Ausgabe 
11.5.1903 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Sport.

Tie vier Rennen nahmen einen

Sx/q Mexikaner

27.02

371% Reichsanleihe

do.

B°/a

87,% Konsole

do.

3%

100 Kg. ab hier.

§pidplan

Tendenz: fest.

210,75 210,00 140,25 182,25

183,10

Anfangs- . 210,90 . 209,90 . 139,75 . 182,25

Dienstag

Holländer/

47i'/g Chinesen . Electric. bcLuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Beniner Handelsges Oeeterr. Staats bahn Lombarden . , Gotthardbahn . .

Laura b Otte . , . Bochum .... Harpener . . .

Deft Kredit. .

Teutfche Bank Tarmflädler Bank Bochumer Guß .

ed. Darmstadt, 10. Mai. Der Metzgerlehrling RobertEL, geb. 1886 in Gießen, wegen Sittlichkeilsverbrechens vorbestraft, wurde vor der hiesigen Straffammer wieder wegen deS gleichen Delikts n> 8 Monaten Gelängms verurleilL__

icher Weist soll m inlegung zu der mte Studentenschaft die Stadt nach der Endlichen Baustelle, Zurück in die Stad: iner Studenten- und

. . 92.09 . . 98.02 . . 103 25 . . 211.01 . . 182.02 . . 140.25 . . 149.06 . . 157.05 . . 147.02 . . 14.08 . . 190.00 . . 219.05 . . 182.03 . . 185X15

. 102.08 . 92.01 . 102.04 . 92.02 . 101.03 . 100.00 . 103.05

101.05 . 102.04 . 105-07 . 51.01 . 32.01 . 32.05 . 131.02

45.

Ucuelle Meldungen.

Qriginaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Breslau, 11. Mai. Der Er b p r in z v on Sachsen- Meiningen wurde nach der »Brest. Morgenzlg/ durch den »blauen Briest zur Einreichung seines Abschiedsgesuches

der oerrimgteu Frankfurter Zladttheater. Lperuhaus.

den 12. Mat, abends 7 Uhr: »Der ftiegende

Schauspielhaus.

den 12. Mai, adends 7 Uhr: »Man soll nichts ver-

hisse" n°d de» »m D-ck-t-m sni- gememfamer W

I-risg-sW

Gerichtsfaal.

R. B. Darmstadt, 9. Mai. (Trahtbericht deS Gieß. Anz. | Bereits durch Aushang bekannt gegeben.) Ter Gerichtshof trat, heute nachmittag 4*/i Uhr Izur Urtetlsverkündigung in der Tis- ziplinarfache gegen den Beigeordneten Wolss in Onenbach zusammen. Das Urteil lautet dahin, daß der Angeklagte unter Aufhebung der gegen ihn erkannten Disziplinarstrafe von 250 Mk. -eines Dienstes als Beigeordneter der Stadt Offenbach enthoben werde. Es wird ihm aber in Anbetracht der beson­ders schwierigen dienstlichen und gefellfchastlichen Vcrhallnisie in Offenbach wenigstens ein Teil des gesetzlichen Ruhegehaltes zuge- billigt, nämlich auf 6 Jahre je 1200 ML

>he das allgemeine

Dienstag---- .

schwören.^ Hierauf: »Unter Brudern.

37i% Hessen . . . . 87,% Uberhessen . . .

4% Oesterr. Goldrente . . 4* 6% Oesterr. tiüberrente 4% Ungar. Goldrente , 4% Italien. Rente . . . 47,% Portugiesen , , . 3°/ Portugiesen. . . .

1% C. Türken . . . Türkenlose.....

4&/0 G riech. Mono pol.-AnL 4l',% äussere Argentiner

UnwersüMs Nachrichlr».

