Ausgabe 
3.11.1903 Erstes Blatt
 
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fttmmung nrtt Ihrem Urteil zu befinden, daft diese Grund­lage gesund und lebensfähig ist und daft sie uns weitere Fortschritte verspricht, nicht in irgend einem Zukunfts­staat, sondern innerhalb der tüchtigen Wirklichikeit des deut­schen Reichs. (Bravo0 Zum Hohn au f all e Ver e le n d- ungstheorien erfreut sich unser Volk als Ganzes trotz mancher Krisen bis in immer breitere Schichten einer Le­benshaltung, wie sie ihm in der Vergangenheit für die grofte Masse der Nation niemals beschieden war. Die Kräfte zu diesem Aufblühen gewann Deutschland aus seiner großstaatlichen Zusammenfassung, aus der inneren und itußcren Sicherheit, die ihm das Reich gebracht. Nicht als äußerlichen Prunk, als Schaustück, das man nach Belieben haben oder nicht haben mag, auch nicht bloß als Verwirk­lichung einer idealistischen Sehnsucht, sondern als zwingende historische Notwendigkeit, als conditio sine qua non für Deutschlands Zukunft ehren wir die am 18. Januar 1871 er­neuerte Krone. Nicht bloft die politische und nationale Einheit, auch die materielle Wohlfahrt unseres Volkes hängt nm deutschen Kaisertum der Hohen zo Hern. Lassen Sie uns auch bei diesem Feste an erster Stelle des Mannes ge­denken, der mit frischem Mut und hohem Sinn über den deutschen Geschicken waltet, der mir jüngst, als seinem.Hause abenteuerliche, über die Reichsgrenze hinaus­greifende Pläne nachgesagt wurden, geschrieben hat:Ich und meine Söhne gehören dem deut­schen Volke!" Seine Majestät der Kaiser und König lebe hoch! (Andauernder, lebhafter Beifall.) Die Musik intonierte die Nationalhymne.

Staatssekretär Frhr. v. Stengel brachte sodann in längerer Rede einen Trinkspruch! aus. Er entwarf ein aus­führliches Lebensbild des Jubilars und feierte dessen Ver­dienste um die Durchführun g und Befestigung der deutschen Währung. Erstes und wichtigstes Funda­ment des Wirtschaftslebens sei der Giroverkehr und das Banknotenwesen. Besserals ein Toastsprächenfür seine Verdien st e zwei von Universitäten ihrn verliehene Ehrendoktorate, die Liebe, Verehrung und Dankbarkeit weiter Volkskreise. Unantastbar sei die Lauterkeit seines Charakters, die Verbindung des edelsten Herzens und scharfsinnigsten Geistes habe den: Jubilar viele treue Freunde, Verehrung und Anhänglichkeit seiner Beam­ten erworben. Ter Staatssekretär schloß unter dem Beifall der Anwesenden mit dem Wunsche, es möge dem Jubilar veraönnt sein, sich lange zum Segen des deutschen Vater­landes der Frische des Geistes und Körpers erfreuen, die man heute an ihm bewundere.

Der Jubilar dankte in bewegten Worten für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen und schloß mit einem Hoch auf die Reichsbank.

Geh. Kommerzienrat Frenzei brachte einen Trink­spruch auf die Familie des Jubilars aus. Namens der­selben dankte der Schwager des Präsidenten Koch, Ober­regierungsrat Uteri.

Aollblutpserdezucht.

