Frankfurt cl M. füWar, da diese Züge nid>t nur für den Turchgangc'veikchr, sondern auch mangels passend liegender Schn Zuzüge für Einzel strecken große Bedeutung haben. Tie Kammer beschloß daher, bei der König-l. Ciseiibahn- Tirckrwn Frankfurt a. M. zu beantragen, daß die D-Züge 41 uick) 42 Perfvuenwagen 3. Klasse erhalten. Ferner sollen die in Betracht konunenden übrigen Handelskammern um Unterstützung ihres Antrages ersucht werden.
10. Eingänge:
i) Statistik der Deutschen Neichspost- und Telegraphenverwaltung für das Kalenderjahr 1002;
fr) Vorschläge zur Reform des gelverblia-an Rechtsschutzes, h-erauSgegeben vom Deutschen Verein für den aelverbl. Rechtsschutz;
c) Katalog der Vrbliothek der Korporation der Kauf- maniisck)ast bon Berlin;
d) Jahresbericht des Verbandes Rheiuhessischer Wein- hanbler für das 3. Vereinsjal)r 1902/U3;
e) Tenkschtist, beir. dte Wirkungen des Borsengesetzcs und der dutch das Reichsstempelgesetz vom 14. Juni 1000 eingesuhrten Vorjensleuererhöyung, herausgegeben rwm Zentraloerbaird des Deutschen Bank- und Bankicrgewerbcs;
|) Denkschrift, betr. den Entwurf eines Gesetzes über den Versicherungsvertrag, her aus gegeben vom Ver- baird der deutschen Hagelverjichcruiigs-ÄkliengcseU- jchaften;
g) Eingabe des Verbandes Deutscher Teigwarensabrikanten an den ReichStanzler betr. die Rechtslage uiiu die Polizeaujsicht im Verkehr mit Lergwaren;
)) Von zuverlässiger Seite sind der tzaitdelsianimer Mitteilungen zugegangen über die Veocutung der Tampsfähre Ged,er-Warnemunde für die Deutsche Lalid- uni) Forstwirtschasr, den Geschäftsverkehr mu Ungarn, Gelegenheit zum Absatz landwiclfckM, Locher Geräte in Rügland, die Hauj,i.bewegung an den ari- lienischen Börsen, den amerikanischen LabaUrust, den Absatz deutscher Waren nach Euba, den Ausbau der dlordbahn in Guatemala, den Eiseubahnban aus Formosa, sowie über zweifelhafte innen in Deutschland, Budapest, La Vatelra, London, Cardiff.
Die Eingänge tonnen wahrend der üblichen G^chäfls zeit im Sekreraiiate der Handelskammer erngesehen weroen
Aus Hlüöl Miö Luiid.
Gießen, den 11. Dezember 1903.
— Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Reinheim, Anto" Carnier, auf sein Nachsuchen nut Wirkung vom b. Januar 1904 und unter Anerkennung seiner tangjährigen, treuen Dienste bis zur Wiederherstellung semer Gesundheit in den Ruhestand versetzt und ihm das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Der Bahnwärter in der Hess.-Preuß. Eisenbahngemeinschaft, Peter Kern zu Zwingenberg, wurde m den Ruhestand versetzt und ihm auS diesem Anlaß das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift »Für treue Dienste * verliehen.
* • Vom Verkehrsoerei n wird uns mitgeteilt, daß die anfänglich m Aussicht genommene Herstellung eines Neklame-Plakates verschoben worden ist, bis em größerer Betrag dieser Ausgabe gedeckt werden kann. Dagegen sock ein Führer durch Gießen und Umgebung herausgegeben werden und als Propaganda für unsere Stadt benutzt werden. Dieser Führer, der in Form und Ausstattung als ein Album gedacht ist, soll mit Inseraten versehen werden, um durch die dafür erzielte Einnahme den größten Teil der Herstellungskosten zu bestreuen.
