Erstes Blatt.
153. Jahrgang
S3
Nr. 290
Erscheint täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werben tm Wechsel mit dem hcsfischen Landwirt die Gießener Kamillen- dlatter viermal in der Woche betgelegl
RotattvnSbruck u. Verlag bei Brüh l'schen Untvers.-Bnch- a.Stein- b ruderet (Pletsch (irbexi) Stedaktlon. Lxvebttton und Druckerei:
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Donnerstag 10. Dezember 1903
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General-Anzeiger w '®5<
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MG«
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Deutsches Reich.
Berlin, 9. Dez. Der Kaiser empfing heute den Bildhauer Haverkamp, Professor Knackfus, und den Admiral Hollmann. Später hörte der Kaiser den Vortrag des Haus- ministers v. Wedel.
— Anläßlich des 88. Geburtstages des Malers Adolf v. Menzel haben der Kaiser und die Kaiserin dem Altmeister deutscher Kunst ihre gemeinsamen Wünsche im folgenden Telegramm ausgesprochen:
„Zum heutigen Tage senden mir Ihnen unsere herzlichsten Glückwünsche. Möchte der Herr im kommenden Jahre Sie ebenso wohl und frisch erhalten wie bisher. Wilhelm. Viktoria."
Vorher war der Flügeladjutant Baron von Berg in der Wohnung des Jubilars erschienen, um im Auftrage des Kaisers und der Kaiserin einen prächtigen Blumenkorb zu überbringen.
— Wilhelm II. wird, wie das „Verl. Lagebl." jetzt bestimmt von „unterrichteter Seite" erfahren haben will, am 20. Dezember eine Mittelmeerfahrt unternehmen.
— Obwohl vom „Derl. Tagebl." an autorisierter Stelle versichert wird, daß die Handelsvert ragsverHandlungen mitRußland in Bezug auf die Hxruptschwierig- keiten, namentlich die Ge tr e id ez ö ll e usm., noch zu keiner Klärung der beiderseitigen Ansichten geführt haben, hält man doch an der Annahme fest, noch im Laufe des Januars 1904 zu einem Abschluß und zu einer Verständigung zu gelangen. Dagegen verlautet, daß die Handelsvertragsverhandlungen mitJtalien, Belgien und der Schweiz erfreuliche Fortschritte gemacht haben, sodaß man sich der Hoffnung hingeben darf, sie noch vor Neujahr zum gedeihlichen Ende geführt zu sehen.
— Den sozialpolitischen Anträgen des Zentrums zu Gunsten des Arbeiter st andes, sowie der verschiedenen Arten des Mittelstandes im Reichstage ist nunmehr zu Gunsten der Land wirt schäft ein weiterer Zentrumsantrag gefolgt, der eine Abänderung des Gesetzes betreffend die Schlachtvieh- und Fleischbeschau vom 3. Juni 1900 fordert. § 23 dieses Gesetzes soll dahin abgeändert werden, daß die Kosten der amtlichen Untersuchung den Bundes st aat en zur Last fallen.
— Der Ausschuß des deutschen Handels tags lehnte mit 17 gegen 16 Stimmen den Antrag aus völlige Abschaffung derGerichtsferienab, beschloß aber, zu beantragen, daß die Ford erungs klag en aus Warenlieferungen zu Ferrensachen erklärt werden.
— Entsprechend dem Ergebnis der vom Reichskanzler veranstalteten Unrfrage bei den Bundesregierungen, ob sich die Anführung einer Reich sarzneitaxe empfehlen würde, tritt nun die Reichsregierung der Schaffung einer solchen Taxe näher. Behufs Ausarbeitung eines entsprechenden Entwurfes sind daher allen Bundesstaaten, die eine eigene Arzneitaxe haben — Bayern, Württemberg, Sachsen, Hessen und den Reichslanden — seitens der Reichsregierung 9000 Rezepte zur Taxierung rugegangen, um dadurch die erforderlichen Grundlagen für die weiteren Vorarbeiten zu schaffen.
