IL
. 180.60
feft.
In der IohanueSktrche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Eiller.
Zugleich Ehristenlehre für die Neukonfirmierten auS der
mit
Telephonischer Kursbericht«
Tendenz: abgeschwlcht.
Die diesjährigen grossen
37.% 3°/o 87,% 3% 8*/.%
B'/q Mexikaner
47. /o Chinesen . . Electric, bohuckert . Nordd Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank Dresdener Bank . . Beniner Handelsges. Oeaterr. Staatobahn . Lombarden . . . Gotthard bahn . . . Laura Urte . . . . Bochum . . « . . Harpener . . .
Reichsanicibe do.
Koneol. . do. . .
Hessen
AnsangS- . 809.60 . 209.60 . 13'3.50 . 175.—■
mittags ausdehnte. c e
Tie heutige letzte Nachmittags)itzung, die Herr Prof. Dr. h a r n a d - Berlin um 3 Uhr erofincte, beschäftigte sich ausschließlich mit der Frauen frage. ES entspann sich darüber nach dem Vortrag des Frl. Maura Hermann-Berlin eine lange Debatte, die bis gegen 7 Uhr abends andauerte. Wir berichten noch ausführlich in nächster Ausgabe darüber.
CefL Kredit. Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß .
87,% Oberhessen . . . 4% Oesterr. Ooldrente . , 4* 6% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 47. Italien. Rente . . .
4'/,% Portugiesen . . .
»0/ Portugiesen. . . .
1)6 0. Türken . . .
Türkenlose 4% Uriech. Monopol.-Anl. 4* ,96 äussere Argentiner
?o’ I abzusehen. Ter Verteidiger Tr. Bernstein hatte daß Bild auf daß lö- • Verhalten des deutschen Gesandten m der amentanischen Union, Sped oon Lternbnlg, jurüdc.cfubrt.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Trinitatis, den 7. Juni. G o t t e s d i e n st. In der Stadtktrche.
Vormittags 8 Uhr : Pfarrer S ch e u n e m a n n.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Markus- gemeinde.
Vormittags 9'/, Uhr: Psarrasftstent V o g L
Vormittags 11 Uhr: Kinderkrrche für die MatthäuSgemeinde. Psarrassistent Vogt.
CAU6 ^laöt uui) £aui).
Gießen, 5. Juni 1903.
— DaS Konzert, das, wie gestern an dieser Stelle berichtet wurde, in einigen Tagen im Neuen Saalbau statt
finden wird, findet nicht nächsten Samstag, sondern Sonntag den 7. Juni statt.
- Ländung. Der Diener der hiesigen Rudergesellschaft, Schwan, teilt unS mit, daß er für die Auffindung der Leiche des Gärtners Jnderthal bisher keine Belohnung erhalten
. 102.10 . 91.80 . 102.15 . 91.80 . 101.25 . 100.60 . 102.90
100.60 . 102.00 . 103.90 . 50.60 . 32.10 . 3415 . 133.60
. 44.90
. 26.20 . 93.00 . 94.00 . 10100 . 209.40 . 185.70 . 136.90 . 148.00 . 154.K. . 146*0 . 17.10 . 189.70 . 216.60 . 174.00 . 180.40
habe. Lasciate ogni speranza!
△ Lich, 4. Jnni. Am 3. Pfingsttage fand wieder, rote alljährlich, das Jahresfest des evangel. Rettungs- haufeß m Arnsburg statt. Der Vorsteher des evangelischen I ü/a. Hoffmann," Runge, Mitscherlich und Margrafs, gehörten um DialonissenhauseS zu Darmstadt Ps°rr-r D-ggau, und Psa-rer !°r°r öemeintoan. 3>ae Wt Wr Herbst aus Barmen hielten Festpredigten. Außer ihnen ^Veroxt)Cn bntte ^asse mit Schleife. sprachen Pfarrer Wcber-Lich und Bräß-Darmstadt. --
-j- Von der Ohm, 4. Juni. Die Gewitter der letzten Tage, die die erwünschte Abkühlung nach den überaus heißen Pfingsttagen gebracht, haben mehrfache Blitzschläge in ihrem Gefolge gehabt. Bei Wettsaasen schlug der Blitz in einen hart am Wege nach dem nahen Walde .Hochroth* stehenden allen Birnbaum. In ein Dorf in der Nähe Kirtorfs, wie uns von glaubhafter Seite nutgeteilt wurde, schlug ein Blitzstrahl in em Haus. Er fuhr in den Schornstein, lief diesen entlang in die Stube und traf dort die Hausfrau, die mit einem Strickstock den Kuchen lockerte. An den erhaltenen
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Verliuer vörfe vom 4. Juul 1903.