Die philosophisch-historische Klasse der Kgl. Preußischen Akademie der Wissenschaften hat zu wiffenfchaftlichen Unternehmmigen u. A. bewilligt: Oberlehrer Dr. Theodor Kukel- hauS-Düsfelborf zur Fortsetzung seiner Studien m Frankreich und Spanien über Richelieus Alitarbeiter Faucan oOO Alk.; Professor Dr. Friedrich Schultheß-Göttingen zur Herausgabe emes Lexicon syropa.aestinum 2000 Alk.; Prof. Dr. Friedrich Schwally. Gießen zu einer Orientreise zum Zweck von Ko­ranstudien u n d U n 1 e r s u ch u n a v o n islamitischen Bauten 2600 Mkg Pros. Wilhelm Ctieba-Leipzig zur Heraus­gabe des ersten Bandes eines Werkes »Briese und pandelsbucher emes hansischen Kauimanns aus der Zeil von 13951441" 1000 Mark; Pros. Dr. Ulrich Wilcken-Halle a. S. zur Pollendnng emer von ihm vorbereiteten Sammluiig der ptolemäischen PapyruS- urkundcn looO All. ___

sKZ E'se benüht^, ern ion/r^^be.

'Qrtl9en 58nt;^e' sowie

l,,. °n den Ola r k annten Bur?

:? biS (B>

'^wmen und L

£

Kurkapelle

M<i93 Quf b

, °>°l° S°uL

16. M «HS g 11 °b'°ds.

°9 dm 11. $ai. Ws 31t. 6 aus (®..)

* S-lnhaat d«ü>gm Saß, junge Mann ll- M. abends nne fern Abend ab ver, üeiche aus n umgekommen ist, erbrachte Kreisamt- 1 hiesigen Krieger, enschleife. Dekan hm in den Lokals, rlauf.

Am letzten Stetig ften eine regelrechte nheim und hier ein, i hiebe setzte, daß die Verletzungen auS dem :beiten sind insoweit eller gelegt und die ). M den Rohr« morgen begonnen, > Einfassung der en. Einen recht ei­che der hiesige ®e, geschlossen. Diese be- ine größere Masse ifammer vergrößert rngt die Lohn pro LO Psg., waö die gewahrt. Ist der so wird jeder weitere nung der Verbrauch sieht der Gemeinde

5c. Frankfurt a. M., 10. Mai. (Xdegt. Orig.-Bericht des .Gieß. Anz.'). Amtliche 9h>tierungen der heutigen Viehmarkt­preise. Zum Verlause standen: 491 Ochsen, 183 aus Leit­reich, 53 Bullen, 10 aus Oestreich, 750 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 2 aus Oestreich, 00 Kälber, 124 Schase und Hammel, 1114 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pstmd Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 5769 Ml., 2. Quall 6265 Mk^ 3. Quall 5960Alk.; Bullen LC-uaL 61 bis 63 Alk., 2. Qual. 5960 ML; Kühe L Quall 6264 AlL, 2. Quall 6061 AtL, 3. Quall 4951 DU, 4. Quall 4650 ML, 5. Quall 0000 ML Kalber: L Qualität 8384 Psg., Lebendgewicht 4251 Pf., 2. Quall 7880 Psg., Lebendgewicht 4648 Psg., Schlacht­gewicht 6567 Psg., ächaie: L Quall Schlachtgewicht 6870 Psg., 2. Quall 6466 Psg., 3. Quall 0000 Psg.; Schweine 1. Quall ob56 Psg., Lebendgew. 44 Psg., 2. Quall 5400 Psg., Lebendgewicht 4300 Psg., 3. Quall 4650 Psg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft: mittelmäßig, kein Uebev'tanb.

ic. Frankfurt a. 9»., 10. Mau (Qria.-Telegr. desGießen.

w'1'

Psui'de, "ent* y*9,6611 "ft (trete »**

oven Cn yren _ Frankfurt a. 10. Dtau (Ona.-Telegr. desGießen.! üaaen- erster Anz.") Amlliche Notierungen der heutiaen ^ruchtmarktpreise. ^aufenbfünSer*' Weizen ML 17^0000.00, ^rhessischer DU. 17.0000.00, La Plata -taulenoiumner | ^cmsas DU. 00.00-00.00, Roggen (hiefiger)

