Ausgabe 
8.6.1903 Viertes Blatt
 
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Montag 8. Jnni 1903

153. Jahrgang

Zweites Blatt.

Ale heutige Kummer umfaßt 10 Seiten.

Wahl-Bewegung.

ed>nlflr*6t r.

Ubrcfle für Level eben r «u-etgcr «letzen. ^trnh)rrd)an1d)lu6 Nr 5L

-b- Burkhards, 6. Juni. Im Hamz'schen Saale hielt gestern abend KreiSrat Dr. Wal lau auS Lauterbach [ J eine Wählerversammlung ab, die, trotzdem die fieute - mit landwirtschaftlichen Arbeiten gegenwärtig sehr belastet ' Bürgermeister Klein eröffnete die Ver­

sammlung, worauf Dr. Wallau das Wort ergriff. In etwa zweistündiger Rede entwickelte er sein Programm und be­sprach u. a. den Caprivi'schen Zolltarif, und den neuen, gegen den Abg. Bindewald gestimmt und seine Wähler hinterS Licht geführt hat. Der Redner verbreitete sich sodann über daS Viehseuchegesetz, indem er strenge Hand­habung von Sperrmaßregeln bei drohenden Seuchen empfahl. Bei Neuforderungen für Heer und Marine sieht er Spar­samkeit und gewiffenhafte Prüfung geboten. In der AlterS- und Invalidenversicherung findet er Mängel und er rügt die schlechte Versorgung der Kriegsveteranen. Aufmerksam lauschte man den Ausführungen und daS taktvolle Benehmen fiel gegen den seitherigen Abg. Bindewald ungemein auf. Leb­hafter Beifall folgte der Rede des Referenten. Lehrer Dietz- ' Sichenhausen richtete warme Worte des Dankes an denselben, I betonte dabei, wie glücklich man sich schätzen könne, einen Mann auS der eigenen Gegend zu haben, der die Verhält-

Nr. 131

rietet täglich außer 6ormtag<.

Dem Vietzener Anzeiger werden im Wechsel mH dem Hessische« Landwirt bie Siebener Familien- bUHlet viermal tn der Woche delgetegt.

NolaNonSdruck a. ver­tag der V r ühl'sch« llnwert.'Buch' u_ Stein» brudttri (tluUd) 6rben|

niffe bester kenne als ein ,Maler^ der Großstadt, und em­pfahl, Mann für Mann möge am 16. Juni für Dr. Wallau eintreten. Gin brausendes Hoch auf den Kandidaten folgte. Dr. Wallau toastete auf das deutsche Vaterland. Nachdem noch einige andere Herren gesprochen hatten, ohne daß sich ein Gegenredner meldete, schloß man die Vsrsammlung.

Im Wahlkreise WormS - Heppenheim» Wimpfen arbeiten die Sozialdemokraten eifrig für ihren Kandidaten Berthold (Darmstadt). An vielen Orten fanden sie aber nicht die gewünschte Aufnahme. In dem GebirgS- orte Oberlaudenbach bei Heppenheim a. d. B. z. B., wo sie am 1. Pfingsttage eine Versammlung abhalten wollten, war die Zahl der Erschienenen äußerst gering. An verschiedenen anderen Orten, z. B. Bürstadt und Pfeddersheim, konnten sie keinen Saal erhalten. Trotz alledem wird die Sozialdemo­kratie Stimmenzuwachs erhalten. Der Zentrumskandidat, Pfarrer Blum, hofft im Kreise Bensheim und Heppenheim Iauf Stimmenzuwachs und hält eine Stichwahl nicht für unwahrscheinlich. Die ,vereinigten liberalen-, Gegner der Kandidatur v. Heyl, arbeiten eifrig. Landgerichtsrat Kule- mann (Braunschweig) und Prof. Staudinger (Darmstadt) treten in Versammlungen mit Erfolg auf.

