Schüler und 3146 Schülerinnen. Von den Schülern und
was
nicht; denn er starb
besser!"
Das Verschwinden aus Hannover, welcher
Schülerinnen der öffentlichen Mittelschulen sind 117 247 evangelisch, 13 338 katholisch und 3190 jüdisch, von denen der privaten Mittelschulen 19 254, 5280 und 2703.
Ob die höhere Mädchenschule über die im Reformplane des Kultusministeriums angedeuteten Anfänge hinaus eine weitere Entwickelung haben wird, das hängt im wesentlichen von den Lehrkräften ab, die man in ihren Dienst stellt. Es
MNsche Tagesschau.
«u§ dem Marille, lllld HeerrS-Etat.
wird die dritte Klaffe errichtet, sodaß die Anstalt voll besetzt ein wird. DaS Lehrerseminar besteht erst seit Ostern 1903 und besitzt gegenwärtig eine Klaffe mit etwa 30 Zöglingen. Auch diese Anstalt erhält im Frühjahr eine wettere Klaffe. Zwei Lehrkräfte wirken am Seminar. Die Klaffe ist in bei Stadtschule untergebracht. Der Neubau des Lehrerseminars oll im nächsten Frühjahr in Angriff genommen werden, nachdem das Baugelände an der Frankfurterstraße bereits erworben ist.
k. Wetzlar, 6. Jan. Die hiesige Präparanden- an st alt für Lehrer wurde Ostern 1901 gegründet und besitzt bereits rwei Lark hrieäte Klassen. Ostern dieses JahreL
ist noch eine Frage der Zukunft, wie die Umgestaltung deS SeminarwesenS und die Fortschritte deS Frauenstudiums auf die Qualität der Lehrerinnen wirken werden. Aber auch in
Dmuden- gebildet werden.
Die deutsche Flotte 1903.
raten als wohltätiges Gegenmittel in Betracht gezogen, dem fröhlichen Sinn dieses einsilbigen, dem Persischen entstammenden Wortes schon wieder Eintrag zu hm droht. Hier
Vermischtes.
Mannheim, 5. Jan. Geh. Kommerzienrat Diffenb, Präsident der Mannheimer Handelskammer, 2. Präsident der 1. badischen Kammer, früherer nationalliberaler Reichstagsabgeordneter, ist gestorben.
• Oberst Grimm in Sibirien. Der wegen Spionage zu 12 Jahren Zwangsarbeit in Sibirien verurteilte Oberst Grimm, früher Mitglied des Warschauer Generalstabes, ,arbeitet" bereits seine Strafe ab. Vor mehreren Wochen traf er nach dem „Hann. Kour." in den Kupferbergwerken von Nertschinsk in Transbaikalien ein, wo er in dem Gefängnis der gewöhnlichen Verbrecher untergebracht wurde. Grimm trägt Tag und Nacht schwere Ketten an den Füßen. An den Ketten sind außerdem große eiserne Kugeln befestigt. Bereits bei seiner Ankunft war ihm die eine Seite des Kopfhaares kurz geschoren und der Bart abgenommen. Bei seiner An< fünft in Nertschinsk erhielt er die Sträflingskutte: er trägt auf der Brust und am Rücken seine große Nummer. Gegen, wärtig muß Grimm wie jeder Arbeiter im Kupferbergwerk arbeiten.
