Nr. 130
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Dem (Btefeener 'S ringer werden im Wechsel mit dem Kesfilchen Landwirt d,e «tebeaer ZamtlieD blätter viermal in der HiodH beigelegt.
Rotationflbrud u. Verlag der Brüh l'iche« UniDerL-ithicb-u.€tetn- brudern C^Ktid) Erden) Sieben ton, ExyedUw« unb Druaerei:
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Samstag 6. Juni 1003
Zweites Blatt.
153. Jahrgang
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Amlr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen MGS
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^ie heutige Mmmer umfaßt 20
Deutsches Keich.
Berlin, 5. Juni. Die „Derl. N. Nachr." halten die Meldung für wahrscheinlich, daß der Kaiser im Herbst den östreichischen Kaiser am Wiener Hofe besuchen wird.
— Die „Nat-Ztg." erklärt, daß der angebliche Besuch oeS Grafen Waldersee beim Kardinal Steinhuber im Jesuiten - Kollegium aus der eigenen Initiative des Graten Waldersee hervorgegangen ist und in keinerlei amtlichem Auftrage erfolgt ist.
— Nach Meldungen aus Breslau hat der Zentrums-- Kandidat Krolik seine Ltandidatur im Reichstags-Wahlkreise Deuthen-Tarnowih nicht zurückgezogen. In einer Zuschrift an die „Schief. Bolksztg." erklärt Krollt, er sei treuer preußischer Staatsbürger und verurteile die großpolnische Agitation. Er strebe aber darnach, daß im ober- schlesischen Volke die Muttersprache erhalten und die polnischen Kinder in der Schule den Religions-Unterricht in ihrer Muttersprache erhielten. — Im Wahlkreise Frankfurt an der Oder hat der bisherige freikons. Abg. Haake zu Gunsten des konservativen Kandidaten Fe l isch seine Kandidatur zurückgezogen.
— Der Präsident der preuß. Justizprüfungskommission, Wirkl. Geh. Rat Dr. Adolf Stölzel, feiert am 13. Juni sein 50jlähriges Dienstjubiläum. Exzellenz Stolzel ist 1831 zu Gotha geboren und absolvierte seine Studienjahre an der Universität Marburg. Nahezu zwanzig Jahre wirkte er am Stadt- bezw. am Kreisgericht zu Kassel. 1873 wurde er als Vortragender Rat in das preußische Justizministerium berufen. An Stelle Herzbuchs übernahm Stölzel 1876 den Vorsitz in der Justizprüfungskommission.
— In der heutigen Generalversammlung der Milchzentrale wurde Ring-Düppel mit 298 von 308 abgegebenen Stimmen Zum Vorsitzenden wiedergewählt.
— Ter Anarchistenkongreß, welcher während des Pftng st festes in Mannheim tagte, und zahlreich ^besucht war, hat u. a. beschlossen, in allen größeren Städten Deutschlands Zahlstellen der „Föderation revolutionärer Arbeiter" zu errichten, und behufs Durchführung des -LcneralstreitS eine umfangreiche Propaganda ins Werk zu setzen. Die Anarchisten wurden von der Mannheimer Polizei aufs strengste überwacht. Im Laufe des Sommers soll in Oesterreich ein Anarchistenkongreß tagen.
— Von postalischer Seite erfährt das „Berl. Tagebl." daß beabsichtigt wird, vom 1. April 1904 ab keine neuen Telegramm-Adressen mehr zuzulassen. Die alten sollen bestehen bleiben. , _ r
Ploen, 5. Juni. Reichskanzler Graf Bülow traf beute hier ein, nahm das Mittagessen im Prinzenhause bei den Prinzen August Wilhelm und Oskar ein und setzte darauf die Reise nach Doberan fort, wo er an dem morgen dort statt find enden v. Lülowschen Familienrat teilnimmt.
