Ausgabe 
10.1.1903 Erstes Blatt
 
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tarnt 4. Januar mit dem Glücken sch lag 19 ihre Wigtrtt für diese Kasse eingestellt. An den Anschlagsäulen sieht man mächtige Plakate, auf denen derAerztestreik" ver­kündigt und mit einem schweren Vertragsbruch des K'assen- vorstandeL begründet wird. Tie Kommission der Kafsen- ürzte hat Älnstoß daran genommen, daß die Kasse einen dem Ler-teverein jetzt nicht mehr angehörenden Tr. Engelmann xu Neujahr angestellt hat, ohne den Kassenärzten oie Ent­scheidung darüber zu lassen, ob der die Zulassung zur Kasse nachsuchende Arzt wissenschaftlich und standeöbegrifflich dazu befähigt ist. Ter Kassenvor­stand wird nun wegen Kontraktbruches gegen dieStreiken- beit'' klagbar werden, und zwar stützt er sich dabei auf einen Paragraphen des neuen, vom 1. Januar 1903 laufenden Kontraktes, nach dem ihmausdrücklich das Recht der freien Aerztewahl und bwe Anstellung neuer Kassenärzte zum Quartalsanfang Vorbehalten bleibt". Bei der großen Mit­gliederzahl der Kasse und den gerade jetzt sehr häufigen Krankheitsfällen ist die Textilarbeiterschaft plötzlich in eine äußerst schlimme Lage versetzt, denn die paar Nicht-Äereinö^ ärzte, die ihre Hilfe unentgeltlich angeboten haben, reichen nicht im entferntesten aus. Hierzu wird weiter gemeldet: Der Streik der Kassenärzte der Textil-Betriebs-Krankenkasse in Gera dauert unvermindert fort. In den Tagesblättern und an den Plakatsäulen regnet es förmlich Erklärungen und Berichtigungen von beiden Seiten, die allerdings nicht ge­eignet sind, dem Streik die Spitze abzubrechen, vielmehr Ver­anlassung zu einer Verschärfung desselben geben dürften. Die Befürchtung, daß die Kranken der Textilkasse den Schaden von dem zwischen Kassenvorsland und Kassenärzten ausge­brochenen Sreite um die Auslegung des § 7 des Kontraktes, bett. die Zulassung von Aerzten zur Kasse, haben würden, ist nicht eingetroffen, da entgegen der anfänglichen Behauptung, daß eine schwere Jnfluenzaepidemie unter den Kassenmitglie­dern auSgebrochen sei, jetzt von dem Kassenvorstande selbst zugegeben wird, daß ein Notstand nicht bestehe und die wenigen außerhalb der Organisation stehenden Aerzte, die sich zur Behandlung der Kranken erboten, vollkommen ausreichten und keineswegs viel zu tun hätten, zumal auch schwere Krank­heitsfälle nicht vorliegen. Mittlerweile ist von der Regierung der Versuch unternommen worden, den Streit beizulegen. Herr Staatsrat Ruckdeschel hat sich Mühe gegeben, die strei­tenden Parteien auszusöhnen. Doch vergeblich. Die Aerzte kamen entgegen und stellten im wesentlichen die beiden Be­dingungen auf: 1. Herr Dr. Engelmann bleibt außerhalb des Pauschale unter Abspaltung der nötigen Summe vom Pauschale. 2. § 7 des Kontraktes, welcher über die Anstellung der Aerzte handelt, wird unter Mitwirkung des Ministeriums des Innern in eine Faffung gebracht, welche einerseits die Rechte der Kaffe wahrt, andererseits aber auch berechtigten Wünschen der Aerzte Rechnung trägt. Der Kaffenvorstand hat eS rundweg abgelehnt, auf diesen Vorschlag einzugehen, so daß der Streik fortdauern wird, da die Aerzte nicht weiter nachzugeben gewillt sind.

* lieber die Herkunft de8 Namens Wölfling, den jetzt Erzherzog Leopold Ferdinand führt, wird berichtet: In der Nähe von Schlackenwerth in Böhmen, zu dem Schlosse deS Großherzogs Ferdinand IV. von Toskana, dem Vater deS Erzherzogs, gehörig, befindet sich zwischen den Ort­schaften Schlackenwerth, Bärringen und Neudeck ein größerer Waldkomplex, der sowohl im Kataster als auch im Volksmund die Bezeichnung .Wölfling" führt. Es wird von dieser Gegend, die wildromantischen Karakter hat, erzählt, daß sich dort ehemals viele Wölfe aufgehalten haben und dort auch aus sie Jagd gemacht wurde. Bei seinem oftmaligen Auf­enthalt in Schlackenwerth hat Erzherzog Leopold Ferdinand immer mit Vorliebe in Wölfling gejagt. Er hat also seinen bürgerlichen Namen seinem Lieblingsaufenthalt in Schlacken­werth entlehnt.

