Ausgabe 
6.4.1903 Zweites Blatt
 
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fa/GYo genügt für ZüOSüssen

etn solcher Antrag auS den verschiedensten Gründen ver- fehlt wäre.

Valilische Tagesschau.

Prof. Ruhlaud als Kläger.

In dem Moniteur des Herrn Prof. Dr. Biermer war neulich zu lesen, daß Professor Dr. Ruhland gegen Pvofesfor Dr. Biermer wegen dessen PamphletRuhland, Köhler- Langsdors u. Co." die Beleidigungsklage erhoben habe. Dr. Nuhland hat gegenüber Prof. Biermer erklärt, es sei unwahr, daß er je auf der Redaktion derFranks. Ztg." gewesen sei, um mit deren llnterstükung eine anti- agrarische Liga zu bilden. Dr. Ruhland hat das erklärt, obwohl schon am 2. Juli 1901 in derFranks. Ztg." und nicht zum ersten Male zu lesen war, daß er vor dem Abschluß des deutsch^russischen Handelsvertrages bei der Redaktion des Mattes vorgesprochen hat, um sie für eine Liga zu gewinnen, die etwa das Gegenteil dessen sollte, was der Bund der Landwirte will. Jetzt hat auch noch ein Mitglied der Redaktion des Frankfurter Blattes, der preuß. Landtagsabg. Oeser, auf eine Anfrage derNation", der gegenüber Ruhland die Verbindung mit derFranks. Ztg." ebensallö abgestritten hatte, jene Angaben seines Blattes bestätigt und noch mitgeteilt, daß die fragliche Unterredung zwischen ihm selbst und Dr. Ruhland stattgefunden habe. Pros. Ruhland bat ferner neuerdings bestritten, daß er mit Berliner Getreidehandelskreisen Fühlung genommen habe, um sie für die Unterstützung seiner ZeitschriftDer Ge­treidemarkt" zu gewinnen, und daß er dabei versprochen habe, seine feindselige Haltung gegen den Getreidehandel einer Revision zu unterziehen. Jetzt erklären, demBerl. Tagebl." zufolge, einige der in Frage kommenden Berliner Großkaufleute, daß die Unterredungen tatsächlich stattge- funden haben, und daß Prof. Ruhland dabai tatsächlich Neigung bekundet habe, das Kriegsbeil zu, begraben. Dem­nach ist der Ausgang des Prozesses vorauszusehen.

Parlamentarisches aus Hessen.

Ein soeben der Kammer unterbreiteter neuer Antrag /nutet:Hohe Kammer wolle die Großh. Regierung er­suchen, im Anschluß an die in Nr. 64 bei den Ständen emgebrachte Regierungsvorlage, betr. die Großh. Osfi- zier-Witwen- und Waisen lasse, sowie die Un- teroffizier-Witwen-Kasse, den Ständen einen Ge­setzentwurf vorzulegen, nach welchem die Beiträge zu diesen Kassen mit Wirkung vom 1. April 1903 an in Wegfall kommen bezw. aus die Staatskasse übernom­men werden." Dieser Antrag ist unterzeichnet von den Abgg. Dr. Frenay, Bähr, Brauer, Breimer, v. Brentano, Damm, Diehl, Haas-Darmstadt, Häusel, Dr. Heidenreich, Hirschel, Horn, Köhler-Langsdorf, Moltban, Noact, Reinhart, Saeng, Schlenger, Schmalbach, Dr. Schmitt, Seelinger unb Stöpler.

Gin weiterer Antrag der Abgg. Dr. Frenay, v. Bren­tano, Horn, Molthan, Pennrich, Schlenger und Dr. Schmitt betrifft die Verlegung des Bahnhofs in Budenheim. Ein Antrag der Abgg. Horn und Genossen betrifft die Ein­stellung eines Morgen- und Abendzugs für Ar­beiter aus der Strecke Eberbach-Fran ksurt a. M.

Aus Audi und Land.

Gießen, 6. April 1903.

