke am 1. Oktober wohl entgegensetzen kann. Es ist durch diese Bahn einem länstgefühlten Bedürfnisse der Bewohner des Seentales Rechnung getragen worden.

-h- Schotten, 11. Sept. Man ist hier gegenwärtig mit dem Legen von Asphalt-Trottoir beschäftigt. -Jeder Hauseigentümer zahlt pro Quadratmeter 4 Mk., den anderen Teil leistet die Stadt. Da die Nidda an verschiedenen Stellen unter Gebäuden, an den Häusern her, durch Höfe fließt, so soll der Bach gleichzeitig überdeckt werden und die Haus­eigentümer leisten hierzu auch namhafte Beiträge. Die Wasserleitungsarbeiten in Michelbach sind in 14 Tagen beendigt und mit der Kirchweihe findet einWasser­fest" statt.

[ ] Marburg, 11. Sept. Heute nachmittag machte hier ein junger Geschäftsgehülfe seinem Leben durch Er­hängen ein Ende.

Vermischtes.

Kaiser Wilhelm liebt es zu berlinern, wenn er guter Stimmung ist. In einer solchenBerliner" Laune befand er sich auch, als er, wie erinnerlich, den Reichs- kommisiar für die Weltausstellung in St. Louis, Geheimrat Lewald, vor wenigen Monaten nebst dem Berliner Architekten, Professor Bruno Schmitz empfing, welche die Pläne für das deutsche Haus" auf der Weltausstellung vorlegten. Die Risse zeigten eine Fasiade in modernem Barockstil, wie er vielfach bei vornehmen Villenbauten zur Verwendung ge­langt. Der Kaiser prüfte, wie man autentisch mitteilt, die Pläne einige Augenblicke, schüttelte dann zum stillen Ent­setzen desHaus"-Architekten den Kopf und fuhr dann lachend heraus:Dat können de Amerikaner ooch!" Und ohne langes Besinnen machte er dann einen anderen Vor­schlag, nach welchem die Fassade in einer Nachahmung des Mittelbaues des Charlottenburger Schlossers

bestehen sollte. Dieser Vorschlag war natürlich Befehl, aber da der Kaiser bei der Begründung dieser Idee fortgesetzt berlinerte, ist wohl selten eine kaiserliche Willensäußerung in sobodenechter" Liebenswürdigkeit erfolgt. Der neue zweite Entwurf wurde dann vom Kaiser ohne weiteres genehmigt. Das Charlottenburger Schloß ließ Sophie Charlotte, die Gemahlin des ersten Preußenkönigs, im Jahre 1706 erbauen. Es wurde durch die Königin Luise, welche den Aufenthalt in derLützelburg", wie das Schloß damals nach dem in der Nähe gelegenen Dorfe Lützen hieß, sehr liebte, in vielen Teilen verschönert. Die Architektur des Mittelbaus mit dem großen Turm zeigt die klassische Einfachheit Schinkelscher Meister­formen, uud der Kaiser dürfte mit der Annahme wohl voll­kommen Recht haben, daß Jung-Amerika einen solchen histo­rischen Monumentalstil nichtooch kann".

* Der Arm des Tennisspielers. Fast jedes Gewerbe und fast auch jeder Sport hat seine besonderen Krankheiten oder bringt gewisse Veränderungen im Orga­nismus hervor, die als Eigenheiten, des Berufs zu betrachten sind. So hat, schreibt diePost", was wenige wissen dürsten, auch das beliebte und als Leibesübung äußerst wertvolle Tennisspiel schm: seine besondere Krankheit, die von denen, die sie erfahren haben, mit der Bezeichnung Tennisarm" belegt worden ist. Sie hat auch schon ihren Monographen in der Person des französischen Arztes Dr. Clada gefunden, der ihr eine ausführliche Abhandlung im Pariser Progrös Medical widmet. Der Tennisarm, als Krankheit verstanden, tritt in zwei verschiedenen Formen aus, erstens unter der Form einer Muskelschwäche, und zweitens unter der einer wirklichen organischen Störung in der Nachbarschaft des Ellbogens. Letztere ist mehr zu fürchten, und dem Erkrankten bleibt nur der eine Trost, daß das Leideri ganz ausschließlich unter guten Spielern vor­kommt. Es kennzeichnet sich durch einen plötzlichen Schmerz im äußeren Teile des Ellbogens unterhalb des Gelenks, und außerdem durch eine Lähmung des ganzen rechten Arms, die soweit gehen kann, daß das Glied schlaff am Körper heruntersinkt, und der Schläger aus der Hand fällt. Tie unmittelbare Ursache scheint die Heftigkeit der Muskel­zusammenziehung zu sein. Der Tennisarm meldet sich selten als Folge sehr langen Spielens, auch nicht bei einem Anfänger oder einem Spieler, der nach einer langen Pause das Spiel wieder aufnimmt. Gerade die am besten aus­gebildeten und muskulösesten Spieler werden am meisten davon befallen, während schlechte Spieler davor gesichert sind.

Landwirtschaft.

