Ausgabe 
7.3.1903 Zweites Blatt
 
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Nr. 56

Zweites Blatt

Samstag 7. März 1903

2ie YeuLige 'Aummer umfaßt 18 Seitcn

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il Fischbach.

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49735 52386 61122 85207 9O6U4 91076,

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153. Jahrgang

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2000 Mk. auf

Nr. 8152 9343 11048 11348 13918 18844 20974 25919 32974 35396 46159 47489 48855 51469 52249 74664 Lauterbach) 82311 82707 Ohne Gewähr.

Die Geschworenen bejahten die Schuldsrage auf Amts- unterschlaguny, verneinten aber, daß der Angeklagte in Bezug auf bie begangene Unterschlagung die Bücher der- sälicht über unrichtig geführt hat, und billigten auch mil- bernbe Umstänbe zu. Tas Urteil lautete aus 6 Monate G e f ä nj

auUei toonmag«. Dem Eietzenei Anzeiger werden tm Wechsel mit bem üesfllcheo tandwltt bu Kietztner Familien* Mällei viermal in bei Wvche beigelegt.

Rotaiionebrud u. Ver> la« bei Brühl 'leben Uiiivers.-Biich- u.Steia- ^ruderei (Bietsch ltrben) Redaktion, <trpeOitu>e unb Truaetet;

Echolfteatze 7. tibiefle tüt Tetlichem Unzetger «lebe». fernlptrdianldiliiß'Jtt St.

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** Höhere Töchterschule. Tie Architekten Stein & Meyer sind au5 dem Wettbewerb, ber zwischen sechs hiesigen Architekten um bie Fassade der höheren und er­weiterten Mädchenschule slattgcsunoen hat, cus Eejer h.r- vorgegangen. Wir erfahren weiter, *nay Stein L Kiener

Aliü ^rluLl uni) Llinö.

Gie ßen, 8. März 1903.

Hessisch-Thur. Staatslotterie. Bet der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse wurden folgende Gewinne gezogen: 50 000 SVlf. auf 9k. 9105 (nach Büdingen), 40 000 Mk. auf Nr. 49321 (Darmstadt), 10 000 Mk. auf Nr. 855 (Mainz), 9345 (langen), 30306 (Jena), 5000 Mk. auf Nr. 28654 29653 48219 52169 78364, 3000 Mk. auf Nr. 4477 11707 (Heldenbergen), 14885 15741 19523 22619

'HiO V eilenberg Nicht.

I. UchkW Ktttrsaieanil*1' «nfl«U.

meine grobe Auswahl m und namentlich in ntem

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ch aufinerffain, ebranntfn Kaffees sind irgfältigiie zusammen« von seinem, lräslizem und absolut rem«

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Ausland.

London, 6. März. In der von der H andelskam- mer einberufenen Konferenz über bie Wirkung des neuen deutschen Zolltarifs auf den englischen Handel führte de Rogers aus, England müsse zuerst »ersuchen, einen neuen Handelsvertrag mit Deutschland zu schließen; es könne keine differenzielle Behandlung gegen Deutschland einführen, ihm aber auch nicht bie Vorteile gewähren, welche es seinen eigenen Kolo­nien nicht einräume. Tie Versammlung nahm eine Resolu­tion an, welche bie Regierung aufsordert, über einen be­sonderen Tarifvertrag mit Deutschland und den übrigen Ländern zu verhandeln. Eine andere Resolution befürwortet bie Einsetzung von Ausschüssen, um bie Wirkung des Tarifs auf verschiedene Industrien zu untersuchen.

Paris, 6. Marz. Gegen Ende der gestrigen Kam­mersitzung gerieten in den Wandelgängen bie Abgg. Loque unb Dagnat in einen heftigen Wortwechsel, wobei letz­terer Loque ohrfeigte. Loque hat Dagnat seine Zeugen eefanbt.