Bekanntlich hatte der Kaiser angeordnet, daß der Land­stallmeister Dr. Grabensee aus Celle Südfrankreich bereisen möge, um die Superiorität der französischen Vollblut-Zucht über die deutsche feftzustellen. Der Bericht hat dem Kaiser auf der Nordlandsreise vorgelegen, er ist der Ausgangspunkt für zahlreiche Reformen bereits gewesen und wird für weitere maßgebend sein. Der Chef der französischen Gestütverwaltung Hornez hat den deutschen Landstallmeister bei seiner Expedition sehr wirkungsvoll unterstützt.Bei unserer Aufzucht", so hat Landstallmeister Grabensee in seinem Bericht bemerkt, läßt man sich viel stärker als in Frankreich von der Rücksicht auf das Exterieur leiten, dort ist nur die Rücksicht nach Leistung die Devise! Das Vollblut muß von früher Jugend viel Bewegung im Freien haben und reichliches Futter genießen. Graditz hat einen für die Aufzucht und das Training unge­eigneten Boden, wegen der hohen Kosten ist eine Verlegung des Hauptgestüts nicht möglich; aber es empfiehlt sich dringend, die Vollblut-Fohlen nach dem Absetzen und bis zum Beginn des Trainings in eine Gegend zu bringen, in welcher der Boden durch größeren Kalkgehalt besseres Futter erzeugt, wo das Wasser kalkhaltiger ist und die daselbst aufgezogenen Pferde mehr Widerstandsfähigkeit erhalten (vielleicht in Thü­ringen bei Gotha oder am Rhein). In Frankreich handelt man so; von den Fohlen der etwa 1OOO in der Niederung von Tarbes befindlichen Vollblutstuten wird der größte Teil in Distrikte gebracht, in denen der Boden zur Aufzucht ge­eigneter ist." Diese Anregungen werden zweifellos benutzt werden, freilich darf Graditz die Rücksicht auf das Exterieur der Pferde nicht ganz vernachlässigen, denn es ist doch richtig, daß nur solche Vollbluthengste Aussicht aus gute Vererbung bieten, welche Generationen hindurch nach regelmäßig ge­bauten und korrekt gehenden Eltern gezüchtet sind.

5er Arozeß wegen Kindesunterschicbung gegen die Kräfin Kwikckr.

v.

Berkin, 2. Nov.

Jll der fortgesetzten Zeugenvernehmung bekundet der Briefträger Pawtik aus Posen, nach seiner: Wahrnehm­ungen befand sich die Gräfin unzweifelhaft in anderen Umständen. Die Ossowska war 14 Tage vor der Entbindung der Gräfin auch bei seiner Frau tätig. Sie entschuldigte ihr gelegentliches Zuspätkomwen durch ihre Tätigkeit auf dem Schlosse, da die Gräftn in kurzer Zeit niederkomme. Die Ossowska bestreitet, dies gesagt zu haben. Der Förster Czelinski erinnert sich eines Gesprächs mit dem Vor­zeugen, in dem er sagte, er habe keine körperliche Veränderung der Gräfin bemerkt. Pawlik gibt zu,. daß ihm eines Tages an der mit einem Schlafrock be­kleideten Gräfin nichts auffiel. Crelinski sagt weiter aus, die Ossowska habe ihm vor oer Geburt des Knaben gesagt, die Gräfin wolle den Leuten ein red en, sie fei in anderen Umständen gewesen. Die Ossowska bezichtigt den Zeugen der Lüge. Zeuge von Blumen tal aus Montreux bemerkt, bart habe zwischen dem Grafenvaac ein gutes Verhältnis gewaltet. Die Gräfin sei sehr lebhaft; er habe nie Ausdrücke gehört, die auf ein gespanntes ober auch nur kühles Verhältnis hindeuten.

Der Hausarzt der Gräftn Sanitätsrat Rosinski be- lufllet, die Gräfin verw eigerte stets, wenn sie krank war, die Untersuchung. Im Sommer 1896 erklärte ihm die Gräfin, daß sie in anderen Umständen sei. Der Augenschein bezeugte dies. Im Jahre 1896 war das Verhältnis des gräflichen Paares ein gutes. Sie fuhren aus einem kleinen Wagen in trautem Einvernehmen auf den Vorwerken herum. Die Wäscherin CzibüLka tonne

