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07/04/1903 Erstes Blatt
 
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153. Jahrgang

Dienstag 7. APrN 1903

Erstes Blatt.

Nr. 82

Erscheint täglich außer bonnlag«.

Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gietzener Zamilien- Mäher viermal in der Woche deigelegt.

tRoiationeörud u. Ver­lag der Brüh l'schen Unweri.-Vuch- u. 6tetn- b rüdem tVceüch Erden) eUbatnon. Ernedino« und Druckerei:

Gchalßraße 7.

Hldresse für Deveschen: Anzeiger Gieße«.

KerniprechanichlußNr 5L

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GleßenerAnzeigerW

General-Anzeiger "

v v den poltL und allgenu

Amlr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MGs

v jfiqenleU: t>an< deck.

Aom Streik in den Medertanden.

In Rotterdam wurde der allgemeine Ansstaiid in einer großen Versammlung verkündet. Er soll sich auf die AuS- laber und alle Ardener, welche bei den Arbeiten am Hafen tätig sind, einschließlich der Fuhrleute, erstrecken. ES wird erklärt, daß der Aus st and nicht in de r Lohn frage seinen Ursprung habe. Er richte sich vielmehr tat­sächlich gegen die Gesetze, welche gegen die Ausstände vor geschlagen sind. Man verlangt, dieselben sollen zurückgezogen werden. Die Rotterdamer Bahnhöfe werden von Infanterie und Marinesoldaten be­wacht. Der Amsterdamer Verband, der in städtischen Be­trieben, Gasanstalten usw. beschäftigten Arbeiter wartet nur aus die Weisung deS Schutzkomitees, um gleichfalls in den Ausstand zu treten. Die Gaswerke werden militärisch be­wacht. Nach einer Meldung des Blattes ,^et Bolt' befinden sich von 1400 Angestellten Der Werkstätten der holländischen Bahn in Haarlem 1100 im Ausstande. Die Entsendung von zwei Batalllonen Bürgergarde au5 Amsterdam nach Haarlem wurde erbeten. Au den Bahnhöfen der hollän­dischen Eisenbahnen ist ein Aufruf angeschlagen, in welck-em die Direktion daS Personal auf fordert, die Arbeit wieder auf- zunebmen. Wenn die Arbeiter innerhalb 24 Stunden die Arbeit nicht wieder aufnehmen, werden fie entlassen wer­ben. Außerdem ließ die Direktion der holländischen Eisen­bahn durch Anschläge an den Bahnhöfen einen Aufruf be­treffend Einstellung von Arbeitern aller Gattungen ergehen. Die Eisenbahnaesellschaflen haben die Absicht, die Züge bis zum EintriU der Dunkelheit laufen zu lassen, wenn sich nicht im Lause des Tages genügendes Personal cinjtellt, um den Signaldienst mit Lichtern während der Nacht zu verrichten. Bon 1400 Arbeitern der niederländischen Fabrik von Eisenmaterial haben 900 der Aufforderung deS Schutz­komitees Folge geleistet und find heute in den Ausstand ge­treten. Die Direktion der hollänoifchen Eisenbahn Hal die Zuversicht, daß ein regelmäßiger, wenn auch eingeschränkter Verkehr stattfindet. Wahrschein­lich werden 16 Züge Amsterdam verlassen und 24 von Rotter­dam ankommen. Es sind Maßregeln getroffen, die den Ab­gang des Zuges 8 nach Hock-oan Holland, der die Ver­bindung mit England vermittelt, sicher stellen.Handels­blad" versichert, daß ein großer Teil der nicht feiernden Arbeiter 5um gewöhnlicyeu Ei,enbahnpersonal gehöre. Weiter erfährt das Blatt, daß der Po st di en st durch Automobils seit Wochen organisiert ist, sodaß die Brief- besörderung besorgt werden kann. Die Steinschneid er haben sich mit den Arbeitern deS Transportgewerbes für solidarisch erklärt und beschlossen, zu feiern. Der Aus­stand der Eisenbahnangestellten erstreckt sich be­sonders auf die Dlaschinisten und Bahnwärter. Die bös­willigen Elemente, welche ösfenllich ausgesprochen haben, daß Die Regierung sie zum Ausstand gezwungen, und welch« die Betriebssicherheit zu gefährden drohten, machten bereits in Haag die Wasserbehälter für die Ma­schinen unbrauchbar und schafften Lo ko motiv- teile beiseite. Königin W ilhelmine gab die

Germanische Acefeugestalten.

