aber nur in Flaschen, wo Plakate aushängen.
u. Schlußkurse.
Kl)
Wetter
Telephonischer Kursberichts
Frankfurt ». 6. August
P/2V0 Chinesen
-Anl.
748,7
749,7
751,4
208.00
212.60
136.62
179.25
179.50
4 1(D
Sonnenschein bew. Himmel Sonnenschein
101.00 . 101.05 . 103.30 . 50.20 . 31.35 . 34 90 . 132.00
44.20
40.90
KD Kl) 2(2) Kl) Kl) 4 KD 1(1)
Oest. Kredit. .
Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß .
August 1903.
101.95
90.95
101.25
37e% 3Vo 3V,% 30/o 372% 3
Reichsanleihe do.
Konsols . do . .
Hessen Oberhessen
Anfangs-
. 208.00
. 212.75
. 136.60
. 179.75
Miliartuberkulose Zuckerkrankheit Neubildungen Gehirnentzündung Eingekl. Bruch Brechdurchfall Lebensschwäche Bronchitis
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
w. sw.
w.
setzten ihre Steigerung fort, da Petersburg Hausse aller Industrie- werte meldete.
Privat-Diskont 3% Prozent.
1903.
. 26.75 . 92.55 . 98.- . 98.10 . 208.20 . 187.90 . 137.00 . 147.50 . 154.10 . 143.30 . 17.30 . 191.00 . 221.00 . 180.00 . 179.40
4% Oriech. Monopol 47,% äussere Argentiner
scheinlich bezweckt die Note auch, die Mächte auf neue strenge Maßregeln vorzubereiten.
Brest, 6. Aug. Oberst Prive vom Kolonial- Infanterie-Regiment ist vom Kriegsniinister zu 14 Tagen Arrest verurteilt worden, weil er die Mißhandlungen von Unteroffizieren gegenüber Gemeinen nicht angezeigt hatte. Die gleiche Strafe traf den General Conard.
Lori ent, 6. Aug. Gestern abend haben sich wieder große Tumulte in Henncbont abgespielt. Eine Volksmenge von mehr als 1000 Personen hatte sich auf dem Platze vor dem Militärklub angesammelt. Man warf die Fenster der umliegenden Gebäude ein, worauf die Geschäftsleute ihre Läden schlossen. Artillerie wurde herbeigeholt, um die Menge zu zerstreuen. Die Truppen griffen mit großer Energie ein und hieben mit dem blanken Säbel aus die Kundgeber, welche versuchten, Barrikaden zu errichten. Die ^Tumultuanten zerstörten auch die Gasleitung, sodaß die Straßen in Dunkel gehüllt waren. Eine Gruppe von 30 Kundgebern, welche sich vor den ihr sich nähernden Truppen flüchtete, wurde umzingelt und verhaftet. Um 11 Uhr abends durchzog die Menge die Straßen und zerstörte auf ihrem Wege alle Fenster. An mehreren Orten kam es zu Zusammenstößen, wobei eine Anzahl Personen verletzt wurde. Die Polizei nahm zahlreiche Verhaftungen vor. Um Mitternacht versuchte Die wütende Menge das Präfektur- gebüude zu stürmen, wurde aber von den Truppen daran gehindert. Lis gegen Morgen dauerten die Tumulte fort An mehreren Orten waren die Truppen der wütenden Volksmenge gegenüber ohnmächtig.
Madrid, 6. Aug. Der Ministerrat erklärte in seiner gestrigen Sitzung, es sei unmöglich, die für die Marine verlangten Sumin en zu bewilligen.
Malaga, G. Aug. Bei der Illumination anläßlich der Papstwahl hat man an einem elektrisch beleuchteten Hause die Buchstaben: „Es lebe de r Papstkönig" angebracht. Die Menge versammelte sich vor dem Hause, ivarf die Fenster ein und rief: „Es lebe Ga ribaldi, es lebe Italien, nieder mit dem Papstkönig!" Erst nach Entfernung der Inschrift gelang es, die Menge zu zerstreuen.
Rom, 6. Aug. Das „Giornale d'Jtalia" will wissen, daß das bewußte östreichische Veto gegen eine Wahl Nampollas im Einvernehmen mit Deutschland erfolgt wäre. — Im Vatikan rief der Umstand große Sensation hervor, daß Pius X. sich weigerte, die Sänfte zu benutzen und dieselbe ins Magazin schaffen ließ. — Es bestätigt sich, daß die Krönung auf Sonntag den 9. ds. festgesetzt wurde. Die fremden Kar- dinäle sollen den Wunsch geäußert haben, daran teilzunehmen. — Nach einer rönnschen Depesche der „Voss. Ztg." herrscht über den zukünftigen Staatssekretär noch Ungewißheit, doch seien VannuLelli, Ferrata und Ägliardi tm Vordergründe.
