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5.2.1903 Erstes Blatt
 
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Trufte« hergeben, kosten- und ftempeffrei, dividen den berechtigt ab L April 1903. Soweit die Attien der Deutschen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen nicht fristgemäs emgereicht würden, sollen sie nach der .Franks. Zig.-" nach Maßgabe des § 290 D. h. B. sür kraftlos erklärt werden unter glerchzeUrger Verwerlmig der auf sie entfallenden Lahmeyer-Aktien. Eure Liquidation des Vermögens der Deutschen Gesellschaft für elektrrjche Unter- nchmungen findet nicht statt.

Märkte.

Limburg «- b. L., 4. Febr. Fruchtmarkt. Durch­schnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 13.45 ML, Weißer Weizen 00.00 Dtk., Korn 10.49 9JIL, Gerste 9J7 SD1L, Hafer 6L2 Mk., Erbsen 0.00 Mk^ Kartoffeln 0.00 Mk.

Neueste Meldungen,

vrigiualdrahtmeldungeu des Gietzeuer Anzeigers.

Berlin, 5. Febr. Wie die ^Morgenpost" zu berichten weiL- hatKaiserWilhelm wegen derVergiftungS- gesahr verboten, bei Hofe englische Austern zu servieren. Die alten Herren des Heidelberger Korps Saxo-Borussia feierten ihr 83. Stiftun gs- f e st durch ein großes Festnicchl im Hotel Laiserhof. Äbg. d. Kar dorff brachte den Kaisertoast aus. Der Gesandte von Oertzen ließ das aktive Korps leben, an das ein Begrüß- ungs-Lelearcunm ab gesandt wurde, wie ein solches auch aus Heidewerg an die alten Herren eintras. Im Prozeß der Frankfurter Stadttbeater-Intendanz gegen hie Direktwn des Lessing-Theaters betreffend die Etttschädignug für hie Lösung hcd Vertrages von Vilma Illing ist die Direk­tion des LessingtbeaterS zur Zahlung der Entschadignngs- summe von 12000 Mark an die Frankfurter Intendanz verurteilt worden.

Berlin, & Febr. Zum Selbstmordversuch des lo-ialdemokratischen Reichstagsabg. A g ft e r teilt ein parla­mentarischer Berichterstatter noch mit, daß in dem Revolver, »den Agster benutzt hat, mehrere Kugeln steckten, sodaß nicht sicher ist, ob nicht auch der erste Schuß eine Kugel entsandte. Mr den Geiste Instand des schon mehrere Wochen an starker Nervenzerrüttuug Leidenden ist bezeichnend, daß er B r i e f e «echt krausen Inhalts an den Kaiser, die Kaiserin, deu LSnig von WürttemberH und andere geschrieben hat. Mau hatte schon läng we Zeit seine Entmündigung kwwoaeu, davon aber tu der Hoffnung Abstand genommen, daß sein Zustand bis zum Schluß der Tagung keine» be­denklichen Charakter aunehmen werde.

Frankfurt a. M., ü. Febr. Für den Gesangwett- streit im Juni 1903 sind in der Sanger-Hesch-rlle auch die Logen ä Mk. 1000 nahezu alle vergeben. Der Finanz­ausschuß, Vorsitzender Dr. Barrerrtrnpp, will daher dem hauvtausschuß empfehlen, die wenigen noch übrigen Logen zunächst nicht zu verkaufen, da eS ratsam erscheint, eure Unzahl Logenplätze verfügbar zu haltern Für die Ermie- tiung der Sauger-Hesthalle, welche bekanntlich nach Be- cndtgung des Gesangwettstreits für andere geeignete Ber­eustaltungen auf kürzere oder längere Zeit vergeben wird, kaufen zahlreiche Anmeldungen ein. Die Festhalle befindet sich in vorzüglicher Lage cm der Forsthausstraße; sie hat einen Flächeninhalt von 8100 Quadratmeter im Erdgeschoß rud 6000 Quadratmeter im Obergeschoß.

London, 4. Febr. Der Präsident der Lokalverwaltung, Minister Long, hielt in Cardiff eine Ansprache, in der er sich giegen den Vorwurf wandte, daß die Regierung in der vene­zolanischen Streitfrage voreilig vorging. Er stellte in Ab­rede, daß die Regierung unberechtigte Forderung erhob, rvelche das Land in eine unglückliche Lage bringen könnten, und erklärte, der einzige Wunsch der Regierung sei, darauf zu achten, daß den geschädigten englischen Untertanen Ge- mugtuung zu teil werde.

