bruderet (Pietsch Gruben)
Nie Heutige Kummer umfaßt 10 Seite».
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Schnlstrabe ?• Adresse für Depeschenr A«-etger Vietze«. Kerniprechanschluß Nr. 51,
geschrieben wird, einen derartige Vertrag, daß sie den Sozialdemokraten Brömel wählten, wenn die Sozialdemokraten m Pyritz den Pfarrer Krösell wählten, nicht geschloffen. Daß Stargarder Juden den Antisemiten gewählt hätten, soll nicht z« beweisen sein. Die Juden zu Pyritz sollen für den Gegenkandidaten des Antisemiten eingetreten sein. Die Zuschrift an uns fährt dann wörtlich fort: ,Es mag wohl bei uns hier und da ein verärgerter und urteilsloser Antisemit sich bei der Stichwahl so weit verirrt haben, daß er seiner vaterländischen Gesinnung zum Trotz sozialdemokratisch wählte; der Partei als solcher darf dieser Vorwurf nicht gemacht werden. In Alsfeld und Lauterbach haben notorisch die Sozialdemokraten Mann für Mann den Nationalliberalen gewählt. Sollten wir da nun von einem Wahlbündnis reden? Solches ohne Beweis zu tun, wäre eine Verleumdung \
render deutscher Berichte aus Ostasien ist also noch kein Beweis, daß ein Grund zur Beunruhigung nicht vorhanden ist. Und was hat es vor allem mit den Pekinger Mitteib- ungen einer russischen Gouvernementszeitung auf sich, wonach die Gesandtschaften in Peking abermals Vorbereitungen für etwaige Zwischenfalle treffen, die Gesandtschaften beinahe armierten Festungen gleichen? Ist auch hierüber in .unserem Auswärtigen Amte nichts eingegangen? Ist etwas bek, * c ' 1 " - *
DMische Tagesschau.
Der Stand und Beruf der Neichstagsmitglieder.
Die von uns in Nr. 252 gegebene Uebersicht über Stand «nd Beruf der neuen Abgeordneten sei noch in einigen Punkten ergänzt:
Don einem Wahlkuhhandel.
Am 30. Ium brachten wir die Berliner Blättern entlehnte Nachricht, daß der antisemitische Pfarrer Krösell in Pyritz in der Stichwahl mit Hülfe der Sozialdemokraten gewählt worden und daß die Stargarder Juden für ihn gestimmt hätten. Jetzt teilt man unß auf Grund , genauer Erkundigungen" mit, daß diese Nachricht falsch gewesen sei. Die Sozialdemokraten des Pyritzer Wahlkreises sollen aus Stettin die Parole erhalten haben, nicht für Pfarrer Krösell e'mzutreten.; dies soll am Abend vor der Stichwahl in Stargard von einem sozialdemokratischen Führer unter Vorzeigen deS betr. Schreibens aus Stettin konstatiert worden sein. Pfarrer Kr. versichert, daß er keinerlei Verbindung mit irgend einem Sozialdemokraten oder dessen Partei hat. Die Stettiner Ortsgruppe des deutschen Volksbundes habe, wie uns weiter
Gießens zukünftige Theaterverhältnifse. L
Gießen, den 8. Juli 1903.
