Ausgabe 
7.10.1903 Erstes Blatt
 
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Beigeordneten Dr. Glässinq als Stcmdesbeamten der Stabt und nicht, wie zuerst geplant war, durch den englischen Gesandten in dessen Behaufimg vollzogen wurde. Als 3euijeit bei der Eheschließung- wurden die beiderseitigen Väter, König Georg und Prinz Ludwig von Battenberg, in die Akten eingettageir. Nach der Trauung war im Neuen Palais Familientnscl, im Ncsidenzschlosse Morscholl-tasel.

Al einer besonders glänzenden Festlichkeit gestaltete .sich die Hostafcl, die heute abend 8 Uhr im Kaisersaal Des Residenzschlosses die fürstlichen Hochzeitsgäste mit Ge­folge vereinigte. An der mit prächtigen Blumenarrange­ments geschmückten Tafel waren 88 Gedecke aufgelegt; mährend des Essens musizierte im Nebensaal die Kapelle des Leibgrenadierregiments s)ct. 115. Dem Zaren zur Rechten saßen die Königin von England, Großfürst Sergius, Kron­prinzessin von Griechenland, König Georg, Prinzessin Bea­trice, Fürst zu Erbach-Schönberg, Prinzessin Franz Josef, links die Prinzessin-Braut, Prinz Andreas, Prinzessin Vik­toria, Großsürst Georg u. a. Der Großherzog saß dem -Zaren gegenüber und hatte rechts die Zarin, König Georg, ^Prinzessin Heinrich, Kronprinz von Griechenland, Prinzessin 'Friedrich Karl und links Königin von Griechenland, Prinz Heinrich, Großfürstin Sergius, u. a. zur Seite. Nach Be­endigung des Essens begaben sich sämtliche Herrschaften gegen 10 Uhr zu dem vom Prinzen Ludwig von Battenberg im Alten Palais gegebenen Rout, der eigentlichen Polter- abendseier, an welchem amg der russische Minister Gras Lamsdorff, Staatsminister Rothe, Finanzminister Gnauch, Iustizmüiister Dr. Dittmar, das diplomatische Korps u. a. m., im ganzen 200300 Personen, teilnahmen.

Mit der heute abend 7 Uhr erfolgten Ankunft des Prinzen Albert von Schleswig-Holstein sind die Hoch- zeitsgäfte vollzählig hier versanrmelt. Heute mittag traf auch die Großfürstin Wera, Herzogin von Württem­berg hier ein und wurde am Bahnhof vorn Groß Herzog, Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg, Fürst und Fürstin zu Erbach-Schönberg u. a. empfangen. Die morgige Trauung in der evangelischen Hofkirche wird von Oberkonsistorialrat Peterson unter Assistenz des Hofpredigers Ehrhardt, die Drauzeremoilie in der russischen Kapelle von dem Münchener Archimandriten Vlachos vollzogen. Die Zeremonie ist sehr umfänglich und dauert über eine Stunde. König Georg von Griechenland mit Gemahlin beabsich­tigen, bereits morgen abend die Rückreise von Darmstadt anzutreten.

Exc. Staatsminister Ro the gibt am Mittwoch abend ein diplomatisches Souper, zu welchem sämtliche hier weilenden Diplomaten, natürlich auch Graf Lamsdorff, eingeladen sind. Dieselben werden also an der zur selben Zeit im Resider^fchloß stattfind end en Marschalltafel nicht teilnehmen.

Kirche und Schule.

Die 4. General-Versammlung des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes.