* * Schülervorstellung nn Stadttheater. Für den Mittwoch - Nachmittag hatte die Direktion die erste Schülervorstellung angesetzt und dazu Stücke unserer Dichter- Heroen Goethe und Schiller, nämlich „Die Geschwister und „Wallensteins Lager ausgewählt. Zahlreich war denn auch die Jugend herbeigeeilt und füllte alle Plätze des Saals aus. Diese stacke Beteiligung war freilich m der Hauptsache dadurch zu Stande gekommen, daß ein edler Kinder- jreund etwa 350 Schüler der Stadt-Knaben- und Stadt-Niädchenschule mit Einlaßkarten beschenkt hatte. So zogen denn die oberen Klassen der Stadtschulen unter Führung ihrer Lehrer von 3 Uhr an in das Theater ein und besetzten das erste und zweite Packelt sowie die Gallerie und, als sich diese etwas zu klem für alle die Schaulustigen erwies, auch die oberen Logen, während der Sperrsitz von Angehörigen der höheren Schulen ganz in Anspruch genommen war. Lebhafte Unterhaltung erfüllte das Haus, bis das Klingelzeichen von der Bühne ertönte. Dann wurde es mäuschenstill, und aufmerksam lauschten Alle den Worten des Altmeisters Goethe. Der Darstellung von „Wallensteins Lager" haben wir leider nicht mehr beiwohnen können, wir vermuten aber, daß die Ausmerksamkeck dabei mindestens nicht kleiner geivesen sein wird.
Vermischtes.
* Köln a. Rh., 10. Dez. Gestern stießen Arbeiter in einer Kiesgrube beim Sandschaufeln auf einen Menschen- schädel. Die sofort herbeigerufene Kriminalpolizei ließ lueitcr graben, wobei em Menschenfkelett zu Tage gefördert wurde. Eine Gerichtskommission nahm heute früh an Ort und Stelle den Tatbestand auf.
* London, 10. Dez. Wie aus verschiedenen Hafenstädten berichtet wird, wütete gestern ein hesttg er Sturm an der Külte des Kanals. Der Dampferverkehc zwischen Dover und Calais mußte zeitweise eingestellt werdem Zwischen einem Schleppdampfer und einem Fischerdampfer aus Dünkirchen fand ein Zusammen st cß statt. Ter Fischerdampfer sank, die Mannschaft konnte jedoch gerettet werden.
* Paris, 11. Dez. Baron Arthur Rothschild ist in Monte Carlo einem Schlaganfall erlegen.
Pa cis, 10. Dez. Der Chauffeur Moder aus Frankfurt a. Alain, welcher nachmittags mit einem Adler-Automobil Paris passierte, fuhr aus dem Boulevard Diderot in einen Hausen Kinder. Ein neunjähriger Knabe wurde getötet, em andrer verletzt.
* Gcaz, 10. Dez. Auf dem Bahnhof von Tarvis stürzte infolge großer Sch nee massen das Glasdach der Veranda em. Obwohl über 100 Personen aus dem Bahnhof versammelt wacen, wurde nur eine einzige verletzt.
* Singe mau evtl In voriger Woche war eine Ge- ckchtskommission aus Meyenburg (Ostpcignitz) in Jänners
dorf, um festzustellen, ob das seit langer Zeit umhergehende Gerücht, daß die Bauer Pleßschen Eheleute ihren Sohn seit 21 Jahren eingemauert haben, aiif Wahrheit beruht. Die Gerichtskommission sah sich einem über 90 Jahre alten Manne und seiner 86jährigen Frau gegenüber, die aussagten, daß ihr 46 Jahre alter Sohn seit langer Zeit „wild" fei und schwachsinnig und darum in sicherem Gewahrsam gehalten werden müßte. Sie gestanden, daß ihm das Essen durch eine kleine Oeffnung, wie einem Tiere in seinen Käfig zugeschoben worden, er sonst aber mit niemanden der Außenwelt in Verbindung gekommen sei. Die Gecichtsherren verschafften sich Eingang zu dem Gelaß des Unglücklichen und sanden diesen m einem bejammernswerten Zustande auf. Das Haar hing ihm wirr vom Kopfe, er starrte vor Schmutz. Doch machte er nicht den Eindruck eines gemeuisähclichen Irren, da er ihm gereichtes Geld und Gegenstände erkannte. Es ist nach der „V. Ztg." eine Untersuchung in der Angelegenheit eingeleitet worden, ob der Unglückliche bei seiner Einkerkerung wahnsinnig war oder ob sein Verstand erst infolge des jahrelangen Verweilens in seinem Kammer - Gefängnis gelitten hat. Er ist aus diesem befreit worden und soll unter ärztliche Behandlung gestellt werden.
