cs fällte heute die 3. Eioilkammer das Urteil, welches auf
Telephonischer Kursbericht
Tendenz: schwächer.
. 26.60
. 91.60
3% Mexikaner . . 4,?2,7q Chinesen . * Electric, bchuckert . Nordd. Lloyd . .
Kreditaktien .
Dißkonto-Kommandrt, Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Beniner Handelsges. Oesterr. Staatebahn . Lombarden • • • Gotthard bahn . . . Lanra nütte . • . ♦ Bochum . . , » . Harpener . . . .
103.70 52.70 32.25 37J5
145 00 43.70 4150
3Ya% 3n/0 3V,»/o 3% 3W/o
| HOUBEN’S _ 'GASHEIZOFEN
Herr Oberstabsarzt Br. med. B. in B. schreibt: Bei Ausschlägen am Körper und an beiden Beinen habe Obermeyer's Herba-Seife verwandt rmd war über die rasche Heilung erstaunt. Herba-Seife z. h. Apoth., Trog. Pars.
. 105.00 . 211.30 . 195.00 . 143.75 . 154.20 . 163.00 . 143.30 . 17.90 . 190.50 . 237.75 . 186.00 . 20L20
4-6 Ungar. Goldrente .
4°/ Italien. Rente . .
4\\% Portugiesen . . , S®/, Portugiesen. . . .
1% C. Türken . . .
Türkenlose.....
4% O riech. Monopol.-Anl. 4l',% äussere Argontiner
btmbelf wiewobl wir <rembe nach der Lehre der Vertreter Francs fällte heute die 3. Eioilkammer das Utten, w«ty« «q wirRtitnn iiTymTI non^ unentrinnbar von pathogenen £bweisUNgder Klage lautet und re ^rurteilt In
ffUtrwua Krtfc Xmnrh.Hrtp Kostens des Verfahrens mit ungeiahr 40,000 -vcr. verurreur.
daß ^ese ohnmachttge bem UrIet( roirb festgestellt, daß Söhnlem nicht nur nrcht fahrlässig
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Montag, den 9. Alovember, abends 8 Uhr: Bibel stunde im Konsirmandenfaal der Johanneskirche. Galaterbrief Kap. X, V. 11—24. Pfarrer Dr. Naumann.
HOVEEN SOHN CARL, AACHEhT
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Sport.
Paris, 8. Nov. Bei drr B e r g w e t t f a h r t d e r M o t or- wagen, welche heule bei Gaillon im Departement Seine et Oise latlsand, wurden zwei Fahrer, Tanjan und Lambart, deren Wagen in den Straßengraben geschleudert wurden, getötet; außerdem wurde em Fahrer lebensgesährlich und einer schwer verwund en_______ ____.
Gerichtssaal.
Wiesbaden, 7. Wov. ju den: Prozeß der französischen Chautpagn".rstrma Nioet u. Ehandon gegen die Firma Söhnlein u. Go. tn Schlerstein auf Schadeners atz von 1 Million
Neueste Mewaugen.
Köln a. Rh., 9. Nov. In der vergangenen Nacht kam es in der Poststraße zwischen einer Anzahl Burschen zu einer Schlägerei, in deren Verlauf zwei Burschen im Alter von 18 Jahren durch Messerstiche getötet wurden. Andere erlitten leichtere Stichwunden.
Brieg, 9. Nov. Die Strafkammer verurteilte den 26- jährigen Lehrer Baumert aus Thomaskirch wegen SütlichkettS-Verbrechen an Schulkindern in zahlreichen Fällen zu 5 Jahren Zuchthaus und 10 Jahrm Ehrverlust.
Paris, 9. Nov. Der 40 Kilometer-Wettlauf in der Umgebung von Paris endete unter 1000 Teilnehmern mit dem Siege von Härtet, der die Strecke in 2 Stunden 5 8 Min. zurücklegte. — Aus der Pnnzenpark-Bahn trugen die Modistinnen eine Wettlaus-Meisterschaft über 300 Meter aus. Siegerin wurde Mademoiselle Irene Bor- donni, die die 300 Meter in 43 Sekunden durcheitte. Sie erhielt ein Luxus-Fahrrad sowie 200 Francs. 400 Modistinnen waren am Start erschienen. — Bei dem Radrennen auf der Prinzenpark-Bahn gewann Piard das Hauptfahren vor Mathieu und Millo.
