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Zweites Blatt.
Donnerstag IS.MNrzi ttOg
153. Jahrgang
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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51 e -eullge Dummer umsaht 10 Seite».
Militärisches im Mcichstag.
Unser Berliner pariamcntarifajer Mitarbeiter schreibt unterm 11. März:
Tie Arbeiterverhältnisse in den Spandauer Militär- werlslärten bilden Jahr aus Jahr ein den Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen im Reichstag. Die Vertreter der Wahlkreise Potsdams 7 und 10, die Abg. Pauli (wilbk.) und Zubeil (Soz.), geraten bei diesem Etatstitel regelmäßig zusammen, und wenn es diesmal mit besonderer Wucht geschah, so hat das seinen Grund in der Nähe der Neuwahlen. Der außerordentlich lungenkräftige Sozialdemokrat beabsichtigt, die Tausende von Spandauer Werkstätten-- arbeitern ins radikale Lager hinüberzulocken. Zu diesem Zweck bemüht er sich, die arbeitecfreundliche Gesinnung des „schlichten Mannes aus der Werkstatt", als welchen sich Herr Pauli, seines Zeichens Tischlermeister, bezeichnete, ins Lächerliche zu ziehen. Daß Ausfälle gegen die Militär- Verwaltung nebenher liefen, versteht sich bei Herrn Zubeil, einem Mann der scharfen Tonart, von selbst. Stundenlang dröhnte dessen Stimme durch den Sitzungssaal, auf die Nerven schlagend, sodaß die alten Herren unter den Parlamentariern sich veranlaßt sahen, ihr Schlummer-Viertel- stündchen in den Fol-ers zu absolvieren. Einige Sensation erregte die Behauptung des Redners, es sei dem Arbeiter- Ausfchuß angedeutet worden, die Militärwerkstätten würden aus Spandau verlegt werden, wenn diesmal dort ein Sozialdemocrar in den Reichstag gewählt werden sollte. Der zuständige Dezernent des Kriegsministers, Gcncral- icuinaiit v .Einem, entkräftete diese Behauptung sofort durch energisches Lopsschü.teln. In erklärlicher Aufregung trat zunächst der wiederholt apostrophierte Abg. Pauli dem sozialistischen Wortführer entgegen. Er machte u. a. Anspielungen auf die „Arbeitergroschen" von denen Herr Zuoeil feine Existenz friste, was zu lärmendem Widerspruch auf der äußersten Linken führte. Mit überlegener Ruhe und darum wirksam polemisierte Generalleutnant v. Einem gegen Zubeil. Er stellte fest, daß zur Zeit Gesuche von *J<uO Arbeitern um Beschäftigung bei den Mili- tärwerkstätten Vorlagen, was sich mit oer Zubeil'schen Be hauptung, es herrschten in diesen Werkstätten jammervolle Zu stunde, schlecht zusammenreimen lasse. Auch die Lohn- Ucbersicht, die der General alsdann dem Hause gab, gewährte ein anderes Bild, als es Herr Zubeil vorgeführt hatte. Die Logik, so meinte der Vertreter der Militär-Verwaltung, müsse Herrn Zubeil eigentlich dazu führen, jeden aus den „schauderhaften" Militärwerkstätten entlassenen Ar- beiter mit den Worten zu begrüßen: „Freue Dich, Bruder- herz. Du hast die Freiheit wieder!" Stürmische Heiterkeit. General v. Einem führte die Sache der Regierung auch weiterhin mit gutem Humor und mit Geschia; er ist zur Zeil der geivandteste Tebatter aus dem Ressort des preußischen Kriegsministeriums. Der Verdruß des Abg. Zubeil, derart matlgesetzt zu sein, entlud sich in einem scharfen persönlichen Ausfall gegen den Abg. Pauli, der mittlerweile den Sitzungssaal verlassen hatte. Er beschuldigte ihn der Feigheit und wurde deswegen vom