• Der verlorene Sohn. Aiis Budapest verschwand vor fünf Jahren der junge Baron Georg Aczel,der Sohn des Barons Bela Aczel, nach einem unbedeutenden Zwiste mit seinem Vater. Dieser starb einige Monate danach, und die Dlutter ließ überall nach dem verschwundenen Sohne suchen. Einmal hieß es, daß er in dec französischen Fremdenlegion in Tonkin diene, em andermal kam wieder die Nachricht, daß er bei der Burenarmee in Transvaal gekämpft habe. Baronm Aezel entsandte zwei Detektives nach Transvaal, ohne daß diese jedoch dort die Spur des jungen Barons gefunden hätten. Erst auf ihrer Rückreise nach Europa erfuhren die beiden Detektives durch einen Zufall, daß Bacon Georg Aezel in einem Hospital von Transvaal schwer krank dacniedecläge, unternahmen die Reise nochmals, fanden den jungen Bacon tatsächlich und überbrachten ihm die Bitte der Mutter, zu ihr zucückzukehren und das väterliche Erbe zu übernehmen. Der junge Baron wird, sobald es sein Zustand erlaubt, die Rückreise nach Ungarn antreten.
* Der Ueberfragen. „Weshalb um aller Vernunft willen", so schreibt eine Dame, die sich von der Mode nicht tyrannisieren lassen will, „strangulieren sich die Männer unserer Tage durch den bis an die Ohren hinaufreichenden Ueberfragen derart, daß ihnen nur ein ärmlicher Viertelsrest ihrer Respicationskraft verbleibt? Denn nach einem Mehr davon sehen die heutigen Modeherren mit der durch das Zusammenpressen der Blutgefäße hecbcigefühcten übermäßigen Blutfülle in allen Teilen des Halses wirklich nicht aus. Dieser Blutandrang, der eine große Reizbarkeit des Schlundes und des Kehlkopfes zur Folge hat — letzterer wird noch besonders geschädigt durch die Beeinträchtigung dec Bewegungen des StuumocganS — stempelt dessen Veranlasser, den übertrieben hohen Stehkragen, schon allein zu einer hygienischen Unsitte. Was sonst noch unmittelbar oder mittelbar der Ueberfragen an Sünden gegen die Gesundheit verbricht, kann hier nicht erörtert werden. Ein Fingerzeig mag nur darauf aufmerksam machen, m welch bedenklicher Weise dieser dummdreiste Ohrenkratzer als fteifgeftärfte, wie angeleimt fest umschließende Halszwangsmaßregel die so überaus bedeutungs
bringen ab und machte dienstliche Anzeige, so daß gegen Falkenhagen Anklage erhoben wurde. Obivohl die beiden eidlich vernommenen Militärperfonen befunbeieii, daß Falkenhagen nicht nur die Worte „Wer hier hineinfommt, den steche ich über den Hausen", sondern auch die Worte: „Von solchen Leuten (ec meinte scheinbar die wachhabenden Soldaten) sei er schon einmal b e st o h l e n w o r d e n", gebraucht habe, beantragte der Angeklagte, drei andere Zeugen, einen Redakteur, einen Mediziner und einen Apotheker, die seinerzeit als Festungsstubengefangene in Nebenzellen weilten, zu veriiehmen, die beschwören würden, daß er derartige Aeuße- rungen nicht getan habe. Der Gerichtshof beschloß nach kurzer Beratung Vertagung der Sache, um zunächst dte von dem Angeklagten vorgejchlagenen Zeugen veriiehmen zu lassen.
Kandel und UerKeyr. Dolkütvirtschafl.
Köln, 10. Dez. Die heutige aitßerordentliche Hauptversammlung des A. Sch aaffha i^sens chen Bankvereins hatte sich mit der Ergänzung der Satzungen durch eine die Herstellung der Interessengemeinschaft Mit der Dresdener Bank betretende Bestimmiing, ferner mit der Ausdehnung der Befugnisse des Aufsichtsrates und der Erhöhung der zulässigen Hochslzayl der ÜJht- gheber desselben zu befassen. Von den 88 anwesenden Aktionären stimmte einer gegen, bie anderen alle für die Interessengemeinschaft mit der Tresdeiier Batik, wahrend die übrigen Anträge einstimmig Annahme fanden. In den Amsichtsrat des A. Schaaffhaufenschen Bankvereins wurden neu gewählt dte Herren: Geheimer Finanz- vat a. D. Dr. ing. Jencke-Dresden, Cberbergrat a. D. Dr. jur. Paul Wachler-Berlin, Senator Johann E. Achelis-Bremen, Kommerzienrat Konsul Eugen Gutmann-Berlin, Geheimer Ober- sinanzrat Waldemar Müller-Berlin unb Kommerzienrat Camp- hausen-Köln.