Wien, 9. Novbr. In der zweiten österreichischen Frauen-Konserenz der sozialdemokratischen Partei, an welcher über 30 Organisationen aus Wien, 19 Delegierten aus der Provinz, sowie mehrere Gäste aus dem Auslande teilnahmen, wurde eine Resolution beschlossen, die Regierung sei aufzufordern, die Einführung des Achtstund en- Arbeitstages für Frauen auf gesetzlichem Wege festzulegen. Ferner sei der Ausbau von Konsumvereinen vorzunehmen, damit die Bestrebungen der gewerkschaftlichen und politischen Organisationen die wirtschaftliche Befreiung des Proletariats unterstütze.
Reichsanleihe . . 102.20
do. ... 90.95
Konsole «... 101.90
do.....90.90
Hessen .... 100.25
Oberhessen . . . 100.00
gehandelt habe, sondern im guten Glauben berechtigt gewesen sei, anzunebmen, daß tatsächlich Rheingold-Sekt bei der Taufe der Rasier Pacht Meteor verwendet worden sei. Hierin fer oic chrma noch besonders durch das seinerzeitige Telegramm d^ damaltgen deusichen Botschafters in Washington, von Holleben, bestärkt wor-
4% Oesterr, Goldrente . 102.45
verra!
Auch ich habe es ja längst einmal gesagt, als ich noch mit dem wackeren Schiller korrespondierte: „Die Welt will nicht so schnell vorwärts!" nnd so werden wir uns noch gedulden müssen. Hier erlauben Sie mir noch einige Morte über die sogen. Krankheitserreger! Ich will dabei zunächst ganz außer acht lassen, daß viele Umstände dafür sprechen, daß man hier überhaupt Ursache und Folge verwechselt, daß man es mit Urzellwesen vielleicht zu tun hat, die sich sehr verschieden entwickeln, je nachdem auf welchen Nährboden sie geraten; ich will nur einmal gmiz einfach diese Annahme vom Standpunkt der Logik betrachten.
Pettenkofer hat bekanntlich am eigenen Leibe bewiesen, daß er trotz massenhaften Trinkens von Cholerakulturen nicht erkrankte, und es ist eine bekannte Tatsache, daß der Lösflersche Diphtheriebazillus häufig im Munde ganz gesunder Personen gesunden wurde. Dergleichen Erscheinungen gibt es noch viele, und Ihr Herr Mitarbeiter gibt ja auch zu, daß es sehr viel aus die Umstände ankomme, die bei jedem Kranken verschieden sind. Wenn nun trotzdem bestimmte Bazillen alS bie Ursache zu bestimmten Krankheiten bezerchnet werden, so läßt man wieder außer acht, ,st>aß man tatsächlich zwei Fälle der gleichen Krankheit fast nie miternander ver- gleichen kann", und das liegt daran,, daß man auf der Seite der angeblichen Ursache falsch isoliert hat. Ein isoliertes Geschehen, z. B. also das Eindringen von einer Anzahl bestimmter Bazillen wird nur dann immer ein und dieietbe Wirkung haben, wenn auch das infizierte Subjekt in allen für diesen Kausalzusammenhang wesentlichen Be- Liehungen gleichermaßen bestimmt ist. Eben diese Bestimmtheit wird aber jalscherweije stets als gleichgiltig be-
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•n ichreiot dem „K. Niü-e^sqein- -c und in iveißem i oorl viel von sich lnjien Hintergrund, un, das mit einem hsl heiraten wollte, rutigams und seine es in plötzlicher i Ellern eullies und i herumllieb, 1vobei mit der Axi aus den Mjs HWe er- iste fassen und ihren M sie sich jetzt be- nb früher bei ben yiatnon m unserem esmai gerade das gesinnten Landrai trat sind Bünnni- lalxonÄtiaU Ge- Sckrelcrr des Bundes mzetzentzestelll. Füi Lg 3-4 Lersamin« jten abhält, ist nun icke eingetrosten, hmittag zerjlöck ein >ren Pulvemagnzins, Scheune und W* Binnen kurzem stand nur mit aller Mhe überliegenden ^aseme o<b wurde dieser n- ^rta.N.rerstört.
dieser Richtung überall ganz unentrinnbar von pathogenen Keimen umgeben sind, ein 1®,
Geschöpfe sind, daß also ganz andere Umstände rntt- wtrken müssen, wenn Krankhett eintreten soll. Denn sonst müßte die Menschheit längst vom Erdboden vertilgt sein. Lier liegt also der Kardinalfehler dieser Lehre, daß sie aus «einem ursächlichen Komplex ein isoliertes Düoment älschlich als die zu bekämpfende Ursache heraushebt.
