Ausgabe 
3.12.1903 Erstes Blatt
 
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C o.

Telephonischer Kursbericht*

. 26.40

3u/o Mexikaner

-Anl.

41,, % äussere Argentiner

GOLD

A. Holterhoff

Söhne

20 Seltersweg 20

Trocken und leicht1

37s% /j

3V,°/o

3% 31/2%

Ausserordentlich bekömmlich

102.00

91.05

102.20

91.15 11010

100.00 102.80

101.20 100.25

103.60

64.45

32.60

37.30

144 20

44.80

43 00

426 Ungar. Goldrente 4% Italien. Rente , 4V326 Portugieser » >0/ Portugiesen. . .

126 C. Türken . . Türkenlose ....

4% Griech. Monopol.-

Israelitische Neligionsgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage.

Samstag, den 5. Dezember 1903.

Vorabend 4.30 Uhr. Liorgens 9.00 Uhr.

Nachmittags 3.30 Uhr.

Schrifterklärnng.

Sabbathausgang 5.15 Uhr.

Gottesdienst der israelitischen Deligionsgesellschast.

Sabbathseier am 5. Dezember 1903.

Freitagabend 4.00 Uhr. Samstag Vormittag 8.30 Uhr.

Nachmittag 3.30 Uhr.

Sabbalhausgang 5.15 Uhr.

Wochengottesdienst: morgens 7.05 Uhr, abends 4.00 Uhr.

4,/g')/o Chinesen . . . Electric, bohuckert . . Nordd. Lloyd . . .

Kreditaktien .... Diskonto-Kommandit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . . Berliner Handelsges. . Oesterr. Staats bahn . . Lombarden . . . , Gottharabahn .... Lauraiiütte.....

Bochum ...... Harpener.....

Tendenz: fest

Märkte.

Limburg (u d. L., 2. Dezember. Fruchtmarkt. Durch- schnittsoreije pr. Atalter. Roter Weizen 13.37 'DLL, altes Korn 10.00 Mk., neues Korn 00.00 Gerste 9.10 Mk., Haier 6.25 Alt., Haier alter O.OO Wik., Erbsen O.OO Mk., Kartoffeln O.OO All.

amten zu ermitteln, die infolge ihres Vertusch ungs- systerns das Leben des Zaren aufs Spiel ge­setzt haben. Mehrere hohe Beamte sind bereits ihres Dienstes enthoben worden, weitere dürften ihrer schweren Strafe nicht entgehen. (Auch aus dieser Mitteilung geht hervor, wie ungehörig und gewissenlos alle übrigen Meldungen aus Skierniewree gewesen sind. Leider aber unterliegt es dennoch auch kaum einem Zweifel, daß nichts anderes als ein ganz unverantwortliches Ver- tujchungssystein den frühen Dvd unserer Prinzessin.Elisabeth verursacht hat.)

Raubmord im Trödelladen. Ein Verbrechen ist in Leipzig geschehen. Ter 57 Jahre alte Händler Joseph Cohn wurde in einem Trödelgeschäft mit einer schweren Kopfwunde tot aufgesunden. Tie nähere Unter­suchung ergab, daß der Tod herbeigeführt worden ift durch ' einen Revolverschuß, den der Unglückliche in das Genick er­hielt. Es liegt Raubmord vor. Außer einer größeren An­zahl Wertsachen fehlen 700 bis 800 Mark.

"DieSchwesterderverstorbenenKönigin Draga von Serbien, Christine Petrowitsch, geb. Lunjevitza, annonciert in englischen Blättern den Verkauf der Juwelen der Königin Draga. Nach einem Londoner Telegramm erklärt Christine in einem Briefe namens ihrer Schwestern, daß sie außer diesen Juwelen nach Abzug aller Kosten nur 127 000 Frcs. erhalten haben. Unter den Juwelen befinden sich das Brillantdiadem, das Draga am Hochzeits- tage trug, ein Armband mit Brillanten und Smaragden, ein Hochzeitsgeschenk des Zaren, ein Diadem mit Schleier und vollständigem Kostüm, eine Brosche und Ohrringe mit Brillanten und Perlen.