Dresden, 10. Dez. In der heute abgehaltenen außerordentlichen Generalversammlung der Dresdner Bank, bie unter dem Vorsitze des Geh. Finanzraies Jencke stattfand, waren 53 Aktiotiäre nut 42 368 Stimmen anwesend. Die Tagesordttung betr. die Interessengemeinschaft mit dem A. Schaan- h aus en sch en Bankverein in Köln wurde einstimmig und ohne Debatte genehmigt. In den Aufsichtsrat wurden die Herren Geh. Kommerzienrat Gustav Michels Köln, Geh. Justizrat Robert Esser-Köln, Bankier Louis Hagen-Köln und Obersinanzrat Hugo Hartung-Berlin neugewählt.
Kirchliche Uachrichlen.
Coangelische Gemeinde.
Am 3. Advent, Sonntag den 13. Dezember.
G ottesdiZnst.
Ju der Stadtkirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Schwabe.
Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst Pfarrer Euler.
Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche nir die Markusgemeinde.
Pfarrer Schivabe.
Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Beichte und heiliges Abendmahl für die Matthäusgemeinde, wozu besonders auch die konfirmierte Jugend emgelaben wird. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten.
Donnerstag den 17. Dezember, abends 8 Uhr, im unteren Konfirmandensaale, Kirchstraße 9: Bibelstunde. Apostel geschichte 6—7. Pfarrer Schwabe.
In der Johauneskirche.
Vormittags 9', Uhr: Piarrasiistent Lic. Gaul.
Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukas- gememöe. Pfarrer Euler.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Tr. Naumann.
Beichte und heiliges Abetidmahl für bie Johannesgemeinde, wozu besonders die yieufoiifirmierien ans den letzten Jahren em* geladen werden. Anmeldungen vorher bei dem Pjarrer erbeten.
Montag, den 14. Dezember, abends 8 Uhr : Bibel st unde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Joh. 1, 26 ff
Pfarrer Euler.
volle Hautausdünstung verhindert und das Blut in überreicher Menge nach dem Gehirn treibt. »Ätach Freiheit strebt der Niann, das Weib nach Sitte*. Wahrlich, wie Freiheits- streber schauen die modernen Kragenmänner nicht aus und schön, bet aller heiligen Aeslhetik, auch nicht. Denn schon in der vergewaltigten Freiheit der Bewegung liegt eine Fülle von Häßlichkeit. Der Ueberfragen, besten Mode leider auch an den Juterimsröcken einzelner jüngerer Offiziere, sowie am Anzuge mancher modisch gekleideten Dame zu bemerken ist, macht ungesund, ist häßlich und macht häßlich. Deshalb ist den Blättern für Volksgesundheitspflege zuzustimmen, wenn sie die Losung ausgeben: „Fort mit diesen unvernünftigen Kragen!* — Möge dieses Pereat ein tausendfaches Echo wecken.
Gcrichtssaal.
Gießen, 10. Dez. Am Mittwoch vormittag verhandelte das militärische Standgericht gegen den Musketier Legrand von der 10. Kompagnie des 116. Infanterieregiments, einen gebürtigen Els äst er, wegen Gehorsamsverweigerung, Achtungsverletzung und Belügens eines Vorgesetzten. Ter Tatbestand der Anklage, wie ihn in der Hauptsache der Angeklagte zu- gab, war folgender: An einem Abend beschimpfte und beleidigte er ohne jeden ersichtlichen Grund einen an ihm vorbeigehenden Kameraden der 12. Kompagnie. Ter Unteroffizier vom Dienst, Sergeant Klingelhöier, der das Lautwerden des Legrand bemerkte, forderte diesen auf, die Kantine zu verlassen, wenn er jfanöalieren wolle. Der Alaun blieb aber ruhig sitzen, dabei sorglos nut dem Drehen einer Zigarette sich beschäftigend. Ter Vorgesetzte wiederholte darauf den Befehl, ohne daß Legrand Aliene machte, das Lokal zu verlassen. Ter Sergeant forderte den Alusketter auf, sich zu erheben, wenn er nut ihm spreche. Säumig und widerwillig erhob sich dieser und traf Anstalt, die Kantine zu verlassen und gab dem Vorgesetzten auf die Frage nach seinem Älamen die Ant- ivort: Musketier Siegined von der 9. Kompagme. Der Sin-« geklagte will die Frage nach seinem Namen nicht richtig verslaiiden haben, vielmehr geglaubt haben, er solle augeben, wo er zuletzt in Quartier gelegen habe. Oberleutnant Stephan berücksichtigte, daß Legrand sich bisher tadellos geführt habe und vollständig unbeftrait sei, und beantragte gegen ihn eine Bestrafung von 21 Tagen strengen Arrestes. Der Gerichtshof entsprach in seinem Urteil diesem Antrag.