er nicht als Gutachterin anerkennen. Andererseits hatte die Gräfin öfters geschstvollene Hande, Füße und Gesicht. Tie Gräfin telegraphierte ihm am 27. Januar, sie sei von einem Knaben entbunden, und erbat sein Kommen nach Berlin, wo er nachts eintraf und die Gräfin zu Bett lie­gend, blaß, angegriffen, heiser und matt, aber.mit nor­malem Puls und normaler Temperatur vorfand. Tie Gräfin verweigerte wiederum eine Untersuchung. Nachdem er das Kind gesehen hatte, sagte er der Gräfin, das Kind sehe so blau aus und fragte, ob es scheintot zur Welt gekommen sei, worauf die anwesende Frau von Mosz- ezewska ihm sagte, die Hebamme habe das Kind zweimal geschlagen, und auf die Frage, ob sie bas aesehen habe, erhnoerte sie: Aber natürlich, ich war ja bei der Ge b u r t zugegen. Diese Antwort beseitigte alle seine Bedenken. Sanitätsrat Rosinski bekundet ferner, außer Frau von Moszczewska wohnte auch der Entbindung bei Frau von Koszowska, eine hochangesehene Dame und Freundin der Gräfin. Graf Mieezislaw Kwilecki sagte ihm allerdings später, die beiden Damen formten dies nicht aufrecht« erhalten. Er schreibe die Weigerung, sich untersuchen zu lassen, der in den Kreisen der Gräfin verbreiteten Ab­neigung derselben gegen eine körperliche Untersuchung zu. Ter Knabe war ein starkes Kind, konnte aber wohl ein neugeborenes sein. Der Zeuge bemerkt sodann, die wachsenden Geldschwierigkeiten entzweiten die Eheleute immer mehr. Es kam deswegen und wegen der Liebes­verhältnisse des Grasen zu bösen Austritten. Die ewigen Sorgen bildeten bei der Gräfin ein zerfahrenes Wesen, zu welchem die Anlage ihr angeboren war, heraus. Zeuge betont noch, daft sie die wirtschaftlichen Verhält­nisse der Gräfin durch die Geburt eines Knaben nicht bessern konnten, denn die schlechte Wirt­schaft verschuldete die Kreditlosigkeit des Grafen, im Gegen­teil verschlimmerte sich die Lage nach der Ge­burt so, daß die Herrschaft dem Institut zur Verwaltung überlassen werden mußte, sodaß die Familie auf nicht sehr hohe Rente gesetzt wurde. Der Zeuge spricht sich über oen Charakter der Gräfin dahin aus, daß es bei ihrem eigenartigen ethischen Empfinden nur eines geringen An­stoßes bedurft hätte, in ihren Gedanken eine solche Tak reifen zu lassen. Die Portierftau des Hauses, wo die Gräftn niederkam, Biedermann, hörte vor der Geburtsstunde kein Kindergeschrei und beseitigte gewisse von der Knoska über­gebene Gegenstände, die mit der Entbindung in Zusammen­hang stehen.

Hierauf wird die Verhandlung auf morgen vertagt.

Aus Stadl nnü Land.

Gießen, den 3. November 1903.

