Ausgabe 
9.4.1903 Erstes Blatt
 
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Donnerstag H. April 1903

153. Jahrgang

Erstes Blatt.

Nr. 84

Erscheint tSgllch autzer Sonnlags.

Dem (Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem kesflsch-, landwsrt die ftltfotner Lamlllen blätter viermal in der Woche txifleUgL

Kotanonsdruck il Ver­lag der Brühl 'lchen Univerl.-Bucb-u.Siem- brudem (Bietsch Erden) Redaktion, Ervebmoa und Druckerei:

Schalßrabe 7.

Rdresse tüt Depeschen: Anzeiger ©irfern.

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Pfi . Ehrlich Mk. t.2O; durch

GietzenerAiiMgerM

General-Anzeiger ** v den polu. und allgem.

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MUZ

ren- /CUt-

bm deutschen Kaiser für feine (£rnennung lommobore der deutschen Flotte zu banlen.

Dessau, 8. tüzriL Eine Vorlage über die Auf­besserung der Lehrergehälter ist dem Landtag des Herzogtums zugegangen. Danach ist baJ Anfangs- gchalt der Bolköschullehrer bei der Anstellung auf 1200 Mark, der Kantoren auf 1400 Mark und der Mittelschul­

beraten worden.

Köln, 8. April. Die heutige Hauptversammlung der Bereinigung zur Wahrung der Interessen der Halbzeug- Verbraucher beschloß, wie dieKöln. Bolksztg." meldet, einstimmig die Verlängerung der Vereinigung mit festem Zusammenschlüsse bis zum 30. Juni 1904.

Koblenz, 8. April. Nach den eingehenden Besprech­ungen der Vertreter der Staatsregierung über die Wunsche der bischöflichen Behörde, die hier und in Trier flattge- sunden haben, soll, wie an zuständiger Stelle verlautet, der Trierer Schul st reit in kürzester Zeit zu aller Zufriedenheit erledigt werden. Tie Entscheidung liege beim Minister; bis dayin ist strengste Geheimhaltung der Besprechungen vorgesehen.

$)2arl, der Kantoren auf 1400 Mark und . .

lehrer auf 1500 Mark festgesetzt. Das Höchtgehalt der ersteren soll 3000 Mark, der Kantoren 3200 Mark und der letzteren 3500 Mark betragen und nach 27 Tienstjahren gewährt werden. Durch die Ausbesserung wird ein Mehr- kostenaustvand von 174 620 Start verursacht. Tie Vor­lage ist in erster Lesung bereits in wohlwollenbem Sinne

Aus §lai)l und Land.

Gießen, am 9. April 1903.

* Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Geh. Lberrechnungsrat Tr. Siebert aus An­laß seines 50 jährigen Tienstjubiläums bas Komturkreuz 2. Klasse des Derbrenstordens Philipps bes Großmütigen verliehen. Tem Tienstknecht Georg Dechert zu Lißberg, in Diensten bes Landwirts Augu.t Mann daselbst rouroe das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür treue Ar- beit" verliehen. In den Ruhestand wurde versetzt der Kanzleidiener in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemein­schaft Adolf Zotz zu Darmstadt.

* Die gestrige geheime etabtöerorbne- tensitzun g beganbeite, wie wir heute früh hören, nur Personalangelegenheiten, die für die Oesfentlichkeit kein Interesse haben.

Kanalisation und Omnibusverkehr. Tie

Ausland.

Kopenhagen, 8. April. Anläßlich seines 85. Ge- burtstageS empfing der König heute vormittag die Glück- roün(d>e der Königin von Englanb, der Kaiserin-Witwe von Rußland und der übrigen Mitglieder der königlichen Fa­milie. Mittags empfing der König die Minister, Spitzen der Behörden, den Hofstaat und das Diplomatiscl)e Korps zur Gratulation. Auf dem Schloßplatz hatte sich eine große Menge angesammelt. Als der König auf den Balkon trat, begrüßte ihn lauter Jubel. Der König dankte für die dargebrachten Huldigungen, und brachte ein hoch auf dasalte Dänemark" aus, das mit begeisterten Hurrarufen ausgenommen wurde. Am Abend nahm der König mit der Königin von England und der Kaiserin-Witwe von Ruß­land sowie den übrigen Familienmitgliedern ein Diner beim Kronprinzen ein. Ter König verlieh dem Minister- vräsidenten Deuntzer das Großkreuz des Dvnneborgordens. Justizminister Alberti, Kultusminister Christensen, Lanb- wirtschaftsminister Hansen und der Minister des Innern Soerensen erhielten höhere Klassen des Tanneborgordens.