Dresden, 9. Dez. Die national sozialen Vereine Sachsens haben ihre Landesversammlung abgehalten und die Frage der Wahlrechtsreform einer Erörterung unterzogen. Es wurde folgende Resolution gefaßt:
„Tie Landcsversammlung der Nationalsozialen Sachsens erklärt die Wahlrechtsreform für die dringendste Aufgabe des gegenwärtigen Landtags. Sie steht grund- iätzlrch auf den: Standpunkt des clllgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts, unter Anwendung des Proportionalwahlsystems, würde aber auch die Wiedereinführung des alten sächsischen Landtagswahlrechts als ersten Schritt nach vorwärts begrüßen. Tie Landes- versannnlung verurteilt die schwächliche Haltung der Regierung in dieser Frage und protestiert energisch gegen den von konservativer Seite drohenden Versuch der Ver- schleppung der ganzen Angelegenheit."
— Landgerichtsdirektor Tr. Becker am Landgericht zu Dresden tarn in seiner Abschiedsrede an die Geschworenen bei Beendigung der letzten diesjährigen Schwurgerichts session auf die Worte zurück, die der Staatsanwalt Tr. Müller im Berliner Kwileckiprozeß über das Institut der Geschworenengerichte an die Geschworenen richtete und die überall das ^größte Aufsehen' hervorgerufen haben. Tr. Becker wies darauf hin, daß vor kurzem bei einem auswärtigen Schwurgericht (Berlin) von einem Beamten des Gerichts die Behauptung aufgestellt tvorden sei, daß die heutigen Schwurgerichte der Rechtsprechung das Grab graben. Er, Tr. Becker, widerspreche der Auffassung, daß die Geschworenen an einen bestimmten Spruch gebunden seien. Eine andere Frage sei es freilich- ob das jetzige Verfahren einer Aenderung bedürfe. Unser heutiges Recht sei zum größten Teile dem französischen Recht entnommen und lehne sich zum großen Teile an altgermanische Rechtsauffassung an. Vielleicht fände die Strafprozeßreformlommis- siou eine andere Form, um eine größere Fühlung und Verbindung der Geschworenen mir dem Gerichtshöfe herbeizuführen. Sicherlich aber hätten die Geschworenen stets einen Spruch gefüllt, der nach Inhalt und Geist der rechte gewesen sei. Diese Kundgebung ließ auf die Geschtoorenen einen tiefen Eindruck zurück.
Nürnberg, 9. Dez. Tie bayrischen Städte werden gegenüber den ländlichen Kreisen im Wahlgesetzentwurf u. a. dadurch benachteiligt, daß der Wahlgesetzentwurf der Regierung die Bevölker- ungszahl von 1900 der Wahlkreise mteilung dauernd zu Grunde legt. Dagegen haben die hiesigen Organisationen der natioüalliöeralen und der frerjinurgen Parter an die liberale Bereinigung der Abgeordnetenkammer eine gemeinsame Resolution gesandt, worin die Vereinigung ersucht wird, dahin zu wirken., daß dem Landtagswahlgeseyc folgender Absatz angejügt werde: „Falls die letzte vor einer Neuwahl vorgenommene Volkszählung der Bevölkerung eines Wahlkreises mit einem Abgeordneten mehr als 64 uOO Seelen ergibt, so ist dieser Wahlkreis in zwei Kreise mit je einem Abgeordneten und einer Bevölkerungszahl von 96 000 Seelen einzuteilen und ist in entsprechender Weise zu verfahren. Demgemäß hat sich dann die Zahl der zu wählenden Abgeordneten entsprechend zu erhöhen."
Ausland.
