tragen vennögen,
werden.
Der Dampfer „Vaskap ir
Lev ante-Sees chisfahris gesel l-
und Häusel-Michelstadt. Dann wurde der hohe Gast am
fßtbert Wie der „Matin" meldet, wollte Giffard
Weder
— Der Taglöhner Andreas Falck in Friedberg beging an einem vierjährigen Mädchen ein Sittlichkeitsverbrechen; er! wurde sofort in Hast genommen. — Die seither in Bingen domizilierte Eisenbahnbetriebsinspektion wird demnächst nach Mainz verlegt werden als Betriebsinspektion II Mainz. — In Frankfurt a. M. beging der 55jährige Schuhmacher Kohlberger Selbstmord, indem er eine Flasche Bysol austrank. Kohlberger lebte in geordneten Verhältnissen und hatte noch kurz vor der Tat seinen Schoppen Aepfelwein getrunken. Man nimmt an, daß eine geistige Störung bei chm eingetreten ist. — Im städtischen Schwimmbad dort wurde in einer Badewanne mit dem Gesicht un Wasser liegend der 73 Jahre alle Schneider Georg Rüdiger tot auf- gefunden.
eingefunden.
Herbou, 3. Sept. Das /z§erf). Tagebl." schreibt: Wir können unseren Lesern die Mllteilung machen, daß Reichs- tagKabgeordneter Dr. Burck Hardt, vertreten durch die RechtsMttvälte Rintelen und Thormann in Limburg, eine Privatklage wegen öffentlicher Beleidigung angestrengt hat gegen: 1. den Redakteur Otto Beck-Herborn, 2. dan Seminarlehrer Weider-Dlllenburg, 3. den Oberlehrer Noll daselbst, 4. Bürgermeister Gierlich daselbst und o- Joh. A. Weyel in Haiger.
Darmstadt, 3. Sept. S. K. H. der Großherzog hatte sich heute vormittag 6.50 Uhr mit SonderZug nach Wimpfen begeben und kehrte im Laufe des Abends nach Jagdschloß Wolssgarten zurück. In Begleitung befanden sich Generaladjutant Generalmajor v. Wachter und Flügel- adjutant Hauptmann Schäffer v. Bernstein.
Wimpfen, 3. Sept. S. K. H. der Großherzog traf um 10 Uhr hier zur Feier der 100 jährigen Zugehörigkeit der Stadt zu Hessen ein und besuchte alsbald die Stifts
kirche zu Wimpfen im Tal. In seiner Begleitung befanden sich Staatsminister Dr. Rothe, Finanzminister Dr. Gnauth,
letzt wurde.
* Paris, 3. Sept. Verschiedene Blätter beschäftigen sich mit der den Brüdern Daurignac im Gefängnis zuteil werdenden Behandlung. Die Daurignacs tragen weder Sträfüngslleider, noch genießen sie die Gefängniskost. Denselben ist gestattet worden, chre Mahlzeiten aus der Kantine holen zu lassen. Auch empfangen sie zeitweise Besuch. Die Blätter werfen die Frage aus, aus welchem Grunoe diesen großen Dieben eine solche Bevorzugung zuteil werde.
* P a r i s, 3. Sept. In Dijon wurde eine aus Lourdes kommende Staune beim U e b e rsch r e i t e n des Bahngleises
Vermischtes.