Neapel, 6. Aug. Eine kleine Anzahl Republikaner veranstaltete Straßendemonstrationen gegen das Papsttum. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen.
Wien, 6. Aug. Der serbische Gesandte in Wien, Christitsch, wurde pensioniert, aber kein Nachfolger ernannt. Der Legationssekretär Popovüsch führt die Geschäfte weiter.
Budapest, 6. Aug. Ministerpräsident Graf Khuen hat sich gestern abend an das kaiserliche Hoslager nach Ischl begeben. Es unterliegt keinem Zweifel, daß er dem Monarchen seine Demission geben wiro. In einem gewissen Gegensatz hierzu steht eine Depesche der „Voss. Ztg." aus Budapest, wonach Finanzminister Lukacs, der wegen der Zuckerfrage kürzlich in Ischl war, äußerte, man sehe in Ischl die Vorgänge nicht so düster an. Insbesondere für den Grafen Khuen erwachse aus der Bestechungs- Angelegenheit keinerlei Gefahr. — Dem „25erL Tagebl." zufolge sandte der Fiumaner Journalist Hegyi, welcher Tienes auf seiner Flucht begleitete, die schriftliche Erklärung ein, daß er auf Wunsch des Grafen Szapary Dienes, den er früher nicht gekannt habe, begleitete, um ihn in Hamburg auf ein nach Amerika abgehendes Schiff zu bringen und ihm dort 50 000 Kronen zu überreichen. Er habe aber Tienes bereits in Berlin verlassen und ihry nur 25 000 Kronen übergeben, und den Rest an Szapary für die Familie Tienes zurückgesandt. — Demselben Blatte zufolge hat das Berliner Polizeipräsidium der Budapester Polizei mitgeteilt, daß Tienes wahrscheinlich durch die Schweiz nach Italien seinen Weg genommen und sich in Genua eingeschifft hat.
Sofia, 6. Aug. Die Regierung beschlagnahmte im hiesigen Bahnhof eine große Sendung Waffen und Munition, die unter der Bezeichnung „Papier" eingeschmuggelt worden waren.
Sofia, 6. Aug. In hiesigen, der inneren mazedo» nischen Organisation nahestehenden Kreisen wird versichett, daß die Aktion gegen die türkische Herrschaft demnächst ausgenommen wird. Es ständen 120 Banden mit etwa 6 0 0 0 Freischärlern in Bereitschaft.
New-Port, 6. Aug. Man ließ amtlich verlauten, Rußland beabsichtige, das amerikanische Geschwader im Jahre 1904 zu einem Besuche in Kronstadt einzu- laden. D
Summa: 12 (8) 6 (6) 5 (1) 1 (1)
Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, ivie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aut von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Höchste Temperatur am 4.-5. Aug. 21,1u C.
Niedrigste „ „ 4.-5. „ 14,5" C.
4 7s 96 Oesterr. Silberrente 456 Ungar. Goldrente . 4°/ü Italien. Rente . .
47,56 Portugiesen . , B0/ Portugiesen. . . .
1% C. Türken . . .
Türkenlose.....
Gerichtssaal.
Wiesbaden, 5. Aug. Der Krankenpfleger und Diener Simon Bös von Berlin, der den Kommerzienrat Friedländer von dort hierher begleitet und bei der Abreise von hier gründlich bestohlen hatte, stand heute vor der Stras- k a m m e r. Bös war mit seinem Raube, sechs Hundertmarkscheinen, 50 Kronen, forme einem Teil des Schmuckes der Frau Friedländer geflohen. Erst einige Zeit später wurde er in Köln verhaftet. Man fand zwar nicht mehr alles Geld bei ihm, wohl aber noch den ganzen Schmuck und sogar noch drei kostbare Ringe mehr, die er in der gleichen Schublade wie die Pretiosen seiner Herrin gefunden haben will. Das Gericht verurteilt ihn heute zu einem I a h r und zwei Monaten Gefängnis.
