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7.1.1903 Erstes Blatt
 
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V WtUtxi und Däne ich. Mr. Me Ameren hanr.Ur- «MwvLenWGcm^utigt. vpqMal m weihen und grauen WM. tz.Ltchh.LelierswegL os2 ikeberziehn.rZaikms, 1 MroL, qui echalien, für mutiert Person iu verkaufen.

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(behift und eh«® T*- , ergebene Mitteilung, V.etmunn «J keohift emgetreten ist. 3rnerei Wohl*

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Demwiener findiger werben im Wechsel mit dem VefflschtA Landwirt die Stevener ZamUien- blätter viermal in der Woche beigelegt.

ItotatieriflbnMf <. Ver­lag bet V r ü h l'schen Unw»tt.-Buch- uStein- bnidetei lPietsch ®rben) Medalticm, ErvedM-, *nb DeH>aeretl

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Kdreste füt Depesche«; ««zeiger Gieße«.

Fernivrrchcmschlvß Nr. LI.

Erstes Blatt.

ISS. Jahrgang

Mittwoch V.Jannar 1903

Gietzener Anzeiger

M General-Anzeiger ö **

Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Be,«a»prsi-» monallichvöPf., viertes jährlich Äk. 2.20; durch Ab ho le- tu Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePost Mk.2. viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annabme von Anzeigen lür die TugeSnununee bi» vornuttogS 10 Uhr. Zeilenprei»: lokal l»Pf^ Qulrodrt» 20 Pfg.

Verantwortlich für, den polii. u. allgem. teil i.VuLr.Hannemanur für,®tabl u. fianb* unbi .Äerichttsaal^: Lurt Plato; für den 21m zeigenteil: HanS Beck^

Merlrt NlaauzpoMrschrs «ns Krffm.

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B.B. Darmstadt, 6. Jan.

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Ir eine land- 770 M., für 540 ML (die bau-u. land-

ML (Ein­nahme 547Ö ML), außerdem sind für Landwirtschaftliche Mnterschulen 61600 ML, dann als Beitrag $u den Mafien deS LandwirtschaMratS 15000 ML, für Veiwaltungskosten der landwirt f chaftlichen Provinzial vereine 52 000 ML, ganz bedeutend mehr alS ün Vorjahre, für Forderung und Schutz deS WeindauS 27 500 ML, für Fördäung deS Obst- und Demüsedaue- 12 240 ML, für daS Lo-ndeSgeMt 169 000 ML,

um dem NN günstigen Abschluß des hessischen HauÄhaltS- etatS für 1903/04 nimmt einen nicht unwesentlichen Anteil der Wschnllt 2, Domänen des GroßcherKogllchen HauftS. SM* LaruLnU- uitb FprftdomLneu weisen gegen oas Lorjaür ein MLnderritträgnis von. 230000 Mark auf und bcyt sind die Ausgaben um rund 03 000 ML gestiegen, sodaß also hier ein Ausfall von nahezu 300000 Adar! zu ver- b-eühneu LL Ler enorme Rückgang in den Cinmchmen reiuliiert in erste« Linie daher, daß anaesichdÄ der itn- aünstlgen WirtschafiALage auch die Holzpreise ganz beträcht- lich zurückgeganaen find. Während die Einnahmen aus Bau-, 9tutz- und BcennhoLz im Etat für 1902/03 mir 3 901 440 Mark für 387 000 Wm. angeseht waren, eine Summe, die aber in EBtrHidMeit hinter dem Voranschlag zurückgeblieben sein soll, sind tm vorliegenden Budget für 384000 Kubik­meter ä 9.50 ML nur 3676 550, also rund 280 000 ML

für Förderung der Rindviehzucht 98650 ML, weiter: für Schweinezucht 12 520 ML, Ziegenzucht 6380 ML, Ge­flügelzucht 40«) ML, Fischzucht 1600 ML, Bienenzucht 2000 Mark re. re. Dis Gesamtausgabe für die Landwirtschaft be­trägt naheKu eine volle Million, nämlich 986 644 ML An Einnahmen sind im ganzen nur 166 700 ML mi verzeichnen, eL ist also ein SLaaLtzuschuß von 819 644 ML erforderlich, uub unter HinKurechinung eines Betrages von 30 800 ML für Abwehr und Unterdrückung für Viehseuchen eraiebt sich ein Gesamtauftvand für die Landwirtschaft in Hessen von über 850000 ML Nachdem in letzter Zeit vielfach stimmen, namentlich aus den Provinzen Starkenburg und Rhein­hessen. gegen die so kostspielige und unfruchtbare Be- günstigung der Einführung des Simmentaler Rindviehs, die Prämiierung rc. erhoben worden sind, darf man an­nehmen, daß verschiedene der oben angeführten Posten noch eine Abänderung und eine eingehende Kritik erfahren wer­den, die hoffentlich keine weiteren Erhöhungen zur Folge hat.