* Hannover, 3. Sept. Im hiesigen Gerichtsge- fängnis wurden vor einiger Zeit große Unregelmäßigkeiten entdeckt. Ter Tischler Block, der sellrerzeit bei dem Gefängnisdirektor einen Einbruchsdiebstahl aus führte und deswegen zu zwei Jahren Zuchtv- haus verurteilt worden war, hat verschiedene Aussagen ge-
trügen. Auf seinen W-unsch nun festen die Herren ein Testament auf. das der Kranke mit Hilfe seiner Gattin unterschrieb, und dessen Richtigkeit sie Mit Namensunterschrift und Adressenangabe bezeugten. Nach einer halben Stunde war der Mann gestorben. ,, . r
* Burenschwindel. In zahlreichen Mwei^r Städten und Dörfern hatte der Burenoberst Henrik de Güiisch" mit seinen Vortragen „Selbsterlebtes aus dem üdafrikanischen Kriege" großen Zulauf gehabt und ein chönes Stück Geld eingenommen, das er getreulich der Burenwitwen- und Waisenkasse abzuliesern versprach. >ver Herr „Oberst" der sehr schlicht daherkam, und^nur em Ordensband mit den Transvaalfarben um den Hals trug, wußte sehr fesselnd zu schildern, natürlich,alles aus eigener Anschauung; so hatte er auch bei der,Gefangennahme Me- thuens eine hervorragende Rolle gespielt; mit oern^Ex- .wäsidenten Steijn stand er aus du und du ufw. Diese letztere Angabe veranlaßte einen Berner Burensreund zu einer drahtlichen Anfrage an den in Reichenhall meilenoen Expräsidenten. Die Antwort lautete, dieser Herr de Gunsch ei ihm ganz unbekannt. Darauf nahm sich der Sache an, und entlarvte den wackeren „Burenkampser unmittelbar vor der hiesigen Vorstellung als einen vrel- ach vorbestraften Dieb und Schwindler namens Heinrich Lünsch, geboren 1862 in Altenhausen, Bezirk Magdeburg, eines Zeichens Mühlenbauer. ____.
Gerichtssaal.
Mainz, 3. Sept. Das heute verkündete Urteil der Ferien», straskammer gegen die Einbrecherbande Lauser lautet sür Johann Lauser mir 12 Jahre 8 Monate Zuchthaus, sür Ludwig Heil aus 2 Jahre Zuchthaus, sür dessen Vater Jakob Heck aus 1 Jahr 1 Atonal Zuchthaus, sür die Ehesrau Jakob Heck aus 3 Jahre 6 Monat Zuchthaus, sür die Witwe Fiedler aus 1 Jahr Zuchthaus, für Heinrich Wetterau aus 3 Monate Gefängnis und ür die Ehefrau Dörr aus 1 Atonal Gesängnis. Die übrigen drei A11geklagten wurden sreigejprochen.
soweit nicht ' bestecht, die l
§ 3. Den Kirchengemeinden, die ihnen durch die?
Kunst und Wissenschaft.
Brüssel, 3. Sept. Der internationale Kongreß für Volkshygiene besprach heute die Wurmkrankheit der Grubenarbeiter und nahm den Beschluß an, daß sich die Gruben- arbeiler angesichts der Gefahr der Krankheit einer ärztlichen Unter- uchuna zu unterziehe,i haben und daß eventuell die Anzeigepflicht einaesuhrt wird. Die durch die Untersuchung entstehenden Kosten hätten die Genieinden zu tragen, wie dies auch in England der Fall ei. Die Abteilung sür Bakteriologie erörterte das Serum- versahren, eine andere Abteilung die gesetzliche Regelung des Ai i l ch v e r k a u s s, dessen polizeiliche Kontrolle hierbei besprochen wurde. Außerdem wurde noch über Hygiene an Bord der Schiffe und Mittel zur Verhütung von Malaria verhandelt.
(—) Steinbach, 3. Sept. An dem neunjähr igen 'Töchterchen einer hiesigen Familie wurde von einem Arbeiter, der das Kind unter dem Vorgeben, es möchte den Weg zeigen, vom Orte wegloEe, ungehörige Hand- lungen, Bedrohungen oder ein Sittlichkeitsverbrechen versucht. Jedenfalls empfiehlt es sich für alle Ellern, die Kruder zu warnen, Unbekannten an entlegene Orte zu folgen.
(—) Lich, 3. Sept. Von einigen Tagen tauckste hier im Verkehr ein falsches Zehnmarkstück auf; jedoch war die Fälschung frei Aufmerksamkeit leicht kenntlich an der schlechten Zahnung der Münze, dem leichten Gewicht und der Klanglosigkeit. Der Kopf der Münze war matt und schimmerte weiß durch.
