Ausgabe 
6.8.1903 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

der Vivisektion, die in einem Teile beS Antrags MinLel enthalten sind. Prof. Quid de schlug eben salls jedes Zu geMndnis ab. Nach einer Vorlage ^^ntie-Sten^Berlrn mirl> närnlick verlangt: Tie Behörde dürfr 1. nui £>ci> suche zulassen, die im Interesse der Wissensck)aft die Lösung einer nur durch Tierversuche zu losenden ^rage bezwecken , o auch t>ieic Versuche seien nur dann zuzulafien, wenn ;ie Äre Lllig schmerzfrei gehalten werden Prosenor Quid de unterstützte den Antrag aus Einsetzung eurer Reichsbehörde zur ilebcrwachung der Bwisektion, verwarf aber die oben angeführten Satze.

es doch schmerzfreie Tierver>uche gibt. Die Lmnuttags- Verhandlungen erschöpften sich m der L>ebattc über die Lmc ob m der Dünkclschen Denkschrift aucl^eine Ueber- wachunaSbehörde für die Ausführung von Dierver,uchen unter der Herrschaft des heutigen Gesetzes zu fordern sei und ob für die Hörigkeit dieser Uebcrwachungsbchorde be­stimmte Grundsätze aufgefrclit werden füllen. Um 1 Uhr trat eine einstündige Mittagspause em.

Aus Stadt und Laad.

Gießen, 6. August 1903.

** Manöver-Postsendungen. Aus Anlaß der ^vorstehenden militärischen Herbstübungen machen wcr aus die Wichtigkeit der Anwerbung rtchtrger uud deut­lich e r A u f s ch r i f t e n b e i d e n M a no v er - o st s e nd- un gen aufmerksam. Zur genauen Aufschrift gehören: Fa­milienname (möglichst auch Vorname, unter Umstanden dre Ordnungsnummer, Dienstgrad und ^ruppentcU (chegunent, Bataillon, Kompagnie, Eskadron, Abteilung, Batsterte, Ko­lonne usw.) UItd für gewöhnlich der st ä n d i g e Ga r n r s o n- ort eintretendenfalls mit dein Zusatzoder nach;enden . Die Angabe eines Marschquartiers als Bestimmungsort em­pfiehlt sich in der Regel nicht. ,

** Personal Veränderungen in der Ober- Bo st d i re k t i o n D a r m st a d t. Se. Kgl. Hoheit der Groß- heraoa haben dem Ober-Postschaffner in gehobener Drcnft- stellunq Steinberger in Mainz das Allgemeine Ehren­reichen mit der Inschrift:Für langjährige treue Drenste" am Lande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Ober-Postschaffner Röder in Darmstadt das All­gemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für langjährige rreue Dienste", beiden bei ihrem Scheiden aus dem Dienste, verliehen. Versetzt sind: die Postasfislenten Büchler von Osthofen nach Worms, May von Großgerau nach Osthosen, Röder von Worms und Schneider von Pforzheim nach Darmstadt. Angenommen sind: zum

fruchtbaren Boden ge-

Postantvärter: der Vizewachtmeister Kramer in Groß­bau; zu Postgehilfen: der Ober-Realschüler Werchel in der Realschüler Faust in Gießen und der Kans- maimslctzrling Wiblisyaufer in Worms- zum Scle- graphengehilfen: der Realschüler Schnell rn, Mainz, alv Telegraphengehilfin: Katl-arina Oeste in Offenbach; als Postagent: der Landwirt Keil in Bobenhausen bei Mucke. Bestanden haben die Postsekretärprüfung: der Ober- Postassistent Vogler und der Postassistent Roder in Darmstadt und der Postverwalter Heß in Hirschhorn. Gestorben ist der Postagent Schirmer in pelzen. Aus geschieden ist der Ober-Postassistent Kehrer w Darmstadt.

** Die 21. allgemeine Pfarrkonferenz der evangelischen Geistlichen d er Provinz O ber Hess en tagte gestern im Neuen Saalbau unter dein Vorsitze des Superintendenten Petersen. Etwa 70 Teilnehmer, darunter Professoren der hiesigen theologischen Fakultät und des Pre­diger-Seminars in Friedberg, waren dazu erschienen. Die Verhandlungen wurden nach einer kurzen, von Dekan Fischer aus Eichelsdors gehaltenen Andacht durch den Vorsitzenden mit einer Ansprache eröffnet, in der er vor allem auch der im verflossenen Jahre Heimgegangenen oberhesstschen Geist­lichen gedachte und auf die Bedeutung des zur Erörterung stehenden Themas hinwies. Hierauf erstattete Pfarrer Schiilte aus Beuern sein Referat überDie religiöse Volks­kunde und die Seelsorge mit besonderer Berück­sichtigung der oberhessischen a lt b ä uerl ich e n Frömmigkeit". Ec führte darin aus, wie unentbehrlich dem Geistlichen vor allem auf dem Lande für eine gedeihliche Wirksamkeit die genaue Kenntnis der religiösen Anschauungen, Sitten, Bräuche seiner Gemeinde sei und schildert an§ ge­nauester Sachkenntnis die besondere Eigenart der oberhesstschen altbäuerlichen Frömmigkeit nach ihren wesentlichsten Grund- zügen und Lebensäußerungen. Der lebhafte Beifall und der Widerhall, den seine Ausführungen in der sich an den Vor­trag anschließenden Diskussion sanden, läßt hoffen, daß seine Anregungen zu recht eindringendem Studium der Art und Denkweise unseres Volkes auf recht fruchtbaren Boden ge­