Der Vorstand des Vereins inaktiver Offi­ziere der deutschen Armee und Marine sendet uns mit der Bitte um Veröffentlichung folgenden Aufruf für die

find. Betreffs dies« Zigarre« will d« Druff dar deutsche Ee» I Teilnehmer auf der Esplanade, wo Kränze an den Denk- schaff reguliere«, d. h. « will dl« r '" ........ v ct'~----c~u

verkauft werden soll. Da tn de« besteht, so denkt er aarnicht daran, billigere einmal tm Anfang sein« Tätigkeit. Spater,

yniitifdjc Tagesschau.

Heber den amerikanischen Tabak- und Zigarreutrust wird darVoss. Ztg." von einem großen Berliner Zigarren- haut'c miigeteilr:

Zuvörderst handelt es frch nur um importierte Havamia- ^igaSen, d. h. um solche Zigarren, die m Haoanua onaeiertiat

In der zweiten Feftvorstellung wurde vorgestern abend! die W e i ß e D a m e" in Wiesbadener Neueinrichtung unter Leitung Vcä Lu.pellmelstt.cS Professor Manustädt iutb im Beisein des Kaiserpaares aufgeführt Die Aufführung war vortrefflich. Tas Laiserpaar wohnte der Vorstellung bis Lu Ende bei und spendete wlederholl reichen Beifall, gestern morgen 7 Uhr unternahm der Kaiser mit dem Prinzen föitel Friedrich und Gefolge wiederum einen Spazierritt in die Waldungen von Wiesbaden, während die Kaisern eine Ausfahrt unternahm und verschiedene Einkäufe machte. Um 8 25 Uhr fuhr das Kaiserpaar mit Gefolge nach Frank- furt a. M., um dem Schluß des Gesangwett,treues betHw- wohnen. Am Abend kehrten die Majestäten urruck und wohnten mit den übrigen Ms-lichen elften S^tern abenb der dritten Fesworstellung von AleycrbeerSDre Asri- bei. Im Zwischenakt empfing daS Kaiserpaar wirkenden ^rau Leffler-Burckhardt sowie die

_______. rikani - lichen Mehrzahl vorhanden sind. Dieses Ziel kann nur durch sch en G es.ch wo ders^w erden die nötigen Vorkehrungen ge» eine rege Beteiligung an den Wahlen erreicht werden. In troffen. Das Geschwader soll in unmittelbarer Nähe der dieser Erwägung glaubt daher der Verein inaktiver ^^iztere kaiserlichen Dacht Hohenzollern seinen Ankerplatz erhallen. der deutschen Armee und Marine alle vorerwähnten wahl- Metz 7 Juni. Heute fand die feierliche Enthüllung berechtigten Offiziere daran erinnern zu sollen, datz es letzt des Denkmals für die am 16. August 1870 Ge- unter allen Umständen für sie eine Pflicht sein muß, von rallenen des 4 thünngischen Infanterieregiments Nr. 72 ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Tie unZuningen tatt Gestern abend war ein Begrüßungskommers für die Verhältnisse im Reichstage sind, rote allgemein bekannt, mit ' heutinen ircier Ersch enenen veranstaltet. Oberst Bode, dadurch entstanden, daß sehr viele Wähler stch an den Wahlen der Kommandeur des 72. Regiments, brachte hierbei das Hoch nicht beteiligt haben. Es kommt daher auf jebe einzelne auf den Kaiser aus. Heute früh versammelten sich sämtliche > Stimme an.

riniitrdioG Xlotth v. Stötzer, Regierungsrat Albrecht, der Kommandeur der

yClllinjry 34. Division, Generalleutnant v. Hochwächter, der Kom-

Berlin 7. Juni. Kaiser Wilhelm trifft am Mandant von Metz, DreSky, der Kommandeur der 68. Bri- 17. September in Wien ein und bleibt zwei Tage zum gäbe Generalmajor v. Schack, Generalmajor v. KunowSky, Besuche des Kaiser- Franz Josef. Darauf fährt der Kaiser sowie die Bürgermeister von Gorze, Nooeant, Graoelotte und mit dem Erzherzog Friedrich in dessen großes Jagdrevier Nezonoille. Oberst Bode erhiett folgendes Telegramm Bellye am Zusammenfluß von Donau und Drau. IdeS Kaisers:

