Ausgabe 
10.9.1903 Erstes Blatt
 
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Verlag der Eichener Anzeiger; Brnhl'sche Universitäts-Druckerei

übrigen Fürstlichkeiten wohnten heute den Manövern bei. Um 2 Uhr nachmittags kehrte der Kaiser nach Merse­burg zurück. Das Wetter ist kühl und stürmisch. Die rote Partei drängte gestern die blaue zurück und stand gestern abend bei und südlich von Roßbach mit dem 11. Korps, bei Branderoda und Freyburg mit dem 4. Korps. Auf die Nachrichten jedoch^ daß die rote Hairptarmee zurückgehe,

wesen sein.

* Beulenpest in Frankreich! Einer Londoner Depesche zufolge wird derDaily Mail" aus Marseille berichtet, daß dort die Beulenpest ausgebrochen sei. Bon 11 Fällen haben 7 tödlich geendet. Die Pest soll, wie man glaubt, durch eine am Samstag in Marseille aus Konstantinopel eingetroffene Lumpensenduug eingeschleppt worden sein, die an einen Pappe-Fabrikanten gerichtet war, unter diesen Arbeitern auch die sämtlichen Erkrank­ungen stattsanden. Die beiden lebten Todesfälle ereigneten sich am 8. d. M. Der Bürgermeister von Marseille und mehrere andere Personen wurden mit Pestserum geimpft, um bei eventuellen Besuchen gegen die Seuche immunisiert zu sein. Das kaiserliche Gesundheitsamt in Berlin er­klärte, daß es die englische Mitteilung über das Auj- uux> nu jlvu|l. ।treten der Benlenpest in Äiarseille für nicht zutref-

D a r m st a d t, 9. Sept. Bei der Abgangs prüfungfend halte. Wahrscheinlich handle es sich um eine Epidemie an der Landesbaugewerk schule haben sich jüngst, f ähnlicher oder anderer Art.

Deutsches Keich.

Berlin, 9. Sept. Der Kaiser hat befohlen, daß bei der Ankunft des Großherzogs von Hessen in Kiel großer Empfang stattfindet. Der Stapellauf des Linienschiffes L. findet am 18. d. M. mittags 12y2 Uhr mit großem militärischem Gepränge statt.

Ter Kaiser, der König von Sachsen und die

verweigere. Dann erhielt er am Mittwoch voriger Woche den Bescheid, daß das hiesige Amtsgericht seine Verhaftung im Zwangsverfahren innerhalb eines Zeitraums von acht Tagen beschlossen habe, und er in derselben Zeit eine Strafe von 10 Mark an jdie Gerichtskasse zahlen solle. Diese Zahl­ung leistete Rehbein am Freitag. Am Samstag früh ver­haftete ihn die politische Polizei, die um seine schleunige Verhaftung ersucht worden war.

Kirche und Schule.

Ein Geistlicher in Breslau stellt derSchief. Volksztg." einen eingeschriebenen Brief'aus Berlin zur Verfügung, in I dem es u. a. heißt:

Von verschiedenen, anscheinend gut unterrichteten Per­sönlichkeiten wurde mir wiederholt erzählt, daß die | katholische Kirch e Damen, die zum Katho­lizismus übertreten, in generösester Weise durch oft bedeutendeGeldmittel weiter hilft. Ew. Hoch­würden bitte ich, mir Auskunft zu geben, inwieweit dies auf Wahrheit beruht. Mein Mann ist Katholik, ich mit meinen beiden Knaben, welche 4i/2 und U/2 Jahre alt sind, evangelisch. Falls sich die Kirche bereit erklärt, mir ein Kapital von 10 000 bis 12000 Mk. (!), das mein Mann dringend braucht, ßur Verfügung zu stellen, würde ich mit meinen beiden Kindern zur katholischen Kirche über­treten. Ew. Hochwürden sollten in solchen Fällen bereits öfters hilfreich vermittelt (!) haben, und bitte auch ich um Ihre Unterstützung.

Berlin, 9. Sept. Die Meldung, daß die Zensurbehörde in einem von den Breslauer Rektoren und Lehrern zu- sammengestellten Lesebuch denjenigen Passus gestrichen haben, welcher einige Sätze aus dem Inhalt der preußischen Verfassung wiedergab, wird nach einer Meldung ans Breslau dementiert.

Vermischtes.

* Berlin, 9. Sept. In der Spandauerstraße er­krankten sechs Angehörige mehrerer verschwägerter Ar­beiterfamilien nach dem Genüsse einer gemeinsam verzehrten Fleischspeise schwer. Ein Kind ist bereits g e st o r b e n.