London, 4. Febr. In einer Rede in Edinburgh kam der Parlamentsunterfekretär des Kolonialamts, Onslow, auf di-e hohen Frachtsätze nach Südafrika zu sprechen und sagte, das Kolonialamt werde sich bemühe», angemeffene und

auch lohnende Frachtsätze zu sichern, selbst wenn eS eigene Dmnpfer für diesen Zweck zu chartern hätte.

London, 5. Febr.Daily Mail" berichtet, der Zu­stand König Eduards habe sich derart gebessert, daß derselbe bereits heute bei günstigem Wetter einen Spa­ziergang unternehmeic könne.

Madrid, 4. Febr. Infolge einer Unterredung mit dem Bürgermeister nahmen die Fuhrleute heute die Arbeit wieder auf.

Madrid, 4. Febr. Der Ministerrat beschloß, die Materialien für das bei Malaga zu errichtende Denkmal für dre mit der ,Gneisenau" untergegangenen Seeleute von den Eingangszöllen zu befreien.

Gibraltar, ö. Febr. Die englische Transportgesell­schaft von Algesiras hat chre Tätigkeit eingestellt, nachdem die spanischen Behörden einen Dampfer der Gesellschaft be­schlagnahmt haben.

Ro m, 5. Febr. Der zum Kardinal designierte Erzbischof Mistrangelo von Florenz ist lebensgefährlich er Ec cm ft

Wien, 5. Febr. Die mit Giron in Genf eingetroffene Kronprinzessin von Sachsen sandte von dort aus eine umfangreiche Depesche an den Kronprinzen. Sie Protestiert darin, daß alle chre Anfragen über das Befinden ihres erkrankten Sohnes bisher unbeantwortet blieben, und erklärte, daß sie auf ihre Mutterrechte keineswegs verzichte. Die Prinzessin beabsichtigt heute nach Salzburg abzureisen, um mit ihren Eltern die Modalitäten ihres zukünftigen Lebens und Verkehrs mit ihren Kindern zu besprechen. Vorläufig ist auf ihre Anfrage aus Salzburg keine Antwort erteilt worden. In hiesigen Hofkreisen verlautet, der toskanische Hof verweigere den Empfang der Prinzessin. Der Aufenthalt in Genf wird voraussichtlich eine Woche dauern

Bozen, 5. Febr. Die Ortschaft Deutschmetz ist durch fortgesetzte große Felsstürze von dem Furmiga-Merge in großer Gefahr.

Salzburg, 5. Febr. Die Gerüchte, daß die Kron­prinzessin von Sachsen bereits hier eingetrosfen sei, sind vollständig unbegründet.

Lemberg, 5. Febr. Zn dem hier gegen Johann Fedyk il Gen. wegen Spionage durc^eführüm Kwzesse wurden sämtliche Angeklagte der Spionage freigesprochen. Nur der Hauptangektagte Fedyk wurde wegen Begünsti­gung des Deserteurs Theophil Fedyk zn drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Lemberg, 5. Febr. Polenblätter melden aus War­schau: Wahrend einer Theatervorstellung er­schollen von der letzten Galerie stürmische Rufe: Wieder mit dem Absolutismus, hoch die Arbeitet". Zugleich flatterten Tausende von Zetteln in das Parquet mit der Aufschrift:Zur Erinnerung an die am 28. Januar 1886 Hingerichteten Arbeiter". Polizei drang in das Theater ein und nahm viele Verhaftungen vor.

Konstantinopel, 5. Febr. Die russische Botschaft hat die hier lebenden Macedonier unter ihren Schutz gestellt.

Tan g e r, 5. Febr. Auch die letzten Nachrichten ans Fez bestätigen die Gefangennahme Buha- m aras. Bestochene Kabylenführer, die dem Prätendenten bisher ergeben waren, nahmen chn im eigenen Lager ge­fangen und lieferten ihn den in der Nahe stehenden Truppen des Sultans aus. Es entbrannte darauf ein erbitterter, aber vergeblicher Kämpf um di« Befreiung Buhamaras. Dem Sultan sind auch Geschütze der Rebellen in die Hände gefallen und Dokumente, durch die mehrere vornehme Be­wohner von Fez stark kompromittiert sein sollen. Es ver­lautet, daß der Prätentent und mehrere andere Rebellen von Rang bereits hurgerichtet sind.

Washington, 5. Febr. Gestern fand eine Kon­ferenz zwischen dem deutschen Vertreter und dem Staats­ekretär Hay, eine andere Konferenz zwischen dem Baron ). Sternburg und Bowen statt und eine dritte Kon- erenz hatte Baron v. Sternburg mit ben. übrigen Ver­

tretern der verbündeten Machte. Man erwartet Die Ant­wort Deutschlands für heute.

