Ausgabe 
9.7.1903 Erstes Blatt
 
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baß eS

5741

Gemeinden außerhalb

Unterhaltung.

1L

Schlußkurse.

208.20

210.10

136.25

172.80

177.80

Wohnungen zu verhelfen.

+ Mücke, 7. Juli. Die ihrer Vollendung und ihrer Eröffnung entgegen gehende Bahnlinie von hier nach Lau­bach wurde am letzten Samstag zum ersten male bis zur hiesigen Station mit einer Lokomotive befahren. Die Er­öffnung der Bahn dürfte demnach am 1. August erfolgen. Der neu erbaute eiserne Hochsteg, der dem Verehr der Mer- lauer Straße mit dem hiesigen Bahnhofe dienen soll, ist bereits dem Publikum übergeben worden.

oben e.--------- - ...

Platzes werde wesentliche Ersparnisse erg.

Iahresfest des Kauptverems der Hustav-Adolf- Stiftung im Krotzherjogtum Kessen.

(Originalb eracht desGieß. An-.")

B. Herbstei», 8. Juli.

Aus Stadt und Kand.'

Gietzen, 9. Juli 1903.

- Hessischer Zentralverein für Errichtung billiger Wohnungen zu Darmstadt, liebet das weitere Fortschreiten der Tätigkeit des Vereins ist folgendes zu berichten: Die am 28. Mai unter dem Vorsitze des Frhn. d. Heyl stattgehabte Hauptversammlung des Vereins war sehr stark besucht und die dabei gehaltenen Vorträge dürften in wetteren Kreisen das Interesse für die Hebung der WohnungS» verhältnisie der minderbemittelten Klassen geweckt und neu angeregt haben. Die Bestrebungen des Vereins auf Aus­breitung der gemeinnützigen Bautättgkeit gewinnen immer mehr Ausdehnung. In letzter Zeit sind neue Baugenossen­schaften entstanden in Astheim, Egelsheim und Butzbach, in einigen anderen Orten steht die Gründung von Saugenoffen, schäften in Aussicht. Die Anregungen zu diesen Gründungen amg zum Teil von Arbettern aus, zum Teil von Angehöri­gen anderer Stände (Arbeitgebern, Pfarrern, Lehrern. Kauf, heuten rc.). Als besonders bemerkenswert verdient hervorge« hoben zu werden, daß auch in ländlichen Gemeinden die Bedeutung der gemeinnützigen Beschaffung von Klein­wohnungen erkannt wird, was bisher u. A. dadurch zum Ausdruck gekommen ist, daß die Gemeinderäte einiger Ge- memden in den Streifen Alsfeld und Groß-Gerau beschlosien haben, zur Erbauung derarttger Wohnungen bei der Landes- kreditkasse Gelder aufzunehmen. Für die Erbauung ländlicher Kleinwohnungen kommt es ganz besonders daraus an, daß die Herstellungskosten möglichst medrig gehallen werden, da- die für Verzinsung und Tilgung aufzubringenden Be- träge mtt dem Einkommen der Leute im Einklang stehen. Es ist dem Zentralverein gelungen, Material an Bauplänen zu beschaffen, welches diese Umstände berücksichtigt und dabei hinsichtlich der Raumeinteilung nicht nur den Wohnbedürs- niffen genügend Rechnung trägt, sondern durch Anlage von Stall und Tenne auch die Möglichkeit zum Betriebe kleiner Landwirtschaft und Viehzucht bietet. An Hand dieses Ma- terials, sür dessen Erweiterung der Zentraloerem fortgesetzt bemüht bleibt, erscheint es möglich, auch den minderbemütel- ten Bewohnern des flachen Landes zu guten und gesunden

Acr Aahresöertcht der Krotzh. KuudelsLummer Hießen.

v.

Werkzeugmaschmeusabrikatiou.

Das abgelaufene Gesck)äftsjayr tonn inan als eines der traurig st en bezeichnen, und von chm kann man mit Pecht jagen, daß es nicht gehalten hat, was es ver> sprochen Cuartat waren alle Anzeichen bor-

banden, daß der Tiefpunkt der Lonjunktur als überwunden anzusehen sei. T-ie 'Xnfragen gingen lMmfter -m und führten auch vielfach zu Abschlüflen, doch bald (teilte ich heraus, daß dies nur eine vorübergehende Er- cheinung war, welche die im zweiten Quartal eingetrctenc Rückwärtsbewegung der Konfunktur um so fühll-ar« machte, die bann konsequent bis zum Jcchresschluß sich

neioaen.

