Ausgabe 
6.11.1903 Erstes Blatt
 
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mehl

Rücken.

Telephonäscher Kursbericht*

. 26.60

4% Gneoh. Monopol

-Anl.

Tendenz: schwach.

41/9% äussere Argentiner

Oberbürgermeister Singer erläßt

A. Holterhoff Söhne

Seltersweg 20

Giessen

Seltersweg 20.

Jacken

8315

Fast konkurrenzlose Preise.

. 102.10

. 90.96

. 102.10

. 91.00

. 100.10

. 100.00 . 1023.0

103.80

53.25

32.00

37.20

143 00

44.00

31 /,% Oberhessen . . 4% Oesterr. Goldrente .

37g% 3"/o 3V,% ö°/o 37e°/o

3u/o Mexikaner . . 4Vir7o Chinesen . . Electric, bchuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit, Darmstädter Bank . Dresdener Bank . * Beniner Handelsges, Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gotthard bahn . . . Laurahütte . Bochum . . , » . Harpener . . . .

Einzelne firmen selten 3040 Stück Fohlen und Pferde ab. Ter Preis für Schweine ist wieder im Steigen be­griffen.

)s Rohrbach bei Büdingen, 6. Nov. Die beiden Enkel des hiesigen Bürgermeisters Kröll waren heute mit Holz­hacken beschäftigt. Im Eifer traf der achtjährige Knabe seinen sechsjährigen Bruder so heftig mit dem Beil in den Handrücken, daß man anfangs glaubte, die c>and sei abgehuuen, so stark strömte das Blut. Mit einem ^cotverband versehen, wurde der beklagenswerte Junge in die Klinik nach Gießen gebracht.

Darmstadt, 5. Roo. Abermals hat der Messer-

Mitglled des Elnkaafs-Verbandes fr Berlin.

Gemeinsamer Baareinkauf daher denkbar billigste Verkaufspreise.

Ca. 200 Mitglieder.

inwexfal" nMi, tmhtio»

t Mechiitzuntz von udjnden, die von

in Argentinien i indessen gescheitert, en dmch verschiedene

soll Platanow, gegenwärtig Mitglied des SLaatsrateS, werden.

Tanger, 6. Ncro. Eine große Summe aus England eingetroffenen neu geprägten maurischen Geldes ist auf dem dem hiesigen Zollamt angehallen worden, da die maurische Regierung es versäumte, die fälligen Abschlagszahlungen an bie englische Münze zu entrichten, die das Geld geprägt hat. Der arme Sultan! Jetzt, wo er sich glücklich nach Fez zurückgezogen hat, um von diesem sicheren Zufluchtsort aus den Aufstand wieder einmal fürbeendet" zu erklären, muß ihm so was passieren! Wovon soll er denn nun leben? Das Eintreiben der Steuern hat er ja großmütig seinemnieder- geworsenen" Gegner Bu Hamara überlassen.

9t ew-Port, 5. Nov. Der neue Panama st aat nennt sich Republica del Jsthmo und hat bereits aus der ganzen Halbinsel Anerkennung gefunden.

Normal-Hemden, Unterhosen

zu einer gütlichen Einigung bereit. ES ist selbstver­ständlich, daß bis zum Abschluß dieser schwebenden Verhand­lungen auch ich die Waffen ruhen lasse."

Hamburg, 5. Nov. Eine Verkäuferin emes Warenhauses, die wegen Warendiebstahl verhaftet werden sollte, tötete sich durch einen Revolverschuß.

Lissabon, 6. Nov. Als der Kriegsminister Pimentei Pinto per Automobil die Forts des Hafens von Lissabon besichtigte, stürzte das Gefährt infolgefalschen Manövers des Führers um. Der Minister wurde I)mau§»s geschleudert und erlitt mehrere Verletzungen.