Bad-Nauheim, 3. Sept. Zum Todestage des am L September 1902 gestorbenen und hier beerdigten eng- llschen Generals Gordon Pascha wurde auf Befehl des Kaisers ein prachtvoller, mit der Jnlliale Sr. Majestät versehener Kranz der hiesigen Bürgermeisterei übersandt. Derselbe ist am Grabe niedergelegt worden. — Wie alljährlich hat sich auch in diesem Jahre die Herzogin von Anhalt, begleitet von der Hofdame Freiin von Ende und dem Kammerherrn von Schimpfs, zum Kuraufenthalt hier
Gisendahn Zeitung.
Offiziös wird geschrieben: Bei den in letzter Zeck vorgekommenen Eisenbahn Unfällen sind lebhafte und berechtigte Klagen der Presse über verspätete und ungenügende amtliche Benachrichtigung der Zeitungsredaktionen laut geworden. Der große Wert, der daraus gelegt werden muß, daß Umfang und Folgen größerer Unsäcke jo bald als möglich öffentlich bekannt und insbesondere auch die Namen der Verunglückten, sobald sie sicher angegeben werden können, durch die Presse verbreitet werden, hat dem preuß. Minister der öffentlichen Arbeiten Veranlassung gegeben, auf die genaue Befolgung der Bestimmungen des § 17 der Dienstvorschrift für das Meldeveriahren bet Unfällen hinzuweisen. Um dem Vorstaiide der Betriebsinspektion die Auf- tellung der Depeschen zu erleichtern und dafür zu sorgen, daß alle in Frage kommenden Zeitimgen die amtlichen Nachrichten erhallen, ist für jede Betriebsinspektion em Verzeichnis der Telegrammadressen acker Stelleii anzufertigen, die bei größeren Unfällen telegraphisch zu benachrichtigen sind. Dieses Verzeichnis wird zweckmäßig auf Depeschenformulare zu setzen sein, die auf der Unfallstelle ausgesüllt und nact) Streichung der nicht in präge kommenden Adressen auch bei kleineren Unfällen bermtzt werden können.
Arbeiterbewegung.
D a r m st a d l, 3. Sept. Die Brauer der Bierbrauern. Heß sind gefteni in den Ausst and getreten. Eine allgemeine Arbeiterversamnilung wird sich morgen abend mit der Frage be= chästigen, ob über die Firma der Boykott verhäiigt werden soll.
Kaubwirtjchast.
— Das lebhafte Interesse, welches der Kaiser an den Fort- chrillen der Spiritusindustrte nimmt, hat er neuerdings wiederum betätigt durch die Stiftung eines Siegerpreises für Spiritusglühlichtlampen für die Hauptprüfung dieser Lampen gelegentlich der nächstjährigen Danziger Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft. — Ter bet der Haupt- prüfung der Deutschen Landw.-Ges. vort Spirckuslastwagen nicht zur Vergebung gelangte Kaiserpreis, eine Porzellanvase, ist für die ür das Jahr 1905 geplante Erneuerung des Preisausschreibens wiederum zur Verfügung gestellt worden.
Frühstück im Mathckdenbad statt. Das Festspiel nahm um gLÄ ncue sandte.
