Ausgabe 
12.1.1903 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

jährlich Mk. 2.20; durch

Abhole- u. Zweigstellen

V monatlich 65 Pf.; durch die Post Nik. 2. viertel-

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen iür die Tagesnummer biS vormittag- 10 Uhr. Zeilenpreis, lokal 12Pf^ auSwärtS 20 Pfg.

Verantwortlich für den poltt. u. allgem. Teil i.V.; Fr.Hannemann; iür »Stadt u. Land" und »Gerichtssaal": Curt Plato; iür den An­zeigenteil: HanS Beck.

Nr. 9

Erscheint tNgNch

außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hesstfchea Landwirt die Siebener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegt.

/Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'fchen Unioeri.-Buch- u.Stein- kuderet (Pietsch Erbens 'Kdaktion, Ervedttton und Druckerei:

Schnlftratze 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

FkrnsprrchanschlußNr 51.

Zweites Blatt. 153. Jahrgang Montag 12.Jannar 1&03

GzcheKerNnNtßW " General-Anzeiger

yeutLge Yvmmer umfaßt 10 Seiten.

Sin Attentat aus den König von Spanien.

Wie wir aeflern schon durch Aushang bekannt machten, ist auf den König von Spanien ein Attentat verübt worden. ES liegen biS jetzt folgende Meldungen deS .Wolffschen Telegraph en bureaus vor:

Madrid, 10. Jan. (Amtliche Meldung.) Als der königliche Wagen sich auf der Plaza Oriente befand, trat ein Mann aus einer Gruppe Neugieriger hervor, erhob den Arm und gab einen Pistolenschuß auf den Wagen des Oberkammerherrn ab, konnte aber nur einmal schießen, baut der Befehlshaber der königlichen Eskorte verlebte ihn durch einen Säbelhieb am Kopfe und verhinderte so den zweiten Schuß. Tem Könige wurden Huldigungen dargebracht. Die Wagen fuhren langsam weiter nach dem Palast. Ter Präfekt ließ den Mann in Gewahrsam bringen, wo er erklärte, er heiße Feito, sei in Posada in der Provinz, Oviedo geboren, 34 Jahre alt und im Juni aus Mexiko angekommen. Tem Könige wurden von hervorragenden polittschen Per­sönlichkeiten begeisterte Kündgebrrngen der Loyalität dar- gebracht.

Madrid, 10. Jan. (Ausführlichere Meldung.) Ter König, die Königin-Mutter imb-Infantin Ma­ria Theresa hatten abends, wie herkömmlich, der Salve in der Kirche Bueen Suceso beigewohnt und begaben sich -u Wagen nach dem königlichen Palaste. Hinter ihnen fuhr der Wagen des Oberkammerherrn, Herzogs de Svto- mayor. Eben war die Plaza Oriente erreicht, aU ein Revolverschuß gegen den zweiten Wagen ab­gegeben wurde. Ter Befehlshaber der königlichen Eskorte st reckte den Verbrecher durch einen Säbelhieb zu Boden. Als der König den Schu'ß vernahm, beugte er sich ans Wagenfenster, wurde aber von der Köniatn- Mutter an der Hand aus den Sitz zurückgezogen. Ter Ver­haftete, der nach nunmehriger Feststellung Feito heißt, er­klärt, ec habe nicht beabsichtigt, irgend jemanden von der königlichen Familie zu töten, sondern den Oberkammerherrn, gegen den er emfte Beschwerden habe. Er leugnet, Anarchist p sein, und giebt an, er sei mit einer Französin verheiratet. Die im Jrrenhause sei. In seinen Taschen fand man eine Reihe Papiere, darunter eingeschriebene Briefe, an mehrere Monarchen Europas, an den Präsidenten Roosevelt und an einen Gerichtspräsidenten in Mexiko. Feito machte seine Aussagen beim Verhör ruhig, doch geht aus seinen Reden selbst hervor, daß er nicyt klaren Geistes ist. Eine Depesche des Ministers des Innern an die Präfektat stellt fest, daß der von Feito verübte Anschlag gegen den Ober- kammerherr-n und nicht gegen den König gerichtet war. Wie sich herausstellt, befand sich der Herzog de Soto- mayor nicht in dem Wagen, gegen den Feito den Schuß ab^ab, vielmehr faßen in ihnt der Oberstallmeister Älarquis Mina und zwei Palastwürdenttäger. Ter Polizist, der Feito verhaftete, erzähll: Als der Wagen des Königs vorüber war, sei der Mann vor gesprungen und habe einen Pistolen­schuß auf den zwecken Wagen abgegeben. Er habe ihn dann durch einen Säbelhieb verhindert, noch einen Schuß abzufeuern. Feito rief ihnai zu:Sie wollten mich töten, aber ich will den Herzog de Sotomayor töten, der die Ursache all meines Unglücks ist." Bei dem .Verhör im Hauptgefängnis wiederholte Feito nachdrücklich die Erllü- runa, daß er niemand von der königlichen Familie töten wollte. Ter Ministerpräsident teilte abends Berichterstattern mit, Feito glaubte in der Tat, daß der Herzog de Soto- mayor sich im zweiten Wagen befand.

