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7.2.1903 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

Samstag 7. bruar 1903

monat

153. Jahrgang

Nr.

Orhchetnt täglich außei SoiinlagL.

Dem «Lietzener Anzeiger werden im Wechsel mii dem hessischen Landwirt Du Giegener Fainilien- blättei oicvniol in der Woche bctgelegt tHotüHonsörud u. 93er- Ic.y der Brühl 'scheu Uiiiverl.'Bnch- u.Slein- brurferei (Pietsch Erden)

Redaktion. ErvedMoo unb Druckerei

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verani wörtlich, für den poliL a. aügem, teil: P. Witiko: sür .Stadl und üanb* und /LerichtSsaal* 6 q r | Plato, sür den An­zeigenteil: Hans Deck

vezngSpret»,

!lich7bPs^oiette^ tährlich wik. 2.20; durch Abhole- u RrvetgfleUen aionalhcb 6o Ps.; durch

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger w

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Drlranntmachung.

Betr.: Gesuch des August Gabriel jr. von Gießen um Ge­nehmigung zur Anlage eines Dampfkessels.

Fabrikant August Gabriel jr. zu Gießen beabsichtigt auf dem Grundstück Flur IV Nr. 464 710 dec Gemarkung Heu­chelheim eine Dainpskesielanlage zu errichten.

Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang oom Erscheinen dieses im Kreisblatt für den Kreis Gießen an gerechnet auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürger- lneisterei Heuchelheim zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meidung des Ausschltisses bei Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim vor­zubringen.

Gießen, den 6. Februar 1903.

Großhei a >! n>, ,*t iTtsamt Gießen.

I. 93.: Dr. Wagner.

Bekanntmachung.

In der Zeit oom 1. bis 7. Februar 1903 wurden tn hiesiger Stadt

gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 schwazrer Damenhut, 1 Paar Herrenhandschuhe, 1 Arm­band, 1 Schlittschuh und 1 Stück einer Boa;

oerloren: 1 goldene Damenuhr, 1 goldener Kettenring und 1 Weinzipfel.

Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.

Gießen, den 7. Februar 1903.

Großherzoglicves Polizeiarnt Gießen.

Hechler.

Die Htaisöewiüigungeu für Hberyessen.

Original-Artikel desGießener Anzeigers".

R. B. Darm stadt, 5. Febr.

Unter den im Etatsjahr 1903/04 für die Provinz Ober­hessen zu bewilligenden Mitteln für staatliche Neuanlagen oder Erweiterungsbauten steht, wie das der Natur der Sache entspricht, die Provinzialhauptstadt Gießen oben­an und hier natürlich wiederum die Landesuniver­sität. Sie hat in oen letzten Jahren einen so erfreu­lichen Aufschwung genommen, daß die jetzt in Benutzung stehenden Räume fast sämtlich völlig unzureichend ge­worden sind und eine energisch durchgreifende Abhilfe wirklich dringend geboten erscheint. Auch der Finanz­ausschuß der zweiten Kammer hat sich in den darüber mit den Regierungsvertretern gepflogenen eingehenden Ver­handlungen von der Notwendigkeit der Fertiastellung der geplanten Neubauten überzeugen müssen und oeshalb auch mit Ausnahme eines für das akademische Forst-Jn- stitut vorgeschlagenen Neubaus alle anderen For­derungen für Gießen bewilligt. Es handelt sich vor allem um den Bau einer chirurgischen und einer ophthalm alogisch en Klinik. Die Frage des Neu­baus selber ist schon bei der vorjährigen Etatsberatung entschieden worden, indem die Kammer als erste Rate 125 000 Mark dafür bewilligt hatte. Nach der jetzt vor­liegenden genaue Baurechnung sind die Ges amt kosten für die chirurgische und die ophthalmologifche Klinik nach Abzug des Erlöses für das akademische Krankenhaus auf 1323 000 Mark berechnet. Zur üonftänOigen Fertigstellung des Rohbaus der Hauptgebäude, des Wirtschaftsgebäudes und verschiedener Nebenanlagen werden jetzt als zweite Baurate gefordert: 340 OOu Mark für die chirurgische Klinik, 172 600 Mark für die ophthalmologifche Klinik und 22 400 Mark für die Nebenanlagen, in Summa dl)0-535 000 Mark. Ter Finanzausschuß beantragte mit Stimmenmehr­heit die Bewilligung dieser Summe und die Kammer wird dem Anträge zweifellos entsprechen.