11/i Uhr seinen Anfang. Die Stadt ist festtich geschmückt. * Die Metzer Wasserfrage. Anläßlich der Seine Königliche Hoheit geruhte dem Realschuldirektor Dr. pesche des Kaisers an den Statthalter wegen Karl Kemmer und dem ersten evang. Pfarrer Dr. Richard Typhus epi da wie erteilte der Girneinderat dem Bür- Weitbrecht, den Verfassern des Festspieles, das Ritterkreuz g erweist er Ströver einmütig lin Vertrauens- I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, dem Votum. Sämtliche R^ner des ^^bindercttes wiesen Bürgermeister Karl Julius Ernst das Ritterkreuz II. Klasse dieVorwurfe dre der Kmser an ine ^«sse des Metz«
b ach das Silberne ^reuz des genannten Ordens, dem Ge- Typhusepidemie herrsche unfr diel Bouillonquelle ver- memderatsmttglted Chrtsttan Ludwig Dteruff $. das All- ^ucht sei. In' der Resvlutton wird Msgeführt, daß seit gemeine Ehrenzeichen nut der Inschrift .Für langjährige irnter der Metzer Zivilbevölkerung keine Typhusepi- treue Dienste" am Bande des Verdienstordens Philipps des Bernie geherrscht Halle und auch jetzt feine Typhusepidemie Großmütigen zu verlechen. herrsche. Der Kaiser sei in dieser Hinsicht unrichjtig infor-
Kleine Mitteilungen ans Hessen und den nriert worden. Auch seien die Scmiernngsarbeiten an der Nachbarstaaten. Durch Entschließung des Großherzogl. Metzer Wasserleitung, deren VornahmÄder Kaiser dem Mimsteriums des Innern wurde der Gerichtsaccessist Dr. Eugen reick)sländischen Statthatter befahl, vom Gemeinderat bereits Seyferth zu Auerbach zum Regierungsassessor ernannt, iu Angriff geirommen worden, ehe dw Mserdepesche wn- - } ° -- - ; - - • - • - • 'traf. Wetter freschloß der Gemeinderat rn diesem Srnne erne
Immediateingabe an den Kaiser zu richten, und znr Beruhigung der Bevölkerung an den Straßenecken eine Bekanntmachung anzuschlagen, wonach in Retz kein "Typhus herrsche und die Bouillonquelle in zwei bis drei Tagen wieder geöfsnet werde. Iw Verlaufe der Ätzung ereignete sich ein Zwischenfall. Der Gemeinderat Weißmann bezeichnete das behördliche Vorgehen als eine Vergewal- ttigun g des Gemeinderats, der Stadtverwaltung und der ganzen Bevölkerung, nahm jedoch auf VorhLt des Bürgermeisters diesen Vorwurf wieder zurück. \
* Das Testament des Sterbend en. Unter recht tragischen Umständen ist vor kurzem ein Dstament ge- ! macht worden. Ein älteres Ehepaar aus Tmsden wachte I eine größere Tour im Riese ngebirge. Ans dem Wege nach dem Kamme, zwischen Schlingel- und PLnz Heinrich- Baude, erlitt der Mann einen Schlaganfall, der chm Gesicht, Hände und Beine lähmte, seinen Geist aber völlig ungetrübt ließ. Vorbeikomwende Touristen Amben die beiden Unglücklichen, Hilflosen, nahmen jich ilier an und erfuhren dabei, daß den Mann, der sein Ende nthen fühlte, I das Bewußtsein ganz besonders schwer drücke, kein Testalment gemacht zu haben, umsomehr, als seine Em kinderlos j fei und feine Geschwister sich mit seiner Frau nicht gut ver-
ein Rechtsanspruch auf anderwette Deckung * naÄS betreffenbe . zu ^gen - »x,
em Ä MuS daß er uon denselben zur Verfertigung von Prwatarberlen
, f' nn Olnlf? aus dem stmtrattttche^ verwendet worden sei. Die Untersuchung hat dre Rrchtrg.