* Magdeburg, 9. Sept. Hier wurde der frühere Kellner Emil Wulfert, der in der Uniform eines H a u p t m a nn s der Garde-Landwehr beim Einkauf in ver­schiedenen Goldwarengeschäften Betrügereien verübt hatte, festgenommen. Da bei ihm auch Rechnungen auswärtiger Geschäfte und Hotels vorgesunden wurden, welche auf den Namen eines Hauptmanns Wnlfert lauteten, ist anzunehmen, daß er auch anderwärts ähnliche Schwindeleien verübt hat. Wulsert ist bereits im Jahre 1887 wegen gleicher Vergehen vorbestraft.

* Hannover, 9. Sept. Die Vorgänge im hie­sigen Gerichtsgefängnis haben verwickelte Untersuchungsverfahren zur Folge. Die Vergünst­igungen in der Behandlung des Prinzen Ar en berg sind, wie in dem Disziplinarverfahren sestgestellt worden ist, nicht bloß auf Handlungen der Unterbeamten zurück­zuführen, sie sind teilweise durch das Verhalten der Aus­sichtsbeamten veranlaßt worden. Die zur Verantwort­ung gezogenen Unt erbe amt en haben zu ihrer Verteidigung ! und Entlastung teils belastende Aussagen gegen ihre Vor­gesetzten gemacht. Die Holzaneignungsafsäre wird noch ver­wickelter. In dieser Sache hat sich der Regierungspräsident sofort nach dem Bekanntwerden der Angelegenheit die Bau­akten kommen lassen und unter Hinzuziehung von Sachver­ständigen dieselben einer genauen Prüfung unterzogen. Das Resultat ist gewesen, daß nach den Buchungen und Ver­rechnungen an dem zum Ausbau des Gerichtsgefängnisses verwendeten Holz nicht ein Zentimeter gefehlt hat. Diese Feststellung entspricht den Behauptungen der in Untersuch­ung gezogenen Beamten, daß sie kein fiskalisches Holz ver­wendet, sondern solches anderweitig gekauft hätten. Dem­gegenüber steht die Behauptung von den Gefangenen, die das Holz von dem Lagerplatz entwendet und im Interesse der Beamteri bearbeitet haben wollen. D r e i Ge fa n g e n e haben sich deshalb wegen Diebstahls zu verantworten. Tie Angaben der Gefangenen und namentlich die des Ein­brechers Block sind als glaubwürdig erachtet, und c3 ist daraufhin die Untersuchung eingeleitet. Tie in Untersuchung gezogenen Beamten wollen nur insofern schuldig fein, als sie es unterlassen haben, über die verwendete Arbeitskraft der Gefangenen Meldung zu erstatten.

* Paris, 9. Sept. In Abbeville hat sich ein aus Paris stammender Buchhalter m i t) c i n c r Frauund drei Töchtern in einem Teiche ertränkt. Wie es heißt, soll Geldnot die Ursache des fünffachen Selbstmordes ge-

m der Regel nicht durch die Art des Druckes oder ter Plazierung hervorgehoben. Man muß fte suchen, um fte zu finden. So enthält auch heute dreNordlx AUg.Zig., an versteckter Stelle zu einem Artikel be3 ^ariferFigaro über das Verhältnis Frankreichs zu den Machten eunae be­merkenswerte Sätze. Der Verfasser desFigarte-Auff atzes,. der Deputierte Etienne, hatte geschrieben, die erste Wirkung des Bündnisses mit 'Rußland sei eine Wendung der Halt- ung Deutschlands zum Besseren gewesen. Demgegenüber konstatiert das Organ unserer Regierung:

Was das Verhältnis Deutschlands zu der Republik iensetts der Vogesen anlangt, so hat auf deutscher Seite nicht erst seit dem Abschluß des russische-französischen Bündnisses volleGeneigtheit bestanden, die gegen­seitigen Beziehungen freundschaftlich zu gestalten und zu erhalten. In Wahrheit war die deutsche Politik nach dem großen Wasfengange ebenso wie vorher jederzeit bestrebt, mit dem westlichen Nachbarn Deutschlands auf gutem Fuße zu leben."