Prinz Waldemar reist nächstens nach Berlin, um

scheö Reich.)

Paris, 8. April. Der Marineminister Pelletan er­klärte gestern in einer Versammlung, die Regierung werde in ihrer bisherigen Politik fortfahren, um die politische Macht der Kirche und der Kongregationen zu brechen; sie werde sogar noch weitergehen als bisher. Tie Armee müsse von republikanischem Geiste beseelt sein.

Gibraltar, 8. April. Der K ö n i g von England ist heute hier geLanbet und vom Gouverneur und den Be­hörden empfangen worden. Unter lebhaften Kundgebungen der Bevölkerung begab sich der König in das Palais des Gouverneurs, wo er auf eine von den Vertretern der Han­delskammer an ihn gerichtete Ansprache antwortete.

Konstantinopel, 8. April. Nach dem gestrigen Galadiner machte der Sultan dem deutschen Kron­prinzen und dem Prinzen Eitel Friedrich zwei kost­bare Revolver zum Geschenk und überreichte ihnen einen für den Kaiser bestim mten kunstvoll gearbei­teten Säbel. Der deutsche Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich besuchten heute den großen Bazar und nahmen das Frühstück an Bord der ,^Loreley" ein. hieraus unter­nahmen sie bei schönstem Wetter einen Ritt um die Mauer, heute abend sand im Pildiz ein Tiner im kleinsten Kreise statt, dem sich eine mufitalihbe Unterhaltung anschloß. Tie hiesige Tagespresse widmet den Prinzen sympathisch und liebenswürdig gehaltene Begrüßungsartikel. Das Befinden des Professors (Siemen, welcher infolge des in Milet er­littenen hiisschlapes im hiesigen deutschen Hospital behandelt wird, ist befriedigend.

Caphaitien,8. April. In Cotuy bei Santo Domingo ist ein von der dominikanischen Regierung entsandter Bote eingetroffen, welcher meldet, vor den Zaren der Hauptstadt ständen 3v00 Regierungstruppen; die Vorstadt San Carlos sei den Aufständischen bereits abgenommen, der Angriff auf die Hauptstadt werde oorbereitet Drei Generale der Aufständische n seien bereits gefallen. Die B-wohner der Bezirke Montechusti und San Lorenzo de Guayubu hätten sich der Revolutionspartei angeschlossen.

durch die Kanalisation bedingte zeitweise Sperrung der Bahnhofstraße hat den Vorstand der Omnibusgesellschast veranlaßt, im Lninibusverkchr zwischen Bahnl-os und Grün- bergerstraße (Linie B) insofern eine Aenderung eintreten zu lassen, als die Wagen vorläufig und versuchsweise von nu> rgen, den 10. A p r il, ab, Franksurtersiraße-S ü d- anlage-Grünbcrgerstraße und unigekehrt fahren. Nach Freigabe der oberen Bahnhof,naße, die alsbald erfolgen Dürfte, werden die Wagen Bahnhosstraße-Westanlage-Süd- anlage-Grülibergerstraße und zurück verkehren.

** Geländeverkauf. Ter Kaufmann Ehr. Bieker veräußerte feine beiden an der Plockstraße Ede, der Ver­längerung der Johannesstraße gelegenen Bauplätze, und zwar den Eckbauplatz für 19 000 Mk. an den Tachdecker- meister Heinrich irarle und das daneben liegende Bau­gelände für 24uOO Mk. an den Bauunternehmer Heinrich Winn.

"* Besitzwechsel. Das Hotel zum Rappen in der Walitvrstraße, welches feit einigen Tagen geschlossen war, ging bura; Käuf für 67 000 Mk. in den Besitz von I. Ructstuhl und A. Fröhlich über. Tas Hotel Seipp wurde für 74 00O Mk. an den seither in Creuzthal wohnhaft gewesenen Hotelier Karl Buschmann verkauft.