• Ueber „Punsch" hält die „Münchener Allgem. Ztg/ die folgende kleine Vorlesung: „Punsch ist ein äußerst populäres Wort und ein Heiterkeit weckendes obendrein, wiewohl unsere leider mehr zum Ernst deS Lebens hinneigende Zeit diesem sonst nur mit Frohsinn und Festen im Zusammenhänge stehenden Wortbegriff auch schon einen prophylaktischen Extrasinn beigelcgt hat. Denn der Punsch dient längst nicht mehr allein, um im Freundeskreise Toaste anzuregen, Sylvester- und Faschingsschluß würdig zu begehen, sondern er wird auch bei der von Jahr zu Jahr bedauerlicherweise immer heimischer werdenden Influenza auf ärztliches An-
8 Januar' NUvru jur oiqc saniiauen (es jino nur *u im guuzru-. .jn
' Ueber die'Entwürfe des ReichShauShaltS-Gtat, für 190L Sachsen giebt eS 221 mittlere und 45 höhere Volksschulen, lleaen heute weitere Mitteilungen in der „Nordd. Allgem. die aber von der Statistik nicht gesondert von den einfachen Ztg" vor: Der Marino-Etat enthält keine Überraschungen. Volksschulen behandelt sind. Baden zählt seine „erweiterten" Eine bedeutendere Erhöhung um insgesamt 11 Millionen Mk. Volksschulen den Volksschulen zu, seine Bürgerschulen folgen weist nur der außerordentliche Etat auf. Der Hauptanteil, dem Lehrplan der Realschulen. In Bayern sind gleichfalls rund 6 MilÜonen, ist für den Ankauf von Grundstücken zum die höheren Kategorien der Volksschule nicht getrennt behan- Bau eines neuen ReichS-MarineamtS auSersel-en. Interessant delt. In Preußen bestehen gemäß Erhebung vom 27. Juni is. wie die Erläuterungen zu dieser Posiüon besagen, daß 1901 insgesamt 973 Mittelschulen, davon 460 öffentliche em großes Berliner Warenhaus durch Ankauf eines Hauses und 513 private. Von den öffentlichen sind 218 für Knaben, das ReichS-Marineamt aus den von ihm, dem Marineamt, 136 für Mädchen, 106 gemischt, von den privaten 193 für noch bis 1910 gemieteten Nebenräumen auSquartiert hat. Knaben, 106 für Mädchen, 214 gemischt. Die öffentlichen So muß sogar ein ReichSamt dem Triumphzug deS Waren- Knabenmittelschulen werden besucht von 69 970 Schülern, die Hauses weichen! — Eine größere Militärvorlage wird durch öffentlichen Mädchenmittelschulen von 58692 Schülerinnen, den Militaretat nicht angekündigt. Als nach den letzten die öffenttichen gemischten Schulen von 3547 Schülern und Manövern namhafte Militärschriststeller eine Verstärkung der 2324 Schülerinnen; die privaten Knabenmittelschulen zählen Kavallerie in großem Maßstabe für unbedingt erforderlich 11293 Schüler, die privaten Mädchenmittelschulen 9 306 erklärter,, bezeichneten wir die vielfach gehegte Annahme, daß Schülerinnen und die privaten gemischten Mittelschulen 3644 eine Kavallerie-Vorlage in Sicht sei, als unbegründet. $)ie * c ZÄJtA'
für jetzt geplante Beseitigung der „Mißstände für Krieg und Frieden au3 dem Mangel an Kavallerie" hält sich in bescheidenen Grenzen. Gleichzeitig aber wird eine andere Jn- K-mdion, die wir geben, bestättgt, daß die militärische Ver-
rkung vor allem den Ostmarken und der Polenpolitik gelten werde: Aus den fünf ESkadronS in Posen soll ein Regiment unb aus den Gskadrons Nr. 1 und 17 ein Detachement in
Bezug auf die Qualität der Lehrer dürften die Anforderungen noch höher gestellt werden. Wenigstens wird noch durch das Ergebnis der amtlichen Erhebung von 1891 über die Befähigung der männlichen Leiter öffentlicher höherer Mädchenschulen folgendes festgestellt: Von 180 Direktoren öffentlicher höherer Mädchenschulen in Preußen hatten die „facultas doeendi" 1. Grades nur 37, 2. und 8. GradeS 54, nur theologische Prüfungen 10, das Examen „pro rectoratu" 78, und zwar 41 akademisch gebildete und 37 seminaristisch gebildete Lehrer. Von den Leiterinnen höherer Mädchenschulen verlangt man neben dem Schulvorsteherinnenexamen heute bereits das Oberlehrerinnenexamen.
An höheren Mädchenschulen zählt Preußen insgesamt 869, davon 213 öffentliche und 656 private. Unter den ! öffentlichen sind 114 evangelische, 4 katholische, 1 israelitische, 54 paritätische und 85 ohne konfessionellen Charakter. Von Die HauvelSvertragk-VeryaudlilNgen. ben 53 588 Schülerinnen der öffentlichen sind 40 049 evan-
Jn sonst wohl unterrichteten polittschen Kreisen wird dem gelisch, 4719 katholisch, 6489 israelitisch und 301 gehören „Lokal-Anzeiger/ zufolge angenommen, daß zunächst Handels- anderen Konfessionen an, von den 72 932 Schülerinnen der Vertrags-Verhandlungen emgeleitet werden mit Rußland und ^ü^n fmb 45 529 evangelisch, 20 974 katholisch, 6120 den Vereinigten Staaten, alsdann erst mit den übrigen istaelittsch und 814 gehören anderen Konfessionen an. Von Staaten. Die östreichischen unb italienischen Kommissare k d^n 8 893129 Mk. betragenden laufenden UnterhaltungS- dürften diesmal nach Berlin kommen und unsere Bevoll- ^sten der öffentlichen höheren Mädchenschulen (die privaten mächtrgten p den Verhandlungen «ach Petersburg gehen.! flnd |n diese Erhebung nicht einbegriffen) werden gedeckt: Ma» macht sich arrf langwierige Beratungen gefaßt. KettteS- ta^rch Schulgeld 5007 839 Mk., durch eigenes Vermögen der falls ist |U erwarten, daß dem jetzigen Reichstage bereits ein Schulen 37160 Mk., durch Zuschüsse der Untechaltungö- newr HandÄSvertrag vorgelegt werden könnte. Dem Reichs- pflichtigen 3 094 560 Mk^ durch Gtaatsbeihilfen 170914 Mk. tagt dürste außer dem Entwurf betreffend Einführung tauf* I und durch sonstige Quellen 82 666 Mk.