Der Theaterverein hielt gestern abend im Gesell» schaftshause seine Generalversammlung ab. Sie war, * nahmsweise, verhältnismäßig stark besucht, waren doch von ' den 301 Mitgliedern, die der Verein hat (entgegen 236 im ' Vorjahre), 14 Mitglieder erschienen! Sonst pflegten sich näm- ' lich die Generalversammlungen innerhalb des allerengsten Vorstandes abzuspielen. Diesmal aber hatte ein Punkt der Tagesordnung, die Frage derErrichtung eines Theaters, doch einige Zugkraft befeffem Prof. Dr. Fromme, der Vorsitzende, gab einen Rückblick auf das verfloffene Vereinsjahr und einen Ausblick ins kommende, der recht erfreulich ist. Der mit dem 1. Oktober hier antretende neue Direktor Steingötter hat, wie ja bekannt, vorläufig auf ein Jahr lautende Verträge mit den Städten und den Theatervereinen Gießen und Marburg abgeschloffen, denen zufolge er hier in jeder Woche im Winter drei, in Marburg zwei Vorstellungen geben wird. Im Sommer wird er das Kurtheater in Bad Nauheim leiten; dort lautet sein Vertrag aus 5 Jahre. Er wird dort laut Abmachung zwischen dem 15. Juni und 15. August auch Operettenvorstellungen geben und etwa 6 mal während dieser Zeit auch Gastvorstellungen hier veranstalten. Die Theatervereine hier und in Marburg zahlen ihnr pro Jahr je 3000 Mk. Dafür haben wir wie bisher wieder sechs sog. Theatervereinsvorstellungen, Marburg deren fünf. Die Spieltage in Gießen sind in der Woche Dienstag und Freitag. Am Sonntag wird alle drei Wochen in Marburg gespielt, sonst in Gießen. Ferner finden hier im Laufe der' Spielzeit 12, in Marburg 6 Volksvorstellungen statt. Die' Höchstzahl der jährlichen Vorstellungen hier ist 90, von denen auch je 6 für Kinder und zu halben Preisen stattfinden und 48 Abonnementsvorstellungen sind. Eß wird außerdem ein Tagesabonnement eröffnet werden, sodaß man sich z. A. auf die Dienstags- oder Freitags- oder Sonntagsvorstellungen abonnieren kann. Auch sog. »Dutzend"-BilletS werden zur Ausgabe gelangen, b. h. 20 Vorstellungen umfassende Abonnements, bei denen sich der Sperrsitzplatz auf 1,60 Mk. stellen wird. DaS Tagesabonnement für einen Sperrsitzplatz wird 20 Mk. kosten, d. h. 1,25 Mk. für die Vorstellung. Wer gelegentlich verhindert ist, zu seinem festen Theaterabend zn erscheinen, kann durch Lösung eines Bons von 25 Pfg. auch an einem anderen Theaterabend erscheinen. Die Mitglieder des Theater-Vereins erhalten aus das Tagesabonnement einen Nachlaß von 8 pCt., sodaß sich also für sie der Preis eines Sperrsitzes auf ca. 1,15 Mk. stellt. Der Direktor hat bi« Verpflichtung, 24 Mitglieder zu engagieren und zwar 14 Herren und 10 Damen. Es ist anzunehmen, daß namentlich angesichts des Jahresengagements wir ein recht tüchtiges Künstlerensemble erhalten werden.
Der Theaterverein hat im verfloffenen Jahre für manche Verbesserungen in unserem alten Theatersaale Sorge getragen, die ja allgemein bekannt und anerkannt find. Nun hat man bereits vor mehreren Wochen erfahren, daß der Pächter des TheatersaaleS, Noll, von der staatlichen Polizei aus Gründen der öffdntlichen Sicherheit den Aufttag erhalten hat, eine Reihe von sehr wesentlichen Aenderungen in dem Theatersaale auszuführen. Es ist ihm u» A. aufgegeben worden, statt der bisherigen festen Sitze Klappsitze einzurichten, die Beleuchtung anders zu gestalten, NotauSgänge herzustellen, in den Raumen hinter der Bühne mannigfache Sicherheitsmaßregeln zu treffen re. Herr Noll wie Herr Schwan, der Besitzer des Theatersaales, haben, was ja bereits allgemein bekannt ist, sich dahin geäußert, daß sie gänzlich außer lande sind, diese Aenderungen sämtlich vorzunehmen. So weit es ihm möglich, wolle Herr Schwan allerdings für Umbauten Sorge tragen, diese könnten sich aber nur auf einen Teil der aufgegebenen Maßregeln ersttecken. Es ist nun die Frage, ob die nächste Theatersaison, wenn die Polizei einerseits und die Herren Schwan und Noll andererseits auf ihrem Standpunkte beharren, überhaupt zu Stande kommen kann. Es ist weiterhin bekannt geworden, daß Herr Noll gegen die polizeiliche Anordnung bereits Rekurs eingelegt hat, und es wurde gestern auch die Kompetenzfrage erörtert. Der Vorsitzende aber wurde beauftragt, an zuständiger Stelle eine Einschränkung bc^ Anordnungen nachzusuchen.