Weiter ist bekanntlich die Erbauung neuer veteri­närmedizinischer Institute geplant, für welche die Baukosten auf insgesamt 600000 Mark veranschlagt sind. Es sollen aber zunächst nur zur Ausführung kom­men ein neues Anatomiegebaude, veranschlagt zu 104 850 Mark, ein Gebäude für pathologische Anatomie zu dem­selben Kostenpreis, eine chirurgische Klinik, veranschlagt zu 111690 Mark und endlich Nebenanlagen, Terrainregulier- ungen, Einfriedigung usw. wofür 20 610 Mark in Rech­nung gestellt sind, in Summa also 342 000 Mark. Da hier­von bereits ebenfalls im vorjährigen Etat eine erste Rate un Betrag von 150 000 Mark bewilligt wurden, so bleibt als zweite Baurate noch ein Betrag von 192 000 Mark rück­ständig. welchen der Finanzausschuß gleichfalls zur Be­willigung zu empfehlen beschlossen hat.

Die Notwendigkeit der Erbauung eines medico- m e ch a n i s ch e n Instituts ist bei der vorjährigen Etats- fceratung ebenfalls anerkannt und für die Vorarbeiten Der Betrag von 9000 Mark bewilligt worden. Die Gesamt­tosten für die Fertigstellung dieses Instituts sind auf 85 000 Mark berechne: worden, sodaß als letzte Baurate noch 76 000 Mark zu bewilligen übrig bleiben. Ebenso rvurden im vorigen Jahr für die Erbauung einer Zeri­tt r a l w a s ch a n st a l t, deren Kosten sich auf 81000 Mk. stellen, 9000 Mark bewilligt. Auch den Rest dieser Summe FU bewilligen, wird vom Finanzausschuß beantragt.

Für die neue Universitätsbibliothek waren Die Gesamtkosten auf 526 000 Mark veranschlagt. Von diesem betrag werden jetzt als dritte und letzte Rate noch 244 000 Mart eingeforberi, deren Bewilligung der Finanzausschuß gleichfalls beantragt. Für den Anschluß der Kliniken, Oer Beterinäranstalt, der psychiatrischen Klinik an die Mdtische Kanalisation waren vor zwei Jahren zur Anlage

eines Entwässerungskanals 11900 Mark bewilligt worden, wovon bisher nur 1400 Mark für eine Desinsektions- anlage verwendet wurden. Da zur Durchführung der Ent­wässerungsanlagen auch für die neuen Baulichkeiten ins- besamt 23 000 Mark erforderlich sind, soll noch eine Rest- sorderung von 12 500 Mark erhoben werden.

Zu ergänzen ist noch unsere Mitteilung m Nr. 29 desGieß. Anz." über den Dispositionsfonds der Landesuniversität dahin, daß zwar, wie gemeldet, 1000 Mark gestrichen worden sind, aber nicht von den 7500 Mark, die im vergangenen Budget ausgeworfen waren, sondern von den 9000 Mk., die der diesmalige Voranschlag auf­weist. Cs bleiben also disponibel 8000 Mark, das sind 500 Mark mehr, als wie sie das vergangene Budget enthielt.