Ter Senat setzte bie Besprechung der Interpellation aber ben Gesundheitszustand in ber Armee fort Ootteron hebt hervor, welche Aufregung bie Erklärung des ^riegsministers in ftrantruid) hervorgerusen habe, baß bie Sterblich keitinberfranzösi scheu Armeevier- malgrößers eialsinderdeutichen. Redner meint,

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-t. Gießen, 7. März 1903

Gestern verhandelte das Schwurgericht gegen ben am 23. Januar 1845 zu Treis a. b. Lda. geborenen Lanowirt unb ehemaligen Kirchenrechner Konrab Opper III. wegen Amtsverbrechens. Die Anttage vertritt Staats­anwalt Neuß, bie Verteidigung führt Rechtsanwalt Men­delsohn. Es waren nur wenige Zeugen zu hören.

Ter Angi.klagte, der ben Eindruck eines gebrochenen unb reuigen Menschen macht, ist geständig, aus oer Kirchenkasse zu Treis, deren Rechner er war, fortgesetzt Gelder, im ganzen 1827.08 Mk., die er in amtlicher Eigenschaft empfangen hat, unterschlagen zu haben, unb baß er, um diese Unterschlag­ungen zu verschleiern, bie zur Eintragung ober Kontrolle ber Ein- ober Ausgaben bestimmten Bücher unrichtig ge­führt unb unrichtige Abschlüsse aus biefen Büchern vorgclegt hat Opper würbe zunächst 1884 provisorisch, 1886 befduho Rechner ber ebanget Kirchenkasse in Treis, welches Amt sein Vater vorher lange Jahre bekleidet hatte. Er galt als rechtschaffener, in geordneten Verhältnissen lebender Mann. 1893 starb feine Frau unter Hinterlassung von 6 Kindern. Don dieser Zeit an ging es mit Opper wirtschaftlich bergab, sodaß Schulden unvermeidlich wurden. Um ben b.ängenbcn Gläubigern gerecht zu werden, vergriff sich ber Schuldner seit 1898 fortgesetzt an bem Kkchenvermögen. Er entnahm, wie er zugesteht, zuerst kleinere Beträge, sväter aber auch er­heblichere Summen (bis zu 100 Mk. mit einem Male). Ge­legentlich einer im September unb Lk.ober v. I. vorgenom­menen Revision vermißte ber Geistliche Quittungen über größere Ausgaben. Der Stein kam ms Rollen unb Opper fleftanb schließlich, baß er sich an ber Kosse vergriffen habe. Da er wußte, baß bie einzelnen Einträge nicht geprüft würben, buchte er bie von ihm unterschlagenen Betrage als aänger, unb wenn er solche Betrüge wieder der Kasse rte, buchte er sie als Vorlagen. Die unterschlagenen betrage sind vom Angcttag.cn nach ihrer Entdeckung voll gedeckt worden.

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daß dies Verhältnis darauf zurückzuführen sei, daß man in Frankreich zu viel schwache Leute unter den Fahnen zurückzubehalten pflege. Ter Sanitätsdienst sei nicht genügend. Der Kriegsminister erwähnt, es seien alle mög­lichen Maßnahmen getroffen, um ein Sinken ber Sterblich» feit herbeizuführen. Er habe an sämtliche Regimenter sehr strenge Instruktionen erlassen.

Wien, 6.Alärz. Im Abgeorbneten Hause brachte ber tschechische Abg. Kaftan eine Interpellation ein betreffend bie Handhabung des deutschen Reichsgesetzes über Schlachtvi eh unb Fleischbeschau bei ber Einfuhr von Fleisch aus Oesterreich. Tie Interpellanten wünschen bie Einleitung von Verhandlungen mit bem beutschen Reiche zur Abstellung ber vexativen Untersuchungen, welche jeden östreichischen Fleischexport nach Deutschland unterdrücken; sie würden eventuell die Anwendung von Repressalien bei Ein­fuhr von Salami, Würsten unb Konserven aus Deutschland nach Oesterreich und insbesondere die Beschränkung des Importes von westfälischem Schinken durch Einführung strenger Untersuchungen und hoher Gebühren empfehlen.

