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Provinzial-Tirektor Lr 'Mainz, Frhr. v. Grancy. ltnWb Oberbürgermeister • Kröll-Darmstadt, Stadt bchlcher-Cießen, Dom
mn hiesigen Ansick $o\ l Mädchen wurde gestern xi cd es verhaftet. Tas Mäd< - haben soll, hatte mit emerr Verhältnis, das nicht oh» nach der von dem Mdch« 4 daS Kind in Papier uni Kind erstickte. Bei der p siel wurde das Mädchen vev i erstickt im Bette vorgrsunden ;wer an seiner eigenen Stiefi wurde ein in der Ncusiadi mommen. Die Tat b?3 Un« da«
- Las,Kleine Witzblck' en Buchhandlung« und bei te KonsiStatm des AckrS [tn.* meldet, wegen V'mtr
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Me Angeln vvr den Augen dcS rSge-ntkwrer». I>ener gslrmdtv, eS sei eine Gefälligkeit, bis er sich überzeugen mußte, daß e- nur Vorsicht von Kern gewesen war. — Tie Summe der Tiebstähle, von denen bis jetzt 36 Fälle befaimt sind, soll sich auf viele Tausende von Mart belaufen.
Wiesbaden, 4. yan. Bei einem nächtlichen Streit euf dem Luxemburgplatz erhielt der Gärtnergehilfe Osterrieth aus Ulm mit der Spitze eines Regenschirms einen Stich ins Auge. Der junge Mann ist an den Folgen der Verletzungen gestorben, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben.
Höchst a. M„ 6. Jan. Der Arbeiter Hsgemann ms Unterliederbach wurde verhaftet. Er ist verdächtig, am SamStag Abend auf dem Weg nach Unter* liederbach an der 12jühr. Tochter des dortigen Arbeiters RierSberger den von uns bereits gemeldeten Lustmord begangen zu haben. Er hat dem Kinde den Leib cmfge* schlitzt und gefährliche Schnittwunden am Hals beigebracht. Die Ueberfallene soll ihn heute sofort wiedererkannt haben. H. ist angeblich erst seit drei Wochen verheiratet.
Frankfurt, 6. Jan. Am 6. Januar 1893, also gerade dor zehn Jahren, rettete ein dreizehnjähriger Frankfurter Schiller, der Sohn eines EisenbahnzuMhrers, mit eigener Lebensgefahr einen jungen Menschen vom Tode deS Ertrinkens auS dem Main. Der jüngst verstorbene Geheimrat Krupp, der davon erfuhr, sandte dem Schuler als Anerkennung eine goldene Uhr mit Kette. Der junge Mann lernte bad' Schlosser* und Mechaniker-Gewerbe und trat nach Absolvierung seiner Militärpflicht in die Kruppschen Werke ein. Vor einigen Tagen ließ, so teilt die „Frkf. mit, Krupp's Testamentsvollstrecker den jungen Schlosser kommen und eröffnete ihm, daß Krupp ihm eine größere Summe testamentarisch vermacht habe. Eine Bedingung war an das Legat nicht geknüpft; ausdrücklich wurde dem jungen Manne gesagt, wenn eS chm in den Kruppschen Werken nicht mehr gefalle, könne er austreten, auch mit der ererbten Dumme ein eigenes Geschäft gründen.'-^ Ein aus Ungarn gebürtiger Kaufmann Friedmann, der wegen Betrügereien bei Zeitungen von einigen auswärtigen Staatsanwaltschaften gesucht wird, wurde gestern hier festgenoulmen. — Die Unvorsichtigkeit, nachts daS künstliche Gebiß im Mund zu behalten, hatte bei einem Mädchen in Sachsenhausen zur Folge, daß es in vergangener Nacht daS Gebiß verschluckte. Nachdem das Fräulein glücklich an her Scylla des Erstickens vorbeigekommen ist, wird es der Charybdis des Magendrückens wohl längere Zeit verfallen sein.