welche jüngst in Bonn tagte, war zahlreich von Mit­gliedern und Delegierten besucht und bot viel Anregung durch ihre reichhaltige Tagesordnung. Es wurde in ernster und sachliche Weise über die Sittlichketts-, über die Ar­beiterinnen- und über die Wohnungsfrage referiert und beraten. Außerdem wurden drei größere Vorträge gehalten. 1. Wie beeinflnsfen wir die Mütter unseres Volkes: Frau Ufer-Held. 2. Dre Pflichten und Rechte der Frau in der kirchlichen und bürgerlichen Gemeinde: Frl. Paula Müller- Hannover. 3. Die Psychologie der Frau: Frl. Martin- Trier. Die Generalversammlung nahm mehrere Resolu­tionen an. Erstens, daß die Frauen sich, den kirch­lichen und bürgerlichen Behörden zur Ver­fügung stellen sollten, um in der Mitarbeit den Beweis ihrer Unentbehrlichkeit zu liefern, aber auch zu fordern, daß ihre Arbeit berufsmäßig in die Gemeindeorgane ein­gegliedert und ihnen die entsprechenden Rechte gesichert werden Ferner, daß den Ortsgruppenvorständen' des Bundes aufzugeben sei, die Gründung und den weiteren Ausbau von Arbeiterinnenvereinen der Heimstätten Ins Auge zu fassen und zu fördern. Eine Petition an die Handelskammern, in der dieselben ersucht werden, auf Ein­richtung von Sitzgelegenheiten fürLadnerin nen unb Benutzung derselben hinzuwirken, wurde genehmigt, ebenso eine Petition um Abschaffung der Reglementierung und eine Eingabe an die Generalsynode mit dem Ersuchen, festzustellen, in wie weit eine Erweiterung der Pflichten und Rechte der Frau im kirchlichen Leben angezeigt'sei und in wie weit eine Heran­ziehung der Frau zu den kirchlichen Wahlen mög­lich sei.

Hamburg, 6. Okt. Der Besuch der heute hier zu­sammen getretenen 5 6. Hauptversammlung des Gustav Adolf-Vereins war aus allen deutschen Ländern und Oesterreich überaus zahlreich. Vom Auslande -waren Italien, Belgien, Frankreich und Brasilien durch Abgeordnete vertreten. Nach einer nichtöffentlichen Sitzung der Delegierten des Hauptvereins fanden abenos in sechs, den verschiedenen Stadtteilen angehörenden Hauptkirchen Hauptgottesdienste statt, die sämtlich stark besucht waren. Der St. Petri- und St. Nikolaikirche wurden nach beendigtem Gottesdienste eine Anzähl reicher Festgaben an Tauf- uüd Abendmahlsgeräten für die Gemeinden in der Diaspora '<b ergeben.

In der Thüringischen Verlags-Anstalt Eisenach und Leipzig ist soeben erschienen:Die deutsche Kirche". Eine Umfrage in Sachen des Zusammen­schlusses der deutschen evangelischen Lan­deskirchen, veranstaltet von denWartburg stimm en" und beantwortet in Abhandlungen, Thesen und Betracht­ungen von 60 Persönlichkeiten der verschiedenen religiösen und kirchlichen Bestrebungen. Preis 2 Mk. Bekanntlich traten am 11. Juni in Eisenach die Vertreter der deutschen evangelischen Kirchenverwaltungen zu einer Konferenz zu­sammen. Zur Beratung stand als einziger Gegenstand der Zusammenschluß der deutschen evangelischen Landeskirchen. Derselbe wurde in dem Sinne empfohlen, daß ein deutscher evangelischer Kirchenausschuß aus den Mitgliedern der Kon­ferenz gebildet wird, der dieselbe in der ihr obliegenden Förderung einer einheitlichen Entwickelung der einzelnen Landeskirchen unterstützen soll. Als Leiter der

Geschäfte wurde der Präsident des evangelischen

Oberkirchenrates in Berlin vorgesehen. Der Herausgeber derWartburgstimmen", Hans K. E Buhmann hat nun eine Umfrage veranstaltet, zu deren Beantwortung er nam­hafte Persönlichkeiten aus den verschiedenen religiösen und kirchlichen Lagern aufforderte. Die Umfrage bestand aus den drei folgenden Fragen: 1. Entspricht die Bewegung zum Zusammenschluß der deutschen evangelischen Landeskirchen