Stuttgart, 5. Juni. Der Kaiser hat die Huldig- ung des hier tagenden deutsch-evangelischen Sckul- kongrcsses, dessen heutiger Schlußsitzung bie Herzogin Wera beiwohnte, durch ein Telegramm beantwortet.
Ausland.
Paris, 5. Juni. Ter Besuch des Königs Viktor Emanuel in Paris wird kurz vor dem Natronalsesttage (14. Suh) stattfinden. Wie es heißt, ist es noch unbestimmt, ob die Königin ihren Gemahl auf feiner Reise begleitet, da ihr Gesundheitszustand augenblicklich zu wünschen übrig lasse.
Brest, 5. Juni. Ter deutsche Mar ineattachs, Kapitän Siegel, ist heute hier angenommen. Gr dankte im Auftrage des Kaisers dem Marineprä fek- ten für den von ihm und der französischen Marine dem Kreuzer „Amazone" geleisteten Beistand. Abends findet zu Ehren Siegels in der Marinepräfettur ein Tiner statt.
Rom, 5. Juni. Im Auftrage des deutschen Kaisers überreichte der deutsche Militäraittachö, Major von Chelius, dem uöiiige als Chef des 13. preußischen Husaren- Regiments das Modell der neuen Litewka.
— (Stamm er.) Unterslaatssekretär Buccelli erwidert auf die Interpellation des Sozialisten Morgari, ob btc Nachricht von dem Besuche des russischen Kaisers in Rom zutteffend sei, es bestehe kein Zweifel darüber, daß der Besuch, den der König am russischen naiserhofe abgestattet habe, vom Kaiser erwckrert würde. Morgari erwidert: Tie ausländischen Souveräne, welche nach Italien gekommen, seien von ihnen ohne irgendwelche Gcaenkuub- gebungen empfangen worden, weil sie konstitutionelle Monarchen seien. Tas fei aber bei dem Besuche des Kaisers Nitolaus nicht der Fall, welcher seinem Volke noch keine Verfassung gewährte, (llnterbrcchung unb Unruhe.) Morgan setzt hilrzu, seit der Besuch oes russischen Kaisers angelürwigt sei, hätten Verhaftungen begonnen. Präsident Biancheri unterbricht Morgari und betont, daß die italienische Natton glücklich sein werde, das Oberhaupt der russischen Nation zu empfangen und daß die Stadt 9lom ihm eine ihres Rufes als gastfreundliche Stadt würdige Aufnahme bereiten lverde. (Lebhafter Beifall.) Varazzani (Sozialist) unterbricht den Präsidenten und wird von ihm mehrmals zur Ordnung gerufen. Daccclli erklärt, welcher politischen Partei man auch angehöre, so dürfe man doch nicht die Pflichten der Gastfreundschaft verletzen. Italien werde den befreundeten Souverän in würdiger Weise empfangen. Er lege gegen bie Worte MorgariS Verwahrung em. Es sei gewiß, daß bie ganze Kämmer, durch welche die Gesinnung «d.'er Natton vertreten werde, sich mit ihm in Uebcreinflimmung befinde. Tie Kammer nimmt diese Worte mit äußerst lebhaftem Beifall auf und geht dann zur Weiterberatung des Flotten Voranschlags über.
Wien, 5. Juni. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses stellte der tschechisch-radikale Abg. Klofac das Verlangen, daß der Ministerpräsident dem Thronfolger Erzherzog Franz Ferd i- nanb dafür eine Rüge erteilen solle, daß dieser bei dem Besuche des Vergnügungsetablissements „Venedig " in Wien sich das Lied „Brzezina" habe Vorsingen lassen und applaudiert habe, was eine Beleidigung der tschechischen Nation darstelle. Ter Präsident erteilte Klofac für diese Aeußerung einen Ordnung sr u f.