Marburg, 6. Jan. Bei günstiger Witterung soll m den nächsten Wochen endlich an die Verwirklichung des Projektes, unseren Ebsdorser-Grund durch die Bahn Marburg—Dreihaufen aufzuschließen/ gegangen werden. Ein Regierungsbaumeister ist bereits hier eingetroffen, um die Vorarbeiten zur Einrichtung eine# BcntbureauS zu treffen. Außerdem sind auch die Technikerstellen ausgeschrieben. Wie man hört, soll die Bahn bis zum 1. April 1907 vollständig im Betrieb^ sein, man glaubt jedoch, wenn die WitterungSverhLltnisse eS gestatten, die «Arbeiten in kürzerer Zeit bewältigen zu können.
Vermischtes.
• Sttm »1 ten Jahrgang der „Gartenlaube". ist eine Zange Reche von Jahren, darauf die Gartenlaube, daS verbreitetste deutsche Familienblatt, mit Stolz -urÜckschanrn kann. Bon denen, die ihre ersten AnsLnge, ihr Kämpfen und Ringen in stürmischer Zeit gesehen, werden nur wenige noch am Leben fein, aber die Zahl derer, denen die Gartenlaube lange Zeit Freund und Berater gewesen, die allwöchentlich tn froher Erwartung zu dem nert rauten Blatte greisen, ist groß, uni> jeder Jahrgang wirbt zu den alten Freunden neue, erweitert den Wirkungskreis der Zeitschrift, die weit über unser Vaterland hinaus, bis jenseits des MeereS, deutsche Art, deutsches Wissen, dertsche Poesi und Kunst trägt. DieGarten- lanoe hat ßdj in all den Jahren nicht engherzig verschlossen gegen daS Große, Neue, daS die Zeit gebracht, sondern ist Schritt für Schritt mit ihr vorwärts gegangen und hat sich bemüht, daS Beste deS Guten chren Lesern in Wort und Bild darzubringen.
Auch der neue Jahrgang wird viel des Schönen und Be-
WttAen ttmWet* E, fetzt ein mst dem poetisch stimmungsvollen Roman „Dis vom Niederrhein", von Rudolf Herzog, einem noch jungen, yochbeaabten Autor, und bringt daneben die reizvolle Novelle „Ihr Beruf" von Marie von Ebner-Eschenbach, unsrer ersten deutschen Erzählerin. Romane und Erzählungen unserer beliebtesten Autoren werde« folgen — wir nennen ine Namen: Ludwig Danghoftr, Ida Bov-Ed, Anton von Perfall, W. Heimburg, die für gediegenen Inhalt in würdiger Form bürgen. DaS Interesse, mit dem die Gartenlaube von jeher alle Entdeckungen und Erfindungen verfolgt, daS sie allen Kulturfragen der Zeit entgegengebracht hat wirb sich auch in diesem Jahre in einer Reihe wifsenfchafÜicher und doch gemeinverständlicher Artikel bekunden, die den Leser Über die wichtigsten SUorgfinge der Gegenwart aufklfiren sollen. Daneben rotrb die Gartenlaube ihre ganz besondere Anfmerksamkeit allen Bestrebungen der Frauenfrage zuivenden und alles, waS in da» Gebiet des Hauses fällt: häusliche Kunst, Frauenarbeit unb HauSwirtschaftliches mit warmem Interesse osiegen. Es bedarf keiner besonderen Empfehlung, das fünfaiq fihrige Bestehen deS Blatte» spricht für sich selbst, wir wollen an diefer Stell« der Gartenlaube, die sich Jo fest eingebürgert bat am deutschen Herd, nur ein fröhliche« .Glückauf" zurufen für die Jahr« voll Arbeit und segensreichem Wirken, die vor ihr liegen.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Mauubelm, 6. Jan. Behufs Rekonstruktion der Gesellschaft Rheinau fand heute eine Versammlung der Gesellschafter statt. Von dem 1 % Million betragenden Aktien-Kapital waren 1 320 000 Mk. vertreten. Mit nahezrl Sttrnmeneinheit wurde die Einsetzung einer Kommission zur Wahrung der Interessen der Gesellschafter beschloßen. Dieje Komnrission besteht aus den Herren Tr. Hachenburg-Mannheim, Dr. von Agen-KarlSruhe, Emil Herz-Mannheim, Wilhelm Rltleck-Mannheim und Kommerzienrat Mancher-Neustadt.
