Ausgabe 
10.9.1903 Drittes Blatt
 
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VoMische Tagesschau.

Unter Druck".

Noch einige Wochen werden ins Land gehen, ehe König Viktor Emanuel seine Fahrt nach Paris antritt. Die beidenbefreundeten Schwesternationen" haben also genügend Zeit, sich in wechselseitige Begeister­ung yineinzuleben. Ob die Wogen besonders hoch gehen wer- dem ist einigermaßen zweifelhaft. Die Erfahrungen dürften noch unvergessen sein, die der Ueberschwang der Gefühle bei den vorjährigen französisch-italieirischen Flottenbesuchen zeitigte. Sie betreffen Gründung und Zusammenbruch der Soeietö Franco-Ztalienne", durch den eine der angesehen­sten italienischen Banken, sowie Mitglieder des römischen Adels und eine Anzahl vou Parlamentariern arg in Mit­leidenschaft gezogen wurden. Ein unsolides Pariser Bank­institut hatte dre Sache arrangiert, um auf Kosten der Italiener, dieser neugewonnenen alten Freunde", aus der finanziellen Klemme zu kommen. Diese ErLnntnis wirkte abllchlend auf das romanische Blut, und sie wird voraus- sichtluch auch die durch die Fahrt König Viktor Emanuels nach, Paris rege werdenden Empfindungen unter Druck halten, wenigstens auf feiten der Italiener.

Dem Könige von Italien werben während seiner An­wesenheit in Paris eine Anzahl verschiedener Münzen aus dem 17. und 18. Jahrhundert überreicht werden. Ebenso hoird dem König eine zur Erinnerung an seinen Besuch geprägte Medaille übergeben werden.

Uuiverfitatsprosefforen als Exzellenzen.

Mit der Eruennmlg des hochverdienten Professors für Landwirtschaft an der Universität Halle, Geh. Oberregier- uugsrats Dr. phil. Julius Kühn zum Wirkt. Geyeunen Rar mit Dem Prädikat Exzellenz ist Die Zahl der mit dieser Rangerhöhung ausgezeichneten Universrrätsprofessoren au den hentjchen Unweriitären auf dreizehn gestiegen, von denen fünf erst in diesem Jahre ernannt sind; nämlich außer Professor Kühn der erst vor 14 Lagen zur Exzellenz beförderte Marburger Bakteriologe v. Behring, der Gy­näkologe Bernhard Sigmmw Schultze in Jena, der Ostern dieses Jahres bei Gelegenheit seines Ueber- tritts in den Ruhestand zum Wirklichen Geheimen Rat mit dem Prädikat Exzellenz ernannt wurde, und die aus Anlaß des Heidelberger Universitütsjubiläums zu Ex­zellenzen ernannten Professoren Czerny, Professor der Chirurgie, und Ernst Immanuel B e k k e r, Professor für römisches und deutsches bürgerliches Recht. Außer ihnen hatte die Ruperto-Earola schon eine Exzellenz in ihrem Lehrkörper, den greisen Philosophen Kuno Fischer. An den süddeutschen Unit)eqUnten jinden wir sonst nur noch in Würzburg einen Professor mit dem Titel Exzellent nämlich den Biologen Albert v. Koelliker, der am 6. Juli sein 86. Lebensjahr vollendet hat, aber noch bis zum Winter 19021903 einen mikroskopischen Kursus und ein mikroskopisches Praktikum abhielr. Bon den preußi­schen UiTiüerjitäten führten bisher nur Kiel und Berlin Exzellenzen in chren Vorlesungsverzeichnissen, Kiel den CHrurgen o. Esmarch, der in diesem Jahre, am 9. Jan., seinen 80. Geburtstag feierte und seit 1899, seit fernem llebertritt in den Lckchestand, den Titel Exzellenz führt, Berlin den emeritierten Philosophen Eduard Zeller, der im nächsten Jahre, am 22. Januar, in seiner schwäbischen Heimat sein 90. Lebensjahr vollenden wird, den Chirurgen sruft v. Bergmann (geb. 16. Dezember 1836), der im Jahre 1901 Exzellenz wurde, den ordentlichen Honorar- Professor in der juriftischen Fakultät Ferdinand P e r e l s, Direktor des Verwaltungsdeparternents im Reichs-Mariue- amt, dessen Ernennung aus demselben Jahre stammt, und endlich den Honorar-Professor in derselben Fakultät, Prä­sident der Jusrizprüfungskommissiou, Adolf S t ö l z e l, und den seit 1901 zum ordentlichen Honorar-Professor in der medizinischen Fakultät ernannten Generalstabsarzt der Ar­mee, Dr. Rudolf v. Leuthold, der den Titel bei seiner Ernennung zum Generalstabsarzt der Armee als Nach­folger Alwin v. Colers erhielt.