Kapstadt, 5. Juni. Tas Ka pparlament wurde heute durch den Gouverneur eröffnet. In einer Rede sprach dieser seine Genugtuung über den Erfolg der auf Frieden und Versöhnung gerichteten Politik aus und teilte mit, daß die Berichte aus allen Teilen der Kolonie erkennen ließen, daß sich alle Teile der Bevölkerung wieder der stetig gewohnten Lebensweise hingeben. Er hoffe, in nächster Zeit die Milderun g der noch bestehenden geringen Freiheitsbeschränkungen empfehlen zu können. Cham- berlains Reise trug wesentlich zu der gegenwärtigen Besserung bei. lieber die Verhältnisse bezüglich der Bloemfonteiner Zollkonvention sagte der Gouverneur: Welche Meinungsverschiedenheiten auch bestehen mögen, er hoffe, baß vor ben großen Vortellen ber Zollunion die einzelnen Bedenken zurücktreten würden und daß das Parlament ber Konvention zu st im men werbe. Der Gouverneur jorberte alle Teile ber Bevölkerung auf, zusammenzuwirken, damit die Kapkolonie der führende Staat in Südafrika werde.
Aus §taöt und Land.
Gießen, 6. Juni 1908.
~ Personalien. Seine Königliche Hoheit ber Großherzog haben dem Pfarrer Hermann Wöriß- h off er zu Groß-Felda die evangelische Pfarrstelle zu Pohl-Göns, Dekanat Gießen, und dem Pfarrer Wilhelm Türck zu Hopfmannsfeld die evangelische Pfarrstelle zu Frisch- born, Dekanat Lauterbach, übertragen. — Durch Entschließung deS Ministcttums des Innern wurde der Großh. RegierungS- assessor Dr. Diehl in Mainz mit den Dienstverrichtungen eines KreiSamtmannS bei dem Kreisamt Schotten beauftragt. — Ernannt wurde der SchutzmannHünergarth in Hannover zum Hilfsdiener bei dem Amtsgericht Mainz.
- Das Musikkorps des 2. Würtlemb. Infanterie- Regiments, das morgen Sonntag in zwei Konzerten im Neuen Saalbau das Kaiser-Programm zu Gehör bringen wird, konzertiert seit zwei Tagen anläßlich deS Sänger-WettstreüeS auf dem Festplatze in Frankfurt mit großem Erfolg.
” Die Preise für das morgige Radrennen stnd, wie man uns schreibt, ausgestellt im Schaufenster der Firma Jul. Bach, Seltersweg. Sie sind reizend anzusehen, sodaß es der Muhe lohnt, einmal hinzugehen. — Es empfiehlt sich auch, zu den Rennen sich noch rechzeitig Plätze zu erwerben.
— OmnibuSfahrt zum Radrennen. Der Vorstand der OmnibuSgesellschast hat beschlossen, zu den Radrennen die Sommermagen zwischen Marktplatz unb Rennplatz an der Hardt nach Bedarf fahren zu lasten.
•• Der Maschinenbauer-Gesangverein unter der tüchtigen Leitung des ZitherlehrerS W. Gernhardt errang bei dem GesangS-Wettstreit zu Fechenheim in der dritten Klasse unter 11 Bewerbern den 8. Preis. Der Verein, welcher erst 3 Jahre den Gesang pflegt, hat es also verstanden, in der kurzen Zeit etwas zu erreichen.
— Der Gardeverein Gießen wird, rote alljährlich, auch in diesem Jahre und zwar am Sonntag, den 21. Juni einen Ausflug mit Familie unternehmen. In liebenswürdiger Weise hat Forstmeister Baumann gestattet, den wundervollen Platz um die dicke Eiche bei Bubenrod für die Veranstaltung zu benutzen. AIS Festwirt ist Herr Schlierbach-Bieber engagiert, während für die nötige Unterhaltung die Feuer- wehr-Kapelle Gießen sorgen wird.