Schon zu Tacitus' Zeiten erregten, schreibt man der Rhein. W«stf. Ztg.", die Riesengcpallen der Germanen in Rom Aufsehen. Zu der bevorstehenden Kaisen eise nach Rom werden den Römern wieder einige Deutsche Größen" vor Augen geführt. Der Kaiser hat nämlich einige große Offiziere und Soldaten zu feiner Begleitung ausersehen, deren Hünengestalten auffallen werden. Da ist unter anderen auch Der Oberstleutnant

Absicht kund, nach Haaa zurückzukuhren, sowie die Staats- geschäfte es erfordern. In Regiecuiigskreiscn betrachtet man den Ausstand nicht als besorgniserregend angesichts der getroffenen Borfichtsmaßregeln. Alle so-ialcstisck)en Ab­geordneten sind in Haag anwesend.

Aus Rotterdam wird daun noch gemeldet: Die in regelmäßigen Zwischenräumen von hier abgehenden Dampfer nehmen Ladung ein und werden heute ihre Fahrt noch antreten. Auf den übrigen Dampfern ruht die Arbeit. Die Züge nach Hock-Dan Holland und Vlissingen werden abgelassen. Andere Züge tonnten heute abriid nach ö Uhr nicht mehr von hier abgehen. Aus den Garnisonen Süd- hollandS sind tausend Mann hierher beordert, doch ist die Stunde der Ankunft noch .nicht vorauszusehen, weil Der Zugverkehr unterbrochen ist. In Am st er Dam fand ein Zusammenstoß zwischen der Polizei und Der Menge statt, wobei eine Person durch einen Säbelhieb verletzt wurde.

politische Tagesschau.

Europäische Zollunion.

Der Präsident des Deutschen LandwirtschastsratS, Graf v. Serverin-Löwttz, hat dem 7. internationalen landwirtschaftlichen Kongreß, der vom 13. bis 17. April in Rom tagt, einen Antrag zur Beschlußfassung unterbreitet. Der, in Erlvugung Der Verschiedenheit der natürlichen ProDultionSbeduigugen zwischen Den euro­päischen namentlich Den mitteleuro^ischen und Den außereuropäischen Staaten, sowie Der für außereuro­päische Provenienzen verbilligten Fcachttosten, endlich der Tendenz eines wirtschaftlichen Zusammenschlusses außer­europäischer Staaten, insbesondere Amerikas und Eng­lands mit seinen Kolonien, einen engeren wirt­schaftlichen Zusammenschluß der Staaten des kontinentalen Europas für immer dringender ge­boten erklärt. Jedoch wegen der nahezu unüberloindlichen Schwierigkeiten von der Bildung einer europäischen Zoll­union zunächst Abstand zu nehmen, dafür aber in neue Handelsverträge Der europäischen Staaten die Bestimmung aufzunehmen, daßbei Der Einsicht von Waren, Deren Erzeugung in Europa vom Importeur nach- gewiesen ist, bejondere Zollermäßigungen zu ge­währen sind. Damit lasse sich Der wirtschaftliche Zweck einer europäischen Zollunion d. h. Die gegenseitige Be­günstigung europäischer Provenienzen gegenüber außereuro­päischen vollkommen erreichen.