hersnr von der Landessynode bewilligten Vettags 2to MUen Insten. ^gxn ^.^^rrnteter Ve-
" Automobilrennen. J>te man ersahtt, hat ter ^urde'sofort entlassen. Mehrere derselben sind nuch Kaiser die Genehmigung zur Abhaltung des Gordon- Prinz Arenbergsche Affäre verwickelt. In
Bennct-RennenS für 1904 auf einem zwischen Homburg v. d. H. “ Affäre wird gleichfalls rn kurzer Zett ein Disziplinär- und Gießen gelegenen Gelände gegeben, sofern sich das gegen die in dieser Sache verwickelten Venmten
Terrain für die großen internationalen Wettkämpfe eignet. eingeleitet werden. Fast täglich werden Seantte, wie Ge- Eine Sttecke ist nun bereits befahren und auf ihre Verwend- s^gene, die im Verllachte stehen, in der Affäre beteiligt barkeit für die Abhaltung einer derartig scharfen Konkurrenz sein, vernommen. Zwei Hilfsaufseher wurden sofort aus aeprüft worden. Zur Bcsichtigungsfahtt hatte Direktor Willy deut Dienste entlassen. Ebenso schwebt gegen Drei etats- 'Böge Jemen 6Opferdigen Mercedes-Wagen beigestellt und mäßig augestelltii Gesälignisaufseyer das l-crfahren. Es Bt die Führung übernommen. Der Generalsekretär des ist nicht ausgeschlossen, daß «sch noch andere Gefängnis- deutschen Automobilklubs, Freiherr v Brandenstein, und der beamte^in^ diese gegen g uhr
Oberbürgermeister von Homburg v. d. H., v. Marx, ^°beu ff» e n "auf der erst g e st e r n d e m N e r k e h r über- an der Stteckenmspektionsfahrt teilgenommen. Es ergab steh Be»en Strecke H eimb ach-Bl en z von dem Personenzug jedoch der dem Befahren der Strecke und deren Prüfung, oatz si bie Maschine und 5 Wagen. Personen sind nrcht ver- diese für den gedachten Zweck nicht geeignet tzt, weck Der Verkehr wurde durch Umsteigen aufrecht erhalten, sie zahlreiche Stellen, insbesondere ungemein scharfe, vielfach $er Vtaterialschaden ist bedeutend.
mit starkem Gefälle verbundene Kurven aufweist, die mit * Bochum, 3. Sept. Aus den Zechen „Constantin" und Rücksicht auf die hohen Geschwindigkeiten, mit welchen in „Vereinigte Bonisacins" wurden Dier Bergleute Der- bemrtiaen Rennen 7u rechnen ist, allzu große Gefahr bieten schüttet. Alle sind tot. - Die Wurmkrankheit un Es werden m d^sen T^gen noch andere Strecken Ruhrbezirk geht nach den Berichten der Kuappschaftsarzte zwischen Homburg und Gießen befahren rmd in Hinblick auf allmahttg zurück. @ ^ie bezüglich der in Bredow ihre Verwendbattett für die Lchnelllgkeckskonkurrenz beurteilt | uorfie$lüinmeTteil Typhuserkrankungen amtlich mit- getellt wird, sind heute keine Neuerkrankungen gemeldet.
L o n d o n, 3. Sept. Die englische Regierung beabjich- tigt, auf Antrag mehrerer Handelskammern, eine schwimmende Ausstellung zu organijieren. Die Warenmuster sollen aus Schiffen ausgestellt werden und letztere dann die Häsen Englands und der Kolonien besuchen.
Paris, 3. Sept. Gestern herrschte hier wiederum eine unerträgliche Hitze.' Es wurden 32 Grad im Schatten konstatiert. Von den zahlreich vorgekomnienen Hitz- s ch läg en verliefen drei tödlich. — In Nantes wurde aus einem Bahnübergänge ein Wagen mit vier P er - sonen von einem Zuge ersaßt. Drei der Insassen erlitten den Tod, während der vierte lebensgefährlich ver-
Aäder.