Aschaffenburg, 4. Aug. In der Angelegenheit des Mordes am Büchelberg sind die widersinnigsten Gerüchte verbreitet worden, schließlich sollte sogar der Bruder der Ermordeten mit dem Verbrechen im Zusammenhang stehen. Heute hatte sich am hiesigen Amtsgericht der Bilderhändler Peter Philipp von Damm zu verantworten, der beschuldigt war, diese Verdächtigungen in Umlauf gesetzt zu haben. Er wurde zu einem Monat Gefängnis verurteilt.
Paris, 5. August. Wie die Blätter versichern, hat sich der Zustand der Frau Humbert mm wieder soweit gebessert, daß ihr Prozeß vor dem Schwurgericht am nächsten Samstag beginnen kann. Der Staatsanwalt hat für die Verhandlungen 90 Belastungszeugen geladen, darunter die Gläubiger der Frau Humbert, von denen die meisten jedoch wahrscheinlich vorziehen werden, nicht zu erscheinen. Tie Familie Humbert selbst hat nur 8 weitere Entlastungszeugen geladen, darunter den Polizeipräfekten Löpine, die Untersuchungsrichter Lemercier und Leydet, sowie den früheren französischen Botschafter in Madrid Poubelle.
Wien, 5. Aug. Heute begann vor dem Erkenntnissenat unter Ausschluß der Oeffentlichkeit die Verhandlung gegen den früheren Lemberger Finanzkommissär Bronislaw Oßolinski wegen versuchter Verleitung zur Spionage. Offolinski soll sich an die Verwandten seiner Frau mit der Aufforderung gewendet haben, wegen Verkaufs der Instruktion, welche den Eisenbahnbetrieb im Mobilisierungssalle regelt, mit der Wiener Vertretung einer ausländischen Macht zu verhandeln. Bronislaw Osielinski wurde vom Erkenntnissenat der versuchten Verleitung zur Spionage für schuldig erklärt und zu einem Jahr schweren Kerkers veurteilt.
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr
Kl) - -
KD - -
2(2) - -
1(1) - -
1(1) -
Electric. Schuckert . . Nordd. Lloyd . , Kreditaktien . . . . Diskonto-Kommandit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . , Berliner Handelsges. Oesterr. Staats bahn . . Lombarden . , , , Gotthardbahn .... Laurahütte.....
Bochum ... ... Harpener.....
Tendenz: fest.
Harpener Bergbau . . 179.70
Schluß-Tendenz: ziemlich fest.
. 100,20
496 Oesterr. Goldrente . . 103.00
Neueste Mellum gen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 6. Aug. Landwittschastsminister von Pod- bielski begiebt sich am Freitag zur Besichtigung der Hochwasserschäden nach Breslau.
Thorn, 6. Aug. Nachdem zur Erbauung eines Holzhafens der Lairdtag eine erste Rate, die Stadt Thorn die zweite Hälfte des Aktienkapitals von li/2 Millionen bewilligt haben, fand gestern die erste Beratung des Gesell- chaftsverttags behufs Gründung der Thorner Holzhasen- Aktiengesellschaft statt. Zu der Konferenz waren als Vertreter des Ministers der öffentlichen Arbeiten Geheimer Oberbaurat Germelnrann und Geheimer Regierungsrat Dr. Hech und als Beauftragter des Finanzministers Geheimer Finanzrat von Daurnbach erschienen.
Plauen, 6. Aug. Heute nacht ist die Papierfabrik von August Deipel in Ehroeschwitz bei Plauen vollständig niedergebrannt.
London, 6. Aug. Der Privatsekretär Lord Salis- b u r i s dementirt, daß die Krankheit des früheren Premierministers bedenkliche Fortschritte gemacht habe.
London, 6. Aug. Einer Meldung des „Daily Chro- nicle" aus D a w s 0 n, im britischen Gebiet am Jukonftusse, zufolge machte der Entdecker des Goldfeldes Klondyke jetzt einen reichen Goldsund in der Gegend des Pelly- lusses. Die' Goldmengen scheinen bedeutender, als bei Klondyke. Ein wilder Aufbruch nach dem Gebiet findet tatt. — Dasselbe Blatt meldet aus Victoria (Britisch Kolumbien): In der Nähe von Port Simpson, der beabsichtigten Endstation der neuen Grand Trunk Pacisic- Bahn, wurden große Kohlenlager entdeckt.
London, 5. Aug. (Unterhaus. Schluß.) Nach längerer weiterer Debatte, die sich bis 2 Uhr morgens hinzog, wurde die Bill, betreffend die Brüsseler Zuckerkonvention angenommen.