Reichskanzler Graf Bülow ist heute früh wieder .Wiesbaden. Ich freue mich, daß dem Regiment «tnöettoffew - - Newbork meldet 7'2 gelungen ist, den für Kaiser und Reich gefallenen

nmr her^pu6H*/,^na'iKminiüer ftrbr. v.' R 11 c in ba b c n braven Kameraden em würdiges Denkmal auf blutgetränktem in Cleve land Gast des Senators Hanna. Gestern besichtigte Boden zu errichten und ich geleite im Geiste die heutige Feier er dort die Flottenkohlenstation und die Erzverladungs- mit der Zuversicht, daß das Regiment auch m Zukunft im anlagen. Am Abend gab Senator Hanna dem Minister Kriege seiner ruhmvollen Vergangenheit Ehre machen wird, und seinen Begleitern ein Festmahl, dann erfolgte die Meinen Gruß den Kameraden meines KönigS-Jnfanterie-Regi- Weiterreise nach Buffalo. . mentS. Wilhelm R.-

In DundesratSkrcisen verlautet, daß die Finanz-' Minister der Einzelstaaten in einer demnächst zu­sammentretenden gemeinsamen Konferenz sich dar­über aussprechen werden, wie den Schwierigketten der Finanzlage im Reiche zu begegnen sei. m =

Der Unterausschuß zur Erreichung des Reichs- jversicherungszwanges für Invaliden-," terS-, Witwen- und Warsenpension der Pn batange ft eilten, der etwa 350 000 Handlungsgehilfen, sind, gut besucht war. Fabrikbeamte, Werkmeister, Techniker, Privallehrcr, land- wirtschastliche Beamte usw. vertrttt, hielt dieser Tage in Eisenach eine Sitzung ab, in der der von der Reichs­regierung gewünschte, Ende September an die deutschen Privatangestellten zu versendende Fragebogen festgestcllt und ebenso der Begriff Privatangestellter nach dem An- stellungsverhältn^ es § 6?2 des D G.-B.,-8 59 des £>-<&*&, § 133 a der G.-O. und- § 88 des Berggesetzes regelt, definiert wurde. Auch die nicht pensionsberechtigten An­gestellten im Staats- und Kommunaldienst sollen in den Zwang einbezogen werden. Die Bewegung für den Pen- jionsversicherungszwcmg macht in den beteiligten Kreisen große Fortschritte und es dürfte angebracht fein, daß sich die Rerchskandidaten zu der Frage des Zwangs und der Zuziehung der Prinzipale zu einem Teil der Kosten

Preise vorschreiden, zu welchen \(ern Kaiser Wilhelms L und des Prinzen Friednch Katt ;^arken keine nonkurren- I^dergelegt wurden. Von hier aus zogen die Festtellnehmer ' """ wmn n das GeschÄl nach Gorze, wo um 12 Uhr die Enthüllung erfolgte. Nach wa's"^fs^llch'niemms 7esLn w1i0,! Choralgesang hielt Oberst Bode die Festrede. Die Ehren- dann >nuß der Trust sogar bedeutend höhere Preise nehmen, denn fompagme präsentiette und unter Hurrarufen, sowie dem sonst kann der große dazu gchörige Apoarat nicht bestehen. Den . Nationalhymne fiel die Hülle. Pfarrer Harri- ÄÄ barauf bi. W«

Zigarren auS dem gleichen Tabak ansertigen. der Feier: Der Bezirksprasident Graf Zeppelin, KreiSdirektor

. Graf VillerS-Grignoncoutt, der kommandierende General

GietzennAnzeiger

General-Anzeiger "

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

yez« qdpre»»: monailid)7&V1nDterte<- täbdid) Mk. B-90; durch Abbole- u. Zweigstellen monatlich 60 Pi.; durch diePost Alk. 2. otertel- läbrL aueicbL Bestellg. Annahme von rlazetgea für die Tagesnummer btfi vormiUagS 10 Uhr. öetlenprttt: total 11'OU aut rod dl 8U Plg.

eeceeiwortltdb tür den poltt and aUflem. Teil. P. ÖHtro tüt , Stadt und tianti* und .DenchtSsaal': August Dötz, tüi den An- gctaentetl: $>an< Veck.

erkläven.

