Ausgabe 
7.7.1903 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt.

Dienstag 7. Juli 1903

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Fer sterbende Fapst.

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4.

E. Bestimmungen über weiblich» Beamte.

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3.

Feuilleton

ü.

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2.

3.

gleichen SorauS' einer Beanttin

153. Jahrgang

ältesten Freunde der Kirche" gegenüber am schroffsten austrat. Der Papst sieht in dem Venetianer Sarta sein Ideal von Klugheit und Kraft. Vanutelli werden die Deut­schen, ferner die Oestreicher und die Italiener, die ihn dem strengen Gotti vorziehen, unterstützen. Von Rampollai werden zahlreiche Anhänger abbröckeln, bis die Zloeidrlltel- mehrheit für den neuen Papp erreichst ist. Aber auch für Wahlumtriebe ist im Konklave Raum, trotz des Schwures der Kardinale: ,^Jch schwöre, zu wühlen, wie ich vor Gottes Richterstuhl müßte." Es wird Kämpfe kosten, bis der Kar­dinalsenior vom Balkon der Sixtina verkündet: ,Zabemus Pap am".

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen

ob und von welchem Zeitpunkt an ein Beamter aus seinem Amte zu entfernen, in den dauernden oder einstweiligen Ruhestand zu versetzen oder vorläufig seines Dienstes LU entheben ist;

ob und von welchem Zeitpunkt an ein in den dauern­den oder einstweiligen Ruhestand versetzter Beamter zur Wiederüvernahme eines Amtes verpflichtet ist; ob im Falle des Artikels 13 Ws. 3 des Gesetzes vom 27. November 1874, die Versetzung der Staatsbeamten in den Ruhestand betreffend, die Beendigung des Dienstverhältnisses auf ein Verschulden der im Staatsdienste beschäftigten Personen zurückzu­führen ist;

über die Verhängung von Zwangsmitteln und Ord-

von C. Goldmark (deutsche Uraufführung),Die kleinen Michus" von A. Messager, ,/Orestes" von F. Weingarürer, Kam" von E. d'Albert,Das Mädchen von Navarra" von I. Massenet. Neu einstudiert gingen in Szene:Violetta" (La Traviata),Die Großherzogin von Gerolstein",Die Geisha",Romeo und Julie" (Gounod),Die Fledermaus", Die Stamme von Portici",Der schwarze Domino",Fa- tinitza",Der Obersteiger".

Preisausschreiben des 18. Kongresses der All g. Radfahrer-Union in Mannheim. Der Fest­ausschuß des 18. Kongresses der A. R-U. vom 10.14. Juli in Mannheim hatte zur Erlangung eines Literarisch wertvollen Radlerliedes, welches das Radwandern, das die A. R.-U. auf ihre Fahne geschrieben, besonders ver­herrlichen soll, ein Preisausschreiben veranstaltet. Das Preisrichteramt hatten übernommen die Dichter Otto Jul. Bierbaum, Dr. Karl Busse und I. Trojan. An 400 Ein­sendungen, sind erfolgt, die alle gewissenhaft geprüft wurden. Leider hat sich trotz der großen Beteiligung ein recht un­günstiges Resultat ergeben, haben doch die Preisrichter ein­stimmig beschlossen, daß ein erster Preis nicht $u ver­teilen sei, da kemes der eingesandten Lieder den gestellten Ansprüchen genügen könne. Es gelangen deshalb nur der zweite unö dritte Preis zur Verteilung. Der erste Preis wird für ein späteres Ausschreiben zurückgestellt. Den zweiten Preis erhält das Lied Ätotto und lieber)ctydji Radritterschaft", den dritten PreisRadler lied", Motto: Ein Trinklied iviU gesungen, nicht vorgelesen jein. Beide nach der Melodie: Wohlauf die Luft.

Hcsetzentrvukf, die Aieustverhältuiffe der Staats- öeamten öetreffcud.

(Schluß.)