Als vollständige Neuforderung ist im vorliegenden Etat der Bau eines neuen Gebäudes für das akademische Forstinstitut aufgetaucht. Es war beabsichtigt, da sich die jetzigen Räume für die Sammlungen und das Audito­rium als zu klein erwiesen, dieselben in das derzeitige Dienstgebäude des Hochbauamts zu verlegen, dessen Er­werbung man mit Rücksicht auf seine günstige Lage einem Neubau vorziehen würde; es brauchte an dieses Gebäude nur ein Hör, aal an gebaut zu werden. Es müßte aber als­dann für das Hochbauamt ein neues Gebäude errichtet werden, dessen Herstellung sich inkl. Geländeerwerb auf 72 OuO Mark stellen würde. Dazu tarnen dann noch 20 000 Mart für den Hörsaalneubau. Im vorliegenden Etat wurden nun als erste Rate für den Geländeerwerb 18 000 Mark gefordert. Mit Rücksicht daraus aber, daßdie Forde­rungen für die Landesuniversität in den letzten Jahren ganz außerordentliche gewesen seien und der gegenwärtige und der zukünftige Voranschlag noch damit belastet sei", wurde diese Forderung mit 5 gegen 2 Stimmen avgelchnt.

Zu dem vom Finanzausschuß sehr ausführlich behan­delten Kapitel 123 war schließlich die Entscheidu.ig dahin gefallen, daß der von der Regierung beantragte Erwerb des neuen Schlosses in Gießen als Lcuibeseigen- tum zum Preise von 31570 Mark vorläufig zurüctgeschoben werden solle. Ter Finanzausschuß war aber der Meinung, daß trotzdem der innere Ausbau des Schlosses weitergeführt werden müsse, nachdem die äußeren Restaurationsarbeiten beendet sind. Die speziellen Ver­wendungszwecke des Schlosses sind noch nicht festgelegt, doch soll das ganze Gebäude demnächst der Landes­universität überwiesen werden. Der von der Regierung zum inneren Ausbau verlangte Betrag von 25 000 Mark wurde vom Finanzausschuß genehmigt.

Neben diesen Bauausführungen in Gießen ist nun zu­nächst Friedberg zu erwähnen. Dort ist ein Neubau für ein Dienst- und Wohngebäude für das Hochbauamt und die Oberförfterei zu Friedberg im Entstehen begriffen. Von den im ganzen auf 101700 ML berechneten Baw- kosten wurden im vorigen Jahre bereits 76 410 Mk. be­willigt, sodaß noch eine Restforderung für das neue Etats­jahr im Betrage von 25 290 ML aussteht. Diese Summe beantragt der Finanzausschuß zu bewilligen, ebenso zur Mobiliarbeschaffung für die Diensträume des Hochbau­amtes Friedberg 3500 Mk. Eine weitere Ausgabe betrifft die Blindenanstalt Friedberg. Der seinerzeit zu Lasten der Ohler-Stiftung erworbene Bauplatz soll zwecks Neubaus einer Blindenanstalt sür das Landeseigentum an­gekauft werden, was 35 OOU Mk. erfordert; sie wurden be­willigt.

Verschiedene Veränderungen in Bad-Nauheim unterliegen ebenfalls der Zustimmung des Landtags. Es wird zunächst für die Erwerbung der Kolonnade im Park daselbst der Betrag von 15000 Mk. gefordert und be­willigt. Das Benutzungsrecht derselben- steht bis zum Jahre 1918 einem Konzessionär zu, der nur 200 Mk. jährlich dafür an Pacht zu entrichten Hot, dafür aber jährliche Miets­beträge von 66007000 Mk. erzielt. Noch Ablauf der Kon­zession würde die Kolonnade kostenlos in das Eigentum des Staates übergehen. Da es aber nicht im Interesse des Letzteren liegt, noch 15 Jahre zu warten, so empfiehlt der Finanzausschuß, die Erwerbung schon jetzt zu voll­ziehen. Die Negierung beabsichtigt ferner, eine eigene Jn- slallationswerkstätte einzurichten, da sie hieraus eine erheb­liche Ausgabenersparnis sich verspricht. Die hierfür er­forderlichen Kosten von 20 000 Mk. beantragt der Ausschuß, zu bewilligen, ebenso 3500 Mk. für die durch Aufstellung eines neuen Heizkessels notwendig gewordene Erweiterung des Kesselhauses daselbst. Der Gesamtbetrag für diese Ge- bäudeausgaben, 38 500 Mk., soll dem Kurfonds ent­nommen werden, dessen Mittel damit erschöpft sind.