. 91.56 . 112.00 . 105.40 . 212.00 . 195.70 . 145.00

. 154.40 . 164.00 . 143.50 . 18.40 . 190.70 . 237.50 . 185.40 . 200.40

Vermischtes.

Berlin, 5. Nov. Auf dem Kirchhofe der Johannis­gemeinde bei Plötzensee vergifteten sich am Grabe des Schneidermeisters E. Sz. seine Wittwe und deren S ch w e st e r. Sie war untröstlich über den Tod des Gatten. Die Schwester, die bei dem Verstorbenen wohnte, litt an demselben Magenleiden wie er und sollte demnächst operiert werden.

wandte, näherte sich ihm Peter Weimar von hinten und bohrte ihm ein langes, steststehendes Messer tief in den Tiefe Wunde führte vorgestern den Tod des Ver-

4*/6% Oesterr. bilberrente 101.00 4% Ungar. Goldrente. . . 100.40 4% Italien. Rente .

47,96 Portugiesen . 3°/ Portugiesen, , . \% C. Türken . . Türkenlose ....

Spott.

Berlin, 5. Nov. Der jugendliche Herrenreiter, Leutnant von Auer, kam bei dem heutigen Karlshorster Rennen an der Hürde im kleinen Wäldchen so unglücklich zu Fall, daß er ich einen R i p p e n b r u ch unb wahrscheinlich auch eine Zer- r c i im n i] der Lunge zuzog. ______.

Gerichissaal.

Wiesbaden, 5. Nov. Der internationale Hoteldieb Samson, welcher wegen 14 vollendeter und einem versuchten Diebstahl angellagt war, wurde zu 7 Jahren Gefängnis unter Anrechnung voii einem Jahre Untersuchungshaft verurteilt, -ter Staatsanwalt hatte 12 Jahre Zuchthaus beantragt, während der Verteidiger wegen Geisteskrankheit auf Freisprechung plädierte. Fünf Fälle der Anklage wurden zur weiteren Aufklärung zurück- 9elleU£ Qtinooer, 5. Nov. TasLbcrkriegsgericht des 10.Armee­korps verurteilte den Füsilier Jacob vom 73. Füsilierregiment wegen Raubmordes aberinals zum Tode. Nachdem das Reichsmilitärgericht seiner Zeit das erste Urteil aufgehoben hatte.

Ehemni tz, 5. Nov. Tas Landgericht verurteilte den Bürsten­macher Maennel wegen Beleidigung des deutschen Kaisers zu drei Monaten Gefängnis. . .

Paris, 5. Nov. Der Kassationshof verwarf die Berufung von Therese und Frsdsric Humbert.

Jena, 5. Nov.

in der bekannten Streitsache folgende Erklärung: /Von unbe-

Stute. W"cn iüen, scheint 40 ?llJen Kahlkops und W zeigt viele ! Wge 'Meinet >4e Aeftcechen 'chü§en von Europa 'nfü hierhergeMt wesenden Henhcha- er über bie Drey« iri§ informiert ist tatsächlich jestge- bie Rede ist, eine lonate vor der Aer« Picard auf höheren Minister teilte ung mit. m ein von bent Mit an, wobutf) uzifixe in den

Reichsanleihe do.

Konsols . do. . .

Hessen .

<Ms tzluöl imii ^liild.

Gießen, den 6. November 1903.

** Auszeichnungen. Dem Eisenbahngüterexpedilions- z>i 'teher Seiler zu Hannover, bisher in Friedberg, wurde der K. Pr. Rote Adlerorden 4. Klasse, dem Lade­meister i. P. Joh. Volk in Gießen, dem Bremser i. P. Ludwig Stamm in Großen-Linden, dem Maschinen- wärter i. P. Phil. Weber in Gießen und dem Bahn­wärter Müller zu Klein-Linden (wie wir schon be­lichteten) das K. Pr. Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.

** Der Großh. Landgerichtsregislrator Jäger begeht heute, am 6. November, einjchl. Nttlitärdienslzeit, fern 26jähriges Dienstjubiläum.