Mark 14.5000.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 16.0000.00, Franken- selber DU. 00,0000,00, Hafer DU. 14^015.00, Dlais DU. 12.0000.00, Weizenmehl 0 DU. 25.7526.25, 2. Qualität DU. 23.75

bis DU. 24L5, 3. Qualität DU. 2L7522^5, Roggenmehl 0 ML 22.7623.25, L Qualität Mk. 20.2521.25, Weizenkleie DU. 9.25 bis ML 0.00, Roggenkleie ML 10.2510.50, Maiskeune Mk. 10.25 bis DU. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried ML 00.0000.00. Alles per

aufgtfOrbed. Der ominöfe Brief wurde, da sich der Erbprinz zu jener Zeit in Oppeln befand, von dem diensttuenden Ad- jutnnten geöffnet und dann erst an feine Abreffe weiter be- förbert. Er traf den Erbprinzen am Bahnhofe in Oppeln.

Trier, 11. Mai. Tie vermögende Witwe Lurtz wurde in dem von ihr allein bewohnten Hause mit durchschnittenem Halse im Bett t o t auf gefunden. Der Raubmörder hatte alle Kisten und schränke durch-

Telephonischer Kursbericht.

| fraakiurt «*. 'L, 11. M»i 1903.

».

""qm Saale An'®*

ienbin

V -°d

bautet:

jAa

ine-n-

Herz

wühlt.

. London, 11. Mai. Tie Kundgebungen gegen die Neger kommen überall in den norbamerilanifdiät Südstaaten von neuem verstärkt zum Durchbruch nachdem, wie aus Newyork gemeldet wird, Männer wie der sruchere Präsident Cleveland und der jetzige Krieg ssekretar Rol^ stillschweigend zugegeben haben, daß die 'Jicgcr frage eine innere Frage der Einzelstaaten ist. Nie zuvor sind gegen die Neger Lynchurreile wegen der unbedeutendsten Kleinigkeiten so zahlreich vollstreckt worden, wie es letzt geschichll Im Turchschmtl werden jetzt mindestens jeden Tag sechs Neger von den Bolksgertchten zum Tode ver- -urteilt und hmgerichtet. Tie F-arbigen in den L>üdstaaten fürchten für chr Leben und wandern in großer Zahl nach den Nordstaaten aus, um sich in Sicherheit zu bringen.

Straßburg i. E, 11. Mai. Bei den IlluminatümS- Vorbereitungen zum Empfange des Kaiser s stürzten drei ElcttrizitätSarbeiter vom Postgcbäude ab und trugen schwere Verletzungen davon.

' Paris, 11. Mai. Die Presse bleibt bei der Behaupt­ung, daß der Besuch K ai se r W il h e lm S be im Papst t m Quir in a l un e r fr eulichc Em p f indu n g e n gc- werkt habe. TerFigaro" erklärt, daß die Tepesche der offiziösen Telegraphen-Agentur nur bie Wahrsten erzählt hätte, und zitiert das römische BlattNazione", das den Pomp, mit dem der Kaiser sich in den Vatikan be­gab, übertrieben und theatralisch nennt und die Hinzu­ziehung preußischer Kürassiere zu der Fahrt bedauert, außerdem Artikel anderer italienischer Blatter, in denen gleichfalls von den Kürassieren und einer leichten polt- I tifdjen Unzufriedenheit die Rede ist. (Die bösen itahenv- schen Absichten sind bei diesen Kabelmeldungen durchsuljtig genug. D. Red.) _.

Rom, 11. Mai. Ter Papst zeigte sich bei dem I gestrigen Empfange von 800 deutschen Pilgern über­aus gerührt und sprach in Worten größter S y m p a - 11 bie von Deutschland. Er küßte sd)lteßltch die Fahnen der katholischen Arbeiter-Vereine von Brattdenburg und Elberfeld. , .,.