* Der Koch König Eduards. AuS London wird berichtet: Der Koch des Königs Eduard ist einer der best- bezahlten Männer des Landes; er bezieht ein Gehalt von 40 000 Mk., etwa soviel wie ein Generalleutnant des Heeres oder ein Admiral der Flotte. Es ist mehr als viele Bischöfe bekommen, und der Direktor des Britischen Museums muß sich natürlich mit viel weniger begnügen. M. Menager so heißt der Glückliche ist etwa vierzig Jahre alt und stammt aus Südftankreich. Dieser unumschränkte Herrscher, in der Küche des englischen Königs schläft nicht unter dem Dach seines Herrn, sondern wohnt nicht weit entfernt in seiner Behausung. Mit dem Frühstücke des Königs hat er nichts zu tun; ein Künstler wie er kann eben nicht drei Meisterwerke an einem Tage vollbringen. Um elf Uhr etwa fährt der Fürst der Köche in einer Droschke zum Buckingham- Palast. Dort empfängt er in einer großen, sonnigen Küche,

geben war. Immerhin kann der Wert einer solchen Be­handlung bei gewissen Arten von Krebs schon jetzt als erwiesen betrachtet werden. Viele bösartige Geschwüre und die sogenannten Epitheliome sind unter bem Einfluß der Röntgenstrahlen verschwunden und werden wohl mehr und mehr aus diese Weise behandelt werden. Auch für gewisse Carcinome, die nicht durch Operation bekämpft werden können, scheint die Bestrahlung einigen Wert zu besitzen; von etwa ein Dutzend Fällen sind alle gebessert und einige sogar geheilt worden. Tie Gefahr der befannnten Ham- Verbrennung durch die Röntgenstrahlen kann, wenn sie nicht sehr schwer ausfällt, im Vergleich zu dem möglichen Stutzen dabei nicht in Betracht kommen, auch ist sie meist ver­meidlich.

Sehr interessant ist die Chirurgie des Herzens ge­worden, die der heutigen Chirurgie längst nicht so große Schwierigkeiten bereitet, wie man es noch vor kurzer Zeit annahm. Von 34 Fällen sind 13 mit gutem Erfolg ver­lausen, ein bewundernswertes Ergebnis namentlich des­halb, weil in diesen Fällen die Operation gar nicht eilig genug vorgenommen werden kann. Man denkt jetzt sogar schon ernstlich daran, gewisse Herzfehler durch Operation ztu beseitigen.

Für manche Operation hat sich die Einspritzung von Cocain in das Rückenmark, die namentlich von dem deut­schen Professor Bier studiert und vorgeschlagen worden ist, als nützlich erwiesen. Im übrigen ist man mit den Mitteln zur Betäubung bei Operationen mit Recht noch immer nicht zufrieden, da weder das Chloroform noch der Aether ein­wandfreie Erfolge ergeben. Man versucht jetzt vielfach Mischungen beider Stoffe anzuwenden, und vielleicht liegt in dieser Rieb tun a der Keim einer besseren Methode. Grund­legend für die Forschung ist dabei, daß das Chloroform den Blutdruck schwächt, Aether ihn steigert.

die einen Ausblick auf den Rasen hat, die von Lord Far- quhar entworfene Lunch-Karte und seine Arbeit beginnt. Zuerst bestellt er, wag er zur Herstellung deS Gewünschten gebraucht, sieht, daß alles richtig hereinkommt, schreibt es auf und schickt die Rechnung an Sir Nigal KingSoote, den Zahl- meister, der einen Scheck ausstellt. Wenn das Lunch serviert ist, zieht sich Herr Menager wieder zurück, um neue Kräfte zu sammeln, und er erscheint erst um sechs Uhr wieder. Nun beginnt das große Ereignis des Tages, die Vorbereitung für das Diner. Ist dieses vorüber, so ist der Künstler für den Abend frei. Seine beneidenswerte Stellung verdankt er harter Arbett und dem Genie: denn zum Koch muß man, wie der Dichter zum Dichten, geboren sein.