Tie ganze Lehre war genötigt, eine ün^l von Hypothesen zu Hilfe zu nehmen, fast jeder ihrer Bertreter produziert sür diesen oder jenen schnm.chen Punkt eine neue Annahme uib das Vaterland ist wieder einmal gerettet. Sonst gilt es als Indiz einer richtigen Lehre, daß sie mit einer Hypothese möglichst viel erklärt; und hier ist es nun umgekehrt : um ein Problem zu klären, produziert man eine U n s u m m e von Hypothesen. Wäre es da nicht richtiger, zu sagen: da kein Mensch dem andern nach Anlagen, Konstitution rc. völlig gleicht, sondern recht erhebliche Verschiedenheiten obwalten, so können nur ziemlich grobe Einflüsse für alle Alenscheu ziemlich gleiche Wirkung haben; im übrigen werden dieselben Einflüsse bei dem einen andere Mrkung haben, als bei einem andern, und verschiedene Einflüsse können bei verschiedenen Menschen dieselbe Wirkung haben, ohne daß das etwas Absonderliches wäre: Die Verschiedenheiten sind so mannigfaltig und unendlich, daß mit ihrer Nachweisung fast schon alles erklärbar wird. Dasselbe symptomatische Krankheitsbild braucht also zu seiner Erklärung keineswegs bei verschiedenen Personen gleicher Ursachen; davon, daß auch beim gleichen Menschen die Verhältnisse so liegen können, daß verschiedene Einflüsse das Krankheitsbild erzeugen, will ich gar nicht reden. Also in so komplizierten ursächlichen Komplexen ein Einzelmoment herauszuheben und ihm spezifische Mrkung zuschreiben zu wollen, ohne sämtliche in diesem ursächlichen Komplex enthaltene Momente ebenfalls völlig bestimmt zu haben, ist fehlerhaft. Beachten wir dagegen die unendliche Manntg- jaltigkeit, die sich offenen Augen überall erschließt, so sehen wir, daß es eine ganze Menge grober Einflüsse gibt, mtt deren Bekämpfung unendlicy viel, ja vielleicht schon
4xk% Oesterr. bilberrente 101.10 . .. ~ ’ 100.10
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der Glaube an, wenn auch nur wenige spezifische ' Mittel aufreck)terhalten wird, und wenn exempli gratia ! von der Lungenentzündung gesagt wird: ,chaß diese Krank- . heit neun Tage dauertt"--Denn: beides setzt voraus, 1
daß doch, die Krankheit ohne Ansehen der Person sozusagen : behandelt werde, im letzteren Falle riMiger gesagt: „es gehn zu lassen, wie s Gott gefällt!" Trotz oer nun als „sympto- : malisch" bezeichneten Behandlung int letzteren Falle, liegt > doch, ein gewisser Nihilismus in dieser Anschauung, die Ihr Mitarbeiter da verteidigt, wenn er sagt: „daß in dieser Zett eine wesentliche Besserung nickst zu erwarten ist". — Es gibt ja noch heute eine große Menge Aerzte, die bei Maseru, Scharlach usw. sich darauf beschränken, anzu- ordnen, der Patient müsse so und so lange &u Bett, ja womöglich noch offene Fenster, Bäder oder Ausschläge, ja sogar Wassertrinken verbieten! Ja, man hat es ja auf der Universität nicht besser gelernt, da dort die retn physikalisch-diätetischenH^ttuteihoden trotz Prießnitz, Wiuternitz, Schweninger, Lahmann usw. fein Heimatrecht erhalten haben, und ich darf Ihnen versichern: es ist viel schwerer, den Geist dieser Heilmethode zu fassen, als den der Allopathie! Letztere behandelt eben doch ohne Ansehn des Kranken seine diagnostisch festgestellte Krankhett oder Symptome, indem sie ein oder das andere Medikament dagegen verschreibt, höchstens in der Dosierung auf individuelle Umsiäüde Rücksicht nimmt; dagegen können insbesondere Wasseramvendungen und Diät nur in aller- strengster Individualisierung richtig angewandt werden, dazu gehört aber eine reiche Ersahrurtg, die bei den heute noch, an den Universitäten herrschenden Verhältnissen der studierte Arzt nur in den sellensten Fällen besitzt.