Budapest, 11. Mai. Tte neuesten dtachrichten auS Kroatien schildern die dortige Lage düster. Im ganzen Lande agitieren aufs heftigste oie kroatischen Chauvinisten und verbreiten in zahlreichen Orten im Auslande ge- druckte aufrührerische Broschüren, die von den Behörden rrompt konsisziert werden. Zn Agram herrscht wohl Ruhe, I doch mußten um 7 Uhr abends alle Haustore geschlaf en i werden und es zirkulierten fortwährend Patrouillen. Aus zahlreichen Provinzorten kommen Nachrichteil über eine drohende Haltung der Bevölterung. Viele Klagen laufen darüber ein, dag nicht genügend Militär vorhanden sei und daß Die Zivilbehörden besonders bei der Verteidigung der ungarifdjen Amtsgebaude nicht energisch genug vor­gehen. Auch sollen die kroatischen Agttatoren von den slawisd)en und klerikalen Kreisen Oesterreichs unterstützt werden. Der Statthalter von Kroatien erschien am Freitag iur Berichterstattung in Wien beim Kaiser und konferierte dann lange in Budapest mit dem Ministerpräsidenten. Seine Familie ist von Agram abgereisll Ministerpräsident von Szell, der noch am Samstag im Abgeordnetenhause bie Alarm-Nachrichten aus Kroatien für arg übertrieben bezeichnete, ertlarte im liberalen Klub, daß inzwischen sehr ernste Nachrichten eingettoffen seien.

I Aden, 11. Mai. Ein Telegramm aus Bohotte vom 7. Mai berichtet, daß die Truppen des Mullah, welche den Major (Soot angegriffen hatten, einen Teil der- jenigen Truppen bildeten, mit welchen Cook vorher den Obersten Plumket angegriffen und dessen fliegende Kolonne aufgerieben hatte. Ter Angriff, bei dem der Oberst Plumket getötet wurde, sand 30 Meilen von Gum- buru statt. Tie Truppen des Mullah befanoen sich zwischen beiden Kolonnen, was dem Sultan erlaubte, die beiden Ko­lonnen nacheinander anzugreifen und zwar mit voll­ständigem Erfolge. Man hat bemerft, daß zwei weiße Ossi- ziere die Truppen des Mullah führten. Auch Der Angriff auf ohimburu wurde von weißen Offizieren geleitet.

9c e 9 o r E, 10. Mai. Die Tynamitkiste, welche von der Polizei kurz vor der Abfahrt Derllmbria" unter dem Pafsagiergut auf dem Pier gefunden wurde, wurde an das Ende des Pier gebracht und ins Wasser getaucht Bei der Untersuchung wurden 200 Tynamitpatro- nen, zwei Trockenbatterien und drei Zünder gefunden. Nach Aussage der Sachverständigen brannte ein Zünder, als die Kiste m das Wasser untergetaucht wurde. Diese wäre wahrscheinlich in wenigen Minuten explodiert. Ter der Polizei zugegangene Brief, demzufolge die Maffia beabsichtigte, Den englischen Dampfer in Die Luft zu spren­gen, ist von Pietto Demartini unterzeichnet.

Lttawa, 11. Mai. Eine furchtbare Feuers­brunst, welcher über taufenD Wohnungen zum Opfer gefallen sind, ist gestern ausgebrochen. Ein yefti- I ger Sturm begünstigte das Feuer. Der Bürgermeister er» I suchte telegraphisch um Hilfe aus Montreal und anderen Städten. Die Truppen sind beauftragt worden, die Lrd- I nung aufrecht zu erhalten und den 9cotleidenoen Rettung zu bringen ' Die Feuersbrunst wütete in Demselben Stadt­viertel, welches bereud vor drei Jahren emgeaschert wurde und in dem Arbeiterwohnungen errichtet rooroen sind.

gebracht

Newyork, 10. Mai. Zur Hilfe der in Klschmew notleidenden Juden werden überall umfangreiche Sammlungen veranstaltet. Major Löw wohnte emer Wohltätigkeüsoorstellung im jüdischen Theater bei und hielt hierbei eine Ansprache über den Kontrast zwischen dem dunklen Rußland und dem freien Amerika.

Newyork, 10. Mai. Kurz bevor der Dampfer Umbaa" der Cunard-Linie abfahren wollte, beschlag» nahmte die Polizei unter dem auf dem Pier lagernden Paffagiergut eine Kiste mit 100 Pfund Pulver, vermutlich Dynamit, und einer komplizierten, in Tätigkeit befindlichen sog. Höllen-Ma sch ine. Die Polizei hatte einen Brief erhalten, demzufolge die Mafia beabsichtigte, den eng­lischen Dampfer in die Luft zu sprengen. Soviel man weiß, ist die Kiste gestern abend von Italienern zur Beförderung abgclicfert worden.