fallen sind.

Monarchenbegegnung in Darmstadt. Wir lesen in derMünch. Allg. Ztg.": Kürzlich wurde gemeldet, die bevorstehenden Festlichkeiten in Darmstadt zur Vermählung des Prinzen Andreas von Griechenland würden die Gelegen­heit zu einer Zusaminenkunst europäischer Monarchen geben,

nämlich des Deutschen Kaisers, de§ Kaisers von Rußland und des Königs von England. Es ist wohl möglich, daß Kaiser Wilhelm aus diesem Anlaß nach Darmstadt reisen wird, obwohl endgiltige Bestimmungen darüber noch nicht vorliegen. Ob der Kaiser von Rußland gleichfalls anwesend sein wird, ist vorläufig noch nicht betannt. Unrichtig aber erscheint nach den bisher vorliegenden Informationen die 'Meldung, daß Eduard VII. nach Darmstadt kommen wird.

** Wechsel auf Wolfenbütte l, welche nach dem 1. Septeniber d. I. fällig werden, werden von jetzt ab von der Reichsbank angekauft. Dieselben find an die Reichsbank­stelle in Braiinschweig zu girieren.

8 Butzbach, 5. Ang. Tas hiesige Kasino veran- staltete heilte nachniittag ein schönes Sommerfest aus der nahen Wilhelmshöhe vor deni Zipfenwalde. Die Marburger Jägerkapelle konzerlierte bei der VeranstaltiMg, ivelche durch hübsche Unterhaltungsspiele und Preisverteiliiiig für die Kin­der, Tanzvergnügen, Aussteigen eines kleinen Ballons und bengalische Gartenbeleuchtung re. genug des "Amüsanten bot und sehr gemütlich verlies. Auch Küche und Keller des Wirtes lieferten Vorzügliches.

-f- B ü dingen, 5. Aiig. Bisher waren bei der hiesigen Glasbläserei drei Oefen in Betrieb mit fast 300 Arbeitern. In diesen Tagen wilrde der eine Ofen außer Betrieb gesetzt und ca. 150 Arbeiter, zumeist Sachsen, in ihre Heimat entlassen. Bei dem plötzlichen Zuzug von Arbeitern entivickelte sich s. Zt. m unserem Städtchen eine rege Baulust. In letzterer Zeit waren die Wohnungen rar und teuer.

Darmstadt, 5. August. Tas sozialdemokratische Wahlkomitee in Bieber hat der Zweiten Kammer eine Vorstellung, betr. den Protest des Karl Döring in Bieber gegen Sie Wahl der Wahlmänner in Bieber über­reicht. Die Sozialdemokraten ersuchen darin, den Protest des K. Döring abzuweisen.

Alain z, 4. August. Heute haben die Verhandlungen der Eisenbahndirektion gegen 65 Grundbesitzer der Gemarkung Kastel wegen Enteignung von Gelände, zum Zwecke der Erbauung der strategischen Bahnlinie Mombach-Kastel- Bischofsheim, vor dem Provmzialausschuffe begonnen. Unter den Grundeigentümern, die mit den Geboten der Eisenbahn- direktlon nicht einverstanden sind, befindet sich der ehemalige Herzog von Nassau, der felsige Großberzoa von Luxemburg.

selbe die

Gros.

5401

5020

5965

befindet sich jetzt

Gros.

5399

Hemden

garnitur usw.

6015

I. A.: Schneider.

Zimmer-Thüreti n aus deutschem 2162 Fichten- und Tannenholz

li

Räumungs Verkauf

Mobiliar- Versteigerung.

Freitag den 7. August, nachmittags 2 */2 Uhr ansangend werden in dem Bieker'schen Saale, Neustadt 55 dahier, nachverzeichnete Gegenstände gegen Barzahlung versteigert:

2 vollständige Betten, 1 Waschtisch mit Mar­morplatte, 1 Klerderschrant Tische und Stühle, Vor­hänge, Lampen, Einmach­töpfe, 1 Nähmaschine, 1 Bett­schirm, 1 Kutscher-Uniform, 1 Büchergestell, 1 Wasch -

Holzbearbeitungs-Fabrik.

