heim: hier: Dispens von Z gesucy des Jakob Etzbach fi
ür die Dttrrburgersttaße; hier:
Blumen
per Bahn Prinzessin per Bahn
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mannshausen und Schloß Rheinstein, worauf sie die Weiterfahrt nach Bonn antraten. Prinz und Adolf von Schaumburg-Lippe sind um 8.50 Uhr nach Bonn abgereist.
Frankfurt, 8. Juni. Das Werfen von
Dispens. 5. (Genehmigung von Rechnungen. G. Reparatur des städt. Pflasters; hier: Zustand der Einfahrten beim Gaswerk und dem Postamt 2. 7. Reparatur von asphaltierten und zementierten Bürgersteigen. 8. Anbringung von eisernen Untergestellen und Miller'schen Patent-Sprengvorrichtungen an den beiden älteren Gießfässern. 9. Neubau der veterinärmedizinischen Institute; hier: Herstellung der Seitenstraße nordöstlich des Bauplatzes. 10. Ter Reitweg in der Licher- und Grünbergerstraße. 11. Geländeaustausch am Niegelpfad. 12. Verkauf von städtischem Gelände in der "Neustadt an Philipp Wagner. 13. Desgl. an Heinrich Arnold IL 14. Gesuch des Gastwirts Ferdinand Harnickel dahier, um Erlaubnis zur Benutzung des Bürgersteigs vor dem „Kaiserhof" in der Schulstraße. 15 Uebernahme und Unterhaltung des Erbbegräbnisses der Karl Faber Witwe. 16. Inkrafttreten derFriedhoss- und Begräbnisordnung. 17. Verlegung des Stadtringgrabens von der Steinstraße bis zum Wa.lltor in die Nordanlage, desgl. vom Walltor bis zum Ausgerinne in bie Ostanlage, Süd- und Weftanlage. 18. Kanalisier - ungderLayn. 19. Gesuch des G. Skalitzky um Erlaubnis zur Vergrößerung seines Wirtschaftsbetriebs, Plockstraße 11. 20. Gesuch des Jakob Best dal)ier um Erlaubnis zum Gast- wirtschastsbetrieb im Hause Bahnhofstraße 34.
•* Uebersicht der Stu dierenden der Laudes- Universität. Im gegenwärtigen Halbjahr sind 1092 Studierende immatrikuliert, davon sind 685 Hessen, 407 Nichthessen. Dazu kommen 4 Hospitantinnen und außerdem 40 Hörer und 13 Hörerinnen, die die Vorlesungen besuchen, so daß die Gesamtzahl 1194 beträgt. Es studieren Theologie 74 (darunter 69 Hessen), Rechtswissenschaft 198 (172), Medizin 158 (63), Tierheilkunde 169 (24), Zahnhellkunde 8 (4), Philosophie 36 (8), Mathematik 93 (85), Naturwissenschaften 64 (47), Chemie 73 (36), Pharmazie 18 (5), Kameral- wissenschaft 1, Forstwissenschaft 58 (51), Geschichte 7 (6), Klass. Philol. 42 (37), Neuere Philol. 93 (78). Danach ist die Gesamtzahl der auf die angegebenen Wissenschaften sich Verteilenden 1092, wovon 685 Hessen sind. — Auf Preußen fallen im ganzen 246 Studierende, auf Bayern 51, Sachsen 6, Württemberg 3, Baden 20. — Oesterreich-Ungarn stellte 8 Studierende, Rußland 23, Frankreich 4, Großbritannien 3, Niederlande 1, Schweiz 2, Türkei 1, Spanien 1, Serbien 1, Rumänien 2. Von Nordamerika sind 2, Südamerika 1,
Afrika 1, Indien 1 und Japan 2 Studierende.
