Ausgabe 
8.6.1903 Drittes Blatt
 
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-* £_ _ Hierüber schreibt Herr Dr. med. v. 3L

Jr Ti6ll- .Bei einem langandauernden Ekzem

1.

4. Mobilien

Gewinn- und Verlustrechnung.

Ausgaben. Jft $

620.

12020.09

12733.37

Watzenborn, am 1. Juni 1903.

Hirz.

Schaefer.

Telephon 235.

Philipp.

Louucustraße 6.

*507

Mecu m.

Anny, geb. Balbach.

4574

5ASBl

4509

Zozelsgaffe 9.

2*92

haben in allen Nestauratioueu sJSrBF v und Cafes.

8

10988.53

291.06

2.

3.

688.53

24.75

Zinsen von ausgelieh. Kapitalien

Nachlässe von Güter­kaufgeldern

Sonstige Einnahmen

Kapitalien Kastenoorrat Ausstände

»AC £

Schwägerin. Tas Unglück geschah dadurch, daß während der Fahrt in dem von 6 Personen besetzten Boote die Plätze gewechselt wurden, sodaß das Boot umkippte. Die übrigen drei Personen konnten gerettet werden.

Verwaltungskosten Zinsen von aufge- nomm. Kapitalien Sonstige Ausgaben Abschreiben von

Mobilien Reingewinn

X HOUBEN S 'GASHEIZÖFEN

nommen. .

Gießen, 4. Ium 1903.

Der Oberbürgermeister.

Mecum.

Die glückliche Geburt eines gefunden, prächtigen g

Mädels erlauben sich anzuzeigen B

Hans Carl Fiesser und Fran, I

Verdacht gegen einen Kanonier vom 56. Feldartillerieregiment. Es finden in dieser Affäre umfangreiche Vernehmungen statt.

Starnberg, 6. Juni. Gestern ertranken im Starnberger See bei Ammerland drei Personen, ein - seine Tochter und seine

Wilanz am 31. Dezember 1902 öcr LM-Leihkch Watzeiibm-Ltciiiberg, MieW'M.

Aktiva.

1. Ausgcliehene

5^* Uebernahme kompletter Wohnungs-Einrichtungen.

2.

3.

4.

8ilz-£imetta Ve»es alkoholfreies ßlfrilchnugs-Hetränk. Empfohlen von ersten Autoritäten Deutschlands. Keneral-Iertreter: Conrad Roth, Kießen,

Einnahmen. JL &

iG.HOUßEN SOHN CARL,MCHENX

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J. Weisel

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Aachener

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vbev 75,000 lm Gebravcb

Versteigerung.

Minwoch den 10. Jnui, nachmittags 2/2 Uhr, werden in dem Hause Wallthorstraße 71 nachverzeichnete Gegenstände gegen Barzahlung versteigert:

1 fast neue Schuhmacher - Nähmaschine, 1 englischer Rcitsattel mit Schadracke und Kopfgestell, verschiedene Liaus- und Zimmerthuren mit Rahinen, Fensterladen, K-ll-rs-nst--. Warcusiandsäffer, L eisern- Waper- R°se«a.rS (ic 100 Äter hakend). ' B.erichaker, 1 Glasoerschlag für Karndor, 1«lerne Wpchraubpumpe mit Röhren, 2 große, gut erhaltene Jung iche <5utt- öfen 5 aerschließbare Soffer, 2 kleine kreppen, 1 epeme 4576 stelle. 1 Kinderwagen ufw.

Kinder, deren Zurückstellung von der Jmpsung wegen Krank- lichkeil beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpsarzle m den öffentlichen xernuncn vorgeslellt werden.

Tie Impflinge müficn mit reiner Wasche und rem geivaschenem görper zur Impfung gebracht werden. Es wlrd nur au einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpsmfluut geimpfu

Kinder aus Familien, in denen anfleckende Krankheuen oerrfchen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden.

Gießen, den 5. Juni 1903.

Ter Oberbürgermeister.

Krankenhauses starb gestern nachmittag unter peslver-

dächt.gen Erscheinungen «n junger 21 ® p j,6 cht GB. K^nem"ngm,drn^^Ek.em

Dr. Sachs, der seit einiger Zett bem, hiesigen Jnflitul___«.Flechte), gegen welches die oerschie-

iLiv -----7--, ' " ' - denslen 'Ulittcl erfolglos angewandt wurden; habe mit Obcrmeyer'S

beschäftigte. Es wurden die umfassendsten Ntasinahmen ge- perba-oeife vollständige Heüung erzielt". Z. h. m all. Apotheken,

13.14

820.64

12733.37

4572

Bekanntmachung.