K. Gesellschaft für Erd - unt) Völkerkunde. Mit einem wertvollen Beitrag von Dr. Fritz Sarasin- Basel über Celebes wurde am 29. Oktober die Winter­tätigkeit der Gesellschaft aufgenommen. Der Redner unter­suchte zu wiederholten Malen in Gemeinschaft mit seinem Vetter die wenig bekannte Sundainsal durch Kreuz- und Querzüge und hat sehr bedeutendes wissenschaftliches Ma­terial zusammengetragen, das er in Auszügen, unterstützt durch vorzügliche Lichtbilder, den zahlreich Versammelten vorführte. Die Insel Celebes, in ihrem nördlichen äqua­torialen Teil von einer wunderbar reichen Vegetation, in ihrer südlichen Hälte, zumteil auch von Grassavennen be­deckt, steigt steil aus dem Meere auf und besitzt nur wenig Flüsse, die ein Eindringen ermöglicht hätten. Wenn es den Reisenden dock) gelang, das Land genauer zu erforschen, so ist das ganz wesentlich dem holländischen Gouverneur zu verdanken, der sie in ungewöhnlich entgegenkommender Weise unterstützte, sogar ein Kriegsschiff mit einer Lcmd- ungsmannschaft zu ihrem Schutze zur Verfügung hielt. Die Insel ist holländischer Besitz; unter Hollands Verwaltung stehen aber nur kleinere Teile derselben, während der größere Teil von eingeborenen Fürsten beherrscht wird. Sie werden in Vasallen, Lehensfürsten und Bundesgenossen unterschieden. Die Urstämme von Celebes sind kleinwüchsige, wollhaarige, dunkelfarbige, den Ceylonbewohnern ver­wandte Gestalten, werden jedoch meist von den höheren Stämmen als Sklaven behandelt, während die Toala (Waldmenschen") und Toradjas als Hauptbewohner der Insel zu bezeichnen sind; die ersteren wohnen in Höhlen. Tort finden sich für ihre Kulturzustände bezeichnende Werk­zeuge, nach denen ihre Kultur sich auf der Grenze der alten und neueren Steinzeit (in Deutschland ca. 2000 Fahre vor Chr.) bewegt. Die Toradjas, den Sumatrabewohnern verwandt, sind Menschenjäger schlimmfteu Schlages. Hierzu kommen noch die Buginesen im Süden der Insel aus ihnen stammen vielfach die Fürsten des Landes und die Minahassa-Bewohner, den Japanern verwandt. Im ganzen dürften zwei Millionen Bewohner vorhanden sein. Die Ver­wandtschaft der Bewohner mit benachbarten Inselbewohnern entsprechend weisen auch die Fauna imb Flora auf eine vormalige Landverbiudung der Insel mit anderen hin. Ce­lebes ist vielfach vulkanisch mit noch tätigen Vulkanen im Norden, im Süden zeigt die Großbritannien an Größe gleichkommende Insel hohe Faltengdrirge aus Glimmer­schiefer, Granit, Kalk usw. Die Reisenden durchquerten 1893 zuerst das Land, von der Minahassa ausgehend und Höhen bis zu 3000 Meter überwindend; sie entdeckten zwei Seen, den Metana- und Tovutifee, neben anderer wertvoller wissenschaftlicher Ausbeute. Eine zweite Reise führte sie 1896 vom westlichen Teile von Zentral-Celebes, von der Bai von Palu aus quer durch die Insel nach Südosten. Obwohl sich ein Fürst als Führer anbot und die Karawane vorzüglich ausgerüstet war, stellten sich ihr mancherlei Schwierigkeiten entgegen, insbesondere durch die versteckte Feindschaft des Fürsten von Sigi, deren Spuren überall zu bemerken waren. Die dort hausenden Taradjastämme zeigten große Bestürzung beim Eintreffen der Expedition und konnten nur mit Mühe beruhigt werden. Eine weitere Steigung bis zu 1000 Meter führte zum Lindusee, sehr bemerkenswert durchs eine Toteninsel mit einem leerstehen­den Dorf, das nur zu Festen bezogen wird. Hier fanden sich kostbare Särge aufgestellt und eine seltsam ausstaffierte Hütte mit einem Marterpfahl, an dem Kriegsgefangene in festlicher Versammlung zu Tode gemartert werden. Ohne Führer und Träger (diese waren furchtsam desertiert) ging der Marsch nach langer Wartezeit weiter der Küste zu. Der Feindseligkeit des Fürsten von Sigi zu begegnen, hatte man durch einen vertrauten Bote:: den Gouverneur der Insel um Hilfe gebeten, der denn auch mit seinem Dampfer und bewaffneter Macht an die Küste eilte und solange dort verweilte, bis das Reich Sigi von den Reisenden verlassen war und neue Träger sie einholten. Trotzdem zeigten fick) noch unsägliche Hinoernisse auf feindselig verstellten Wegen im Waldgebirge. Da erschien eine Hilfskarawaue, die hen Reisenden entgegengesandt worden war. Die Bevölkerung der Landschaft Bvda begegnete den Fremden friedlich. Dieser Stamm ist bemerlei Mert durch seine wohtgebildeten Ge­