** Hessisch-Thüringische Staatslotterie, der heutigen Ziehung der 3. Klasse fiel ein Gewinn 20 000 Mk. auf 9lr. 60859, ein Gewinn von 10 000
gepachtet. Es werden 30 Schießstände, 2 Stände für Wild und 2 Pistolenstände errichtet. — Auf der Grube .Eifer- Hardter 2iefe* bei Eisern unweit Laasphe ist durch einen zu früh losgegangenen Sprengschuß ein schweres Unglück entstanden. Zwei Bergleute aus Ostbelden, die in der Nähe der Sprengstelle sich befanden und sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten, wurden durch die umherfliegenden Sprengstücke auf der Stelle getötet, zwei andere Personen erlitten leichte Verlegungen. — Baronin v. Rothschild in Frankfurt a. M. stiftete 300 000 Mk. für das dortige Siechenhaus.
au ihre M verjagten; t Schluß des sammlung. einem Serid An bat Pr gramin abg nächsten Ko blieb das 3 abstimmung für London deuten Witt den Sttmgrefc Berlin falte mittag iotschung rialbiiettor 5 heitsanüs A reiche Vertre Leyden hieß Dr. Mthofi
SDlann: hier der V Mannheimer Heute morgl Namen der Verband, b< hält. Auch Vorsitzende Charlottenbu
mcmn II. von Heuchelheim für die Straße Gießen-Heuchel- heim: hier: Dispens von § 18 des Lrtsbaustatuts. 4. Bau-
in den kaiserlichen Wagen, wovor wiederholt eindringlichst gewarnt worden ist, hat hier zu einer peinlichen Szene Veranlassung gegeben. Als der Kaiser und die Kaiserin sich nach der Festhalle begaben, versuchte eine gutgekleidete Dame einen Blumenstrattß m das kaiserliche Gefährt zu werfen. Der Wurf verfehlte sein Ziel und traf den Helm des Kaisers mit solcherWtlcht, daß sich die Kaiserin sichtlich erschreckt von ihrem Sitze erhob. Die unbesonnene Urheberin des Zwischenfalls wurde zur Feststellung ihrer Persönlichkeit sofort zur Polizei gebracht, wo man ihr ernste Vorstellungen machte, um so mehr, als die Behörden schon vor der Ankunft des Kaiserpaares in der Stadt durch öffentliche Kund- gebtlngen den Bürgern das Werfen mit Blumen streng untersagt hatten.
Frankfurt, 9. Juni. Auf der WilhclmSbrücke ereignete sich gestern nachmittag ein bedauerlicher Unfall. Gymnasiallehrer Heinrich Küntzle fuhr mit der Straßenbahn in die Stadt, als ihm der Sturm den Hut vom Kopfe jagte. Bei der Hast, ihn zu fasten, bekam K. das Uebergcwicht und stürzte aus dem Wagen. Bewußtlos wurde er vom Platze getragen und in daS städtische Krankenhaus gebracht. Er hat schwere äußere und innere Verletzungen davongetragen. (Kl. Pr.)
w. Marburg, 8. Juni. Am Sonntag beging im Saale )er Museums-Gesellschaft der hiesige Postunterbeam- ten-Verein das Fest seiner Fahnenweihe. Nicht nur von Kassel, Frankfurt, Fulda, Wetzlar, Weilburg, sondern besonders zahlreich waren die Kollegen aus Gießen hierhergekommen, um Zeugen des feierlichen Aktes zu sein. Der Gießener Bruder verein stiftete für die neue Fahne eine prachtvolle Schleife.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Bankier Max Priester, Mitinhaber der Berliner Firma Mar Priester u. Co., ist am Sonntag in Nauheim gestorben. Wie verlautet, dürfte die Stadt Berlin von Priester, der kmderloS ivar, ein größeres Kapital erben. — Die dritte ärztliche Studienreise beginnt am Morgen des 9. September in Mainz (Rheinfahrt per Dampfer) und endet in Kassel am Nachmittag des 20. Ssptembcr, am Tage vor Begmn der Naturforscherversammlung. Der Besuch wird sich auf folgende Kurorte erstrecken: Kreuznach, Münster a. St., Aßmannshausen, Neuenahr, Ems, Nauheim, Oeynhausen, Salzufflen, Trtburg, Wildungen, Pyrmont. — Die sozialpolitische Deputation in Mainz hat das Ersuchen einer "Anzahl Zigarren- und Tabakhändler um Abänderung der Bestimmungen über die Sonntagsruhe, dahingehend, daß die offenen Ladengeschäfte ihrer Branche bereits um 3 Uhr nachmillags, wie in anderen hessischen Städten, und nicht wie bisher um 7 Uhr abends geschloffen iverden sollen, abgelehnt. - Ter Schützenoerein in Bingen hat zur Abhaltung des nächstjährigen Mittelrheinischen Schützenfestes ein Tcrram von 45 000 Quadratmeter auf dem RochuSberg
Technffchen Betriebsleiter des Landeshospitals Hofheim mit dem Amtstitel „Betriebsinspektor" erannt.