Die Ausschußwahl ging glatt von statten. Auf Vorschlag von Dr. Heuser wurde der bisherige Ausschuß, bestehend aus den Herren Prof. Dr. F r o m m e, Kommerzienräten Heichelheim und Gail, Challier, Haubach, Kirch und Balser, wiedergewählt. Er hat aus sich heraus
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attonalliberalen und der
den Vorstand zu wählen (Vorsitzenden, Kassierer und Schriftführer) und sich durch mindestens weitere vier Mitglieder 31t ergänzen.
Vorher war von Herrn Challier der Kassenbericht er» stattet worden, aus dem wir morgen noch einige Zahlen mitteilen werden. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt.
Zum Schlüsse wurde die Theaterbausrage eingehend besprochen, durch mannigfache Anregungen nicht unwesentlich
russischen Quelle, die amerikanische Nffandtschaft ___
Hülse nach Washington gewandt und die Forderung durch sehr gewichtige Gründe unterstützt habe? Es ist zu wünschen, daß unser Auswärtiges Antt möglichst bald die Sachlage klarstellt auf Grund von unmittelbar bei der deutschen Gesandtschaft in Peking eingezogenen Erkundigungen. Leicht zu nehmen wäre jedenfalls ein Wiederaufleben der ftemden- feindlichen Bewegung in China nicht. Die chinesische Regierung ist erfahrungsgemäß ziemlich machtlos gegen solche Volksbewegung, wenn sie rächt gar diese im Stillen unterstützt, ein Verdacht, der nach den Lehren der Vergaugenhett nicht ohne weiteres von der Hand gewiesen werden kann. Es trifft sich gut, daß heute einer der besten Chinakenner, General von Han necken, langjähriger deutscher Instrukteur der chinesischen Armee, aus Tientsin hier angekommen ist. Auch von diesem zuverlässigen Gewährsmann werden unsere amtlichen Stellen Information über die Lage im fernen Osten erhalten haben. Nach der „Times" befindet sich die russische Regierung in unbehaglicher Stimmung infolge der Berichte aus Ostasien, und wenn der amerikanische Flottenchef in Ostasien, Evans, in einem langen Bericht den Ernst der inneren Lage in China schildert, so ist dies ebenfalls ein nicht unterschätzendes An-eichen.
Nr. 157 trfftetttt täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Kamillen' blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck a. ©er
griffe. In einem neuen nach Berlin, Petersburg, Wien und Paris gerichteten Rundschreiben giebt die Pforte an, wer für den gegenwärtigen Zustand verantwortlich ist und bestreitet, daß Bulgarien friedlich gesinnt sei.