Präsidenten, unter geräusä)vollem Protest der äußersten Linken, zur Ordnung gerufen. Der befreiende Humor des Generals v. Einem tam auch in einer zweiten Rede zum Durchbruch. Er schloß sie mit dem an die Adresse des Abg. Zubeil gerichteten Zitat aus „Wallenstein": „Laß es genug sein, Sem! Komm herab! Es graut der Tag . . ." Herr Zubeil befolgte den Rat und mied für heute die Rednerbühne. — Ta der Reichstag endlich beschlußfähig war, konnte der Präsent die letzthin ausgesetzte Abstimmung über die Gehaltszulage für die Oberstleutnants der Infanterie herbcifuhren. Src fiel ablehneiid aus, da außer der Linken das Zentrum, die Polen und fast alle Antisemiten dagegen stimmten. Die in Frage kommenden Stabsoffiziere werden sich indessen nicht länger als ein Jahr zu gedulden haben. Hat doch der Zenirumsredner Abg. Roeren gestern durcyLlicken lassen, daß seine Partei nicht abgeneigt sei, der Angelegenheit bei der Verhandlung über die neue Militarvorlage naher- zutreten. Tie Sitzung wurde gefüllt durch Beschwerden des Abg. Bebel (Soz i über außerdienstliche Verwendung von Soldaten, des Abg. Ledebour (Soz.) über die Konkurrenz der Militärkapellen gegen die Zivilmusiker, und durch einen Vortrag des Mg. Graf Roon (Ions.), der im Gegensatz zu Bebel den Offizieren das Recht gewahrt toiffcn will, aus die Befestigung des religiösen Empfindens der Mannschaften hinzuarbeiten.
Milischt Tagesschau.
Der Kaiserbrief an Admiral Hollman»
beschäftigt auch die ausländische Presse, doch geht das Urteil nach allen Richtungen der Wmdrose auseinander. Man ''ireitet sich fast allgemein darüber, ob der Kaiser nach diesem Briefe den Orthodoxen oder Liberalen zuzurechnen sei — in Wirtlichkeit ist wohl keines von beiden der Fall. Die den Kundgebungen des Kaisers sonst im allgemeinen günstig ge- «enüberstehende deutsch-amerikanische New-Yorker Staatsztg. meint (Nr. 46), daß für diesen Brief ferne Veranlassung vor- oaeleaen habe unb fährt fort.
Ter Kaiser sieht nicht auf festem Boden, wenn er die Bibel «mf Grund von Forschungen angreift, bie weder Neues liefern noch »inwiderlealich sind. Er ist voll,land,g tm Unrecht, wenn er ver- st), daß auf Grund ihm erst spät gewordener Erkenntnis die Grundlage, auf der die christliche Religion aufgebaut «st rekon- «rn rrt inerbeit muß (!). Er |elb|t sagt ncgtig, Religion ,ei nie- Snaü »a* Greebms 6.r SBinentoaft geilen, jonben! »er äe£ menlchlichen Herzens und Wesens aus dem Berkehr mit Gott, vlnd nun wüt er auf einmal, well er glaubt, bie Wissenschaft habe
etwas bewiesen, diese Wissenschaft als maßgebend für die christliche Vebre betrachtet haben. Das ist ein Widerspruch, der seine Kundgebung sofort als irrig erkennen laßt.
Welter führt das Blatt auS, daß durch DelitzschS Theorieen nicht das mindeste geändert werden dürfe und die von ihm für neu gehaltenen wissenschaftlichen Ansichten keinerlei Einfluß auf die christliche Religion ausüben wurden. Das Aufsehen, das der Brief im Auslande erregt hat, ist zum Teil wohl auf Rechnung der ungewohnten Erscheinung zu setzen, daß ein Monarch überhaupt in religiösen Dingen eingehend seine Anschauungen darlegt. In Amerika, wo man feinen ,Summeplstopat' kennt und der Staat nut der Kirche ganz und gar nichts zu tun hat, mußte dieses Vorkommnis natürlich um so größeres Aufsehen erregen.
Zur klmser»ativ'klerlkalen Verbrüderung.