♦* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Ver sammlung Donnerstag, den 11. Juni 1903 nachmittags 4 Uhr. 1. Diensteinführung und Verpflichtung des Beigeordneten Cur sch - mann. 2. Auslosung von Schuldverschreibungen vom 1890 er und 1892 er Anlehen. 3. Baugesuch des Jakob Hart-
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der provisorische Ausschuß endgültig als Komitee für das Großherzogtum Hessen ernannt. Seine Exeellenz Staars- minister Rothe wurde als Vorsitzender, Oberstleutnant a. T. Cramolini als Schriftführer unb W Pfarrius als Schatzmeister bestätigt. — Ter Kasse derLudwig-undAlice- stiftung flössen von der Buchhandlung des Herrn Emil Roth i n G i e ß e n als Bonifikation aus dem Reinertrag der im letzten Jahre abgesetzten Schulbücher 300 Mk. zu. Der Gesamtbetrag der Zuwendungen genannter Firma beziffert sich nunmehr aus 4800 Mk. (T. Z.)
Bensheim, 8. Juni. Dieser Tage starb hier im hohen Alter von 93 Jahren der Großh. Hest. Ministerialrat a. D. Maximilian Frhr. v. Ueberbruck zu Rodenstein. Der Verstorbene entstammt einer hier begüterten und hochangesehenen Jamllie. Er hat eine glänzende juristische Laufbahn hinter sich, die er als Hofgerichtsrat in Gießen begann. Insbesondere erinnern sich feine älteren Fachgenossen gern, wie er in dem in den Annalen der Kriminalistik berühmten Giftmordprozeß der Gräfin Görz zu Darmstadt als Schwurgerichtspräsident unnachahmlichen Takt und Unparteilichkeit an den Tag legte. Als Rat in das Ministerium Dalwigk berufen, verblieb er in demselben bis zu besten Sturz im Jahre 1871. Vermählt war er mit Freiin v. Münch-Bellersheim, die ihm längst im Tode vorausgegangen ist. Aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor, Frhr Heinrich v. Rodenstein, der Kandidat der Zentrumspartei im hiesigen Reichstagswahlkreise bei der bevorstehenden Wahl.
Mainz, 8. Juni. Gestern abend um 6 Uhr 7 Min. traf Generalfeldmarschall Graf Waldersee in Mainz ein und nahm im „Rheinischen Hof" Wohnung, wo bereits vorher ein Doppelposten aufgezogen war. Die Anwesenheit des Grafen Waldersee gilt einer Besichtigung der Truppen, die bekanntlich seiner Armeeinspektion unterstehen. Heute vormittag um 8 Uhr 15 Min. erfolgte zunächst eine Besichtigung des 3. Bataillons Infanterieregiments Nr. 87 und des 2. Bataillons vom 166. Infanterieregiment, woran sich eine Gefechtsübung schloß. Hierauf nahm Graf Waldersee die Parade ab über die Jnfanterieregimenter Nr. 87 und 166, über das 3. Brandenburgische Fußartillerieregiment und das Feldartillerieregiment Nr. 27. Heute abend findet eine Fackelserenade vor dem Offizierskasino statt, welche von sämtlichen Militärkapellen und Tambourkorps der Garnison ausgeführt wird. Während dieser Veranstaltung ist der Verkehr auf der Schillerstraße gesperrt. Von Mainz begibt sich Graf Waldersee mit seiner Begleitung am 10. d. Mts. zunächst nach Worms zur Besichtigung des 4. Großherzoglich hessischen Infanterieregiments Nr. 118, woran sich noch weitere Inspektionsreisen anschließen werden. — Unter dem Vorsitz des Herrn Brück- Gießen fand hier gestern in dem Schützenhaussaale der diesjährige Schützentag de§ Mittelrheinischen Schützenbundes statt. Vertreten durch Delegierte waren die Städte Bockenheim, Biebrich, Babenhausen, Bingen, Darmstadt, Frankfurt a. M., Gießen, Hanau, Homburg v. d. H., Kreuznach, Langen, Mainz, Offenbach, Sprendlingen, Stromberg, Vilbel, Wiesbaden und Worms.
