Ausgabe 
8.4.1903 Erstes Blatt
 
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Aus Ztadt und Land.

Gießen, 8. April 1903.

** KriegerLamer ad schäft Hafsia. An Unter- stükungen verausgabte der Verband 10 075 Ml., davon ent­fielen auf die Krregsveteranen 6 700 ML Ans der Ernst- Ludwig-Viktvria-Melita-Sttftung wurden im Jahre 1902 199 Konfirmanden Waisen uni) Halbwaisen mit einer Skrbe von je 10 ML unterstützt. Für das Halten von Dor­trägen in den einzelnen .Vereinen wurde die Summe von 2001 ML ausaegeben. Für 1903 wurden 36 723 Hass iw, Kalender an bie Kameraden abgesetzt. Unter den 39 Ver­einen, welche anläßlich ihres 25jähriaen Bestehens vom Kaiser die Fahnenschlerfe erhielten, befinden sich im Kreis Gießen die Kriegervereine zu Großen-Buseck, Staufenberg und Watzenborn. In unferm Kreis erhielten der Krieger­verein zu Münster bei Lich und Karl Schmidt-Lollar bie Ehrentafel.

Rödgen, 7. April. Herr Pfarrer Schwabe schreibt ans: In der Mitteilung über den Unfall des hiesigenBürger- meisters Stein, der in Nr. 82 Ihres geschätzten Blattes erschienen, ist ein mir unangenehmer Irrtum unterlaufen. Ich habe nieMedizin studiert", sondern lediglich einige medizinische Kenntnisse durch Selbststudium erworben. Ebensowenig habe ich alseinjähriger Arzt gedient", son­dern nur den für Theologen eingerichteten Kurs in einem Lazarett seinerzett absolviert. Meine Hilfe in Unglücksfällen beschränkt sich auf die ersten Maßnahmen bis zur Ankunft des Arztes.

-n. Saasen,?. April. Im vorigen Sommer wurde unser Schulhausneubau in Angriff genommen. Gegen- wärttg wird am inneren Ausbau gearbeitet. Der stattliche Neubau steht in der Nahe des Bahnhofs im Dorf und ent- hält einen Schulfaal und eine Wohnung.

8 Grünberg, 7. April. Hier findet am 16. und 17. Mai eine Geflügel-Aus st ellung des ,/Vogels­berger Geflügelzuchtvereins" statt. Es wird damit eine Ver­losung von Geflügel und Geräten zur Geflügelzucht ver­bunden werden.

b. Stockhausen, 6. April. Beim B a h n b a u Mücke-Laubach ereignete sich heute vormittag in der Nähe von Stockhausen ein Unfall, der zwei Menschen in Todesgefahr brachte. Es entgleiste eine Erdmassen fortschaffende Lokomotive und stürzte mit Führer und Heizer den Eisenbcchndamm 23 Meter tief hinab, ohne daß die beiden einen besonderen Schaden nahmen. Auch die Ma­schine ist gut w egge ko mm en. Nur das Schutzdach hat eine Verbiegung erlitten Mittels eines starken Kabels versucht man die Lokomotive wieder auf das Geleise zu bringen.

Frankfurta. M., 7. April. In der gestrigen Sitzung des hiesigen ärztlichen Vereins soll konstattert worden sein, daß seit dem 1. April d. I. in allen Stadtteilen Frankfurts hundert und einige Fälle von zum Tell ernster D ip h t he- ritis eingetreten sind und diese zumeist bei Erwachse­nen. Merkwürdigerweise ist diese Krankheitserscheinung hauptsächlich im westlichen Stadttelle aufgetreten. Im Lause jener ärztlichen Diskussion wollten einige Stimmen die Entstehung der Krankheit mit den letzten Wirbel­stürmen in Verbindung bringen. Man hofft übrigens dps Haus mit «dem eigentlichen Entstehungsherde dieser Stranöjeit baldigst zu ermitteln.

