Erstes Blatt.
Montag 9. Märzi 903
153. Jahrgang
Der deutsche zironprinz aus Reisen.
Der deutsche Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich von streußen sind am Sonntag früh nach stürmischer Uebersahrt -an Bord der Pacht „Saphir" in Alexandrien (Egypten) ringetroffen und am Landungsplätze von dem Vertreter des ^hedioe, dem deutschen Generalkonsul in Kairo, sowie dem Gouverneur empfangen worden. In Begleitung dieser Persönlichkeiten unternahmen die Prinzen eine Wagenfahrt durch die von zahlreichen Zuschauern eingesäumten Straßen der .-tadt nach bem Bahnhofe. Gegen Mittag erfolgte die Ab- -eise zu mehrtägigem Aufenthalte nach Kairo. — Dort trafen ijie am Nachmittag ein und wurden von angesehenen Mit- Iliedern der deutschen Kolonie empfangen. Tie Prinzen be= Haden sich direkt nach dem Savoyhotel. Sie machten dann eine Rundfahrt durch die Stadt und besichtigten in Begleitung des Gefolges und des deutschen Gesandten die Sehens- rvürdigkeiten. Am Abend speisten sie allein im Savoyhotel. Heute (Montag) werden sie ofsiziell vom Khediven empfangen, fcer ihnen zu Ehren am Dienstag ein Diner gibt. Am Abend fr.nbet ein Diner in der deutschen Gesandtschaft statt.
der Regierung. Redner fordert die konfessionelle Grundlage für die Volksschulen.
Kultusminister Studt antwortet, daß er als Reffortchef alle Amtshandlungen seiner Beamten mit seiner Verantwortung decke und daß es dabei auf die Person des einzelnen Beamten nicht ankomme. Er unterschreibe es, daß cs Aufgabe der Unterrichtsoerwaltung sei, den christlichen Geist in der Volksschule zu wahren. Es seien nicht weniger als 30 000 katholische Volksschullehrer und -Lehrerinnen tätig, und in den letzten 27 Jahren seien im ganzen nur 3 bis 5 Fälle' vorgckommen, in denen Lehrer wegen eines Verstoßes gegen die Lehre der katholischen Kirche moniert werden mußten. Mit der Frage der konfessionellen Friedhöfe habe sich schon sein Amtsvorgäng'cr beschäftigt. Alle beteiligten Kommunal- und kirchlichen Behörden der Rheinprooinz seien der Ansicht, daß durch eine konfessionelle Trennung der Friedhöfe der konfessionelle Friede gestört werde.
Abg. Dr. Porsch (Ztr.) führt au5, die Kirche bekämpfe nicht die konfeffionelle, sondern die paritätische Voltsschule. Die katholische Kirche umfasse nicht ein Volk oder einen Staat, sondern sie umspanne die Welt und werde bestehen bis ans Ende aller Tage. Deshalb lebe sie nach allgemeinen Grundsätzen, die teils unabänderlich für alle Zeiten und Orte bestimmt seien, teils aber auch ratione temporum et locorum geändert werden könnten. Unabänderlich sei ihre Stellung zu den paritätischen Schulen. Heute handele es sich nicht so sehr um einen Kampf der katholischen und evangelischen Konfession, sondern um den Kampf des Glaubens
Politische Tagesschau.
Eine württembergische Thronfolge-Frage
bringt der ,Reichsbote" zur Diskussion. Das Recht der Tronfolge ist bekanntlich nach dem Ableben des Herzogs Nikolaus an die katholische Seitenlinie des Hauses Württemberg (Herzog Philipp, beziehungsweise Albrecht) über- gegangen. Um nun zu verhindern, daß der jetzige König einen katholischen Nachfolger erhalte, schlägt das genannte konservative Blatt vor, die Thronfolge in deutschen Monarchien dahin zu ergänzen, daß die Krone eventuell auch auf regierungsfähige Enkel der direkten Linie übergehen könne. Als eventuelle Nachfolger hat das Blatt also die Sühne der einzigen Tochter des Königs Wühelm II., Prinzessin Pauline, im Auge, welche mit dem Erbprinzen Friedrich von Wied vermählt ist. Die Bevölkerung Württembergs ist zu drei Vierteln protestantisch, würde also eine derartige Aenderung der Thronfolge wohl gern gutheißen. Sie kann jedoch nur erfolgen, wenn nicht bloß die gesetzgebenden Faktoren, sondern auch die nächsten Agnaten des Königs zustimmen. Und das darf wohl als ausgeschloffen gelten.
