Zweites Blatt.
158. Jahrgang
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Handel und das Gewerbe zu heben. Unb was geschehen ist und noch geschieht unter der Regierung unseres Kaisers, . zeigen uns die Straßen dieser ausblühenden Stadt. Die letzten Jahrzehnte weisen in der hiesigen Provinz und im benachbarten Westpreußen zahlreiche Spuren der Tätigkeit auf, welche die königliche Staatsregierung entfaltet hat, um ein den verschiedensten Verwaltungsgebieten die deutsche ftC und Arbeit durchzuführen. Dabei ist der Gedanke, ein. hervorragende Stätte des Geisteslebens in der bedeutendsten Stadt unserer Ostmark zu errichten, niemals aus dem Augen verloren worden. Allzulange schon hatten Posen, Westpreußen, die einzigen Provinzen, Oie noch nicht im Besitze eines akademischen Bildungszentrums waren, einen regeren produktiven Anteil an der reichen nationalen Kultur des deutschen Volks- und Geisteslebens vermissen lassen. Selbst in Königsberg hatte es die ehrwürdige Albertina oft schmerzlich zu empfinden, daß seine weite hochschullose Flache sie vom Herzen der deutschen Kultur trennte. Noch weit mehr aber hatten die deut chen Ostmarken die wissenschaftlichen und künstlerischen Anregungen zu entbehren, welche anderwärts von den hohen Scl)ulen ausgingen und die ihre natürliche Rückwirkung auf das gesamte wirtschaftliche Leben, auf Handel, Gewerbe und Verkehr ausübten. Die neue Hochschule stellt sität im eigentlichen Sinne dar, stimmt für dieHeranbildungder
gern und eifrig benutzt, nur dann wird die Akademie ersprießlich wirken können und das ihr gesteckte Ziel erreichen.
Hierauf brachte Oberpräsident v. Waldow der Akademie in seiner Eigenschaft als Kurator seine Glück- und Segenswünsche dar. Es folgten Begrüßungsansprachen des Rektors der Berliner Universität Frl)r. v. Richt Hof en, des Rektors der Breslauer Universität Rosanes und des Rektors der Technischen Hochschule Chailottenburg. Sttich weiterer Begrüßung durch den Landeshauptmann von Dziembowski namens der Provinz brachte der erste Bürgermeister Wilms die Glückwünsche der Stadt Bojen dar. Tie Feier schloß mit einem vom Rektor Kühne- manu ausgebrachten Ka iserhoch.
Nach der ErönnungS feier sand ein Festessen statt. Den Trinkspruch auf den Kaiser brachte Oberpräsident von Waldow aus. Ferner trank Kultusminister Sindt auf das Gedeihen der neuen Akademie und aus alle Behörden, die ihrer Begründung so lebhaftes Interesse enlgegengebrach haben. Professor Kühnemanu verlas ein Telegramm seines früheren Schülers Prinz Eitel Friedrich, welcher der Akademie Gluck wünschte. Zuletzt ergriff der jrühere Ober- präjident der Provinz und Ehrenbürger von Posen, Graf Zedlitz-Trützschler, das Wort, um den Wunsch auszudrücken, daß der Geist der Wissenschaft das Land zu friedlichen und versöhnlichen Verhältnissen gelangen lassen möge. An den Kaiser wurde ein Huldigungstelegramm, an den Reichskanzler ein B-egrüßungstelegramm abgesandt.
sie ist nicht bestimmt für dieHeranbildungder akad emischenJugend, sie soll v i e l m e hr denvev- schieden st en Berufs ständen und Geist es- bedürfnissen dienen; sie ist also berechnet auf alle Gebildeten und kann nur gedeihen, wenn diese mtt Ueberwindung jeden Kastengeistes ihr zuströmen. Dem deutschen Geistesleben soll die Hochschule dienen. Indem sie das tut, wird sie die Interessen der Gesamtheit der Bevölkerung, also auch! derjenigen fördern, welche jetzt noch abseits stehen, aber hoffentlich bald erkennen werden, daß es ein Fr i e d en s w er k ist, welches hier nunmehr in Wirksamkeit treten soll.