"Der getanzte Shakespeare. In dem soeben erschienenen Jahrbuch der deutschen Shakespeare-Gesellschaft behandelt ein Aufsatz von August Fresenius (München) das Thema:Der getanzte Shakespeare", d. h. er zählt eine Reihe der Dramen auf, deren Inhalt von spekulativen Theaterdirektoren zu Balletprogrammen benutzt worden ist. Besonders haben die Franzosen in dieser Beziehung den guten Geschmack verleugnet, aber auch die Deutschen sind nicht frei von Schuld zu sprechen. So wurde am 6. Juli 1798 Hamlet, ein tragisches Ballet in fünf Aufzügen von der Erfindung des St. Franz Clerico" im Hoftheater zu Wien zur Aufführung gebracht; ein zweites gleichnamiges, ebenda am 7. November 1822 und zwar mit nachhaltigem Erfolge. Das gleiche Schicksal ereilte denMacbeth" und denSturm" in Frankreich, kulturhistorisch interessante Machwerke aus den Jahren 1817 und 1834, die sich beide einer besonderen Zug­kraft erfreut haben muffen, da sogar nicht eben witzlose Paro- dieen entstanden. In München wurde am 15. Juni 1798 zum ersten maleTitania oder ein Sommernachtstraum" als großes Balletausstattungsstück aufgeführt, ebenso als Tanz- poemPyramus und Thisbe" auf dem Nationaltheater in München in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Gerichlssaal.

Z. Gie ß en, 9. Jan. (Strafkammer.) Ten Vorsitz führt Gvoßy. Landgerichtsbirektor Bücking, die Staats- anwaltschaft vertritt Großh. Staatsanwalt Hoos. Es wirb zunächst bie Einziehung eines falschen Zweimarkstückes aus­gesprochen. Danach gelangt bie Straffache gegen ben Landwirt August I. in Rieder-Rosbach zum Aufruf. I. fuhr am 5. November 1902 Milchkannen zium Bahnhof Rosbach an ber Bahnlinie Friedberg-Homburg v. b. H. Er hatte sich ettvas verspätet, unb um noch rechtzeitig zum Bahnhof zu kommen, jagte er mit dem Fuhrwerk über den barrierenlosen Bahnübergang. In demselben Augen­blick wurde ber Wagen von ber Lokomotive bes ankommen­den Zuges erfaßt unb mit ben Milchkannen zertrümmert. Tie Lokomotive selbst war nicht beschädigt, nur eine ber Laternen war zertrümmert. I. erlitt einen Schaden von etwa 300 Mk. und persönlich einige jedoch nicht erheb­liche Verletzungen. In seiner Verteidigung hat er wider­sprechende Angaben gemacht; während er früher behauptete, die Pferde seien bu^gegangen, will er heute erst sechs Schritte vor dem Uebergang ben wie fest steht, schon längere Zeit läutenden Zug bemerkt haben. Ta ihm aber die ^Verhältnisse an ß>em fraglichen Bahnübergang aus seiner langjährigen Tätigkeit als Milchfuhrmann wohl be­gannt sind, unb er deshalb erhöhte Aufmerksamkeit hätte betätigen müssen, erachtete das Gericht ben Tatbestand der fahrlässigen Gefährdung eines Eisenbahntransports für gegeben und hält im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft, bie eine Gefängnisstrafe beantragt, eine Gelb st rase von 30 M k. für angemessen, angesichts ber schwierigen Terrain- oerhältnisse und her Unbestraftheit des Angeklagten. So bann wird gegen ben Apothekergehilfen Joseph L. aus Ujest wegen Betrugs verhandelt. Er ist ein unverbesserlicher Zechpreller, wie seine Vorstrafen beweisen. Achtmal ist er wegen Betrugs, einige Male wegen Bettelns und Land­streichens vorbestraft worden, Im 9tt»vember und Dezember 1902 soll er bei zwei Wirten in Gießen abermals Zech­prellerei verübt haben. Tem einen habe er erklärt, er sei Student unb wolle hier studieren, dem andern, er be­komme hier Arbeit für etwa 12 Tage. Ta letzteres, wie sich ergiebt, keine falsche Vorspiegelung war, toenn er auch nach zwei Tagen feine Beschäftigung bei Tr. R. wieder ausgab, ersterer aber erklärte, er würde dem Angeklagten auch ge­borgt haben, wenn er sich nicht als Student geriert hätte, gelangt das Gericht zur Freisprechung. Karl St. oon Friedberg hat einer dortigen Lad en kaffe 70 Pfg. ent­nommen, wurde aber dabei ertappt, das Geld wurde ihm iüieber entledigt. Er ist rückfälliger Tieb und erkennt seine Strafe 3 Monate Gefängnis unter Anrechnung eines Monats Untersuchungshaft alsbald an. Tie ilächste sehr umfangreiche Verhandlung führt ben Konrad K. von Langsdorf wegen einer Reihe schwerster Unkunden- älschungen, wegen Untreue, Unterschlagung und Betrugs auf die Anklagebank. Er hat längere Jahre die Geschäfte oer Spar- unb Darlehenskasse in Langsdorf geführt. Seine anfangs guten Verhältnisse veranlaßten bie Kasse, ihm Generalvollmacht zu erteilen. Durch Familienprozesse finb jedoch seine Vermögensverhältnis;'e zerrüttet und er ein Verbrecher geworden. Seine Verttauensstellung hat er in der schnödesten Weise mißbraucht. So hat er fortgesetzt Lchuldurkunden entweder vollständig gefälscht ober echte in wesentlichen Punkten abgeändert und jahrelang die größten Betrügereien unb Unterschlagungen verübt. Als ihm end­lich ber Boden zu heiß geworden war, stellte er sich freiwillig ber Staatsanwaltschaft unb bezichtigte sich selbst zunächst nur einiger Urkundenfälschungen unb Unterschlagungen. Tie Voruntersuchung hat jedoch eine ganze Reihe solcher Ver­brechen zu tage gefördert, unb ber Angeklagte ist heute im wesentlichen geftänbig. Mit Rücksicht hierauf beantragt ber Staatsanwalt, ihm mildernde Umstände zuzubilligen unb ihn in eine Gefängnisstrafe von 4 Jahren 9 Monaten zu verurteilen. Tas Gericht glaubt jeboch angesichts der hohen Beträge, bie sich ber Angeklagte erschwindelte, seines langjährigen verbrecherischen Treibens unb des groben Vertrauensmißbrauchs, bessen er sich schuldig gemacht, die mildernden Umstände versagen zu müssen, und verurteilt ihn in eine Gesamtzuchthaus st rase von drei Jahren drei Monaten, worauf drei Monate Unter- suchungshaft angerechnet werden. Die bürgerlichen Ehren-