„Lchloßbranerei" Aiel, Aktiengesellschaft. Für die am 8. Januar a. c. durch die Bank für Handel und Industrie, Berlin, und das Bankhaus Gebr.Arnhold, Dresden, zur Auflage gelangenden Aktten der „Schloßbrauerei" Kiel macht sich schon jetzt ein reges Interesse, besonders in Kiel selbst, bemerkbar. Nachdem in den letzten Jahren Aktien der Gesellschaft nur schwer erhältlich waren, ist zum erstenmale wieder Gelegenheit geboten, solche zu dem mäßigen Kurse von 130 pCt. zu erwerben. Für die Beurteilung des Unternehmens ist die erwähnte Thatsache des Interesses am Platze selbst zweifellos von größter Bedeutung.
Märkte.
W. Gießen, 7. Jan. Viehmarktbericht. Der gestrige Viehmarkt hatte einen Auftrieb von ca. 750 Stück Milchvieh, 200 Stück Fetttneh und Gangvieh, sowie 200 Kalber. Außerdem waren 37 Schweine am Markt. Der gestrige erste Markt in diesem Jahre war zu ftiih anberaumt, es liegt kein Bedürfnis dafür vor. Zweifellos wird der nächste, am 20. Januar anstehende Gießener Viehmarkt ein besseres Bild geigen. Ter Handel in Milchvieh war nicht schlecht, doch war die Ware au hohen Preisen nicht unterzubringen. Der tzettvieh- und Stätbermarft war dagegen ausge- Aeichnet. Es waren sogar diesmal Metzger aus Mainz gekommen, die auch größere Partien zu guten Preisen kauften. Ter Handel in Gangochsen, von denen 80—36 Paar am Markt waren, kam überhaupt nicht zustande. Ebenso war eS auch mit dem Handel in @diroeinen. ES wurden bezahlt für Kühe frischmelkend und tragend 1. Sorte 430—470 Mk., 2. Sorte 850—400 Mk., 8. Sorte 280-330 Mark pro Stück. Für den Zentner Schlachtgewicht wurde bezahlt: Fette Rinder 64—66 Mk., teilweise sogar höher, Kälber 1. Sorte (über 50 Pfd. schwer) 68—73 Mk., L. Sorte (zwischen 40—50 Pfd. schwer) 63—65 Mk., 8. Sorte (unter 40 Pfd. wiegend) 54—58 Mk. Nächster Markt am 20. Januar d. I.
Ardeiterdewrgnng.
Londva, 6. Jan. Im Dorfe Denaby in Porkshire, wo seit dem Juli em Kohlenarbeiter streik ist, finden heute Masien-Ermijstonen patt. Der Kohlengrubengefellschaft gehören fast alle Läufer in der Gegend und dieselbe hat nun beschlossen, 600 Familien von Streikend«!, welche m ihren Häusern wohnen, auSzuweisen. Die Exmifstonen begannen heute früh um neun Uhr. Erregte Mengen sehet» zit, aber t* ist noch keine Ruhestörung vorgekommen. 200 Polizisten sind anwesend und berittene Polizei patrouilliert die Straßen. Mfinner und Frauen haben die ganze Nachd gepackt uub die Mädel werden m Zelte geschafft, die in C^niSborougb und in Mexborough errichtet werden. Das Errichten der Zelte geht langsam vor sich, so daß manche Leute diese Nacht ohne Obdach fein werden. DaS Wetter ist windig und Regen droht. Zwei methodistische Geistliche leisten Hilfe und der Rat der Trabe Uniml-Führer, keine Unruhen zu begehen- wird streng befolgt.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gerneinde.
Die Bibelstunde am Donnerstag den 8. Januar im Konfir- mandenfaal, Kirchstr. 9, fällt aus.
Neueste Mewungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeiger.