sichtszüge und der malerischen fast europätscyen, aus Baum­bast hergestellten reich bestickten Tracht. Sogareuls de Paris" trugen diese Leute. Die Landschaft bildet eine Insel der Mtur in der Wildnis, wo im übrigen auch Kopf- jägerei an der Tagesordnung war. Ms zu 2000 Meter stieg der Weg auf ein zweites Hochplateau, oas die Expedition beschritt; in der Nähe befindliche Bergzüge erheben sich sogar bis zu 3000 Meter. Bald wurde muhamedanische Kul- tirr bemerkbar, und flaches Land führte bis ans Meer. Ein weiterer Zug zur Durchquerung der südwestlichen Halbinsel nach Osten 'fand ebenfalls weitgehende Unterstützung des Gouverneurs. Erschwert wurde er durch die Feindselig­keiten zweier Fürsten untereinander. Parteinahme für den einen ließ den Haß des andern entflammen. Auch hier waren die Wege durch die schönen, aber sumpfigen Sago- wälder mit Verhauen versperrt oder mit Gras verdeckt. Tie Einwohner der seltenen Ansiedelungen waren meistens geflohen, und nur schwer war eine Verständigung zu er­zielen, um anthropologische Messungen zu erTnöglichen. Ueberaus schwer war der Opasee zu passieren; der See erwies sich als ein ausgedehnter Sumpf, von Lothosblüten übersät. Schwer leidend, von Fieber und Moskitos gequält, durchschritt ber Zug diese Sümpfe. Ost bis an die Hüsten sanken die Reisenden ein oder stürzten über Hindernisse. Nach diesem großen Hemmnis endlich kamen bessere Pfade bis zur Kendari-Bai, wo wiederum der holkändrsche Gou­verneur die Herren gaftfrei auf seinem Dampfer empfing. Ter sehr zahlreich besuchte Vortrag war ungemein an­regend und lehrreich, die eingestreuten LichtbUder trefflich gelungen.

**9luchim Winter Schutz den Anlagen! Es ist eine bei den Besitzern von Hunden weit verbreitete Ansicht, daß sie ihre Tiere im Winter auf den Grasplätzen und Beeten der Anlagen herumlaufen lasten könnten, da Schaden hierdurch nicht verursacht werde, das ist jedoch unzutreffend. Wie uns von fachmännischer Seite mitgeteilt wird, haben die von Hunden besudelten Wurzeln der Bäume, Sträucher und sonstige Gewächse bei Frostwetter derartig zu leiden, daß sie oft ganz eingehen. Es ist daher dringend geboten, auch im Winter dafür zu sorgen, daß die Hunde nicht in den Anlagen umherlaufen.

** K a s s e l, 2. Nov. Der heute Morgen 5 Uhr 50 Min. nach Volksmarsen abgegaugene Personenzug ist in Oberelsungen auf einen dort stehenden Personenzug, wahrscheinlich in Folge des herrschenden Nebels a u f ge­fahren. Acht Personen, teils Personal, teils Passa­giere wurden mehr oder wenig erheblich verletzt, beide Zugmaschinen stark beschädigt. Der Verkehr wird aufrecht erhalten.

Verzeichnis

der neu immatrikulierten Studierenden an der Universität Gleßen.

d. Philosophische Fakultät.

H. Arndt, Pharm., Witten, Bismarckstr. 7.

G. Arnold, Math., Schaasheim, Grünberqerstr. 8.

E. Berninger, Kl. Phil., Offenbach, Franksurterstr. 71.

F. Bezold, Naturw., Mainz, Stephanstr. 29.

I. Eaelhof, Math., Gau-Kongernheim, Bahnhosstr. 37.

F. Eigenbrodt, N. Phil., Auerbach a. d. B., Griinbergerstr. 7.

L. Emrich, Kl. Phil., Mainz, Ludwigstr. 26.

S. I. Fendler, Philos., Krakau, Wohnung noch nicht angegeben.

A. Gebers, Math., Hamburg, Ludwigstr. 14.

H. Gepp, Math., Bingen, Seltersweg 26.

E. Haberkorn, Forstw., Alsield, Bergstr. 16.

O. Hartung, 91. Phil., Dillenburg, Bismarckstr. 17.

M. Henninger, Math. u. Näiurw., Bad-Nmrheim, Grünbergerstr. 4.

H. Hinrichs, Kl. Phil., Windecken, Bismarckstr. 38.

N. Hony, Forstw. u Naturw., Hanau, Grünbergerstr. 10 a.

O. Kaltenhäuser, Math., Gernsheim, Loberstr. 7.

N. Kern, Forstw., Darmstadt, Grünbergerstr. 52.

F. T. Kieffer, Kl. Phil., Bensheim, Llidwigsplatz 14.

A. Knoll, 91. Phil., Tiefenbach, Grünbergerstr. 17.

R. Kohler, Naturw.7--Lich, Bismarckstr. 16.

H. Kroh l, Phi los., Jekaterinoslaw (Rußl.), Wohnung noch nicht an* gegeben.

K. Kurz, Math. it. Naturw., Alsfeld, Stephanstr. 13.

B. v. Langenheim, Chem., Budapest, Wohnung noch nicht an­gegeben.

H. Lerch, Vädag., Hergersdorf, Ludwigstr. 14.

I. Levy, 91. Phil., Gieften, Ludwigstr. 24.

E. Sinn, Chem., Bockenheinr, Bleichstr. 31.

W. Luckhardt, Math., Gießen, Wilhelmstr. 8.

Th. Maisch, Philos., Odessa, Marburgerstr. 27.