. 91.40

. 111.70

. 105 45

. 215.80

. 198.20

. 147.75

. 159.10

. 165.25

. 145.40

. 17.50

. 191.60

. 240.00-

. 188.75

. 205.75

5>u ßröffnuug des Reichstages.

(Eigener Drahtbericht des Gieß. Anz.)

Berlin. 3. Dez.

Ter deutsche Reichstag ist heute mittag mit der vom Reichskanzler Grasen Bülow verlesenen Thronrede eröffnet worden. Tarin wird zunächst der kaiserliche Dank für die dem Herzen des Kaisers wohltuenoe Anteilnahme an dem Leid en und der Heilung des Kaisers ausgesprochen. Dann heißt es weiter: Die Finanzlage macht neben der Hinzuziehung der Bundesstaaten zu den M a t r i k u l a r b e i t r ä g e n eine Auleiye zur Notwendigkeit. Dem Reichstag wird ein Gesetzentwurf über anderweite Ordnung des FinanzwesensdesReiches zugehen. Die Verlänger­ung des Gesetzes betr. die Friedenspräsenzstärke um ein Jahr soll vorg-eschlagen werden. Ein Gesetzent­wurf betr. Neuregelung des Versorgungswesens für Offiziere und Mannschaften des Reichsheeres und der Marine wird angekündigt. Die sozialpolitische Gesetzgebung soll auf der früher vorgezeichneten Grund­lage fortgeführt werden. Angetündigt wird eine Vor­lage betr. schleunige Austragung der Streitigkeiten der Handlungsgehilfen aus ihren Dienstverhältnissen, ferner eine Reform des Börsen gesetz-es und damit zusammenhängend eine Reform des Reichsstempelgesetzes. Tann wird eine Vorlage ausgearbeitet zur Bekämpfung der Schädlinge, welche einen Teil des deutschen Wein­baues bedrohen. Ter Bundesrat verhandelt über einen Gesetzentwurf betr. die Entschädigung unschuldig Verhafteter (von Hessen beantragt. D. Red.). Ein Ge­setzentwurf über Zinsdarlehen für die Bahn von Dar- es-Salaam nach Mrogoro wird neuerdings ange­kündigt.

sjjdt mehreren Staaten sind Verhandlungen über Han­dels-Verträge eingeleitet worden. Betr. Groß­britannien wird ein Gesetzentwurf an gekündigt, wo­durch die M e i st b e n st i g u n g s b e h a u d l u n g bri-

Handcl und Uerkcyr. Vollnuürhchas!.

Berliner Börse vom 2. Dezember 1903.

(Mtgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.)

Privat-Diskoiit 3% Prozent.

Anfangs- u. Schlußkurse.

Oest. Kredit. .

Deutsche Bank

Darmstädter Bank Bochumer Guß .

Reiohsanleihe do. \ Konsola . do . .

Hessen

Kerichtsjaal.