Frankfurt a. M., 7. April. Bei einem Teil der Ge­schäftsleute scheint, wie der Polizeibericht schreibt, dadurch, daß der Verkauf in den Lebensmittelgeschäften an Sonn- und Feiertagen nach § 1 des Ortsstatuts vom 7. De­zember 1900 bis 91/, Uhr ftattfinben darf, die irrige An­nahme obzuwalten, daß die Schaufenster erst von 91/, Uhr ab entweder auszuräumen oder zu verhängen seien. Dieser Ansicht entgegen steht indes die Bekanntmachung des hiesigen Polizei-Präsidiums vom 12. November 1896, nach welcher die Hauptgottesdienststunden für Frankfurt a. M. auf die Zeit von 81/, bis 101/, Uhr vormittags festgesetzt worden sind. Während dieser Zeit aber sind die Schaufenster Nach § 6 der Polizeioerordnung vom 23. September 1896 zu verhängen oder auLzuräumen.

Wiesbaden, 7. April. Die Saison in Wiesbaden verspricht sehr glänzend zu werden. Man hatte schon damit gerechnet, daß der Kaiser bloß alle zwei Jahre zu den Wiesbadener Festspielen im königl. Theater erscheinen werde, war deshalb um so freudiger überrascht, als die Nachricht einlief, der Kaiser werde Ende Mai oder anfangs Juni im Anschluß an den Frankfurter Sängerkrieg in Begleitung der Kaiserin zu den Festspielen eintreffen. Das königliche Schloß wird von außen wie im Innern einer Reparatur unterzogen. Der Besuch des Kaiserpaares wird die Höhe der Kursaison bedeuten, abgesehen davon, daß der Mai und Juni für Wiesbaden überhaupt auch inkaiserlosen" Jahren die meisten Kurgäste zu bringen pflegen. Zwei weitere große Veran­staltungen, dazu beide noch Neuheiten für unsere Weltkurstadt, werden voraussichtlich eine bedeutende Anziehungskraft aus­üben: die Rennen bei Bleidenstadt und das historische Kostümfest auf der Ruine Sonnenberg. Zwar hat sich die Stadtoerordnetenversaminlung gegen die Rennen sehr skeptisch gezeigt, war im Bewilligen der Mittel auch nicht gerade splendid. Aber zweifellos besitzen die Rennen im Kreise der interessierten Bürgerschaft nicht geringe Sympathie. Auf einer in Sachen der Rennbahn berufenen Bürgerversammlung am 2. April wurde bemerkt, Wiesbaden bedürfe zur Hebung seiner Kur neuer Zugmittel; besonders die französischen Rennstall­besitzer sehnten sich geradezu, nach Wiesbaden zu kommen; Wiesbadens Zukunft liege in den Wäldern in denen näm­lich die Rennbahn angelegt wird. Eine zweite große Neu­heit ist das im Zusammenhang mit der Anwesenheit des Kaisers seitens der Wiesbadener Künstlerklause geplante Kostümfest auf der Burgruine Sonnenberg. Das Pro­gramm, zehn Abteiliingen unifasiend, liegt bereits vor. Gruppe I bringt den Einzug deS Kaisers Adolf zu Nasiau, Sommer 1296, auf Burg Sonnenberg, inmitten seiner Ge- sippen, Verbündeten und Vasallen. In ©nippe 11 findet Empfang der hoben Gäste durch den Burgvogt und die Burg- mannen statt. Die folgenden Gruppen weisen nacheinander auf: geistliche und weltliche Kurfürsten, Rheingauer Ritter, englische Gesandte Eduards I., weltliche Reichsfürsten, Patrizier von Frankfurt, Mainz und Wiesbaden, Minnesänger und fahrende Schüler. Das Gegenstück hierzu bildet Gruppe IX: gefangene Raubritter, ausgeplünderte Kaufleute. Ten Schluß bilden in der X. und letzten ©nippe: Gaukler, Zigeuner, fahrendes Volk. Gegen Schluß der Saison wird gewiß über alle alte Wiesbadener ein gewisses Gefühl der Wehmut kommen; denn das alte, beinahe ein Jahrhundert stehende Kurhaus, welches so vortrefflich und kunstvoll in den

Rahmen deS Geländes und der Kolonaden paßte, wird Heuer zum letzten male seinem Zwecke dienen. DaS KurhauS- prooisonum, das Paulinenschlößchen, wird bereits für die Wintersaison in stand gesetzt. Die Arbellen hierbei sind des- halb besonders schwierig und zeitraubend, well ein nur all­mählich ansteigender Fahrweg im Zickzack zu dem Hügel deS PaulinenschlößchenS gefühtt wird, was bedeutende Erd­bewegungen, Abgrabungen und Maueraufführungen im Ge- folge hat.

