Ausgabe 
6.5.1903 Zweites Blatt
 
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Mittwoch 6.Mail«03

153. Jahrgang

Zweites Blatt.

ponnt sein.

amen Bartl

Äbrtfit tür Depelcharr Wnjrtflertc&cn.

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gefällig und fidel wie immer, dabei gut bei Stimme und sicher die Intonation in der Höhe. Ihre Bewegungen, ihre ' ' *" ' :jr- anz motiviert.

Nr. 105 rfftelnt täglich »über Sonnlag«.

Dein (Siebener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kesfische» tonbolrt dieitfceaer Familie», blätter viermal in der Woche beifldeqL la tum« druck tu Ver­mag bei vrüh l'schea Untvert.-Buch- u.6tetn- b rudern (Xiietid) (fcrben) Ubafrton, LrpedMoa unb vruaeret;

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Verantwortlich tüt den polu. unb allgern. Teil. U Witiko tüt Stadt und Uantr unb .GerichtSsaal'. August Götz: tüi ben An- teiqentetl: Pan« Beck.

J)ie Heutige Kummer Umfaßt 12 Seiten. Aie Konservativen im ZSaHlLampf.

Aus Berlin, 5. Mai, wird unS geschrieben:

Tie Veröffentlichung des konservativen Wahlaufrufs wurde am gestrigen Montag von der ,^reuz-tg." als be- * vorstehend angekündigt. BiS zur Stunde ist der Aufruf nidyt erschienen, vielleicht ist die Derzögeruna dadurch ver- an la fit, daß insbesondere die Stellungnahme der Regier­ung gegenüber Schwierigkeiten macht. In welchem Grade führende Mitglieder der Rechten durch die Haltung der ; Regierung verstimmt sind durch die neuen Wahlanord- nungen, die Verweigerung der Antwort auf die Frage nach Kündigung der Handelsverträge, durch Nichtbeachtung der von konservativer Seit« empfohlenen WahlparoleGegen die Sozialdemokratie" davon geben die Aeußerungen der konservativen Presse nur einen schwachen Begriff. Der Unmut käme wohl drastischer zum Ausdruck, wenn man sich nicht sagte, daß eS nidyt rLtlich ist, das Tischtuch zu zer­schneiden. GS wurde kürzlich von derKreuzig." dargelegt, wie zuverlässig und erprobt die konservative Partei sei in allem, was di« Wehrfähigkeit betrifft, wie wohl aufge­hoben, und besser al- beim Zentrum, bei dieser Partei die Interessen von Heer und Liarine sind. Solä-e -arte Er­innerung an die Verdienste und an die Bedeutung der Partei ist kaum nur zur Erbauung der Wähler, sondern sie richtet sich an höhere Stellen. Die Konservativen sind durch die jüngsten Ereignisse tm Reichstag und ün preußischen Herrenhaus mehr in eine Kampfstellung zur Regierung gebrach« worden, alS ihnen erwünscht fern kann. Und der le^ie Eindruck von den parlamentarischen Verhandlungen bleibt bei den Wal)lcn haften. Es gibt gewiß auch unter ben konservativen Anhängern eine größere Zahl von un- abhängig Situierten, denen eS zur Genugtuung gereicht, daß die parlamentarische Vertretung Rückgrat gezeigt hat. Aber noch größer wird der Kreis derjenigen fein, die ein gewisses Unbehagen ankommt bei den tzegenseitigen Miß- fallenSdeweisen zwischen Konservativen und Regierung. Antt- lid/e Stellungen, Beziehungen zu Heer und Marine usw. bringen manchen Konservativen angesichts dieser Situation in em Dilemma bet den Wahlen. Der Zusammenschluß mit demBund der Landwirte", von dem Minister o. Pod- bielski so feierlich sich losgesagt hat, trägt auch nicht eben dazu bei, die Beocnlen der regierungsfreundlichen Kon­servativen zu vermindern. Die,« Spaltung beraubt die konservative Wahlagitation der vollen Energie. Die Regier­ung kann nicht gelobt, sie darf andererseits nicht bitter gerodelt werden, wtan gedachte die Handelsverträge aus dem Spiele zu lassen, und man muß jetzt wohl oder übel doch daraus zu sprechen kommen. DerBund der Landwirte" hat eS viel leichter; er tonn konsequent auf dem einge­schlagenen Wege bleiben. Di« konseroatioen SuuibUxuen, trenn sie sich auch auf die Forderungen des Bundes ver- pilid)ten, sind zu einem tuen vorsichtigeren Auftreten ge­nötigt. Richt ohne Absicht wird immer wieder soeben von derKonservativen Korrespondenz" versichert, es sei durchaus unrichtig, dag der Antrag aus alsbaldige Kündigung der Handelöveilrage einer feindseligen Absicht gegen Die Regierung entsprungen sei. Die Besicherung bient Dem Zweck der Beruhigung der regierungsfreundlichen Kon­servativen. Aber wenn nicht als feinosellg, so doch als eine unwillkommene Störung der Kreise ist der Antrag und die ün Reichstag vorausgegangene Interpellation von der Regierung aufgesafit worden. ES geiväyrt nur einen fauthicuen Trost, dag das Zentrum den Konservativen, insvlge der im preußischen Abgeordnetenhaus arme bahn len Verbindung, Wahlunterstützung zuteil werden laßt und, xoxt ui Breslau, zu Gunsten konservativ« Kandidaten von bet Ausstellung eigen« Kandidaturen Abstand nimmt Was