Aden, 6. März. Vorgestern wurde hier ein russi­scher Ingen ieur bei dem Versuch, in bie Befestigungs­linien zu gelangen, von einem Posten festgenommen. Der Ingenieur, ber bürgerlich gekleidet war, gab bei der Ver­haftung an, er sei Geologe und in Ausübung seines harm­losen Berufes begriffen. Tie sofort vorgenommene Durch­suchung bestätigte den Verdacht, daß er ein Spio n sei. Schließlich würbe er unter Bedeckung von zwei britischen Offizieren auf das russische Schiff zurückgebracht, zu bem er gehört. Die Befestigung Almonthul, in bereit 9iähe bie Fest­nahme erfolgte, bildet den Schlüssel zu ber Verteidigungs- linte. Auf bem Bergesgipfel liegt ein Fort, auf dem eine Anzahl maskierter Batterien sich befinben.

Tanger, 6. März. (Meldung ber Agence LavaS.) Dem Gouverneur von Tanger ging abends aus Fez die Nachricht zu, daß der Prätendent gefangen genommen sei.

BREMEN' «ifreiU^ cs"

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Deutsches Reich.

Berkin, 6. März^ Aus Bremerhaven meldet man bom 6. März: Das LinienschiffKaiser Wilhelm II." mit bem Kaiser, bem Großherzog von Olbenburg und dem Prinzen Heinrich an Bord, begleitet von dem KreuzerNiobe" und zwei Torpedobooten, ist heute nachmittag auf ber hie­sigen Rbede eingetroffen. Der Kaiser besichtigte kurz nach seiner Ankunft mit bem Prinzen Heinrich und bem Groß- herzog bie Diobellversuchsstat.on bes Norddeutschen Lloyd, wo bie Kvntreadmirale v. Cickstäbt unb v. Ahlefeld, sowie Oberingenieur Schütte Modelle zweier Panzer und eines Kreuzers Dorfübrten. Etwa um 7 Uhr erfolgte die Rückfahrt an Bord des LinienschiffesKaiser Wilhelm IL"

Der Reichskanzler ist nach Bremen ab gereift.

Anläßlich ber morgigen Huldigungsfeier ber Automobilisten hat ber Kaiser bestimmt, baß abends das Kaiser-Wilhelm-Tenkmal beleuchtet wird.

Staatssekretär Graf Posabowsky befindet sich auf dem Wege der Besserung und wirb in einigen Tagen feine Arbeit roieber aufnehmen können.

Die konservativeSchics. Zta." hatte seit Monaten von einemgewerbsmäßigenOberpräsidenten- st ü r j e r" in ber Provinz Posen gesprochen, ohne inbes ben Namen bes von ihr gemeinten Herrn zu nennen. In einer aus ber Provinz Posen batierten Korresponbenz derFrkf. Zig." wirb jetzt gesagt, ba'ß, das konservative Breslauer Blatt Herrn v. Tiebemann-Seeheim, ben Vorsitzenden des OstmarkenvereinS, damtt meine, unb wird Wetter die Vermutung ausgesprochen, baß ber neue Oberpräfibent in Posen, v. Waldow, Herrn v. Tiedemann wohl kaum impo­nieren werbe.

Der Zentrale für Spiritus-Verwertung hat ber Kaiser ben von ihm für bie Ausstellung gestifteten Ehrenpreis zuerkannt unb zwar für bie Verdienste um bie Ausstellung und für die Förderung des Spttitusverbrauchs zu technischen Zwecken.

Wahl-Bewegung.

Wetzlar-Altenkirchen. Gegenüber der Bemerk­ung in LiebermannsDeutschsozial. Blättern", daß die Aufstellung des Landwirts Keiner als besonderen bünd- lerischen Kandidaten gegen ben Antisemiten Dr. Giese angesichts ber bisherigen Haltung Gieses zum Bunb ber Landwirte vorauszusehen war, schreibt bieStaatsb.-Ztg.", daß Giese sich gar nicht um bic Unterstützung bes Bundes ber Landwirte beworben habe unb daß es auch ohne Bunb gehen unb vielleicht eher besser gehen werde. Es seiimmer­hin erfreulich, roenn bie Mitglieder einer Partei sich auf eigene Füße stellen unb sich nicht von ber Gnabe einer wirt­schaftlichen Gruppe abhängig machen, denn das führt schließ­lich zur Schwächung ber eigenen Partei".

Hanau, 6. Mrz. Eine gestern abenb stattgehabte Sitzung ber Vorstände der Vereine der freisinnigen Volkspartei von Hanau unb Bockenheim beschloß einstimmig, Herrn Fabrikant Rudolf Küstner als Kandidaten für den Reichstagswahltreis Hanau-Gelnhausen-Orb auf­zustellen.