takmischer Schiedsgerichte keine Borlago von Belang zugehen. . j. .. -
!Die Bürsengesetz-Novelle soll erst den nächsten Reichstag be-I nith
Nt Bestimmungen vom 16. Oktober 1871 gewssse Merkmale für Me Mittelschulen re. sestgelegt, vor allem die Aufnahme einer Fremdsprache in den Lehrplan. Außer Preußen hat Unser varlamentarischer Mitarbeiter schreibt untrrm nur Württemberg in seiner UnterrichtSstatisttk eine besondere Rubrik für diese Anstalten (eS sind nur 40 im ganzen). In
Ni-o-nL Biscutts Cakes-Tabritt o
Darmüädtcr Möbelfabrik (160 Bimnu-^mridiL). Breis t. oral. 29).
oll übrigens nur der Etymologie dieses so allgemein gebrauchten und meist nur von Sprachforschern dem Sinne nach verstandenen Wortes nachgespürt werden. Wenn wir sagen, das Wort Punsch stammt au8 dem Persischen, so muß hinzugesetzt werden, daß es ursprünglich Pengik hieß unb nichts weiter bezeichnet, als fünffach von Penge (persisch), fünftes oder fünffaches. DeS Punsches ober Pengik ursprüngliche Heimat ist also Persien, wo baS auS fünf SpecieS zusammen» ; esehte Nattonalgetränk allgemein im Gebrauche steht. ES wirb auch an seiner UrsprungSyuelle lediglich auS Wasser, Thee, Zirronen, Zucker und Arak bereitet. England hat baß Getränk zweckmäßig gefunden, eß adoptiert und mdem eS au8 Penge „Punch" gemacht, seine eigene Nattonal-Patentmarke larauf gestempelt, wie auf fa vieles andere auch*.
• Die verkehrte Welt. Folgende Tattre veröffent- icht Xabler Roux im „Figaros Therese (Humbert): „Ich bin noch zu müde von meiner Reise, um mich in Ihr ArbeitS- immer begeben zu können. Deshalb habe ich Sie rufen lassend — Der Untersuchungsrichter: „Ich stehe zu Diensten.' — Therese: „Setzen Sie sich . . . nicht so nahe . . . dort . . . schön . . . Jetzt will ich Ihnen einige Fragen oor* legen." — Der Richter: „Sie dürfen nur befehlen/ — Therese: „Wer sind Sie?" — Der Richter: „Ernst Leo Julius Bridon, Untersuchungsrichter, geboren in LnnogeS/ — Therese: „Das genügt schon. Haben Sie Papiere, die mir beweisen, daß Sie wirklich der Untersuchungsrichter sind? Ich kenne alle Richter ... Sie kenne ich nicht, das ist doch wunderbar . . / — Der Richter: „Gnädige Frau, ich schwöre Ihnen . . . Hier meine Karte . . / — Therese: Schweigen Sie! Sie haben nur zu antworten, wenn Sie gefragt werden. Ich habe mich über Ihre Administratton ehr zu beklagen . . . Wer sind meine Zellennachbarn?" — Der Richter: „Eine arme Frau, die ein Stück Brot gestohlen hat, unb ein Journalist, bet „Es lebe ber Kaiser/ rief/ — Therese (aufspringenb): „Unb Sie konnten es wagen, mich mit solchen Leuten zusammenzubringen! DaS ist eine Jn- amie, Herr, eine Infamie!" — Der Richter: „Barmherzigkeit, gnädige Frau, klagen Sie mich nicht an! Ich bin ganz chulbloS . . . Wenn ich hätte ahnen können! Sie haben recht!" — Therese: „Sie mußten ahnen! Ich werbe mich an zustänbiger Stelle beschweren ..." — Der Richter: „Zerstören Sie nicht meine Karriäre, gnäbige Frau, haben Sie Mitleib! Ich bin verheiratet, ich habe auch eine Tochter . . . In meiner Familie bcrounbcrn wir Sie alle . . . Sie werben uns doch nicht schaben wollen ..." — Therese: „Na, ich will noch einmal ein Auge zubrücken, aber tun Sie es nicht roieber! Sagen Sie eß bem Direktor, baß er die beiben gefährlichen Nachbarn in kürzester Frist entfernen lassen soll . . . Mein Wort: Da war es ja beinahe in Spanien
11» ■ >" I beß Großh. Musikbirektors Machts
beglettete, fand sich im Nachlaß einer Frau Dr. Sebmttz 26 Jahre seine Dienste bem hiesigen Kurorchester widmete, und wurde von Notar Dr. Stark der Sammlung über-1 erregt in unserer Stadt große Sensation. Allgemein ist man wiesen. hier der Ansicht, daß der Staat dem verdienten Manne eine