Zur Ehescheidungsklage der Frau des osterr. Abg. K. H. Wolf schreibt dem „Grazer Tagbl." eine mit den Familienverhält- niffen Wolfs vertraute Persönlichkeit folgendes: Die Ehe Wolfs war von Anfang an mcht glücklich, da die Frau die für die Führung eines geregelten Haushaltes nötigen Eigenschaften nicht besaß. Schon im ersten Jahre der Ehe führten Mtß- hclligkeiten zu einer kurzen Trennung der Ehegatten. Erst die Geburt des ersten KindeS stellte den häuslichen Frieden wieder her. Als dieses Kind ungefähr zwei Jahre alt war, hatte Wolf Vcranlaffung, eine Scheidung der Ehe anzustreben. Dringende Bitten und Rücksichten auf das Kind bewogen ihn damals, das Zusammenleben mit der Frau wieder aufzunehmen. Vor ungefähr 2‘/Ä Jahren entroicfeltenen sich Beziehungen zwischen Frau Wolf und den Abg. Schönerer unb Stein. Frau Wolf korrespondierte mit diesen noch zu einer Zeit, als sich Schönerer bereits als erbitterter Feind Wolfs gezeigt hatte. Auf die Heimlichkeit des Briefwechsels weist der Uniftanb hin, baß sich Schönerer einmal zur Be- sörberung eines Briefes eines Kuverts bebiente, bas bie Abreffe Frau Wolf mit verstellter Hanbschrift trug unb ein vier Seiten langes Schreiben Schönerers enthielt. Gegen den Willen Wolfs setzte dessen Frau die Verbindung mit Schönerer fort. Dieses Verhalten, das zum Teile auf den Einfluß persönlicher Feinde Wolfs, zum Teile auf einer gewissen Ueberspanntheit der Frau Wolf beruht, führte zur vollständigen Entfremdung der beiden Ehegatten. Wenn die Schönerersche Presse behauptet, daß der Gatte die Frau roh beschimpfte oder mißhandelt habe, so ist dies für jeden Kenner der Verhältnisse vollkommen unglaubhaft. Die Art der Veröffentlichung der Ehescheidungsklage im „Trautenauer Wochenbl.", das seinerzeit auch die Schrift über den Fall Seidl auf Veranlassung der Schönererschen Abgeordneten zuerst veröffentlicht hat, weist auf dieselbe Quelle der nunmehrigen Veröffentlichung hin, zumal die Veröffentlichung in der Nummer von 2. März erfolgte, wo die Klage kaum überreicht, jedenfalls aber dem Abg. Wolf noch nicht zugestellt war. Uebrigens weist die Tatsache, daß Frau Wolf den Rechtsanwalt Dr. Förster, •einen Anhänger Schönerers, zu ihrem Vertreter wählte, darauf hin, daß die Klage weniger Privatinteressen der Frau, als vielmehr politischen Wünschen Schönerers entspricht.
herabdrücken wolle, die unter polizeilicher Aufsicht stehen. — Minister Dr. Studt erwidert, der Unterschied zwischen den katholischen und evangelischen Krankenpflegevereiliigungen liege in der Organisation. Die Katholiken seien gar nicht gehindert, ganz Berlin z. B. mit einem Netz privater katholischer Krankenpflegevereine zu umziehen. — Abg. Dr. Sattler (natl.) meint, Herr Paasch sei unfähig, die katholischen Prinzipien in ihrer ganzen Starrheit zu erfassen. Auch seine, Redners, Freunde seien für die konfessionelle Trennung der Volksschulen, aber von dieser Regel könne man abgehen, wenn es sich um Gegenden handele, in denen die verschiedenen Konfeffionen so feindlich mit einander lebten, wie das dem Abg. Paasch in seiner Jugend vergönnt gewesen zu sein scheine. Die Redner des Zentrums hätten sich, so betont Redner weiter, über Zurücksetzung beklagt, der Eindruck im Volke sei aber ein ganz anderer. Ta herrsche die Ueber- zeugung, daß das Zentrum sogar für das Zustandekommen des Zo lltarifs noch einTrinkgeld bekommen habe. Er warne die Regierung, zu roeit vor der Hierarchie zurückzuweichen, denn dabei komme man schließlich an eine Stelle, wo man in den Abgrund stürze. Schluß 41/, Uhr.