Wiesbaden, 6. März. DerRhein. Kurier" macht den Vorschlag, Freisinn und Nationälliberalis- mus sollten einen gemeinsamen Kandidaten für Wiesbaden-Rheingau aufstellen. Gingen beide Parteien ge­trennt vor, so sei zu befürchten, daß das Zentrum in Die Stichwahl mit bem Sozialisten gelange. Die Protestanten seien aber nur schwer zu bewegen, bem Zentrum Wahlhilfe zu leisten. So |ei für biefen Fall also wahrscheinlich, daß Die Sozialdemokratie durchdringe.

Kassel, 6. März, Nachdem Landrat Dr. Tuerk und Frhr. v. Eckhardstein bie ihnen angetragene Reichstags- lanbibatur für Hersfelb-Rotenourg-Hünfelb ab- gelehnt haben, beschloß eine Vertrauensmännerversammlung in Rotenburg, ben Rittergutsbesitzer Frhr. v. Scharfen­berg auf Kalkhof bei Wanfried um Annahme bet Kan- bibatur zu ersuchen. Herr v. Sch. ist konservativ. Die Ant- femiten stellten bekanntlich ben seitherigen Abg. Werner wieber auf.

gnis unter Anrechnung ber erlittenen Untersuch-- ,t. Der Staatsanwalt g-tte 9 Monate G.fängnis beantragt. Opper würbe sofort aus ber Hast ent assen.

außer ber mit dem Preis gekrönten Arbeit ein zweite- Fassaden-Prvjckt eingereicht haben und diese es gewesen ist, welche in zweiter Linie mit der prämiierten in engere Wahl gestanden hat. Die Pläne, welche feit heute vormittag auf der Bürgermeisterei (Stadtverordncien-Sitzunassaali zu jedermanns Ansicht ausgestellt sind, lassen im allgemeinen erkennen, daß alle Bewerber viel Fleiß angcrocnbet haben, um ben Sieg zu erringen, sobaß auch bie übrigen Fassaden architektonisch tüchtige Leistungen barstellen. ES empfiehlt sich, bie Ausstellung ber sieben Projekte für unfern neuen Schulpalast an der Norbanlage, welche am Dienstag geschlossen wirb, zu besichtigen.

Wilhelm Busch. Wie auß dem Inseratenteil er sichtlich, findet nächsten Montag nachmittag im Festsaale deß (Safe Leib ein Vortrag für Kinder statt, wobei die köst­lichen Bilder auß Max und Moritz und auß den Märchen und Possen von Busch in großen Lichtbildern vorgefühtt werden. Dem Kaufmännischen Verein, welchem diese Veranstaltung zu verdanken ist, wird gewiß durch zahlreichen Besuch dec jungen Welt seine Arbeit gelohnt werden. TaS Eintrittsgeld ist auf nur 30 Pfg. festgesetzt und die Kinder und erwachsenen Angehörigen ber Mitglieder beß Kauf­männischen Vereins haben alle freien Eintritt.

* Aus dem Theatcrbureau. Infolge Erkrankung beß Fräulein Sieg hatte tn der gestrigen Abendvorstellung Fräulein Brücher die Rolle der »Chonchon" über­nommen. Sonntag Abend wird, da Fräulein Sieg noch nicht disponibel, an Stelle der angekündigten Posse Flotte Weiber"Der Trompeter von Säkkingen", romantisches Schauspiel mit Gesang in 3 Akten und 7 Bildern von Emil Hildebrand und Julius Zeller, zur Aufführung gelangen.

** Bluttat gegen den eigenen Bruder. Von Allertshausen bei Staufenberg bringt bie Kunbe her, baß vorgestern bort eine Bluttat verübt würbe, wie sie Gott sei Dank selten vorkommt. Wir hören, baß zwei lebige Brüber, beibe bereits bejahrt, in Streit gerieten. Der eine verletzte den andern so schwer, baß man ihn hierher in bie Klinik brachte, wo er gestern bereits ver fta rb. Für heute nachmittag ist bereits seitens ber Staatsanwaltschaft die amtliche Leichenschau angeorbnet.