Während Kunst und Wissenschaft im neuenReichstage /o gut wie gar nicht vertreten lern werden, gehören fünf seiner Mitglieder dem Stande der Schullehrer an. Je ein Gym- nasialorofefsor ist in den Reihen der Nationalliberalen und freisinnigen Volkspartei, letztere tzähtt auch einen Gemeindeschulrektor zu ihren Mitgliedern, im Zentrum sitzen noch ein Reallehrer (Dr. Heim) und ein Volksschullehrer (Sittart). Stattlich vertreten sind dagegen I n d u st r i e und Handel. Sieben Kommerzicn- räte in der narionalliberalen Partei, die überhaupt in dieser Hinsicht die stärkste Vertretung aufweist, repräsentieren verschiedene Zweige der Großindustrie und des Großhandels. Außerdem sind in dieser Partei 1 Fabrikdirektor, ein Kupferwerksbesitzer, 1 Fabrikant, 1 Weingroßhändler, 2 Kaufleute, zusammen 13. Die weitaus stärkste Vertretung des Kleinhandels und der Kleinindustrie zeigt dagegen die sozialdemokratische Partei. Unter ihren Mitgliedern finden wir 6 Zigarrenfabrikanten, 1 Fabrikanten, 2 Kaufleute, 1 Buchhändler, 2 Geschäftsführer, 1 Kassierer und 1 Buchhalter, zusammen 14. Im Zentrum sitzen 1 Brauereibesitzer, 1 Ziegeleibesitzer, 1 Mühlenbesitzer und 2 Kaufleute, zusammen 5. Die freisinnige V 0 l k s p a r t e i zählt 2 Fabrikanten und 1 Kaufmann, zusammen 3. Die Elsäsier 2 Fabrikbesitzer und 1 Brauereibesitzer, zusammen 3. Tie Reichspatte: 1 Fabrikanten; die Polen 1 Fabrik» oirektor; die Deutsche Volkspartei und die Antisemiten je 1 Kaufmann, die letztere auch 1 Apotheker. Endlich finden wir noch in der freisinnigen Bereinigung je 1 Bankdirektor. Brauereidirektor und Fabrikanten Im ganzen Reichstag sind demnach 46 Vertreter von Handel und Industrie, gegen 58 im bisherigen Reichstage.
Krieg i« Hstastrn?
Der Londoner „Standard" meß)et ans Tientsin, t»«i dortigen russischen Kreisen herrsche die Meinung, dah der Ausbruch von Feindseligkeiten irn fernen Osten unvermeidlich wäre. Es lägen MeLungen vor, daß Japan mobil mache. Demgegenüber erfährt man aus Berlin, daß nach dort an gut unterrichteter Stelle ein- Sigenen Jnfomrationeu amtliche Meldungen über eine pi.tzmtg der Verhälttnsse im Osten nicht eingegangen seien. Es würde dies unbedingt geschehen feüt, wenn die Lage sich so gestaltet hätte, wie die englische Meldung besagt.
Trotz dieser inspirierten Beschwichttgungsnvte kann doch etwas Wahres au der Sache sein. Man wird sich erinnern, daß vor dem Ausbruchs der Wirren in China und während des Verlaufs desselben gerade die amttiche deutsche Berichterstattung wenig prompt funktionierte. Damals eüte die englische Presse mit allen Hiobsposten voraus, die sich leider nur zu sehr bestätigten. Vollends versagte der Dienst der mit großen Kosten ins Leben gerufenen ^.Nachrichten- expedition" des Flottenvereins. Das Ausbleiben alarmie-
Kine Aede des Kardinals Aischer.
Köln, 7. Infi.
Bei dem Festmahl das dem Kardinal-Erzbischof Dr. Fischer zn Ehren heute nachmittag von der Bürgerschaft gegeben wurde, antwortete dieser auf eine Ansprache des Abg. Roer en mit einer Rede, die mit einem Hoch auf den Papst und den Kaiser schloß. Nach der,Mlln. Volksztg." hatte sie folgenden Wvrttaut:
„Wenn ich heute das Wort ergreife, so tue ich dies mit sehr gemischten Gefühlen. Liegt doch eine von den Majestäten, der das erste Hoch gelten soll, von einer gefährlichen Krankhett schwer getroffen darnieder. Die ganze gesittete Welt nimmt Antell an diesem Geschick des Heiligen Vaters, unseres Oberhirten, und gewiß als einer der ersten unter allen Monarchen des Erdreiches unser erhabener Kaiser und König, der in einem innigen Verhältnis zu unserem Heiligen Vater steht. Aus dem Munde des Kaisers selb^ habe ich es vernommen, wie sehr er den Heiligen Vater schätzt, und der Hellige Vater hat mir verschiedene