* Eine Mond sinster nis findet in der Nacht vom 11. zum 12. April statt. Sie ist in ganz Europa, ferner im größten Teile Asiens, in Afrika, im Indischen Ozean und in vimerifa sichtbar. Für den Anblick mit bloßem Auge tritt der Schatten der Erde auf die 'Mondscheibe am süd­östlichen Raiide der letzteren ein, und zwar abenoS 11 Uhr 34,4 Minuten MEZ. Die Mitte der Fuisternis findet statt am 12. April früh 1 Uhr 13 Minuten, das Ende um 2 Uhr 31,6 Minuten MEZ. Der Schatten der Erde verläßt die Mondscheibe am oßsüdöstlichen 'Jianbe der letzteren. Diese Mondfinsternis ist dadurch intere,fant, daß sich nicht aanz genau vorausbestimmen läßt, ob um die Zeit der Mitte der 'Mond völlig verfinstert sein wird oder ob bann am nördlichen Rande noch ein kleiner Teil von der Sonne beleuchtet bleibt. Der Rechnung nach soll um diese Zett noch 0,03 des Monddurchmessers schattensrei bleiben; ob dies der Fall sein wird, hängt aber sehr von dem Bewölk- ungszustande der Erdattnosphäre ab, und es könnte vttl- leicht der Fall eintreten, daß die ganze Mondscheibe ver­finstert würde. Jedenfalls wird die oer,infterte Mondscheibe durch ihre Färbung einen merkwürdigen Anblick baroieten.

7 Mainz, 8. April. In bem Agenturgebäude ber Köln- Düsseldorfer Tamp,sa)isfahr.sge,ett,a)aft zertrümmerten ver­flogene Nacht Ttebe von der Acheinserte die Fenster des Gebäudes und drangen auf diesem Wege in das Innere. Alle Pulte, Schrötike und fonstige Behältnisse wurden ge­waltsam erbrochen und durchwühlt. Ta daS Geld von dem Kassierer abends mit in seine Wohnung genommen wirb, gingen die Einbrecher leer aus, zertrümmerten aber für ihr erfolgloses Bemühen gewaltsam bie ganze innere Ein­richtung. Ter Inhalt ber Schränke und Putte würbe herauS- geworsen, bie Bckletenbehckller zertrümmert unb entleert unb alle schriftlich Sack)en unb Geschäftsbücher umher* geworfen Selbst bie Telepbonanlage wurde gewaltsam zerstört. Das einzige, was den Einbreck)em an Geld in die Hande fiel, war ber nicht bebeutenbe Inhalt eines Telcphoirautomaten, ber nur allwöchentlich einmal geleert wirb. Der 20jährige Husar Lubwig Gessert, aus gutfituierter Familie von Oppenheim ftammenb, ber als Freiwilliger bei ber britten Schwadron bes hiesigen Hu­sarenregiments bient, versuchte gestern abenb sich in seiner Kaserne zu erschießen Tas Geschoß zerschmetterte ben Untertiefer vollständig unb verletzte auch ben Kehlkopf. Ob­wohl bie Verletzung sehr schwer ist, trat ber Tob nicht sofort ein Was ben in guten Verhältnissen lebenben jungen 'Kann zu ber Verzweiflungstat getrieben hat, ist noch Nicht aufgeklärt.

Kastel, 8. April. Am hiesigen Bahnhof wurde bie 10jährige Blanka Cb ft felber von hier von einer ele­gant gefleibeten älteren Dame entführt. Die Frembe, offenbar eine Kupplerin, lockte bas hübsche Kind an sich, machte es burch Liebkosungen zutraulich unb fuhr bann mit ihm in einem Zuge in ber Richtung nach Wiesbaden ab.

Sponsheim bei Bingen. Tiefer Tage kursierte hier daS Gerücht, der Mörder des Fräulein Steimer sei in Lberwcsel verhaftet worden. Es war allerdings dort ein junger Mensch verhaftet worden, den man aber nach einigen Stunden wieder auf freien Fuß setzte, nan­dern festgestellt worden war, daß der Inhaftierte nicht der Gefugte war. Wie nun feststeht, hat letzterer sich in Langenlonsheim bei Bingerbrück eine Fahrkarte nach Mett gelöst, und ist auch am Tage nach bem Korbe nach dort abgereift.