*" Wenn die Regenwolken amHimmel hin- ziehen, lassen wir uns dennoch einen Spaziergang ins Freie nicht nehmen. Palmsonntag war gründlich naß. Indessen, wenn in der reinen, feuchten Luft, die zwischen uns und der Landsck)aft liegt, kein wärmender Sonnenstrahl ansprechend sich ausbreitet, hat es einen besonderen Reiz, die nassen Fluren zu betreten. Viel schärfer umrissen er­scheinen uns waldige Höhen in Nässe und Nebel. Aber nicht nur die passive Aufnahmefähigkeit unserer Sinnes­organe, vorzüglich des Auges, hat sich so verändert. Ein näheres Heranrücken der Beobachtungen ist auch zugleich von u Mieter innersten Empfänglichkeit, unserem tätigen Naturell, vollzogen worden. Wie wir aus dem ziemlich aus­geweichten Philosophenweg auf der weiten Fläche des Tales wandelten, traten uns die fernen Höhen, die um uns liegen­den Häuser, innerlich seltsam nahe. Im Sommer, wenn die Sonne heiß aus uns drückt, oder selbst an einem warmen Frühlingstag werden wir diese Empfindung nicht in dem Grade haben. Das helle Sonnenlicht, so sonderbar das zunächst Hingen mag, sckstvächt die malerische Empfindungs- sühigkeit gegenüber manchen Landschaftspartien ab. Das Auge möchte dann für sich und allein sein, will nur sein Objekt. In Wieseck beobachteten wir in der holprigen Tors­gasse die bäuerischen Gehöfte mit besonderer Vertrautheit. Gerade weil sie unter dem nahenden Regen sich uns so un­bewegt zuwandten und weil ihre Bewohner so still und verträumt aus und ein ginnen. So kann man nn einem regnerischen Aprilsonntag doch eine Freude haben. Und der Hausfrau Stirnrunzeln über die schmutzigen Stiefel, die man mitgebracht hat, wirb bald wieder vorübergehen.

() Ter Männer-Turnverein hielt am Samstag (m Hotel Schütz seine diesjährige Frühjahrshauptversamm- lung ab> die sich eines zahlreichen Besuches erfreute. Der vom ersten Sprecher schnstlich abgefaßte Bericht zeigte, dag der Männer-Turnverein es verstanden hat, auch in dem verflossenen Vereinshalbjahre durch feine Festlich­keiten den Mitgliedern genußreiche Stunden zu bieten. Der erste Tnrnwart berichtete über den Stand der Tur­nerei innerhalb des Bererns, wobei hervorzuheben ist, daß sich der Besuch der Turnstunden gegen früher be- deutend gehoben hat, und der Verein sich immer mehr zu einem kräftigen Zweig der beut felgen I unter ei entwickelt. Die durch den Rechner erfolgte Rechnungsablage ergab, bag trotz der vielen Ausgaben ein nicht unbedeutender lieberfd)uu erzielt wurde. Bei der Wahl des Vorstandes wurden wieder- bezw. neugelvählt: Gg. Kling, 1. Sp re elfer, K. Wenzel, 2. Sprecher, K. Lang, 1. Schriftführer, H. Endig, 2. Schriftführer, K. Schwarz, 1. Tnrnwart, Fr. Wenzel, 2. Turnwart, A. Reinig, Zeugwart, C. Meyer, Rechner, K. Wiaandt, Kontroleur, P. Mar- golf und H. Völzel, Beisitzer 'Bei der Ausstellung des SoniNierprogramms wurde u. a. beschlossen, statt des seither immer abgehaltenen Waldsestes am LudwigSbrunnen ein Sommer se st in Steins-Garten abzuhalten. Am Hirn- melsahrtstag soll ein Turngang aus den Frauenberg bei Marburg erfolgen.

)( Eine eigentümliche Anzeige. Dor einigen £agen ritt bet preußische Oberwachtmeister W. von Wetzlar nach Gießen und benutzte zwisckien Klein-Linden unb Gießen das Fußgänger-Bankett. Der Straßenwarter L. von Klein-Linden erwartete ihn auf dem Rückweg und notierte seinen Namen. Der Straßenwärter roar genötigt, tzen CberwacUmeifier auf die Bürgermeisterei Dna-Lui-

ben zu begleiten. Diesem seltsamen Auszug, der vber- wachtrneister hoch zu Roß, der Straßenwarter zu Fuß mit der Schippe auf der Schulter, fa^en viele Leute zu; man dachte an eine Verhaftung des Straßenwärters, bis sich bald die Sache zum Gaudium der Zuschauer anders herausstellte.

X Vom oberen Vogelsberg, 3. April. In hie­siger Gegend kamen von den oerschiedenen Bahnstationen wieder einige Waggon junger Fichtenpflanzen au8 Hol­stein an zum Verpflanzen an Oedungen und Hutweiden. Die Pflanzen verteilen sich auf die verfchieoenen Orte. Staat, Gemeinden, Landwirte, alle pflanzen. Die Flchtenpflanzen dorther gehen hier sehr gut weiter und werben auch schon jahrelang von da bezogen.