-le- Abendltern, 6. März. Der Haltestelle-Aufseher Johann Funke feiert am 1. April sein 25 jährige- Dienst­jubiläum. Er hat den Feldzug 187071 mitgemacht.

§ Butzbach, 6. Mcttz» Die hiesigen Schweinemetzger haben ebenfalls einen Abschlag ber Fleisch, unb Wurstpreise eintreten lassen; ber Unterschied g.gen ben Vormonat beträgt bei ber Wurst 4 bis 8 Psg. pro Pfund. Heute fand in unserer Stadtschule eine Prüfung der weiblichen Handarbeiten durch eine auswärtige Jndustrielehrerin statt. Ter hiesige Gesangverein ^Or­pheus" wird am 15. l. Mts. eine größere Abendunterhalt- ung veranstalten.

88 Friedberg^ 5. März. Ein Opfer bes or ran* artigen Sturmes am vorigen Samstagabenb würbe die mehr als 400 Jahre alte Linde am Mineralbrunnen bei Station Groß-Karben. Mehrere Aeste hatte sie bereits bet- loten, unb ber schon mürbe Stamm wurde nun vollständig zersplittert. Am Boden hatte derselbe einen Durchmesser von fast 2 Meter, an seiner Verzweigung von ca. 1.50 Meter. Der Umfang der mächtigen Krone betrug ca. 50 Meter. Der am 14. b. Mts. hier tagenbe Kreistag im Kreis- amtßgebäube wirb sich in erster Linie mit bem Neubau, bezw. Ausbau von Kreisstraßen beschästtgen.

Grünberg, 5. März. Die Generalversammlung beß Verkehrsvereinß fand gestern abend in der Wirtjchaft .zum Taunus" statt. waren etwa 20 Mitglieder er­schienen. Mehrere Fußpfade sind neu angelegt und bie schon bestchenben neu beschottert worben, vier neue Bänke wurden im Stadtwalde und an der Gießener Chaussee aufgestellt, so­wie bie allen Bänke repariert. Seit vergangenen Herbst ist bank bem Verkehrsverein ber Fußpfab burch unseren Stadt* walb, über ben Höllersborn, Freienseen, burchS Seental, Oberseenerhof, Peterßhainerhof (nach dem HoherodSkopf) mit Wegezeichen, einem blauen Dreieck in weißem Felde, versehen. Durch Verlesung der Rechnung ergab sich em Kassenvorrat von 201,27 Mk., da bie Ausgabe von 486,14 Mk. einet Einnahme von 687,41 Mk. gegenübersteht. Die Versammlung beschloß bie baldige Beschotterung der Wege, Neuanlage eineß Fußpfades von der unteren Ziegelhütte nach bem Stabt- roalbe, rechts längs ber neuen Kreisstraße, bie Herstellung bet sogen. .Enggasse", sowie baß Aufstellen von zwei neuen Bänken an der Londorfer Straße, bezw. am Wartturm. Zur weiteren Ausbreitung des Wegmarkierungsnetzes sind vier neue Routen vorgesehen, eine größere über Bennerberg, Pest­burg nach bem Ramsberge bei Laubach und drei kleinere durch den Stadtwald. Zu Vorstandsmitgliedern wurden ge­wählt Bürgermeister Zimmer, Louis Nioll, A. Leonhard, H. Kaiser, Ehr. Schäfer, K. H. Jöckel und K. Seim, die Herren H. Schmidt L, Ferd. Schott und Fr. Ritter als Ersatzmänner.

&d. Darmstadt, 6. März. Der Hessische Landesverein vom Rothen Kreuz hielt heute dahier unter dem Vorsitz des Lberkonsistorialpräsidenten Büchner eine Hauptoersamm- lung in Verbindung mit einer Verwaltungsratssitzung ab. Ter Vorsitzende teilte mit, daß die Baronin Cohn-Oppenheim in Dessau zur Unterstützung beß Rothen Kreuz Depots in 'Mainz, Mk. 30000, teitamenlarisch zur Verfügung gestellt habe. Ter Ertrag der Sammlungen ergab für die Buren Rlk. 10 270, für die Ehmakneger Mk. 30113 sowie, falt

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen iM-Z

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