Der Domänenpächter Falkenhagen, der be- kanntlich wegen des Duells, m dem er den Landrat v. Bennigsen erschoß, auf Festung Weichselmünde eine ,echs° jährige Festungshaft verbüßt, hatte sieh letzt vor dem T a n n i g e r Schöffengericht wegen Beleidigung und Bedrohung des Wachtkommandos der Festung zu verantworten. Ter Sachverhalt ivar folgender: Fcckkenhagen lind andere Festungs» ftubeiigefangene hatten sich Ende September dieses Jahres einen fröhlichen Tag gemacht, Lampions an ihre Fenster gehängt und sie auch an den Fenstern hängen lassen, ivas ihnen verboten wurde. Da Falkenhagen dem Gebot nicht Folge leistete, wurde unter der Führung des Unteroffiziers Paekie eine Patrouille mit cmigepflaiiztem Gewehr nach brr Zelle des Festmigsgefcmgenen mit deui dienstlichen Auftrage geichickt, die Lampions zu entfernen. Falkenhagen verrammelte ö i e Tür von innen und verlangte einen dienstlichen Aiiftcag des Generals. 9lachdem Der Unteroffizier Paek-e wiederholt bemerkt hatte, daß er im dienstlichen Auftrage des bienfUuenDen Leutnants komme und ihm dennoch nicht die Tiir geöffnet wurde, öffnete er diese gewaltsam, jedoch nur so weit, daß kaum eine Person durchkommen tonnte, worauf Falkenhagen rief: „Wer hier hineinkommt, den steche i cl) über b e n paufe n." Der Unteroffizier 'land nun von einem weiteren Vor- j
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 12. Dezember 1903.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Sonntag, den 13. Dezember.
3. A d v e n t 5 j o n n t a g :
Vormittags von 6 */, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
„ um 7 Uhr: Die erste heil. Blesse, vor und m derselben Austeilung der heil. Kommunion.
„ um 8 Uhr: Tie zweite heil. 'JJlefie.
„ um 91/, Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 5*;e Uhr: Ehryteiilehre; darauf fakramentalische Briiderschafts-Alidacht.
Uöchlllilichk ilrbrrfißjt irr LojlsM- in M rinLUietzen.
48. Woche. Vom 22. bis 28. Dlooember 1903.
Einwohnerzahl: angenommen zu 26 900 (intl. 1600 Alarm Militär.) Lterblichkeitsziher: 23,19, nach Abzug von 3 Ortsireniden: 17,40 Voo.
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: 2.-41Ö. Jahr Tuberkulose der
Lnngen
1(1)
1 (1)
_
—
Diarrhoe
1
1
Herziehler
2
2
—
Leberentzündung Harnblaten-
KD
KD
—
—
eiitzülidung
1
1
—
Broiichitis
1
—
1
—
Gehirneiilzüiidung
1
—
—
1
Krämpfe
1
-—
1
—
im Wochenbett
KD
1(1)
—
—
Verunglückniig
2
2
—
—
Summa: 12 (3) 8 (3) 3 1
An ui.: Die m Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betrefienöen Krankheit auf von auswärts nach Gießeli gebrachte Kraicke fümmeu.
Schisssnachiichstn.
u i u v e u 11 uj e r -o ». o y o.
In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplatz.
Bremen, 7. Tez. (Per transatlantischeii Telegraph.) Ter Toppetschrailben-Pofidauipfer „Frankfurt", Kapitän P. Albrecht, voni 9lorddentjcheli Lloyd ui Bremen, ist am o. Dez. 10 Uhr ovm inags wohlbehalten in Galvejion angefommen.
Bremen, 9. Tez. iPer transatlantischeii Telegraph). Ter Toppelschrauben-Schnellpoitdampfer „Kaiser Wilhelm it", Kapitän o. Hogemann, voni Vlorddentschen Lloyd m Bremen ist gestern 11 Uhr vormittags wohlbehalten m Newyork angekommen.
*/u