a. Gießen, 1. Dez. (Strafkammersitzung.) Auf der Anklagebank nehmen nach Eröffnung der Sitzung zuerstMax und Moritz, die beiöeu bösen Buben", Platz. Es mögen kaum 14 Tage her sein, als derGießener Anzeiger" von eineinneuen Streiche" zu berichten wußte, roie Max em fremdes Fuhrwerk in Abwejen- hell des Fuhrmanns bestiegen hat und zum nicht geringen Aerger des letzteren, aber zur um fo größeren Freude feiner Schulgenosten en pleine carrtere loskutjchiert ift, hierdurch Leben und Bewegung in die ländlich-stillen Gasten von Leihgestern bringend. Eine ganze Anzahl solcher und ähnlicher Streiche hat nun Max und den von ihm unzertrennlichen Moritz so berühmt gemacht, daß in den beiden sogleich die Täter vermutet werden, sobald einneuer Streich" vor- ioinint. Und so geschah es auch in folgendein Fall: Onkel Nolte hatte eilten großen Stall, in welchem eine Menge Futter und streit- zeug lag, eine meckernde Ziege stand imö bumgescheckte Kaninchen munter hin- imD herhüpften. Die Fama berichtet nun, daß eines Tages, als Onkel Nolte nicht zu Hause war, zwei böse Buben in ben Stall emgedrungen seien, und daß sie die bulitgescheckten Kanin- chen sehr geängstigt'hätten. Als aber des andern Morgens Tante 9lolte die Kaninchen vermißte und nachsuchte, fand sie ihrer sechse tot unter Stroh imb Streite. Der Verdacht, die Tierchen vorsätz­lich gelötet zu haben, richtete sich sofort gegen Max uud 'Moritz, und das zwölfjährige Schorfchchen sagte zu dein jüngeren Bruder von Max:Wenn Du mir sagst, daß Dein Bruder bie Häschen tot gemacht hat, bekommst Du noch einegute Cigarre". Und er, der neunjährige, verspürte schon den Rauch dieses edlen Krautes um feine Olafe prickeln, sagte aus, wie gewünscht wurde, und erhielt feine Cigarre. Ter Lehrer erteilt als Leumundszeuge Max und Moritz das größte Lob. In der Schule treibt Max Allotria, sobald er das Auge von ihm abrvendet, und in der Kirche schneidet er Grimassen. In der Schulstube hat Max einen besonderen Ehren­platz, der nach dem allgemeinen Sprachgebrauch der Schule bie fchniuckoolle BezeichnungEselsbank" führt. Moritz steht hinter seinem Freunde Max im Alter und in der Entivickelung noch um ein volles Jahr zurück, doch besteht begrüiidele Aussicht, daß er ihm in einem Jahre gleichkomtnt. Da die Aussage des 12jahrigen Schorsch'chens fast das einzige Beiveismaterial bildet, so hebt das Gericht das wegen Sachbeschädigung auf Leriveis lautende Urteil bes Schöffengerichts auf und erkennt auf Freifprechung. Dieses war der erste Streich, doch der aiidere folgt rote lang^roirds bauern? Ein verliebter Jünglmg ist ber 21jährige A. *&t. oon Alsfeld.Tas Schönste sucht er auf den Touren, womit er feine Liebe schmückt", nämlich auf den Touren, die er als-schlosser- geselle zivecks Ausiühr-ung übertragener Berufsarbeiten in fremden Wohnungen machte. Ein eleganter Damen-Unlerrock schien ihm ein geeigneter und angesichts der kalten Jahreszeit sehr praktisches Geschenk, während zwei Brillantrmge im Werte von 1500 Alk. dein Schmucke der äilßeren Person Rechnung trugen. Die Sache aber wurde ruchbar und der nunmehr geständige Angeklagte spaziert wegen D i e b st a h l s auf 4 Monate 2 Wochen ins Gefängnis. Inzwischen hat sich der Saal mit Zuhörern dicht gefüllt u>id mit Spannung sieht man der Berhandluiig gegen den Studenten der Tierheilkunde E. R. von Merzenich wegen Körperverletzung entqege.i. Ter Angeklagte ist im vorigen Jahre zur Nachtzeit durch einen Sleinwurf lebensgefährlich verletzt worden und fuhrt seitdem einen scharf geladenen Revolver bei sich. Diesen hatte er noch m ber Tasche, als er vor vier Wochen nachts gegen 2 Uhr bas Casö Grobherzog verließ, um sich in Begleitung eines befreimbete» Studenten nach Hause zu begeben. J.i der Bahnhofstraße wurden beide tedoch von emer Anzahl nächtlicher Unholde angerernpell und von zweien hinterrücks überfallen. Als der Angeklagte, der euuge Schritte vorgelaufen war, sich umroaubte, sah er gerade, wie einer der Angreifer auf seinen Freund einhieb und em anderer flcb m drohender Haltung aut diesen lossturzte. Da zog er semen Re­volver, gab zunächst zwei Schreckschüsse ab und als nun auch der andere Angreifer auf feinen zusaminenb rech en den freund losschlug, tjielt er aui biej.en unb gab zwei we.lere setjuffe ab, wovon einer trat, aber nicht lebensgefährlich v-rletzte. Tas Gericht ver» urtetlle, wie schon berichtet wurde, den Angeklageeti wegen Ueberlchreitung der Notwehr zu der g-Mch-ll ftraie von zwei Monaten Gefängnis. Ais ein Mensch, der alles gebrauchen kann, entpuppte sich der Metzger- aelelle ö T von Pfiffelbach. Gute Blechbüchse mit ge­branntem' Kaffee, eitt Frauenhalstuch, Glücktvun chkarten mit fremden Rauten, eine Schnurrbartbutde kurzum allen mog chen Kram eignete er sieh rechtswidrig an. Tabet UN erfchlt^ er Kunde, , gelber und fälidne das Haupibttch. Als rückfälliger D e b erhall er 1 Jaltr 8 Alonate Gefängnis. - A ll ernste,n Gesicht versichert der letzte der Angeklagten, er fei der Bedtenltele S. Kontgl. H°h-