D. Bestimmungen über die vermögeuSrechüicheu Dievstansprüche der Beamtem

Art. 19. lieber vermögensrechtliche Ansprüche der Be- amten gegen den Stacll aus chrem Dienstverhältnis sowie über die den Hinterbliebenen der Beamten gesetzlich ge­währten vermögensrechtlicheu Ansprüche ist, soweit nicht ein Anderes bestimmt ist, im Streitfälle im Rechtsweg zu entscheiden. Der Klage hat eine Erklärung des zustän- oigen Ministeriums über den Rechtsanspruch voranzugehen. Es gilt als ein Verzicht hierauf, wenn nicht innerhalb eines Monats, nachdem ein entsprechender Antrag gestellt worden ist, eine Erklärung des zuständigen Ministeriums erfolgt und dem Beteiligten eröffnet worden ist.

Art. 20. Die Entscheidungen der Disziplinär- und Ver­waltungsbehörden darüber:

den oder einstweiligen Ruhestand bereits begründete Anspruch auf Ruhegehalt ober Wartegeld fällt mit der Verheiratung derselben weg; in besonderen Fällen kann das zuständige Ministerium den Ruhegehalt oder das Wartegeld ganz oder teilweise fortgewähren; den Kindern und sonstigen Hinterbliebenen einer Beamtin steht kein Anspruch auf Auszahlung von Sterbegehalt und Waisengeld zu; hat eine Beamtin eheliche Nachkommen, Eltern oder Geschwister oder Geschwisterkinder, deren Ernährer sie war und die in häuslicher Gemeinschaft mit ihr gelebt haben, in Be­dürftigkeit hinterlassen, oder reicht der Nachlaß zur Deckung der Kosten der letzten Krankheit und der

Beerdigung nicht aus, so kann das zuständige Mini- sterium den Gehall oder Ruhegehalt für drei Monate vom Sterbetage an weiter bewilligen; unter den 'fetzungen kann ehelichen Nachkommen das gesetzliche Waisengeld zugebilligt werden; an wen der über den Sterbetag hinaus ge- wäbrte Gehalt oder Ruhegehalt oder das Waisen­geld in dem einen oder anderen Falle zu verabfolgen ist, bestimmt ebenfalls das zuständige Ministerium; die Bezüge können nicht abgetreten werden.

Art. 22. Auf Beamtinnen findet das gegenwärtige Gesetz mit folgenden Einschränkungen Anwendung:

Beamtinnen können nach ihrer Verheiratung durch Entschließung des vorgesetzten Ministeriums ohne An­spruch auf Ruhegehalt aus dem Dienst entlassen werden, wenn sich die Weiterversehung des Dienstes mit dem durch die Verheiratung eingegangenen Familienverhältnis nach dem Ermessen des zustän­digen Ministeriums nicht verträgt;

der durch den Uebertritt einer Beamtin in den dauern-

Ober-Rechnungskammer,

der Richter,

der im hessisch-preußischen Eisenbahngemeinschafts- dienst angestellten hessischen Beamten,

der Offiziere und Angehörigen des Gendarmerie, korps,

der 9Lotare und Gerichtsvollzieher,

Man schreibt uns aus Berlin, 6. Juli:

Gleich nach Bekanntwerden der ersten bedenklichen Meld­ungen über das Befinden des Papstes sind dem Vernehmen nach die führenden Männer der Zentrumspartei in Erörterungen eingetreten über die Frage der Entsendung einer Deputation zur Teilnahme an den BestattungS- feierlichkeiten. Wahrscheinlich werden in erster Linie die eine päpstliche Würde (Geheimkämmerer" usw.) bekleidenden Herren, wie Graf Ballestrem, Prinz Arenberg, Irhr. v. Hertling, Graf Hompesch, Dr. Schädler, Dr. P a r s ch, die zum Teil erst vor kurzem in Rom wellten, in Betracht kommen. Auch der hervorragendste parlamen­tarische Führer des Zentrums, Dr. Spahn, sowie der Kölner Rechtsanwall Dr. Bachem und der bayerische Priester Dr. Pichler werden genannt. Ohne Zweifel wird auch der kaiserliche Hof dem Papst die letzte Ehre erweisen, und zwar alaubt man in Zentrumskreisen, daß Kaiser Wilhelm den Kronprinzen nach Rom entsenden wird, in dessen Begleitung sich der Reichskanzler Graf Bülow befinden dürfte. Beide Herren sind vor wenigen Wochen noch von Leo XIIL mit freundlichen Worten be­dacht worden. DerNordd. Allg. Ztg." zufolge gab der Kaiser alsbald nach dem Eintreffen der ersten Nachrichten in einer Depesche an den Vatikan seiner lebhaften Teil- nah me Ausdruck.