bie konservativen durch daS ZentrumSbündniS gewinnen, da- verlieren sie aus der anderen Seite durch die Abneigung evangelischer Kreise beispielsweise gegen die Aufhebung des x 2 des Iesuitengesetzcs. Nach alledem darf man auf ben Inhalt des konservativen Wahlaufrufes besond«S ge-

Posen find immer anziehend, aber nicht aa Jedenfalls überragte sie ihre Schwestern, die D und Carla, an Lustigkeit und Laune um ein Rußeiordent- licheS, von den Vertretern des Poh Bah und deS Pis Tush ganz zu schweigen. Zwei selbständige Textbearbeitungen öcS Frl. Stöger verdienen Erwähnung. Nanki Poo enthüllt ihr, daß er kein Musikant sei. .Daß habe ich gleich gewußt, alS ich Dich spielen hörte,' lautet ihre wenig schmeichelhafte Antwort. Dann erfährt sie feinen Prinzenrang und stürzt ihm zu Füßen. Er ruft ihr zu: .Zieh'auf,' und sie flüstert, sich erhebend: ,Ja, eS ist auch dreckig!' Herr Nolte über- traf wieder einmal die Erwartungen. Er war ein recht komischer Mikado und stand auch gesanglich seinen Mann. Der Katisha der Frau Schatz-Graf wäre aber zu wünschen gewesen, daß sie mehr Lustigkeit auf die Szene bringe, als sie es getan hat. Ihr Mezzosopran klang zudem zu scharf in- folge der vielen Gnttüraltöne. Im.Boccaccio' war ihr Spiel erheblich wirkungsvoller. Lmcn ganz sympathischen fahrenden Musikanten und verkannten Kaisersohn gab Herr Sommer, der in seiner flotten Tcnorrolle neben dem Benefizianten und Frl. Stöger am lebhaftesten durch Beifall ausgezeichnet wurde. Wenn Herr Sommer bei Anwendung seiner kolossalen Stimm­mittel noch ein wenig mehr Maß zu halten sich entschlossen haben wird und sich immer mehr noch bemüht und er bemüht sich sehr darum seinen Rollen schauspielerisch zi, genügen, dann wird ihm stets uneingeschränktes Lob zu spenden sein. DaS allerliebste Quartett:Sing ein heiter Madrigal' und das Quintett von der Liebe Mai wurden mit Reckt am meisten applaudiert.

Güßener Stadttycalcr.

Der Mikado.

Operette von Sullivan.