Im ordentlichen Etat für Saline und Badeanstalt Nau­heim ist, wie schon früher erwähnt, die Einnahme mit 818000 und die Ausgabe mit 716000 Mk. bewilligt worden. Man hat hier als Mehreinnahme an Badegeldern 10 000Mk., nämlich 510000 statt 500 000, und ebenso 10 000 Mk. als Mehreinnahme an Mutterlauge (87 000 statt 77 000 Mk.) und für Mineralwasser-Vertrieb 20000 anstatt 1580 Mk. ein­gestellt. Im ganzen ergiebt sich für das neue Etotsjcchr eine Mehreinnahme von 39 925 Mk., der eine Minderein­nahme von 225 Mk. an Pacht und von 4700 Mk. wegen Wegfall des seitherigen Kurfonds gegenübersteht. Der Finanzausschuß hat, wie ausdrücklich betont wird, die An­sätze der Regierung nicht beanstandet; sie entsprechen der in hohem Maße fortschreitenden und für das Land erfreu­lichen Entwickelung des Bades Nauheim.

So glänzend die Finanzverhältnisse bei Bad-Rauhe im sind, so wenig befriedigend sind sie hinsichtlich der Bade­anstalt Bad Salzhausen bei Büdingen. Der Etat für diese Badeanstalt erfordert im neuen Etat eine Ausgabe von 57 630 Mk., welcher nur 16 677 Mt. als Einnahme gegen» überstehen, sodaß er» Staatszuschuß von fast 41000 Mk. erforderlich wird. Der Finanzausschuß war der Meinung, daß ein derartig hoher Zuschuß auf die Dauer nicht zuge­

standen werden könne. Die Regierung bemerkte dagegen die bisherige Bohrung nach Soolwasser sei nicht zufrieden stellend gewesen; man sei genötigt gewesen, um nicht bi» in das Unternehmen gesteckten Mittel als verloren anzw sehen, die geforderten 41000 Mk., sowie demnächst zu er­neuten Bohrungen weitere 100000 Mk. aufzu- wenden, mit der sicheren Aussicht, bann das erforderliche» Soolwasser zu haben, um das Bad rentabel zu machen. Dei Finanzausschuß steht der Sache zwar sehr skeptisch gegen, über, will aber den Hoffnungen auf eine demnächst doch noch zu erwartende Rentabilität des Bades nicht alle Berechn gütig absprechen und beantragt daher die Genehmigung der obengenannten Anforderung.

Unter den außerordentlichen Ausgaben des neuen Etats ist noch der schon erwähnte Geländeerwerb zur Erweiterung des Bahnhofs Hungen erwähnt, der mit 67 200 Mk. ge­nehmigt wurde, während die Gesamtkosten für die Bahn- hosserweiterung auf 410000 Mk. berechnet sind. Der ordentliche Etat weist noch für die Ob üb au sch ule und land­wirtschaftliche Winterschule zu Friedoerg eine Einnahme von 5470 Mk. und eine Ausgabe von 25090 Mk. auf, deren Bewilligung vorgeschlagen wird. Für Aufforstung von Gc- meindewüstungen und Meliorationen von Hutweiden im Vogelsberg sollen 6000 ML von der Kammer betoiHigl werden.

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Politische Tagesschau.

Eudell-Willich.

DieNordd. Allg. Ztg." meldet: DieSoff. Ztg." läßt sich aus der Provinz Posen berichten, man nehme dort an, daß der Kaiser in Danzig, wo er dem kranken General v. Mackensen einen Besuch machte, bewogen worden sei, das ehrengerichtliche Urteil gegen Major a D v. EndelL abzuändern. Wir stellen gegenüber diesei aus der Lust gegriffenen Behauptung fest, daß zwischen dem Kaiser und General v. Mackensen die Ange­legenheit Endell nie und mit keinem Worte berührt wor­den ist.