Gegen den Platz füdöstlich des in Aussicht genommenen Alandes wurde eingewandt, daß die außerordenttiche An- fteigung des Platzes die technischen und bantii die finan­ziellen Schwierigkeiten des Profetis unverhältnismäßig ver- n'e^2em Platze südöstlich der medizinischen Klinik wurde

entaeqengehalten, daß er weitet entfernt von dem Bahnhof und den übrigen Kliniken, als der projektierte Platz, nur durch die (teile Klinikstraße zu erreichen, mithin weniger zuaänqlich fein würde, daß er höher liegend dem Winde uitb der Kälte mehr ausgesett wäre, als die profitierten Sauten und daß, wolle man bie bereits erwähnte all­gemeine Anordnung der Gebäude beibehalten, die große Aront des Hauptgebäudes der chirurgischen Mimt, von öer Hauptstraße abgekehrt, in eine Seitenstraße -u liegen

Der Provin-ial-Ausschuß konnte den Einwendungen, I welche sich aus Vie größere Entfernung vom ^chnhof und me steile ^ufuhrstraße stützten, kein entscheidendes Gewicht beilegen, ebensowenig den behaupteten Nachsteilen der höheren Lage, nachdem die Verhandlungen ergeben hatten, b^ß auch die tiefer liegenden Älimken unter ^m Winde unb der Kälte zu leiden haben dies aber durch die sorg- idlrint Bauausführung vermieden werden kann. Der Bau eines etwa 100 Meter langen Hauptgebäudes, Front monumental sein muß, an ^"er abgelegenen.^^ustratze würde indessen ein Fehler sein, der nur vermieden rver^n könnte durch Aendcrung des ycmz^n ProiektS. Eine A^r- deruua oeS ganzen Projekts ließe sich aber, da technisch^ Grunde sie nicht fordern, nur rechtpertigen, wenu- sich

aus finanziellen Gründen als notwendig oder doch als irocdmdmg ergeben würde.

uer Tat ist denn auch gegen das vorliegende Pro­fit Tc Großh Baubehörde der Einwand erhoben worden.

Um das für zwei so umjangreiche Institute, wie die . beiden anderen Kliniken keineswegs zu reichlich bemessene . Gelände auszunutzen, beabsichtigte die Großh. Banbeyörde iur die Unioersitats-Neubauten, nicht den Pavilloustll zu wählen, sondern jede der beiden Kliniken in einem großem Hauptgebäude zu vereinigen, um das sich, diejenigen Neben- aebäude, welche zur Erfüllung besonderer Zwecke für lief} errichtet werden, wie Schuppen, Jsolierrcllune und auch die Wohngebäude der beiden Direktoren der mimten, I gruppieren. Nach den Ausführungen derselben Behörde in I Anlage N. zum SitzungSprolotoll der Lokatkommifsion vom 9. Juli 1902 war außerdem der große Lperationssaal der chirurgischen Klinik, wenn irgend möglich, nach der sonnen- freien Seite zu legen und ebenso möglichst» in die Mittel des Baues, um von allen Tellen gleich günstig erreichbar zu sein und weil er einer besonderen Höhenentwicklung unb Oberlichtbeleuchtung bedürfe, der Operanonsbau, d. l der Operationssaal mit seinen vielen Nebenräumen als besonderen Anbau dem in der Gebäudemitte liegenden Haupteingang gegenüber zu legen. Bei der Augenklinik seien die Unters uchungs- und Lehrräume aus sonnenjreier Seite und möglichst nahe dem Eingang anzuordnen.

Betrachtet man diese Aufgaben als gestellt, und ihre Richtigkeit wurde in den Verhandlungen auf die Dauer nicht bestritten, so mutz zugegeben werden, daß das von der Großh. Baubehörde vorgelegte Projekt eine technisch vorzügliche Lösung der gestellten Aufgaben enthalt.