Arthur Sullivan, der Komponist der Cper .Jvanhoe', entlastet weit mehr noch als S. Jone«, der Urheber der .Geisha', die englische Nation zum großen Teck von dem uralten Dorwurs, daß sie nur wenig musi alisch Jet Jüte leichte, sprudelnde Musik des .Mikado' mtt den hübschen Melodieeinlagen genügt selbst höheren musikalischen An­sprüchen. Tie exotische Lokalfarbe war in Dekoration und K ofiümen verhältnismäßig recht gut getroffen, selbst der Chor hatte tm ganzen so etwas wie japanische Allüren, trotz dieieS oder jenes echt deutschjungfräulichen Gepräges. Das gut besetzte HauS ließ sich wieder einmal in bie beste Stimmung bringen, dank dem köstlichen Koko deS Benefizianten, Herrn S. Bruck. Der vortreffliche Komiker war ganz und gar in seinem Element und von jenem burlesken und doch niemals unfeinen Humor, der immer wieder die heitersten Wirkungen zu erzielen weiß. Und obendrein legte er an icincm Ehren- abend noch besonderen Wert auf den Gesang. &1C cc lclne KoupletS singt, namentlich das von der Bachstelze iin zweiten Akte, mit welcher Zungenfertigkeit er verquickte -_erte roie Raketen aufsteigen läßt, ist hörens- und sehenswert. ü,atz ihm die echte vis con ica gegeben ist, bewies er wieder ».urch seine immer neuen Nuancen, durch die Improvisation neuer wohlgelungener Scherze und die Würze belustigender aktueller Anspielungen. Sogar die mazedonischen Bombcnwerfer der letzten Tage mußten herhalten. Eine sehr niedliche 2)mn- Yum war Frl. Stöger, sehr beweglich, geschmeidig, artig,

wär« aber auch die Gefahr nicht abzuweisen, daß unter oldjcn ungerechtfertigten Maßregeln die Interessen des Dienstes fdjwer Rot lecken. Der Regierung erscheint eS in Iwhern Grccke wünschenswert, daß insbesondere die auf den verschiedensten Gebieten her Verwaltung tätigen Beamten ihre Dienstobliegenheiten nid>t ausschließlich aui schriftlichem Wege, sondern tunlichst auch an Ort und Stelle durch per- örtliches Eingreifen unb in mündlichem Benehmen mit ben »eteiligten Persönlichkeiten erlebigen. Die Bestimmungen inb baljet so zu treffen, baß ber Beamte die Vornahme auswärtiger Dienstgeschäst« nicht zu öcrmclbcn sucht und ich auch durch die UnbequenUicptelten, die mit solchen Terminen verbunden sind und die gesiindl)eitlichen Schädig­ungen, die sie insbesondere bei nasser oder kalter Witter­ung im Gefolge haben können, von ihrer Vornahme nicht abhalten läßt. Zn der Gewährung eines Pausch­betrags, mag derjecke auch hie unb da die tatsächlichen Aus­gaben übersteigen, liegt nach Ansicht der Regierung nicht nur ein Ersatz der entstehenden Barauslagen, sondern auch eine Entsch'äbigung für die vorgenannten Unannehmlich- lciten, sonne weiterhin eine Vergütung für den im einzelnen nicht liquidierbaren Mehraufwand, der den Beamten bei auswärtigen Terminen, so insbesondere hinsichtlich ihrer Kleidungsstücke, entsteht. Das aus diesen Gründen Praktisch und gerecht erscheinende System der pauschalen Tagegelder ist denn auch soweit der Großh. Regierung bekannt ui allen anderen deutschen Bundesstaaten in Hebung, und zwar werden anderwärts zum Teil erheblich höhere Diäten als im Großherzogtum, namentlich auch an Reichsbeamte, gewährt." Zm einzelnen wird ausgefuhrt: Der Kreisschnl- Inspektor erhält zurzeit außer seinem Tagegelbsatz ein Transportvostenaversum von 3 Mi. öO Pf. für ben Tag; dieses Averjum entfallt, wenn er auf ber Hin- unb Rück­reise den Wagen des Kreisamts benutzt, oder wird um die Hälfte vermindert, wenn diese Benutzung entweder nur auf der Hin- ober nur auf der Mckreste ftattfinbet Würde den Kreiüschulinipekwren statt deS Transporttvstenaversums Ersatz der baren Auslagen gewahrt werben, so müßte ihnen auch erlaubt fein, bet Visitationen in Orten, die leine Bahnverbindung haben, selbständig einen Wagen zu nehmen. )n einzelnen Kreisen würden hierdurch erheb­liche Mehrkosten entstehen, da eine einzige Wagensahrt ben Aufwand des Avers ums für 4 Tage erfordert; es ist sehr fraglich, ob bie Ersparnisse in andern Kreisen mit besserer Bahnverbindung diese Mehrkosten ausgleichen, unb ob eine solche Regelung bet Transportkostenersatzes eine Ersparnis für die Staatstasse herbeifuhren würbe. Die Fmpsgebühren ber Kreisärzte kommen beim Staats­haushalt nicht in Frage, da sie von ben Gemeinden ge­zahlt werden. Bei Wegfall dieser Gebühren würde das Staatsbudget mit einer im voraus nicht genau feft- zustellenden, vorn Gvoßh. Ministerium des Innern auf viel« Tausend flJtarf taxierten Summe belastet werden, welche sich zusammensetzt aus ben Tagegelberbeträgen, aus ben Reisekosten eS kommen über 9u0 Orte in Betracht, und den den Jmpsärzten zurück-uerstattenden Auslagen für Instrumente, Verband- unb Tesinsektionsstosse usw. Aus Anlaß der letzten Budgetberatung ist auf Anregung des , Finanzausschusses von ber Regierung ber Beschlug gefaßt . worden, daß den Oberförstern Diäten nur für Dienst* i geschäfte zustehen, die langer als fünf Stunden dauern, t Ter Ausschuß schließt sich der Auffassung der Re- ; gierung an. Hinsichtlich der Tiäten der Oberförsker trat i oabei wiederholt ün Ausschüsse die Auffassung zutage, baß . dieselben in dem bisherigen Umfange und auf Grundlage i der jetzt geltenden Bestimmungen nicht aufrecht erhalten , werden können. Der Ausschuß will bei dieser Gelegenheit . mit konkreten Vorschlägen nicht hervortreten, behalt sich ; vielmehr vor, zu gelegener Zeit die Regelung ber > Frage der Diäten ber Oberförster in Anregung