Ehristiania, 9. Dez. Das Storthing verwarf ei.n stimmig die Vorlage betreffend Einführung des staatsbürgerlichen Wahlrechtes für Frauen. Ter Präsident verlas vor der Abstimmung ein Schreiben des Frauenwahlrechtsvereins, in dem die Hoffnung aus Annahme der Vorlage ausgesprochen wird.
Kopenhagen, 9. Dez. Das Folkething nahm den Gesetzentwurf an, durch den die Reichs ta g s d i äten für die ersten 6 Monate der Session von 6 auf 10 Kronen täglich erhöht werden, während sie für die übrige Zeit 6 Kronen wie bisher betragen sollen.
Rom, 9. Dez. Finanzminister Luzzati verliest das Finanzexpose. Der Ueberschuß des lausepden Jahres beziffert sich auf 6 Millionen, der des nächsten auf 7 Mill. Seit 1898 stiegen die Einnahmen, abgesehen vom Kornzoll, auf 121, die Ausgaben auf 110 Mill. Eine Beschränkung der Ausgaben sei notwendig. Das italienische Budget sei jetzt besser als oas englische, französische und deutsche. Der Minister hofft auf einen guten Verlauf der Verhandlungen über die Handelsverträge. Italien plane keine Zoll Neuerungen und 'wünsche mit den verbündeten und befreundeten Mächten einen Han- delsfrieden. Deshalb seien keine Kampszölle vorbereitet. Betreffs der Konversion sei das letzte Gesetz zurückgezogen. Jetzt werde nur die Konversion der 4.5 proz. Rente durchgeführt. Der Minister hofft, daß die französischen, englischen und deutschen Märkte die Konversion unterstützen werden. Der Gewinn von 46 Millionen werde zur Steuerreform verwandt werden. Es sei das Haupt- bestreben der Regierung, einen glücklichen Stamm von Kleinbauern als Damm gegen den Sozialismus zu schaffen.
Gens, 9. Dez. Russische Anarchistenblätter bringen folgende Mitteilung über die Ausweisung der beiden russischen Anarchisten: 1. Wladimir Bourtzeff, wurde in London zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt wegen Aufreizung zum Königs mord. Bourtzisj mahnt die Kameraden, sich nicht rrur mit der V o r b e r e i t - ung zum Königs morde zu befassen, sondern die Bourgeoisie durch allerlei Attentate in Atem zu halten. So solle man Generalstreiks organisieren, die Offiziere demontieren und die Polizisten mit einer explosiven Flüssigkeit begießen. Bei ihm wurde ein Manuskript vorgefunden mit Angaben über leichte Herstellung von allerlei Bomben in kleinen und großen Gesäßen. 2. Paul Krakofs, war Mitarbeiter Bourtzesss und sorgte für die Verbreitung der Zeitungen und Broschüren. Der Bundesrat der schweizerischen Eidgenossenschaft konnte die Anwesenheit solcher gefährlichen Propagandisten auf unserem Boden nicht dulden.
Wien, 9. Dez. (Abgeordnetenhaus.) Der Mi» nisterpräsident versichert, daß die Regierung ihr Versprechen, betr. Errichtung einer italienischen Universität an einem geeigneten Orte, erfüllen werde, daß es aber noch sorgfältiger Vorbereitungen in legislativer Hinsicht, sowie betr. Unterkünfte, Lehrmittel und der noch fehlenden Lehrkräfte bedürfe. — In Beantwortung einer Interpellation des Abg. Pernestorffer wegen der Ausweisung des türkis ch en Botschaftsarztes Dzevdet Bey führt der Ministerpräsident aus, oaß diese Ausweisung infolge des tätlichen Angriffs gegen den Botschafter in vollkommen geseAicher Weise erfolgt sei. Es sei zu besorgen gewesen, daß der Botschasts- arzt die Angriffe sortsetzen werde.