M. Michelowsky, Math., Odessa, in Friedberg.

H. Perlstein, Philos., Kesmark (Ung.), Asterweg 8.

B. Pines, Chem., Warschau, Steinstr. 15.

G. Praftkier, Math., Kolo (Rußl.), Wohnung noch nicht angegeben.

W. Riedel, Math., Darmstadt, Ludwigsplatz 14.

T. Rubinoff, Philos., Warschau, Nordanlage 9.

K. Rühl, 91. Ppil., Groß-Felda, Diezstr. 6.

R. Stier, Naturw., Darrnstadt, Stephanstr. 38.

F. Stroh, Math. u. Naturw., Darmstadt, Grünbergerstr. 5.

M. Schiechel, 91aturw., Dresden, Wilhelmstr. 8.

P. Schlie, Kl. Phil., Mölln, Südanlage 7.

K. Schlitt, Naturw., Darmstadt, Mittelweg 2.

W. Schmidt, Math., Gießen, Loberstr. 10.

F. Schonebohn, 91. Phil., Gießen, Grünbergerstr. 14.

K. Schuchmann, Pädag., Gießen, Alieenstr. 19.

W. Schwarz, Kl. Phll., Essenheim, Bleichstr. 10.

91. ThomS, 91. Phil., Selbach, Liebigstr. 57.

E. Tyurn, Forstw., Münchhof, Ludwigstr 10.

S. Ullmann, Philos., Antwerpen, in Frankfurt a. M.

G. Waldt, 91. Phil., Darmstadt, Grünbergerstr. 52.

G. Frhr. v. Wedekind, Forstw., Darmstadt, Ludwigstr. 10.

K. Weidemann, Math., Glücksburg, Stephanstr. 41.

Ein Siegeslauf.

Auferstanden und durch die tnobeme Wissenschaft in wirk­samster Weise vervollkommnet ist jenes Schönheitsmittel, welches schon vor Jahrtausenden mit bestem Erfolge angewandt wurde. Die orientalischen Völker priesen es in Wort und Schrift, die rö­mischen Dichter haben es besungen, die Bibel schätzt es wie Gold und Spezereien. So steht es als Kosmetikum einzigartig da in der Weltgeschichte! Und in neuester Zeit haben tausende von Aerzten begutachtet, daß die Myrrhe, modernisirt und idealisiert imMyrrholin^ ein äußerst wirksames Verschönerungsmittel ist. Von Ort zu Ort, von Land zu Land dringt das Myrrholin in sei­nem Siegeslauf vor, indem es alle anderen Mittel überholt und vertreibt. Die Uilübertrefflichkeit der Wirkung und ber billige Preis haben den Myrrholin-Präparaten Eingang verschafft bei Hoch und Niedrig. Wie allgemein sie benutzt werden, bezeugt nicht nur die Broschüre, dieMyrrholin-Kosmetik", welche in der Expedition des Blattes mit Tausenden von Anerkennlmgen. von Profefforen, Aerz­ten imd Privaten aufliegt sondern es verkundets auch der zarte Teint vieler Damen, die gesunde Hcmt der kleinen Kindlein, das reineblütenlose" Gesicht der Jünglinge und Männer.

So setzen die Myrrholin-PrapaEe (Seife, Glycerin, Puder, sowie das Mund- und Zahnwaffer) ihren Sieaeslairs über den ganzen Erdball fort und finden überall die gleiche Anerkennung als die besten auf wissenschaftlicher Basis beruhenden Schönheits­mittel. Er-Hälllich in Apotheken, Drogen, Parfümerie-Geschäften und achte man beim Einkauf stets auf das Wort .Myrrholin".