** Der Rhein-Main-Gauverband deutscher Uhrmacher, zu welchem auch der Uhrmacherverein Gießen und Umgegend gehört, hält am 8. November nachmittags 2Va Uhr in Frankfurt a. M., Restauration Stadtgartcn, einen außerordentlichen Gautag ab, zu dem alle selbständigen Uhrmacher des Bezirks willkommen sein werden. Zur Be­ratung stehen einige sehr wichtige Angelegenheiten, so unter anderem die Grossistenfrage, die Rabattforderungen von Konsumvereinen, die Warenhausjrage ujw.

** Mutroillen. Vorgestern abeno um 113A Uhr wurde die Glasscheibe in dem in der Schulstraße ausgehängten Tepescheutasten mutwilligerweise eingeschlagen. Der Tuter wnrde aus frischer Tat abgefaßt uno Anzeige gegen ihn erhoben.

-lr. Steinberg b. Gießen, 5. Nov. Am Mittwoch abend wurde die Bauersfrau Elisabeth Häuser während einer Beschäftigung im Keller ihres Anwesens vom Schlage gerührt. Sie war sofort tot.

)( Grünberg, 6. Nov. Vom Eisenbahnkomitee für die projektierte Bahnlinie Grünberg Lich wurden gestern der Vorsitzende L. Mol l-Grünberg und Bürgermeister Schmidt -Queckborn v'om Finanzminister Gnauth empfangen und nach Darlegung des Standes der An­gelegenheit auch der Staatszuschuß von 20 000 Mk. pro Kilometer zugesagt. Geometer Pfeffer-Berlin ist gegenwärtig mit der Aussteckung der Bahnlinie beschäftigt, welche wie folgt projektiert ist: Ausgehend von Lich über Bessingen bis zur Steinesmühle bei Münster, von dort nach Queckborn durch das Grundstück des Dampfjägewerkes von Aff u. Dahmer, entlang dem Eschersbach in der Richtung nach dem Göbeln- roder Walde zu, um dann neben der Oberhessischen Bahn kurz vor Grünberg in diese einzumünden. Der genannten Deputation wurde auch die Erbauung der Jdioten- anstalt in Grünberg in Aussicht gefüllt, sobald die Stadt Gießen das für die dort zu errichtende Irren­anstalt benötigte Gelände bereitgestellt hat. Die Stadt Grün berg erhält dann als Entschädigung für die erst hier beabsichtigte Irrenanstalt von der Stadt Gießen 7 6 000 Mark. In dankenswerter Weise haben sich auch hier eine Anzahl Damen gefunden, welche jeden Mittwoch nachmittag sich einige Stunden der Anfertigung von Kleidungsstücken zur Weih nachtsbes cherung armer Kinder widmen. Mögen sich recht viele Damen diesem Liebeswerke anschließen.

Lauterbach, 6. Nov. Einen anerkennenswerten Beweis der Dankbarkeit, so lesen wir im L. Anz.

letzten, eines braven Burschen, herbei. Die drei an dem Raufhandel Beteiligten befinden sich in Untersuchungshaft.

Mainz, 5. Nov. Der in der letzten Nacht gestorbene Bischof Tr. Brück litt seit einigen Tagen an den Folgen eines Influenza-Anfalles. Trotzdem versah er bis gestern eine Funktionen. Gegen 10 Uhr abends stellte sich plötz­liches Uebelbefinden em. Das Leiden verschlimmerte sich rasch, sodaß um 12 Uhr der Oberarzt vom Rochus-Hospital geholt wurde, der aber bei seiner Ankunft nur noch den in­zwischen emgetretenen Tod des Bischofs konstatieren konnte. Die Aufbahrung der Leiche im bischöflichen Palais findet Samstag und Sonntag, die Beisetzung un Dome am Montag vormittag statt. In Hessen vollzieht sich, wie wir dem Mainz. Tagebl." entnehmen, die Bischofswahl derart, daß das Domkapitel innerhalb eines Monats nach Eintritt der Sedisvakanz der Regierung eine Kandidatenliste einzureichen hat. Diese streicht die ihr nicht genehmen Kandidaten, aus den übrigen wählt das Kapitel den Bischof, dem Papst steht das Bestätigungsrecht zu, die Regierung erteilt die Ermäch­tigung zum Antritt der Würde und zur Ausübung der Funktionen.