b%% Oberhessen . . . 4% Oesterr. Goldrente . .

4%56 Oesterr. Silberrente

Harpener Bergbau . 206.25 205.62

Tendenz: Ruhig.

Ein glücklicher Aktionär! Die Standard Oil hat für das letzte Quartal ds. Jrs. eine Dividende von 12 Doll, pro Aktie erklärt. Diese Gesellschaft hat gezahlt von 1891 -95: je 12%, 1896: 31%, 1897: 33%, 1898: 40%, 1899: 33%, 1900 und 1901: je 48% 1902: 45% und für dieses Jahr 44 %. Für das gegenwärtige Kapital von 96%Mill. Doll, bedeutet die diesmalige Twidendenerklärung eine Gewinnverteilung von 11.700.000 Toll. Wir Halen ausdrücklich die Ueberjchrist: ein glücklicher Aktionär- gewählt, da Rockefeller 58% des gesamten Aktienkapitals besitzt. Seine Einahmen aus diesem Besitz belaufen sich also in diesem Jahr allem auf 24.800.000 Doll, und in den letzten 5 Jahren hat er nahezu 100.000.000 Doll, auf fernem Besitz an ben Aktien ber Standard Oil Co. verdient.

heit des Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotha, zugleich der Be­dienstete des amerikanischen Frelherrn von Ferth gewesen. Nur der Ernst der Gerichtsstälte verhindert bei dieser Erklärung die allgemeine Heiterkeit. Als solcher hat der Angeklagte sich allerdings überall gerirt und eine ganze Anzahl H o ch st a p e l e i e n verübt. Er wird unter Einbeziehung einer früheren Stra'e zu 14 Tionalen Gefängnis verurteilt. Er aber erklärt beim Verlassen des eaales, baß er nun Beweise seiner Unschuld demnächst seme Livree die nebenbei bemerkt auch gestohlen ist schicken lassen will.

r. b. Darmstadt, 2. De-. Wegen Maiestatsbeleidig­ung hatte sich heute vor der hiesigen Strafkammer der Maurer Beter August Jäger zu verantworten. In einer Wlrtfchait in Dudenhofen hatte in vorgerückter Stunde ein ehemaliger Rekrut, Namens Wachter, die Vortrefflichkeit des deutschen Atültärdienstes gelobt und daran einige patriotische Worte angeknüpft. Als er zum Schluß em begeistertes Hoch auf den Kaiser ausbrachte, wobei sich alle Anwesenden mit Ausnahme des Angeklagten erhoben, rief dieser mit lauter Stimme eine unanständige Beleidigung auf den Kaiser dazwischen und schrieHoch die Republik". Als der Ange­klagte darauf von dem zugegen gewesenen Nachtwächter zur Rede gestellt wurde, bedauerte er nicht etwa seine Worte, sondern be­kräftigte sie noch mit der Behauptung:So rote ich denken alle Arbeiter/ Ter Staatsanroalt beantragte 4 Monat Gefängnis, der Gerichtshof verurteilte ihn zu 3 Monaten.