Man schreibt uns aus Berlin, 11. März:
Daß für die preußischen Landtagswahlen eine enge Verbindung der Konservativen und dcs Zentrums aiiße» strebt wird, kann keinem Zweifel unterliegen. Beide politischen Gruppen sind seit einiger Zeit, wie aus den Verhandlungen des Abgoordnetenhauies hervorgeht, voll zarter Rück- fichtliahmc gegeneinander. Beifalls- und Mißsackensäußer- ungen ertönen in der Regel unisono von rechts unb aus dem Zentrum. Wo die Konservativen, wie bei der Interpellation über den Trierer Fall, um die Stellungnahme gegen die Freunde nicht herum können, da geschieht es in . vorsichtiger Weise. Soeben legt die wnservatlve „Kreuzzeitung" eine Lanze ein s u r — die Aushebung des §2 des Jesuitengesetzes. Das ist gewiß alle.- Mögliche angesichts der Bewegung gegen die allmähliche Abtragung Dieses Gesetzes, eine Bewegung, woran auch Kreise beteiligt sind, die man den konseruativen zuzurechnen pflegt. Die „Kreuzztg." findet es „einigermaßen auffallend, daß gerade die Natuinatliberalen jetzt üic Führung in dem Kampfe gegen die Aushebung des § 2 übernommen haben Im Sinne ihres verewigten Führers Bennigsen handeln sie damit sicherlich nicht." Daß Bennigsen im Jahre 189ü sein Einverständnis mit der Außerkraftsetzung des § 2 ausgesprochen hat, ist bekannt, und es bedurfte nicht der Erinnerung daran. Fürst Bismarck sagte einmal, als man ihm eine Aeuderung seiner Auffassung vorwarf: „Man kann als Politiker nicht zu jeder Zeit uni) unter allen Umständen dasselbe tun." Sehr wahrscheinlich würde der nationalliberale Führer, wenn er noch lebte, heute über die Bedenken, die von einer Reihe von Bundesregierungen wie von einem großen Teil der Bevölkerung geäußert werden, nicht durch starres Festhalten an seiner Meinung hinweggehen, sondern sich die Frage vorlegen, ob die politische Lage, vor allem, ob der gegenwärtige Stand des konfessio- nellm Friedens nicht eine Nachprüfung des Urteils erfordere. Dem konfessionellen Frieden ist — das erhellt zur Genüge aus den Kundgebungen — nicht mit der Abbröckelung des Jesuitengesetzes gedient. (Vgl. unsere heutige Tagesschau „Sachsen und die Jesuiten".) Die Deweguiig ist so lebhaft und so tiesgehend, weil man allenthalben eine Bevorzugung des Zentrums zu spüren glaubt. Man will nicht, daß das Zentrum noch mehr gestärkt werde in seiner Machtstellung durch Erfüllung feiner Wünsche, die immerhin den Schein eines Zugeständnisses, einer Belohnung für geleistete Dienste hat. Bennigsen wäre sicherlich der Erste gewesen, der Front gemacht hätte gegen die „Zentrumsstimmung". Im preußischen Landtag i)t deutlich zu erkennen, woraus bie konservativ-klerikale Verbrü- berung hinaus will. Diese Parteien haben sich zusammen- gefunben auf ber Plattform eines Kampfes gegen ben Unglauben". Also bie Wieberausnahme ber Formel Caprivis bei ben preußischen Schulgesetz-Debatten: Christentum ober Atheismus. Ein Sieg ber Konservativen unb bes Zenturms bei ben Lanbtagswahlen betreutet: Schulgesetzgebung nach bem damaligen, dem Ansturm der Oessentlichkeit zum Opfer gefallenen Muster, stark agrarisch beeinflußte Gesetzgebung und Vertagung wichtiger Verkchrsptvjette, wie der Kanal- bauten auf den Nimmermehrstag. Nein, ein weitblicken- ber Politiker wie Rubols v. Bennigsen würbe dem Zentrum nicht ben Weg ebnen geholfen Haven. Das „Auffallenbe" ist nicht, daß, nach der „Kreuzztg.", die Nationalliberalen die Führung in dem Kampf gegen die Aufhebung des 8 2 des Jesuitengesetzes übernommen haben — sondern, daß die Kvnsetvattven um Schonung der politischen Freundschaft willen die Stimmen im eigenen Sager geflissentlich übet» hören, die sich gegen die Verbrüderung mit dem Zentrum und gegen ben preußischen Antrag richten.