Als der Kardinalsenior des letzten Konllaves den Na­men Leo XIII. als des neuen Papstes verkündet hatte, rief Luigi Ferri aus:Das Ergebnis seiner Herrschaft wird darin besteben, den geistigen Aufschwung Italiens zu lähmen". Während des Tedeums in der Sixtina, das der Adoration" des neuen Papstes folgte, befragte ein Prälat den späteren Kardinal Newman um feine Meinung.Ich sehe", erwiderte dieser,in den Nachfolger Pius IX. eine Tiefe des Gedenkens, eine Zarthell des Herzens, eine ge­winnende Einfachhell und eine dem Namen Leo (der Lowe) entsprechende Kraft, daß ich nicht beklagen kann, daß Pius nicht mehr ist." Die Geschichte hat Newman gegen gern Recht gegeben. Leos persönliche Charaktereigenschaften stärkten den Einfluß der Kirche auf Volk und Fürsten. Durch sie ward er des Neokatholizismus und des Amerika­nismus Herr, beendete er den Kulturkampf, bahnte er in Rußland und in Asien dem romanischen Katholizismus die Wege, versöhnte er Spanien mit Deutschland, brach er in Oesterreich denJosephinismus". Seine Unterstützung der Königin Viktoria in der irischen Frage brachte die Wieder­anknüpfung der diplomatischen, jell Jahrhunderten ruhen­den Beziehungen mit Großbritannien durch die Entsendung von Spezialgesandten in Fluß. Von Gladstone's England ging der Ruf vomLiberalismus des Papstes" aus, seitdem er in der Bulle an Schottlands und Englands Siete Schollen, die nicht

Bischöse den Ausspruch getan:Siele Schollen, die nicht im Glauben mit uns übereinstimmen, lieben einfache den Namen Christi und geben sich Mühe, seine Lehre zu sichern, sein helligstes Beispiel nachzuahmen". DieTieft des Ge­dankens" schien bei Leo XIII. ganz sozial gewendet. Sie diktterte chm den Brief andie chr i st lich e D em o kr a- tic Italiens" und verschaffte chm im einstigen welt­lichen Herrschaftsbereiche Pius IX. den Namen eines Papstes des arbeitenden Mannes". Diese Daten genügen, um zu erklären, warum gerade moderne Fürsten dem Papste eine besondere Achtung entgegenbringen. Leo XIIL hat allein seine Bullen und Ansprachen versaßt. Die Po­lllik der ftiedlichen Ausbreitung des Glaubens und des diplomatischen Zulvartens ist seine persönliche Politik.

Für diese Polllik ist schwer ein Nachfolger zu finden. Ein ,Msonnpapst" würde den Vatllan in eine mr- aeheure Krisis stürzen, nachdem es nur demLiberalismus" Leos gelungen, in Spanien die Krisis zu vertagen, und in Frankreich die Kündigung des Konkordats vom Ausfall des Konllaves abhängt. Wenn am elften Tage nach dem Tode des gegenwärtigen Papstes die Kardinäle eingemauert sind, werden sie entscheiden müssen, ob Eiferer vom Schlage Pius IX. das Lebenswerk Leos in Frage stellen, oder Männer von dem weltwellen Horizont Agliardis, den Stuhl Petri besteigen. Gegen einen Eiferer werden Frank­reich, Oesterreich und Spanien durch das einzig geöffnete Fenster des Sitzungssaales, die Sprechöffnung für die Ge­sandten, einmütigen Protest erbeben.

