anfialtung des Gordon-Bennett-NennenS zu erkundigen. Von dem I Generalsekretär des Deutschen Automobilklubs, Freiherrn von
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einleitete: „DeS Staatsdienstes ledig, den Müßiggang aber verschmähend, gedenke ich noch 6er Jugend einen Dienst zu tun/ Als dann die Anregung der badischen Regierung, ob er die Eriahrungen des öffentlichen Dienstes tm akademischen Lehramt verwerten wolle, an ihn gelangte, sei das seinen Wünschen begegnet. Nun stehe er davor, die Früchte einer langen Slaatspraxis zu verwerten an einem bestimmten Stoff, der ihm, als er mit der badischen Stimmführung beim Bundesrat beauftragt war, nach allen Richtungen vertraut geworden sei. Er wolle jetzt zur Erweiterung und Ver- tiefuiig politischer Bildung in der akademischen Jugend beitragen. Daraus ging Herr v. Jagenrann auf das besondere Tema ferner Vorlesungen em.
— Dem Professor der Architektur an der Technischen Hochschule in Karlsruhe, Oberbaurat Karl Schärer, ist vom Großherzog von Hessen das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großniütigen verliehen worden.
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Evangelische Gemeinde.
22. Sonntag nach Trinitatis, den 8. November. Gottesdienst.
In der Stadtklrche.
Vormittags 9«/« Uhr: Einsührung des neu ernannten Pfarrers der Markusgemeinde, Psarrers Schwabe, durch den Dekan- Stellvertreter Psarrer Dr. Naumann.
Antrittspredigt: Psarrer Schwabe.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde.
Psarrer Schlosser.
Abends 5 Uhr: Feierliche Aufnahme der Konfirmanden der Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Schiffsilachttchlrii.
Red Star Linie.
Der Postdampfer „Finland" der Red Star-Linie, in Antwerpen, ist laut Telegramm am 3. November wohlbehalten in New-Pork angekommen.
„Kellner!“......
„Bringen Sie mir eine Flasche „Kupferberg ® olb'l
Eltern und Angehörige der Konfirmanden find hierzu befon-
Montag den 9. November, abends Uhr im Konfirmandenaale : Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der
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— Der Kaiser und das G o r d o n - B e n n e t t- Rennen 1904. Der Kaiser hat bei seiner Anwesenheit aus der Saal bürg Gelegenhett genommen, sich eingehend über die Ver-
Jn der Johanneskirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrassiftent Lic. G a u l. .
Vormittags H'/iUhr: Kinderkirche für die Johannesgememde.
Pfarrer Dr. Naumann.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Euler.
Sonntag abend 8 Uhr: Versammlung und Bibelbcsprechung im Konfirmandensaale der Johanneskirche. ,
Montag, den 9. November, abends 8 Uhr : B l b e l st u n d e im Konfirmändenjaal der Johanneskirche. Galaterbrief Kap. 1, >yt ii_24. Pfarrer Dr. Naumann.
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 7. November 1903.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Sonntag, den 8. November.
23. S o n n l'a g nach Pfingsten. . Vormittags von 6 '/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht, um 7 Uhr: Die erste hell. Messe, vor und in derselben Austeilung der hell. Kommunion.
um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.
um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 5’/a Uhr: Christenlehre; daraus Andacht.
Gerichtssaal.
Mannheim, 5. Nov. Ueber den Zusammenbruch der Aktien-Gesellschaft sür chemische Industrie wird z. Z. vor dem hiesigen Landgericht verhandelt. Ter Yaupt- Ungeklagte B ö h in führte u. a. aus: Schon 1887 war eine w n l e r b i l a n z von 55 000 Alk. vorhanden, die aber ausgehoben Durde durch einen Gewinn infolge des Verkaufs der Sodaiabrikalion. Ter Angeklagte gesteht zu, daß er im Jahre 1891 höhere Betrage an Warenvorräten, als vorhanden waren, in die Bilanz emslellte. Tie Unterbilanz betrug 173 000 Mk. Durch s a l s ch e E i n st e l l u n g der B e st ä n d e war aber em um 268 973 Akt. höherer Betrag eingestellt worden, sodaß ein Gewinn von 35 485 Alk. vorhanden schien und eine Dividende von 5 pEt. ausgezahlt werden fonnte. Ter Präsident hält dem Angeklagten vor, daß die Bilanzen und Geschäslsverichle seit 1891 vom Vorstand nicht mehr unterschrieben worden sind. Der Angeklagte erwidert: Davon weiß ich nichts. Taß aber die Jnventurlislen nicht mehr abgejchrieben wurden, hatte lerne guten Gründe, denn sonst war die Gefahr vorhanden, daß jemand zu der Eiitdeckung gekommen wäre, daß Nicht alles stimme. Ter Angeklagte fchildert des weiteren eingehend das Revisions- verfahren. Danach wurden bei den Jnventurposten keine Stichproben gemacht, fondern es wurden nur die Endsummen verglichen. Der Angeklagte gibt dann eine Schilderung des weiteren Geschästs- ganges und der wachsenden Unterbilanz. Dieselbe war 1892 auf 800 000 Alk. angewachsen. Durch Warenposten-Erhöhung wurde aber ein Reingewiiin von 157 000 Alk. herausgerechnet, die er- nröglichten, 7 pEt. auszuzahlen und ebenso entsprechende Santiemen. Da er der Verwirklichung seiner Idee, den Rhemauhafen fertig zu stellen, erheblich näher gekommen war, habe er nicht die Wahrheit offenbaren wollen und er habe sich selbst mit 800 000 belastet. Wetter gibt Böhm an, daß im Jahre 1895 die Barmer Filiale m eine Gesellschast m. b. H. umgewandelt wurde. Die Einzahlung von 200 000 Alk. habe er aus seiner eigenen Tasche geniacht, auch schon vorher habe er aus Privalmltteln einmal einen Verlust von 67 000 Alk. bei dieser Filiale gedeckt.