Preußisches Abgeordnetenhaus.
38. Sitzung vom 7. März.
Abg. Dauzenberg (Ztr.) geht auf die Korum- Effäre ein. In der Schulpolitik sei man nicht vorwärts, somdern seit Jahren rückwärts gegangen. Das Zentrum, das trman im Reiche brauche, werde in Preußen umso schlechter ^handelt. Nach innen sei in dem 9)iiniftenum für die Unterrichts- und geistlichen Angelegenheiten kein Katholik rwrhanden. Allgemein sei die Tendenz, die Katholiken zu lirnden und zu knechten, den Evangelischen dagegen unbc= s-hränkte Freiheit zu gewähren. Das sei die Parität im Sinuc
Staatsbürger zu genügen, dem Jesuiten g es etz, das
katholischen preußischen
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an. daß in Folge bet . die ganze Bcrhand- oen hat. Sclbit Herr
Herzen, «Brotzr töt ihren mirllichen - Med der Uniucrjiiät chte Enklave ani üam ?, wenn man die Schuld . Nur der Bischof war Daß Fürst Wmarä at, ist richtig, aber ich Haüeh fflim bet Nachwar. Ter gcroähne 'ebner betlicie bie be» i der Kurie ju buk
Konflikten, dc-haÜ> Men.
AWanzlu genannt. Bchrern W ler" aU Bormrs an« nen gar nicht gelesen. x es gethM hm. Boi bi einfach absetzen, daß Geheimatb Ml agen habe, der sich flM
wie es in den M
ichr Msen.ct iu machen.
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Etat de- "llg itär-Etat.
erlichen
Das gelte auch von _ . heute kaum noch ein
anständiger Mensch aufrechterhalten sehen wolle. Sein tiefstes Bedauern müsse er im Namen seiner Glaubensgenossen aussprechen über die Erklärung des Ministers, daß an eine Aenderung der Bestimmungen über die Zulassung katholischer Krankenpflcgeorden nicht zu denken sei. Fast scheine es, als wenn man die katholische Kirche auf eine Stufe mit denen
Kejfischer Kaudetskttmmcltug.
Mainz, 8. März.
Unter dem Dorsch des Geheimrat St. C. Michel tagte heute im Stadtveroronetensaal der hessische Handelskammertag. Als Vertreter der Regierung waren Regierungsrat Wagner und Mimsterialsekretär Mathias erschienen. Rach der Mitteilung des Vorsitzenden wurden von den Land* ständen für die Bestreitung der Kosten des Handelskammertags ein jährlicher Beitrag von 500 Mk. bewilligt. Zu den auf der Tagesordnung der Vollversammlung des deutschen Handelstages am 18. und 19. März stehenden Gegenständen soll der Handelskammertag Stellung nehmen. Ueber „Handelsverträge" referierte Sekretär M e es- mann. In der Hauptsache sollen langfristige Handelsverträge, die mindestens eine Tauer von 12 Jahren umfassen, gewünscht werden, außerdem Tarifverträge mit vielen gebundenen Sätzen, Wiedereinführung oer Meistbegünftig- ungstlauseln uno Beseitigung der Turchsuhrzölle und Unter- scheidungvzölle. Ermäßigung der Gebühren für die Ur- sprungscrzeugnisse, Schutz des gewerblichen Eigentums, Kunst und Literatur. Günstige Verträge konnten nur dann abgeschlossen werden, wenn die Wünsche der Interessenten gehört und die Reichsregierung fortlaufend bei den ein- Seinen Sätzen Sachoirsandige z-r Beratung zuziehe. Kom- merzienrar Baruch-Worms erklärte, daß feine Handelskammer für iQngfufngc Handelsoenräge sei, prinzipiell aber die Meistbegünstigungsverträge ablehne. Nachdem noch die Herren Schloß machet uno Geheimrat.Michel zu der ^ache gesprochen, wurden die Vorschläge des Referenten unter Wahrung des Standpunktes oer Wormser Kammer gutgeherßen. Ueber die „Abgrenzung des Handwerks" sprach ~ refror Ti11mar. Es seien in Hessen bisher nou) keine l chwerden über bie Toppelbesteuerung zur Handwerks.' . . . . d Handelskammer geltend gemacht
wordL.i.^ E'S -o .. c . cwg..oartet werden, welche
Deschlüs.e Jir _* -< . .mme-riag fasse. Regier-
uugsrat Wagner h.er^u, daß in Hessen die Be-
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und t*2Vlu “ei **!&&«*
Kustnnö.