Jene symptomatische Behandlung, von der Ihr Herr Mttarbetter spricht, sticht eben von der anzustrebenden individuellen, sagen wir: hygienischen Behandlung doch noch gar sehr ab, wie ja schon daraus hervorgeht, daß letztere sich eben gegen die Umstände wendet, welche Ihr Herr Mitarbeiter in Gegensatz zum Arzt und seiner Kur stellt, nämlich: sonst gesunder oder bereits geschwächter Or- gantsmus des Kranken, Konstitution, Lebetrsweise, Beruf, soziale Lage rc. rc. Das ist in der Tat ganz etwas anderes, als wenn Ihr Mitarbeiter schreibt: verbts „Die Symptome — werden — bekämpft rc.", das ist viel mehr und ich hoffe, Ihr Herr Mttarbetter wird dereinst noch sehen, daß man doch, ein gut Teil mehr erreichen kann, als er heute zugeben mag. Und einer der Grundsteine für solche hygienische Behandlung ist die Ivgienische Aufklärung derer, die es in erster Linie angeht, o. i. aller Menschen! __
Nicht als ob jedermann durchaus sein eigener Arzt werden sollte oder auch nur könnte: Aber so gut wie ^ntt erwarten, daß jedermann genügend aufgeklärt den kann, um keine strafwürdigen Vergehen zu begehen, so gut sollte es doch wohl zu erreichen sein, daß jedermann einigermaßen gesund zu leben weiß! In dieser Hinsicht ist ja durch Generationen hindurch wenig oder nichts geschehen und wtt stecken noch in den Kinderschuhen, was hygienischen Jugendunterricht angeht. Das ist nun unter den obwaltenden Umständen sogar als ein Segen arizusehen; denn die wahre Erleuchtung beginnt eben erst leise anfzudämmern und zum Ausklären gehören vor allem aufgeklärte Lehrer! Wo hätte man die hernehmen sollen? Der moderne MediHinaverglaube säße noch fester in den Köpfen, als er leider sowieso schon drm sitzt. Und das hat alles so natürliche Gründe! Die ganze Weltgeschichte zeigt es uns ja: überall haftet man jo lange am Alten, Hergebrachten, bis es damtt durchaus nicht mehr geht. Memand.befrett sich leicht von alten eingewurzelten Gewohnhetten, und da hört sich die Botschatt so schön an, daß dies auch gar nicht von noeen sei, es gehe mit den liebgewordenen Gewohnheiten, ein Pülverchen oder bergt, das helfe schon! Und gar je tzt, wo man spezifische Krankheitserreger, die als heimtückische Feinde der Aienschhejtt betrachtet werden, mit fpeziftia)KM Mttteln zu verjotgen trachtet, wo man die wahre Hygiene gering schätzt, wo ein Behring verkündet, in Zukunft würden Lungenheilstätten usw. entbehrlich sein, werl eine Schutzimpfung alle anderen Maßnahmen entbehrlich machen werde, — mtt dieser hygienischen Aufklärung würden wtt schön in den Sump^ geraten! Nein, was wtt wünschen müssen, das ist prac- tische Hygiene im Sinne Stickers (). Gesundheit und Erziehung), also Reinlichkeit, Mäßigkeit, Ab- stinenz, Keuschheit, gesunde Wohnungen und Lu st, Licht rc. rc. Die Anfänge srnd da, unterstützen wir sie, weisen wir immer wieder auf die Sck>äden, deren Abstellung möglich ist und vertrauen wir, daß damit noch unendlich viel zu erreichen ist, ja daß es da kaum eine Grenze geben durfte! Was durch Vegetarismus, d. t eine der menschlichen Natur gemäße Lebensweise zu bessern ist, entzieht sich ja zur^ett noch der Beurteilung, da wir dann! noch in den ersten Anfängen stecken. Vielleicht kennt Ihr Herr Mitarbeiter wenigstens das Buch von Albu über den Wert der vegetarischen Diät für Krankenbehandlung; es ist ja ein Privatdozent der Medizin, und nicht einer bex vielgeschmähten Laien, der das geschrieben hat, übrigens ohne der vegetarischen Diät prinzipielle Berechtigung zuzuerkennen. Mr wollen ja alle nur die Wahrhett: Qur vivra
iviaitte.