•• Der Gerichtsvollzieher beim Abgeordneten. Eine Wahlüberraschung wurde dieser Tage dem Darmstädter Abgeordneten Cramer zuteil. Der Gerichtsvollzieher Engel in Darmstadt präsentierte einen vom großher- zogl. Amtsgericht Darmstadt ausgestellten Haftbefehl wegen 3020 Mk. Prozeßkoslen, welche die königl. preußische Gerichtskaste in Elberfeld für den bekannten GeheimbundS-Prozeß gern haben möchte. Abg. Cramer konnte, wie das ,Offenbacher Abendbl." berichtet, den eifrigen Beamten die Ausführung der Verhaftung nicht gestatten und machte den Herrn Gerichtsvollzieher darauf aufmerksam, daß er ihn, da er Landtagsabgeordneter sei, gar nicht verhaften dürfe. Etwas ungläubig wegen dieser Erklärung, ging der Herr Gerichtsvollzieher und versprach, wieder zu kommen — allein et kam den ganzen Tag nicht mehr wieder.
-i- Saubringen, 5. Juni. Der Turnverein Saubringen feiert am 14. und 15. Juni fein 8jährige? Stiftungsfest, verbunden mit Fahnenweihe. Die neu angeschaffte, in Seide gestickte Fahne ist hergestellt von einer Bonner Fahnenfabrik und stellt rin Muster der Neuzeit bar.
Per Säuger-Wettstreit In Frankfurt a. W. n.
Frankfurt a. M., 5. Juni.
Tas Wetter am heutigen zweiten Tage ist prachtvoll. Vom blauen, wolkenlosen Himmel scheint hell die Sonne herab und ein kühlender Wind läßt die Fahnen unb bunten Wimpel lustig in der Luft flattern. Trotzdem fmb die fische der um die Festhalle liegenben großen Wer- unb Wem- -elte nicht voll besetzt, und auch die Klänge der Regiments- musiken Infanterie-, Artillerie- und Matrosenbivisions- Kavelle, vermögen nicht die Leute zahlreicher heranzulocken. Man sagt, die 50 Pfg. Eintritt zum Festplatz verhindern stärkere Beteiligung, andere mernen auch, bie §e,t- palle läge zu abseits der Stabt. Letzteres ist wohl aber nicht der Grund; denn man befindet sich nicht gar so weit vom Hauptbahiihof, gleich hinter der Mainbrücke, und 'für elekttische Wagenverbindung ist reichlich gesorgt. Nur das Wartburg-Restaurant giebt ein lebendigeres Bild um bie Mittagszeit; in ben großen Hallen sitzen bie L-anger an lang gedeckten weißen Tafeln unb stärken sich mit Speise unb einem guten Tropfen für die bereits vergangenen oder noch bevorstehenden Leistungen unb Aufgaben.
Tem heutigen Vormittag, an dem bas Kaiserpaar bis zur Hälfte bes Programms wieber erschienen war, wurde mit Spannung entgegengesehen. Sangen doch die Kölner, Berliner und Barmer. Ten Reigen dieser 3. Gruppe eröffnete die Liedertafel" in M.-Gl ad b ach (Dirigent Musikdirektor Müller, 181 Sänger), die den Preischor sehr lebendig und natürlich, mit guter Textaussprache unb deutlicher Ausarbeitung der Struktur wm Vortrag brachte Auch die Bässe fielen angenehm auf. An zweiter «teile stand hier wieder Brambachs Gesang der Geister über ben Wanern. Unb nun folgte mit 231 Sängern ber unter dem Protektorat