Vermischtes.

Heide (Holstein), 7. April. In Braacker wurde gestern nachmittag die Leiche deS 28 jährigen Sohnes des Bürger­meisters Ehlers aus Meldorf aufgefunden. Er hatte sich durch einen Schuß in die Schläfe getötet Das Motiv ist unbekannt.

"Bernburg, 7. April. Der 20 jährige Tischlergeselle Aust in Hohen-Erxleben gab gestern vier Re o o lo erschüsse auf die Tochter seines Meisters, nut der er em Liebes-Verhältnis angeknüpft hatte, ab, die das Mädchen töteten. Alsdann suchte der Mörder zu entkommen, wurde aber festgenommen.

"München, 7.April. Heute stürzte sich die Staats­ratswitwe Exzellenz Mathilde von Wiesbeck aus ihrer Wohnung in den Hof hinab und erlitt so schwere innere Verletzungen, daß sie auf dem Transport nach deni Krankenhause starb.

* Bludenz (Voralberg), 7.April. Durch einen Fels­sturz bei Dalaas stürzten heute früh sechs beladene Waggons eines Lastzuges über eine 120 Nieter hohe senkrechte Felswand. Ein Kondukteur wurde getötet, sonst niemand verletzt.

* Catania, 7. April. Hier fanden starke Erd- erschütterungen statt, ferner werden Erderschütterungen aus Milo, Lingua, Goffa, Mineo, Nicolosi und Belpasio gemeldet.

Ein angenehmes Dienstmädchen. Vor ein paar Wochen nahm Frau X., die Gattin eines berühmten Pariser Spezialarztes, em neues Dienstmädchen, das nutblendenden" Zeugnissenbewaffnet" war. Eine Probezeit verlief über alles Erwarten gut, so daß Frau 3E. das Lob ihres neuen dienstbaren Geistes in allen Tonarten fang. Sie sang es so laut, daß es auch zu Ohren der hohen Polizeibehörde kam, und diese entbot eines Tages einen ihrer Detektives zu Frau 3E. Der Kommissär erkundigte sich eingehend nach dem Dienst­mädchen. Schließlich verlangte er namens des Gesetzes, das Mädchen zu sehen, und als dieses erschienen war, .... riß er ihm mit dreister Faust den kühnen Bau der Locken vom Haupt. Frau T. fiel vor Schreck in Ohnmacht, obwohl sie dazu well weniger Veranlassung hatte, als dasDienst- Mädchen", denn dieses war ein männliches Wesen und ge» hätte einer berüchtigten Einbrechcrbande als Mitglied an, in deren Auftrage es die Stellung bei Frau T. angenommen hatte, um Kundschafterdienste in der Wohnung zu leisten. Frau L. hat der Schreck für mehrere Tage ans Bett ge» fesselt, der Kriminclljchutzmann dagegen denEinbrccher- Eclaireur" für etliche Monate ans Gefängnis! Maupasfant (ogl. die bei Fontane u. Co. in Berlin erschienene vorzüg- liche deutsch? Ausgabe seiner Werke.) hat uns diese schöne Geschichte bereits erzählt, die, wie man sieht, jetzt eine neue Auflage erlebt hat.

* Fünfzigtaufend Dollar für ihr gebrocheneS Herz fordert vor einem New-Potter Gericht eine junge Deutsche von ihrem treulosen amerikanifchen Liebhaber, ganz nach amerikanischem Muster. Der Verklagte ist der Sohn des reichen New-Potter Kunstgärtners und Blumenhändlers St. Das Liebesverhältnis entspann sich im Jahre 1898, als St. mit seiner Familie feinen Geburtsort, eine kleine, süddeutsche Universitätsstadt, besuchte. Die jungen Leute lernten sich dort auf einem Balle kennen. Der junge St. kehtte 1901 nach jener Stadt zurück, um dort seine Studien zu vollenden, er­neuerte die Bekanntschaft und verlobte sich mit seiner jetzigen Anklägerin. Im vorigen Jahre begab er sich zurück nach New-Pott, und da er nichts mehr von sich hören ließ, packte seine Braut kurz entschlossen ihren Koffer und reifte ihm nach. In Washington fand sie ihn, als er gerade in einer Dilettanten- Gesellschast em Theaterstück einstudiette. Er wiederholte dott sein Heiratsversprechen, da er sich aber nachträglich weigerte es zu halten, wurde er auf Zahlung jenes Schmerzensgeldes verklagt.