Ofsenburg, 7. Juni. Die Stadt Offenburg dürfte die einzige Stadt im Deutschen Reiche sein, die Frauen aktiven Anteil an der Gemeindeverwaltung gewährt. Unter Zustimmung der großh. Regierung wur- kan er iu" bei. Im Ztoischenatt emprrng oas nuiierpu^.. neuerdings in die städtische Kommission für Armen- von den Mitwirkenden Frau Leffler-Burckhardt )otoie sieben Frauen berufen, die in gleichem Umfange

Herren Lalisch umb Muller, denen es ihre Anerkennung bie Männer Sitz und Stimme haben. Bet der Aus- für die vorzüglichen Leistungen aussprach. Heute morgen biefer Frauen wurden die polttischen und.brnfessw- beaaben sich die Majestäten zu Fuß über den "vchlobplatz ^lleu Verhältnisse der Stadt gleichmäßig berücksichtigt; ru der evanqelischen Hcruptkirche zum Militär-Gottesdienst. wurden die Frau des demokratischen Landtagsabgeord- Van-n empfing der Kaiser im Schlosse den Oberbürgermeister Muser, die Frau des bisherigen sozialdemokratischen > von ^bell den Generalindentanten von Hülsen, den Kur- Reichstags- und Landtagsabgeordneten Heck, ferner drei direktor von Ebmeier, sowie den Professor von Threr^ch- Frauen aus dem Kaufmanns stände und schließlich eine Süncben welchem der Neubau des hiesigen Kurhaus ^er- ^^leutnants- mid eine Landgerichtsratswttwe gewählt, irnnpn worden ist, und besprach mit demselben eingehend Auch fu ber städtischen Schulkommission nimmt eine Dame die Bläne für den Neubau des Kurhauses. Um 11V» Uhr Vertreterin der städtischen Hauptlehrerinnen eine fand die Parade des Füsilierregiments 80, der 2 Ab- ^ichberechtigte Stellung ein. In der ersten Sitzung wur- teiluna desnassäuischen Fußartillerieregiments Nr. 27 mid bie ad)t Frauen nach einer formellen, die Bedeutung der Unteroffttierschule Biebrich statt. Ter Kai,er, welcher bieser Wahl würdigenden Ansprache des Oberbürgermeisters Rierde in der Uniform der Garde du Corps war und das ^mvnn in ihr neues Amt eingesiihrt.

E,nd des Schwarzen Wlerordens angelegt hatte, sowie die * München, 6. Juni. Der betannte Parlamentarier, hierin welche mit der Prinzessin Friedrich Karl von Hesten erblicher Reichsrat Graf Conrad Prey, in g, früher lange ku Waaen vorfuhr, und die Prinzessin ^ldolf zu Schaumburg- Mitglied des Reichstages, ist nach schwerer Sttant- 8ivve wurden von dem vieltausendköpsigen, ai^ dem ganzen ^it hier heute abend, 60 Jahre alt, gestorben. Rveinaau Zusammen geströmten Publikum begrüßt. ------

Prinzen wohnten der^Parade zu Fuß bei. ^rfolßte em ^cet und Flotte.

riTh'9 « her'-^rabe $te6ben, 6. Juni. Entgegen den verschiedenllich auf.

toifer btmWe «cliungcn aitgeBen, ^ielt fo- tau^enben Gerüchten, wonach der Kronprinz van ba SritiE^ab unb ritt Ml der Spih-der FahneuEompagwi- Sachsen an den Kaisermanövern nicht teilnehmen und aus S iimirf Gesundheitsrücksichten von seinem Posten zurücktreten werde, ------- ...