Wiesbaden, 8. Juni. Die Prinzen Eitel Friedrich und Adalbert und der Herzog von Sachsen-Ko- burg-Gotha begaben sich heute früh nach Biebrich, von wo sie mittels Extradampfer nach Rüdesheim fuhren. Dort besuchten sie das Niederwalddenkmal, das Jagdschloß Aß-
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auf Nr. 9978 (nach Nlainz), ein Gewinn von 5000 Mk. auf 8495 (nach Darmstadt), ein Gewinn von 2000 Mk. auf Nr. 6161 (nach Alsfeld), zwei Gewinne von je 1000 Mk. auf Nr. 82944 (nach Destau), Nr. 61393 (nach Gonsenheim), sechs Gewinne von je 400 Mk. auf Nr. 11432 23472 51899 88582 98237 98316. (Ohne Gewähr.)
•* Silberne Hochzeit feierten gestern Dachdecker- meister Emil Noll und Frau. Der Gesangverein ^Heiterkeit brachte dem Jubelpaar gestern abend em Ständchen.
•• Vermächtnis. Der kürzlich in Wien verstorbene österreichische Gesandte Ritter v. Scherz er, welcher s. Zt. an unserer Ludoviciana promovierte, hat der UnterslützungS- lasse der Studierenden der philosophischen Fakultät unserer Universität testamentarisch 1000 Mk. vermacht.
" Kinematographische Vorstellungen. Am nächsten Donnerstag wird Wiedaus Riesenkinematograph hier eintreffen, um auf Oswaldsgarten eine Reihe von Vorstellungen zu geben. Das Unternehmen hat an anderen Orten sehr großen Erfolg gehat. U. a. wird der Leichenzug von Friedrich Krupp zu sehen sein.
Ziegenzucht. Der laudw. Provinzialverein entsandte vor mehreren Tagen eine Kommission Sachverständiger ins Berner Oberland, um im Saanental Zuchtziegen anzu- . taufen, welche von Ziegenzüchtern und -paltern bestell waren. Tie Herren trafen gestern mit zwei Waggon Ziegen nach anstrengender Reise hier ein, und die Ziegen kamen heute morgen zur Versteigerung an die Besteller. Tn erfreulicherweise jeder Besteller das schönste unter den schönen Tieren erwerben wollte, so wurden die Ankaufspreise scunt den entstandenen mosten fast immer Überboten, jodaß nachträglich der Ueberschuß den Steigerern roieber zu gute kommt. — W kamen 20 Zettziegen, 22 Milchziegcn, 18 jährige Böcke, 14 Bocklämmer, 24 Ziegenlämmer zur Versteigerung, also zusammen 98 Tiere, die mit Transporten, Zoll, Ankaufskosten zirka 5000 Mk. gekostet haben. Ter höchste Preis für einen jährigen Bock war bei der Versteigerung 109 Mk., für weniger schöne 30—60 Mk. Milchziegen 60—70 Mk., Zeitziegen 40—70 Mk., Lämmer 20—35 Mark. Tiefe Preise reduzieren sich, wie gesagt, ziemlich erheblich, da weit mehr hier gelöst wurde, als man inkl. aller Unkosten befahlt halte. Tie Ziegenzucht nimmt erfreulicherweise in der Provinz immer md)r zu. TaS beweist wieder, daß so zahlreiche Bestellungen auf Zuchtmaterial beim landw. Provinzialverein eingetzen. Eine Ziege in der ' kinderreichen Familie des geringen Biannes toirtt oft gesundheitsfördernder als eine gute Apotheke. War doch Die Ziege auch der erste Apotheker.
f. Lauterbach, 7. Juni. Zu dem sett einigen Jahren geplanten Kriegerdenkmal hat Regierungsrat Otto- tiafjel testamentarisch 100 Mark geschenkt. — Tie Sommer- konfereuzen der Lehrer unseres skreises finden statt: am 8. Juni in Herbstein, am 15. Juni in Schlitz, am 22. Juni auf dem Hoherodskvpf.