Aus Stuöt und Land.

Gießen, 10. Sept. 1903.

** Gegen den Alkoholismus! Gemäß den Be­schlüssen des preußischen Landtages vom Juni 1902 zu den auf die Bekämpfung des Alkoholismus gerichteten Anträgen des Abg. Grafen Douglas wurden zwischen der Kommission und den preußischen Ministerien sowie Vertretern des Reichsjustizamtes und des Reichsamts des Innern Vor­schläge auf Abänderung der Gewerbeordnung ver­einbart, die nunmehr seitens der königl. preuß. Regierung in Form einer Novelle zur Gewerbeordnung der Reichsleitung vorgelegt wurde. Die in Mainz erscheinendeDeutsche Wemztg." ist in der Lage, den seither von der Regierung noch nicht veröffentlichten Entwurf der Bestimmungen nebst Begründung zu publizieren, der eine Reihe wichtiger und ülteressanter Vorschriften, z. B.' die obligatorische Be- dürsnisfrage für Wirtschaften, fakultative Vor­schriften zur Förderung alkoholfreier Getränke, Ausschluß weiblicher Bedienung, Verbot des Borgs, schärfere Strafbestimmungen mit eventuellem Ver­lust der Konzession enthält. Im einzelnen wird u. a. be­stimmt: Die Landesregierungen sind befugt, zu bestimmen, daß den Schankwirten durch die Konzessionsbehörden auf­erlegt werden kann, bestimmte kalte Speisen und bestimmte nicht geistige Getränte zur Verabfolgung an die Gäste bereit zu halten. Ferner sind die Landesregierungen befugt, zu bestimmen, daß die Erlaubnis zum Betrieb der Schankwirt­schaften unter Bedingungen erteilt werden kann, welche die Annahme weiblichen Arbeits- und Hilfspersonals beschränkt oder ausschließt. Schankwirte dürfen den Gästen Getränke, von Notfällen abgesehen, zum Genuß auf der Stelle nicht auf Borg verabreichen. Derartige Forderungen können weder eingeklagt noch in sonstiger Weise geltend gemacht werden. Aus der Begründung ist zu entnehmen: Der Schwer­punkt der im Kampf gegen den Alkoholismus zu ergreifenden Maßnahmen liegt unseres Erachtens auf dem Gebiete der Gewerbeordnung, insbesondere wird durch eine strengere Handhabung des Könzessionswesens und eine Verschärfung der Vorschriften über den Bedürfnisnachweis für eine Er­schwerung der Gelegenheit zum Alkoholgenuß Sorge getragen werden müssen. Auch wird in Frage kominen, ob nicht eine Verschärfung der Vorschriften über die Be­strafung von hierher gehörigen Uebertretiingen im Wieder­holungsfälle für angezelgt zu erachten sein wird.

** Tuberkulose-Bekämpfung in Hessen. In der Ernst Ludwig-Heilstätte (der Jnvalidenversicherungsanstalt Großh. Hessen gehörig) wurden im Juli 57 und im August d. I. 43 männliche Lungenkranke neu zur Kur aufgenommen und in den gleichen Monaten 48 resp. 46 Pfleglinge aus der Kur entlassen. Ende August befanden sich noch 117 Pfleglinge in der Heilstätte. Da die Heilstätte feit Monaten vollständig belegt ist, läßt die Jnvalidenversicherungsanstalt z. Zt. 21 weitere Patienten in der Pension Krichbaum in Eberbach verpflegen. Die weiblichen Lungenkranken der Jn- validenversicherungsanstalt werden in der Pension Göttmann in Reichelsheim i. O. behandelt, in dieser Station befanden sich Ende August 50 Patientinnen.