(Mttgeteill von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Prwat-TiSkont 37. Prozent.
' * Scblußkurse.
209.50
209.40
136.60
174.75
180.40
Kpott.
Radrennen. Man ichreidt unß: Jung und All unserer G,eßeirer Mitglieder besprechen lebhaft den Llnierfdncb der Rad- rennen zwischen einst und jetzt. Man bat aud) (cincsroegd Unrecht, wenn man sich außerordentlich hohe Leistungen verspricht, zumal der Rennsport ein gain anderes Gesicht und einen anderen Charakter erhalten hat, seitdem der mächtige Motor immer mehr die Bahn __I
Eingesandt.
Geheimes direktes Wahlrecht!
Der Bürg crmei st er eines Dorfes ertunbiate sich kürzlich bei einem Kreisamtsbeamten, ivaä er machen sollte, wenn ein Wähler mehrere Wahlzettel in eilten Wahlumschlag lege — das wurde doch ohne Zweifel die Mehrzahl der Wähler tun, er halte es daher iur ratsam, wenn man in das neue Mlojct einen Ronupllbeainicn 'teile !!
Kunst und Missenschasl.
Berlin, 5. Juni. Tas Festmahl der Stadt zu Ehren des hier tagenden Ehemiker>Kongresses vereinigte gestern tu den Räumen des Rathauses mehr als tausend Personen, darunter die Minister Frhr. v. Hammerstein, Studt und Budde, Professor Adolf Menzel und Polizeipräsident Borries. Cbetburgcr- meifter Kirschner begrüßte die Gäste und wieS auf die doppelten Ziele der Ehemie hin, die in der Berliner Bürgerschaft seit Jahrzehnten das größte Interesse gefunden hätten. Tie führenden Geister, ' '■ - Dlitscherlich und Margrafs, gehörten un-
Harpener Bergbau . . 180.60
Schluß-Tendenz: Ziemlich
— Gewerkschaft Gießener Brauusteiubergwerke vormalö Keruie. Wie wir vor Kurzem mittedten, hat die Geiverken- versammlung der Gewerkschaft den oon dem Vorsitzenden deL Gesamtvorstandes, Rechtsamvalt Grünewald, vorgelegten Plan der «zlnanzurung der Gewerkschaft, insbesondere der Abstoßung des Borbesiyers Fernie mit etwa einer Dhllion Mart und der Auf brmgung von etwa 200 000 Alk. für BetrtebSverbesieriingen auf dem Wege der Veräußerung der ruhenden Kuxe der Gewerkschaft an eine zu bildende Gesellschaft nut beschränkter Haftung genehmigt. Es war beabsichtigt, das erforderliche Kapital von 1 200 000 Mk. möglichst durch Zeichnung der Gewerken aufzubringen, event. aber auch dritte Personen zeichnen zu lassen. Wie wir nunmehr in Erfahrung bringen, haben bereits die Gewerken selbst nahezu 1450 000 WIL gezeichnet, sodaß eine reduzirle Zuteilung m Gemäßheit des Kuxenbesitzes einlrete» muß und fremdes Kapital nicht mehr nötig ist. Tamit ist die Bildung der Gesellschaft gesichert und hierdurch gleichzeitig die Gewerkschaft der Sorge ledig, wie sie den Gläubiger Fenne befriedigen werde, an dem sie, wenn seine Forderung noch in diesem Jahre getilgt wird, emen Nachlaß von etwa 800 000 Mk. genießt. — Ter Versand an Erzen bei der Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke betrag pro Monat Mat d. I. ca. 11500 Tonnen mit einem Bruttoergebms von 110 000 Alk.
Gcrichlssual.
München, 4. Juni. Tas Schöffengericht verurteilte den Maler Th. Heine und den veraiitwortlichen R e d a k te u r d es .S i mp l izif s tmus«, I. Linn cf ogel, wegen des Titelbildes ,Gesandtenerziehung" ui Nr. 6 des „ onnp ijiffunus wegen groben Unfugs, verübt durch die Preße, zu ie 3 0 M k G e l d st r a f e und sprach die Unbrauchbarmachiing der
Eremplare und Platten aus. Ter Amtsanwalt hatte drei und eine Woche Gefängnis beantragt. In der Urteilsbegründung wird die ho h e a e i st i g e B e d e u i n n g“ des i m pld'l hm u s und d.e .Meisterschaft und Genialität" Heines an- erkannt, aber gerade bei diesen Eigenschaften halle peme formen
rartn ramoraeeritetama vor Dem flrafvertrnlwormcyen I vermewm sollen, die den Dakdefland bet groben Umug« bd)mgten.