London, 6. Aug. Die großen Flottenmanöver im Mantischen Ozean zwischen Gibraltar und den Kanarichen Inseln haben begonnen. Der König von Portugal wohnt bekanntlich den Uebungen bei. Den Operationen wird große Wichtigkeit beigemessen.
L. London, 6. Aug. Nach einer Meldung des „Daily Telegraph" aus Konstantinopel macht die Pforte in einer Zirkularnote an ihre Vertreter in Europa Mitteilung von den neuen Unruhen in Macedonien. Die Zirkülarnote hebt hervor, daß die Lage in Macedonien kritisch sei, trotzdem die Pforte alles getan habe, sic zu bessern. Äugen-
vor der Strafkammer anberaumt. Es handelt sich bekanntlich um Tolstois Broschüre: „Du sollst nicht töten", die vor einiger Zeit beschlagnahmt wurde.
* Freiberg i. S., 6. Aug. Bei einer Vorstellung der Landwehrkompagnie des 12. Jägerbataillons wurden mehrere scharfe Schüsse abgegeben. Ein Landwehrmann wurde leicht verletzt, bei einem zweiten prallte die Kugel am Tschako ab.
* Bern, 5. Aug. Am Gaisrücken im Kanton Bern ist der 60jährige Kantonatsrat Luedi an einer 30 Meter hohen Felswand ab gestürzt und war sofort tot.
* D i e Kapelle in Uniform. Ein reizendes Pendant zu dem jüngst bekannt gewordenen Anerbieten eines Kapellmeisters, wonach dessen Orchester, sobald es in gelben Stiefeln konzertiert, mehr Honorar beansprucht als in einfacher Uniform, bietet die Ankündigung eines kleinen reisenden Theaters, das allsommerlich einen thüringischen Marktflecken unsicher macht, worin der Komiker der Gesellschaft zu seiner Benefizvorstellung durch einen sicher ganz eigenartigen Genuß anzulocken sucht. Der Theaterzettel nennt das Stück „Der gute Fridolin" oder „Der böse Robert" oder „Der Gang zum Eisenhammer" und teilt noch mit: „Aus Gefälligkeit für den Benefizianten wird der Herr Orts-Gendarm in den Zwischenakten einige Vorträge auf der Zieh-Harmonika in Uniform zum besten geben!" Wer könnte solcher Lockung widerstehen!
Kunst und Wissenschaft^
— rilby" als Oper. Leoncavallo hat vor Jahren bereits die Absichst kundgegeben, Trilby in Musik zu setzen. Nachdem aber der Komponist des „Bajazzi" inzwischen das englische Sensationsdrama ebensowenig vollendet hat, wie seinen berühmten „Roland von Berlin", kann es nicht mehr als unlauterer Wettbewerb angesehen werden, wenn sich ein anderer Komponist des interessanten Stoffes bemächtigt, der etwas ganz besonders Opernhaftes besitzt. Wie die „Nat.-Ztg." schreibt, ist zurzett der bekannte Berliner Komponist Viktor Hollander mtt einer Trilby-Oper beschäftigt, deren zweiakttges Libretto Aloys Prasch bearbeitet.
Universitäts-Nachrichten.
— Der bisherige Privatdozenl für Physik an der Technischen Hochschule in Darmstadt Dr. phil. Gottlieb Kucera scheidet aus dem Lehrkörper dieser Hochschule aus und siedelt als Prwatdozent für Experimental-Physik an die Prager böhmische Universität über. — Von den 60 studierenden Landwirten der Universität Jena bestanden im verflossenen Sommersemester fünf das Diplomexamen und zwei wurden zu Doktoren der Philosophie promoviert. Das Winter-Semester beginnt am 27. Oktober d. Js. Stundenpläne und weitere Nachrichten über das Studium versendet die Direktion des landw. Instituts der Universitär.
a. Marburg, 5. August. Zu Dekanen für das nächste Amtsjahr sind gewählt in der juristischen Fakultät Prof. Leonhard, in der medizinischen Prof. Ahlfeldt, in der philosophischen Prof. Pietor, in der theologischen Prof. ÖH r b t. Für letzteren, der vom akademischen Senat zum Rektor gewählt worden ist, wird voraussichtlich eine Neuwahl stattfinden. — Als Vertreter der hiesigen Universität ist der derzeitige Rektor Prof. Birt zu den Jubiläums- festlichkeiten nach Heidelberg abgereist.