Vermischtes.

* Die Arbeiten am Sirnplon-Dirnnel. Bei einem so gewaltigen Unternehmen wie dem Simplon-Tnnnel ist das Vorkommen unerwarteter Störungen nicht weiter wunderbar. Ohne die verschiedenen Arbeiterausstände und vor allem ohne den Wasserdurchbruch im Südtunnel, der die Arbeiten für fast ein halbes Jahr durchbrach, würde das rastlos fortschreitende Werk wahrscheinlich den ursprüng­lichen Termin für die Eröffnung Mai 1904 haben einhalten können. Dieser Zeitpunkt ist auf den Anfang des Jahres 1905 verschoben worden. Wie genau gearbeitet

worden ist, geht dsaraus hervor, daß sich bei der tm April dieses Jahres vorgenommenen Achsenprüfung des 9 Km. langen INordtunnels eine Abweichung von nur 2 Zentimeter ergab! Als ein denkwürdiger Tag wurde auch der 2. März angesehen, an dem Nord- und Südtunnel zusammen­gerechnet die Durchbohrung der des Gottharotunnels (14 991 Meter) gleichram. Wegen des erwähnten Wasser­durchbruches war die Südseite )ehr in Rückstand gekommen. Am 1. Januar d. I. hatte man von Norden her 8480 und von Süden her 59a0 Meter erbohrt; am 1. Juli lauteten die Zahlen 9427 und 6766. Am 1. August blieben im ganzen noch 3145 Meter zu durchbrechen, da vvu den im ganzen 19 7/0 Meter 16 62o fertig gestellt waren. Wird so weiter gearbeitet, wie in oer letzten Zeit, d. h. werden die Stollen von ^uorden und Süden zusammen täglich um durchschnittlich 10 Meter vorgetrieben, so kann die Durch­bohrung etwa in Jahresfrist vollendet sein, vorausgesetzt, daß nicht neuerdings Naturgewalten dazwischen treten. Ein wenig beunruhigend ist die Nachricht, daß man am 3. August im Süden und am 22. im 9torden auf heiße Quellen von 40 Grad Celsius stieß, die im Süden mit 100, im Norden mit 501 in der Sekunde ablieseu. Ihre schlimmste Begleiterscheinung war ein starkes Anstergen der an sich ]ct)on unerträglich hohen Temperatur; im Norden mutzte oie Arbeit dieser halb zeitweilig ausgesetzt werden. Man beabsichtigt, diese Quellen in Röhren ab­zufangen und letztere zu kühlen. Der starte Wasserabfluß im Süden, (9001 in der Sekunde), hat nicht nactygetaffen, sondern ist vielmehr bis auf 11001 in der Sekunde ge­diegen. Und noa) eine Schwierigkeit bleibt zu bedenken. Bon döorden her ist inan auf ungefähr der Hälfte des ganzen Tunnels angelangt. Wird man mit Rücksicht auf Die weiten Wege für Die Arbeiter und die trotz aller Ben- tilationsvorrichtung.cn unerträgliche Hitze dort über die Hälfte hinaus weirerarbeiten können? Bon Süden aus ist die italienische Grenze überschritten, und an dem Tage, als dies geschah, janDten die Ingenieure eine Glückwunsch- depesche an Den König Viktor Emanuel III. Es war nun­mehr aus Gründen der Jurisdiktion angezeigt, den Grenz­punkt genau festzulegen. Im Juli d. I. begab sich ein Ausschuß, bestehend aus einem italienischen Generalstabs- hauptmaim und einem Ingenieur, sowie einem schweizer­ischen Ingenieur von der Bauleitung an Ort und Stelle und ermittelte durch geodätische Messungen den der über den Berg laufenden Grenze entsprechenden Punkt. In einem besonderen Vertrage zwischen den beiden Mächten soll der vorläufigen Entscheidung dauernde Kraft gegeben werden, wenn oer Tunnel fertig ist. Der internationale Bahnhof auf der Südseite konrmt nach Diomodossola zu liegen. Anfänglich waren in Italien aus militäris ch en Gründen Beoenken darüber entstanden, ob man, gemäß den ursprünglichen Abmachungen, der Schweiz den ganzen Betrieb der Bahn bis dahin überlassen sollte. Ans einer im Januar in Rom abgehaltenen Konferenz tonnte keine Einigung erzielt werden; später gab Italien, das sich das Recht gewahrt hat, überall auf seinem Boden selbst im Tunnel Befestigungen anzutegen, nach, und unterm 16. Mai d. I. wurde der entsprechende Vertrag vollzogen. Der Bahnhof Domodossola wird 1500 000 Lire tosten. Da­mit der Simplondurchstich von vornherein ein beachtens­wertes Erträgnis liefert, plant man für die Zeit der Er­öffnung des Tunnels eine znm Teil internationale Aus­stellung in Mailand.