Hornburg v. d. H., 3. Sept. Ein Bekanntgeben der geschichtlichen Entwickelung der Kurverhättnisse unserer Bäderstadt dürste auch für weitere Kreise nicht uninteressant sein. Im Jahre 1834 erschien hier die erste Fremdenliste, welche 155 Badegäste ausführte. Diese Zahl erhöhte sich st e t i g bis 1840, wo ca. 800 Gäste gezählt wurden. Im Jahre 1841 wurde den Gebrüdern Blanc die Konzession für Errichtung einer Spielbank im hiesigen Kurhaus erteilt. Während dieser Zeit — die Spielbank bestand von 1841 bis 1872 — erhöhte sich die Fremdensrequenz von 1171 bis zu 21001. Von 1872 ab trat das hiesige Badewesen unter städtische Verwaltung; un ersten Jahre dieser Verwaltung betrug die Besuchsziffer 9287, die letzte im Vorjahre 12 424. Die ganz abnorme Steigerung während des Bestandes des Rouletts ist hauptsächlich darauf zurückzusühren, daß das Spjel hier später ausgehoben wurde, als die Spielbanken in W i e s b a d e n und Nauheim; die hiesige Spielgesellschaft arbeitete damals mit Hochdruck. Der Zurückgang der Frequenz in den folgenden Jahren kann nicht allein auf das Konto: „Aushebung der Spielbank" gefolgert werden, auch andere Umstände wirkten hierbei mit, so besonders die schwere wirtschaftliche Krisis nach den sog. Gründerjahren. 9lachdem sich wieder wirtschaftlicher Aufschwung, so im Jahre 1890, bemerkbar machte, stieg die Zahl auf 12 920 Kurgäste, sank aber wieder beim Niedergang un Jahre 1893 auf 9378 herab. Seit diesem Jahre, wo wieder eine Besserung der wirtschaftlichen Lage eintrat, stieg die Fremdenfrequenz langsam aber stetig und die Zahl der besuchenden Kurgäste betrug in 1900 12 189. Trotz der hierauf eingetretenen industriellen Krisis vermehrten sich die Besuchsziffern: 1901 auf 12 381 und 1902 auf 12 424. Die Zunahme des Besuchs verdankt Homburg vorzüglich der Vermehrung seiner Heilquellen, deren Zahl von 5 auf 8 gestiegen ist, und den Verbesserungen im Badewesen: Neubau des Kurhausbades, sowie Gründung von Sanatorien, darunter des ganz vortrefflichen für Magen- und Darmkranke von Dr. Pariser, und eines medico- mechamschen Instituts.__
Hanöel und Uerkehr. VbltUiwirlschast.
Berliner Börse vom 3. September 1903.
(Mitgeteltt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.)
Gerüchte über ein Dmiamitattentat auf ein österreichisches Kriegsschiff bewirkten einen scharfen Rückgang an der Wiener Früh- börse; die leckenden Werte büßten mehrere Kronen em. Anschließend hieran eröffneten auch an unserer Börse österreichische
von einem Zuge überfahren unb sofort getötet.
Lemberg, 4. Sept. Wie tuS Marrampol telegraphiert wird, steht die Petroleup-Rasfinerie der galizischen Karpathen-Gesellschaft tt. Flammen.
* Budapest, 3. Sept. Der Dampfer „Vaskapu" wurde nach Burgas gebracht Me Ursache der Explosion ist noch nicht festgestellt, eite Kesselexplosion ist ausgeschlossen, wett die Maschine uiid der Kessel unversehrt sind. Die Direktion der mrgarischert Levante-Seeschiffahrtsgesellschaft hatte heute mit Rüchcht darauf, daß Einzelheiten des Unglücksfalles und der Eftstchungsursache. bisher nicht ermittelt sind, eine Sitzung abgehalten, Beschlüsse aber nicht gefaßt. Die Explosion erfolgte 16 Meilen von Burgas. Es heißt jetzt, daß außer dem Kapitän noch 26 Personen getötet wurden. Da das Schiff vorgestern fällig war, wird vermutet, daß die Explosion am vorgestrigen Festtage im hiesigen Hafen erfolgen sollte, was durch die verspätete Abfahrt b(£ Schiffes von Varna vereitelt wurde. Die Annahme, daß der Dampfer einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, gewinnt an Wahrschein- Geheimerat Milbrand, Ministerialrat Frhr. v. Biegeleben, I lichkett. Man glaubt, daß von verbrecherischer Hand Ministerialrat Weber, Geh. Oberbergrat Braun, Geheimer Sprengstoffe an Bord geschtnuggett worden seien. Oberbaurat Professor Hofmann, der Reichstagsabg. Freiherr * Belgrad, 3. Sept. Der in paninfreid) öu Studien nr\n fSpnf in V)errnsbeim der Vräiident der Zwecken! tvettende ^erfrische Hauptmann Walimir ^romafchewitsch ZÄÄ den R-d-kt-u-
und HäusEichAstadt. Dann wurde derh°h--Gast 2ie
Stadttor zu Wimpfen a. B. empfangen. Um 12 Uhr fand Birgen des Haupttnamrs nicht empfangen, worauf ihm