fc. Frankfurt a. M., 9. Nov. (Orig.-Telegr. des „Gießen Am.") AmUlche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Nck. 16.25—Oo.OO, Kurhejssicher Mk. 16.50—00.00, La Plata Mk. 17.00—18.00, Kansas Mk. 17.00—18.00, Roggen (hiesiger) Mark 13.25—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.25—15.50, Franken- ielder Nck. 16,00—16,25, Hafer Mk. 13.00—13.75, Mais DU. 12.50—12.75, Weizenmehl 0 NU. 25.7o—26.25, 2. Oualität NU. 23.75 bis NU. 24.25, 3. Qualität NU. 21.75—22.25, Roggenmehl 0 DU. 22.00—22.50,1. Qualität NU. 19.25—20.25, Weizenkleie NU. 8.75 bis Nik. 9.00, Roqaenkleie NU. 9.75—10.25, Maiskeime NU. 10.25 bis NU. 9.00, Franken, Pfälzer, Ried NU. 00.00—000.0. Alles per 100 Kg. ab hier. _ ,
ic. Frankfurt a. M., 9. Nov. (Telegr. Ong.-Bericht deh Gieß. AnzU). Amtliche Slotierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 432 Ochsen, 188 aus Oestreich, 51 Lullen, 5 aus Oestreich, 714 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oestreich, 206 Kälber, 483 Schafe und Hämmel, 1385 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 73—75 NU^ 2. Qual. 68—70 NU., 3. Qual. 63—65Nlt.; Bullen 1. Qual. 65 bis 67 NU 2. Qual. 63—64 NU.; Kühe 1. Qual. 65—67 Nck^ 2.Qual. 61—63 DU., 3. Qual. 51—53 NU, 4. Qual. 48—50 NU., 5. Qual. 00—00 NU. Kälber: 1. Qualität83—85 Pfg., Lebendgewicht 52—54 Pf., 2. Qual. 75—80 Pfg., Lebendgewicht 45—47 Pfg., Schlacht- qewicht 61-64 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 66—68 Pfg., 2. Qual. 56—58 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg«; Schweine L Qual. 56—00 Pfa., Lebendgew. 44 Pfg., 2. Qual. 54—55 Pfg., Lebendgewicht 43—00 Pfg., 3. Qual. 40—48 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Hornvieh gut, Ueberstand unbederäend; Kleinvieh kein Ueberstand.
alles getan ist!
Sott ich Ihnen solche Einflüsse noch besonders anf- zählen, so ist vor allem auf den Alkoholismns, den Tabak, Warcottca aller Art: Kaffee, Tee rc., scharfe Gewürze, Fleischgifte, schlechte Luft, llnreinlichkett, mangelnde Hautpflege, zu langsamer Stoffwechsel, brachliegende Verdauung aus sehr vielen Gründen hinzuweisen, ein Feld von fast unübersehbarer Größe. Die ganze soziale Frage tut sich manchmal vor mir aus, wenn ich das alles Überdenke. Mtt Pattiativrn ittelchen a la Allopathie ist da auf die Dauer mkd gründlich überhaupt nicht zu Helsen.
Stt sehen, sehr geehrter Herr Redalleur, daß ich mich hier oben in meinen Mußestunden auch manchesmal mit diesen Dingen beschafllgt habe und keineswegs um 75 Jahre hinter der Zett zurückgeblieben bim Ihr Herr ärzllicher Mttarbetter möge nur zusehen, daß er die Heilkunde der Zukunft recht bald erkenne, und da mag er beachten, daß es kein Gebiet gegeben hat, das nicht von Außensetten befruchtet worden wäre, urid zwar gerade da, wo man so recht aus den Abweg zu kommen drohte! Zum Schluß erlauben Sie mir noch meinen Bruder in Apoll, Nietzsche, zu rufen und mtt ihm zu bekeitnen: „Wenn ich bie Wahrheit habe, so muß der Sieg unvermeidllch mir zusallen; andernfalls werde ich nicht weniger unvermeidlich unterliegen. Und da ich nur eines will, nämlich den Triumph der Wahrheit, so werde ich mich meiner Niederlage ebenso freuen, wie meiner Siege."