)( Fr an kfurt a. M., 8. April. Zum FallTschäm- pel wirb uns noch mitgeteilt: Er war ein Kann in ben glänzenbsten Derhältniisen, knüpfte nach zehnjähriger Ehe cm Liebesverhältnis mit einer Jübin, ber Henriette Wagner aus Gcmünben an. Dem Verhältnis entsprang cm Kind vor etwa IV2 Zähren stellte Tschampel bas Ansinnen an feine Frau, sich von ihm scheiben zu lassen. AlS diese sich weigerte, hatte Tschampel, der in fort­gesetztem Ehebruch lebte, bie Stirn, sie auf Ehescheibung zu verklagen, mit der Begründung, daß sie ihm die ehe­liche Gemeinschaft durch 5-u, impfe.eien und Beleidigungen unmcg.mj gemacht habe. Tie Frau entschuldigte fiü) dem 0>eria/i gegenüber damit, daß man ihr unmöglich zu- muten könne, ihren KannEiigel" zu nennen, wenn er von derAnderen" kam. Dor ca. ein Jahr trennte sich 2]g,ampei von seiner Frau, ber er einen Teil ber Möbel ließ, und lebte fortan mit ber Wagner zusammen. Der ti^efü;tioungdp»ooc3 schuppte sich u.^erdeß langsam dahin. Es handelte fia* zuletzt hauptsächlich noch um bie Ali- mcntierung ber Frau nach ber Scheidung. Um sich von

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teuungen

-ufassen.

täts-Marke Automobile

Bjötnson für den PaagenvavirmvS.

,Bcrl. lagebl.' veröffentlicht einen Bries befl nor-

Politifdje Tagesschau.

A 2 bei Zesviteogesktzel.

Die dieBad. Presse^'von unterrichteter Seite"' erfährt, ist die Meldung, daß biebadischeRegierung fid für Aufhebung des 8 2 beS Jesuitengefetzes erklärt habe, völlig aus ber Luft gegriffen. Die Kreuzztg." bagegen weiß auch heute genau das Gegen­teil davon zu oericksten.

Wie wir bereits mitteilten, nimmt man in BundeS-

cha'ls-Anzuge iiijclne öo|en.

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«er Fabrikate, Steifen abgeb . Ito intiieilif1 acht

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wegischen Dichters Björnsterne sbjömfon. Der Brief ist über- schrlibenPangermanlSmuS^. In demselben heißt eS:

.Alle redjiicbafjenen Mittels bie dahin tühren tonnen, daß bie voller von germanischer Avltammung sich einander mit Ver­ständnis und Sympathie nähern tonnen, müssen und kostbar sein. Em Bündins zwischen diesen Volkern muß daS höchste Ziel der fju|]enbiiüuine in Englanb wie in Teutschlanb, in Amerika wie in Celieireid), ber Schweiz, ben Niederlanden unb Skanbmavien sein, Träume, beren Verwirklichung ber nächste große Staatsmann ger­manischer Abstammung sich zur Lebensausgade machen nmb*. Welter sührt Biornson aus: .Wenn maii nur entgegenhält, baß dies Phantasleiet lei, so erwidere ich: ,WaS ist natürlicher, bie Jnfunlt durch immer größere StoatSschulben, durch eine immer wachsende Steuerlast zu sichern.^ V. sie durch einen Bund ber be- fieunbeten Volker zu sichern, einen >8unb, ber burch seine bloße Existenz ben Weltsr»eben bringen würbe.

Am Schlüsse wendet sich der Dichter gegen die Verfolg­ungen, bie deutscherseits gegen bie Dänen in NordschleSwig geübt werden. Es falle diesen Dänen, welche deutsche Un­tertanen geworden seien, nicht ein, wieder dänisch zu werden, unb wenn eS ihnen ein fiele, so würden ihre StammeSver- wandlen nichts davon wissen wollen. Mit Rücksicht darauf feien diese Verfolgungen unnötige Quälerei.

Deutsches Deich.