Sin lmtifozialdemokratischer deutscher Arbeiter-Kougreß wird am 25. und 26. Oktober d. I. in Frankfurt a. M. ftattfinden. Beteiligt sind an demselben von evangelischer Seite der Gesanrtverband der Evangelischen Arbeitervereine Deutschlands (7075 000), der Bochumer Evangelische Ar­beiterbund (8000) und wahrscheinlich auch die Württem­berger (3600), Berliner, Chemnitzer unb Zwickauer, zu­sammen über 90 000; die christlichen Gewerkschaften (90 000); der Bayerische Eisenbahnerverband (16000); der Bayerische Postbedientenverband (7000); der Badische Eiseubahnerver- bcurd (5000); der Deutsch-nationale Handlungsgehilfenver- § band (47 000); der Guttenbergverband (2500); der christliche: Kellnerbund; der katholische Gesellenverein (69 000) und die evangelischen Gesellenvereine; endlich die katholischen Ar- beitervereine: der Süddeutsche Verband (62000), der West­deutsche (63 000), der Diainzer (10 000), ter Berliner (44 000). Tas macht zusammen über 510 000 Arbeiter und Angestellte der Industrie. Erster Vorsitzender wird mutmaßlich F. Behrens (Berlin), zweiter Adam Stegerwaw (Köln) fein. Referate werden gehalten werden von Schiffer (Krefeld) über Koalitionsrecht , von I. Bärm (Frankfurt a.M.) über Vereinsgesetzgebung, von W. Schack (Hamburg) über Rechtsfähigkeit der Berufs verein e und von Giesberts (M-Gladbach) über Arbeiterkammern. Tie Verhandlungen werden am 25. Oktober nachmittags 3y2 Uhr beginnen. Abends wird ein gemülliches Zusammensein stattfinden. Ter Gesamtverband der Evangelischen Arbeiter­vereine wird 10 Delegierte zu dem Kongresse schicken. Im Aufruf wird das christliche, nationale, monarchische und von der Sozialdemokratie nicht bloß unabhängige, sondern zu chr gegensätzliche Wesen des Kongresses klar hervorge­hoben werden, andererseits aber den gerechten Wünschen der Arbeiter auf den durch die Referate bezeichneten Ge­bieten bestimmter Ausdruck gegeben werden.

Aus StaLl und Kund.

Gießen, 10. Sept. 1903.

** Personalen. S. K. H. der Großherzog haben den Stationsassistenten in der Hess.-Preuß. Eisend ahngemein- schast Karl Pfannemüller zu Darmstadt auf sein Nach­suchen mll 'Wirkung vom 1. September d. I. unter An­erkennung seiner treu geleisteten Dienste und Verleihung des Silberiien Kreuzes des Verdienstordens Philipps des Großmütigen in den Ruhestand versetzt.

** Besitzwechsel. Die Wirtschaft von Rühl in Großen-Buseck ging gestern durch Kauf für 27 700 Mk. in den Besitz des Metzgers Aug. Gerl ach aus Schlüchtern über. Der Käufer beabsichtigt, mit dem Wirtsbetrieb eine

TiePost" hört, daß die Behauptung der sozialdemo­kratischen FrankfurterVolksstimme", daß das preußische Justizministerium einen neuen Erlaß tetr, ein schär­feres Vorgehen gegen die M aj e st ä t s b el e i d i g u n g e n ergehen ließ, frei ersundensei. DiePost" erfährt werter, Graf Posadowsky wandte sich an die Regierungen der Ernzel- staaten zum Zwecke der Herbeiführung einer reichsge- etzlichen Regelung des Automobilverkehrs. Alle Regierungen stimmten zu. Der Gesetzentwurf wird dem Reichstag wahrscheinlich schon in der nächsten Session vor­liegen.

Zur Spionageaffäre in Ars wird gemeldet, daß der geständige Aeugsergeant von der Spandauer Munitionsfabrik erst seit zwei Monaten auf der Feste Kronprinz" beschäftigt war. Für zwei an Frankreich aus- gelieferte Granaten erhiell er angeblich 4000 Fr.

Die Freisinnige Vereinigung wird am 19. und 11. Oktober in Berlin tagen, um ihre Stellungnahme zu dem Anschluß der Nationalsozialen bezw. eines Teils derselben an die Vereinigung zu beraten. Außerdem soll auf diesem Parteitage die grundsätzliche Haltung ter Vereinigung zu ter Frage eines Zusammenwirkens mit ter Sozialdemokratie zur Erörterung gelangen.