Futterstoffe für Pflanzenfresser sind ein ge­suchter Artikel, wenn die Ernte an herkömmlichem Viehfutter mißraten ist. Was soll dem Vieh an Stelle des üb­lichen Futters dann gereicht werden? Pflanzliche Stoffe mit einem gewissen Nährgehalt, wie Rinde, Laub und Nadeln, sind zwar bequem zu haben, werden jedoch vom Vieh nicht an­genommen. Unterwirft man jedoch die genannten Stoffe einer be­sonderen Behandlung, dann können auch sie als Nahrungsmittel von einigem Wert verwandt werden. Zu diesem Zweck werden sie fein gemahlen und mit Melasse znsammengekocht. Beide Maß­nahmen, die Zerkleinerung und das Kochen, bewirken, daß der geringe Gehalt der Grundmasse an NährmiUeln aufgeschlossen, er­weicht und besser verdaulich gemacht wird. Dazu tritt noch die Durchsetzung des Futtermittels mit Melasse, einem Stoffe, den die Tiere begierig annehmen, und der zugleich hohe Nährkraft besitzt. Die Vorliebe für Melasse ist bei manchen Pflanzenfressern so groß, daß sie selbst Blut genießen, wenn es mit Melasse versetzt ist. Man stellt daher aus Blut ein besonderes Kraftfutter her, insbesondere für Pferde, die schwer arbeiten müssen, indem mau Blut und Me­lasse mit einem Trager, wie Sägespänen, Spreu oder ausgelaugten Torfsasern, gründlich durchmengl und trocknen läßt. Der süße Melassegeruch übertönt den Blutgeruch so sehr, daß sich die Pferde und andere Tiere mit Vorliebe diesem Futter zuwenden. Ja, an die Stelle des Blutes können sogar minderwertige Fleischabfälle, Eingeweideteile und Knochen treten, die vorher gründlich zerkleinert sind. Und bannt das Ganze an Schmackhaftigkeit gewinnt, mischt man ihm zweckmäßig noch etwas Salz, Oel, Oelkuchen oder an­dere Nährstoffe bei. Auf diese Weise werden unsere friedlichen Pflanzenfresser, ohne daß sie es ahnen, zu Omnivoren, die keinerlei Kost verachteri.

Ausjllg ans den standrsamtsrkgisteio irr Stadt Gußrn.

Aufgebote.

September. 7. Karl Wilhelm Vogel, Mechaniker dahier, und Louise Eonrad zu Malstadt-Burbach. 8. Curt Georg Mädler, Mechaniker zu Wetzlar, und Friederike Berninger dahier. 10. Theodor Rohrbach, Dachdecker dahier, und Anna Elisabethe Wahl, Köchin zu Lauterbach. 10. Albert Haubrich, Kaufmann zu Weidenau, und Elisabethe Jung dahier.

Eheschließungen.

September. 5. Johann Evangelist Tritscheler, prakt. Tierarzt zu Asbach, Kr. Neuwied, mit Hermme Marie Johamia Hoffmann, gen. Hellellbracht, Verkäuferin dahier. 7. Jakob Simon, Vieh­händler zu Gladenbach, und Emma Meyer, Haushälterin zu Hungen. 10. Johann Friedrich Lotz, Friseur dahier, mit Elisabethe Schmandt, Tochter des verstorbenen Wirtes Johann Karl Schmandt zu Gießen.

Geborene.

Augirst. 31. Dem Schneider Johann Wilhelm Balzer eine Tochter. September. 1. Dem Kaufmann Georg Karl Hüttenberger eine Tochter, Margarete Marie. 2. Dem Regierungsassessor Johann Justus Reimherr eine Tochter, Annita Luise Elisabethe Amalie. 3. Dem Dachdeckermeister Heinrich Ruckstrihl II. einen So hm 3. Dem Metzgermeister Ludwig Martin Weber eine Tochter, Elisabethe Susanne Marie. 3. Dem Hausburschen Karl Mandler eine Tochter, Anna Bertha. 4. Dem Former Friedrich Peter Setzer einen Sohn, Friedrich Peter. 4. Dem Zuschneider Karl Aieixner eine Tochter, Hedwig Marie Atathilde Anna. 4. Dem Aieizger Konrad Semmler eme Tochter, Anna. 4. Dem Schuhmacher Heui- rich Wiegand 'eine Tochter, Henriette Luise. 5. Dem Taglohner Wilhelm Karasch einen Sohn, Wilhelm. 5. Dem Stationsgehilfen Karl Emil Rujag eine Tochter. 9. Dem Straßenkehrer Nikolaus Rausch eine Tochter.

Gestorbene.

September. 7. Friedrich Konrad, 70 Jahre alt, Lumpen- sammler dahier. 7. Philipp Glas HL, 85 Jahre alt, Pflegling, früher Taglohner dahier. 9. Ehrlstme Fischer, geb. Köhler 59 'lahre alt, Witwe von Landwirt Friedrich Fischer dahier. 9 Gertrude Elisabethe Eller, 7 Atonate alt, Tochter des Taglöhners Konrad Eller dahier.

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