v. PlüSkow, dessen leibliche Größe schon vor fahren bei» Begräbnis Faures in Pari» Die Aufmerksamkeit Der Fran- zofen fesselte und das schöne Wortspiel erzeugte: 11 eet plus quo haut ce moneiour de Piüekowl (Diese- Bonmot erinnert un» an ein hübsch«- EcherzwortBiSmarcks. Der Altreichskanzler wurde einst von einer Französin gefragt, was er von der diplomatischen Befähigung des weiland hannöv. Gesandten v. Lmpteda Halle. Darauf erwiderte BiSmarck:Monsieur dOmpteua neet pu bomme uvtat.* D. Red. de» .Gieß. Anz.*) Ferner Generalleutnant und Gcneraladtutant v. SckpNl und Rlltmeister v. Kleist vom Großen Generalstabe, beides Männer, die über zwei Meter groß sind. Außerdem sind auf Befehl des Kaisers zwei Chargierte vom Regiment Gardes du EorpS aus- gewählt worden, die als Ehrendienst mit nach Rom reifen. G» sind wahre Hünengestalten, und zwar der Standarten- träger Sergeant Mollenhauer und Unteroffizier Tapplickl ivelcher 2 Meter 7 Zentimeter groß ist uns mithin Die Ehre hat, Der größte Unteroffizier Der deutschen Armee zu sein. Der Kaiser hat sich diese Riesen bereit» vor stellen lassen. Möglich ist es auch, daß noch der Fahnenträger her Leib-Kompagnie des 1. Garde-ReairnentS z. F. Sergeant Flauert, welck-er ebenfalls über 2 Meter groß und dabei entsprec^nd breit ist, an der italienischen Reise teünimmt Bon der Leib-Gendarmerie des Kaisers sind gleichfalls die größten Leute für diese Reise bestimmt worden.

Aus AM und Land.

Gießen, 7. April 1908.

Weaf gqmnaftnm und Realschule. Der Jahres­bericht bei Anstalten ist vor einigen Tagen erschienen. Danach betrug die Gesamtzahl Der Schüler des Realgymnasium- im Schuljahr 1902/08 244, Die Der Realschule 869 und Die Der Vorschule 186. Wir entnehmen weiter, daß während de- letzten Jahre- folgenDe Herren in da- Lehrerkollegium ein* getreten stnD: Oberlehrer Dr. Weimar, vorher in Oppen­heim, am 2. April 1902, Oberlehrer Dr. Dittmar, vorher ebenfalls in Oppenheim, am 12. April 1902, und Oberlehrer Bender. AuSgeschieden ist Oberlehrer Dr. Pitz, der am 9. April 1902 zum Direktor Der Realschule in AlSselD er­nannt wurde.

~ Personalien. Der RegierungSaffesfor Mueller wurde mit Aushilfeleistung bei dem Sekretariat Großh. Mi­nisteriums deS Innern beauftragt. Ernannt wurde Der Oberlehrer an Der Volksschule zu Darmstadt, Höcker, zum Lehrer an Dem Lehrerseminar zu Alzey. Verliehen wurde Dem Bürgermeister, OrtSgerichtsoorsteher und Standesbeamten Ludwig Volk Xlll. zu AllenDorf a. b. Lohn das All­gemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift »Für langjährige treue Dienste* am Bande deS PHÜippSordenS.

* Die gärtnerische Anlage des Wieseckufer- entlang der Allcestraße zwischen Frankfutter- und Bahnhof*

Fie Fatrij KuSer-All-stcllullg in Jarmstadt.