Aus dem S implizissimus. Der Herr Ober­lehrer.Präge dir diese Gegend wohl ein, liebe Emma, damit sie dir eine Erinnerung für das Leben bleibe; denn nur hierin liegt der ethische Wett einer Hochzeitsreise, welche als bloßes Vergnügen in einem Mißverhältnis zu den nicht unbeträchtlichen Kosten stehen würde."

Gerichtssaal.

-t- Gießen, 8. April. (Strafkammer.) Vor etwa 2 Jahren erregte eine Verhandlung vor unserem Schwurgericht, die sich gegen den Schuhmachermeister Debus aus (Sieben richtete und m welcher es sich um Brandstiftung handelte, bei un­seren Lesern em gewisses Interesse. Ter Angeklagte wurde damals für schuldig befunden und zu einer Strafe von 2 Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Fall, um den es sich vor den Geschorenen han­delte, war kurz der Folgende: DtzbuS halte im Buchackerschen Hause, Walltorslraßc 18, einen Laden mne, der mit Pappkaslen ge­füllt war, Warenvorräte im eigentlichen Sinne waren nicht vor­handen, wohl aber war die wenige Habe des TebuS hoch ver- sicherl. In dem Tebus'schen Laden^brach muten m der Nacht unter sehr verdächtigen Umständen Feuer aus. Es gab eine Ex­plosion, die damit erklärt wurde, daß TebuS feine Habselig­keiten, ehe er das Feuer anlegte, entweder mit Benzin ober Pe­troleum getränkt haben mußte. Tebus hat fortgesetzt seit seiner 'Bcrurieilimg durch das Schwurgericht seinem damaligen Vertei­diger, Rechtsanwalt Leun, der auch noch tue Revision gegen das Schwurgerichtsurteil verfolgt hat, nut Briefen für sich zu interessieren gesucht. Er hat aber auch feine schriftliche Tätigkeit aus der Straf­haft darauf gerichtet, Personen, die amtlich in der Sache tätig ge­wesen waren, zu verdächtigen und schwer zu beleidigen. In einem Falle ist Tebus bereits wegen Beleidigung abgeurieilt. Gestern stand T. erneut wegen Beamtenbeleidigimg vor der Strafkammer. Ter als Sachverständiger zur Verhandluiig geladene Gefängnisarzl Dr. Kullmann-Butzbach äußerte Bedenken wegen dos Geistes­zustandes des Tebus, worauf der Gerichtshof beschloß, den Ange­klagten zur Beobachtung der pfvchialrtschen Klinik zu überweisen. Ter Handelsmann Julius Piek auS Mannheim, em Mann von Jahren, der in Mejentjch geboren wurde, hat bereits vier Mal wegen Betrügereien bestraft werben müssen, darunter sogar eine Zuchthaus strafe von 1 Jahr 6 Monat zublltterr erhalten.