* Unwetter. Im schlesischen Gebirge haben Wolkenbrüche große Uebersäpvemmungen verursacht; die Städte Hirschberg und Sauer stehen teilweise unter Wasser. Nach einer Lübecker Meldung strandeten wah­rend des letzten Gewitters acht Segler, 7 andere Segler werden yermißL

Bei einem durch Kesselexplosio n entstandenen verheerenden Brande in einer Chemischen Fabrik in Lohmen wurden 9 Arbeiter durch Brandwunden schwer verletzt.

»Tiftanzritll Der niederländisä>e Leutnant Beau­fort vorn 1. nieoerländiswen Husarenregiment ist auf seinem Distanzritt Am ster Da m Wieu in Wien eingetroffen. Er hat Die Strecke von 1300 Kilometer in 10 Tagen zurückgelegt ___

nungs-Jagdrennen < Meter) liefen fünf Pferde. -..... - w

Günther (Trag.-Regt. 24) mit fernem dr. W. »Gun Kummers davon, zweiter wurde LeumaM Frhr. v. R i e d e s e 1 zu Eisenbach mit br. St. .Gabriele", dritter Ltn. o. svdow mit »Hygland . c>m Hnnter-Zagdrennen (3000 Meter für in den letzten 3 Jahren nicht gestarteten Pferde) liefen sechs; gleich bei der ersten Hürde stürzte eins leicht, cui anderes brach aus. llberleutnant v. B e l 1 e r m a n n (Trag.-Regt. 24) wurde mit seiner br. Sll »Ereving rose' erster, Ltn. Grai v. L i m b u r g ° « l i r u m zweiter.

Weiter st ädter Jagdrennen sür Chargen- und Zestellte Tienstpserde, im Bentz und gerüten von - - - -

Distanz 2500 Meter, wurde Ltn. Sieben (Ul.-Regll vir. 6 nach lebhaftem Kampf mit schwarzbr. W. *

Ltn. Frhr. v. Gienauth mit dunkelbr. W. , zweiter und Ltn. Graf zu Nidda mit br. St.Ehiliade' dritter. Im letzten, Pallas -Wicfen-Jagdrennen,^ sur Pferde, welche in den drei letzten Jahren keinen Preis von 500 ML oder mehr gewonnen, 3000 Meter, liefen fechs Pferde. Ten ersten Preis trug Ltn. W ä t g e n (Traa.-Rgll 24), mit dem 7 jähr. F. W.Eats Eve" den zweiten Preis Oberl. v. S ch m o 1 z, n g und Warnstem mit br. W.Wodan" davon. Sämtliche Preise bestanden m sil­bernen Ehrenpreisen, die Se. königll Hoheit der Großherzog am Schluffe der Renneii den Siegern persönlich überreichte.