Ein Pyramiden fest beging vor einigen Tagen der Pension geben mußte. Die Vermutung, daß M. seinem erste ägyptische medizinische Kongreß bei der Feier seiner ^ben wohl ein Ende gemacht hat, dürfte sich bestätigen, Eröffnung bei der Sphinx. Etwa 600 Aerzte, viele rn Lcnn seinem Weggange im Herbst äußerte er mehreren daß er, falls .hm Me Stdle «B 200 Reittiere bereit gehalten. M der Sphinx fanden Tänze I Musikdirektor mcht mehr zugesprochen wurde, sich das Leben unb Wettspiele von Beduinen statt. DaS Fest endete mit I neunen würde.
einer Festtafel im Mena-Hause. I L. Udenhausen bei Alsfeld, 5. Jan. Gestern abend
------- !hielt der hiesige Kriegerverein in seinem Vereinslokal ferne
„Die Deutschen vor!" — baß vom Kaiser beiIdiesjährige Generalversammlung ab, die vollzählig besucht Professor C. Röchling bestellte und von ihm selbst auch: war. Der Verein zählte im Jahre 1902 25 Mitglieber, „The Germans to tiye front!" betitelte Gemälde, das eine roOün 21 aktive unb 4 passive waren. Hoffentlich gelingt es, für unser Volk so ruhmvolle Episode aus der chinesischen auä) noc$ einige andere hiesige Einwohner, die gediente Sol- Expedition des JahreK 1900 darstellt, vervielfältigt die und sogar Kriegsveteranen sind, die sich aber dem „Moderne Kunst" in einem alle Reize des Origmalß . bisher sernaebalten haben zum Beitritt zu bewegen, treu wiedergebenden ttefflichen farbigen Kunstblatt in ihrem y X 9 ) 9 ° ÜOr[ 40
soeben zur Ausgabe gelangten' Heft 9 (Verlag von Mche D'° Rechnungsablage ergab men baren ^be^chnb von 49
Bong, Berlin M 57). Tas Gemälde, zu dem Jul. Hasselblatt Mark, der zmßttagend angelegt rovtb. Muf Antrag emes
einen schwungvollen erläuternden Text geliefert hat, stellt Mitgliedes wird sodann der monatliche Beitrag aus lö 4$!9-
jenen denkwürdigen Augenblick aus dem chinesiscyen F-eld- ermäßigt. Die Verlesung der diesjährigen SitzungsprotokoUe
zuge dar, als die Deutsd)en auf Befehl des Höchstkomman-I ergab, baß mit Ausnahme der Feier von Kaisers Gebuttstag, dierenden Lord Seymour am 22. Juni 1900 vorgehen, um ro0 cin Ball abgehalten würbe, drei Sitzungen stattgefunden die durch Kampf und Strapazen erschöpften englischen und halten, wobei auf der an Großherzogs Geburtstag ein Vor- ameriranischen Aiatvosen auf dem Rücknarsche nach übcc E. M. Arndt gehalten worden war. Es wurde Tientsm in der Fwont an der schlimmsten Stelle abzulöfem » beschlossen den 27 Januar am Sonntag vorher mi Ein außerordentlich glücklicher G^anke auch war es, uns J' ' h anmmoni innerhalb beß
den reichen Bilderschmuck des neuen Linienschiffes der deut- Krrchenparade am Vormittag und Kommerswnerhald des scheu Reichsmarine „Kaiser Karl der Gvoßss" vorS Auge Verem^ am Abend in kmfacher Weis z f ' , . A
zu führen. Diese Bilder sind nämlich Nachblldungen der Punkt der Tagesordnung, die Wahl des Vorstandes, cilebigte berühmten Fresten des KaisersaaleS im Llachener Jtathause I sich schnell, indem der seitherige Vorstand, die Herren Schmidt, und haben das Leben unb die Daten des deutschen Natioiial- Greb, George und Weber, wiedergewähll wurden. Der nach- helden zum Gegenstände, nachdem der PanzerLoloß getauft folgende gemütliche Teil, der durch einen Vortrag über das worden. Sichern schon diese beiden Gaben dem Heft 9 £ebcn Kaiser Friedrich I., beß Rotbartes, und durch den ein weftgehendes Interesse, so wird aber dem Leser auch I (accan(-. patriotischer Lieber verschönt wurde, hielt die Kameraden sonst noch vieles geboten, was ihn fesseln muft Und doch ' Lxten Abend beisammen.