Ter Kultusminister schloß seine Äusführnnaen unt den Glückwünschen der Staatsresiernng und überbrachte dem Kurator und dem Rektor die Königliche Bestätigungsurkunde mit der Widmung „litteris et patriae".
hierauf hielt der Rektor der Akademre, Professor Tr. Kühncmann (früher Extraordinarius in Koburg. D. Red b. „Gieß. Anz.") die Festrede. Er knüpfte daran an, daß Herder und Kant aus dem Osten hervorgegangen sind, und wies nach, datz gerade Herder die unwer,ekle Wissenschaft nicht aus der deutschen Vorliebe für das Fremde, sondern aus dem Geiste oorurtmlsfreter gerechter deutscher Wissenschaft heraus gepflegt habe. (Prof. Kühne- manu hat sich durch eine große Herder-Monographre m der wissenschaftlichen Welt bekannt gemacht. D. Red.) Aufgabe der Akademie solle sein, im Srnne tz^ersdte deut che Wissenschaft zu fördern und zu pflegen. Es fatefe Vita« hemie eine &6ule für das Leben fern. Die Akademie wolle Z SdtenfflUum, der aus seiner Berufstätigkeit heraus nach VeÄoMmmnnwwg des Wissens strebe, Gelegenheit dazu geben ' S a7desunterschiede könne es dabei nicht geben. ÄÄä««
sollen Lebhafter allseitiger Beifall' folgte oer Reoe.
Xh ^berreaierunasrat Conrad (vordem Stegitoungg» MitatÄSTa« b^rüßte daraufim Auf- UMMZW W<S£ssSr mä. 's M St Bedeutung in chrer OT^J inrnV beit iie begeit und pflegen soll. Die Akademie k^nn ia in'ihrer Eigenart mit einem sestbegrenzten Kreis von lubörcrn nicht rechnen, sie wendet sich an das große, bllduÄuch-nd- Publikmn. Nur dann, wenn dieses die zur Förderung und Erweiterung der Kenntnisse
er Mavv, 36 3., ftouer' mll doA Mluhrung, lunbatoWeuwPW. cht r-ö^-lumg. > aus de^ Anerbieten erb. u.
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Are Eröffnung der Foscner Akademie.
Posen, 4. Nov.
Im Lichthofe des Friedrich Wilhelms-Museums jand heute die Eröffnungsfeier der hiesigen Königlichen A k a d e m i e statt. Die Feier wurde durch Gesang eröffnet. Sodann hielt der Kultusminister Dr. S t u d t eine längere Ansprache, aus der wir folgende bemerkenswerten Sätze wiedergeben:
Von der heutigen Eröffnungsfeier schweift unser Blick am ein Jahrtausend zurück in die Vergangenheit. Wir sehen deutscye Missionare, Ordensbrüder und Weltgeistlick)e das Christentum, seine Kultur und Gesittung in diesen Gegenden verbreiten. Später sind es deutscheBauern, Kaufleute und Handwerker, von polnischen Königen ins Land gerufen, um als Vorbild zu dienen in Fleiß, Ku n st s e r t i g k e i t und O r d n ung. Als dann vor mehr als hundert Jahren diese Lande vereint wurden mit den westlichen Nachbargebieten, um für alle Zeit einen unlöslichen Bestandteil der mäch tig aufstrebenden Monarchie zu bilden, haben Preußens Herrscher bedeutende Mittel aufgewandt, um die Landwirtschaft, den
des Anwalts des Hrch. Jos. Stork, Rechtsanwalts Rosenberg, auszuscheiden und diese dein Stork selbst zur Last zu setzen, auch die Kosten der Rekursinstanz demselben aus- zuburden, da sich dieser einen Anwalt in Alsfeld hätte an- nehmen können. Der Kreisausjchuß des Kreises Alsfeld beantragte Abweisung des Rekurses, weck die dem Stork erwachsenen Kosten der anwaltlichen Vertretung cinschließ- lich der Reisekosten deshalb als -notwendig angesehen werden mußten, weil die anwaltliche Vertretung gegen die durch einen Anwalt vertretenen Reklamanten für Stork notwendig war, ihm die Wahl in der Person eines Anwaltes freisteht und die Bestellung gerade des Gießener Anwaltes dadurch veranlasst war, daß diesem das Mandat gelegentlich, der ersten Verhandlung vor