rechte werben ihm auf 5 Jahre aberkannt. ES werden für erwiesen erachtet 10 Fälle schwerer Urkundenfälschung in idealer Konkurrenz mit Betrug in 9 Fällen, ein Fall ber Unterschlagung und ber Untreue, in fortgesetzter Begangen­schaft verübt, unb 4 weitere Fälle des Betrugs; wegen einiger nicht erwiesener Betrugsfälle wird er sreigefvrochen. Zum Schluß wird ber Vieh schweizer Simon Schuoert auf Hof Utphe, ein Messerheld, wegen Körperverletzung in 2 Fällen zu einer Gefängnisstrafe von 2 Monaten unb 1 Woche verurteilt. Er hatte mit anberen Knechten ein Fäßchen Bier getrunken. Tabei kam es zwischen ihm unb dem Zeugen P. zum Streit, in dessen Verlauf er dem P. mit einem Bleiglas auf den Kopf schlug. Tiefer Streit wurde bald geschlichtet. Auf dem Nachhauseweg kam es abermals zwischen beiden zu Raufereien. P. warf den An-, geklagten zur Erde, dieser erhob sich und stach dabei seinen Angreifer mehrmals mit der großen Klinge eines Taschen­messers. Er ist geständig unb erkennt das Urteil an.

LllSjuz ans iitn sküiirsanitortgißtro ötr Steil feiten.

Aufgebote.

Am 2. Jan. Christian Kreiling, Fabrikarbeiter in Wieseck mit Etisabethe Euler in Klein-Linden. Am 6. Jan. Jakob Start Emil IXau, Kaufmann dahier mit Henriette Sophie Luise Elijabelhe Heun hierjelbst. Julius Paul, Gärtner dahier, mit Elise Anna, genannt Marie Wisker hterselbst. Dr. Alfred Münz, prakt. Arzt ui Fechenheim mit Auguste Anna Lina Helene Glafsr dahier. Ludwig Riederhöfer, Dachdecker iu Lollar mit Katharine Rohrbach daselbst. Arn 9. Jan. Heinrich Simon Günther, Schlosser dahier mit Marie Appel Hierselbst.

Eheschließungen.