Ueber das Material im Falle Willich, auf das im preuß. Abgeordnetenhause von Freiherrn v. Wangen-, heim wie schon früher in der Presse von Major a D. Endell hingewiesen wurde, schreibt diePreuß. Korr.":

Cs dürfte seine guten Gründe haben, wenn beide Herren so lange wie möglich für sich behalten, was ihrer Ansicht nach nun eigentlich gegen die Honorigkeit des Landrats v. Willich vorliegt. Die von ihnen so diskret gehüteten Tatsachen beschränken sich nämlich lediglich auf den Vorwurf einer zweimaligen Satisfaktions­verweigerung, der gegen Herrn v. Willich erhoben wurde. Herr v. Willich hat es allerdings abgelehnt, auf zwei ihm zugegangene Herausforderungen hin sich zu stellen; er hat dies getan nicht aus prinzipieller Gegner­schaft dem Zweikampf an sich gegenüber, sondern lebig* lich, weil er nicht in der Lage zu sein glaubte, die Honorigkeit und damit die Satisfaktions­fähigkeit des Anderen anzuerkennen. Das militärische Ehrengericht hat Herrn v. Willich zweimal bestätigt, daß dieserhalb ein Makel nicht an ihm hafte, und es würde ihm seine Bestätigung zum brittenmale mit Vergnügen ausgestellt haben. Nicht Bedenken wegen einer zu erwartenden ehrengerichtlichen Entscheidung haben Herrn v. Willich in den Tod getrieben, sondern lediglich, trivial ausgedrückt, eine Art Verzweiflung an der irdi­schen Gerechtigkeit, die sich seiner im Zusammenhänge mit dem ganzen Verlauf des Konfliktes zwischen ihm und Posenschen Notabeln bemächtigt hatte. Herr Endell und Herr v. Wangenheim aber würden offenbar nur auf eine Art Heiterkeckserfolg rechnen können, wenn sie ihre Drohung wahr machen und ihrMaterial" veröffenllichen sollten.^

EineEnttäuschung".

Man schreibt uns aus Berlin:

Auch aus vatikanischen Kreisen wird jetzt von einer Enttäuschung berichtet über die angekündigte Aushebung nur düs § 2 des Jesuitengesetzes. Das könnte nicht über­raschen, nachdem die Zentrumsredner im Reichstag an den Dank für das Entgegenkommen der Regierung un­mittelbar die Forderung nach voller Gerechtigkeit geknüpft haben Indessen verlautet, daß der Vatikan aufmerksamer Weise noch vor der Erklärung Bülows von der Teilauf- hebung in Kenntnis gesetzt, und daß dies mit Befriedigung aufgenommen worden sein soll. Trifft dies zu, so würde dieEnttäuschung" nicht recht verständlich sein.__________

Heer unb Flotte.

Den diesjährigen Kai,erpreis des 18. Ar­meekorps hat Leutnant Gün t her vom Leib-Dragoner- Regiment in Darmstadt gewonnen. Ter Ritt ging über DarmstadtWormsMain^ nach Alzey. Es galt durch eine feindliche Vorpostenstellung in der Linie NackenheimNie- der-Olm zu bringen unb bann eine feinbliche Division aus- zufinben, bie über Mainz im Rückmarsch auf Kreuznach sich befanb, unb vom Infanterie-Regiment Nr. 117 und 2 Eskadrons des Husarenregiments Nr. 13 mittels Flaggen bargeftellt wurde. Hieraus war die Meldung nach Alzey zu bringen. Ter genannte Offizier hatte die 156 Kilo­meter betragende Strecke, die zum Teil nachts zurück­gelegt werden mußte, in 15Hz Stunden durchritten.

Aus Stadl und Arad.

Gießen, 7. Februar 1903.

-tt- Die Schaufenster bet Kaufläden sollen mix erziehen helfen darauf ungefähr geht bie neulich von