Petersburg, 9. Dez. Die von einem Berliner Blatt gebrachten Meldungen über ein ungünstiges Allgemeinbefinden des Kaisers Nikolaus sind, wie an zuständiger Stelle verlautet, völlig unbegründet Das Befinden des Kaisers Nikolaus ist im Gegenteil durchaus befriedigend. Der mit Jagdausslügen verbundene
Mteratur.
Gerstäckers Erzählung „Die beiden Sträflinge (179 Seiten, Stuttgart, Union), aus dem australischen Busch ist ein hübsches Weihnachtsbuch für Kuaben, lebenswahr und empfehlenswert ms wahrhafte und leicht verdauliche Kost. Der vielgelesene Sigismund Rüstig und Marry at aus demselben Verlag liegt in 3. Auflage vor. Die Bearbeitung in deutscher Sprache ist gut und das Buch wird vielen Knaben die rechte Weihnachtsfreude bereiten. •
Lonke, Alwin, Königin Lurse von Preußen. Ein Lebensbild nach den Quellen, mit 70 Abbildungen und zwei Beilagen, XII, 335 Seiten Text, Verlag von E. A. Seemann. — Hier haben wir ein Lebensbild, das so ausorucksi- voll wie keines vorher der edlen Preußen-Königin Gestalt lebendig vor Augen stellt. W wird sich bald einen Platz unter den beliebtesten patriotischen Büchern erobern. Die ersten Kapitel, die Jugendjahre in Hannover und Darmstadt, dann die Abschnitte über Preußens tiefsten Fall, die Begegnung mit Napoleon, aber auch die Ausschnitte aus dem Familienleben (in Paretz, in Berlin und auf der Reise) sind uns besonders interessant. Jeder, der eine gute Vaterlandisch,e Biographie zu. schätzen weig, sollte das reich mit Bllderu geschmückte Buch kennen lernen und als ein schönes Geschenkwerk dauermd tm Auge, behalten. Es gibt wenige dieser Art, die in gleicher Weise jo sehr bas Auge befriedigen und die Phantasie anregen. Auch behalten die fleißigen Auszüge aus den Memoiren und Briefen jener Zeit, die in die Darstellung verwoben sind, dauernden Wert.
Das von Frida Schanz im Verlag von Velhagen and Klasing, Bielefeld und Leipzig, herausgegebene, 'jur stnaben und Mädchen im Alter von acht bis 12 Jahren bestimmte Jahrbuch „Kinderlust" liegt in 12 bunten Vollbildern, zahlreichen Holzschnitten und erläuternden Abbildungen geschmückt im vierten Jahrgang vor. /Ter Inhalt des Buches ist ebenso gediegen, wie seine Ausstattung. Frida Schanz spricht in hübschen kleinen Erzählungen,
und Gedichten zu ihrem jugendlichen Leserkreise, dessen Geschmacksrichtung und geistige Aufnahmefähigkeit ihr wohl bekannt sind. Mit der Herausgeberin kommen auch noch andere bewährte Jugendschriftsteller zu Wort, wie Luise Koppen, Arpad Schmiohantmer, Elisabeth Lemke, Anna Keil und viele andere. Einen fesselnden Beitrag hat Fritz Skow- ronnek mit seiner Schilderung eines Ausfluges nach Ostafrika geliefert.
— Tie Wahl eines Vortragsstückes ist schwierig bei jedem öffentlichen Debüt, gleichviel ob auf der Bühne oder im Freundeskreise. Der Lotse, an dessen Hand, durch dessen Erfahrungsratschläge von Dichtern, Denkern und Künsllern beiderlei Geschlechts man diese Mppe umgeht, heißt: Was soll ich deklamieren? Auslese der besten Deklamationsstücke ernsten und heiteren Inhalts. Unter Mitwirkung der ersten deutschen Bühnengrößen gesanunelt und herausgegeben von Elise Hen le. Sechste verinehrte und verbesserte Auflage. Durchgesehen von der Tochter der Herausgeberin. Preis geheftet 3 Mk. Zur bevorstehenden Weihnachtszeit sei als Festgeschenk auf dieses Buch aus dem Schwabacher Verlag in Stuttgart hingewiesen.