R. B. Darmstadt, 6. April.

* In den Räumen des Großh. GewerbemuseumS wurde heute eine Ausstellung eröffnet, die für daS hessisch« Ge­werbe und die MunftüiDuftrie von weittragender Bedeutung ist. Die Ausstellung trägt den Namen eures der jüngsten hessischen Künstlers Pattiz Huber, dessen tragische- Ab­leben im Sommer vorigen IahreS zu Berlin wert über die Grenzen unseres engeren Heimatlandes hinaus mit auf­richtigem Bedauern vernommen worden ist. Pattiz Huber hat trotz seiner großen Jugend er würde am 19. März dieses Jahres erst sein 25. Lebensjahr vollendet haben einen außerordentlichen Einfluß auf unser jtunfipanbtDerf au-geübt, sodaß es wohl interessieren dürfte, zunächst über den Lebenslauf des leider so früh Dahingeschiedenen etwas Näheres zu erfahren. Er stammle aus Stuttgart, wo ferne Familie seit Jahrhunderten ansässig war. Noch im Kindes- aller kam er mit seinem Baler nach Mainz, Der seil dem Jahre 1883 bis heute als Lehrer an Der Dortigen Sunfl- gewerbeschule tätig ist. Pattiz Huber besuchte Dort das Real­gymnasium und trat nach vollendetem 15. Lebensjahre <US Schüler in die Kunstgewerbefchule ein. Er erwarb sich hier unter der Leitung anerkannt tüchtiger Lehrer, unter denen sein Vater Anwn Huber obenan steht, in kürzester Frist außerordentliche Kenntnisse, die er bereits als Siebzehn- lähriger mit Geschick auch prakttsch zu verwenden verstand. Nach in Mainz bestandener Kunstprüfung ging der kaum Achtzehnjährige nach München, um sich wahrend dreier Se­mester zuerst dem Studium der Malerei, dann der deko­rativen Innenkunq't zu widmen, und die reichhaltige Samm­lung aus jener Zeit er benutzte die Sommerferien stets in Mamz zu praktischer Kunsttätigkeit beweist uns, mit welcher rapiden Schnelligkeit der Künstler feiner Vollendung CI1Suber1 hatte während seines Münchener Studiums sehr bald empfunden, daß das Hauptfeld seines künstlerischen Wirkens auf Dem Gebiete der architektonischen Raumge­staltung und der Innendekoration lag und er tat bie ent­scheidende Wendung von der Malerei zur inneren L.ektomk, nachdem er, der kaum Zwanzigjährige, einen Pttis bei einem Wettbewerb davongettagen hatte, den die ZeitschriftInnere ^ekor-ttion" im Mai 1898 ausschrieb. Von da an rang es und arbeitete es in der jungen Künstler,Me mit unermuD- sicher Schaffenskraft, deren geistige Reis« und innerliche ^ollenbung seinen Jahren voraneille.

In der von der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe m Darmstadt veranstalteten Ausstellung, um Deren Gelingen

sich neben den Anverwandten des Künstlers besonders Ge­werberat Wagner, auch durch Herausgabe eines geschmack­voll arrangierten Katalogs verdient gemacht hat, erblickt Der Besucher in stiller Wehmill gleich am Eingang unter einem Pslanzenarrangement die wohtgelungene Büste des Verstorbenen, die Bildhauer Daniel Stocker in Stuttgart angefertigt hat. Um Den kurzen Entwicklungsgang des Künstlers gut verfolgen zu können, ist hier die lobenswerte Anordnung getroffen, Dag seine sämtlichen Zeichnungen und Entwürfe chronologisch geordnet sind. Wir finden da sck-on unter den Schüler arbeiten aus dem 17. Lebensjahre sauber ausgeführte Studien, die das Innere eines vornehmen Hauses darstcllen und namentlich aus dem Schaffen des 18. und 19. Lebensjahres eine Reihe origineller Ornament­studien, darunter auch zahlreiche Intarsien, welch« der Künstler für den von Der Waggonfabrik Gebt. Gastell-Mainz hergestellten Salonwagen unseres Großherzo gs und für eine SalondauivserauSstattung Der Schiffswerft Ehr. Ruchof-Kastel angefertigt hat. Aus den nächstfolgenden Jahren stammen viele Entwürfe für den Kunstverlag von Alexander Koch-Darmstadt, Julius Hofmann-Stuttgart, die Zeitschttft für Liebhaberkänste" u. v. a. m.

Ten Höhepunkt feines Schaffens erreichte der Künstler bekanntlich durch seine im Winter 1899 erfolgte Berufung als einer derSieben" für die Darmstädter Kunstlerkolonie, Der er trotz seiner großen Jugend als einer der hervor­ragendsten und für unser hessisches Kunstgewerbe bahn­brechendes Mllglied angehörte. Tas viel bewunderte Glückerchaus, die innere Ausgestaltung des Habichhauses, das Bürckzimmer im Künstlerhause und sein eigenes be­scheidenes Heim darin zeugten in beredter Weife dafür. Auf der Ausstellung sind alle diese Arbeiten und die zahlreichen Skizzen und Vorstudien dafür mit Sorgfalt zusammen- gestellt. Noch fiarer aber, als durch diese, wird dem Be- ichauer das Schaffen des Künsllers vor Augen geführt durch Die stattliche Anzahl ausgestellter kunstgewerblicher «Er­zeugnisse, die nach den Zeichnungen und Ideen HuberS. angefertigt wurden. Ta sind vor allem zwei vottstänbige Zimmereinrichtungen deS Kommerzienrats und Möbel- febrikanten I. Glückert-Darmstadt hcroorzuheben, die eigens für die Ausstellung angefertigt wurden. DaS Speisezimmer ist ein Muster von Gediegenheit und deutscher Behaglichkeit, so kunstvoll wie einheillich und stilgerecht, auS einer Idee heraus geschaffen und für das praktische Bedürfnis berechnet. In dem zwcllen Zimmer entzückt der herrliche große Glas- schronk. Der gediegene Schreibtisch, die Klubfesfel u. a. m. Die Firma hat sich mit der Ausführung dieser Huber scheu Entwürfe in der Tat ein schönes Verdienst um das hesftsche Kunsthandwerk erworben.