Naturgemäß wurde bei unS die Operette nicht als bloßes Ausstattungsstück behandelt; bie Aufführung war kein Blender für das Auge, aber in schmucklosem Gewände kam das Musikwerk des Komponisten um so mehr zur Geltung. Den Chören dürste zwar größere Deutlichkeit der Aussprache zu wünschen sein und mehr Sinn für schnelle malerische Gruppierung. DaS Orchester aber machte diesmal seine Sache besonders gut. ett*

Am 12. Mai, dem 100. Geburtstage des Freiherrn JustuS v. Liebig, Ehrenbürgers der Stadt München, wird die Stadtgemeinde Diünchen deffen dortiges Denkmal mit Blumen- und Pflanzenschmuck zieren lassen. Eine besondere Feier ist hiermit nicht verbunden.

Nr. 18 ber .Freistatt, (Kritische Wochenschrift für Politik, Literatur unb Kunst, München) erscheint anläßlich des in München tagendendritter bayerischen Frauentages" als Frauen, nummer. lieber bae Programm und die Ziele des Frauentages verbreitet sich die Vorsitzende des Atünchner Vereins für Frauen- uuetehen, Frl. Fka Freudenberg. .Ziele und Irrwege' betitelt sich em Essay der Schriftstellerin Earry Brachvogel, worin bie moderne Frauenbewegung einer orgineUen Rutil unterzogen wird. 2ie bekannte VorkLmpierin dieser Bewegung, Frl. Dr. Helene Stöder syucht über das Thema: ,Frauenbewegung und Mütterlich­keit.' Wie ein sarbsnübersätes Bild wirkt em iormvollendetes Gedicht Auf der Haide" von Adelheid von Sybel. Eine ^iovelle »Der Alte" steuert die Tichterin Anna Eraissant-Rust bei. Anna Pupp ritz erörtert die in letzter Zeit so oit besprochene Frage:Gibt es geborene VrosNtmer! :.,n lieber Vie,Huchs" > Ricarda Huch, Friedrich Huch und Rudolf Huch) r ländert der Berliner Kritiker Paul Zjchorlich. Im fleinen Teil werben von :ogar Steiger, Felir Adler, Ferd. Sardekops u. a. aktuelle Fragen des deutschen Kunst und Theater­lebens besprochen.