der religiösen Weltanschauung des Protestantismus im Gegensaß zu Otom und entspricht eine Zentralisation die kirchlichen Kräfte dem Bedürfnis der deutschen religiösen Volksanlage? 2. Bleibt nicht die Veranstaltung unter Führung despreußi schenOberkirchenrates so lange eine vom Protestantismus nicht ernst zu nehmende, so lange Preußens Staatsregierung die noch unvergessene Stellung zur Jesuiten -Frage bewahrt? 3. Sind Sie nicht auch der Meinung, daß in unserer Zeit, die eine Ver­söhnung der Kultur kämpfer der verschiedensten politischen und kirchlichen Parteien auf dem Boden einer verjüngten religiösen Weltanschauung gewiß vorbereitet, viel notwendiger als Konferenzen von staatlich-kirch­lichen Religionsarbeitern solche Kongresse sind, auf denen religiöse Kulturarbeiter aus allen geistigen Lagern eine Versöhnung Mischen altem Glauben und neuem Wissen zum Zweckö einer erneuerten, das ganze Volkstum durch­dringenden Glaubensfrerldigkeit versuchen? Wie denken Sie sich die Berufung einer solchen unabhängigen religiösen Konferenz? Die Beantwortungen, die diese drei Fragen gefunden haben, ergeben ein äußerst bewegtes, lebens­volles Bild von dem religiösen Drängen, Gären und Streben unserer Tage; Eduard von Hartmann, Graf Hoensbroech, Peter Rosegger, Otto Ernst, Will). Bölsche, Dr. M. G. Con­rad, die Berliner Professoren Paulsen und Psleiderer rc. haben sich zu dieser Frage geäußert. Von hessischen Theo­logen hat nur Prof. Dr. Holtzmann in Gießen die Fragen beantlvortet. Die erfie Frage hat er bejaht; zu der zweiten meint er, daß man wegen eines Vorwurfes gegen die preuß. Staatsregierung die Oberleitung der evang. Kirche Deutschlands durch den preuß. Oberkirchenrat nicht zu verwerfen braucht. Zu Frage 3 meint er, daß die Ver­söhnung zwischen altem und neuem Glauben durch die ge­samte geistige Arbeit der evang. Christenheit herbeigeführt werden wird. Ein Kongreß könne wohl diese Arbeit fördern helfen, aber nicht erledigen.

Aus StM uni) Aauö.

Gießen, 7. Oktober 1903.

* Fly und Slade, dieses Künstlerpaar, das mit seinen geheimnisvollen Demonstrationen fast die halbe' Welt bereiste, wird, wie wir bereits mitgeteilt haben, morgen, Donnerstag, imNeuen Saalb.au" eine einer interessanten Vorstellungen geben. lieber einen olchen Abend entnehmen wir derVossischen Zeitung" lügendes: Das Spiritistenpaar Fly und Slade gab gestern >ci Krolls seine Antrittsvorstellung und erzielte bei dem er- chienenen Publikum auch die beifälligste Aufnahme.Cest 6 ton, qui fait la musique dies Wort gilt allen der­artigen Produktionen gegenüber, in denen es weit weniger aus die Sache selbst, als auf die Art und Weise, wie etwas geboten wird, ankommt. Und da muß man anerkennen, daß Fly und Slade es verstehen, dem Ganzen einen gewissen vornehmen und traulichen Charakter zu verleihen, so daß ihre gestrige Antrittsvisite in den eleganten Räumen völlig einer Privatsviree im Freundeskreise glich. Die Art der Kunst- ertigkeiten näher zu beschreiben, kann hier nicht unsere Sache ein; in der Form, wie es gezeigt wurde, erregt es all- emeines und großes Interesse. Madame Slade, eine junge )ame von sympathischem Aeußeren, erwies sich besonders als refsliche Künstlerin. Herr Fly exzellierte mit seinen Leistungen. Es ist für einen Zeitgenossen des Jahrhunderts, der sich er­haben glaubt über die Märchen vom Uebernatürlichen und Uebersinnlichen, in der Tat sehr schwer, all das als Wirklich­keit hinzunehmen, was er da mit eigenen Augen sieht und mit eigenen Ohren hört; und so sehr er sich auch dagegen träuben mag, er wird sich doch angesichts solcher Versuche die Frage vorlegen: hat der alte Dichter vielleicht recht, wenn er sagt:Es giebt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als Eure Schulweisheit sich träumen läßt?"