London, 7. Marz. W.e aus Kapstadt gemeldet wird, ist Pastor Broekhuysen, der im transvaalischen Volksraad vor dem Kriege das letzte Gebet sprach, in Worcester (A'apkmome) des Hochverrates angiklitgl worden Er soll für Krüger und Steijn als Präsidenten gebetet und gesagt haben, die Konvention von Bereeniging sei nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben ist.
R o m, 8. März. Ter P a p st erklärte trotz Bitten des Leibarztes Lapponi, er möge sich schonen, er befinde sich wohl und könne seine Pflichten nicht vernachlässigen und daher die Gläubigen, die aus der Ferne gekommen seien, ihm zu huldigen, nicht länger warten lassen. Infolgedessen wurden heute mittag im Thronsaale gegen 5000 Pilger von Deutschland, Oesterreich und Belgin empfangen. Ansprachen wurden nicht gehalten. Die Pilger zogen beim Papst, der lebhaft begrüßt den Segen erteilte, vorüber. Dem Empfange wohnten die Kärdinäle Fürsterzbischof Gruscha und Fürstbischof Kopp bei.
Newyork, 8. März. Während die diplomatischen Verhandlungen glatt fortschreiten, lauten die Nachrichten aus Venezuela alarmierend. Die Jnsurr^k.ion schreitet fort Die Kaufleute sind unvermögend, die Zollaufschläge zu bezahlen. Präsident Castro ist außer stände, den Kongreß einzuberufen, weil eine beschlußfähige Versa mm- lang ausgeschlossen ist.
Tanger, 8. März. Nach einem Briefe vorn 27. Febr. ist der Prätendent mit ungefähr 40 Anhängern bei der Zerstörung von Ain-Mediuna entkommen unb in das Senatiagebirge geflüchtet. Am Ende einer am 1. März auf dem Wege nach dem Riss abgchaltenen Beratung beleidigte der Prätendent einen der Anführer, welcher ihn darauf zu Boden schlug, indem er ihm vorwarf, er fei an allem Unheil, dessen Opfer bie Stämme im Norden geworden feien, schuld. Die übrigen Anwesenden halfen bei der Fesselung des Prätendenten. Cs wurde ein Dole nach dem fünf Stunden entfernten Lager des Kriegsministers gesandt, um die Gefangennahme des Prätendenten zu verkünden. Dem Kriegsminister wurden Geiseln gestellt, um die Auslieferung des Prätenbenten innerhalb vier Tagen zu verbürgen.
Washington, 8. März. Präsident Roosevelt übermittelte Speck o. Sternburg die Antwort auf den Vorschlag des deutschen Kaisers, die Enthüllung des Standbildes Friedrichs des Großen bis 1904 zu verschieben. Der Präsident erklärte sich mit dem Wunsche einverstanden und fügte hinzu, es werde 1904, wo der Bau der Kriegsschule weiter vorgeschritten sei, möglich 'ein, die Zeremonie der Uebergabc nut einer Feierlichkeit zu begehen, welche der Würde des Geschenkgebers unb bem Werte bes Geschenkes entspräche.