weniger angesetzt worden. Dazu weist das Kapitel Do- manial-Bau wesen statt 178910 ML im Vorjahr diesmal 207 841 ML, also fast 30 000 ML Mehrer fordernis auf, sodaß mit einigen arweren Mehrbeträgen im vorliegenden Etat ein Ausfall von fast 300 000 ML zu verzeichnen bleibt. Man darf hcer indessen fyoffen, daß bei einer stabileren Gestaltung der allgemeinen Verhältnisse die mit Recht sehr vorsichtig eingestellten Einnahmeposten vielleicht doch noch eine Kerne Erhöhung erfahren werden.

Eins ganz besondere Fürsorge läßt die Vroßb. Re­gierung bekanntlich der Landwirtschaft und Landesmltur

Nun noch einige Worte Wer dis direkten Steuern. Dtt Staatrellttdmmensiouer hat, wie schon früher erwähnt, «gen daS Vorjahr einen fast eine Viertelmillion höheren Ansatz erfahren, obgleich oei^der jetzigen wirtschaftlichen Lage kaum auf stark erhöhte onnvommen in den einzelnen EnverbSgruPpen wird gerechnet werden dürfen. Me Ber- mögensstruer erfuhr eine wohl ganA anaemeffene Erhöhung ü« Etat um 50000 ML und Me yesssiche Erbschaftssteuer wurde von 600 000 ML ün Vorjahre auf 670 000 ML erhöht; da diese am wenigsten fühlbare Steuerquelle des Landes aber nach dem Rechnungsabschluß von 1001/02 bereits eine wirkliche Einnahme von über 700 000 ML ergab, so dürfte wohl, auch für daN neue Etatjahr der Eingang eines wesentlich höheren Betrages wahrscheinlich sein.

lleberblicken wir am Schluffe unserer Betrachtung noch einmal den Gesamtetat, so müssen wir die Tatsache aner­kennen, daß die einzelnen Posten desselben sehr sorgfältig erwogen und vorsichtig aufgestellt worden sind, soweit das eben nach den finarcztechnlschen Berechnungen und Erfahr­ungen überhaupt nur möglich ist. Tie rückläufige Be­wegung einzelner Zweige unserer Industrie ist in den Ein­nahmen deutlich zum Ausdruck gekommen, während anoererfeits auch die Vorwärtsbewegung in handel und Verkehr, sowie das ergiebigere Fließen mancher Steuer­quellen nicht ohne eine entsprechende Würdigung geblieben ist. Eine gan^e Reihe von Einnahmeposten zeigt, daß die wirtschastlichs Straft unseres Hessenlandes nicht nur auf der gleichen Höhe steht, Jonkern aus verschiedenen Gebieten sogar einen kleinen Aufschwung erfahren hat. Eine der er­freulichsten Mitteilungen in dem schriftlichen Bericht des Herrn Finanzministers zum Etat ist die, daß das Rech­nungsjahr für 1901/02 um vieles günstiger abgeschlossen hat, alö d»er Gttttsvvranschlag annahm. Tas Knanzjahr schloß nicht dem entarteten Fehlbetrag von 2198 000 Mark, jonbent nur mit einem solchen von 1 142000 ML, also über eine Million günstiger, als der Haushaltsplan heraus­rechnete. Wir wollen hier die Hoffnung ansdriicken, daß auch das jetzt vor uns liegende Etatsjahr sich besser gestalten möge, als fein Ruf und uns baSfetbe mit einem ähnlich hohen Ueberichntz über den rechnengSmäßlgen Etatsätzen erfreuen welche.

Mkikrrs aus »em Rc^chsyausyattselat.