Lager: Frankfurt a. M., Niedenau 15.

Donnerstag, 13. August 1903 nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Orrsgerichl die dem Joh. Heinrich Montag und Ehefrau zustehenden Liegen­schaften der Gemarkung Gießen, das sog. Hotel Einhorn, öffentlich meistbietend versteigert werden.

Großh. Ortsgerichl Gießen.

Rier-Kroßyandluag.

Marburgerstratze 7; Telephon 344.

Hermann Katz

5 Mäusburg 5.

K. 22/03.

Donnerstag, 20. August 1903 nachmittags 2 Uhr, wird aus hiesigem Ortsgerrcht die vor dem Namen des August Hof­mann stehende Parzelle

all 27/162 a8/10, neu 3/115,5 = 485 qm Ho fräste am Brenn­ofen, stößt auf die Wrese, öffentlich meistbietend versteigert werden. 5400

Gießen, den 8. Juli 1903. Großh. Ortsgerucht Gießen.

Gros.

J.' M. Schulhof

Telephon 119.

Bromvler Versandt nach auöw»

ab Echzell ä Etr. zu 3,50 Mk.

Ludwig Erb zu Echzell, (5711 Kartoffel-Versandtgeschäft.

8 Bleichstraße 8, Part

(Kein Laden.)

V1 Flasche zu 18 Pfennig

Zmikbklknchen

Montag, Mittwoch und Freitag von L,9 Uhr ab bei (5837 K. Wilh. Gengnagel, Neustadt 45.

Carl Retter, Gietzell

früher Schulstraße, Ecke Sonnenstraße.

M sir Kiidkl nnb Zidipic

Depositenkasse Gießen.

(Darmstädter Bank.)

Mem

Cigarrßü' $ros u.Geschäft

Kognak- und Weini-andlung

Donnerstag, 13. August 1903 nachmittags 31/, Uhr, wird auf hiesigem Ortsgerrcht die vor dem Flamen der Simon, Emstie, und Kons, flehende Par­zelle der Gemarkung Gießen, alt 1/45, neu 1/965 310 qm Hofraste in der Mühlgaffe zwecks Auseinandersetzung der Gemeinschaft öffentlich mefft- bietend versteigert.

Gießen, den 8. Juli 1903. Großh. Ortsgerrcht Gießen.

Äug. Montanas Nacht

Marktplatz 910.

Spezial-Abteilung für Herren-Modewaren.

bis 5576

50% Rabatt.

Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Zugleich bemerke ich, um Täuschungen und Verwechselungen oorzubeugen, daß nur mir allein die Vertretung der Mainzer Aktien- Brauerei für Gießen und Umgegend übertragen worden ist.

Gotthilf Röhrie

Geschäftsvertegung.

Einem hiesigen und auswärtigen Publikum, sowie meiner werten Kundschaft zur gefälligen Nachricht, daß sich mein Geschäft von heute ab JMT' 5 Neuen-Bäue 5 befindet. Gleichzeitig einpfehle ich mein reichhaltiges Lager m Schüttwaren aller Art

Anfertigung nach Maß, sowie Reparaturen werden prompt und billig ausgeführt. 5931

W. Schmid% Schuh lager.

OGGOOOOGGGG jMHIOH

§nrg-MnMsin«« Knrl (Tniulintt

12 Maigaffe 12 empfiehlt Schreinermeister

Außer den von mir seither geführten Bieren bringe jetzt auch Mainzer Mtienöier beliebt wegen seines reinen, milden Geschtnackes und weil es außerordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle das-

Für die Reifezeit

empfehlen wir unsere

Schrankfächer (Safes)

zur Aufbewahrung von Wertgegenständeu aller Art unter eigenem Verschluß des Nlieters Preis für ein Jahr Dlk. 15.

, v einen Monat y 3. sowie 4460i

allslnudWs Skld und ReiftKreditbriese.

Für die Reise empfehlen wir unsere grosse und schöne Auswahl in

Qarbenbänder

(Erntestricke) 5466 im Gebrauch wesentlich billiger wie Strohseile empfiehlt billigst

BI. Rosenthal

Telephon 218. Liebigstr. 13.

in jeder Preislage, Eichen polirt und Tannen lackiert. 5391

Metallsärge. Kindersärge m jeder Größe.

^wiebelknchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 9 Uhr ab. (5339 Friedr». Noll Hofbäcker.

Prima neue Holländer DollheliWk, per Ltück 5 Psg., empfiehlt 5971 Ph. Herrmann, Seltersweg 33. Telephon 257.

&

d

i

l

Bi

lichtet

niet in!

den

Mltc

sei ba;

smg

Änt

meü Bon schwe schtve I one mittel

übet öntue duz feine bejm SP es.

das Niat es! Sh)e' Uhb "Kg

lein,

Uuff ist n wort saun p

in he hnt bei bieim Me k)