Zu der Angelegenheit des Ausfalles des Un­terrichtes in bien Berliner Schulen an Paraide­tagen rc. erfährt das23-eri. Tagebl.", daß man in Ma­gistratskreisen den Polizeipräsidenten für berechtigt hält, den Rektoren und Direktoren auf allerhöchsten Befehl die Schließung der Schulen aufzugeben, da er auf ministerielle Anweisung gehandelt habe. Doch wind zugegeben, daß sich der verantworlliche Minister eigentlich an das Provinzial­schulkollegium hätte wenden müssen. Das sei unterblieben, weil die Anweisung auf diesem Umtvege zu sM an die Schulen gelangt wäre.

Ter in Zeugniszwangshaft befindliche Be­richterstatter desVorw." Franz R e h v e i n hat einem Mit­arbeiter derVolksztg." über seine Verhaftung folgendes mitgeteilt: Nachdem Rehbein den Brief, den ein Soldat an denVorw." gerichtet hatte, wörtlich abgeschrieben und ihn dem Kommanteur des Regiments übermittelt hatte, wurde er bald daraus vor drin Ziriegsgericht vernommen, wo er die Erklärung abgab, daß er sein Zeugnis in dieser Frage

derJrks. Ztg,^ zufolge, Unregclmaßiaretteu er­eignet. soweit bis jetzt seststeht, sind zwar Schuler der An, stakt nachts in das Prüfun g s lo k al in der Neckarstraße ein gebrochen und haben die von ihnen am ^age zuvor angefertigten Probearbeiten und biejcnigen solcher Mitschüler, die als besonders begabt galten, g e st o h len. Tie guten Arbetten haben sie dann schnell zu Hause ioprert und in der Morgenfrühe durch erneuten Embruch nut den Kopien an Ort und Stelle geschafft.

Mainz, 8. Sept. Zu dem fozialdemokratischen Par- teitage in Dresden wird voraussichttuy der ^lerchstags- abgeordnete für Mainz-Oppenheim, Dr. Davrd, nrchjt erscheinen. Dr. David ist nämlich sett einiger Zeit er­krankt und hält sich augenblicklich ui einem Sana­torium auf. Wenn er nicht anwesend fein kann, soll seine Frau zum Parteitage in Dresden em Mamzer Mandat übernehmen. Aus der Wahlkreiskonserenz te~> Wahlkreises Mainz-Oppenheim erklärten sich die Genoffen damit einverstanden. .

Frankfurt, 9. Sept. Der hiesige Arzt Dr. Neu­bürger bekam von der Bürgerschaft und semen Patienten vor einigen Tagen, als er sein 50jähriges Doktorjubilaum feierte, eine Ehrengabe von 75 000 Mark, Die er rinn, auf 100 00 0 M a r k erhöht, in eine medizinische Stiftung verwandelt hat, über die er noch genauere Be­stimmungen treffen wird. Außerdem überwies er wohl­tätigen Anstalten bedeutende Geldbeträge. Die Neubürger- stistung wird an die medizinische Akademie angegliedert loerden, die durch große Stiftungen gerchassen wurde.

Homburg, 8. Sept. Heute wurde hier der 8. Ber»- bandstag des Mitteldeutschen Bäcker-Ver­bandes ab geh alten; hierzu waren etwa 350 Bäcker­meister cingetroffen. Die Versammlung fand in den oberen. Sälen des Kurhauses statt; zum ersten Vorsitzenden wurde anstelle des eine Wiederwahl ablehnenden Herrn I. M Eckert Bäckermeister Binser-Frantsurt a. M. gewählt. Nach­mittags vereinigten sich die Gäste zu einem gemeinschaft­lichen Essen im Kürhause, an dem 330 Personen teilnahmen.

Hanau, 8. Sept. Am Sedantage unternahmen die oberen Klassen der städtischen höheren Mädchenschule einen Ausflug nach de mMelibokus, dem bemerkens­wertesten Gipfel der hessischen Bergstraße. Beim Abstieg wurde eine Schülerin, die 13jährige Tochter eines hiesigen Kaufmanns, von Unwohlsein befallen, stürzte zu Boden und schlug mtt dem Kopse auf einen spitzen Stein. Das Mädchen trug einen Schädelbruch davon, an dem es gestern abend v e r s ch i e d e n ist.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Dem Oberbürgermeister Adickes in Frankfurt a. M ist der Wilhelmorten verliehen toor* den. Am 20. Sept, hält der Vorstand tes Duellgegner- Bundes im Hauptbahnhof zu Frankfurt eine Sitzung ab. Fürst v. Löwenstein wird den Vorsitz übernehmen. In Kassel wurde ein arbeitswilliger Schreiner, als er von der Ar bett heimkehrte, in ter Fuldagasse von mehreren streikenden Bauhandwerkern überfallen uub durch Messer­stiche in Hals und Brust übel zugerichtet. Er wurde ins Krankenhaus gebracht; ztvei der Täter sind verhaftet.