* Wennman schlanist. DieSchneidern. Ztg." er­zählt folgendes Geschichtchen. Ein Reisender wurde mit seinem Reisekorb, den er jn das Abteil mitnehmen wollte, von dem Schaffner znrückgewiesen. Er sollte ihn als Ge­päckstück ansgeben und den entsprechenden Betrag dafür zahlen. Der Reisende nahm darauf den Korb zuruck nach der Halle, ließ ihn dort stehen mrd fuhr fort Tags darauf ersuchte er die Verwaltung, denvergessenen" Korb chm nachzusenden. Das kostete ihm 50 Psg., DennFundsachen" werden ohne Unterschied des Gewichts befördert.

Staatskommissar.

muring-iscnes- n

«W» r o a ran Elektro- u. Masohinen-

Technakaam Jämenati -Techniker

_____________________________________________ und -Werkmeister.

In demselben Stalle strecken neugierige Ziegen ihre Hälse in die Höhe, um zu sehen, was vorgeht. 116 Nummern aus dem edlen Geschlechte der Toggenburgerinnen sind aus der Provinz zusammengekommen und wrdmen sich eifrig der Arbeit des Wiederkäuens. Auch die Ziege ist, wie der Katalog angiebt, ein Vereinstier; zahlreiche

Ziegenzuchtvereine sorgen dafür, daß das Ziegengeschlecht nicht ausstirbt, sich vielmehr veredelt. Nette Tiere sind es, und ebenso nette 9iamen tragen sie; denn Gretchen, Selma, Luise, Olga, Rosa, Emma, Mary, Alma, Fanny usw. läßt sich selbst das eingebildetste Ziegenfräuleiu schimpfen, und auch die Gaismänner und Gaisjünglinge denken nicht daran, ihre Namen: Hans, Max, Moritz, Minko, Alex, Michel, Fritz ab» ändern zu lassen. Mein Sachverständiger nimmt einen Extra- bleistist zur Hand und schreibt:

Zu hewe wird schon lang versucht In der Provinz die Gaasezucht. Die Gaas so ruft man sich als zu Die is dem arme Mann sei Kuh. Die Gaase un die Gaastebeck, Die holt mer aus der Schweiz meck meck__

Un mecht in Kreuzung Rassemische, Ums Gaaseblut hier uffzefrische. Aach wer'n bei uns in Oberhesse Die Gaaselämmcher gern gegesse. Daß aach e Gaasesest ist schee, Des könnt mer letzt in Langsdorf seh'.