Der Popetat für 1903 beziffert sich in den Ein- nahmen auf 456 220 100 ML (mehr gegen das Vorjahr 15 590 970), davon für Porto und Lelegraphengebühren 425 Millionen (mehr 15 Millionen). Unter den fortdauernden Ausgaben werden gefordert für die Betriebsverwaltung 395 778129 ML (mehr 11658020). Das Postamt Tsingtau wird in ein solches erster Klasse, die Po stan statt Swakop- mund in ein Postamt zweiter Masse umgewandelt. Neu gefordert wird ein Vortragender Rat in der Zeutralver- Waltung, 7 PoftrLte bei ban Oberpo stdirektionen, 3 Ober- voftiufpellorQr, 39 Kassierer, 50 Obersekretöre, wogegen 24 Cekretärstellen in Assistenten stellen um gewandelt werden. Damit ist die Rüllumwandlung der seinerzeit neugeschaffenen Lekretärstellen in Assistenteustellen beendet. Im ganzen sind 2000 As fistentenstellen für bisher diatarisch beschäftigte Assistenten neu Aeschaffen. Ferner tverden gefordert 148 neue Eehilsinnenftellen, 2000 neue Unterbeamtenstellen. Für die Ausgestaltung des Telephondienstes auf dem flachen

Lande werden 1000 000 ML gefordert, 400000 ML für (Sri setzung deS Kabels KuLhav^r-Helgoland, 400000 ML für Anfchlußkabel (kmdcn-Borkum und für das tivelte deutsch- atlantische Kabel Emden-Dtzoreit-NewyorL Die einmaligen Msgaben des ordentlichen Etats belaufen sich auf 13 474 899 ML (mehr 498 236), bar unter sind eine Reihe erster Raten sowie emmallger Focderuilnr.n zu ^cundsiücks- erwerbungen unä Neubauten. Lec TitelWohngebäude für Unterbeamte und geringbesoldete Beamte fordert 1400 000 ML (mehr 500000), als einmalige Ausgabe des außerordentlichen Etats werden 22095 000 ML für Fern^ sprechzweck» verlangt. Hierzu wird bemerkt, Angesichts der außerordentlichen Steigerung des Fernsprechwesens sollen, wie im Vorjahre, Anlagen, die vorzugsweise dec Zukunft zugute kommen, aus Älnleihenütteln bestritten werden.

In dem Etat des ReichsamtS deS Innern sind die Einnahmen des ordentlichen Etats mit 9 266 185 ML (mehr 826 395) angesetzt. Einen um 80 000 ML geringeren Ertrag erwartet man infolge der wirtschaftlichen Stockungl vom Kaiser Wichelm-Kanal. An fortdauernden Ausgaben erfordert das Reichsamt des Innern selbst 1384 650 ML Die allgemeinen Fonds beanspruchen 51 067 700 ML (mehr 2 778 650). Die Belastung des Reiches auS den auf Grund deö JnvalidenversicherungSgesetzeS zahlbaren Renten beträgt 40 858 000 ML (mehr 2 692 000k 40000 ML werden für eine ständige Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt verlangt, die voraussichtlich in der ersten Wülfte deS ZahreS 1903 eröffnet wird. MS Beihilfe für Sie internationale Ber­einigung für gesetzlichen Arbeiterschutz und zur Unterhal­tung des internationalen Arbeitsamtes in Basel find hier jetzt 6000 ML eingestellt. Die Lmmns der fortdauerndem Ausgaben beläuft sich insgesamt auf 63 308 877 ML (mehr 3 455 648). Die einmaligen Mlsgaben im ordentlichen Etat beanspruche 11121 980 ML (mehr 8 363 980). Der Betrag für die Beteiligung des Reiches an der internationalen Er­forschung der nordischen Meere im Interesse der Seefischerei ist von 50000 auf 70000 ML erhöht. Für den in Bremen stattfinderiden 9. internationalen Lwngrest gegen AlkoholiS- nms wird ein Beitrag von 10000 ML verlangt. Dieselbe Summe wird für den in Berlin staUfindercden Kvngretz des internationalen statistischen Instituts verlangt. Mir Unterstützung der ^Protozoen-Forschung der zoologischen Sta­tion in Rovigno 20 000 ML Für Sie Losten der Beteiligung des Reichs an der Weltausstellung in St. Louis find als erste Rate 1500 000 ML eingestellt (Anschlag ^/t3 für eine Funkentelegraphieftation in BrunLvüttelloog 10 000 Markzur Förderung der Bekämpfung des Lhphuö 150000 Mark. Im außerordentlichen Etat werden, wie im Vor­jahre, vier Millionen zur Förderung der Herstellung ge­eigneter Kleinwohnungen für Arbeiter und gering besoldete Beamte durch Gewährung von Darlehen an private und gemeinnütziger Unternehmungen sowie *um Erwerb geeig­neten Baugeländes gefordert. DieNovod. Ulla. Ztg." ver- öffenllicht außerdem die Denkschriften -um Ltat des Reichs­amts des Innern, betreffend die deutsche Siidpolarexpedi- tion, die Beteiligung des Reichs au der Wellausftellungs in St. Louis sowie zur Tuberkulose-Erfors'chung. ' Nach letzterer wird em Betrag von 50000 Air. wieder wie im Vorjahre dem deutschen Zentralkomllee zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke zu überweisen sein.