Beide Kliniken, die chirurgische wie die Augenklinik,^ sollen nicht allein Heil-, sondern auch Lehrzwecken bienen. Daraus folgt, daß sie nicht zu weit von den anderen Unioersitätsdauten, insbesondere von den anderen Kliniken entfernt liegen dürfen. Dies würde aber der Fall jein, wenn der Platz an der Frankfurter-Straße gewählt werden würde, zumal wenn man zwischen dem neuen Bchiplatz und d er psychiatrischen Klinik noch einen Schutzstreifen lassen müßte. Der Vorschlag, diesen Platz zu wählen, wurde dann auch während der Verhandlungen wieder zuruck-

Rechnung Geschäftsjahr läßt sowohl eine sichtliche Besserung der Eisenindustrie im allgemeinen, als auch ber Werkzeugmajchinen-Jabrikation im Besonderen, er*

an steile des vorliegenden, technisch bestell Projekts ein. anderes technisch weniger vorteilhaftes zu wählen. Sollte I die Großh. Regierung durch den Preisunterschied bestimmt werden, einem anderen Projekt den Vorzug zu geben, so würde allerdings das vorliegende Projekt den Zweck, dem es bienen soll, nickst oder doch nicht am besten ersüllen, und es würde dann an einer wesentlichen Voraussetzung I der Enteignung fehlen. Es könnte dann der Fall eintreten, I der jetzt nicht vorliegt, daß nicht das von der Großh. Bau­behörde aufgestellte Projekt, sondern em anderes Projekt an einem anderen Platze - ellva dem von den Grundeigen- tümem vorgesckstagenen, südöstlich der bestehenden Limiten I den Vorzug verdiente oder daß eine Trennung der > beiden neuen Kliniken eintrete, inbem auf dem letzterwähn­ten Platze die chirurgische Klinik allein, die Augenklinik j aber auf dem dermalen zu enteignenden Gelände errichtüt würde, von welchem bann nur ein Teil, vielleicht der wenigst kostspielige gcwähll würde.

Anaesicksts ber imnierhin vorhandenen Mögllchkell, daß | unter geluiffen Voraussetzungen daS vorliegende Projelt nicht als das ziveckmäßigste sich ergeben konnte, «ttsteht die Frage, ob der Proviiizial-Ausschuß stacht verpflichtet ist bei seiner Entscheidung auch mit dieser wenn auch nur entfernten Möglichkeit zu rechnen und bcmj.enigen Proickr den Vorzug zu geben, welches unter allen Um- ftänben und unter Berücksichtigung alter Aioglrchketten nack) jeber Richtung unb durchaus den Vorzug verdrenen würde.

fen$ie Ein- und Ausfuhr von Werkzeugmaschinen^ ge­staltete sich in den drei letzten Jahren folgendermaßen: I 1 J 1AAA 1OA1 IQlin

Ter JnlandvmLrauck) war nur sehr mäßig, und auch das Ausland war infolge der allgemein imgüitfhgen Gesäiasts- laae ein sehr sttftechtec Wuehmer. Eure» ganz be>onders ungünstigen Einfluß übten die vollgepfropften Lager der Maschinengroßhandlungen aus, die um leden Preis ihre Lager zu räumen suchte». Anderseits wurden leitend der Großhändler wie auch von Konsumenten sür Aichllager- maschinen solche niedere Preise lumtiert, daß diese als direkt verlustbringend häufig nicht zu arceptieren waren. Unter diesen Umstand en konnte der Betrieb nur mtt großen Lvfem und weitgehendem Entgegenkommen ui Bezug auf Preis und Kreditgewährung ausiecht erhalten werden.

Recht niederdrückend für die Industrie wirkte auch ine Ungewißheit bezügl. des SckMsals der Zolltarifvorlage, und cs darf an dieser Stelle der Besiiedigung darüber Ausbruck gegeben werben, baß noch vor Jahresschluß ber Zolltarif, welcher ben abzuschließenben Hanbelsvertragen als Grundlage zu dienen hat, zur Annahme gelangte. Durch eine entsprechende Klassifizierung der Maschinen, IC nach ihrem Vereblungsgrabe, ist IN biesem Zolltarif oen berechtigten Wünschen der Maschinenmdu,trie diesmal

L Tag. .

Einer auf dem vorjährigen Jahresfest zu dcierstem seitens bes Vorstanbes der evangelischen Diaspora^rneinoe Herbstein ergangenen Etnlabuna folge lerstenv, tagt fett gestern der Hauptverein der Gv-stav Adolf-Stistmrg des Großherzogtums Hessen in Herbstein, das fern Festgewanb angelegt hat. Triumphbogen, Ehrenpforten, mit Fal)nen! und Tannengrün geschmückte Häuser zeugen von ber freund­lichen Gesinnung ber Bewohner, evanaelijchen, wie katho­lischen. Um 5 Uhr begann bie nichtöffentliche Versanun- I iuna des Verwaltungsrates und der Abgeordneten der 3roeigDeretne imDeutschen Haus", zwecks Beratung des llnterftützungsplanes. Es waren fast alle Zweigvererne durch Abgeordnete vertreten Nachdem Pfarrer Schrunps- Hirzenhain und Kunlel-Mrth durch Zuruf zu Schriftführern