dem Provinzialausschuß übertragen war. In der heutigen Verhandlung vor dem Provinzialausschuß füllte der Vertreter des Rechtsanwatts Dornseisf, Rechtsanwalt Katz, aus, nach der authentischen Interpretation des Großh. KreiSamts A1S- seld sei der Rekurs formell begründet und nicht eine Frage der späteren Ke.uenfestsetzung. Die Wahl des Anwalts an sich stehe allerdings jedem freu Solange nickst nachgewiesen sei, daß der Anwalt in Alsfeld verhindert gewesen sei oder dte Vertretung abgelehnt habe, müsse dem Rekurs statlge- geben werden. Hiergegen bemerkte Rechitsanwalt Rosen- berg, daß sich der Rekurs nicht gegen eine authentische Interpretation richte, sondern gegen ein Urteil des Kreisausschusses. Es sei der Kostenfestsetzung vorzubehalten, ob die Reisekosten gerechtfertigt seien. Das Urteil sei am 8. Juni zugestellt und der Rekurs am 22. desselben Nionats eingegangen. Finde der Art. 70 Abs. 3 der Kreis- und Provtn- zialordnung Anwendung, so sei der Rekurs verspätet eingelegt worden. Hieraus erkannte der Provinzialausschuß, wie anfangs ausgeführt.
Als letzter Punkt der Tagesordnung startd der Rekurs des Georg Heinrich Keil L zu Ettin gs hau sen gegen eine kreisamtliche Verfügung. Ter Sachverhalt ist folgender: Im verflossenen Herbst errichtete K. auf seiner Hof- raite, direkt an dem Aeschersbach und zum Teil über der Grenze in dem Bachbett stehend, eine neue Scheuer, ohne dazu die auf Grund des Bachgesetzes erforderliche kreisamtliche Genehmigung eingeholt zu haben. Am 11. September v. I. erhob der Müller Hrch Keil IV., der die Wasserkraft des Wassers zum Mühlenbetrieb benutzt, bei der Bürgermeisterei Ettingshausen Einspruch gegen den Neubau, indem er erklärte, der durch diesen erzeugte Rückstau schädige chn in seinem Betrieb und werde diesen bei Hochwasser gänzlich in Frage stellen, weshalb die Großh. Bürger- melsterei die Entfernung der im Bachbett stehenden Geländeteile veranlassen möge. Das Großh. Kreisamt Gießen forderte G. Keil L durch eine auf Grund der Art. 106, 113 und 115 des Gesetzes, die Bäche und die nicht ständig fließenden Gewässer betreffend, erlassene Verfügung an denselben auf, die in Rede stehenden Gebäudeteile zu entfernen und wies ihn darauf hin, daß to gstnze Bau kreisamtliche Genehmigung bedürfe Am 17. Oktober erhob Keil durch seinen Rechtsbeistand Beschwerde gegen diese Verfügung mit der Begründung, daß der Bau nicht gegen die Bestimmungen des erwähnten Gesetzes verstoße, da nicht über die Grenze gebaut sei und ein Hindernis für den regelmäßigen Wasserlauf durch den Bau nicht gebildet werde. Auch liege der Bauplatz nicht im Hochwasser gebiet und iverde der Wasserstand durch den Neubau in keiner Weise ungünstig beeinflußt. Die Großh. Ktrlturinspektion stellte demgegenüber durch eine Ortsbesichtigung unb Verhandlung mit der Bürgermeisterei Ettingshausen fest, daß sämtliche Behauptungen der Beschiwerdeschrift unzutreffend sind, der fragliche Bau im Ueoerschwemmungsgebiet der Aeschers- baciji liegt und die Bestimmungen des Bachgesetzes unzwei',el- haft zutrefsen. Durch den 9teubau des Rubrikaten werde das Bachbett derart eingeengt, daß Uferbeschö-digungeir am
Nr. 2(50
krjchetnt täglich außer Sonntags
Dem «Lietzener Anzeiger "werden urt Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gietzener Familien« blätter viermal tn der Woche betqelegL
Rotationsdruck u. !&er- kxq der Brühl 'schen Unioed.'iBucb- u. Slem- bruckeret (Bietsch Erben)
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Schnlstratze 7.