Rund 400 Nummern oder fast die doppelte Kopfzahl bilden die Abteilung ^tutzgeflügel, das den Raum hinter der Festhalle entlang der ganzen Ein­friedigung einnimmt. Hier krähen die Hähne in allen Tonarten, gackern die Hühner, schnattern die Gänse und Enten und trommeln und girren die Tauben, ivas das Zeug hält. Riesen und Zwerge dec großen Vogelgesellschast zeigen ihr farbenreiches Gefieder und sorgen dafür, daß von

den aufgestapelten Futtervorräten nichts übrig bleibt. Aus den im Katalog an­geführten Preisen ist ersichtlich, daß die Besitzer der Tiere diese mitunter recht hoch bewerten; manchem Gockel würde sicher der Kamm noch mehr anschwellen, und mancher Täuberich würde sich bis zum Zerplatzen aufblasen, wenn er lesen und sehen könnte, daß er so und so viel

Mark wert ist. Zum Lobe der besseren, wenn auch nicht schöneren Hälften des Hühnergeschlechts soll nicht unerwähnt bleiben, daß sie das Eierlegen während der Ausstellung nicht eingestellt haben. Das Hohelied, das mein mitHinkels­verstand" ausgestatteter Begleiter aus die ausgestellte Geflügel- gesellschast anstimmt, lautet:

Wer hört net gern in aller Frieh Der Gickler munter Kikeriki Un die im Eierlege wackere Un nimmermüde Hinkel gackere.

Wer hört net mit Vergniege zu Der Taubemännche Guckeruh?

Wer freut sich net, wenn gut gerate Der Gänse- un der Entebrate.

Aus Bichlersch Hardt nah bei der Schtadt Do is e Hinkelspensionat.

Weil dort die Hinkel gut gepflegt Aach jedes täglich dreimal legt.

Die Eier sein als groß bekannt (Un sehr begehrt in Schtadt un Land) Viel größer wie die Appelsin Drei Dotter sein in jedem drinn.

Aach annerwärts gibt mer sich Mih' Zu zichte scheenes Feddervieh Un net nor Hinkel, Ente, Gäns', Aach Pfaue mit recht bunt'ge Schwänz, Kanalljesviggel", Papagei, Hält mancher aus Liebhaberei. Doch sein die hier net ausgeschtellt Wahrscheinlich well's an Käsig' fehlt

Ganz hinten, da wo der von der Grün* bergersttaße her die Ausstellung kreuzende Weg endigt, aus dem Gelände der Liebigs- höhe, im Buschwerk versteckt, summen die Bienen. Es ist ihnen nicht eingefallen, während des Verbleibens m der Aus­stellung ihr Schaffen und Sammeln ein­zustellen, im Gegenteil, sie scheinen be­müht, in Erwartung der gestrengen Herren

Preisrichter desto eifriger zu arbeiten. Die Erzeugnisse ihrer Tätigkeit haben sie in Gestalt von Honig und Wachs mit­gebracht; zentnerweise steht in Gläsern und Töpfen der braune und gelbe Süßstoff da, harrend der Käufer oder der glück­lichen Gewinner. Den 31 Völkern hat mein Begleiter folgendes angedichtet:

Zum Schluffe gilts noch zu begrieße Die, die des Lewe uns versieße, Die in die Aecker rumschbaziere, Un Wachs un Honig fabriziere: Es sein viel Völker fleiß'ger Biene In der Ausschtellung erschiene, Die mit de Königin un de Drohne In den modernste Häuscher wohne. Sie werde halte ihr Verspreche Un niemand, der sie aguckt, steche; Doch soll niemand im Uebermut se Haage, ärgere oder uze.

Des losse sie sich net gefalle

Leicht überlääft die Bienegalle __

Wem's Bieneärgere mecht Vergniege, Der kann sehr schnell e Knallaag kriege.

Mein Bericht ist zu Ende; ihn noch auf die weiteren Abteilungen der Ausstellung auszudehnen, ist mir heute nicht möglich, denn erstens ist mein dichtender Begleiter ver­schwunden (er soll imAndres" sitzen), und zweitens hat mir eine extra neugierige Ziege die mühsam gesammelten Notizen aus der Tasche herausgeknabbert. Wohl bekomm's ihr.

Ich wünsch' der Ausstellung Gelinge Un weiter noch vor alle Dinge Gutes Wetter bis zum Schluß Un en große Ueberschuß.