Mein Tagebuch Unter diesem Titel hat die Union, Deutsche Verlagsgejellfchaft in Stuttgart, ein eleg. Tagebuch herausgegeben und mit feinster Schreibeinlage, für ein ganzes Jahr berechnet, versehen. Das Buch ist mit 12 mehrfarbigen Monatsbildern und Randzeichnungen von R. E Kepler geschmückt. Jedes Monatsbild ward mit einem sinnigen Gedicht von Viktor Llüthgen versehen. Ein prächtiges, auch im Innern wirklich vornehmes Festgeschenk für die reifere Mädchcnwell. _____
Köln m'b us-Eier. Eine Sammlung belehrender und unterhaltender physikalischer Spielereien. Herausgegeben von der Redaktion des „Guten Kamerwden". (Union in Stuttgart, 4 Mt.) Ein sehr amüsantes, dabei nützliches und belehrendes Buch Die darin enthaltenen physikalischen Spielereien und Experimente können ohne besondere Vorbereitungen und Apparate von jedermanli auschführt werden und bieten für jung und alt nicht allein eine angenehme Unterhaltung, sondern auch mannigfache Anregung zum Nachdenken.
In geschmackvollen und dem Jnhall entfprechenden Ge- | wandern legt in diesem Jahre der Verlag von Herm. I. Meidinger in Berlin SW 61 seine Weihnachtsgaben auf den Tisch Der Verlag hat ein seit vielen Jahren vergriffenes Buch der bekannten Schriftstellerin M. v. Eschen (M. v. Eschstruth) in neuer Auflage erscheinen lassen: Pension und Leben, Erzählung für junge Mädchen. (Mit Heliographüre. Prachtband 4 Mk.) Das Buch eignet sich für junge Mädchen von 14—18 Jahren. Die Lebensfchickjale der hier geschilderten jungen Ncädchen werden das Interesse der Leserinnen voll tu Anspruch nehmen. Sie lernen die Freuden und den Ernst des Lebens kennen, lernen Freundschaft pflegen und hochhalten und Liebe für alles Schöne und Gute empfinden. Tie Erzählung ist geeignet^ den Sinn der jungen Mädchen auf ernste Gegenstände zu richten. — Reiferen Knaben und dem deutschen Volke gewidmet ist ein Werk aus der Feder I. v. Pederzani- Weber: Das Thor ner Blutgericht, Erzählung aus der Zell der Polenyerrschast in Preußen. (Mll farbigen Abbildungen nach Originalen von Maler M. Ränile. In effektvollem Leinenband. 4 Mk.) Diese interessante Erzählung hat eins der stürmischsten und traurigsten Ereignisse aus der Geschichte Thorns unter der Polenyerrschafl, die Hinrichtung des unschuldigen Bürgermeisters Gollfried Rrsner und arwerer Thorner Bürger, zum Gegenstand. Die heldenmütige Standhajtigleit und Gesmnungs.reue echt deutscher Männer finden in dieser mit warmem Gefühl für deutsche Art gegebenen Schilderung Anerkenitung und Würdigung. Ter Geschichte Oesterreichs ist tue folgende Erzählung für reifere Knaben entnommen: Der Pfalz-Erzherzog, Erzählungen aus der Zeit der ersten Habsburger. Bon Franz Netopil. (Mit Abbildungen nach Originalen von Maler M. Ränike. In effektvollem Leinenband. 4 Mk.) Pfalz-Erzherzog Rudolf IV. von Habsburg ist der Held dec Erzählung. Dec Schilderung dieses Fürsten, der Oesterreichs Großlnachtstellung angebahnt hat, ist dem Autor vortrefflich gelungen. Wir können das Buch wann einpfehlen, es wird nicht nur mit Genuß, sondern auch mit gutem stützen gelesen werden.