Newyork, 5. Februar. Ein Telegramm aus Caracas dementiert die Nachricht von der Ankündigung der Be­schießung La Guayras für den Fall, daß venezolanische Truppen sich in den Straßen der Stadt zeigen sollten.

Newyork, 5. Febr. Vier Dampfer, welche gestern ab fahren wollten, mußten infolge K o h 1 e n rn a n g e l s die Abfahrt verschieben Man glaubt jedoch, daß sie hei^-e oder morgen abfahren können.

Newyork, 5. Febr. Der Vorschlag Speck von Sternburgs geht auf eine dreimonatliche Be- vorzngnng der Alliierten. Tie Vertreter der an­deren Mächte ftim mten zu Bowen ist bereit zur Annahme des Vorschlages, wenn die Regierungen ein­verstanden sind. Caracas ift von den Rebellen bedroht trotz des angeblichen Sieges Castros, dessen Lage an­scheinend kritisch ist. In WashingMner Regierungskreisen befürchtet man eine Abnahme des amerikanischen Prestige in Südamerika bei Zuerkennung von Vor­zugsrechten für die Alliierten. Die längere Anwesenheit einer großen europäischen Flottenniacht venrrsacht E- schiedenes Unbehagen.

Caracas, 5. Febr. Der Sieg der Regierungs­truppen bei Catamagua wird amtlich bestärigt. General Dncheme mußte die Flucht ergreifen. Vergangene Nacht sind Truppen voir Caracas nach dem L,sten abgegangcn Es fand ein Kämpf bei Mamo statt. Die Regiermig er­suchte die einheimischen und fremden Kaufleute, eine neue Anleihe von 250 000 Boliv ares zu zeichnen.

Telephonischer Kursbericht.

(Frankfurt h. b. Februar 19U8.

8% Mexikaner .... 26.70

sy8% Reichsanleihe . . 102.90 3°/o do. ... 93. 3l/,e/o Konsole .... 102.90 3<Vo do......92.95

87se/o Hessen .... 101.30 3% Oberhessen . . . 100.60 4% Oeeterr. Goldrente . . 103.35

4/j% Oeeterr. Silberrente 101.16 4% Ungar. Goldrente . . 102.80 4°/v Italien. Rente , . . 104. 4*/,X Portugiesen . , . 51.70 3®/ Portugiesen. .... 32.60 IX 0. Türken .... 31 Türkenlose......133.80

4*/iVü Chinesen .... 92.76 Electric. Bob ackert . . . 93.50 Nordd. Lloyd . . , 97.40

Kreditaktien ..... 220.50 Dißkonto-Kommandit. . . 198.60

Darmstädter Bank . . . 140.10 Dresdener Bank .... 160JX) Berliner Handelsges. . . 163.60 Oeeterr. Staats bahn , . . 149.10

Lombarden......

Gotthard bahn.....181.60

Laura ii ütte......217.60

Bochum ....... 185.80

4e/e G riech. Monopol.-AnL 41/, % äussere Argentiner

46.00

Harpeuer......17&40

Tendenz: fett.

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Aonkursverfahren.

lieber das Vermögen deS Wilhelm Weidtmann, Gast- wirt in (Stegen, Frankfurter­straße, wird heute am 6. Fe­bruar 1903, vormittags 11 Uhr baß Konkursverfahren eröffnet

Der Kaufmann Jean Boeck tn Gießen, Steinstraße, wird zum zlonkursverwalter ernannt

Konkursforderungen sind bis -um 26. Februar 1903 bei bem Gerichte anzumelden.

Es wird zur Beschlußfaffung über die Beibehaltung des er­nannten ober die Wahl eines Qnberen Verwalters, sowie über die Bestellung eines ^läubigerausschuffes unb ein* tretenden Falls über die in 1132 der Konkursordnung be- -ellchneten Gegenstände, ferner jirc Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag ben 3. März 1903, vormittags 10) Uhr, vor dem unterzeichneten Sarichte Termin anberaumt

Allen Personen, welche eine pui Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben ober M Konkursmasse etwas schul- bi$ sind, wirb aufgegeben, nichts an ben Gemeinschulbner I P verabfolgen ober zu leisten, mH bie Verpflichtung auf* alugt, von bem Besitze ber öache unb von ben Forber- .zen, für welche sie aus ber Manche abgesonberte Beftiebig- hnog in Anspruch nehmen, bem ttoi'nkursverwalter bis zum 25^. Februar 1903 Anzeige zu mchen. 1117

6Gießen, den 5. Febrrwr 1903. E:bcoßh. Amtsgericht Gießen.