Mainz, 3. April. Amtlich wird gemeldet: Der Eisenbahn-Direktionsprasident Breidenbach in Mainz ist zum 20. b. 2)L nach Köln kommittiert, um bie Geschäfte des Präsibenten bet königlichen Eisenbahn-Direktion in Köln zu übernehmen. Weit ber Wahrung ber Geschäfte des Prusidenten ber königlich preußischen und großherzog­lich hessischen Eilenbahn-Tirektion in Mainz ist von dem­selben xuge ab oer königliche Ober- und Geheime Regier­ungsrat Herr v, Rabenau, zur Zeit in Magdeburg, be­traut worden.

Aus dem Kreise Worms, 3. April. In einem Orte des Kreises ist folgender »Aprilsche rz^ passiert: Der Lehrer kommt am 1. April morgens in den Schulsaal. Kaum hat er den Unterricht begonnen, da sagt em Schüler: ,Herr Lehrer, es hat angeflopft 1 * Sogleich öffnete ber Lehrer die Tür, aber es war niemand draußen. Da riefen alle Kinder im Chor:Aprilsnarr!"

Frankfurt a. M., 4. April. (Zum Ges angs- Wettstreit.) Am Donnerstagabend hatte ber Sänger­bund Frankfurt a. M. zum ersten Male feine Sänger zu einer Grsamtpvobe in die prächtige Aula der neuen Muster- schule einberufen. Ter Bund umfaßt bekanntlich bie sechs größten Mnnergesangvereine unserer Stabt (Sangerchar oes Lehrervereins, Lieberlranz, Neebscher Männerchor, Schulerscher Männerchor, Lieberverein Sachsenhausen unb Frankfurter Vkännergesangverem). Die Aula, die von Stühlen ganz geräumt war, konnte kaum bie große Zahl der Sänger aufnehmen. Nachdem der erste Vorsitzende des Bundes, Julius Bautz, die Erschienenen begrüßt hatte, be­gann unter Leitung des Festdirigenten, Direktor Fleisch, die Gesamtübung. Es ergab sich eine wunderbare Klang­wirkung: das Forte schwoll zu einer [eiten gehörten Wuchst an unb das Piano ließ erkennen, daß hier gute und zum Teil vorzüglich geschulte Sänger vereinigt waren. Dem Sängerbünde fällt bei dem Begrüßungskonzert zum Wett- streitseste der schwierigere und größere Terl ber Aufgabe zu. Er wirb außer anderen Chören den ganzenFrithjof" von Max Bruch unter Mitwirkung hervorragender Solisten und des auf 130 Musiker verstärkten Opernhaus-Orchesters zur Aufführung bringen. Der Sängerbund zählt 800 Sänger. Mit den 900 Sängern ber Frankfurter Sängerver­einigung sind es 1700 Sänger, die bei dem Begrüßungs- Konzert auf dem Riesenpodium ber Festhalle Ausstellung nehmen werden. Der 42 Jahre alte Architekt Richard Tschampel sprang gestern avend in selbstmörderischer Absicht in den Main. Gleichzeitig nahm er das 10jährige Kind feiner Schwester, Namens Kurt Günther uni) das einjährige Kind seiner Braut mit in s Wasser. Alle drei ertranken. Die Leichen wurden heute morgen gelänbet Tschamvel hat bie Tat in einem An­fälle von Geistesstörung begangen.

Vermischtes.

Berlin, 4. April. Zur Affäre der Gräfin Kwilecka ist auch bie 75 Jahre alte Mutter ber bereits verhafteten Kammerzofe der Gräfin, Frau KnoSka, wegen Verdachtes des Meineides verhaftet worden.

Berlin, 4. April. Eine Gedenktafel für Ru­dolf Virchow am Hause Schellingstraße 10, dessen lang, jähriger Besitzer der Verewigte war, ist gestern angebracht worden.

Berlin, 4. April. Gelegentlich einer im Oberlichtfaale der Philharmonie abgehaltenen Sitzung der Gesellschaft vom Rothen Kreuz stürzte ein Mitglieb in einen offenen Keller­hals und brach beide Oberschenkel, sodaß an seinem Aufkommen gezweifelt wird.

* Halberstadt, 3. April. Der mittelalterliche Fach- werköbauSchuhhof" ist vollständig nieder gebrannt.

Hannover, 3. April. Der durch fein Duell mit dem Landrat von Bennigsen bekannte Domänenpächter Fa lke n- Hagen ist auf vier Wochen auS seiner Haft, die er in Weichsel- münde verbüßt, beurlaubt und weilt gegenwärtig in Hannover.

Klagenfurt, 3. April. Die große Ortschaft St. Lorenzen im Gitschtale ist heute völlig nieder- gebrannt.