FeuMrtM.

EinLandvonGoldundMarmor. Dieser etwas üppige Titel wird einer Gegend im australischen Staate Neu-Düd-Aales erteilt. Die Hauptstadt des südlichen Neu- Süd-Wales ist Otoufbum. In geringer Entfernung davon liegt das malerische Städtchen Bungoilia in einer reich­bewässerten und ungewöhnlich fruchtbaren Landschaft. An vielen Punkten des Bezirks ist Gold gefunden worden, und zwar in solchen Mengen, daß sich in Zukunft dort jedenfalls ein reicher Bergbau entwickeln wird. Außerdem besitzt der Distrikt noch andere Mineralschatze, namentlich in oen un­geheuren Massen von Marmor, die einen Teil der weit verbreiteten Kalksteinschichten bilden und angeblich an Qualität jeder anderen Marmorsorte der Well gleich kommen. Wo viel Kalkstein vorhanden ist, finden sich auch stets viele Höhlen, und die Gegend von Bungonia macht keine Aus­nahme von dieser Regel, im Gegenteil dürfte sie für Höhlen­forscher gerade ein gelobtes Land sein. Bisher ist nur ein kleiner Teil der Höhlen untersucht worden unt> auch niajt eiwl in planmäßiger Weise, zumal eine derartige Forschung dort mit bedenklichen Gefahren verbunden ist. Der Eingang zu einer der Höhlen befindet sich in der Spitze eines eigentümlich kegelförmig gestalteten Hügels. Von oort aus führt ein 50 Meter tiefer Schacht in die Höhle hinein, wenn man diesen Ausdruck gebrauchen darf, obgleich man nicht anders hin ab st eigen kann als mittete einer Winde und eines Sells. Die Wände des Schachtes sind wie von Menschenhand abgeschliffen, was darauf hindeutet, daß früher hier em ungeheurer unterirdischer Wasserfall nieder­gegangen ist. Ist man auf dem Boden des Schachtes an­gelangt, so führt ein enger Gang in zwei große Räume, die mit herrlichen Stalaktiten geschmückt sind. Das Sehens­werteste ist aber hier ein außerordentlich weiter natürlicher Tunnel von mindestens 100 Meter Länge und stellenweise 30 Meter Höhe. Tie Seitenwände sind senkrecht, das Dach gebogen wie ein Tunnelgewölbe, und sämtliche Flächen sind wiederum so glatt, als wären sie künstlich bearbeitet. Von dem Boden jenes Schachtes führt dann noch ein zweiter Gang weiter ins Innere, der eine merkwürdige Tropfstein- bildu rg ausweist. Er ist nämlich zu beiden Seiten aus- gekleidet von stalagmitischen Blldungeir. die die Form von

Decken angenommen haben und gleichsam als Terrassen an den Wänden an geordnet sind. Jedes dieser Becken enthält krystallllares Wasser, das wie in Kaskaden aus den höheren in die tieferen Marmorschalen hinabtropft. In einer an­deren ^benachbarten Höhle sind in einem Raum von un­gewöhnlicher Ausdehnung Myriade von Stalalliten aller Formen zu sehen, die zuweilen bis über zehn Fuß von der Decke ber ab Rängen. Eine natürliche Treppe mll sehr brellen Stufen führt 300 Meter well abwärts, bann aber kann man nur noch am Seil weiter Vordringen. Man kommt dann zu dem geräumigsten und schönsten Saal der ganzen Höhlenreihe, der bei einer Breite von fast 20 Metern eine Höhe von nahezu 40 Metern besitzt. Das Gewölbe besteht aus mattblauem Kalkstein, der nach allen Richtungen von reinen Marmor adern durchzogen wird. Ein schöner Wasser­strom durchfließt die Höhle, hie und da am Boden kleine Teiche und Becken von jeder Gestatt und Größe bildend., In geringer Entfernung von den Bungonia-Höhlen befindet sich diejenige von Terrara, ebenfalls ein herrlicher Raum, oessen Wände wie mit Strebepfellern versehen, mit Kry- siallen übersät und außerdem mit einem schönen korallen- ähnlichen lleberzug bedeckt erscheinen. Von diesen Natur­wundern kennt man, wie gesagt, vorerst nur einen kleinen Teil, well in den meisten Höhlen sich dem wetteren Vor­dringen außerordentlich große Schwierigkellen entgegen­stellen. Man hat jetzt in der letzten Zell so viel von großen natürlichen Sehenswürdigkellen in verschiedenen Teilen Australiens gehört, daß man unwillkürlich auf den Ge­danken verfällt, der fünfte Erdteil werde später einmal, wenn der Weltverkehr noch um vieles erleichtert sein wlld, ein Reiseziel für viele Naturfreunde bilden.