München, 5. August. Der frühere Chefredakteur der „Münch. Allg. Ztg.", Petzet, ist in Anerkennung seiner hervorragenden TäligkeU auf literarischem Gebiet zum Ehrendoktor der philosophischen Fakultät an der hiesigen Universität ernannt worden.
Landwirtschaft.
Von der B e r g st r a ß e, 4. August. Der Schimmelpilz tritt stellenweise in den Weinbergen, trotz des gewissen- hasten Schwefelns der Reben, äußerst verheerend auf.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 5. August 1903.
(Mitgeteilt von der Bant für Handel und Industrie, Gießen.)
Die heutige Börse zeigt eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit gegen die neuen Rückschläge des New-Porker Marktes, die allerdings mehr in einer Beharrlichkeit des Kursniveaus, als in der Unternehmungslust der Spelulation zum Ausdruck kam. Montall- werte waren sogar prozentweise höher, was auf eine Mitteilung der Rheullsch-Westfälischen Zeitung zurückzuführen ist, wonach die Erneuerung des Stahlverbandes zuversichtlich zu erwarten ist. selbst die von der Arbitrage abgegebenen (Sanaba begegneten auf dem ermäßigten Niveau guter Kauflust. Henry konnten sich von den Rückgängen der letzten Tage erholen. Lebhafte Nachfrage be- stand für Portugiesen, für Rechnung des Heimatlandes und Paris. Ferner waren Lombarden für Wien begehrt. Russische Banken
Märtte.
„ W. Gießen, 5. August. V i e h m a r k t b e r i ch t. Der dies- wochige Viehmarkt hatte einen Vorrat von 1000—1100 Stück Milch- und Fettvieh, 150 Gangochsen und etwa 400 Kälber' Für Milchvieh war die alte Kundschaft gekonimen, welche zu den Preisen des letzten Atarktes flott kaufte. Fettvieh zog im Preise etwas an, wurde indessen, da der Vorrat nicht groß war und die Ware in Qualität nichts zu wünschen übrig ließ, für Frankfurt a. M. und bie Badeorte willig gekauft. Auch das Geschäft in Kälbern war diesmal sehr gut, trotzdem eine kleine Preissteigerung, besonders für bessere Ware, sich zeigte. Der Ochsenhandel am zweiten Nlarkt- tage war ganz ausgezeichnet. Trotzdenr Gangvieh gegen deii letzten Atarkt diesmal erheblich (pro Paar bis zu 20 Mark) höher im Preise stand, wurde der Markt glatt geräumt. Ter Aullrieb m schwerem und mittlerem Fettvieh deckle nicht die Nachfrage, die besonders durch norddeutsche Händler, die am Markt waren, hervorgerufen wurde. Für ältere Abmelkkühe war wieder wenig Begehr. Es wurden verkauft pro Stück Kühe, frischmelkend und tragend, 1. Sorte 400—500 Mk., 2. Sorte 325—375 Alk., 3. Sorte 260—300 Mk.; ältere Kühe zum Abmelken 190—210 Mk. — Pro Ctr. Schlachtgewicht: Fette Rinder 1. Qualität 66—68 All., 2. Qualität 62—64 Mk.; Kälber 1. Qualität (über 50 Pfd. schwer) 66—70 Mk., 2. Qualität (zwischen 40—50 Pfd. wiegend) 58—63 9)tf., 3. Qualität (leichtere Tiere) 53—56 Nlk. Fahröchsen gingen fort pro Paar 1. Sorte 825—900 ML, 2. Sorte 730—800 Mk., 3. Sorte 650—710 Alk. Der Mark wurde in allen Viehgatlungen geräumt. Nächste Markttage am 17. und 19. August d. Js., am 2. Atarkttage auch Krämermarkt.
Hottrsdrrnst der israelitischen Krligionsgesellschast.
Sabbathfeier am 8. An au st 190 3.
Freitagabend 7.20 Uhr. Samstag Vormittag 8 Uhr.
Predigt.
Nachmittag 4 Uhr.
Sabbathausgang 8.45 Uhr.
Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Uhr, abeiids 7.30 Uhr.
Möcheutliche Mrrjicht der TodrsMe m der Stadt tzie^e».
30. Woche. Vom 19. Juli bis 25. Juli 1903. (Einwohnerzahl: angenommen zu 26 900 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 23,19,
nach Abzug von 8 Ortsfremden: 7,73 °/c0.
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vorn
. . 102,— I 30/g Mexikaner , . . . 90.90 4V2V0 Chinesen . .