Am 3. Jan. Heinrich Tietz, Tienstknecht dahier mit Kathch rine Stock in Alsfeld. Am 9. Jan. Isaak Rosenthal, Rauf mann dahier nut Rosa Sophie, genannt Ida Barmann hierfelbst.

Geborene.

Am 28. Dezember. Dem Fuhrknecht Jost Bergener eint Tochter, Frieda. Am 80. Dezember. Dem Fabrikanten Karl Hornberger ein Sohn, Willy Hermann. Am 31. Dezember. Dem Lokomotivheizer Georg Hartmann ein Sohn, August Otto. Dem Bauausjeher-Aspirant Georg Marlin ein Sohn, August. Am 1. Jan. Dem Postschaffner Friedr. Gräf ein Sohn, Friedrich Wilhelm. Am 2. Jan. Dem Laboratoriumsdiener Max Ihle eine Tochter, Tora Anna. Dem Briefträger Karl Heinrich Dietz eine Tochter. Am 3. Jan. Dem Schlosser Jakobus Sieglsmund eine Tochter, Christina Karolina Wilhelmine. Dem Weichensteller Christian Arnold eine Tochter. Am 4. Jan. Dem Uhrmacher Georg August Koch eine Tochter, Emilie Theodore. Dem Gr. Hochbauaufseher Johann Friedrich Freudenberger eine Tochter, Katharina Anna. Ain 5. Jan. Dem Bahuarbeiter Wilhelm Schmidt ein Sohn. Dem Eisenbahnschaffner Karl Appel eine Tochter. Am 9. Januar. Dem Fuhrmann Kaspar Rang eine Tochter,

Gestorbene.

Am 4. Jan. Julius Muth, 79 Jahre alt, Landgerichtsdirek» tot i. P., dahier. Elifabethe Momberger, geb. Elser, 86 Jahre alt, Witwe des Landwirts Ludwig Momberger dahier. Margarete Becker, geb. Zimmer, 77 Jahre alt, Witwe des Schuhmachermstrs. Philipp Jakob Becker dahier. Am 6. Jan. Johannes Erb IX., 86 I. alt, Taglhr. dahier. Karl Jughardt HL, 61 I. alt, Fuhrunter­nehmer dahier. Elwire Koch, geb. Heusler, 71 Jahre alt, Witwe des Kaufmanns Fritz Koch dahier. Am 6. Jan. Elisabete Gräber, geb. Wagner, 61 Jahre alt, Witwe des Weichenstellers Johann Philipp Gräber dahier. Marie Aumaun, 3 Dionate alt, Tochter des Stationsgehilfen Wilhelm Aumann dahier. Christian Wenzel, 61 Jahre alt, Lokomotivsichrer i. P. dahier. Katharine Lamvus, geb. Karber, 75 Jahre alt, Hospitalitin dahier. Am 7. Jan. Her­mann Ludwig Wilhelm Frank, 2 Jahre alt, Sohn beS TaglöhnerS Heinrich Wilhelm Frank dahier. Wilhelmine Spaar, geb. Pfeiffer, 53 Jahre ast, Ehesrau des Bremsers Johann Georg Spaar dahier. Am 9. Jan. Anna Katharine Weber, 76 Jahre alt, Witwe deS Schreinermeisters Ehristtan Weber dahier.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Bon jetzt ab gelangt die pro 1901/02 auf 4,5 vCt. festgesetzt Dividende der Bank für Sprit und Produkten-Hanoel zur Aus­führung.

Die nächste Ziehung der 4,5 pCt. Hochstadt-Kronach-Gun- . elsdorfer Eisenbahn-Anleihe findet am 15. Januar 1908 statt.

An der Frankfurter Börse sind 85 Millionen 4 pCt. Hppo» thekenpfandbriefe vom Jahre 1900 der Deutschen Grundkreditbank zum Handel zugelassen worden.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Januar 1903

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741,1 +9,2

740,9 +5,8

739,3 +6,0

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Höchste Temperatur am 8.-9. Januar

Niedrigste , , 8.-9.

Wetter

4 Sonnenschein

4 fternh. Himmel

2 . Bed. Himmel

+ 9,3° 6.

+ 2,8° C.

Preisausschreiben

der Siris-Gesellscbaft m. b. H. in Frankfurt a. M,

Die Gewinnverteilung hat Ende Dezember 1902 stattgefunden und sind sämtliche Bewerber von dem Resultat direkt benachrichtigt worden. Weitere Interessenten erhalten die Gewinnliste auf Anfrage von der Siris-Gesellschaft m. b. H. Frankfurt a. M. 368

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