st a n d e s. Die Wirren verwirren die Gemüter, entziehen sie der Produktion und Arbeit unb verderben oft Unserem Herzen teure Familien unb junge Kräfte, die Unsere Heimat nötig hat. Von hoch und mebrig bie Erfüllung Unseres Wunsches forbernb, sowie ben festen Widerstanb gegenüber jeber Beeinträchtigung bes normalen Laufes des Volks-, lebens, unb Dertraueub aus bie ehrliche Erfüllung der dienst- licheii Lommunalpsl.chten von feiten aller, haben Wir Uns unbeugsam entschlossen, zur Reife gelangte Bedürfnisse deS Staates unverzüglich zu befriebigen und für gut befunden, die unabwcichbare Beobachtung ber Tolerauzgeboto zu sichern, welche durch bie Crunbsätze bcs russischen Reiche- vorgezeichnet sind, unb, die orthodoxe Kirche als herrschende achtend, allen aiidersgläubigen Untertanen und fremden Konfessionen bie Freiheit bes Glaubens unb Gottesdienstes nach anderem Ritus zu gewähren. Ferner haben Wir für gut befunden, die Durchführung der Maßnahmen zur Aufbesserung der materiellen Lage der orthodoxen L a n d g e i ft l i ch ke i t fortzusetzen, um deren Teilnahme an dem geistigen und öffentlichen Leben ihrer Herde zu vertiefen. Entsprechend den bevorstehenden Aufgaben der Festigung Der Volkswirtschaft ist bie Tätigkeit Der Institutionen |ür ben Staalskrebit, bcsonbers der Adels- unb Bauernban ken, auf bie Festigung unb Entwickelung des Wohlstande s der Grunds Pfeiler des rufjischen Dorflebeus, des lokalen Adels und der Bauern, zu rügten. Die von Uns oorgezcichneten Arbeiten sind zur Duru)sicht der Gesetze für bie Landbevölkerung nach ihrer Ausführung an die Gouvernementskonferenzen behufs weiterer Ausarbeitung unb Anpassung an bie totalen Besonberheilen unter weitgehcnber Hinzuziehung von bas öffentliche Vertrauen genie gilben Per sollen zu überweisen. Die Grunblage der Arbeiten bleibt ber unantastbare Gemeinbebesitz, bei Ausfillbigma-chung von Wegen, um den Bauern den Austritt aus ber Gemeinde zu erreichtem. Unverzüglich sind Maßnahmen zu ircjfen zur Aufhebung der den Bauern lästigen Haftpflicht. Die Gou- oemementskreisverwaltung ist zu reformieren durch Arbeiten oer lokalen Vertreter. Aufgabe Der weiteren Regelung des lokalen Lebens nnro die Annäher^ ung der Kommunaloerwaltung und Pfarrkuratorien ber orthodoxen Kirchen fein, wo sie möglich ist. Indem Wir alle Untertanen aufforoem, mitzuwirten bei derBefestig- ung der sittlichen Grundlagen der Familie, Der Schule und Des öfselillicheii Lebens, beiehlen Wir Unseren Ministern und allen betreffenden Lberbeamten, Uns ihre Erwägungen über die Ausführung Unserer Absichten zu. unterbreiten. ___
Minister Balfour unb die Bibel.