des Kaisers stehende KölnerMännergesangverein, dessen Tirigent der bekannte Kgl. Mufitdircktor Professor Joseph Schwartz ist. Tiefer hielt im Preischor am Schluß etwas zurück, um erst zuletzt die volle Kraft zu entfalten. Ter Eindruck des plasiisa) uno klar herausgearbeiteten Chors war bei glänzender klanglicher Wiedergabe äußerst stark und es herrschte eine Stimme, daß die Mblner an diesem Vormittag nicht übertroffen worden sind. Bemerkt muß werden, daß sie auch gegen Ende etwas hinauf gingen. Weniger einverstanden kann man sich mit ihrer Wahl: „Meeresstille und glückliche Fahrt", wieder von Brambach, erfiären. Sehr gut schnitt bie „Berliner Liebertafel" (Tirigent Zauber, 192 Sänger) ab. Tie Sänger phrasierten ben Legar,chen Chor „Rudolph v. Wartenberg" verständig, sangen auch ein mezzo-forte und erweckten nicht zuletzt mit ihrem schönen klangvollen Pianisjimo großen Beifall. Ter Erfurter Männergesangverein, 171 Köpfe stark, und unter Leitung bes Herrn Karl Zuschneib siedend, fiel beim Preislieb auf burch sein vernünftiges Maßhalten im Forte. Sein Piano ist von angenehmer Wirkung, auch kommt die charakteristische Selle bes Männerquartetts hierbei gut zum Ausdruck. Ter Chor ging nur etwa einen halben Ton hinauf, während im zweiten Vorträge, „Meeresstimmen"' von Kempter, sein Forte etwas angegriffen klang. Letztere Komposition gehört übrigens auch nicht zu den glücklichsten. Ter Bonner Mannergesangverein (Musikdirektor Krakamp, 225 Sänger schloß den sehr wirkungsvoll herausgearbeiteten Preischor, leider in T-dur, unb erzielte mit „Friebrich Rotbart" von Reinholb Becker einen voll berechtigten Erfolg. Auch ber Gesangverein Frohsinn" in Mülheim a. b. Ruhr i Tirektor E. Wilms, 164 Sänger steht auf guter Höhe ferner Leistungen. Hier erfreuten namentlich die uäftig unb voll tlmgenben Tenöre, der Chor schloß aber beinahe in Es statt tn C-bur. E.
Heusers „Hünengrab" hat manche hübschen Momente, wirkt aber durch seine Länge ermüdend. Sehr gut flangen die Pianissimo-Stellen im Chor. Ten Schluß des Bor- mittagssingens machte der Bremer ,Lehrergesangverein" (Dirigent Martin Hobbing, 141 Sängen, (fcr schloß den Preischor wirklich in der oorgeschriebenen Tonart. Allerdings war er vorher etwas zu tief. Sein Gesang klingt bei musikalischem Vortrag schmiegsam, und kein Schreien der Tenöre stört ihn, wie überhaupt die musikalische Bildung seiner Mitglieder unverkennbar ist. Tas zeigte auch die Wahl des eigenen Stückes: Peter Cornelius' prachtvoller Chor: „Ter alte Soldat", der stimmungsvoll torgetragen, das Konzert der 3. Gruppe künstlerisch würdig abschloß. Ter zweite Vormittag war auch im allgemeinen bis jetzt am besten gelungen.
Nachdem der Berliner Lehrergescmg-Verein geendet hatte, trat der Kaiser vor die Rampe seiner Loge und spendete ostentativen Beifall. Tie Preisrichter sprachen sich heute vormittag besonders lobend über die Leistungen des Kölner Männergesangvereins und des Bonner Männer- gesangvereins aus. Ter Kaiser äußerte ebenfalls seine Anerkennung über die Leistungen dieser Vereine. Tem Grafen Hochberg gegenüber sprach sich der Kaiser dahin aus, daß namentlich das kräftige Einsetzen und das scharfe Temperament beim Tirigieren nach seinem Geschmack sei und daß ihm die Volkslieder am besten gefallen haben.
Bei der Gesangsauftührung der Berliner Liedertafel wurde ein Mllglied nach dem Singen auf dem Festplatz vom -Schlage getroffen und nach dem Kranken- hause gebracht.
Gegen 12 llhr, noch vor Beendigung des Konzerts, verließen die Majestäten den Wettstreit und begaben sich zum Frühstück beim tommand. General v. Lindequist. Wah» rend des Vorttages des Kölner Mannergesangvereins hatte