Am Tage der Wahl holte XIH . incognito feine Pa­piere aus der jenseits der Tiber gelegenen Wohnung, Von da an blieb er derGefangene des Vallkans". Jeder Nachfolger wlldultramontan" sein. Agliardi, der als Nuntius in Mnchen die Beziehungen zwischen dem heili­gen Stuhl und Berlin befestigte, und vom Kaiser bei fernem Rombesuch ausgezeichnet wurde, ist es wohl nur in der Form weniger als Ra m pol la, der 1883 von Wilhelm I. mit dem Schwarzen Adlerorden ausgezeichnet wurde und heute als Franzosenfreund güt, obwohl gerade er dem

Nr. 156

Srfchetnt täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesflschen Landwirt die Eichener Kamtiien- blätter Diermal in der Woche beigetegL

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brü h l'schen Untvers.-Buch-u.Stem- d rucke rct (Pietsch Erden) HiedakNon. fcptbitten und Druckerei:

Schrrlstraße 7.

Adresse für Depeschenr «u-eiger Gieße«.

^rniprkchanichluß Nr. 6L

Die zähe Natur Leos XIII. hat chn bisher der schweres Erkrankung noch Widerstand leisten lassen. Wenngleich nach^ dem Urteil der Aerzte auf eine Genesung durchaus nichtt mehr zu rechnen ist, wehrt sich der greife, von Haus aus gesunde Körper mit Macht gegen den Tod, und der Geist blieb bisher von wunderbarer Klarheit. Gestern in spaten Abendstunden traf auf unserer Redaktion folgendes Tele­gramm ein, das wir durch Aushang bekannt gaben:

Rom, 6. Juli. Bulletin. Deulliche Anzeichen allgemeiner Kräfteabnahme machen sich be­merkbar. Die Atmung ist häufiger und oberflächlich Der Puls ist llein und zuweilen nicht fühlbar. Die Tempe­ratur ist andauernd unter normal. Die geistigen Kräfte sind ungetrübt. Dr. Lapponi, Dr. Mazzoni.

Andere Meldungen vom Verlauft des geftrtg-en Tages: besagen: Nachdem der Papg die Sterbefatramente emp­fangen hatte, plauderte er mit Kardinal Maechi und sagte: Nun bin ich auf das Ende gefaßt; ich weiß nicht, ob alles, was ich getan habe, gut gewesen ist, aber sicherlich habe ich stets meinem Gewissen und unserem Glauben gehorcht." Die wichttgsten einlaufenden Telv- gramme werden dem Papst zur Kenntnis gebracht. Wie Capitale" meldet, trafen im Vatikan über 500 Depeschen ein, darunter von den Königen von England und Portugal und dem Präsidenten Roosevelt. Der Papst nahm willig einige Anregungsmittel. Nach der ,^ribuna" verbrachte Leo seine Zell abwechselnd im Bett und Lehnstuhl. Wenn er auf ist, so lautet die Meldung toeiter, trägt er ein weißes Gewand; ep M sehr nervös. Eine Persönlichkeit, die den Papst gesehen hat, hebt die unbeugsame Energie des­selben hervor; seine Sttmmy sei noch llar und kräftig. Ich weiß", sagte der Papst, ,chaß ich dem Ende nahe bin, aber ich will aufrecht sterben". Unter solchen Worten gehr der Papst am Arme seines Neffen, des Grafen Pecci oder ganz ohne Hüfe auf und ab.

nungsstrasen;

bleiben bei der Beurteilung der vor dem Gericht geltend gemachten vermögens rechtlich en Ansprüche maßgebend.

Art. 21. Die auf dem bestehenden Rechte beruhenden Sonderbestimmungen in Ansehung der Dienstverhältnisse: des Präsidenten und der Kollegialmllglieder der

jährlich Mk. 2.20; durch Abhole' u. Zweigstellen monatlich 65 Pj.; durch die Post Mk.2. ötertel- lährl. ausjchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen in die TageSnumrner o vormittags 10 Uhr, ZeUenpreiS: lokal 12 Pf» auSwärt» 20 Pig.

Verantwortlich tür den poltt and allgern. Dell. P. ©Httoi für »Stadt und und .GerrchtSjaat*. August Götz, füx den An* zeigenteil! Hans Beck.