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(^rm1pircbunld)lu6Dtt 51.
teten möchten sich damit einverstanden erklären, daß von einer Offenlegung und Bekanntmachung Abstand genommen werde, daß dagegen ein neuer Termin vor der Lokalkvm- mission stattfinde, vereinbaren die Parteien, daß die Verhandlung von der vollen-deten Offenlegung an als nick-tig angesehen und wiederholt werden solle, woraus der Pro- vinzialausschiuß befchlwßt, bie Sache zur nochmaligen Verhandlung an die Lokaltommisfion zurückzuverweisen.
Sodann entschied der Provinzialansschuß in Sachen Reklamation gegen die Bürgermeisterwahl zu Vockenrod dahin, vaß oer Rekurs gegen die Entschetdung des Kreisausschusfis des Kreises Alsfeld vom 15. Mai 1903 als unbegründet zurückzuweisen sei unter Verurteilung der Rekurrenten in die Lwsten des Verfahrens und zur Zahlung einer Verhandlungsgebühr von 10 Mk. an hie Provinzialrasse. Die Bürgermeiirerwahl beschäftigte den Pro- vinzialausschuß schon einmal in seiner Sitzung vom 22. Oktober 1902 und er entschied damals dahin, daß dem 'Rekurs des Vertreters des Heinrich Joseph Stork zu Vockenrod gegen die Entscheidung des Meisausschusses des KteiseS Alsfeld vom 27. Juni 1902 stattzngeben und die angefochtene Entscheidung auiznheben fei. Die Sache wurde zur Verhandlung und Entsa-ewung über die gegen die Wahl erhobene Retlamalion an den Kreisausschuß des Kreists Als- zuruaverwiesen unter Aussetzung der Entscheidung Die Kosten. Der Kreisausschuß des Kreises Alsfeld hat in seiner Sitzung vom 15. Mat 1903 zu Reckst erkannt, die Reklamation gegen die Bürgermeisterwahl am 31. 1902 zu Vockenrod als unbegründet zurückzuweisen sei unter Verurteilung der Reklamanten als Gesamtschuldner in sämtliche durch das Verfahren entstaiidene Hüften einschließlich derjenigen der anwaltlichen Vettretuilg des Hrch. Joseph Stork, sowie zur Zahlung eines Aversionalbetrages von 10 Mk. an: die Kreiskasse. Gegen diese Entscheidung verfolgte Rechtsanwalt Dornseisf namens der Reklamanten Rekurs an den Provinzialausschuß mit, dem Anträge, von den den Reklamanten auf er legten Kosten die Reisekosten
Donnerstag 5. November 1903
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Aus London wird uns geschrieben:
9)ian muß es Air. Ehamberlatn tajjeu, er versteht sich auf politische Agitation lme teilt zweiter englischer Minister oder Parteiführer. Er feiert rednerische Triumphe nicht nur in seinem ^»eimatbezirk Birmingham, sondern im ganzen Alt-England, ja selbst in Schottland, beifcit Bevölterung als auf den Freihandel eingeschworen gelten kann. Alle die Reden, dte von den hervorragendsten politischen Persönlichkeiten des Vereinigten Königreichs gegen Ehant- berlains Schutzzollprogramm geyalten wurden, haben auch nicht annähernd solchen Erfolg gehabt Eines ist nun an Chamberlains Auftreten in der letzten Zeit bemerkenswert: das Bestteden, die Arbeiterschaft für seine Ideen zu gewinnen. Es kommt dem vtelgewandtcn ehemaligen Kolonialminister dabei aus ein bissen Byzantinismus nach unten nicht an. Er nennt die breite Äiaffe Der Arb eiter „scharfsinniger" als die Arbeiterführer, erklärt, daß ihm der