Tte Gewerkcuvcrsammluug der Gewerkschaft Gießeners Brauuftciubcrgwerke, welche am Samstag vormittag im Hotel . Großherzog in Gießen tagte, war voii 41 Personen besucht, welche 86 Gewerke mit 513 Kuren vertraten. Der Vorsitzende des Gruben- vorslandeL, lllechtsanwält Grünewald, erstattete den Rechenschafts­bericht pro 1902. Die Angelegenheit mit dem Bankhause Oppen-11 Heim-Köln es handelt sich um eine Schuld, welche s. Zt. Fahl aus Rechnung der Gewerkschast kontrahiert hat sei bis auf 75 000 SDIL geordnet. Der Vorsitzende bemerkte, daß man die Schuld s. Zt. anerkannt habe, obgleich die Gewerkschast rechtlich zur Anerkennung der Schuld nicht verpflichtet gewesen sei, um einen langwierigen Prozeß zu vernieiden, damit durch einen solchen eine damals zu sürchtende Beunruhigung unter den Gewerken hmtan gehalten werde. Es sei von den Obligationsgläubigern des Werkes die Be- I sürchtung ausgesprochen worden, daß durch die Art des jetzt not-1 wendig gewordeiien verstärkten Betriebes in den Gruben die Ren- tablität des Wertes mit der Zeit leiden würde. Der Grubenvor- sland teile diese Befürchtung nicht. Werkdirektor Dr. Esch habe sein Gutachten dahin abgegeben, daß durck den gegen früher geübten sorcierten Betrieb keinerlei Gefahr bestehe, bie spätere Ausbeute etwa zu mindern. Ferner wird im Auftrage des Grubenvorstandcs Bergassessor Schulle-Düsseldors den Sachverhatt prüfen und sich dann gutächtlich äußern. Nachdem Bücherrevisor Eohen-Aachen über die Prüfung und die Richtigkeit der Bücher, des Rechnungs­abschlusses und der Bilanz berichtet hatte, wird dem Grubenvor- staiid Entlastung erteilt Direktor Dr. Esch berichtet daraus über den Betrieb im lausenden Jahre. Es finb banach bisher iur 1903 110 000 T Erze verkauft Wenn im Geschäft keine Rückschläge ein­treten, könnten noch weitere 20 000 T verkauft werben, ^ge­nommen sind bis Ende April 42 858 T Erz. Seit einem halben Jahre, seitdem man das Erz in verschiedenen Qualitäten sortiert, ist der Erlös daraus je nach der Güte differierend. Die sür bie Verkäufe für bas lausenbe Jahr burchschnütlich erzielten Preise finb nicht hoch, aber un allgemeinen besriedigenb. Dr.Esch kommt bann aus bie Betriebseinrichtungen bes Bergwerks zu sprechen. Bei einem Ver­laubt von 180 000 T Erz seien biejelben an ber Grenze ihrer Leistungs­fähigkeit angekommen. Er geht zur Erläuterung ber geplanten Be- I triebsverbesferungen über. Es fei notwenbig, bas Werk mit ber Eisenbahn bireh zu verbinben. Ebenso notwenbig I ei bie Einrichtung bes elektrischen Betriebes, ba baburch lerst ber 9lbbau ber Erze rationell unb intenfio vor sich I gehen könne. Der Grubenvorstanb beantragt, die Gewerken! joUten befä>iLßech daß die noch im Besitz der Gewerkfchaft befind­lichen 401 Kuxen zum Preise von 2200 Alk. pro Kuxe einer in der Bildung begriffenen Gesellschaft mit beschränkter Haftung käuflich I überlassen werden sollten. Ter Erlös baiür soll verwendet werden, um bie Schulb ber Gewerkschaft an Fernie, welche in 87, Jahren I bezahlt werden muß, zu tilgen, damtt der von Fernie vertraglich I bei früherer Zahlung zugestandene Nachlaß von 300 000 Alk. der I Gewerkschast zu gute kommt. Der Vorsitzende bemerkt, daß I bereits jetzt durch Zeichnungen das Zustandekommen der neuen Gesellschaft gesichert sei. Rechtsanwalt Waffermeper- Bonn spricht gegen diesen Antrag und beantragt, darüber nicht abzustimmen. Wolle man die Forderwig Fernie,

was er ebenfalls für Recht halte, jetzt begleichen, um den

Nachlaß von 300 000 ML zu bekommen, so solle man den dazu notwendigen Betrag gegen Derpfäiidung der 401 Kuxen bei einer Bank leihen, damit die Gewerkschaft die Verfügung über diese Kuxe m der Hand behielte. Er halte es nicht für rötlich, einer Gesell- , fchaft, welche außerhalb der Gewerken steht, durch bie Hingabe ber Kuxen einen gewissen Einfluß auf bas Werk einzuräumen. Rechts- , anwalt Grünewalb erklärt Namens bes Grubenvorstandes, baß - bieser es ablehnt, wegen bes Vorschlages bes Rechtsanwalts Waffer- ) meyer mit einer Bank zu verhandeln. Tahin gehende Versuche . feien früher schon gemacht worden, wegen der von der Bank ge- ; stellten Bedingungen aber nie zum Ziel gekommen. Ter Antrag wird schließlich zum Beschluß erhoben. An Stelle bes ausgeschiebenen Grubenvorstanbsmitgliebes Lanbesrat Schmrdl-Tüsselbors wird 2L ISL Eichbaum-Bonn unstimmig gewählt.