Die diesjährige öffentliche Impfung in der oiabt Gießen wird, beginnend mit

Mittwoch dcu 10. Juni,

im Jmv'lokale Schulgebäude Nenstadt 61 für die nächsten 56 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5 bis 6 Uhr, ab- aehalten werden. Jmpfpslichng im laufenden Kalenderjahr sind die im vorigeii Jahre geborenen Kinder, sowie d»e Rückständigen aus früheren Jah^ hiesigen Einwohner, welche impspflichsige Kjnder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mii dem Bemerken ein daß alle in denielben Doigenommenen Jmvfimgen unentgelt­lich sind Wer die Termine nicht benutzen will, mutz die Jrnpmng fernes pflichtigen Kmdes bis zum Jahresschlüsse au, ferne Kosten bewerkstelligen lassen, ivldr»gen,alls ihm im Januar nächsten Jahres eme vicrwochcmliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gefetzt ivird. ,

Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im lauicndcn Jahre geboren sind, aui Wunsch ihrer Berireter geimpft.

Alle in einem Termine geimpften Kmder muffen m dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals

Dekorationen Betten H $

Möbel

mühsam aufrecht halten und habe in schlaflosen Nächten solche Sorgen, die sein Arbeiter nicht ahne, der nach der Arbeit ruhig leben könne. Trotzdem habe man den Unter-! nehmern immer wieder das WortBrotwucher"" entgegen­geschleudert. Ter sei aber kein Arbeiterfreund,! derihmbilligesBrotversch affe,sondernder der ihm Arbeit gebe. Ties wies der Redner aus­führlich und überzeugend nach. Tann kam er auf die Ar-I beiterversicherung zu sprechen, die doch so wesentlich für das Wohl des Arbeiters sei. lind was Halle aber denn dagegen die Sozialdemokratie getan? Tie habe nur immer gesagte es ist uns nicht genug! Es sei aber doch ein Unsinn und ein Verrat an der guten Sache, wenn man für einen guten Zweck 100 Ml. zu stiften wünsche und, da man nur 20 Ml. dafür bereit stellen tonne, nun auch die 20 Mk. nicht geben | würde! (Sehr richtig.) Heyligenstaedt hat für seine Leute! mehr getan, als er nach dem Gesetz nötig hatte. (Beifall.) Heyligenstaedt kenne die Arbeiter durch eigene Erfahrung Wir wollen nicht i>cn Fimmel auf Erden versprechen, weil das niemand aussühren kann. Wir wollen das Erreichbare. Und der Kampf ums Dasein ist das, was von jeher das Beste geschaffen hat. Was sind die Menschen in den Ländern im Süden. Sie haben den Ucber- fluß der Natur und leben, weil sie sich nicht zu mühen haben, wie die wilden Tiere. Auch will der deutsche Ar­beiter nicht in einem Zuchthausstaat leben, sondern seine persönliche Freiheit bewahren. (Lebh. Bravo.) Wir wollen uns die Freude am Reich nicht trüben kaffen. So lange es. - der Verfamnttung den 2,'am

W -;iI?""

UßelL (Sehr richtig.) Wir müssen auch eine Monarchie | unb werben möge für den ^nbidaten ber^ und ein stehendes Heer haben. ~ ~ -r-*

den Republiken ungerecht ...

wird l Strebertum, Vettertu m herrscht dort

Soolbad und Luftkurort

Sal^aujat 2

Grotzh. Hess. Kurhaus Dependancen Herrliche, absolut ruhige unb geschützte ^age mmittcn bet ^nflen Pattanlagen unb ui unmittelbarer Nahe des Grabierhauses und * der Quellen, eoolbaber im Hause. 4M9

Anerkannt vorzügliche preiswerte Verpflegung. Pension M. 3ö0. Pros pelle und Austunfl durch den Inhaber 1. l^unlke.

ständen, da SSHler bei der letzten Wahl es nur zu wenig, Stimmen gebracht habe. Auch in dieser Versammlung roicß Utü>q?? der Redner wieder darauf hin, daß die Berufsstände nicht ln ihren Jdel nebeneinander, sondern für- und miteinanber lebten. Alle | nicht^nenschtic ind auf einander otngewiesen. Vielfach werden aber im rolitischen Leben bic Erwerbsstände gegen einander ausye- pielt, damit man für sich vom Racker von Staat so viel wie möglich bekomme. Eindrinalich wies der Redner darauf Hili, daß die Arbeiter sich auch darum bekümmern sollten, wie es dem Arbeitgeber gehe. Ter müsse sich oft recht

267087.04

6650.21

23235.49

118.26

297091.