Madrid, 11. Jan. Tie Behörden gewamten aus den Verhören Feitos die Ueberzeugung, daß er an Ver­folgungswahn leidet.

Madrid, 11. Jan. Es heißt, daß der Attentäter Feito auf Ansuchen seiner Gattin bereits einmal in einem Jrrenhause in Marokko unter gebracht war.

Madrid, 11. Jan. Tie Feststellungen der Polizei und des Präfekten ergaben als sicher, daß Feito keine Be­ziehungen zu den Anarchisten hatte.

Ein weiteres Telegramm meldet uns:

Madrid, 11. Jan. Zu dem Attentatsversuch werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: In den Taschen des Attentäters fand man verschiedene Papiere, darunter eine Visitenkarte des Bürgermeisters von Madrid, Schreiben an den deutschen Kaiser, den Zaren, den König Eduard, den Präsidenten Roosevelt und den Präsidatten des obersten Gerichtshofes in Mexiko. Ter Attentäter nennt sich 5cito und behauptet, mit einer Persönlichkeit verheiratet zu sein, die er, weil sie geisteskrank, in einem Asyl inter­niert habe. Er sei kein Anarchist. Ter Minister des Innern hat sofort an den Präfektat telegraphiert, daß das Attentat nicht gegen den König gerichtet gewesen sei. Feito ist gestern abend noch einem Verhör in das Gefängnis ab­geführt worden. Ter Untersuchungsrichter begab sich nach 9 Uhr abends nochmals ins Gefängnis, um ein neues Verhör anzustellen. Feito blieb dabei, daß er nicht die Absicht hatte, ein Attentat gegen die königliche Familie zu verüben.

Der Konflikt mit Kmezuela.

Tie nach Verliit gelangten Erllärungen Castros sind so wird offiziös geschrieben zwar noch weit entfernt, in jeder Beziehung zu befriedigen, sie lassen aber doch in gewissen Punkten ein Ein lenken erkennen. Es ist vielleicht möglich,für den Ernst der Nachgiebigkeit Venezuelas bestimmtere Bürgschaften zu erhalten und auf dieser Grund­lage mit einem Vertreter Venezuelas in Washington in eine Vorbesprechung über die Regelung der Angelegenheit ein- zutreten. In amerikanischen Kreisen wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, diese Vorbesprechungett könnten zu einer umfassenden Einigung führen, sodaß Stteckpunkte, die der

Entscheidung des Haager Schiedsgerichts zu unter­breiten wären, nicht mehr übrig bleiben würden. Ob in der Tat die Haltung Venezuelas eine solche sein wird, daß diese Hoffnung Jtcfi erfüllt, bleibt abzuwarten.