* Versicherung von Privat-Angestellten. Am 15. Oktober findet auf Veranlassung des Reichsamtes des Innern unter den Privatangestellten Deutschlands eine allgemeine Erhebung durch auszufüllende Fragebogen statt. Zweck dieser Erhebung ist, der Reichsregierung Material zu liefern, auf Grund dessen die Vorbereitungen zur Einführung einer Pensions- und Hinterbliebenen-Versicherung der Privat­angestellten auf staatlicher Grundlage erfolgen können. Diese Erhebung erstreckt sich auf alle Privatangestellten, ganz gleich, in welcher Branche oder welchem Betriebe dieselben tätig sind, ob sie in Handelsgeschäften, im Baugewerbe, in Bergwerken, Hütten ober Fabriken jeder Branche, als Betriebs- oder Bureaubeamte, ob in der Land- oder Forstwirtschaft, in Apotheken, bei Rechtsanwälten und Notaren, bei staatlichen ober Gemeinbebehörben ohne Pensionsberechtigung beschäftigt sinb. Der hiesige Zweigverein bes beutschen Gruben- und Fabrikbeamten-Verbanbes teilt uns mit, baß bie Fragebogen eingegangen sinb unb an bie Mitglieber ausgegeben werben. Diese haben biefelben unverzüglich auszufüllen unb im Couvert verschlossen wieber abzuliefern. Die Couverts werben erst im Reichsamt bes Innern geöffnet. Diejenigen Privat­angestellten, welche einem Vereine ober Verbände nicht an­gehören, können Fragebogen von bem vorgenannten Zweig­vereine erhalten, ber nach erfolgter Ausstellung auch bie Weiterbesörberung übernimmt. Näheres ist beim Vorsitzenben bes. hiesigen Zweigvereins, Wilh. Rohleber, Riegelpsab 50, zu erfahren. Möge jeber Privatangestellte Deutschlanbs 'am 15. Oktober einen Fragebogen ausfertigen.

** Die Zitrone als Heilmittel. In ber Jahres­zeit, wo bichte Nebel unb naßkalte Nieberschläge zur Tages- orbnürtg gehören, stellen sich bei ben Kindern häufig Influenza, Hals- unb Magenleiben ein. Als ein Allheilmittel bewährt sich stets bie Zitrone, ba aber Zitronen­limonabe unb Zitronentee allmählich ben Kmbern überbrüssig wirb, empfiehlt sich zur erftischenben Abwechselung für bie kleinen Rekonvaleszenten besonders bie Anwendung von Zitronenkomp o tt und Zitronengelee. Ersteres wird in folgender Weise hergestellt: Ein Syrup von Zucker wirb zunächst aufgekocht, bann werben bie entkernten und geschälten Zitronenscheiben hineingetan unb betritt etwa 15 Minuten gekocht. Etwas Apfelsinensaft milbert noch ben herben Zitronengeschmack unb vervollstänbigt bie Seimigfeit ber Sauce. Zitronengelee erfordert eine anbere Zubereitung. Drei bis vier Zitronen werben ausgebrückt unb burch ein Läppchen getan. Ein halbes Psunb Streuzucker wirb in ben Saft eingerührt, zu bem noch aufgelöste, etwa fünf Blättchen weiße Gelatine hinzugerührt werben. Das ganze muß vor bem Gebrauch erkalten. In gleicher Weise kann Apselftnen-

gelee mit roter Gelatine hergestellt werben. Dtefe Gelees unb Kompotts sinb, abgesehen von ihrer gesunbheitlichen Wirkung, sehr angenehm in ben Monaten, ba anberes Obst selten unb teuer ist. Auch gegen ben Typhus soll bie Zitrone ein wertvolles Mittel sein. Zitronensäure, auch Essigsäure tötet bic Typhusbazillen, jeboch bebarf es einer recht konzentrierten Lösung. Schwache Lösungen vermögen höchstens bas Wachstum ber Bazillen aufzuhalten.