MS
Deutsches Deich.
Berlin, 8. März. Aus Bremen wirb vom 7. März gemelbet: Ter Kaiser unb ber Großherzog von Olben- vurg begaben sich heute früh, begleitet vom Generalbirektor bes Norddeutschen Lloyds, Tr. Wiegand, nach Bremerhaven unb fuhren ohne Aufenthalt nach Bremen weiter. Auf bem Bahnhofe waren ber Bürgermeister Pauli unb Senator Marcus zur Begrüßung erschienen. Außer bem Gefolge bes Kaisers unb bes Großherzogs waren auch ber Reichskanzler Graf Bülow unb Minister Bubbe zugegen. Nach allgemeiner Begrüßung unb Vorstellung erfolgte bie Abfahrt nack, bem Ratskeller, wo im Senatorenzimmer bas Frühstück bes Senats stattsanb. Tie Abfahrt vom Ratskeller zum Bahnhof erfolgte um 1 Uhr nachmittags. Ter Kaiser trat sofort bie Rückreise nach Berlin an.
— In ber Sitzung bes elsaß-lothringischen Lanbes-Aus- schusses am 3. März erklärte auf eine Anfrage bes Abg. Ditsch wegen Aenberung der Santi e5b ter fteuer, per Unter- ftaatssekretär v. Schraut, daß eine Aenderung der Landes- bierfreuer nicht empfehlenswert ist, weit eine Reichsbier- steuer in naher Aussicht stehe.
— Ein großer Steuerausfall erschüttert in biefem Jahre den Haushalt der Stadt Essen, da Frau Krupp ihr Einkommen nur auf 13 bis 14 Millione n eingejc ;t hat, während :öerr Krupp in den letzten Jahren 22 j.1; Hin betlarucrte. Tie Abnahme des Einkommens u auch den hohen Stiftungen (4 Millionen für
v:c ViH Üitzerungslasien und WvhlfahrtSeinrichtungen, 1 Mil
lion für bie Stabt Essen) und den bedeutenden Legaten Krupps an einzelne ihm nahestehende Personen zuzu- schreiben. Krupp zahlte in den letzten Jahren über eine Million Mark an Steuern.
Trier, 8. März. Tie Zurücknahme des Korum- schen Publikandums erfolgte mit der Verkündigung, daß die preußische Regierung wegen Abhilfe der Beschwerden der Trierer Katholiken sich mit dem Papst geeinigt hätte.
Dresden, 8. März. Zuverlässig verlautet, daß die sächsische Regierung den Plan einer Personentarifreform, die Sachsen im deutschen Eisenbahnverkehr völlig isolieren würde, unb im ganzen Lande bei Handel unb Industrie, Handwerk uno Arbeiterschaft auf Widerstand gefloßen ist, fallen lassen wird.
Nr. 57
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Dem «Siebener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kesstsche» Landwirt die Siebener Familien- blätter viermal in der Woche bcigelegL
Rotationsdruck il Verlag bei Brüh l'schen Untverl.-Buch- u.Etetn- bruefetei «Bietsch Erden) btcOafnon, Eroeduio« und Druckerei;
Lchulstrabe 7.
Kdrelle tüt Depeschent Anzeiger «letzen.
AernlprrchanlLlußNr 51
gegen den Unglauben, der sich immer tiefer in die breiten Massen deS Volkes hineinfreffe. Es müsse dafür gesorgt werden, daß auch den Kindern der höheren Schulen die Religion erhalten bleibe. Mit der Aufrechterhaltung der Reste der Kulturkampfgesetzgebung be- finbe sich die Regierung zwischen zwei Feuern, indem die katholische Bevölkerung diese Reste lästig finbe unb bie andere jedes Aufgeben eines Teiles dieser Reste als eine Konzession an die Kurie verurteile. Es handele sich aber nicht um Konzessionen an die Kurie, sondern barum, ben gerechten Forberungen ber
Gietzener Anzeiger»
™ General-Anzeiger " ST
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen NV
—— zetgenteil HonS Beck.