Einfuhr in dz 100 kg: Darunter aus: Belgien

Großbritannien Oesterreich-Ungarn Der. Staat, v. Amerika

Ausfuhr") in dz = 100 kg: Darunter nach: Belgien

Frankreich Großbritannien Oesterreich-Ungaru Rußland

Ler. Staat, v. Amerika

) Die außerordentlich starte Erhöhung der Ausfuhr beruht nach den Ermittelungen des Verems deutscher Werkzeugmaschmen- sabrcken zum TeU aus irrtümlichen Anschrerbungen.

beiaebracht werden kann. Seäst wenn diese 20359 Mark an bedürftige hessische Eemeinben uud ^741 / -ii treff en füllte so würde es doch Mark an unterstützungsbeburfttge Gemetnben außerhalb

=&*» srSSJ

Fürth (Tilgung unb Verzinsung ber Kirchb au schuld) und Bürgel bestimmt.

Nachbem noch ein Antrag Guyot, ben vom Gustav Abols-Verein unterstützten Gemeinben die Erhebung von Parochtalsteuern zur Pflicht ztt mad)en, einstimmig ange­nommen unb auf Vorschlag bes Vorsitzenden Superinten­dent Petersen-Darmstadt zutn Leiter der Abendvcrsammlung bestimmt worden war, wurden die Verhandlungen gegxn 71/2 Uhr geschlossen. t

Am Wend begann bie gesellige Vereinigung ber Jest- tellnehmer imDeutschen Haus", bas bis auf ben letzten I Matz besetzt war. Den Reigen ber Rebner eröffnete desr Ortsgeistlick)e Pfarrer Zinn mit einer Begrüßung der Gäste. Ihm folgte Superintendent Petersen, der ein gesegnetes Fest wünschte. Nachher sprachen noch Dekan Hainer-Hungen, Professor Trumpen t und Super­intendent Ruhl-Fulda, welch letztere SchllderuAgen der sjfot der Diaspora gaben. Durch musikalische unb gescmg- Hdie Vorträge zeichneten sich ber GesangvereinBruber- liebe" sowie Frau Doktor Wi l l m a n n unb Herr unb Frau. Amtsrichter Weiffenbach aus. Gegen 11 ^r schloß Superintendent Petersen den offiziellen Tell der Abend-

Sandel und Verkehr. Volkswirtschast.

Berliner Börse vom 8. Juli 1S0S.

(Mitaeteilt von der Bant für Handel und Industrie, Gießen.) Auch heute herrschte aus saft allen ©ebteten große Geschafts- stille. In Montanwerten uni) Bankaktien sanden nur geringe Um- sätze statt. Der Stengel an spekulatwnssahigen Eisenbahnaktlen, der schon feü einiger Zeit in der Kursentwickelung der Lubeck- Büchener Eisenbahnaktien zum Ausdrirck kam, ubertrug sich heute auch aus Henry- und Gotthardbahn-Mtien, welche bet einigermaßen lebhasterem Geschäfte neuerdinas eine kleine Steigerung erzielten. Aus dem Rentenmarkt lagen Türken werte aus Pariser und Lon­doner Abgaben, welche mit der politischen Lage im Zusammenhang stehen, matt Kanada Shares im Einklang nut New-Yorker Meld- ungen besestiat.

Privat-Diskont 2/» Prozent.

Ansangs- Deft Kredit.... 208.50 Deutsche Bank . . . 210L0

Darmstädter Bank . . 136.50

Bochumer Guß . . 173.A

Harpener Bergbau . . I77*90 ------

Schluß-Tendenz: still. .

H-ch»se«gaömotore«. In neuerer Zeil werden in Hocholen- Werkon die Gase, welche bisher nus den Pochoien unbeuuyl ent- I wichen sind, aefammelt und gereinigt unb zum Betrieb von groben I Gasmotoren verwendet. Man erbat!.dadurch eine lehr billige I äetriebstraft Motore bis zu 1000 HP. haben aui bic(e JBctie Schon viel,ach Verwendung gesunden, nnd neuerdings wurde fogar än Motor von 2000 BP. für »c» gienhen Zweck m Au trag ge- oeben Es wird dies der größte Motor, der bisher gebaut winde, ein glänzmdes^Zeugnis von deü Fortschritten deutscher Gasm°w«n- JÜduÄ Die ausjührende Fir-ma ist d.e Gasmotoreu-Fabr.c Deut; in Köln-Deutz. Zur Verwendung kommt die Maschine tm Hörärr Bergwerks- und Hüttenverein m Horde l W.