Märkte.

Zanöel und yrrlicljr. Bolliswütschasl.

Berliner Börse vom 9. Mai 1908.

iMttgeteilt von ber Bank für Hanbel unb Jnbustrie, ®ieöen.)

Angesichts ber gestrigen matten Echlußnotterungen ber west­lichen Börsenplätzen, sowie ber anhaltenb ungünstigen politischen Nachrichten, welche bie heutigen Morgendlätter meldeten, eröffnete die Börse m maller, jedoch reserviner Haltung. Infolge einer späteren Trahtmeldung, welche die gestern verbreitete Nachricht be­züglich Rußlands Vorgehen in der Mandschurei dementiert, trat auf den meisten Gebieten eine leichte Erholung ein. Festeres PariS wirkte animierend auf Serien-Türken, deren Kurse ca., Prozent anzoqen. Im allgemeinen war der Verkehr äußerst trage unb bie Umsätze ganz minimal. Der Kaffamarkt war ber Gesamttenbenz entsprechend bei kleinen Umsätzen leicht abgeschwächL

Prwat-Diskont 87a Prozent.

- Schlußkurfe.

RB. Darmstadt, 10. Mai. Ter Hessische Reiter­verein hielt heute nachmittag bei vortrefflichem Sportwetter auf dem Weiterstabler Exerzierplatz seine Frühiahrsrennen ab, denen auch Se. KönigL Hoheit ber Großherzog beiwohnte.

i glatten Verlaus. Im Erofs- (für 4jährige unb ältere Pferde 13 500 Teii ersten Preis trug Leutnant

Vermischtes.

jköln, 10. Mai. Unterjudnmgen auf der Strecke WermelskirchenBurg ergaben, daß ungefähr 180 kupferne Sckncncnoerbinder in der letzten Nacht geswhlen wurden. Die Bahnverwaltung l)at eine namhafte Belohnung auf Ermittlung der Diebe ausgesetzt.

Düsseldorf, 9.Mau Der vom Schwurgencht gestern zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilte Leutnant a. D. von Löw hat auf das Rechtsmittel der Revision verzichtet.

'Paris, 10. Mai. In wissenschaftlichen Preisen be­spricht man lebhaft die Versuche des Luftschiffers Le- baudy mit seinem lenkbaren Ballon Aie hervor- raaendstcn Luftschiffer erkennen an, daß das Resultat des Versuchs Ledaudys bis jetzt unerreickst dastehe und Die lenkbare Luftschisfahrt mit diesem Luftballon einen be­deutenden 3d>rut zur praktischen Realisierung gemacht h<tt. Lei anders die Stetigkeit des Ballons wurde viel dem er tt.

Brüssel, 10. y)iai. Eine Panik entstand gestern abend ivahrcnd der Vorstellung im Opern Hause, wo ein Zuschauer sich durch einen Revolverschutz zu en t-| leiben versuchte und sich so schwer verletzte, daß er inS Hospital gebracht werden mußte.

* Men tone, 9. Mai. An der italienischen Küste «nb die Leichen der vor einigen Wochen verschwundenen Gheleute Graf und Gräfin Esmenard an Land gespult worden. 3.

Agram, 9. Mai. Der Koprenicer Statwnsches er- hiett ein anonymes Schreiben mit der Drohung, daß das Stationsgebäude Dem Erdboden gleich gemacht werden würde. Drei Kompagnien Militär sind dorthin beordert worden. Auch aus anderen Ortschaften waren bedenkliche Syniptome von Ausschreitungen gemeldet. 14 Studenten, welche in Karlstadt die Bevölkerung zur Revolte aufreizten, wurden zur Aburteilung nach Agram

Unreine Gesichtshaut.

Herr Xr. mcb. R. in G. schreibt unterm 12. Mai 02:Mit Ober- meners Herba-Seiie bin ich zusrieben. Tiefelbe war bei unreiner Gefichts^aut von angenscyeinlicher Wirkung^. Z. h. in all. Apo- cheken, Drogerien u. Parst

Harpetier Bergbau . . 181,50

Schluß-Tendenz: ziemlich fest.