Hamburg, 2. Tez. Das Schrourgericht verurteilte den früheren Oberarzt Mill lon är Tr. Hagenow, wegen wiss en t- lichen Meineides zu 18 Monaten Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust. ____

Für den Weihnachtsbedarf.

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ist ein grosser Posten

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ausgelegt. 899 *

Uscher ÄuH>ehoriger und von Erzeugnis)en t>ax 31. Dezember hinaus ermöglicht wird.

Das Deutsche Reich unterhalt zu allen Machten freundschaftliche Beziehungen. In der fchwte- riaen macedonischen Frage hat die Regrerung mu> gewirkt, ernsteren Verwicklungen tunlichst vorzubeugen, und zum Erfolg der Bestrebungen der nächstbetetltgten Alachte nir ruhige und geordnete Zustände beizutragen. Ber den Besuchen des Kaisers in R o m und Wien, entern Perfon- liehen Gedankenaustausch mit dem Kaiser von Rußland wurde der Wunsch und die Hoffnung aufs neue bestätigt, den Frieden auch vor gefährlichen Störungen zu be- wahren. _----------------

Urne sie Welömitzen.

Berlin, 3. Dez. Der Etatsentwurf für 1904 wird dem Vernehmen nach Steigerungen der Posten anfweisen, die das Reich als Arbeitgeber für die Kranken-, Unfall- und Jnvaliden-Versicherung aufbringen muß. Dabei kommen namentlich die Militär- und Ma rin e v e rw al t un g und die Reichsdrttckerei in Betracht. Im Ganzen belaufen sich die Aufwendungen des Reichs für 'Arbeiterversicherungen im Jahre 1904 auf rund 50 Millionen Mk.

Berlin, 3. Dez. Ein Röntgen-Kongreß wird an­läßlich der 10 jährigen Wiederkehr der Entdeckung der Röntgen-Strahlen zu Ostern 1905 in Berlin in Anwesenheit Professor Röntgens ftattfinben.

Frankfurt a. M., 3. Dez. Der frühere Lehrer und Homöopath Felgentreu wurde wegen Abtreibungen in etwa 15 Fällen verhaftet. Die Angelegenheit, die in der nächsten Schwurgerichtsperiode zur Verhandlung kommt, um­faßt weite Kreise.

London, 3. Dez. Die Zahl der Verunglückten beim Brande der katholischen Universität in Ottawa ist, wie von dort gemeldet wird, etwas größer als die Annahme der ersten Berichte. Darnach wurden vier Priester, sechs Studenten und zwei Diener schwer verletzt. Zwei Priester sind bereits ihren Verletzungen erlegen. Das Uni» versitäts-Gebände ist völlig zerstört.

Petersburg, 3. Dez. Vom Kischinewer Prozeß wird gemeldet, daß der Polizeirevier-Aufseher Blagoj aus- : sagte, die ausgestellten Truppen hätten in einer Vorstadt die Plünderungen unterstützt und dafür einen Teil der Beute erhalten. Der Oberst hatte eine Untersuchung eingeleitet, worauf die Soldaten einen Teil der geraubten Sachen zurück- 1 gaben. Ein zweiter Polizeirevier-Aufseher, Borowitzky, sagte ' im Gegensatz hierzu aus, die Juden seien mit Stöcken be­waffnet gewesen. Ein Deutscher namens Wedemayer, sah einen Arbeiter, der, ein Telegramm schwingend, rief:Von hoher Stelle ist Befehl ergangen, gegen die Juden los­zugehen."

Washington, 3. Dez. Wieder sind zwei Geistes, gestörte im Weißen Hause verhaftet worden. Der eine gab an, er wollte Roosevelt hypnotisieren, der andere trug ein großes Messer. Die Wache im Weißen Hause ist verdoppelt worden auf die Nachricht, daß ein Insasse dcS Irrenhauses in Minneapolis ausgebrochen sei und die Ab­sicht ausgesprochen habe, bei Roosevelt einzudringen.

fflKUPfERBER«

. 216.10

215.87

. 223.60

223.60

. 147.75

147.75

. 189.

188.90

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