Passau, 7. Jan. Die „Don auzeitung" meldet: Bo» gestern entgleiste infolge von FahrbahnunterspÜlung durch Hochwasser auf der Strecke Passaus-Freyung bei bet Station Kalt en egg ein Personenhug. Sieben Personen wurden leicht verletzt. Gestern abend stieß bet dichtem Nebel eine mit vier Arbeitern besetzte Draisine, die von der Unfallstelle kam, bei der Einfahrt in den Bahn-, Hof Passau, auf eine Rangiermaschine. Zwei Person«» wurden getötet
London, 7. Jan. Nach einer Meldung an- Verltn haben die drei Mächte ihren amerikanischen Bvtschasi» ten gestern ihre identisch lautenden Antworten auf Castros Erwiderung überrreicht Diese Antworte»' sind versöhnlich gehalten und wiederholen die in bet gemeinschaftlichen Note vom Dezember enthaltenen Bedingungen. Man glaubt, ein Teil der Forderungen werde dem Haager Tribunal überwiesen, ein Teil aber vielleicht direkt befriedigt werden.
London, 7. Jan. Die königliche Jacht „Viktoria and Albert" hat Befehl erhallen, ürS Mittelmeer ab* zudampsen, wo das Königspaar anfangs März eine längere Kreuzfahrt unternehmen wird.
London, 7. Jam Die „Times^" bestätigt auS Netr> York die Nachricht von der Niederlage der Truppe« C a st r o s.
London, 7. Jan. Tie Morgenblätter melden ba* rcchide Steigen sämtlicher Flüsse. GS wird der Eintritt von Hochwasser befürchtet
London, 7. Jan. „Daily Mall" meldet auS Nav- Dork: In den südlichen Staaten der Union herrscht große Erregung gegen den Präsidenten Roosevelt wegen feinet Verhaltens gegenüber den Negern. Es finden zahlreiche Meetings statt, in welchen gegen Roosevelts Verhalten protestiert wird.
Constantine, 7. Jan. Das Blatt „Jndependance'" berichtet, daß Zusammenstöße zwischetr Madern und Mosabiten bei Quartas stattgefunden Haden. Die Mader drohen mit den Waffen in der Hand sich gegen die Mosa* biten zu verteidigen.
Prätoria, 6. Jan. Unter dem Vorsitze von Schalk Burger wurde eine Versammlung von Burenführern und anderen hervorragenden BurgherS, darunter Botha, Telarey, Cronje und Snruts, abgehallen, um eine Adresse zur Ueberreichung an Chamberlain aufzusetzen. In dem Entwürfe wird um allgemeine Amnestie und Erlaubnis^ für alle früheren Buren gebeten^ in die Heimat zurüö> kehren yi dürfen.
Tanger, 6. Jan. Nachrichten aufl Fr- vom 1. Jan. melden eine Besserung der Lage. Ter Mangel an Vorräten hörte auf. Zwei, mächtige Stämme, welche sich den Rebellen arrgeschlossen Hattert, gaben durch ein« Abordnung ihre Unterwerfung kund.
Washington, 7. Jan. Tas Parlament nahm eine Vorlage an betreffend die Errichtung einesi obersten G e n e r a l st a b e s für die Armee.
Washington, 6. Jan. Ter amerikanische Gesandt, in San Domingo hat heute bei der Negierung die jo fertige Zahlung von 325000 Dollar- verlcmgt, welche die Republik der JSLijbe Steamship Line", einer amerika^ nischen Gesellschaft, schuldet.
Telephonisoher Kursb«rloht>
SVjO/o Reioheanleih» . . 102.60 3% do. ... 91.90 3V,e/o Konsole .... 102.40 3°/g do......91.76
8*/«% Hewen . . . . 101.30
Oberhessen . . . 99.80 4% Oesterr. Goldrente . . 108.55 4*/,% Oesterr. Silberrente 101.15 4% Ungar. Goldrente, . . 101.65 4% Italien. Rente . . . 10340 4*/,% Portugiesen . . . 50.70 8°/o Portugiesen. .... 81.40 1% 0. Türken .... —.— Türkenlose......12330
4% Griech. Monopol.-Anl. 44.70
41/,% Süssere Argentiner
8% Mexikaner .... 85.16 <Vi% Chinwes .... 9140 Electric, boluokärt . . . 79.— Nordd. Lloyd . , . . 9646
Kreditaktiea.....81840
Diekonto-Kommendit. . . 19L80 Darmstädter Bank . . . 186.10 Dresdener Bank .... 14660 Berliner Haudelsges. . . 158.— Oesterr. Staattibahn . . . 148.60 Lombarden . , . , . 16JxO Gotthardbahn.....180.—
Laurahtttte......214.50
Bochum ....... 181J5O
flarpener......169.80
Tendens; ruhig.