Sieg zufallen müsse, wenn die „Gen tl em en Arbeiter" für ihn seien usw. Tes Beifalls der also Gefeierten ist nattirlich kein Enoe, und für die breite Masse wird Chamberlain in dem Grade mehr der Mann des Tages, in dem die sozial höher stehenden Kreise sowie die großen Tag^s^cttUtigen sich von ihm abwenden. Bei dieser Taktik leiten den emieigen Schraubew fabrikauten von Birmingham natürlich in der Hauptsache Rücksichten auf die Neuwahlen. Er will den für (ein zollpolitis ches Progranrm ein tretenden Kandidaten eine möglichst große Stinimenzahl sickern und so diesem Programm in England einen imponierenden 5Mtergrund schaffen, weil in den Kolonien der Nimbus des Namens Chamberlain zu schwinden beginnt, lieber Südasrika, wo des früheren Kolonialminiiters Rundreise nicht geringe Hoffnungen erweckt hatte, lastet schwerer wirtschaftlicher Notstand. Er ist eine natürliche Nachwirkung des Krieges, und dies Bewußtsein macht denGrollgegen Chamberlain wieder rege. In Kanada ist man infolge des Schiedsspruches in der Alaskafrage aufgebiack)t gegen England und redet einer wirtschaftlichen, ja selbst einer politischen Abkehr vom Mutterlande das Wort All das läßt begreiflich erscheinen, warum Chamberlain seine agitatorische Kraft auf England konzen triert_________
Aroviuzial-Ausschuß.
Gießen, 4. November.
Nachdem der auf heute vormittag 9 Uhr anberaumte Termin in Sachen Gesuch des Kaspar Müller zu Gießen um Erlaubnis zum Liköraussckank in dem 5)ause Lmdenplatz Nr 12 auf Wunsch des Gesuchstellers ausgefallen war, beschäftigte sich der Provinzialausschuß mit dem zweiten Punkt der Tagesordnung, betreffend die Durchführung des Fluchtlinienplanes für den Seltersweg zu Gießen vor dem Hause Nr. 75; hier: Enteignungsantrag der Stadt Gießen. Die Stadt hatte das Larnpuslche Gelände in Anspruch genommen und der Wttwe Lampus hierfür 50000 Mk. geboten, womtt sich jedoch diese nicht be- qnügte, worauf am 19. März l. I. Verhandlung vor der Lokalkommission stattfind, wozu die Parteien, mit Ausnahme des Sohnes Georg Lampus geladen waren. Rechls- anwalt Katz mackM nun als Vertreter der Wttwe Lampus in der Sitzung des Provinzialausschusses vom 13. Juni l. I. den Einwand gLltend,, daß durch die Nichtzuziehung bezw. -Ladung des Georg Lampus zu den Verhandlungen vor der Lokalkommission eine Lücke in dem ganzen .Verfahren sei. Der Provinzialausschuß beschloß damals eine Besich- tigung, die am 3. Oktober stattfand. Die setther stattgehabten Einigungsversuche schotterten, weshalb sich der Provinzialausschuß in seiner heutigen Srtzung wieder mit dieser Angelegenheit zu befassen hatte. ReMsanwalt Katz beantragte, das feitnerige Verfahren von Beginn der Verhandlung der Lokalwmmission an für nidjtig und ungittig zu erklären, daher anfzuheoen und die Sache zur anbermeitigen Verhandlung an die Lokalkommission zurück zuweis en, event. falls der primäre Antrag gegen Erwarten nicht zulässig erscheinen sollte, das ganze feichenge Verfahren als nichtig aufzuheben. Auf den Vorschlag des Vorsitzenden, die Par-
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen MW
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