köstet es nur 60 Pssg. - ein wirklich erstaunlich btinöer|nod> .bt§m^^ÜEwen.^ -------
Preis, wenn man bedentt, daß es z. B. außer vier großen Kunstblättern nicht weniger als 41, zum Teil auch recht große Illustrationen bringt.
Fünf Schiffe sind in diesem Jahre der Marine neu, ttngereiht worden. Nämlich! das Linienschiff ,L)ramcschweig",1 der Panzerkreutzer „Friedrich Karl" und die Kreuzen ^rauenlvb", ,Mcona" und „Undine". Nqu in Angriff genommen wurden die durch den Marineedat für 1902 bewilligten Schiffe. Insgesamt befinden sich jetzt 5 Linienschiffe, 3 Panserlrenzer, 6 Kreuzer und 2 Kanonenboote auf ixtet kaiserlichen imd sechs Privatwerften im Ban. Bier ersillassige Linienschiffe wurden im Bau vollendet und in Dienst gestellt: Kaiser Karl der Große". Mttelsbach'", .Mhringen" und'„Wettin", während die Linienschiffe ,Kurfürst Friedrich Mlhelln", „Brandenburg" und „Weißenburg'^ die Flagge strichen, um auf der Werft in Wilhelmshaven modernisiert zu werden. Mßer dem großen Kreuzer „Prinz Heinrich" wurden, auch einige kleinere Kriegsfahr- yuge im Ban vollendet.
Gingcsaildt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Verein zur Hebung deS Fremdenverkehrs.
Die Gründung dieses Vereins ist gewiß recht gut gemeint. Greifbare Erfolge dürfte er aber erst dann erringen, wenn es ihm gelingt, die Schuakenplagc in Gießen zu beseitigen. Solange man vom Juli bis September hier in Gießen den Älngriffen der Schnaken rvehrlos preisgegeben ist, bilde man sich nur nicht em, Fremde, die nicht unbedingt sich hier einige Zeit aufhalten muffen, zu längerem Verweilen oder gar zur Niederlassung hier zu verführen. Die Schnakenplage laßt sich mit einigem guten Willen und wahrscheinlich ohne allzugroße Kosten beseitigen, wenn systematisch alljährlich vor Beginn des Frichiahres vorgegangen wird. In N a u h e i m geschieht dicc> schon feit Zähren; die Nauheimer wisseii, warum. Der Gießener Verein möge sich nur in Nauheim erkundigen, wie es gemacht wird I
u Unu8 pro mnltie.
schästigen. c er e
1 ■■.!■■■■. -..■■■»! .. . . I Gießen, den 7. Januar 1903.
'Die Kcform der preutzischen höhere« - Gedenktage. Am 7. Januar 1834 wurde zu Mädchenschulen. Gelnhausen der Erfinder des Telefons, Philipp Reis,
Im verflossenen Jahre find auf Veranlassung des prew geboren. In ein Farbengeschäst 1850 eintretend, machte er ßischen KitltuSministerS eingehende amtliche Erhebungen Über stit 1353 fortgesetzt nebenbei mathematische imb nattrrwissen- die Mittel- und höheren Mädchenschulen in Preußen bchusS schaftliche Studien; 1858 als Lehrer am Garnier'schen Jn- Vorberettung einer Reform der höheren Mädchenschule ver- Istitut bei Homburg berufen, fonftruierte er 1860 das erste, anstaltet worden. Das Ergebnis ist zwar noch nicht amllich nach ihm benannte Telefon. Den Siegeszug desselben über
bekannt gegeben worden, doch hat daß kkultusministerium die ganze Erde erlebte er leider dasselbe den Herausgeberinnen des Handbuches der Frauen-«schon 1874.
beroegung zugänglich gemacht, eß findet sich statistisch zu-I sammengestellt im dritten Bande. In Preußen find durch! b. Bad Nauheim, 6. Jan.