Mail lese den Eichener Anzeiger größte und reichhaltigste Tageszeitung Oberhessens. Zur Anzeigen von außer­ordentlichem Erfolge

Schweinemetzgerei zu verbinden.

** Besitzwechsel. Das Haus Landgrafenstraße Nr.2, der Firma Birken stock und Schneider gehörig, ging

. , ..... . . . _ ... für Mk. 26 000 in den Besitz des Kohlenhändlers und Agen-

wollten die roten Korps heute südwestlich abrücken in ter ten Louis Hahn über. Rechtsanwall Dr. Jung ver- Richtung auf Camburg und Sulza. Von der blauen Partei lauste fein Haus Bahnhofstraße an Kaufmann C. Röhr, stand heute morgen das 19. Korps bei Weißenfels, das zum Preise von 80 000 Mark und wird auf dem daneben 12. Korps bei Stößen. Beide Korps wollten die Wethau liegenden, ihm gehörenden Bauplätze eine größere Villa überschreiten, was gelungen zu sein scheint. Nach hef- errichten. Herr Röhr wird sein Ladengeschäft in die neu- tigen Kämpfen südlich von Naumburg schob'M die gebauten Räume verlegen.

blaue Partei vor das Marschziel der roten Pariei. Wie § Butzb ach, 9. Sept. Der setther am hiesigen Amts- derBerl. Ztg." aus Merseburg gemeldet wird, sind beim gerügt tätige Gerichtsassessor Kißner von Büdingen ist Kaiferrnanöver infolge eines Unglücksfalles auf der zur Rechtsanwaltschaft hier zugelassen worden. Nächsten Chaussee nach Groß-Gayna zwei Militärautomobil- Samstag findet im benachbarten Pohl-Göns die Kirch­fahrer (Unteroffiziere) vom 36. Infanterieregiment ge- weihe in herkömmlicher Weise statt.

töte tworden. (l) Fried b er g, 10. Sept. Das Fest ter g oldenen

Nach einer telegraphischen Meldung aus Greiz hat Hochzeit begehen morgen der Schreinermeister Schneidt^ sich Prinz es sin Marie Reu ß (ä. L.) mit dem Freiherrn und Frau geb. Reichhold. Beite sind noch sehr rüftig, Ferdinand Guagnoni, Leutnant im östreichischen Dra- Herr Sch. arbeitet noch irn Geschäfte seines Sohnes. Leider goner-Regt. Ncr. 6, verlobt. Die Braut ist die zweite ist dem Jubelpaar bie Festesfreude durch den plötzlichen Tochter tes verstorbenen Fürsten 5)einrich XXIV., ältere Tod ihres Schwiegersohnes, Lokomottvführer Hi-ilgenberg, Schwester der Großherzogin Karoline von Sachsen-Weimar, gettübt worden, der vor einigen Wochen auf ter Strecke Sie steht im 21. Lebensjahre. Hanau-Friedberg überfahren und getötet wurde. Ein

TerReichsanz." veröffentlicht eine Bekanntmachung Badegast von Nauheim verlor dieser Tage hier eine oetreffend die Ernennung des Staatssekretärs v. Stengel goldene Uhr im Werte von 800 bis 1000 Mark. Der ehrliche zum Bevollmächtigetn des Bundesrats. Finder erhielt eine namhafte Belohnung. Mtt dem

Tas D ezernat für neuere Kunstim preuß.I Umbau des Dachstockes im Rathause wurde begonnen. Kultusministerium, das bisher Geh. Oberregierungs-I Es werden darin die Räume für das Stadtbauantt und rat M ü l l e r verwaltete, ist, wie ein hiesiger Berichterstatter Polizeikommissariat eingerichtet.

wissen will, vom vorttagenden Rat Geh. Oberregierungsrat § Weick ar d s h ain, 10. Sept. Mtt dem heutigen ^chmidt übernommen worden. Tieser Wechsel soll «Tage tritt für unsere Gemarkung das neu e Gr u ndbuch damit zusammenhünaeli, daß Geh. Oter-Reg-Rat Müller! und hiermit das Reichs-Jmmobiliarsachenrecht in Kraft, der neuer en Richtung in der Kunst ziemlich freund- Darmstadt, 9. Sept. Bei der Abgangsprüfung lich gegenübersteht.