K. Bab-Nauheim, 6. Oktbr. Granb Hotel Metropole, welches vergangenen Winter von Kaufmann Hch. Kegelmann hier erbaut würbe unb in ber letzten Saison an Hotelier Max Lehr für 35 000 Mk. pro Jahr verpachtet roar\ wurde gestern mittag von bem zuletzt Genannten für 850 000 Mk. käuflich erworben. Ein anberer Liebhaber bes Objektes hatte sogar 900 000 Mk. geboten. Herr Lehr besaß jeboch bas Vorkaufsrecht. Heute morgen 6 Uhr würbe in ber Villa Saxonia eingebrochen. Der Einbrecher stieg in bas im Erbgejchoß gelegene Schlafgemach zweier hier zur Kur weilenben Damen ein, welche burch bas Geräusch er­wachten unb laut um Hilfe riesen. Der Strolch warf sich deshalb auf bie beiden Damen unb brachte ihnen einige leichte Verletzungen bei, worauf er ben Rückzug antrat. Bis jetzt hat man noch keine Spur von ihm.

Mainz, 6. Okt. Vor einigen Tagen hat sich hier ein Rhein- unb Maingau-Verbanb bes Verbandes alter Burschenschafter b er Technischen Hochschulen Deutschlanbs gebilbet. Zweck bes Verbandes ist: För- berung ber burschenschastlichen Sache. Zu bem Verbände gehören bie Stäbte Darmstabt, Heibelberg, Frankfurt a. M., Mannheim, Mainz, Worms, Lubwigshasen, Wiesbaben, Bingen, Offenbach, Koblenz rc.

Uermischtes.

* Aßmannshausen, 6. Okt. Gestern nachmittag stürzte ein Automobil bie hohe Böschung hinab in ben Rhein. Der Insasse, ein Belgier, welcher die Gewalt über bie Steuerung verloren hatte, ertrank.

* Bonn, 6. Okt. Der Schriftsteller unb Herausgeber berAgrar- unb Sozialpolitischen Korresponbenz", August Bauer, ist gestern an einem Herzschlag gestorben.

* Breslau, 6. Okt. Der Kaufmann Alexander Stein von ber faMten Holzfirma S. Steins Witwe in Gleiwitz wurde mit einer Schußwunde im Kopfe als Le iche in Klodnitz gefunden. In seinen Kleidern fand man über 300 Mk. bares Geld pnd zwei Checks.

* Braunschweig, 6. Okt. Laut amtlicher Mitteilung sind in der Woche vom 27. Sept, bis 3. Okt. im Herzogtum Braunschweig folgende Typhusfälle angemeldet: In der Stadt Braunschweig 5 gegen 1 in der Vorwoche, im Kreis Helmstedt 3 gegen 0, im Kreis Wolsfenbüttel 2 gegen 0, im Kreis Gandersheim 2 gegen 2, im Kreis Holzminden 2 gegen 1 und im Kreis Blankenburg 0 gegen 7 in der Vorwoche.

* Brüssel, 6. Okt. Eine große Feuersbrunst zerstotte vergangene Nacht bie große Weberei ber Firma Mitte-Vanham in St. Denis bei Mons. Der Material­schaden ist sehr groß. 30 Arbeiter sind beschäftigungslos.

Paris, 6. Okt. Die Blatter berichten, daß ein Ver­wandter des Herzogs von Aren berg, welcher gestern aus Ostende hier eintraf, plötzlich irrsinnig geworden ift Aus dem Bahnhofe entkleidete er sich und begann Cancan zu tanzen. Er wurde einstwellen in einer Hell­anstalt untergebracht.

* DerKaiser der Sahara"', Jacques Lebaudy, läßt die Presse nicht zur Ruhe kommen. Wie nunmehr aus London berichtet wird, hat Lebaudy bereits einen Minister für fein Reich in der Person eines Mitgliedes des englischen Oberhauses gewonnen. Auch steht er mit englischen Kapi­talisten in Unterhandlungen, um diese für sein Unternehmen zu interessieren. Lebaudy erklärte, er habe eine Oase von ber Größe Jrlanbs entbeckt.

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