Ueber den Inhalt der Antwortnote Castro- verlautet: Sie enthüll die in allgemein zustimmenden Ausdrücken ab- gesaßte Annahme der Forderungen der Mächte. Es wird nunmehr dlie Aufgabe der Tiplomatte sein, diese Zusage in durchaus befriedigende Form zu bringen, und es werden zu diesem Zwecke die Verhandlungen fortgesetzt. Tie Zusage Castros beweist, daü die örtliche Blockade nicht wirkungslos geblieben ist, vor allem aberXläßt sie darauf schließen, daß Castro bte Hoffnung verloren hat, daß die Vereinigten Staaten sich schützend zwischen ihn und die Mächte stellen werden.

Caracas, 11. Jan. Tie Regierung wurde davon in Kenntnis gesetzt, daß die Mächte nicht beabsichtigen, die Blockade vor der Ankunft des amerikanischen Gesandten Bowen in Washington aufzuheben.

Deutsches Keich.

Berlin, 10. Jan. Ter Kaiser bestimmte, wie aus Kiel gemeldet wird, daß die Mannschaften sämtlicher See- ftreitrräfte in Venezuela einschließlich der Schulschiffe Kriegsgebührnisse erhalten. Tie Bekanntmachung der Blockade am 20. Dezember gilt dabei als Beginn der Mobil­machung.

In der g»roßen Wandelhalle des Reichstages auf dem Grundstein des Reichstagsgebäudes ist jetzt das Gysis-Modell der Statue Kai ser Wilh e lm I. in derselben Größe und Ausführung aufgestellt worden, wie es später in Marmor sich dort erheben soll. Tie Figur hat fast doppelte Lebensgröße.

Wie ein parlamentarischer Berichterstatter meldet, ist der Wortlaut der Thronrede, welche Graf Bülow bei Eröffnung des preußischen Landtags am Tienstag verlesen wird, bereits festgestellt. Ter Passus, daß die Kanal-Vorlage auf alle Fälle in einer anderen Session eingebracht werden wird, soll in derselben enthalten fein. Im übrigen wird die Thronrede als Vorlagen ankündigen: den Etat, die sechs Werstaatlichungsgeseße von Eisenbahnen, den Gesetzentwurf betreffend den höheren Verwaltungsdienst und die Vorlage betreffenb Umgestaltung des Grunewaldes.

Ton preußischen Justizminister Schönstedt, der sich bekannllich der freier seines 70. Geburtstages durch Abwesenheit von Berlin entzogen hatte, sind derNordd. Allg. Ztg." zufolge zu jenem Tage Blumen spenden, Glück­wünsche und Adressim in sehr großer Zahl zugegangen.

Reichskanzler Graf Bülow hatte gestern eine längere Unterredung mit Baron Speck von Sternburg und empfing dann den neu ernannten serbischen Gesandten.

Wie dieVoss. Ztg." erfährt, eilt, die Nachricht der Naren Freien Preffe", es sei an östreich-ungaischer Re­gierungsstelle bekannt geworden, daß eine schriftliche Note der deutschen Negierung an die Ministerien von Oesterreich, Italien und Rußland, in Verhandlungen über einen neuen Handelsvertrag einzutreten, in allernächster Zeck zu erwarten sei, den Tatsachen voraus. Bisher hat das Aus­wärtige Amt eine solche Note nicht vorbereitet.

Wolffs Telegraphenbureau meldet aus Pera: Nach offiziellen Mitteilungen der Pforte wurde der hiesige Gene­raldirektor der Banque Ottomane Aubrineau beauftragt namens dieser Bank, sowie des Comptoir d'Escompte uni) der Banque Francaise die UnifikationSverhandlungen zu führen.

Dresden, 10. Jan. Das Befinden des Königs Georg von Sachsen hat sich derart gebessert, daß Hof­berichte nicht mehr ausgegeben werden.