Die Heilkraft deS roten Lichtes ist in der letzten Zeit mehrfach zum Ge^nstand eingehender Unter­suchungen gemacht worden.. DL. Monmenu weist in einer interessanten Studie darauf hin, daß die rote Farbe schon in früheren Zeiten eine Rolle in der Volksmedizin ge­spielt hat. So besteht feit uralten Zeiten in manchen Ge­genden Spaniens die Sitte, Masernkranke in rote Decken einzuhüllen o-der ihnen rote Röcke anzuziehen. Ein Sohn Eduard L, Königs von England, wurde, als er an den Pocken erkrankt war, während der ganzen Dauer seiner ötrankhett in rote Decken eingewickelt. Dr. Monmenu hat seine Versuche, nach einem Bericht derDeutschen Medi"

zttialzettung", auf Patienten mll Maseru, Scharlach und Pocken ausgedehnt und wenigstens bei Masern und Pocken sehr gute Resultate erzielt. Die Erkrankung nahm durchweg einen schnelleren und leichteren Verlaus; die narbige Ent­stellung des Gesichts bei den Pockenkranken war infolge-« dessen eine lvellaus geringere. Was die Art der Wllkung betrifft, so sind es weniger die roten Strahlen als solche, die einen Einfluß üben, als der Umftanb, daß durch ba# rote Licht andere reizende Strahlen ausgeschattet werden.

Die Entdeckung eines römischen Jupiter» tempelsin England. Aus London wird berichtet: Den Fußboden und die Grenzmauern eines Tempels, der, wie man glaubt, Jupiter geweiht war, hat Mr. Mlliam Queux am Samstag in einem Feld in Castor, Northamptonshire, in dem umfangreiche Ausgrabungen römischer Altertümer vorgenommen loerben, gefunden. Der Fußboden ist 40 Fuß lang und 20 Fuß breit, in weißer und roter Mosaik und vollständig erhalten. Ferner finb Reste von Fresken «nd Knochen, Asche, römische Tonwaren und Glasarbeiten aus- gegraben worden. In der Mitte deS FußbodenS befindet sich eine große, birnenförmige Höhlung, etwa zwei Fuß tief und zehn Fuß breit, in deren Mitte sich Ueberrefte vom Fundament des Altars befinden.

Hans Thoma hat der großherzoglichen Gemälde­galerie in Karlsruhe eines feiner schönsten früheren Werke, denKinderreigen" in einer von einem fernen Flusse durchzogenen, von Schneebergen begrenzten Fruhlingsland- schaft, gewidmet. Damit finb, wie dieBad. Landesztg." bemerkt, drei Hauptwerle des großen heimatlichen Meisters der Galerie einverleibt, die die verschiedenen Kunstepochen (1872, 1884, 1898) desselben sehr gut charakterisieren. Auch das großherzogliche Kupferstichkabinett wurde von dem Künstler vor einiger Zell reich bedacht, indem er der mo­dernen Abteilung fein ganzes, auf über 100 Blätter fick belaufendes Steindruckwerk, in zumeist mit eigener Hand kolorierten Vorzugsdrucken überwies.

Ein Taschentuch Napoleons. Aus Heidelberg schreibt man: Die städtische Kunst- und Altertümersamm­lung, die im Otto Heinrichsbau des Schlosses untergebracht ist, hat dieser Tage ein Taschentuch Napoleons l-, das nach der Schlacht von Waterloo im Wagen des Kaisers gesundcn wurde, zum Geschenk erhalten. Das historiscbe Sckinuvstuck^ ba-;. Napoleon in seiner unglücklichsten Stunde