Wtt wollen alle die Wahrheit, das sei unsere Gesinnung! Unsere Ansichten mögen noch so sehr gegeneinanderstehen, in diesem Ziele werden sie sich schließlich einen, und so weit im Fernen unser Ziel auch immer noch liege, wir wollen ihm vertrauen, anderersetts uns nicht verleiten lassen, es pberellt erreichen zu wollen; da kämen wtt am Ende nur auf neue Holzwege!
Ihr Ergebener.
Vermischlls.
* Mörfelden, 7. Nov. Der hier angestellte S t a * tionsausseher Konrad Karl ist wegen Schwindeieren flüchtig geworden. Er hatte durch Fälschung des Datums auf Rückfahrkarten, die er bann wieder verkaufte, 800 'Mark unterjchlagem
* Berlin, 8. Nov. Der Prozeß gegen die Gräfin Kioilecki wird das Schwurgericht vorausjichtllch noch zwei Wochen beschäftigen. Brs zum letzten Verhandlungstage am F-reitag waren insgesamt 112 Zeugen vernommen mordendes sollen nun noch etwa 100 Zeugen gehört werden. Man hofft, !d«aß die Beweisaufnahme, falls keine unvor- l^ergesehenen Zlvisch^nsälle eintveten, am Ende der nächsten Woche ihren Abschluß sinden wird.
* Essen (Ruhr), 8. 9Lov. Heute nacht 12 Uhr wurde in der Borbefterstraße der Kutscher August Berger von einem 17jährigen Dachdeckergejellen Namens Thürten ermordet. Der Mörder floh auf die Dächer der in der Borbeckerstraße gelegenen Häuser mrd mußte von der alarmierten Feuerwehr heruntergeholt werden. Berger hatte Thürken und zwei Mitschulbige wegen eines an ihm begangenen schweren Diebstahls, weswegen einer der beiden Genossen Thürtens zu sieben Monaten Gefängnis vemrtellt worden war, angezeigt. Die beiden Geiwssen Thürtens wurden ebenfalls verhaftet. Die Untersuchung muß ergeben, ob ein Komplott vor liegt. Dem (Srmoräeten wurde durch 16 Stiche, bei denen das Messer durchgezogen wurde, die ganze Brust zerfleischt.
* Krefeld, 7. 2tov. Wegen Unterschlagung bedeutender städtischer Gelder wurde Stadtrentmeister Schulz verhaftet. Derselbe stellte sich selbst der Behörde.
* Paris, 8. Nov. Die Lebedame Marguerite de Mehr an in ihrer Wohnung im Bezirke Batignottes erdrosselt aufgefunden. Ob Mord oder Selbstmord vorliegt, ist noch, zweifelhaft. Der Leichnam wurde erst sun Tage nach der Tat durch den in die Wohnung eindringenden Hausbesorger entdeckt.
* Clermond ger raub, 8. Nov. Gestern entstand in der hiesigen Kathedrale während einer Trauung eine Panik. Man bemerkte nämlich in der Kirche ein Gesäß mit einer brennenden Lunte. Die angebliche Höllenmaschine wurde mit größter Vorsicht entfernt. Die Untersuchung ergab, daß dieselbe absolut ungefährlich und nur mtt etwas Pulver und Pupier gefüllt war.
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Mannheim, 7. Nov. In dem Prozesie wegen Zusammenbruchs der Akt-Ges. für chemische Jndustrre wurde das Urteil gefällt: Böhm wurde zu 2 Jahren 3 Monaten Ge- fängnts und 3000 NU. Geldstrafe oder 34 Wochen, Henninger zu 9 Monaleu Gefängnls und 150 NU. oder 10 Tage verurteilt« Bei beiden wird die Untersuchungshaft voll angerechrret. Holland und Kohlstock wtirden freigefprochen.