MetzenerAnzeiger

General-Anzeiger 57 **

Aml5- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Parlamentarisches aus Hessen.

Der Entwurf des Finanzgcsetzes für das Etatsjahr 1903/1904 in der Fassung, bie ihm bie Beschlüsse beider Kammern gegeben Haven, ist jetzt S. K. H. dem Großherzog vorgelegt worden mtt ber Bttie, bem Entwurf in dieser Fassung die Allerhöchst« Genehmigung ertellen xu wollen.

Zugleich unterbreiteten die Stände Sr. Königl. Hohett die Ergebnisse der verfassungsmäßigen Verhanblmtgen über >en Hauptvoranschlag ber Siaats-Einnahrnen unb -Auögrcken des Großherzogtums für das Fahr 1903/1904 unb über bie an bie Stände gelangten Nachträge unb Derichngungen zu diesem Hauptvoranschlag, sowie die gelegentlich der Budget-Verhandlungen bcfd)lof;enen gemeinschafillchen unb einsettigen ständischen Wünsche zu Mlerh.öchster Ent- schlie^ung^^ j^relt unb Brauer haben bekanntlich den Antrag gefteltt, die Kammer wolle beschließen^ die im Hauptvoranschlag pro 1903/04 für Beamte des Staates eingestellten Beträge für D t e n u n b Gebühren dahin zu verwenden, dag auß denselben nur Ersatz für Bar aus­lagen bei auswärtigen Tienstgeschäften geleistet wirb, unb dieselben in den einzelnen Kapiteln demenisprecheud zu kürzen sind. Dieser Antrag bezweckt eine völlige Umgestalt­ung des Diätenwesens und bamit eine durchgreifende prin­zipielle Aenberung der Nebenbezüge ber staatlichen Beamten. Die Regierung ist dieser Anregung geaenüber zu einem ablehnenden Standpunkt gelangt unb begründet den­selben mit beachtenswerten Ausführungen, von denen wir vaö Wesentliche hier wiedergeben: t

Den Beamten, welche ein auswärtiges Drenstgeschaft vornehmen, erwachsen außer den Reisekosten in der Rtgei auch noch andere Auslagen. Wenn nun schon die Prüfung unb Festsetzung der baren Auslagen an Reisekosten für die anweisenoen Behörden ein umständliches unb viel Schreib­werk verursachendes Verfahren bedeutet, so müßte die Prüfung unb Festsetzung der Entschäbigung zu einem end losen, viele Kräfte unb Zett beanspruchenden Verfahren siä gestatten, wollte man auch den Ersatz der sonstigen Aus­lagen von bem Nachweise ihrer Entstehung unb ihrer Not- ipenbigteit abhängig machen. Die Durchführung des Vor­schlags hätte zur notwendigen Voraussetzung, daß für bie einzelnen Beamtenklassen bestimmt würde, bis zu welchem Betrage sie sich Ausgaben zu Lasten ber Staatskasse ge- statten bürfen. Es müßte z. B geregelt werden, wie viel Die Beamten einer bestimmten Klasse für ein auf der Rei e eingenommenes Frühstück, Mittagesien ober Abendessen, wie viel sie für Trinkgelber und becgleid)en im Höchicketrage ansetzen dürfen. Solche Anordnungen wären aber nlajt nur geeignet, bas Ehrgefühl des Beamten zu verletzen, onbern sie müßten auch das bienftiitbe Ansehen desselben djädigen. Würbe die Aufstellung von Tarifen unterbleiben, o wären nachträgliche Beanstandungen ber Kvstenaufstell- ungen unausbleiblich. Solche nachträglick-e Erinnerungen mugten aber von bem Beamten erst recht peinlich empfunoen werben. Abgesehen davon führen derartige nachträgliche Erinnerungen, wie bie Erfahrung lehrt, zu wSttläufigen Verhandlungen, die Portotosten unb Schreibereien ver­ursachen. Sollte eS aber, nxts wohl kaum angenommen werden kann, in ber Absicht der Antragsteller gelegen sein, bie Beamten für Auslagen, die nicht in eigentlichen Reise­kosten bestehen, überhaupt nicht schadlos zu hatten, so müßte dies als eine große llnbilligkett empfunden werden. Es

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