Worms, 5. Nov. Das Modell zum Küchler- Denkmal wurde nach der Worms. Ztg. heute nachmittag einer Besichtigung durch die Mitglieder des Denkmalskomi- lees unterzogen. Bildhauer Hirt hat es zu diesem Zwecke im oberen Sälchen des Festhauses aufgestellt und mit einigen Blattpflanzen einen einfachen, aber sehr geschmackvollen Hinter­grund geschaffen. Man war überrascht über die vortreffliche Wiedergabe unseres unvergeßlichen Oberbürgermeisters. Die Gesichtszüge sind von unübertrefflicher Aehnlichleit. Die Herren des Komitees sprachen sich sowohl über den Entwurf, wie auch über das Postament, das in rotem Schwarzwälder Granit ausgeführt werden soll, in anerkennendster Weise aus und dankten Herrn Hirt für das äußerst gelungene Modell, das seiner Künstlerschaft alle Ehre mache. Es wurde be­schlossen auf der Rückseite des Postaments folgende Inschrift anzubringen:Ihrem Oberbürgermeister die dankbaren Bürger der Stadt Worms für erfolgreiches Wirken 1882 1898." Nächsten Samstag vormittag soll auf dem Lindenplatze, wie bereits gemeldet, eine Schablonenprobe des Denkmals vorge­nommen werden.

Frankfurt a. M., 5. Nov. Bei größeren Eisen­bahnunfällen, namentlich bei solchen, die auf freier Strecke passieren, macht sich m der Regel Wassermangel bemerk­bar. Die Eisenbahndirektion Frankfurt hat daher angeordnet, daß sämtliche (Stationen, sobald in ihrem Bezirk ein Unfall vorkommt, unverzüglich Bottiche und Eimer mit frischem Wasser bereitstellen, so daß der ankommende Rettungszug dies bereits vorfindet. Ebenso sind die Bahnmeister und Bahnwärter, in deren Bezirk der Unfall passiert ist, an­gewiesen worden, sofort alle verfügbaren Mannschaften mit frischem Wasser an die Unfallstelle zu senden. Zu diesem Zweck sind die Eimer, Gefäße usw. besonders zu beschaffen und an Ort und Stelle aufzubewahren.

exzeß eines noch nicht 18jährigen Burschen ein Menschen­leben gekostet. In Brandau i. Q. hatten, nach derDst. Ztg.", am 25. Oktober d. I. drei junge Leute, Peter Weimar, Phil. Weimar und Georg Speckhardt, den bedeutend älteren, etwa 24 Jahre alten Landwirt Georg Bickelhaupt mehrfach durch Schimpfworte gegen ihn und seinen verstorbenen Vater beleidigt, sodaß er sie zur Rede stellte und ein Streit ent­lang Während sich Bickelhaupt gegen die beiden anderen

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teiligter Seite ist in liebenswürdigster Weise feit einigen Tagen der Versuch gemacht worden, zwischen Prof. Weber, sowie Henrici und mir zu vermitteln, um die unsere Bürgerschaft stark erregenden scharfen Zusammen­stöße der letzten Wochen möglichst auf gütlichem Wege und, ohne Hilfe der Gerichte anzurufen, aus der Welt zu schaffen. Unter Zustimmung der drei Herren Vorsitzenden des Ge- meiderates bin ich meinerseits unter gewissen Voraussetzungen