welche er tm Jahre 1898 verbüßt bat Tem Vier nrrro nrr -an gelegt, daß er dem Isaak Neger auS Bzeszow und dem Jakob 2an- dau ans Frankfurt, zwei jüdischen Schnorrern, im Herbst v. I. ein ärztliches Zeugnis ausgestellt hat, laut welchem ein in Frank­furt a. M. existierender Arn dem Neger bescheinigt, daß er ihn behandelt habe, und worin der Mann seinen wohltätigen Glaubens- genofien empfohlen wird. Ferner aber richtet sich die Anklage da­hin, daß Pick die eigenlliche Veranlassung gegeben hat, daß jene zwei nach Gießen auf den Bettel ausgezogen und mittels der ge­fälschten Uttunde mit Erfolg ihre Glaubensgenossen brandschatzten. Am 24. Februar sind übrigens die beiden wegen Betrugs, Sieger zu 9 Monaten Gefängnis und Landon zu 1 Jahr Zuchthaus, von der Strafkammer verurteilt worden. Tie Beweisaufnahme ergab, daß der Angeklagte Pick schon durch sein ganzes Vorleben, genau so wie seine Genossen Neger und Landau, nichts weiter ist wie em geriebener, äußerst schlauer, darum aber auch überaus gemein­gefährlicher Schnorrer, der ehrliche Arbeit nicht kennt, sondern dessen Hauptmetier es ist, der ehrlichen Arbeit aus dem Wege gehend, sich bettelnd und schwindelnd auf Kosten seiner Mitmenschen durch die Welt zu schlagen. Pick war übrigens geständig, die Uttunde, um die es sich handelt, gefälscht zu haben, er will sich aber der Beihilfe am Betrug seiner beiden Glaubensgenosfen nicht schuldig gemacht haben, und meint, wenn et schon am Grund des gefälschten Zeugnisses habe einen Vorteil erstreben wollen, batte er feine Leute in Mannheim, wo er schon LJahre wohne. aus denBettel entsendet. TieStraskammer war mit dem Staatsanwalt darüber einig, daß der Angeklagte wegen Uttundensälschung in Verbindung mit der Bei­hilfe zum Betrüge tm Rückfalle zu bestrafen sei und erfannte auf 1 Jahr Zuchthaus, 150 Mk. Geldstrafe und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von 5 Jahren. Tas Straf­maß wurde damit begründet, daß die Handlungsweise des Pick als gemeingesährlich bezeichnet werden müsse, er sei em Mann, der den Bettel gewerbsmäßig betreibe und un vorliegenden Fall den be­gangenen Betrug inszeniert habe. Wetter verhandelte die Strafkammer gegen den 55 Jahre allen wegen Beleidigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt vorbestraften Wagner und Pumpenmacher I o h. Hamel von Frischborn wegen Körper­verletzung mittels gefährlichen Werkzeuges. Ter Angeklagte ist ge­ständig, am Sonntag, den 2. Februar, abends vor dem Eingang der Kochschen Wirtschaft in Frischborn einem 16,ährtgen Burschen einen Messerstich beigebracht zu haben. Er will die Tat begangen haben um sich einiger junger Burschen, die ihn an jenem 'Abend gehänselt haben, vom Leibe zu halten. Tie jungen Leute stellen aber entschieden in Abrede, mit dem Angeklagten an jenem Abend irgend was vorgehabt zu haben, doch wird in der Beweisaufnahme so viel festgestellt, daß Hamels Behauptungen jedenfalls nicht ganz unglaubwürdig klingen. Der Vorsitzende der Kammer brachte dies auch bei der Urteilsbegründung zum Ausdruck, bemerkte jedoch, daß die 9lrt der Abwehr, die der Angeklagte betätigt hat, weit über das zulässige 'Maß hinausgegangen sei. Der Gertchthos er­kannte auf 6 Monate Gefängnis. Der Ankläger hatte 9 Monate in Antrag gebracht.

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schuft zur Bildung einer Pensums-, 3 kasse für die Beamten, Werkmeister Fabrik eine Summe von 300 000 Mk.

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(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

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Arbeiterfürsorge. Aus

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Anläßlich der Generalversammlung st l an die Arbeiter, wie seit einer langen Reiste von I, )ren, ein größerer Betrag in bar verteilt werden, und si d für das laufende Jahr hierfür 60 900 Ml. auSgesetzt.

ür diesen Penfions- mfs neue eine Zu­wendung in Höhe von 50000 Mk. 2 ' Fond zu Gunsten

somit ausgewogene Vaare ist Nachahmung.

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Meteorologische Beobachtungen

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der Arbeiter erhalt ebenfalls eine Zu Mark, und ein neu gebildeter Fond 31 k Unterstützung von

Witwen und Waisen verstorbener Arbei ?r erhält 70 000 ML

Guttapercha-Compagnie in Hannovi werden folgende Zahlen bekanntgegeven, die von der F rsorge der Verwalt« ung für ihre Arbeiter Zeugnis able, n. Die letztjährig« Gcneralverasmmlung bewilligte aus Fonds der Gesell/ twen- und Waisen- nd Vorarbeiter der

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