Darmstadt, 7. Juni. Auf Einladung Se. Excellenz des Staatsministers Rothe versammelte sich am 29. Mai im Ministerium des Innern der provisorisch gebildete ge- schäftsfüyrende Ausschuß für die Errichtung eines Ro o nden k m a l S. Es mären erschienen Se. Excellenz Rothe, Oberbürgermeister Momeweg, Cberfrleutnant a. T. Cramolini, Tr. Willy Merck, W. Pfarrius, Ministerialrat Weber. Ihr Nichterscheinen hatten entschuldigt General v. Wachter, Provinzialdirektor Tr. Breidert, Otto Wolfskehl. Als Vertreter des Provinzialdirektors Tr. Breidert war Ministerialrat Best erschienen. Bon der Bildung eines er- wetterten GeiamtauSschusfeS wurde Abstand genommen und
Vermischtes.
* Wiesbaden, 8. Juni. Gestern war in Schierstein eine sozialdemokratische Versammlung unter freiem Himmel anberaumt, weil die Partei keinen Saal erhalten kann. Tie Versammlung wurde jedoch verboten und zwar, wie behauptet wttd, unter Berufung auf eine Verfügung, wonach während der Anwesenheit des Kaisers in Wiesbaden im Umkreis von zwei Metten keine Versammlung unter freiem Himmel abgehalten werden dürfe.
* Berlin, 9. Juni. In dem Keller einer Kolonialwarenhandlung im benachbarten Britz entstand gestern nachmittag eine Spiritusexplosion, bei der der Geschäftsinhaber schwer verletzt wurde. Bei den Lüschversuchen berührte ein Mitglied der freiwilligen Feuerwehr die Drähte der elektrischen Lichtanlage; der Tod deffelben trat sofort ein.
• Berlin, 8. Juni. Zu dem Tode der Lina Hoffmann wird berichtet, daß man in unterrichteten Kreisen immer mehr zu der Ansicht kommt, daß überhaupt kein Lustmord, sondern ein Selbstmord des Mädchens vorliegt, dessen Leiche später, angespült oder ans Ufer gezogen, von rohen Menschen verstümmelt wurde.
'Hamburg, 8. Juni. Ter Kapitän von Bergen- Drochtersen, Führer des Kauffahrteischiffes w93incta', stürzte im Nordostseekanal über Bord und ertrank.
' Weimar, 8. Juni. In Schüptitz wurde ein IKjühr. Dienstmädchen unter dem Verdachte verhaftet, die Tochter der Dienstherrschaft vergiftet zu haben.
* Kleve, 8. Juni. Durch Unvorsichtigkett einiger beim Teeren eines Daches beschäftigten Arbeiter entstand heute ein verhältnismäßig unbedeutender Br an d auf der Bedachung des Kühlhauses des Vaiidenberg'schen Margarinewerkes, welcher durch die Bemitt)ungen der Fabrikfeuerwehr und der städtischen freiwilligen Feuerwehr binnen kurzem gelöscht wurde. Der Schaden ist belanglos; eine Betriebsstörung nicht zu beklagen.
* Dresden, 8. Juni. Der Kongreß der Vorstände der statistischen Aemter deutscher Städte, der hier vom 12. vis 15. Juni stattfinden sollte, ist aus Rücksicht auf die am 16. ds. stattfindcntzen Reichstagswahlen auf die Tage vom 10. bis 13. Juli verschoben worden.
* Regensburg, 8. Juni. Gestern nachmittag brach in Pfatter in einem Schuppen Feuer aus, das mit oroßer Schnelligkeit sich über 27 Häuser ausbreitete. 13 Wohnhäuser find niedergebrannt und viel Vieh ist umgekommen.