äÄäää " .......
Jahre, ferner durch bedingte Strasau....tzung mit Unterstellung unter die Aufsicht von Pflegern und endlich durch ein beschleunigtes Strafverfahren und Beschränkung der Oesfentltchkcit der Hauptverhandlung erstrebt werden. Für Hauptpslicht der evangeliscl)-sozialen Bestrebungen müsse die Fürsorge für die Lbdack)- und Heimatlosen werden. Be-1 sonders wird sich diese Fürsorge gegen die Gememgefahr D€ö arbeitsscheuen Landsireichertums wenden müs,en. Tas Strafrecht sei ein wertvolles, aber nicht das werlvoUste Mittel im Kampfe gegen das Verbrechen. Die Hauptsache bleibe, die Quellen des Verbrechens abzugrabeu, und die liegen im Menschen, tn der Zuchtlosigkeit, Geldgier, Arbeitsscheu usw. Hier habe die ivesellschast die Pflicht, bessernd und ausgleichend ein^utreten. Eine gesellschaftlich organisierte Lrebestutigkeit müsse aufgerufen roeroen zum Stampfe gegen das Verbrechen, das sei die ttefste, wirksamste, inner- sich sie und dankbarste Aufgabe zur Reform des Strafrechts im Lichte evangelischer Sozialpolitik. (Lebhafter Beifalls
Dein umfangreichen, fesselnden Vortrag schloß sick) noch eine recht animierte Debatte an, die sich bis nad) 1 Uhr
Ucncste Ulelvinnzciu
Lriginaldrahtutcldungcu dcs Gießener -lnzeiger».
Wiesbaden, 5. Juni. (Qrig.-Tel. des Gtcß. Anz.) Der Großherzog von Hessen wurde bei seiner gestrigen Abreise vom Prinzen Eitel Friedrich zur Bahn geleitet. Heilte morgen um 7 Uhr unternahmen der Kaiser mit dem Prinzen Eitel Friedrich und Gefolge einen AuSritt in die Waldungen von Wiesbaden, von wo er um 8 7, Ul)r zurück- kehrte. Um 8 Uhr 50 Min. fuhr das Kaiserpaar nut den Prinzen und Gefolge nach Frankfurt, um dem Wettstreit der 3. Gruppe beizuwohnen. Nachmittags 1 Uhr werden die Herrschaften bei dem kommandierenden General von Linde- quist das Frühstück einnehmen. Die Kaiserin wird sofort nach dem Frühstück nach Wiesbaden zurückkehren, während der Kaiser am Nachmittag dem Gesangswettstreit beizuwohnen gedenkt.
Frankfurt a. M., 5. Juni. Der Kaiser besprach gestern ivähreno der Wcttgesänge mit den Leitern bet großen Berliner Gesangvereine, Siegfried Ochs und Georg Schumann, die Ko n zer tver hä l t n is se Berlins. Er timmtc dem Gedanken populärer Oralorien-Aufführungen lebhaft zu und betonte die Notweitbigkeit baulicher Veränderungen in der Philharmoiiie und der Sing-Akademie.
Berlin, 5. Junü Zu der gestrigen Kaiserrede schreibt der „Vorwärts": Es ist lehr ersreulich, daß das Gebiet der Sozial-Politik, das so grünüliches Studium erfordert, von dem deutschen Kaiser so eingehend durchforscht worden ist. Leider aber scheine ihn eine Umgebung in seinem Bestreben nicht zu unterstützen, da sonst manche Mißverständn'sie und Irrtümer vermieden worden wären. Etwas überrajcheno und unvermittelt erscheine in der Rede des Kaisers der Uc&ergang vom Gebiete der Sozialpol-itik zu den Wünschen der Patrizier unb den Frankfurter Garnisons-Verhältnissen.
München-Gladbach, 5. Juni. Der als Alkoholiker bekannte Arbeiter Höhnen hat seine Frau und dann sich selbst erschossen. Tas Ehepaar hinterläßt 12 Kinder.
Madrid, 4. Juni. (Haoas.) Ministerpräsident Sil- vela teilte dem Könige mit, der Au f st an d in Maro k k o sea fa'fb vollständig erloschen.
Mailand, 5. Juni. In der Pulverfabrik Bi- gangoli bei Bergamo fand eine große Explosion statt, wobei zwei Arbeiter tätlich verletzt und mehrere andere verwundet wurden.