lieber das Wetter soll man nicht reden, aber wenn's gar nicht besser werden will und die Influenza förmlich in der Luft liegt, da ist ein Gespräch vom Wetter A doch das Natürlichste. Alle Welt ist erkaltet und einer bietet dem andern launig seinen Katarrh an, ohne daß er Abnehmer fände. Aber schließlich ist ein Katarrh noch nicht das Schlimmste, eine Schachtel von Fay S ächte» Sodener Mineralpastille» genügt zumeist, auch den stärksten Katarrh zu beseitigen und der ganze Spaß kostet nur 85 Pfg. 6911

gegen unser Krankenhaus hat am vergangenen Dienstag die G e m e i n d e M a a r geliefert. Sie brachte als Geschenk einen hoch beladenen Leiterwagen voll Kar­toffeln, Frucht, Stroh, Hülsenfrüchte u. s. ro., dazu einen Be­trag in barem Gelde, um damit ihre Erkenntlichkeit zu be- roeisen für alles, roas Kranke und Genesene in der Anstalt Liebes und Gutes erfahren haben. Die Gabe macht doppelte Freude, denn sie ist ein Beweis der Einsicht, daß die mild­tätige Anstatt bei den niedrigen Verpflegungssätzen nicht alle die Aufwendungen bestreiten kann, die sie für die leiblichen Bedürfnisse ihrer Pflegebefohlenen zu machen hat; dazu be­darf sie offener Hände fröhlicher Geber. Dann aber zeigt uns die Spende der Gemeinde Maar, wie man dort dem richtigen Gefühl dafür Ausdruck verleiht, daß all dies, was den Kranken an Liebe, Geduld und Trost gespendet wird, unbezahlbare Guter sind. - ^ov. Vom besten Wetter begünsttgt, wurde der K a l t e n m a r 11 heute beendigt, ^lten sckMies Rindvieh war in großer Zahl aufgetrieben, auch rechtschone Preise wurden erzielt. Ebenso flott ging der Pferd^handel.

^ruiRalkn üer Ueöaklwn.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

A. F., hier. Auf Ihre Anfrage teilen wir Ihnen mit, daß, falls Ihnen bei Ausgabe des Inserates eine notariell beglaubigte Auflage zugesagt, diesem Versprechen aber nicht nachgekommen wurde, Sie nicht zur Zahlung des Inserates verpflichtet sind, da in diesem Falle einseitiger Kontraktbruch vorliegt.

100. Emil Zola starb am 29. September 1902.

Ueuelte itlrluniufni.

Originaldrahlmeldungen des Gießener Anzeigers.

Wildpark, 6. Nov. Der Kaiser ist heute vormtttag 9 Uhr hier eingetroffen und wurde von der Kaiserin am Bahnhof empfangen. Das Kaiserpaar begab sich nach dem neuen Palais.

Breslau, 6. Nov. In Gablonz a. d. Neiße beging der italienische Bauunternehmer Eorolin aus Venedig aus unbekannter Ursache einen grauenvollen Selbstmord. Er brachte unter seinem Arm eine Dynamit-Patrone zur Explosion und wurde vollständig in Stücke zerrissen.

Madrid, 6. Nov. In Mula, Provinz Murcia, stürzte das Athenäum ein, wobei acht Personen getötet und sechzehn schwer verletzt wurden. Bei dem Unglück spielten sich herzzerreißende Szenen ab.

Petersburg, 6. Nov. Die Rückkehr des Zaren erfolgt am 9. November, nachdem nunmehr feststeht, daß der Kopenhagener Besuch trotz des besonderen Wunsches der Kaiserin-Witwe aus mancherlei Gründen, die in der Russi- fizierung Finnlands zu suchen sind, unterbleibt. Bei dem am 19. ds. beginnenden Prozeß wegen des Kisch ine wer Blutbades werden nur Christen auf der Anklage- Bank sitzen. Alle gegen Juden wegen Mordes vorgebrachten beschuldigungen sind fallen gelassen worden.