Berlin, 8. April. Nach einer Londoner Depescke wirb berDaily Mail" auS Kopenhagen gemeldet, Kai­ser Wilhelm habe vor seiner Abreise bie P r i n z e s s i n W a l b e m a r aufgeforbert, ihren Gemahl bei seinem ocm- nächstigen Besuch in Berlin zu begleiten. Die Prinzessin habe bie Einlabung ausgeschlagen mit der Moti­vierung, baß sie nach Paris gehe, um ihren Later, ben Herzog von Chartres zu desuck-en. Der Kaiser habe er­widert, er werbe sie bann wohl in Paris sehen. (??) Das genannte Blatt bemerkt bazu, ber Kaiser fei zu einer Reise nach Paris burch ben unerwarteten, über­aus freundlichen Empfang fettens der dänischen Bevölker­ung ermutigt worden.

Der Kaiser bcfichtiate heute Kartons deS Malers Oettgen zu Mosaiks für die Wartburg und hörte die vor- träge des Chefs des Zivilkabinetts v. Lucanus und des Kricgsministers v. Goßler.

Nach einer Meldung aus Eisenach wird der Kaiser vom 20. bis 23. d. M. zur Jagd auf der Wartburg -ver­weilen. ,

Die Kaiserin unternahm gestern nachmittag eine Spazierfahrt nad) dem Schlosse Bellevue.

DemMagdeb. Gen.-Anz." zufolge zirkuliert das bisher unbestätigte Gerücht, König Alfons von Spanien werde demnächst dem Berliner Hofe einen Besuch abstatten und bei dieser Gelegenhett in Begleit­ung des Kaisers eine Besichtigung des 26. Infanterie-Regi­ments in Magdeburg, dessen Chef er ist, vornehmen.

Der Reichskanzler saiidte aus Sorrent ein Lelleidstelegramm an die Gattin des verstorbenen Ches- redakteurs Koebner. ...... 18

Am 30. d. M wird der hundertjährige Geburts­tag des F^ldmarschaNs Grasen Roon von der Armee festlich begangen werden. Äne große Feier findet in Gumbinnen im Füsilierregiment Graf Roon (Ostpr.) Nr. 33, ,latL__ Mehrere deutsche Beamte, bie mit Po­linnen verheiratet sind, unb zwar hauptsächlich Eisenbahnbeamte, werben, nach bem ,^annoo._ Kvur." spätestens bis zum 1. Juli aus Oppeln nach Westfalen Der setzt werden.

_L Den Bauern ins Stammbuch schreibt Karl KautSky, der maßgebende soziardemolrat sche PaneigeOhne, in 9tr. 22 betNeuen Zeu'':Bit butjen ebenso we> nig Dauern schütz wie 2 u n k er ich utz tr e i v en, dürfen in das Verhältnis zwilchen beiden Betriebsarten weder zu Gunsten der einen, noch der anderenein greisen". Im selben Attikel bezeichnet Kaulsky bie Auigabe bet tioiialbemokaten aus bem Lande als keine solche,bie geeignet ist, bie rein imuetliche Bevölkerung für uns zu begeistern."

im M 1)26.

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Iiwung ä meines lSe- Men zuver-;/ iglänscnbiJen u. Llll'kkcä. JTju

eatskreisen an, btt Entscheidung über die Aushebung beS 8 2 bes JesuttengejctzeS werbe einsnvetten ausgesetzt bleiben, lieber btt Stellung ber einzelnen Buiidesrcgier- ungen zur Frage ber Aushebung bes § 2 werden, wie man sieht, unaufhörlich widersprechende Nachrichten ver- breitet Dem ,^>amb. Storr." wurde geschrieben, nach guten Informationen sei eSnicht wahrscheinlich daß bie hessischen Stimmen im Bundesräte, bie zur Herstell­ung einer auch nur schwachen Mehrheit nötig wären, für bie Aushebung des § 2 des JesuttengesetzeS abgegeben wer­den. Das glauben auch wir. Ta aber anicheinend bie Frage bem Bunbesrate noch nicht zur Entscheidung vor­gelegt ist, haben die einzelnen Bundesreaierungen noch keine Deranlastung gehabt sich amtlich über ihre Stell­ungnahme zu äußern. Man wirb also gut tun, alle Mit­bar über vorläufig als bloße Vermutungen aus-