BMäntmachimg.

«

für Bestellung der Särge der BerrnNllung des städtischen Be- aribmiorntti b=6ien=n tonnen. Taö Segrabntimnt roitb ferne Stiqe qtocbmäpig an alle h-esigen Lchremee unb «arghanbier, d.e durch -AnLeibmL den Wuufch zu «tarnen geben be. dreien Bestellungen berü»id)tigt zu werden, omcü^. 4ne -^bungm werden in der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 13, entgegenge-

Passiva. 3

Aufgenommene

Kapitalien 287507.67

Stammguthaben 6250.

Reservcfonb 2512.69

Reingewinn 820.64

297091.

an das wird aber nur eine unheilvolle Trennung erzeugt. I betrachtet werben kann. Die Obduktion der Leiche ergab Unb schließlich, wenn die Angegriffenen so häufig ungerecht Lung en pest. Es fanden Konferenzen im 40 z P 1

" ..alen angegriffen werden, wäre es schließlich I^d im Kultusministerium statt, in denen die ei griffen

M..MWlid), wenn sie einmal sagten: Hol Euch doch muh Maßnahmen gebilligt unb nach verschiedenen Richtungen er­bte Teufel! Neid und Gegensätze können nie aus der wurden. Ueber die sofort nach dem Ableben Sachs Welt geschafft werben, aber bas Vaterland sollte uns cranRcncn Maßnahmen berichten btc Blätter: Seine Woh- sammenholten. Wnm Sre das auch wollet, ,o wirken Ste rourbe desinfiziert, die Familie, bei der er wohnte, m mit für unseren Kandidaten ^yligenstaedt. n.hrnfht unb ... ^aiacken isoliert. Ebenso würben

Tw Red. batte großen Etndruek gemacht, ».e man aus d« Qgan e '^tbclun. fow.e d.e

den «-.fallSkundgebungen entnehmen tonnte Allgem-mdn-tazteund M). zufammenarbettete, tfo-

s-eig-rt- sich dann aber die frstche und begemerte ot.mmung - ^te^mll denbu -ach- JM i zusammen,

im Saal, als Direktor Wagner, der Vorsitzende, nachdem '-rt. ^ue Personen, mnoemuJ- J> sich niemand sonst zum Won gemeldet hatte, noch einmal ui tarn, ,n)töcn<n'"" ^nVtiOnntian(«, ^def sonst jeden kernigen, vorzüglichen WoNen das wesentliche h^vorhob. siil ch - 5 ' ausnahmslo, untersagt

Wir wollen -ndl-ch emmal emen LeNreter im R-.chStag, si^«°g Kulttisminnterium« bevor,

einen, der unser Vertrauen besitzt, lo ,uhNc der alte p^rr, der . <8eiiu4c nut Pesterreger» angesichts der damst

selbst d.e große Zett der Entstehung des neuen deutschen Reiches wonach d Der uchi b 4. 9 uu-geübt werden sollen,

als Kämpfer mttgemacht hat, aus. Und was der Vonedner gesagt I'andig verln PI JJ J,i SckiSne.

habe, unterschreibe er wörtlich voll unb ganz. Wir sind zu- frieben mit unseren Zuständen, wollen weiter arbeiten, aber ! die Zerfahrenheit verachten, die uns im Ausland diskreditiert.