Budapest, 3. SIpril. Der bei dem mißglückten Ausstieg des Ballons Turul verunglückte ehemalige Abg. Ordody ist seinen Verletzungen erlegen.

Ein neues s chlesisches Grubenunglück. In der Nacht vom 4. zum 5. d. M. erfolgte, wie man aus Gleiwitz meldet, im Hildebrandichachte der .GotteSwegengrube- Antonienhütte", dem Grasen Donnersmark gehörig, eme Ex­plosion, wobei acht Bergleute lebensgefährlich ver- brannten. Die Verunglückten wurden ins Lazarett gebracht. Rian nimmt an, daß Sprengmaterialien unter Tage explo­diert sind. Von den auf der »Königin Luise- Grube' verunglückten Bergleuten ist ein Verletzter im KnappschastS- lajarett gestorben. Die Gesamtzahl stellt sich nunmehr auf 2 0 Tote. Tie noch verniißten 2 Bergleute konnten biSher nicht gesunden werden. Tie Leichen sind furchtbar verstümnielt und wurden zum Teil 50 Dieter von der UnglückSslelle fort- geschleudert aufgefunöcn. Einer der Geretteten gab an, er habe einen Blitz gesehen, dem ein Knall folgte, bann habe er die Besinnung verloren. Die Maffenbeerdigung fand am Sonntag nachmittag vom KnappschaftS-Lazaret auS statt.

Madchenmord. Einem Hamburger Telegramm zu­folge ist die 24jähr. Prostituierte Anna Schmidt m Al­tona in ihrer Wohnung von einem Hamburger Schlächter­gesellen durch Abschneiden de8 Halses ermordet worden. Man vermutet, daß der verhaftete Mörder in den letzten Monaten auch die anderen bisher ungesühnten Jrauenmorde m Hamburg und Altona verübt hat.

"Ein Opfer seines Berufes. Nach Meldungen auS Halle a. S. wurde in Löbejün der Bahnhossinjpektor von emtm vorübeifayrenden Zuge prmalmt

Cilenbalsn-Zcitimg.

Für den Eisenbabn-Töchterhort finb bis zum Schlüsse beS vorigen Jahres an Beiträgen, besonderen Zuwendungen, Geschenken, Zuwendungen aus Nachlassen usw. insgesamt 114 000 Mark gesammelt worden. Bei der großen Zahl der Beruisqenossen und der Personen, denen diese Stiftung Hilfe bringen soll, ist dieser Betrag jedoch noch gering. Der Töchterhort wird den an ihn berantretenöen Anforderungen nur dann gerecht werden können, wenn sich möglichst alle Eisenbahner durch einen regelmäßigen Bei­trag beteiligen. Tie Eisenbahnoerwalkung fordert deshalb die Orts­ausschüsse und Vertrauensmänner auf, fortgesetzt in ihren Kreisen zu wirken und die SPeftrebnngen und Ziele des Vereins klarzu- legen. Ferner läßt sie sich bie Bildung neuer Ortsausschüsse ange­legen sein.

ArKrilerKcwegimg.

Mannheim, 4. April. Heute sind sämtliche Arbeiter der süddeutschen Draht-Industrie in Waldhot tn den '21 u 5 ft a n b getreten. Grunb bes AuSsiandes ist Nichteinhaltung mit bem Arbeiter-Ausschuß getroffenen Vereinbarungen seuenS ber Direktion sowie Maßregelung von Arbeitern.

A m ft e r b a m , 4. April. Tie Petroleumhändler konnten heute kein Petroleum mehr aus dem Halen erhallen.

New- ^o r k, 5. April. In 10 Staaten und 15 bedeutenden Städten sind «treiks ausgebrochen, welche besonders das Bau- Handwerk schädigen. Viele Arbeiter sind dadurch in Mitleiden­schaft gezogen, so besonders solche in Kohlenlagern, Webereien wo überall gefeiert werden muß.

Sandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Berliner Börse vom 4. April 1903. (Mngeteckt von der Bank für Handel und Jndnstne, Gießen.) Nach relativ fester Eröffnung erfuhren die Wurfe auf allen Gebieten kleinere Ab­schwächungen, die man mit neuerdings ungünstigen Nachrichten aus Macebonien in Zusammenhang brachte. Serien-Türken, welche im Anschluß an bie strammen gestrigen Pariser Schlußnotierungen fest einsetzten, büßten aus erwähnte Nachrichten im Verlause ber Börse bie erlangte Kursavance wieber em und schließen zur niedrig­sten Notiz. Spanier, obgleich gegen Schluß leicht nachgebeiib, tn guter Haltung. Tie gute Tieinung für Liibeck-Büchener Eisenbahn- Aktien hielt auch heute an; bei regem Verkehr fonnte sich der Kurs trotz der Mattigkeit der anderen Märkte gegen Ansangsnotiz noch um 1 pCt. heben; von sonstigen Bahnen sanden italienische wieder Beachtung aus Räufe bes Heimatlandes. Kanada in besserer Ten- benz auf eine Reutermelbung, wonach Präsibent Roosevell sich günstig über bie Trusts ausgelassen haben soll. Aus dem Kassa- marft, auf dem im Gegensatz zum Ultimomarkt recht lebhafte Um­sätze staltfanden, herrschte heute vorwiegend seste Tendenz. Am Schlüsse waren Eisenwerte nachgebend, wohl noch infolge bet amerikanifchen Erfenprelsrebuktionen.

Privat-Diskont 2'/, Prozent.

Anfangs- u. bchlußkurfe.

Oest. Kredit.... 212,10 211,70

Deutsche Bank . . . 211,75 211,87

Darmstädter Bank . . 141,00 141,00

Bochumer Guß . . . 192,00 191,50

Harpener Bergbau . . 185,10 184,62

Schluß-Tendenz: schwach.

Summe 19 (11)

4(2)

14 (9)

Anm.: Die in Klammem gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todessälle in der betreffenden Krankheit auf von auSroärtS nach Gießen gebrachte Krairke kommen.

Wölhklliliche ilederficht der Soitsfällt m der Statt Sießkn. 18. Woche. Dom 22. März bis 28. März 1908.

(Einwohnerzahl: angenommen zu 26 900 (infL 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 36,78, nach Abzug von 11 Ortsfremden: 15,467m.

Kinder

Hautkrankheiten. gemeinen Krankenhaus in Wien --schreibt: ,Lbermeyer'ü perda- Seise' habe ich bei mehreren Patienten und zwar bei akuten Haul­ausschlägen und Flechten sowie bei Akne angewendet. Ter Eisolg war ein überraschend prompter u. hat sich die Seife in jeder Weise vortrefflich bewährt/ Z. h. p. Stck 75 Psg. u. Alk. 1,25 tn~ all. Apotheken u. Drogerien. Fabr. I. Gioth, Hanau. Best.: W/. eeue, 8"/. Arnica, 27. Salbei, 1,57. Wasjerbecherkrt^ 8,57. Hornkraut.

ES starben an: Zusammen:

Erwachsene:

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DiphteritiS

L Lebensjahr: 2.-

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'Tuberkulose ber

Lungen

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Lungenentzündung

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KrebS

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Blinddarmentzündung 1 (1)

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Lebei entzündung

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Gehirnentzündung

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Diabetes

1

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Luiigenerweiterung

1

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Im Wochenbett

KD

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Altersschwäche

1

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Lebensfchwäche

1

1

Verunglückung

KD

1 (1)

Beerenweine. Südweine.

Mit höchsten Preisen ausgezeichnet. 2584

Fr. Leo .Nachfolger (C. Herber), SeUerSweg 58.

Des Hauses Zier ist Reinlichkeit!

Sticht geraüiger kann in jedem Haushalte bem Eimrelendem die Wahrheu d»efes Wortes besläugt werden, als durch bie eanber- ksit, burch ben Glanz aller metallenen Gegenitände. Tiefes Vob der Ordnungsliebe der Hausfrau oder Köchin t catnnt oftmals fchon am Turfchild und bie Raume des Hau,es erscheinen trau­licher, wenn alles, was auS Gold oder Silber, Aljenide, Kupier, Atesjing oder ähnlichem Aleiall ist, m herrlichem Glanze erstrahlt.

Doch leider schwindet dieser Glanz oft rasch oder er wird überhaupt nicht vollkommen erreicht, weil man wohl ein Pu tz- mittel, nicht aber besonders

,,Globus.Puyexlralt" vou Fritz Schulz juu. Akt..Ges. Leipzig verlangt har. Er putzt am beiten. Raich und mlihelos erzielt man damit einen prachngcu, laug audauernveu Glanz. Globus. Putzextratt kratzt nicht, greift dje Metalle nicht im wermgiieu an unb m laut Gmachleu von drei gerichtlich vereideten Er-emikem frei von allen schädlichen ibeiianbieileiL Monatlich mehr at» 5 'Millionen Dosen, gelullt mit diesem Puymittel, tragen seinen Ruhm hinaus in alle Lander bet Erbe.

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