Male gesagt, daß er unfern Kaiser hoch ehre, ja bewundere. Er sagte mir noch vor Einigen Tagen: „Qe vous prie d'exprimer ma f.incere v6n6ration, traut Prosond sentiment et mon amitie vers votre empereur." Wie schbn, wie erbebend war das untrügliche Zusammenwirken zwischen Papst und Kaiser! Wie schön war das Zusammentteffen dieser beiden Herrscher vor einigen Wochen. ES war ein weltgeschichtlicher Moment. Wenn der Papst und der Kaiser auch in mancher Beziehung verschieden sind, so müssen wir bei diesen doch die Kon geniaiität anerkennen, in der sie in ihrem Schaffenseifer auf allen Gebieten des Lebens zusammenwirken. Dieses Zusammenwirken der beiden größten Herrscher der Zetztzett auf den Gebieten des Geistes und der Macht ist um so wichttger, als der Geist der Verneinung, der Zerstörung und des llmsttrrzes auch in unsrem Vaterlande weitere Verbreitung gefunden hat. Da ut es not, daß alle staatserhattenden Kräfte sich ^xv ammenschließen, und daß diejenigen, die berufen sind, cm der Spitze zn stehen, die Geister zu leiten und das Schwert zu führen, zusammen arbeiten zum Wohle des Bater- andes und zum Schutze der Gerechtigkeit. Da ist es nötig, >aß beide Gewalten sich begegnen, wie wir es jüngst ge- ehen haben bei der Zusammenkunft zwischen Papst und iniser .Möge Gottes Borsehurcg das Leben und Schaffen der beiden Herrscher noch lange erhallen. Ich spreche aus >em Herzen und aus der Gesinnung unseres Kaisers, wenn ich heute namenttich den Wunsch äußere, daß Gott den Heiliger: Vater trotz seines hohen Alters noch lange erhallen möge in der bisherigen geistigen Frische und Schaffenskraft, nicht nur zum Wohle der katholischen Kirche, sondern auch zum Wohle der ge) amten Menschheit. Papst und Kaiser leben hoch!"
Kirche und Schnle.
Köln, 6. Juli. Die jüngste fJtunrmet des „Kirchl. Anz. für die Erzdiözese Köln" enthält einen Erlaß des Erzbischofs Dr. Fischer, in dem den Pfarrern sowie den llirchenvorständen der Erzdiözese die Einfachheit und 'das Mahhaltcn bei kirchlichen Baute:: ans Herz gelegt wird.
Ausland.
Wien, 7. Juli. Der Kaiser richtete an den Ministerpräsidenten v. Körber ein Haildschreiben, in dem er sagt, daß er nach eingehender Prüfung der Gründe des G^samt- mmisterimns De:nission anzunehmen nicht vermag, trotz der Schw^rigketten, die die Lage beherrschen. Gr bedürfe vielmehr seiner überaus wertvollen Dienste cn:ch fernerhin, gedenkt seiner vielfachen bisherigen Verdienste mit Dank und Anerkennung und zählt auf seinen erprobten Patriotismus und versicherte ihn seines fortdauernden vollen Vertrauens. Minister Nezek aber erklärte, daß er auf seiner Demission verharre.
Konstantinopel, 7. Juli. Für die bulgarischen Bestellungen in Westeuropa auf Konserven, Munition und Uniformtra^ ist als Lieferungs-Termin der 15. Juli alten Stils (28. Juli n. St.) und Sie Lieferung selbst im Hafen Varna oder Burgas via Rußland abgemacht. — Einer Belgrader Depesche zufolge bezeichllen Meldungen aus Mt- Seibien und Mazedonien die dortige Lage als sehr ernst und zwar wegen der großen Anfregrlng, die unter den an- gesammelten türkischen Truppen herrscht. I:: Mt-Serbien find an 150 000 Soldaten versamn^lt, tvährend in allen Kasernen und sonstigen Lagen: hu besten Falle für 8 Bataillone Raum vorhanden ist. Auf der Pforte verlaittet, Bulgarien bereite ein Ultimatum vor. Die Vertreter der Grvßnnich'te, die nunmehr sehen, daß nach Einführung der sog. Reformen der Zustand in Mazedonien schlechter ist als früher, begnügen sich mit Erteilung von Ratschlägen und Uenncibcn hier lme dort energische Mn-
Zweites Blatt. 153. Jahrgang Mittwoch 8. Juli, »og
Gießener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt fiir den Kreis Eiehen ZWZ
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