Ifrstki-tttlngK

Sotzversteigrrung

Freitag, de» 6. d. MtS. wirb im hiesigen Gemeinde* walbe folgen besHolz versteigert:

19 rm Euh en* Knüppel,

198 w Nadel-Knüppel (da­runter sind 31 rm 3,5 m lang),

6 rm Eichen-Stöcke,

58 , Nadel* ,

400 Wellen Eichen-Reisig, 2090 Nadel* ,

Die Zusammenkunft ist mit­tags 1 Uhr im Distrikt See an der Jägerschneise bei Holz- Nummer 275.

Großen-Linden, am 2. Februar 1903. Großherzogl. Bürgermeisterei

Großen-Linden.

Leun. 1052

Samstag, deu 7. d. Mts. vormittags 10 Uhr anfangend, werden im Wohnbacher Ge­meindewald versteigert:

94 Eichen*St. von 1555 cm Durchmesser, 312 m lg., 26 hn, darunter 1 prima Schnitt- holzst. von 1,90 fm.

9 Buchen-Schnittholzst. von 4060 cm Durchm., 610 in lang, 15,30 fm.

17 Eichen-Derbst., 5 m la., 0,94 fm.

Sie Zusammenkunft ist bei Holznummer 1 im Vorberwalb am Eingang bes Waldes von der Kreisstraße Wobnbach- Münzenberg links. [1091

Wohnbach, d. 3. Febr. 1903. Falum, Bürgerrneisler.

Hih-Ädmisft«.

In den Waldungen der Ge­meinde GeilShaufe« soll nach­stehendes Bau- und Nutzholz durch Submission vergeben werden:

1) 69 Stück Fichtenstämme, 56,5 fm, von 1415 cm mittlerem Durchmesser,

2) 107 Stück Kiefernstämme, 80 fm, von 2140 cm mittlerem Durchmesser.

Die Offerten sind verschlossen und portofrei mit der Auf­schriftHolzsubmission" spä­testens bis Mittwoch, den 15. Februar 1903 bei der Großh. Bürgermeisterei Geils­hausen einzureichen. Die Er­öffnung erfolgt an demselben Tage nachmittags 2 Uhr in Gegenwart ber etwa erschienenen Bieter. Die Gebote finb ge­trennt nach jeder Holzart ein* zureichen.

Das Holz ist entrindet und wird auf Wunsch im Walde vorgezeigt.

Geilshausen, d. 3. Febr. 1903. Großherzogl. Bürgermeisterei

Geilshausen.

Wagner. 1044

Verpachtung.

Die Schafweibe der Gemeinbe Wiefeck pro 1903 soll Sams­tag, den 14. Februar 1903, vormittags 10 Uhr auf hiesiger Bürgermeisterei verpachtet werben. [1099

Pachtliebhaber wollen sich zum bezeichneten Termin ein* finben.

Wicscck, ben 4. Febr. 1903. Gr. Bürgermeisterei Wieseck.

Holzversteigerung.

In bem Langder Gemerndewald werden Dienstag den 10. Februar l. F. versteigert:

Stämme: 113 Nadel (meist Fichten) von 1532 Ctm. Durchm., 722 Mir. Länge = 72,85 Fsttn., 55 Eichen von 1846 Ctm. Durchm., 213 Mtr. Länge 24^2b Fsttn., 1 Buche von 33 Ctm. Durchm., 4 Mtr. Lange == 0,34 Fstm.

Nutzknüppel: 67 Rm. Eichen in Schichten von 2,64 SJUr. Länge, 63 Rm. Nadel in Schichten von 3 Mtr. Länge, 2 Rm. Buche in Schichten von 4 Mtr. Länge.

Nutzreiser: 24 Rm. Fichten (Bohnenstangen) und 8 Rm. Lärchen (Baumpfähle).

Scheiter: 35 Rm. Buchen, Knüppel (meist Stamm­knüppel): 54 Rm. Buche, 39 Rm. Eiche, 15 Rm. Nadel.

Reisig: 104 Rm. Buche, 234 Rm. Eiche, 162 Rm. Nadel.

Stöcke: 9 Rm. Buche, 20 Rm. Eiche, 18 Nm. Nadel.

Zusammenkunft vormittags 10 Uhr im Distrikt Waldfeld, an der Hungen-Schottener Straße.

Langd, am 4. Februar 1903.

Großherzogliche Bürgermeisterei Langd.

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