*Straßburg,8. Juni. Nach der „Straßburger Ztg." verübte der Zigarrenhändler Samuel Schweizer, der Inhaber des,Mülhäuser Apollotheaters, in Rheinfelden bei Basel Selbstmord. Er sprang in den Rhein, wurde aber von zwei Fischern l)er ans gezogen. Kaum im üahn, zog er einen Revolver und schoß sich eine Kugel links und eine rechts in die Stirn. Ter Tod trat alsbald ein. Sch. hat seine Frau durch einen Brief von feinem Vorhaben in Kenntnis gesetzt.
* Innsbruck, 8. Juni. Heute Nacht fiel bis 1300 Meter herab auf den Bergen Neuschnee. — Ter hiesige vierzigjährige Statthaltereidiurnist Alois Strobl stürzte gestern beim Aurikelsuchen am Hafelekor über eine 15 Meter hoheFelswand ab, dann 20 Meter über eine Schutthalde uni), rutschte 100 Meter über eine Schneefläche ab. (Sr erlitt schwere Kopf- uni) Armwunden und wurde ins hiesige Spttal gebracht.
* Bern, 8. Juni. Auf dem Montblanc stürzte bei Tourist Schmidt aus Genf von einer 300 Meter hohen Felswand ab; er war sofort tot.
Prag, 8. Juni. Gestern wurde gegen daS Nonnenkloster Garlitz bei Aussig eine Bombe gern orfen. Die Detonation war so groß, daß sie bis Aussig vernommen wurde. Sämtliche Fenster des Klosters wurden zertrümmett, verletzt wurde niemand. Man glaubt, daß es sich um einen Akt anarchistischen Ursprungs handelt.
St. Louis, 8. Juni. Eine Anzahl Städte an bet Ostseite des Mississippi, Venice, Madison, Westmadison, New- York, Brooklyn und Granite-Ctty, stehen 8 bis 10 Fuß unter Wasser. Die Einwohner werden mit Booten au5 den Häusern befördert. 700 Personen verbrachten die Nacht aus den Dachböden der Häuser. Der Eisenbahnverkehr ist überall eingestellt.
Columbia (>L>üdcarolina), 8.Juni. Dcr Conggree» sluß iianb um Mitternacht 12% Fuß über der Gefahrlinie und steigt stündlich um 2Va Zoll. Berichte aus der Um- gegenb melben immer mehr Verluste an Menschen- leben und Eigentum. Die Bürgermeister der benachbarten Städte erließen einen Aufruf zur Hilfeleistung.
*Zu der Dampferkatastrophe an der süd- französischen Küste liegt eine Reihe von Privat- Meldungen vor, wonach die Zahl der Toten auf 117 angegeben wird. Man hofft jedoch, daß es einigen der Vermißten gelungen ist, auf Fischerbooten das Kap Croizettc zu , erreichen. Eine 50 jährige Frau beging am Marseiller .\?o|Jntal einen Selbstmordversuch als sie erfuhr, daß
b drei Kinder tot seien. Zwei gerettete Reisende txs Liban", beides Seeleute von Beruf, erheben schwere Anklagen gegen die Kapitäne der beiden Schifte. Aer Kapitän des „Liban" wird beschuldigt, daß er, als er ben „Jnsulaire" auf ihn zuhalten sah, wie ein Verrückter hin und herlief, eine Menge fr auf er Befehle in die --L'It hinaus schrie, jedoch nicht daran dachte, eine leichte <tteuerwendung zu befehlen, die den Zusammenstoß ver- yutet hatte. Von den sechs Rettungsbooten, die der „Li- dan fichrte, konnten fünf trotz 10 Minuten langen Benutzens nicht gelöst werden. Ter ^bapitän des „Jnfulaire"', >er nur ganz unerheblich beschädigt wurde, machte nicht >en icqejten Versuch, dem „Liban" beizustehen, sondern rühr unmltte'.bar nach bau Zusammenstoß mit Volldampf veiter. -tiefem Verhalten ist wahrscheinlich die ."oauirt-- dnn furchtbaren Menschenverlust zuzuschreiben. Die ^raiHiner-Gefsllfchaft hat die Liste der auf dem Tampfer