Unter den zahlreichen sonstigen Ausführungen derIdeen deS Künstlers nennen wir in erster Linie noch die Arbeiten der Bijouterie» und Silberwarenfabrik Martin Mayer in Mainz, die eine Anzahl geschmackvoller Brochen, Cigarren- eluid, Feuerzeuge, Boiibvlinieren, Schirm- und Stockgttffe, ,owie allerlei Necessaires ausgestellt bat; ferner die Gold- und Silberwarenfabrik Theooor Fayrner-Dforzheim, die ebenfalls mit einer größeren Anzahl origineller Brochen und Eolliers, Photographierahmen, Knöpfen rc. vertreten ift Feine Lederwaren nach HuberS Zeichnungen bringt die Firma Hochstädter und Bergmann-Offenbachs zahlreiche originell durchgeführte Möbeloeschläge, tellS in Attssing, Kupfer ober Ncckelin gettieben, teils vielfarbig oder eisen- farbig oxydiert auSgefuhrt, und die Fabrik für Beleuchtungs­körper Louis Dusch in Mainz zeigt in einer Anzahl mehr­flammiger, effektvoller Kronen und Ständerlampen bis fchöpferlfch« Künst des jugendlichen Meisters.

Vom Bildhauer Rudolf Bvsselt-Tarmstabt sind mehrere Metall-Plaketten ausgestellt und zahtteiche andere Besitzer von Kunstgegenständen haben chre nach HuberS Angaben gefertigten Gegenstände ebenfalls hergeliehen.

Wtt wollen yier nur noch erwähnen, daß der junge Künstler auch speziell für die kunstgeübte Frauenwelt mit* gewirkt hat, indem er ihr eine Reche origineller Entwürfe für Stickereien hinterließ. Tie Schwester des Verstorbenen, Frl. Elsa Huber, die auch für das Gluckertsche Speisezimmer ein wohlgelungenes Oelgemälde mit dem Bilde ihres Bruders lieferte, hat mehrere dieser Stickereien für Kissen angefertigt, ebenso Frl. Pfaff in Kaiserslautern.

Die o^rina Franz Pohland in Falkenstein L Bogtk. glänzt auch mit einer größeren Anzahl von Webereien, wie Vorhänge und sonstige Teborationsftosfe, unter denen ver­schiedene gut ausgefühtte Muster gewiß.ihre Liebhaber finden werden.

Nach dieser kurzen 2lussührung des Bemerkenswertesten von der Ausstellung sei noch der verdienstvollen Tätigkeit Des Bruders Des Verblichenen, deS Architekt Anwn Huber geDacht. Dieser hat nicht nur mit aufopfernder Bruderliebe Das Ganze sichten und ordnen Helsen, sondern auch eine Anzahl von Entwürfen aus der letzten Schaffensperiode in Berlin vollendet, resp. nach den Angaben des Künstlers weiter ausgeführt, besonders dessen Zeichnungen für Villen^ bauten. Tce Ausstellung, die von heute ab bis zum 20. Mai täglich außer den beiden Feiertagen von 101 und 25 Uhr unentgeltl.ch geöffnet ist, bietet für jedermann, namentlich aber für ftoen nunsthcuibweiker vielsrlei geistige und prak­tische Anregung bar.