Hannover, 10. Jan. Heute vormittag fand vor dem Kaiser eine Parade der hiesigen Garnison statt. Tas Füsilier-Regiment Prinz Albrecht und das Infanterie-Regi­ment Nr. 74 waren in Toppel-Kolonnen aufgestellt, die berittenen Truppen in Eskadron- bezw. Bataillonsfront. Tas Feldartillerie-Regiment v. Scharnhorst sowie die Unter­offizier-Reitschule erschienen zu Fuß wegen der herrschenden Pserdekrankyeit. Punkt 11 Uhr erschien der Kaiser vor dem Schloß mit Gefolge. Der Adonarch, welcher die Uniform seines hannoverschen Leibregiments angelegt hatte, schritt Die Front ab und begrüßte die Truppen mit einem lauten Guten Morgen", was von den Mannschaften kräftig er­widert wurde. Alsdann erfolgte zweimaliger Vorbeimarsch und zwar das erste Mal in Zügen, das zweite Mal in Kompagnie- bezw. Eskadrons- und Bataillonsfront. Nach dem Abrücken der Truppen nahm der Kaiser militärische Meldungen entgegen. Kurz nach 12 Uhr kehrte der Kaiser an der Spitze der Fahnenkompagnie in das Schloß zuruck. Ter Kaiser ist um 4 Uhr mit Gefolge nach Berlin ab­gereist.

Kirche und Schule.

1. Frankfurt, 11. Jan. Tie Realgymnasial­kurse für Mädchen in Frankfurt a. M. eröffnen Ostern eine neue 5. Klaffe (Obertertia) und führen die be­stehenden Klassen als 4. Klasse (Untertertia) und 3. Klasse (Obersekunda) weiter. Die Aufnahme in die unterste Klasse ist durch eine Prüfung bedingt, in welcher sich die Schülerin darüber auszuweisen hat, daß sie sich den Lehrstoff der höheren Mädchenschule angeeignet hat. Das Schuljahr be­ginnt am Montag nach der Osterwoche. Die Anmeldungen haben bis 31. Januar zu erfolgen und werden von dem Leiter der Kurse, Herrn Stadtschulrat Dr. W. Längen, Schöne Aussicht 16, und im Schullokale, Im Trutz 18 p. (Sprechstunden: Mittwoch und Samstag 1112 Uhr) ent­gegengenommen.

Ausland.

Rom, 10. Jan. Der König empfing heute vor­mittag int Quirin al mehr als anderthalb Tausend Ver­treter von Provinzialbehörden, Veteranenvereinigungen und Italieni^en Kolonien, welche zu denen gehört hatten, die gestern im Pantheon am Grabe König Viktor Emanu­els vorübergezogen waren. Der König dankte allen Teil­nehmern an der gestrigen Feier. General Desoiinaz hielt eine Ansprache an Den König und überreichte ihm die aus Anlaß der gestrigen Feier geprägten Golddenkmünzen für die Mitglieder der königlichen Familie.

Madrid, 10. Jan. Das Heer des Prätendenten soll nunmehr auf Fez losrücken. Eine amtliche Bestätigung liegt bis jetzt nicht vor. DerJmparcial" verzeichnet das Gerücht, der spanische Kriegsminiiter habe zwei Ba­taillone und eine Batterie dringend nach Algeciras be­ordert. Die Spannung aus den meckeren Gang der Er­eignisse ift hier lehr groß.

London, 10. Jan. Den Zeitungen wird aus Pre­toria vom 8. d. telegraphiert: Bei Der, auf derr Ueber- reichung der Burenadresse folgenden Unterredung zwischen Chamberlain und den Burenführern kamen auch die von Transvaal nach Europa gerichteten Geldsendungen zur Sprache. Hierbei erklärte Schalk Burger, er wisse nichts davon, daß große Summen nach Europa geschickt worden seien. Er glaube, daß das Geld, welches man für das in Den, Minen beschlagnahmte Gold erhalten habe, für die Kosten des Sieges verbraucht wurde. Es sei ober möglich, büß noch ein Ueberschuß vorhanden sei. Er sei bereit, sich an den Bestrebungen, das Geld wieder­zuerlangen, zu beteiligen. Chamberlain erwiderte, es sei ihm bekannt, daß die auf das Geld bezüglichen Bücher nach Europa gesandt wurden und verschwunden seien. Man wisse nicht, an wen das Geld geschickt worden sei. So lange das nicht bekannt sei, wäre e$S unmöglich, eine Rechnungslegung zu erlangen. Botha erklärte, er habe bereits Schritte zur Wiedererlangung des Geldes getan.