Sehen S,e nach Frankreich! Tort Horen alle Gegensätze auf, sobald das Vaterland in Gefahr steht! Auch wir wollen unsere Ehre wahren unb wer sie angreift, ber ist unser Feind! tBravo). Lasten Sie uns zusammen sozial fortarbeiten, wie in ber Bibel MoseS schon danach gestrebt hat. Auch Christus | war der größte Sozialist in diesem guten Sinne'. Unb an bem so teuer erworbenen Vaterlanbe wollen wir nicht rütteln lassen. Unb noch eines an bie Licher Mitbürger! Lasten Sie uns kämpfen um unseren Kandibaten, aber tvieber fricb» lich zusammen fortleben nach ber Wahl! Die Ansprache beß Direktors Wagner klang aus in einem Hoch auf das Vater- llanb, in bas bie Versammlung begeistert einstimmte.

Direktor Wagner wurde nach seinen prächtigen Worten allgemein beglückwünscht. Regierungsrat Dr. Metzler sprach namens der Versammlung den Tank

In einem Quergcbäube der Merseburgerstrabe m Schöne, berg brach gestern abend tn der Wohnung der Maurer Schwartz'schen Eheleute ein Feuer aus, bei dem zwei Kinder verbrannt find.

'Berlin, 6. Ium. Von den Opfern der gestrigen Benzin»Explosion in der Wasserthorstraße find bereits zwei Arbeiter gestorben. Von den übrigen schwer Verletzten erregt daß Befinden eines Arbeiters und einer Arbeiterin Besorgnis. Dagegen hat sich der Zustand der verletzten Feuenvehrleute bedeutend gebessett.

'Posen, 7. Juni. In einer der letzten Nächte fuhr, wie wir in derDtschen. Tageßztg.' lesen, der Haupt- inan n M a s ch k e vom 37. Infanterieregiment aus Krotoschm, der sich gegenwärtig auf bem Truppenübungsplatz BledruSko jur Schießübung befinbet, in Zivil mit anberen Offizieren in einer Militärlandkutsche auf ber Chaussee Präinnttz-Mur- GoSlin, als plötzlich cm Solbat nut blankem Seiten- gewehr an bie Kutsche herantrat und bem^Hauptmann Maschke, ber auf dem Hinteren Sitz saß, einen Schlag mit der iebarfen Seite bc8 Säbels gegen das Gesicht : müssen auch eine Monarchie «und werben möge für den Kandidaten der versetzte. Ter Hauptmann erhielt eine recht gefährliche läng-

,en. Sehen Sie, wie in merztenrat Heyligenstaedt. Er schloß mit der Hoffnung QUH an bet Stirn und sank blutüberströmt auf die

je red.) t gewir t s ch astet einen günstigen Wahlausgang. , Waaenvolster Der Schwerverletzte wurde nach dem Garnison-

ettertu m herrscht dort Schließlich ergriff noch Pumpenfabrikant ^erniann ^9^011 ter. j ö barmeberlicgt. Dem

mehr als anderswo! Bei und sind solche Zustande ^j.^mer aus Lich das Wort, um ebenfalls die Kandidatur ^Sarett gebrachtwo 1 ) 0

in dem Grade gar nicht mögttch. (Bravo) Giebt es nicht Z^ia^nstaebt nut biederen, schlichten Worten zu unter-lTater ist man bereits auf ber Spur, unb -war lentt sich der W Sv Weibe Versamm-untzen m Hungen fawohl

m iss Ätt «ns ää uns feine größte Tugend! Es ist unwahr, tveiin man sagt, dafür fammeln.

daß die anberen Staaten Heere besäßen, weil wir eins . -

hätten. Nein, wenn die anderen keine yeere wollten, Ware UprillilfiltfS

der Kaiser der erste, der abrüsten würde. Ein großes Land kann nicht, wie bie Soziatbemolrarie meint, durch eine| - Berlin, 6. Juni. In der Isolierbaracke des Charite>

MUizarmee verteidigt werden. Auch das ist, wie der Zw- kunstsstaat, eine Utopie. Tie Sozialdemotratie lebt von bet Unzusriedenheit- Wenn es einem Cinzeliien einmal

schlecht geht, was kann bas Reich basur'? (Bravo.) Oft l ^-U^ons-Krankheiten sich mit bakteriologischen Arbeiten

1^011611 abec gerie te ^r|mi 14)0^^16^ beschäftigte. Es wurden die umfassendsten Nlaßnahmen ge-. yerDa-»eue »ouuai

itzetterlett u.tt> Söei^U D^q s t-aff-n, fodaß -M- V-rbr-ttung der tt-ankh-tt als °usg-fchl°N°n l L>qg°r.°n u. Patt.

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