vTTj.pnnmiL unvjiu^yu.vi, t v---,---- Limbura a. d. L., 24. Juni. Fruchtmarkt. Durch-

aewäblt waren erstattete der Vorsitzerrde Professor Trurw- ichnitrspreise pr. Atelier. Roter Weizen 14.00 M^ Weißer Weizen ÄaSSbt ben beruht über bie vorMrrge M.,' Korn ^Mk., Gerste 9.00 Mk. Pcher 6.97 Ät.,

fammtung zu Nierstein und die Ausführung der Nierst einer, Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.

aebmen Hie hat, bas ist ein schwenvLegender Punkt, noch so viele bringende soziale unb Wohls ah rts-Einri ch t- ; ungen auf ihrem Programm bie bedeutende pjer er- ' heischen, daß schon aus diesem Grunde der OK'^antc ber Gruiibung eines Theaters nur aus stäbtischen s..kitteln bon der Hand zu weisen ist. , . , o I

Dann ließe sich bie Jbee eines Aktien- Unternehmens I ventilieren. Das hat indes auch seine Schattenseiten. Ab­gesehen von anberm wollen wir nur ben ^-edankeu in '<^1- wägung ziehen, was geschehen soll, wenn bas Aktien- llntemcbmeu nicht rentiert unb bie Gesellschaft schließlich! dazu käme, zu liguibicrcn dezw. sich aufzulösen. Wii kennen diesen Fall aus Erfurt, wo nach johrelaichen, kostspieligen Beililcheu die Aktionäre bie Lust verloren, noch weitere Geldmittel für bas Theater aufzuwenden. Die unter Um­ständen für ein Theater-Aktien Unternehmen ganz gefähr­liche Vettern- und Basen-Wirtschaft soll nur nebenbei er­wähnt werben. . _

Bliebe fckstießlich nur ber eine Ausweg, ein Theater zu bauen, beffen Kosten au5 freiwillige u Beiträ­gen bestritten würden.

In Gießen hat sich, und-das festzustellen haben wir erfreulicherweise schon mehr als einmal Gelegeiiheit ßc^ I habt, immer und zu jeder Zeit und wofür es immer ge­wesen sein mag, es sei nur au den Buren krieg und in I neuester Zell an bie Kijchinewer Greueln erinnert eine große Freigebigkeit gezeigt. Warum sollte das nicht aucki der Fall sein, wenn es sich für ein kunstsinniges Unter­nehmen handett, das der großen Allgemeinhett zugute kommt? c c.. er »

Hoffen wir, daß jener Herr, ber für bie innere Aus­stattung bes alten Schlosses 30000 Mark übrig hatte, für I einen jo ungewöhnlich gemeinnützigen Zweck wie für einen Theater- unb Konzertsaalbau mindestens das Doppette spenden wird. Eine solche Gabe würde zweifellos viele andere Freunde des Theaters und der Musik zur Nach­ahmung aneifern, auf daß eine unserer Stadt zur Zierde unb ihren Bewohnern zur Freude gereichende Heimstätte für bie beiden Schwestertünste in absehbarer Zeit entstehen möge. Es würde dadurch ein allgemein gehegter Wunsch >

erfüllt, einem wirklichen Bedürfnis abgeholjen werden.

Exempla bocent! Es ist noch nicht gar jo Lange her, ba wurden in einer bayrischen Stadt für ein dort dem Prinzregenten zu errichtendes Denkmal bllinen wenigen Tagen 194 000 Mark durch freiwillige Skiträge von 20 dortigen Einwohnern gezeichnet! Könnte nicht ein an­nähernd ähnliches Resultat auch hier erzielt werben, na­mentlich, ba eS sich hier um eine Schöpfung ljanbeu, von ber b ie Spender doch weit mehr Genuß unb Freude haben werden, als es bei einem Denkmal der Fall ist!

^Ein dritter Artikel folgt)

Huteiguung von Kelänve für den Neubau einer chirargifchcn und einer Augenklinik.

HL

1902

1901

1900

18 924

17 019

64 287

1225

850

1841

4 461

1562

5 878

2 225

610

2 589

6 984

11 656

47 573

210 546

82 859

92 670

24 078

4 659

3 444

31 415

11664

11995

16 041

3 362

2 503

24 259

12 699

12 360

32 457

17 461

23 699

2 324

513

344