Rom, 5. Juni. In ganz Italien herrscht seit 24 Stunden ein fürchterliches Unwetter. Wolkenbrüche richten an den Kulturen großen Schaden an.
Rom, 5. Juni. Der Leibarzt Dr. Lapponi hat dem an einem Tarrn katarrh leidenden Papst em- sohlen, das itonfiftorium um einige Zeit zu verschieben. Dasselbe soll nunmehr am 22. oder 25. Juni zujammen- treten.
Budapest, 5. Juni. Im ganzen nördlichen Ungarn haben fürchterliche Gewitter mit Hagelschlag und orkanartigem Sturm großen Schaden angerichtet.
Beni-Unif, 4. Juni. (Havas.) Hier werden bereits Truppen zusammengezogen. Tie Marokkaner in Zenaga verbreiten die Nachricht, sie Kütten eine Schlacht gewonnen und rüsteten sich zum Kampfe mit den Franzosen. — Ein aus der Lase F i g i g entkommener israditv fcher Kaufmann berichtet, die Einwohner der Oase treffen große Vorbereitungen und erwarten bedeutende Ver- st ä r f u n g e n.
Verletzungen starb die Frau. — Eigentümliche Verteilung der
Niederschläge brachten die Gewitter mit sich. Während
manchen W-g-nd-n biefe m reichem Maße zu teil wurden, Luka^emem^ £r
erhielten andere nur gänz roemge. I Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes»
§ Ehringshausen, 4. Juni. Zu dem vor acht *a9cnI gemeinbe. Pfarrer Tr. Naumann.
hier gefeierten 50jä hrigenDien st jubiläum des Lehrers Sonntag Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbefprcchung Hünergarth müssen wir noch ergänzend nachtragen, daß mi Koufirmandeusaal der Johanneskirche.
zu dem Verlauf der Feier ganz besonders beitrugen die schönen Katholische Gemeinde.
Liedervorträge eines Doppelquattetts, sowie die Sologesänge S a m s t a g, den 6. I n u l 1903.
des Lehrers Kronim. Weiter verdient aus der Ansprache des Nachmittags um ö Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur Landlaasabaeordneten Brauer hervorgehoben zu werden ber | hl. Beicht.
Hinweis aui die Gemeu.den mit ständigem L-hr-rwechstl im g^'an: B-l-gÄ-it'?ur hlu.'Beichl.
Vergleich zu den Gemeinden mit langjähriger Wirksamkeit ihrer I um 7 Tie erste heiU Messe,
Lehrer. Letztere preist er glücklich, erstere nennt er geradezu vor und in derselben Austeilung der heil. Kom-
«n.oücklick Nur eine langjährige Wirksamkeit eines Lehrers munion. , _r
in emer Gemeinde könne sü- beide Teile °°n Segen fein ; um Dw^zweU^heä.^ Melle.
1C. 9)1 a r b u r g, 4. Juni. Dem im Brungshauser Walde I Nachmittags UM 27, Uhr: Ehristenlehre; darauf Andacht erschossene Förster Keller aus Bromskirchen sind laut Segen.
SektionSbefund 29 Schrote Nr. 00 in Herz und Lunge ge- Israelitische Religionsgemcinde.
gangen. Zwölf Schritte weit hat der Förster, der fern Ge-1 Gottesdienst in der Synagoge, Lndanlage.
wehr, aber zwei Revolver bei sich trug, seinen Angreifer oer-l Samstag, den 6. Juni 1903.
folgt,' dann ist er tot zufammengebrochen. Der tätliche Schuß aLcna\7Hc U ^r* borgens 8.30 Uhr.
ist nach dem Befund meuchlings abgegeben worden. | Nachmittags 4
Sabbathausgang 9,80 Uhr.
Hottrsdteuü la tsraelitischen Keltgionsgestllschast.
Sabbathfeier am 6. Juni 1903.
Freitagabend 8 Uhr. Samstag Vormitrag 8 Uhr.
Nachmuiag 4 Uhr.
Sabbaihausgang 9.25 Uhr.
Wochengottesdienst: Morgens 6 Uhr, abends tz Uhr.
Krieskallen der Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
A. L. Gießen. Nidda hat 1950 Einwohner.
Inventur - Ausverkäufe
in meinem
Wäsche- und Ausstattungs-Geschäft und Beiien-Geschäfi beginnen dem <3.
Günstigste Einkaufs - Gelegenheit für Brautleute,
Ausrührliche Preisliste folgt.
Fritz Nowack.