lunofam sei mitgeteilt, daß die Schlaßwachebie N. 91/ von zuverlässiger Sette, daß der Reichstagswahl: In Anbettacht des stetigen AnwachenS den König v o n T an em ar k, als derselbe yir Er- ^nprinz unbedingt wahrend der Manöver sein Korps führen einer für die staatlichen Jntereffen höchst, ungünstigen par- widerung des Besuchs der kaiserlichen Lerbe> Auch der Erbprinz von Sachs en-MelNingen lamentanschen Vertretung im Reichstage ist es dringend ge-

Fuß das Schloß betreten wollte, nich t ein lietz, wett das Kaiser-Manöoern einen heroorragenderi Anteil boten, daß alle patriotisch gesinnten Manner, und mit ihnen

.Hauptportal kein Eingang für ^oUrstM sei. Ter Im Geaensatz zu früheren Jahren wird der Kaiser die inaktiven, sowie die dem Beurlaubtenstande an-

begab sich zum Nebenportal, wo er erkannt und die Sache nehmen Im Gegensatz 8.^^ ^^ührung übernehmen, gehörenden Offiziere und Sanitätsoffiziere an den wE ^deraabe von GlucksAr mide" sondern nur die beiden preußischen Korps führen. Jedoch ist am 16 Ium stattfindenden Wahlen teilnehmen. Da , hie Sefteorftellungcn. Frau Löffler-Burckardt fang 'am [e3ien Tage ein großes Manöver m Aussicht genommen, der nachlte Reichstag über äuxerlt wichtige Fragen zu be- b ^Tttewarttt FE Äteßger^-roitzheim bie Furie teL roe^em °ge ciec Corps unter dem Befehl des Kaisers schließen haben wird, >o onnen n,rr dann Erfolge erwartet Bakkes Schwegler den Hidroat und Kaltsch^twn Rtnallr emen markietten Feind manöoerteren werdem Iwerden, wenn die staatserhaltenden^Parteien in der erfordere Ter Kaiser besichttgte am Nachmittag das Kiel,8. Juni. Zum Empfang des ame

malbab auf dem Grundstück Engel-<ochwaii. Herr v. -)cutzen- er wurde zum hiesigen Theatereiter ernannt ^ch Schlliß der Festoorstellung fuhr das Kaiserpaar direkt nach P o r s d a in zurück. ______________________

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme der RohttegungSarbetten zur Waffer- versorgungSanlage der Gemeinde Londorf wird die Orts­durchfahrt Londorf vom 10.17. Juni l. IS. für I>en Verkehr gesperrt. Es wird dies mit dem Bemerken be­kannt gegeben, daß hierdurch der Durchgangsverkehr von den Otten der Rabenau über Londors nach Gießen und um- gekehrt unterbrochen ist und über GeüshausenBeuern j Großen-Buseck erfolgen muß.

Gießen, den 8. Juni 1903.

Großherzogliches KreiSamt Gieße«. Dr. Breidert

Bekanntmachung.

Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Bettenhausen.

SamStag, 13. Juni L I., vormittags 91/, Uhr findet im Gemeindehaus zu Bettenhausen die Entgegennahme der Wünsche bezüglich der Zuteilung der ganzen Gematt- ung statt.

Die Wünsche sind schriftlich mindestens auf So­gen einzurelchen, müssen Flur und Stummer der zusammen zu legenden Parzellen enthalten und vom Grundstückseigen­tümer urtterschrieben sein.

Wünsche, welche in dem obengenannten Termin nicht vorgebracht werden, haben keinen Anspruch auf Berücksich­tigung.

Friedberg, 30. Mai 1903.

Der Grobherzogi. FeldbereinigungSkomiffär Spanier, KreiSamtmann.

Fas Katjerpaar in Wiesbaden.

Wiesb a den, 7. Juni.