Brandenstein, welcher zur Zeit in Homburg anwesend ist, um vor der definitiven Entscheidung der zu wählenden Strecke nochmals die Lokalitäten in Augenfchein zu nehmen, ließ sich der Kaiser Alitteiliing machen über den zu erwartenden Fremdeiizufluß, über bie voraussichtlichen Vorteile für die Industrie, über die eriorberitten Absperrungsmaßregeln, wobei der Moiiarch die in Irland getroffenen Organisationen als mustergültia zur Nachahmung empfahl. Der Kaiser stellte auch für den Fall, daß tm Anschluß an das Gorbon-Bennett-Rennen eine Konkurrenz für Spirllusmoloren veranstaltet würbe, in Aussicht, einen Preis zu stiften. Bet dem Interesse, bas er für die Veranstaltung hegt, bars man vielleicht auf feine Anwesenheit bei dem Rennen hoffen.
Giscnbahn-Zcilung.
— Elektrische Schnellfahrten. Zweihundert Kilometer in der Stunde. Tie Versuche zur Erzielung einer stündlichen Fahrgeschwindigkeit von 200 Km. durch elektrischen Bahnbetrieb sind, wie wir schon berichteten, vor Kurzem von Erfolg gekrönt worden. Ein großer technischer Erfolg ist errungen worden, aber rote sieht es nun mit. dem wirtschaftlichen Erfolg dieser Leistung aus? Ist jetzt im Ernst an die Einführung sehr hoher Fahr- gefchroindtgkeilen auf elektrifchem Wege zu beuten? Auf ben heute vorhandenen Bahnen roirb, abgesehen von erheblichen betriebs- technischen Schtvierigkeiten, der Dampf jedenfalls im Vorteil bleiben, weil er besser in ben Rahmen hineinpcißt, roesentlich billiger ist unb vor allem noch eine starke Geschwinbigkeitssleigerung verträgt, roie die englischen Verhältnisse unb die neueren deutschen Leistungen im Lokomotivbau bartun. Es kommt hinzu, daß der elektrische Etnzel- roagen, der etwa einen Zehnminntenverkehr vermitteln soll, für ben Großverkehr nicht geeignet ist unb burch eine elektrische Lokomotive mit angehängtem Wagen ersetzt roerben müßte. Diesen Zug in Gang zu setzen unb zu erhalten, erforbert so große Kräfte unb Kraft- fchroankungen, daß die Kosten des Betriebes jedenfalls eine erhebliche Erhöhung der Tarife bewirken würden; ob sich bei einer solchen eine genügende Anzahl von Reisenden finden möchte, muß man nach ben Erfahrungen, bie man bei den Luxuszügen gemacht hat, unb bei dem anbauemben Verlangen des Publikums nach billigeren Fahrpreisen sehr bezweifeln. Wird aber die Möglichkeit der Einführung elektrischen Schnellbetriebs auf besonders anzulegenden Eisenbahnlinien in Betracht gezogen, so tritt alsbald die Frage auf, wer diese Bahnen bauen soll, ob der Staat ober Private. Letzteren wird der Staat wohl kaum sein Monopol abtreten wollen, und der Staat, als Erbauer, würde seinen eigenen Linien Abbruch tun, auch schwerlich einen ßaiibtag finden, der ihm die riesigen Bausummen bewilligen würde. Günstiger dürfte es aber um ben zweiten, von der Elektrotechnik gehegten Wunsch stehen, die Einsührung der Elektrizität bet ben Bahnen überhaupt zu beschleunigen. Hier geht das sonst etwas langsam arbeitenbe Oesterreich nut gutem Beispiel voran, inbem es für die alpinen Linien der Slaatsbahn unb Sübbahn in aller Stille Entwürfe ausarbeiten täßt, um die dortigen ungeheuren Wasserkräfte im Zugbetriebe elek- infch nutzbar zu machen. So hat Baurat v. Miller in München In einem Soeben veröffentlichten Entwürfe gefunden, daß lediglich bei der Brenner-Bahn mehrere 100 000 Alk. an jährlichen Ausgaben für Kohlen von den jetzigen Betriebskosten gespart werden kötinen.
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Dienstag den 10. November, abends 6 /< Uhr. Fest gottesdienst zur Feier des 25jährigen Bestehens des Ober- hessischen Vereins für innere Mission.
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