In dem Manswnshause zu LouDon fand am Samstag die Jahrhundertfeier der englischen, und ausländischen Bibelgesellschaft statt. Ter Lordmayor, der bekaniltlich Israelit ist, erklärte bei der Erüfsnung der Feierlichkeit, daß vie Leute, die nicht verstehen könnten, daß er als Jude bei dieser Gelegenheit den Vorsitz führe, „lieblos" feien und nicht den wahren eß r i ft l i a) e n Geist zeigten. Er freue sich, zugegen zu fein, denn er sei aufgeklärt genug, anderen Glaubensbekenntnissen gegenüber Duldung zu zeigen, unb bie Sache einer Gesellschaft zu vertreten, die in der ganzen Welt unermcßbar viel gutes getan habe. Der Premierminister hiell eine etwa 20 Minuten Dauernde Ansprache. Er sagte, daß die Bibel, wenn man die Religion außer Betracht lasse, eine große Wohltat für die führenden Wissenschaften gewesen sei. Aber es feien nicht die Wissenschaften für den Erfolg der menschlichen Gesellschaft zu toben, sondern die Religion. Sie sei die treibende Kraft bei aller Arbeit, die von Erfolg gekrönt werde. Der Premierminister bekannte sodann, daß er fest daran glaube, daß die Bibel immer noch die Quelle deS Trostes, ber Hoffnung und ber Belehrung sei. Für bie Gelehrteren, bie aber deshalb dem himmlisu-cn Königtum keinesivegs näher stünden, als die anderen, habe bie heilige Schrift heute sogar größeres Interesse als vielleicht lemaLS zuvor. Daß man im stanbe sei, trotz trennender religiöser Ansichten sich aus den gemein- famen Boden der Bibel zu stellen, das müsse bie Barmherzigkeit stärken und ben Blick erweitern. Balsour schloß mir einem Appell, religiöse Einigkeit und religiöses Zusammenwirken zu fördern. Ter Marquis von ^corthampdon, Vorfitzenber ber Bibelgesellschaft, teilte mit, daß man einen Aufruf zur Sammlung von 200000 Psunb erlasse. Bon dieser Summe seien 35000 Pfund auf privatem Wege bereit- gesammelt worden.
Sin Manifest deS Zaren.
Eine Sonderausgabe des russ. „,i gierung5boten" veröffentlicht folgendes Manifest des Kaisers: Als Wir den Thron Unserer Vorfahren nach Gottes Vorsehung bestiegen, taten Wir das heilige Gelübde vor dem Allmächtigen und Unserem Gewissen, die Jahrhunderte alten Pfeiler der Macht Rußlands heilig zu hüten und Unser Leben bem Dienste bes geliebten Baterlanbes zu weihen. — In dem unermüdlichen Sorgen für Unsere Untertanen wählten Wir für die Verwirklichung des Dolkswohles den Weg im Sinne der denkwürdigen Taten Unsrer Vorgänger, besonders Unseres unvergeßlichen Vaters. Es hat Gotl gefallen, die Tätigkeit Meines Vaters durch dessen frühzeitiges Ableben zu unterbrechen. Gott legte Uns dadurch die heilige Pflicht auf, die von ihm begonnene Befestigung der Ordnung unb Wahrheit, entsprechen!) ben Forderungen des Lebens des Bolles, zu vollenden. Zu Unserem tiefen Bebauern Hinbern bie Wirren, welche teils durch staatsfeindliche Ab fichten gesät, teils durch Lehren, welche dem russischen Leben fremd fdtb, erzeugt wuroen, die allgemeine Arbeit o r k-r Aufbesserung des Bolkswohl-
Preustifches Adgrorduereuhttus.
41. Sitzung vom 11. März.
Etat ber LotterüVerwaltung. — Berichterstatter Dbg Ehlers (fr. Vg.) befürwortet eine Resolution der Kommission, in weiter bie Regierung ausgeforbert wird, zur Beseitigung bei Mißstänbe, die sich aus dem unerlaubten Vertrieb e fremder Lotterielose ergeben, in Betracht zu ziehen a> eine reichsgesetzliche Regelung des Lotteriewesens, b) bie Bildung einer Lotteriegemeinschaft der beteiligten deutschen Staaten, ch bie Berschäifung der Strafbestimmungen gegen ben unerlaubten Skrmcb fremder Lose. — Minister o. R h e i n b a b e n führt aus, bie Einführung einer fünften Klasse bei ber preußischen Lotterie unb bie Vermehrung ber mittleren und kleineren Gewinne sei nötig, um bei Konkuirenz bei anberen Staaten zu begegnen; außcibem sei bies eine Pflicht gegen bie Spielet, bie buich Strafgesetze verhinbeil würben, in auswärtigen Lotterien zu spielen. Eine reich-gesetzliche
.lang bes Lotlerieioesens fit sä)wer burchsichtbar, weil ^azu ejie Lenoerung der Reichstchassung nöttg «ein würbe. — Abg. K t au f e-L^albenburg (fei.; piaibiert für Illttet-