Newport, 10. Jan. Der deutsche Botschafter von Holl eben ist am Donnerstag abend in Newyork ein­getroffen. Er lehnte jede Unterredung ab oder überhaupt eine Aeußerima darüber, mit welchem Dampfer er am Samstag abreifen werde. Seine Unpäßlichkeit hat sich durch die andauernd rauhe Wirkung in Washington verschlim­mert. Der erste Sekretär der Dortigen Botschaft Graf von Quadt-Wykradt-Jhny ist mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt worden. Seine Beziehungen zum Staats-Departement sind sehr herzlich.

Aus Aiuüt und Laut.

Gießen, den 12. Januar 1908.

* Gebenktage. Zu Wels in Oestreich starb am 12. Januar 1519 Kaiser Maximilian I. Bekannt ist oon ihm die Erzählung, wie sich der Kaiser einst in Tirol bei Verfolgung einer Gemse auf der Martinswand so ver­stiegen hatte, daß man ihn bereits verloren gab, aber doch noch glücklich befreit wurde. Durch Einführung des Post­wesens erwarb sich Maximilian segensreiches Verdienst, indem er den Grafen Franz von Thurn und Taxis bewog, zwischen Brüssel und Wien eine regelmäßige Postfahrt einzurichten. In seinen letzten Lebensjahren pflegte er auf allen Reisen einen Sarg mit sich zu führen.

* * Hofnachrichten, lieber die Hinreise Seinem Kgl. H. des Groß Herzogs nach Delhi entnimmt die Darmst. Ztg." einer weiteren brieflichen Meldung, Datiert Bombay, 26. Dezember 1902, folgendes nähere: ,Se. Kgl. Hoheit der Groß Herzog sind heute - morgen wohl­behalten hier eingetroffen und sogleich mit Sonderzug weiter­gefahren nach Delhi, welche Stadt nach 36stündiger Eisen­bahnfahrt erreicht werden wird. S. K. H. wurden bei der Ankunft in Bombay von dem Vertreter des Gouverneurs und dem deutschen Konsul, sowie von dem zu S. K. H. während des Aufenthalts in Indien kommandierten englischen Ofsi- zier, Major Dicks des 2. Punjab-Kavallerie-Negiments, em­pfangen und zum Bahnhof begleitet. Tie Seereise war für die jetzige Jahreszeit eine sehr günstige bei angenehmer Tem­peratur. Sc. Kgl. H. werden bis zum 10. Januar in dem Zeltlager des Vizekönigs Wohnung nehmen, während welcher Zeit die Festlichkeiten des Durbar stattfinden.

* Personalien. Am 8. Januar wurde der ordent» liche Professor in der philosophischen Fakultät der LandeS- Unioerfität Gießen, Dr. Albrecht Dieterich, auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. April 1903, aus dem Staatsdienste entlassen. Bestätigt wurde am 9. Januar die am 21. Dezember 1902 durch die Stadtverordneten-Ber- ammlung zu Bensheim erfolgte Wahl des Spenglermeisters Jean Denig zu Bensheim zum 1. und des Kaufmanns Karl Nostadt zu Bensheim zum 2. Bürgermeisterei-Beigeordneten der Kreisstadt Bensheim.

* * Das 25jährige Dienstjubiläum feierte dieser Tage Herr Oberpostassistent Sehrt vom Hauptpostamt.

* * Kostenfreie Unterrichtskurse in Sprachen und Handelswissenschasten sollen hier am Platze durch den Re- formbildungSv^rein e. 93. veranstaltet werden. Alle Die­jenigen, welche sich für eine Bildung der hiesigen Ortsgruppe interessieren und an den Freitürsen teilnehmen wollen, mögen ibre Adresse an den Vorstand in Hamburg 30, Mansteinsir. 47 einjenDen. Die Leitung Der Diesigen Ortsgruppe, fol