Aus Darmstadt wird berichtet: Die Darmstädter Künstlerkolonie bereitet eine neue Ausstellung für Archi­tektur und Innendekoration vor. Es besteht die Absicht, auf der Mathlldenhohe in der Nähe der Künstlerkolonie eine Gruppe von Häusern zu errichten, die in chrer baulichen Ausführung und inneren Einrichtung Muster moderner Wohnungen für Bürger­und Beamten familien darstellen sollen. Die von Professor Olbrich entworfenen Pläne haben die Zustimm­ung S. K. H. des Großherzogs gesunden, der für das Unternehmen eine bedeutende Summe zur Verfügung ge­stellt hat. Man hofft, die Ausstellung nächsten Sommer eröffnen zu können. Unsere Künstlerkolonie hat wieder einen Erfolg errungen. Bei der Konkurrenz für den großen Zentralbahnhof in Basel ist das Projekt des Professors Olbrich mit einem Preise 'bon 3000 Mk. ausgezeichnet woroen.

Die Ehe Ludwig Fuldas. Vor einigen Tagen ist in Berlin die Nachricht in die Öffentlichkeit gedrungen, daß der drancatische Schriftsteller Dr. Ludwig Fulda sich von feiner Gattin Ida, einer geborenen Wienerin, scheiden lassen werde. Aus Serlin erhält nun dasN. Wiener Tage­blatt" folgende Mitteilung: Da die Fuldasche Scheidungs- affäre trotz des Wunsches uitb Bestrebens, sie diskret zu hallen, in die Oeffelltlichkeit gedrungen ist, so sei, um falschen Gerüchten vorzu beugen, solgerldes mitgeteilt: Ludwig Fulda weilt bereits sell einigen Monaten bei seiner in Frankfurt hochangejehenen Familll', die ihn mit

stiller Zärtlichkeit umgibt. Der Wunsch nach Scheidung beruht auf psychologischen Motiven, die das Zusammen­leben des Ehepaares erschwerten. Selbst das leiseste mr- moralische Motiv ist bei beiden Parteien ausgeschlossen.

1 Trotz der Schwierigkeiten, die das neue bürgerliche Gesetz­buch gerade den Ehescheidungen bereitet, ist der Fuldasche Eheschssidungstermin infolge eines Memorandums, .in dem Fulda dem Gerichte in objektiver Weise die Alotive klar­legte, noch für diesen Monat angesetzt worden. Fulda er­ledigt die Affäre in absolut vornehmer, seiner würdiger Weise. Frau Fulda, eine der reizvollsten Erscheinungen der Berliner Gesellschaft, war als Ida Theumer Mllglied des Deutschen Theaters.

Ueber die Tätigkeit der Frankfurter Oper während der soeben beendeten Spielzeit gibt die folgende Aufstellung Bericht: Es sanden von: 3. August 1902 bis einschließlich 4. Juli 1903 insgesamt 283 Llbend-, 43 Nach­mittagsvorstellungen und 6 Konzerte statt. B-ei ermäßigten Preisen wurde im ganzen 49mal gespielt. Zur Aufführung gelangten 61 verschiredeue Opern (inkl. 9 Operetten), 2 dra­matische Märchen und 4 Balletts. Mozart erschien mit 3 Werken lOinal, Wagner mit 9 Werken 42mal, Verdi mit 4 Werken 19mal usw. Zum crftenmale wurden folgende musikalisch dramatische Werke gegeben: Die Bierbaum-Klee- seldtsche Neubearbeitung Oou DonizettisDon Pasquale" (Uraufführung),Samson unb Dalila" von C. Saint-SasnS, Eugen Onegin" von P. Tschaikolvsky,Dornröschen" von IE Humperdinck (Uraufführung),Die Zlvillütge" von K. Weis (Uraufführung),Frau Holle" von A. Wendel-Mar- I burg, Musik von C. Spangenberg,Götz von Berlichingen"

der mit den Rechten der Volks schüllehrer an gestellten Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen Anstalten werden durch das gegenwärtige Gesetz, soweit dieses nicht ein anderes bestimmt, nicht berührt.