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Arbeitsnachweis der Stadt Gießen
Garteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.
Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten «nd Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln.
An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bll 6 Uhr geöffnet.
Es können eingestellt werden: 1 Bäcker, 8 Knechte, 2 Fuhr- knechte, 1 Laufmädchen, 2 Lauffrauen, 12 Dienstmädchen, 1 landwirtschaftliche Magd, 1 Flickerin.
Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Schreiner, 1 Sattler, 1 Friseur.
Es suchen Arbeit: 1 Bäcker, 1 Sattler, 2 Vauschloffer, 1 Ofenschloffer, 1 Schmied, 2 Schneider, 10 Bau- und Möbelschreiner, 5 Hausburschen, 6 Taglöhner, 8 Fuhrknechte, 2 Knechte, 4 Dienstmädchen, 1 Waschfrau, 1 Flickerin, 1 Schreibgehilfe.
Lehrlinge: 3 Kaufleute, 1 Schreiber.
Bekarrrrmmchrmg.
Mit Bezugi:ahme auf die Bestimmungen in § 25 der Wehrordnung werden alle im Jahre 1883 geborenen Militärpflichtigen, forme diejenigen, welche dieses Sliter bereits überschritten, aber sich zur Musterung noch nicht gestellt haben, oder bei der Musterung m 1902 zurückgestellt worden sind, und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gyinnasiasten ober Zogttnge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und WirtschaftS- beainte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienstboten, Fabrikarbetter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier auf- hatten, hiermit aufgefordert, sich behilfS Eintragung ihrer Namen ui me Jtefruhenmg§jtammroüe in Der Zett vom 15. Januar bis 1. Februar d. I. bei der Bürgerineisterei dahier im Zimmer ylr. 13 zu melden, und dabei, wenn sie dahier nicht geboren sind, ihren Geburtsschein, welcher von dem betreffenden Standesamt zu erwirken ist, und, wenn sie bereits bei einer früheren Mtlsterung fonfurricrt haben, ihren Losungsschein vorzulegen.
Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, stch zu gcroärtlgen haben, daß ne mit einer Geldstrafe bis 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Teilnahme an der Losimg ausgeschloffen, und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung u. f. w. für verlustig erklärt werden. Beziigllch der zur Zeit der Meldefrist ab- n esenden Militärpflichtigen sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brot- oder Fabrikhcrren zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf Grund des § 32, po». 2, Lit. a, b, c, d, e, f und g der Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei oorzubringen sind; verspätete Gesuche können keine Berücksichtigung finden.
Gießen, am 3. Januar 1903. 827
.Großherzogliche Bürgermeisterei Giefien.
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In Gemäßheit Beschluffes der Stadtverordneten-Versammlung vom 15. Juni 1879, wonach zur dauernden Erinnerung an die goldene Hochzett des Deutschen Kaiserpaares, Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm L und Ihrer Majestät des Kaiserin Augusta, von der Stadt Gießen eine (Stiftung zu Gunsten bedürftiger Ehepaare, welche hier ihr goldenes Ehefiibiläum erleben, errichtet worden ist. fordern wir alle Diejenigen, welche im laufenden Jahre ein solches Fest zu begehen haben und Anspruch auf Zuwendung der Au 150 Mark bemessenen StifttingSgabe erheben wollen, auf, sich bei un? zu melden.
Gießen, den 2. Januar 1903. 328
.GroßherzogUcye Bürgermeisterei Gießen.
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